Lehrerverbände schlagen Alarm: An den Schulen wachsen Corona-Sorgen – «es eskaliert»

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Lehrerverbände in Rheinland-Pfalz haben sich besorgt gezeigt wegen zunehmender Corona-Infektionen an den Schulen. «Corona überrollt uns gerade», sagte am Dienstag etwa die Landesvorsitzende des Philologenverbands, Cornelia Schwartz, in einer Videokonferenz der CDU-Fraktion.

Das Infektionsgeschehen in den Schulen überschlägt sich. Illustration: Shutterstock

«Es eskaliert an den Schulen, was die Corona-Zahlen angeht», fügte Lars Lamowski vom Verband Bildung und Erziehung (VBE) hinzu. «Die Dinge gehen durch die Decke.» Für den Verband Reale Bildung (VRB) sagte der stellvertretende Landesvorsitzende Michael Eich: «Wir haben immer mehr Impfdurchbrüche auch bei Lehrerinnen und Lehrern.»

Die Zahl der infizierten Schülerinnen und Schüler stieg seit Anfang November nach Daten der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) um 169 Prozent auf 3.188 am Dienstag. Bei den Lehrerinnen und Lehrern nahm die Zahl der Infektionen um 179 Prozent auf 293 zu.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Christian Baldauf bekräftigte die Forderung seiner Partei nach drei Testungen pro Woche für die ungeimpften Kinder und Jugendlichen sowie für Lehrerinnen und Lehrer. Die Obfrau der CDU-Fraktion im Bildungsausschuss, Jenny Groß, sprach sich für einen «Booster-Plan» bei Impfungen von Lehrkräften aus.

Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) geht davon aus, dass Schülerinnen und Schüler in Rheinland-Pfalz von Montag an zweimal pro Woche auf das Coronavirus getestet werden. Die Zahl der Corona-Tests an den Schulen soll sich künftig nach der Warnstufe der jeweiligen Region richten.

Indem die Teststrategie und auch die Maskenpflicht am Warnstufenplan des Landes ausgerichtet werde, könne künftig flexibel auf Veränderungen bei der Infektionslage reagiert werden, sagte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD). Erst in der vergangenen Woche hatte sie verfügt, dass Schüler in Rheinland-Pfalz nur noch einmal in der Woche in den Schulen getestet werden. News4teachers / mit Material der dpa

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7 KOMMENTARE

  1. „Es eskaliert an den Schulen“
    dann ist doch die Zeit da, eine höhere Hierarchiestufe anzurufen um eine Entscheidung zu bewirken, wenn die Situation mit den eigenen Befugnissen nicht bewältigbar ist.

  2. Der Herr von des CDU hats nicht kapiert. Alle müssen getestet werden, es ist doch total sinnfrei nur die ungeimpften und die LuL zu testen. Die sitzen dann getestet neben dem GGler, der nicht merkt, dass er alle anderen dann ansteckt.
    Aber das ist halt das Problem, wenn die Impfung als „Große Freiheit“ verkauft wird. Selbst wenn alle Ungeimpften heute geimpft würden, dauert es noch 8 Wochen bis der vollständige Impfschutz vorhanden ist.

    • Ja, Baldauf ist nicht die größte Leuchte. Dennoch müsste inzwischen auch er verstanden haben, dass es hoch fahrlässig ist, nur Ungeimpfte zu testen. Der Impfschutz lässt kontinuierlich nach und ist nach sechs Monaten, je nach körperlicher Konstitution, entweder gar nicht mehr oder nur noch unvollständig vorhanden. Ich verstehe auch nicht, warum die meisten Politiker*innen weiterhin an ihren Narrativen festhalten, auch wenn klar ist, dass sie falsch liegen. Versuche, sich beim Wahlvolk in Position zu bringen, indem man „gut Wetter“ propagiert, auch wenn die Zeichen „auf Sturm“ stehen?

    • Wird leider nur kaum unterschrieben werden,weil die meisten Eltern eher gegen Maßnahmen sind.Heute wieder von einer Mutter gehört „an Krebs sterben auch Kinder.“ Ohne Worte.Unterschrieben!

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