Ministerpräsident räumt ein: Es gibt zu wenige mobile Luftfilter an Schulen

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Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil stellt seiner eigenen Regierung in der Pandemie ein gutes Zeugnis aus. «Wir haben nicht alles richtig gemacht, einen echten Strategiefehler sehe ich in Niedersachsen aber nicht», sagte der SPD-Politiker im Interview mit der «Braunschweiger Zeitung». Es sei richtig gewesen, vorsichtig zu bleiben, etwa bei der Maskenpflicht an Schulen. «Die haben wir mit Ausnahme der ersten beiden Jahrgänge als eines der ganz wenigen Länder durchgehalten», sagte Weil.

«Das muss ich leider konstatieren»: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil an seinem Schreibtisch – vor einem merkwürdigen Bild. Foto: Niedersächsische Staatskanzlei/Holger Hollemann

Der Regierungschef räumte jedoch ein, dass es zu wenige Luftfilter an den Schulen gebe. Weil sagte: «Die Schulen sind in kommunaler Hand. Bund und Land stellen Mittel für Luftfilter zur Verfügung, der Abfluss ist aber überschaubar, das muss ich leider konstatieren.» Eltern hätten die Hoffnung, dass mit Luftfiltern keine Masken mehr im Unterricht nötig seien. «Das ist leider nicht so», sagte der Ministerpräsident. «Luftfilter sind eine sinnvolle Ergänzung, Masken und das Lüften bleiben aber die Basis.»

Weil bedankte sich bei den Lehrkräften – und bekräftigte den Präsenzunterricht wie bisher aufrechterhalten zu wollen: «Von 3000 Schulen mussten gerade mal fünf vorübergehend vom Netz genommen werden.» dpa

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8 KOMMENTARE

  1. Selbstgerecht sitzt er in seinem sicheren Einzelbüro ich kriege das K….n!Unsere Schule hat (angeblich)vor den Sommerferien mobile Filter bestellt.Bisher noch nicht da!Jedes Versandhaus nennt einen Liefertermin oder bei Verzögerung einen Ersatztermin.Da stimmt doch was nicht.Und gerade gehört in der Nachbarklasse fröhliches ABIT .Man kann quasi auf die Ansteckung warten!Was das mit den Familien,mit den Kindern macht,Vertrauensverlust (ein Unding,dass Fälle einer potentiell tödlichen Infektion vor den Eltern totgeschwiegen werden) etc.,DAS sind viel schlimmere Foögen als ein wenig Distanzunterricht.Ich versteh die Eltern nicht die das alles so mitmachen.

  2. Ich bedanke mich auch- bei meinem Dienstherren und Ministerpräsidenten.
    Dafür, dass da wieder frierende Kinder in Wolldecken vor mir sitzen, wir jede Woche (!) in jedem Jahrgang (!) mehrere Coronafälle haben!
    Dafür, dass das Land Nds. in 12 Monaten NICHTS unternommen hat, um die Schulen DAUERHAFT pandemiesicher/er zu machen.
    Und danke auch, dass wir noch immer Test bekommen, die leider auf der Seite des Paul-Ehrlicher-Instituts gar nicht auftauchen.
    Ich will diesen Dank nicht, ich will Respekt für meine Arbeit, Respekt für meine Schüler/innen, Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz.
    Zu viel verlangt?

  3. „Kurzfristig vom Netz genommen“ sind Stand heute 10 Schulen in Niedersachsen, nicht 5. Die Zahl wird sich aber in der nächsten Zeit auf wunderbare Weise vermindern, weil keine Quarantäne mehr verhängt wird, sondern lediglich eine Schulwoche lang tägliches Testen der betroffenen Lerngruppe angesagt ist. Zu Hause. Hoffentlich. Inzwischen fordern Schulleitungen wegen Erschöpfung schon vorgezogene Weihnachtsferien. Sind, wenn die letzten Kerzen am Baum erloschen sind, auch die restlichen Lehrkräfte ausgebrannt?

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