Lehrerverband: Omikron kann wieder zu Distanzunterricht führen – Dänemark schließt deshalb schon seine Schulen

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BERLIN. Angesichts der drohenden Ausbreitung der Omikron-Variante hält der Deutsche Lehrerverband erneute massive Beeinträchtigungen für die Schulen für möglich. «Omikron kann leider dazu führen, dass wir doch wieder in Wechselunterricht und Distanzunterricht gehen müssen», sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Gestern waren die ersten beiden Fälle von Omikron an Schulen in Deutschland bestätigt worden. Dänemark, das noch im September alle Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus aufgehoben hatte, schließt bereits wieder seine Schulen – wegen Omikron.

Weltweit arbeiten Wissenschaftler daran, die Eigenschaften der Omikron-Variante zu entschlüsseln. (Symbolfoto) Foto: Shutterstock

Wenn sich die Omikron-Variante in Deutschland flächendeckend ausbreite, müssten die Schulen reagieren können, forderte Lehrervertreter Meidinger. Gerade weil viele Kinder und Jugendliche noch keinen oder keinen ausreichenden Impfschutz hätten, müsse es möglich sein, wieder auf sämtliche Instrumente der Pandemiebekämpfung an Schulen zurückzugreifen. «Angesichts von Omikron ist es gefährlich, heute zu versprechen, dass es Schulschließungen nie wieder geben wird.»

Weiter sagte er: «Bei sehr hohen Inzidenzen unter Schülern dürfen auch flächendeckende Schulschließungen kein absolutes Tabu sein.» Mit Omikron werde es vermutlich noch lange dauern, bis man wieder zur Normalität im Schulbetrieb zurückkehren könne.

In Nordrhein-Westfalen wurden unterdessen zwei Fälle bekannt: An einem Düsseldorfer Gymnasium und an einer weiterführenden Schule in Dinslaken ist die Omikron-Variante aufgetaucht. Zumindest bei den Düsseldorfer Fall scheint kein Zusammenhang mit einer Auslandsreise oder einem Kontakt zu einem Reiserückkehrenden zu bestehen. Das nährt die Sorge, dass Omikron bereits in Deutschland zirkuliert.

Wie die Düsseldorfer Stadtverwaltung mitteilte, wurden mit Stand Mittwoch, 8. Dezember, insgesamt acht Corona-Fälle am Comenius-Gymnasium gemeldet – wobei unklar blieb, ob es sich dabei um Schüler oder Lehrkräfte handelt. „Bei einem dieser Fälle wurde über eine Gesamtgenomsequenzierung die Omikron-Variante bestätigt. Weitere Testungen wurden durchgeführt sowie enge Kontaktpersonen klassifiziert“, heißt es. Alle Kontaktpersonen befänden sich in Quarantäne und werden regelmäßig getestet.

Im knapp 50 Kilometer entfernten Dinslaken wurde bei einem Schüler eine Omikron-Infektion bestätigt. Der Fall stehe im Zusammenhang mit einer anderen Infektion innerhalb derselben Familie aus Duisburg, teilte der Kreis Wesel am Abend mit. Das Gesundheitsamt des Kreises hat zunächst Quarantänen für 43 Mitschüler ausgesprochen und PCR-Tests für die Kontaktpersonen veranlasst.

«Wir müssen angesichts der laufenden Entwicklung alles auf den Prüfstand stellen»

Die neue Variante Omikron gilt als besorgniserregend. Der stellvertretende NRW-Regierungschef und Familienminister Joachim Stamp (FDP) erklärte bereits vor zwei Wochen: «Wir müssen angesichts der laufenden Entwicklung, insbesondere dessen, was uns möglicherweise da auch an neuen Mutationen ins Haus steht, alles auf den Prüfstand stellen.» NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) begründete unlängst die Wiedereinführung der Maskenpflicht im Unterricht nach nur vier Wochen ohne mit dem Auftauchen von Omikron: «In der gegenwärtigen Situation, in der wir uns auch mit einer neuen Virusvariante auseinandersetzen müssen, haben wir aus Gründen der Vorsicht entschieden, die Maskenpflicht im Unterricht am Sitzplatz wieder einzuführen»

In Dänemark war zuletzt ein rasanter Anstieg von Infektionen mit der Omikron-Variante verzeichnet worden, wie die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» berichtet – zuletzt 800 bestätigte Fälle, die sich längst nicht mehr alle zu Reiserrückkehrern oder deren Kontaktpersonen zurückverfolgen lassen. Man erwarte, dass Omikron mehr Infektionen bedeute, mehr Kranke und womöglich auch mehr Menschen im Krankenhaus, sagte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen. «Die neue Variante birgt daher auch ein erhebliches Risiko, das Gesundheitssystem kritisch zu belasten, und deshalb müssen wir mehr tun», sagte sie.

Die Sicherheitsmaßnahmen im Land werden deshalb drastisch verschärft. Die Weihnachtsferien werden verlängert. Die Schulen bleiben ab kommendem Mittwoch bis mindestens 5. Januar geschlossen. News4teachers / mit Material der dpa

Omikron hat die Schulen erreicht: Zwei bestätigte Fälle in Nordrhein-Westfalen

 

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Klaus Lehmkuhl
11 Monate zuvor

Daran sollte Yvonne Gebauer sich ein Beispiel nehmen . Leider wird sie es nicht tun . Der Präsenzunterricht läuft gnadenlos weiter bis zu den Weihnachtsferien . Es lebe die Bildungsgerechtigkeit !

Maren
11 Monate zuvor
Antwortet  Klaus Lehmkuhl

Nicht nur die.Hier in Nds.wird heute über vorgezogene Weihnachtsferien entschieden.Es geht um wenige Tage,aber FDP und Elternverbände pieseln sich schon wieder ein.Ich versteh diese Eltern nicht.Klar muss man auch arbeiten,aber es geht doch ums eigene Kind!Und dann noch zu verlangen,dass ALLE auch hin müssen,weil man sellbst vllt keine Möglichkeit hat,das finde ich doch sehr vermessen.

gehtsnoch
11 Monate zuvor
Antwortet  Maren

Solange die Schulen als „Verwahranstalten“ gesehen und als sichere Ort angepriesen werden, wird sich kaum eine Entscheidung zu „Schulen zu“ und vorgezogene Weihnachtsferien auftun. Die Aufhebung der Präsenzpflicht für die letzte Woche Schule würde den Vernünftigen und Umsichtigen als Entscheidung doch völlig reichen.
Es fehlt einzig der Wille (oder ist es Mut) der verantwortlichen Kumis aus der Masse der Zögerer und Zauderer hervorzutreten und mal etwas höchstselbst zu entscheiden.

Jedimeisterin
11 Monate zuvor
Antwortet  Maren

Ich verstehe aber nur eins nicht, warum muss man vorgezogene Weihnachtsferien so spät ankündigen. Deswegen werden ja Eltern vor den Kopf gestoßen. Vorgezogene Weihnachtsferien hätte man schon Mitte November ankündigen können. So hat man als Eltern zumindestens Planungssicherheit. Ich finde diese Entscheidungen von gleich auf jetzt einfach nur doof. Und mir brauch keiner erzählen, dass die Coronaneuinfektionen im November nicht hoch genug waren.

E. Ater
11 Monate zuvor
Antwortet  Jedimeisterin

Man muss nicht, denn es wird schon wieder Panik gemacht mit Omikron. In Bayern wird jedenfalls nicht zugemacht. Ich kann eigentlich kein erhöhtes Infektionsgeschehen an den Schulen feststellen, und das schon seit die Pandemie begonnen hat. Wir haben 3 Söhne und sie gehen in unterschiedliche Schulen aber bisher kann ich die Meldungen nicht bestätigen. Wenn nahezu 70% geimpft sind und es gibt noch etliche Genesene und ungeimpfte Kinder, die sicher keinen schweren Verlauf haben, was soll das dann die Panikmache?

Susanne
11 Monate zuvor
Antwortet  Maren

Ja, schlimm oder? Ohne Fremdbetreuung geht nichts mehr. Oma und Opa sind teilweise selbst noch keine Rentner und können nicht aushelfen. Da kann man nur hoffen, das der AG kulant ist und Verständnis hat und man sich als Familie oder im Freundeskreis irgendwie unterstützen kann.

Die Zukunftsängste, die viele Familien haben bei Jobverlust darf man aber auch nicht bagatellisieren. Icht alle haben genug im Reserven aufbauen zu können.

Umso wichtiger wäre es jetzt, das die Kumis Möglichkeiren für alle schaffen.
Lieber jetzt über Weihnachten, wo viele Urlaub haben und die Einrichtungen sowieso zuhaben einen längeren Lockdown. Das muss man unbedingt nutzen. Man hat doch gesehen, das bei Schul- und Kitaschließung die Zahlen sinken, es nützt nun mal nichts

Jedimeisterin
11 Monate zuvor
Antwortet  Susanne

Das Problem kenne ich aber auch. Muss nur rechtzeitig Bescheid bekommen, damit ich eine Betreuung für meinen autistischen Sohn organisieren kann.
Und nicht gefühlt zwei Tage vorher. Politik hat nichts dazu gelernt.

Grünhagen
11 Monate zuvor
Antwortet  Maren

Das sehe ich mit gemischten Gefühlen. Wenn Weihnachtsferien vorgezogen werden, heißt es , dass woanders Ferien gestrichen werden. Deshalb dieser Begriff VORGEZOGENE FERIEN. In Bayern ( siehe letztes Schuljahr) müssten die Kinder dann 13 Wochen im Stück in die Schule ( und sie sind schon genug gebeutelt) . Lehrer machen in der Woche vor Weihnachten viel Soziales, damit die Kinder Schule als etwas Schönes sehen und nicht nur Noten und Testen.

A.H.
11 Monate zuvor
Antwortet  Grünhagen

Das wäre schön. Hier werden noch Klausuren und Klassenarbeiten geschrieben. Der in der 8. Klasse schreibt am 23.12. noch Mathe.

gehtsnoch
11 Monate zuvor

„Kann“, damit ist schon alles wesentliche mitgeteilt.
Ohne Studie etc. bleibt es bei alles wie gehabt.

Susanne
11 Monate zuvor

Sachsen berät heute nachmittag nochmal. Ich hoffe inständig, das die Ferien doch noch vorgezogen werden oder ab Mo Distanzunterricht ist. Zumindest schließt man ab 2022 Schulschliessungen nicht mehr komplett aus. Man wartet wohl, bis Omikron zuschlägt.

Ich verstehe es echt nicht und bekomme auch keine Antwort vom SMK darauf, warum man jetzt wartet und die KHs nicht entlastet mit der Schließung von Schulen und Kitas. Die Verbote der paar Restaurants ab 1500, die noch geöffnet haben, bringen auch nichts, da doch lieber Schule zu, woich mehr Leute erreiche und mehr Strukturen unterbreche und Restaurants mit tagesaktuellem Test auf, damit die irgendwie überleben können.

Ich habe mir mehr von Kretschmer und Piwarz erwartet. Es kommt mir vor, als ob Piwarz nach seiner eigenen Infektion alles noch lockerer sieht.

Und bitte endlich Aufgaben für die Schüler, die zuhause lernen wollen oder müssen. Das man diese Kinder und die Eltern, die sich für Homeschooling entschieden haben, so hängen lässt, ist nicht in Ordnung. Es ist schon schwer

Seriously
11 Monate zuvor

Was soll man dazu noch sagen?

Die Kultusministerkonferenz hat sich in ihrem aktuellen Beschluss zum Umgang mit der Corona-Pandemie deutlich für Präsenzlernen in der Schule und für einen Präsenzbetrieb im Wintersemester ausgesprochen.

Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Brandenburgische Bildungsministerin Britta Ernst: „Das Offenhalten der Schulen und Hochschulen hat weiterhin höchste Priorität für die Kultusministerinnen und Kultusminister, um das Recht der Kinder, Jugendlichen und jungen Menschen auf Bildung und Teilhabe zu gewährleisten.

https://www.kmk.org/presse/pressearchiv/mitteilung/detail/News/offene-schulen-und-hochschulen-praesenzlernen-hat-hoechste-prioritaet.html

Maren
11 Monate zuvor
Antwortet  Seriously

Das ist ein Verbrechen was die da an den Kindern begehen.Hervorragende Hygienekonzepte,dass ich nicht lache.Alles Lug und Betrug,es gibt genug Studien,die das Gegenteil belegen!

xy
11 Monate zuvor
Antwortet  Maren

Die Hygienekonzepte bestehen bei unseren Kindern darin, dass die Mitschüler OP Masken unter der Nase tragen, Lehrer kaum mehr lüften und sich alle gemischt auf dem Pausenhof tummeln.
Vorsichtige Kinder haben keine Chance mehr.

Dirk Z
11 Monate zuvor
Antwortet  xy

@xy: Korrektes Verhalten könnte helfen, eine Infektion etwas hinauszuzögern. Aber jeder, der etwas mitdenken kann muss jetzt auch einsehen daß man alleine auch mit korrekt getragenen Masken nicht mehr viel erreichen kann und das wird mit Omikron noch viel schlimmer werden.

Anne
11 Monate zuvor
Antwortet  Maren

„Verbrechen“ – „Lug“ – „Betrug“
Ist das nicht etwas dick aufgetragen, Maren?
Ansonsten: der nackte Verweis auf „genug Studien“, die das Gegenteil, also den behaupteten Lug und Betrug beweisen, ist mir zu dürfig und klingt nach Beifall heischender Behauptung in einem Diskussionsverlauf, bei dem alle mehr oder weniger dieselbe Empörung äußern und ins gleiche Horn stoßen.

Maren
11 Monate zuvor
Antwortet  Anne

@Anne.“Schulen sind Bremsscheiben der Pandemie“,Kinder stecken sich nur im privaten Umfeld an“ „hervvorragende Hygienekonzepte“ etc etc sind Lug und Betrug!Und der Zwang zur Präsenz ohne unzureichende Schutzmaßnahmen (Missachtung von RKI Empfehlungen)ist für mich ein Verbrechen,ja.Verweigerung von sinnvollen Schutzmaßnahmen,während selber aus dem sicheren luftgefilterten Ministerium heraus verkündet wird,Schulen seien keine Treiber der Pandemie.Wenn Sie kein Problem mit der Zwangsdurchseuchung ihrer Kinder haben,wohlan,nur zu!Aber gestehen Sie anderen bitte ihre Meinung zu!Des weiteren ist ja wohl jeder in der Lage,die (zudem hier auch oft schon verlinkten )Studien zu Schulschließungen selbst zu recherchieren.Ihnen gegenüber bin ich jedenfalls weder in einer Bringschuld noch Beweispflicht,wenn ich hier meine Meinung äußere.Ich finde es ein Unding,dass jeder krakeelende Leerdenker über eine Impfung selbst entscheiden darf,Kinder jedoch zwangsinfiziert werden.Nicht umsonst schließen zb Länder wie Dänemark ihre Schulen.Dort sind Kinder einfach mehr wert.

Maren
11 Monate zuvor
Antwortet  Anne

@Anne kleiner Tip für die Recherche :geben Sie mal Modulation Todesfälle 4.Welle ein und führen sich die Berechnungen des Herrn Schneider zu Gemüte.Und den Rest können Sie ja selbst suchen,wirkliches Interesse vorausgesetzt.Glaube ich aber nicht.

Echt
11 Monate zuvor
Antwortet  Seriously

Das „Recht“ wird halt gebogen, wie es gerade genehm ist. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit ist für mich weiterhin die Grundvoraussetzung, um das Recht auf Bildung in Angebotsform der Schule überhaupt wahrnehmen zu können.
Ich bin sicher kein Fan von Herrn Tonne und sehr gespannt auf das, was er uns heute zu verkünden hat. Aber ich habe den Eindruck, dass er sich schon ein wenig mehr Gedanken macht. Vielleicht liegt es daran, dass er mehrere Kinder hat? Frau Ernst nebst Gatten wiegen sich selbst mehrfach geimpft und in tophygiene Büros in Sicherheit. Da ist es ein leichtes, sich entspannt zu geben. Und die vorsichtigen Eltern (Fürsorge – ist ja eigentlich ein Elternrecht) sind schon längst niedergebrüllt.

Dil Uhlenspiegel
11 Monate zuvor
Antwortet  Seriously

Teilhabe …

soso!?
11 Monate zuvor
Antwortet  Seriously

Die Kultusminister der Bundesländer hatten sich für offene Schulen und Hochschulen ausgesprochen – trotz der weiterhin schwierigen Lage in der Corona-Pandemie. „Das Bekenntnis zu offenen Bildungseinrichtungen eint uns nun wirklich in der KMK“, sagte Britta Ernst (SPD), Vorsitzende der Kultusministerkonferenz (KMK). Daran ändere auch die neue Omikron-Variante nichts.
Natürlich bleiben Schulen offen, sie waren nie geschlossen, selbst in den Osterferien 2020 gab es eine Notbetreuung! Und in den Herbstferien 2021 ein Aufholprogramm. Dumm nur, dass das vorbereitete Material der LuL für die Fördermaßnahme gar nicht eingesetzt wurde und die SuS bis heute und bis auf eine Ausnahme in der Klasse nicht das digitale Angebot zum Auf- und Nachholen des Unterrichrstoffes nutzen, obwohl sie die App auf jedem Tablett oder auch Smartphone nutzen können. Detaiierte Förderpläne und -empfehlungen werden von mir in Zukunft nicht mehr erstellt, ich habe aus der Erfahrung gelernt.

Mutter aus NRW
11 Monate zuvor

Ich habe unserer Kultusmisterin gestern mal eine Mail geschrieben. Antwort erwarte ich ehrlich gesagt nicht.
Bleibt wohl nur noch das Kind krank zu melden.

Sehr geehrte Frau Gebauer,

Das sehr geehrte in der Anrede fällt mir aktuell sehr schwer und ist nur meiner guten Erziehung geschuldet und nicht etwa einer Art Respekt, den ich vor Ihnen oder Ihren Kollegen der KMK habe. Respekt muss man sich verdienen.
Vorneweg möchte ich erwähnen das ich in einem Punkt mit Ihnen einer Meinung bin, Unterricht findet am besten vor Ort in den Schulen statt.
Danach scheiden sich aber auch schon die Geister. Ich bin nämlich durchaus der Ansicht das dies nicht zu jedem Preis erfolgen muss, kann und darf.
Kinder und Jugendliche weisen seit längerem die höchsten Inzidenzen bundesweit auf. Da hilft es auch nicht wenn sie die Zahlen gerne in Prozent angeben, um zu belegen das es ja gar nicht so schlimm ist. Schulen und Kindergärten sind entgegen der von Ihnen und Ihren Kultusminister Kollegen und Kolleginnen gebetsmühlenartig wiederholten „Floskel“ keine sicheren Orte. Und im Übrigen schonmal erst recht keine Bremsscheiben oder Hygienefilter. Meine 10 jährige Tochter musste zu Ihrer Hygienefilter Aussage übrigens mal kurz hysterisch auflachen. Ich könnte Ihnen jetzt erklären warum, möchte Sie aber viel lieber bitten doch mal ein paar Schulen zu besuchen. Und ich rede jetzt nicht von Neubauten oder Vorzeigeschulen, sondern eine der zahllosen Schulen mit Modernisierungsstau. Die finden sie übrigens viel schneller als Erstgenannte, davon gibt es nämlich viel mehr. Und wenn Sie schonmal da sind bleiben Sie doch bitte einen ganzen Schultag von 8 bis 16 Uhr, bei weit unter 20 Grad im Klassenraum wegen der ständig offenen Fenster.
Aber zurück zum Thema sichere Schulen. Wenn Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen sich da ja so sicher sind, dann stellen Sie sich doch bitte mal vor eine Kamera, lächeln so wie immer, und sagen öffentlich das Wissenschaftler, das RKI, die Leopoldiner und die WHO alle zusammen lügen. Diese fordern nämlich die Durchseuchung in Kitas und Schulen zu stoppen!
Ja, ich weiß was als als nächstes kommt. Kinder erkranken ja kaum und wenn dann nur sehr, sehr selten schwer. Es ist mir relativ egal wie oft oder selten. Ich möchte nicht das mein Kind mit diesem Virus in Kontakt kommt bevor es geimpft ist. Es könnte nämlich doch sein das es erkrankt und was noch wahrscheinlicher ist das es eventuell Long Corvid bekommt. Und ich weiß ja nicht ob es Ihnen schonmal aufgefallen ist, aber an Schulen gibt es nicht nur Kinder. Da gibt es auch Erwachsene. Ein Teil von denen gehört sogar zum besonders durch dieses Virus gefährdeten Personenkreis. Und diese Erwachsenen schicken sie mit der Schutzausrüstung Maske und regelmäßiges Lüften täglich viele Stunden in Hochrisikogebiete!?
Ja, ich weiß es gibt doch auch noch die regelmäßigen Tests. Bei den Pooltests sitzen die infizierten Kinder dann ja auch nur 1 oder 2 Tage in der Klasse bevor sie daraus gefischt werden. In der Zeit wird sich wohl das Virus nicht verbreiten. Außerdem haben die Kinder ja jetzt auch wieder Masken auf. Also außer beim Testen, Frühstück, Mittagessen, wenn sie etwas trinken, sich mal die Nase putzen müssen oder sich kreichend auf dem Schulhof anbrüllen.
Über die durch Kinder selbstdurchgeführten Schnelltests und deren Fehlerquote möchte ich gar nicht erst reden.
Klar, Schulschließungen sind suboptimal. Will in Wirklichkeit auch keiner. Es gibt aber ja auch noch andere Möglichkeiten wie z. B. Wechselunterricht – da sind die Kontakte in den Schulen schlagartig halbiert und es hat auch noch den Vorteil das die Menschen in den öffentlichen Verkehrsmitteln sich zu den Schlagzeiten nicht vorkommen wie in einer Sardiniendose.
Und ja, ich weiß auch was jetzt für eine Aussage kommt. Bevor Kontakte in der Schule reduziert werden müssen erst ALLE anderen Kontakte reduziert werden. Soll ich lhnen mal was sagen? Egal ob 2G oder 3G oder was auch immer. Das sind zum großen Teil Erwachsene, sogar geimpft Erwachsene die eine Wahl haben. Die für sich selber das Risiko einschätzen und abwägen können ob sie das eingehen wollen. Dank der Schulpflicht und Anwesenheitspflicht haben weder die Schüler, die Eltern, die Lehrer, Erzieher noch sonstige dort tätigen Menschen eine Wahl. Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen der KMK spielen mit der Gesundheit all dieser Personen und deren Familien. Und das entgegen sämtlicher Warnungen aus der Wissenschaft.
Und auch ihr Argument das Schulen keine Treiber der Pandemie sind kenne ich auswendig. Ist aber auch praktisch wenn es die einzigen Untersuchungen diesbezüglich aus Deutschland nur aus dem Sommer gibt, also aus einer Zeit in der es überall kaum Infektionen gab. Vielleicht sollten Sie mal einen Blick in Nachbarländer werfen – die haben belastbarere Daten. Allerdings hat das RKI ja mittlerweile auch solche Daten. Die kann man dann aber ja wieder schön in Prozent angeben um das Infektionsgeschehen klein zu reden.
Ich hatte noch eine letzte Hoffnung, und zwar das Sie zum Schutz aller die Weihnachtsferien auf den 20.12. vorverlegen. Von mir aus auch mit Notbetreuung. Aber auch diese letzte Möglichkeit zur Sicherstellung von halbwegs sicheren Weihnachtsfesten in den Familien haben sie heute ausgeschlossen. Das mag sie jetzt überraschen aber in den letzten Tagen vor den Weihnachtsferien oder auch Sommerferien passiert in Schulen im allgemeinen nicht mehr so viel. Die paar Tage würden keine immensen Wissenslücken verursachen, aber zumindest ein Sicherheitspolster was die Infektionen angeht schaffen. Und nein, vorgezogene Schulferien sind auch keine Schulschließungen wie im letzten Jahr. Und auch wenn ich Sie da jetzt enttäuschen muss, aber Kinder und Jugendliche leiden auch nicht unter 4 Tagen mehr Ferien. Auch die Schüler bekommen mit was um sie herum passiert und machen sich Sorgen.
Ich hätte da aber noch einen letzten Vorschlag für Sie um zu verhindern das unter vielen Tannenbäumen Covid zu finden sein wird: Distanzunterricht! Alle sitzen zuhause in ihrer Quarantäne ( oder wenn es absolut nicht machbar ist in der Notbetreuung) und machen online Unterricht. Dann könnten zumindest auch wieder Weihnachtslieder gesungen werden. Das müssten sie dann aber bitte zeitnah entscheiden, damit die Schulen und Lehrer und Eltern noch Zeit haben das halbwegs vernünftig zu organisieren. Also nicht erst am 17.12. mittags. Oder aber Sie heben zumindest die Anwesenheitspflicht auf um eine Wahl zu ermöglichen, allerdings verhilft das den Lehrerinnen und Lehrern auch nicht zu einem sichererem Weihnachtsfest.

Beste Grüße von einer Mutter die das Recht auf körperliche Unversehrtheit höher wertet als das Recht auf Bildung in Zeiten einer Pandemie

Ich muss da mal was loswerden
11 Monate zuvor
Antwortet  Mutter aus NRW

Frau Ministerin kann schon beim zweiten Satz nicht mehr folgen…

Mutter aus NRW
11 Monate zuvor

Frau Ministerin kann schon beim zweiten Satz nicht mehr folgen…

Ich habe mir wirklich Mühe gegeben nicht ausfallend zu werden. Eine Aneinanderreihung von Schimpfwörtern hätte den Lesefluss glaub ich auch erschwert. War gar nicht mal so einfach

Monika, BY
11 Monate zuvor

Das befürchte ich auch. Deshalb habe ich nicht mal versucht an Piazolo zu schreiben. (Sorry, aber Herr kommt nicht mehr über meinen Lippen, nicht für ihn).

Monika, BY
11 Monate zuvor
Antwortet  Monika, BY

Mutter aus NRW – die Mail ist sonst Hammer! Ich kann einfach nicht mehr fassen, dass alles Vernünftiges einfach nicht mehr zählt! Ne, wie ein schlechter Traum kommt mir alles vor. Daten, Fakten, Argumenten – alles um sonst.

Aber Kinder in einer SA oder einer Probe müssen das können, sonst, sofort Punktaubzug.

Problem ist nur, die Kinder sind nicht doof.

Oh, wir werden büßen, und ob.

Sarah Schäfer
11 Monate zuvor

Danke, Sie sprechen mir aus der Seele! Sowas sollte als offener Brief an alle großen Tageszeitungen!
Nochmal Danke!

Gina
11 Monate zuvor
Antwortet  Mutter aus NRW

Liebe Mama aus NRW
Ich kann Ihnen nur zustimmen. Es ist nicht zu fassen, dass man die Schulpräsenzpflicht in einer Pandemie aufrecht erhält. Es gibt nur in Deutschland die Schulpräsenzpflicht. In einigen Ländern haben Kinder sogar einen rechtlichen Anspruch auf Homeschooling. Ich habe im Februar eine Petition auf „Aufhebung der Präsenzpflicht in eine Pandemie“ gestellt. Die wurde mir im Mai vom Bayrischen Landtag abgelehnt mit der Begründung ich könnte ja mein Kind auf Antrag Zuhause beschulen. Seit 08.10.2021 ist das in Bayern nicht mehr möglich, obwohl sich die Situation der Kinder immer mehr zuspitzt. Ich habe umgehend ein Schreiben an Kultusministerium, dass Gesundheitsreferat und den bayrischen Landtag geschrieben. Bis auf den Petitionssauschuss hat niemand geantwortet. Die haben am 02.12.2021 meine Petition nochmal behandelt. Bisher habe ich keine Antwort erhalten. Mein Kind (11) wird am 15.12.2021 erstmals geimpft und er wird erst wieder nach den Weihnachtsferien in die Schule gehen.

Mutter aus NRW
11 Monate zuvor
Antwortet  Gina

Ich kann Ihnen nur zustimmen. Es ist nicht zu fassen, dass man die Schulpräsenzpflicht in einer Pandemie aufrecht erhält.

Ich bin mittlerweile der festen Überzeugung die leben alle zusammen in einer Parallel Welt in der Corona nur eine Männergrippe ist. Anders kann ich mir dieses kollektive verweigern der Tatsachen und Realität nicht erklären. Ich hätte dann aber gerne die Wegbeschreibung…

Sogehts
11 Monate zuvor
Antwortet  Mutter aus NRW

Vielen Dank, Mutter aus NRW! Es ist alles gesagt und sie haben Klartext geredet, Chapeau! H. Laumann (Gesundheitsminister NRW ) berichtete an einem Diskussionsabend im WDR Fernsehen vor 2 Wochen, er bekomme viele Mails von besorgten Eltern, die es nicht noch einmal “ verkraften“ könnten, ihre Kinder in der Woche vor Weihnachten zu Hause selbst betreuen zu müssen, deshalb sei der Präsenzunterricht gewünscht und notwendig.
Ich wünsche mir sehr, dass alle vernunftbegabte Eltern, denen die Gesundheit ihrer Liebsten etwas Wert, ihrem Beispiel folgen!

Nelli
11 Monate zuvor
Antwortet  Mutter aus NRW

Liebe Mutter aus NRW
So gut und treffend geschrieben! Das MUSS als offener Brief an alle Zeitungen!! Es ist unfassbar, wie ignorant, starrsinnig und unverantwortlich die Kumis sind!

Nelli
11 Monate zuvor
Antwortet  Nelli

Und an die News 4teachers Redaktion: können Sie den Brief von der Mutter aus NRW nicht auch irgendwie in der Öffentlichkeit pushen ? Der ist so gut geschrieben! VG

SaMo
11 Monate zuvor
Antwortet  Mutter aus NRW

Du wirst keine Antwort bekommen. Zumindest nicht vor Weihnachten. Ich habe vor knapp 2 Wochen auch eine Mail geschrieben. Bisher, abgesehen von der automatischen Antwort kam noch nichts.
Bin ich auch nicht von ausgegangen.
Aber man hat zumindest das Gefühl etwas gesagt zu haben.
Aber das Fr. Gebauer ihren Standpunkt ändert, daran glaube ich nicht mehr.

Ich hasse dieses Gefühl sich nicht wehren zu können.

Jan aus H
11 Monate zuvor

Wenn man auf Omikron reagieren will, dann muss man das VOR einer massiven Ausbreitung machen, denn die kann niemand mehr schnell einfangen.

Also: Schulschließungen HEUTE. Geöffnet wird dann aber erst wieder, wenn ALLE Beteiligten die Chance hatten, einen wirkungsvollen Impfschutz (Booster bei LuL, zwei Impfungen bei Kindern) aufzubauen.

Georg
11 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

Das wäre ein vernünftiger Vorschlag und wird somit niemals umgesetzt.

Dil Uhlenspiegel
11 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

Erscheint mir auch so. Aber in der Dauerschleife von mal schauen, ob es uns überhaupt trifft und mal schauen, ob man überhaupt etwas tun soll … ich weiß nicht. Was sind wir für ein seltsamer Haufen?

Monika, BY
11 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Die Eltern! Sie müssen endlich ihre Stimme erheben! Und Lehrer und Schulleitungen!

Sonst passiert gar nichts.

Forumsleserin
11 Monate zuvor
Antwortet  Monika, BY

Wir Lehrkräfte arbeiten mit Maulkorb. Es ist unerwünscht, sich zu Coronamaßnahmen zu äußern. Wer sich kritisch dagegen positioniert, wird von Seiten der Schulleitung sogar neutraler behandelt als diejenigen, die hinter den Maßnahmen stehen. Freundlich die SchülerInnen beim Pausenverkauf auf Abstand zu halten … ist möglich, solange sich kein Schüler, kein Elternteil darüber beschwert. War’s auch wirklich freundlich genug? Es ist frustrierend. Ich glaube, das ist nicht nur an meiner Schule so.

Ramon
11 Monate zuvor

Naja, am Ende sind es 3 Tage früher und 3 Tage länger am Ende.
Daher die auch in Deutschland diskutierten längeren Ferien

Daher nicht so drastisch wie in dem reißerischen Titel erwähnt.
Außerdem sind die Schulen auch noch offen bis Mitte kommender Woche, daher auch nicht die sofortige Schließung

gehtsnoch
11 Monate zuvor
Antwortet  Ramon

Vom 20. bis einschließlich 23.12. als letzten Schultag in NRW errechne ich sogar vier Tage.

Bei Schulende bereits am 17.12. ergibt sich ein nicht zu leugnendes Sicherheitspolster von sieben Kalendertagen, um am Weihnachtsfest eine munteres Virenwichteln einzudämmen. Mit angenommener Inkubationszeit Ø 5,8 Tage ein erheblich größeres Sicherheitspolster für ein beruhigteres Weihnachten für die ganzen Familien, besonders Oma und Opa (vielleicht sogar Uroma und Uropa). Leider darf solch ein vorausschauende Denkweise nicht erwartet werden.

Ich muss da mal was loswerden
11 Monate zuvor

WAS!? DÄNEMARK?! Die haben doch alles aufgemacht und waren doch immer so „freeeeeeeeedommmm daaaaaaaaayyy“ drauf! Was sind die denn jetzt auf einmal so unlocker?

Ist ja total uncool. So uncool, dass hier niemand mehr ruft: Dänemark, tolles Vorbild, da kann ich wieder Mensch sein…..!

Dil Uhlenspiegel
11 Monate zuvor

Hey, die Schweiz vielleicht, Jaaaa, super die Schweiz … ach ne, auch nicht mehr. Mh, Österreich genau! Jaaaa, so macht man das, wie in Österreich … wie? Die auch nicht mehr? Aber dann sind wir ja auf Platz eins angelangt, yeahhhh!

Ich muss da mal was loswerden
11 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Genau, das müssen die Foristen doch feiern, dass wir aktuell die liberalste Coronapolitik haben.

JH
11 Monate zuvor

An anderer Stelle schrieb ich es schon: Es gibt doch bereits Schulschließungen, auch wenn aus den Ministerien Gegenteiliges verlautbart wird. In Düsseldorf beispielsweise ist eine Grundschule nach vermehrten Corona-Fällen ganz geschlossen, dies auf Betreiben der Schulleitung (Respekt dafür). In der Elternschaft gibt es, wie zu erwarten, Dissens über diese Vorsichtsmaßnahme. Von Kolleg:innen höre ich anderswo von „10 Fällen und mehr“ in verschiedenen Klassen, auch ohne dass dies groß in den Medien auftauchen würde. Das medial professionell betriebene Brainwashing von „sicheren Schulen“ und „Bildungsgerechtigkeit“, betrieben von ausgerechnet den verlogensten Apologet:innen, denen genau dies vor der Pandemie völlig Banane gewesen ist, scheint bei vielen Eltern Wirkung zu zeigen. Man kann es aber daher nicht oft genug wiederholen:
Den vielgepriesenen Präsenzunterricht gibt es in seiner vertrauten Form momentan nicht mehr regulär. Andere Konzepte fehlen oder werden den Schulen nicht erlaubt umzusetzen. Stattdessen laufen Vertretungen ohne Ende und die meisten Menschen im schulischen Umfeld pfeifen aus den letzten Löchern. Die Durchseuchung steht leider an erster Stelle. Und läuft. Und läuft. Und läuft…

gehtsnoch
11 Monate zuvor
Antwortet  JH

…“Den vielgepriesenen Präsenzunterricht gibt es in seiner vertrauten Form momentan nicht mehr regulär. „…

Was habe ich denn da verschlafen?

Die von der Linientreue abweichendenden SL wird man im unteren Promillebereich ansiedeln dürfen.

JH
11 Monate zuvor
Antwortet  gehtsnoch

„Den vielgepriesenen Präsenzunterricht gibt es in seiner vertrauten Form momentan nicht mehr regulär.“ Doch, bei dieser Aussage möchte ich angesichts der Vielzahl an Quarantänen, Zeitaufwand für Testungen, kranken Kolleg:innen, Burnouts usw. bleiben. Ist vielleicht auch eine Frage der Perspektive; ich bezog mich auf „Präsenzunterricht“ im Jahre 2019 (welcher, unbestritten, auch seine Probleme mit sich gebracht hatte…).

Leseratte
11 Monate zuvor

Ohne Worte. Wir wissen noch nicht viel über Omikron, aber unsere oberschlauen KuMis wissen schon wieder alles besser und beten völlig unbeeindruckt ihr Mantra der offenen Schulen, das uns ja seit Wochen schon mit Delta massiv auf die Füße fällt, herunter. Wer schmeißt endlich Hirn vom Himmel?
Genauso problematisch wie das frühzeitige Ausschließen der Impfpflicht… Modellierer prognostizieren schon jetzt Schlimmes.

„+++ 12:58 Kultusminister: Schulen trotz Omikron offen halten +++
Die Kultusminister der Bundesländer wollen trotz der weiter schwierigen Lage in der Pandemie die Schulen und Hochschulen offen halten. „Das Bekenntnis zu offenen Bildungseinrichtungen eint uns nun wirklich in der KMK“, sagt die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz (KMK), Britta Ernst, zum Abschluss der Beratungen. Daran ändere auch die neue Omikron-Variante nichts. Der gemeinsame Plan der Kultusminister sei, die Schulen offen zu halten, sagt die SPD-Politikerin. Auch Omikron bringe keine Veranlassung, über andere Szenarien nachzudenken.“

https://www.n-tv.de/panorama/13-40-In-51-Landkreisen-gibt-es-kein-einziges-freies-Intensivbett–article21626512.html

https://www.focus.de/kultur/kino_tv/schockierende-nachrichten-in-zdf-show-professor-errechnet-wieviele-tote-sofortiger-lockdown-verhindert_id_24498587.html

Leseratte
11 Monate zuvor
Antwortet  Leseratte

Und natürlich hat die KMK online getagt. Und das bedingungslose Offenhalten der Schulen, egal was kommt, dürfte die einzige einheitliche Entscheidung der KuMis sein, an die ich mich erinnern kann. Ansonsten macht doch jeder, was er will. Und das nicht erst seit der Pandemie. Man konnte sich ja nicht mal auf eine einheitliche Teststrategie oder andere Dinge bezüglich Infektionsschutz einigen, aber offen bleiben sollen alle Schulen.

Marie
11 Monate zuvor
Antwortet  Leseratte

Lösung in Niedersachsen: Schulen bleiben offen, aber an den letzten 3 Tagen wird die Präsenzpflicht ausgesetzt. Da liegt die Verantwortung jetzt bei den Eltern, aber da haben ja viele Angst, ihr Kind könnte in den 3 Tagen was verpassen (haben wir so letztes Jahr in NRW erlebt). Außerdem werden dadurch die Familien der LK nicht geschützt, und das, obwohl Doppelimpfung gegen Omikron kaum hilft. Zudem bedeutet dies nochmal doppelte Arbeit für die LK, morgens Pu, nachmittags Versorgung der zu-Hause-Kinder.

Maren
11 Monate zuvor
Antwortet  Marie

Die Zuhaise Kinder haben keinen Anspeuch auf Distanzbeschulung,steht doch in der Aussage von Tonne.Mir aber wumpe.Wer drei Tage vor den Feriennoch regulär unterricht macht,den versteh ich eh nicht.Mein Kind bleibt zuhause.Für die Lehrkräfte finde ich die Entscheidung eine Frechheit,weil diese so keine Möglichkeit haben,ein paar Puffertage vor Weihnachten zu nehmen.Das ist respektlos und typisch Kumi.

S.
11 Monate zuvor
Antwortet  Leseratte

Genau: Die weitgehend kinderlose KMK tagt hygienisch einwandfrei online. Kinder, Eltern, Lehrkräfte und Erzieher*innen sollen sich dagegen schutzlos mit Omicron durchseuchen? Sorry, da hört der Spaß nun endgültig für mich auf.

Ernst: „Auch Omikron bringe keine Veranlassung, über andere Szenarien nachzudenken.“ Wer so etwas Veranstwortunloses sagt, gehört für mich abgesetzt. Das ist unzumutbar. Es ist ja schön, dass Frau Ernst auf diese dümmliche Weise die deutsche Wirtschaft retten will.

Wie passt Ernsts Weigerung, über Rettungsszenarien noch nicht einmal nachdenken zu wollen, mit folgender Meldung in der Tagesschau zusammen?:
„Angesichts der drohenden Ausbreitung der Omikron-Variante erwarten Intensivmediziner eine Zunahme von Covid-19-Erkrankungen bei Kindern. ‚Die Zahl der infizierten Personen und damit auch der Kinder wird dramatisch ansteigen‘, sagte Florian Hoffmann, Kinder-Intensivmediziner und Generalsekretär der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
Infektiologen sprachen sich für kürzere Zeitabstände zwischen Zweit- und Drittimpfung aus. Derzeit lasse sich zwar noch nicht sagen, ob Omikron auch häufiger zu schwereren Krankheitsverläufen führe, erklärte Hoffmann. Doch selbst bei milderen Verläufen könne allein die hohe Anzahl an Infizierten dazu führen, dass in absoluten Zahlen mehr Kinder ins Krankenhaus müssten als jetzt.“
https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-coronavirus-samstag-323.html

xy
11 Monate zuvor

Meidinger hat natürlich vollkommen Recht. Leider habe ich heute die Leserkommentare bei BR gelesen und der allgemeine Tenor war, dass Lehrer doch nur wieder frei haben wollen.
Diese Dummheit ist unerträglich geworden, in Südafrika kommen gerade Kinder in die KH und in Deutschland breitet man Omikron den roten Teppich in weit offenen Schulen aus.
Das ist doch schon Blödheit im Endstadium.

Leseratte
11 Monate zuvor

Auch interessant:
„Für Eltern und Kinder in Amerika ist es ein Schock: Viele Schulen stellen wieder auf Online-Unterricht um oder schließen ganz. Aber nicht, weil die Zahl der Coronafälle gestiegen wäre. Es soll nicht weniger als der Zusammenbruch des ganzen Schulsystems verhindert werden.
Die E-Mail kam am Morgen des 17. November. Absender: die Bildungsbehörde der Metropole Detroit im US-Bundesstaat Michigan. Nach reiflicher Überlegung, hieß es in der Nachricht, habe man sich entschieden, freitags die Schulen zu schließen und auf Online-Unterricht umzustellen – ein Schock für Eltern und Kinder, die dachten, diese Zeiten lägen hinter ihnen.
Aber das war noch nicht alles. Am 19. November – dem ersten Freitag mit Fernunterricht – folgte eine weitere E-Mail. Dieses Mal verkündete die Behörde, dass die Schulen ab Montag komplett geschlossen würden.
Eine ganze Woche lang. Und ohne virtuelle Kurse. Die Begründung dieses Schrittes fiel knapp aus. Es war von einem „Bedarf an mentaler Entlastung“ für „Lehrer und andere Angestellte“ die Rede. […]
In Florida gab ein Landkreis allen Lehrern eine Woche mit der Begründung frei, dass es in diesem Jahr keine Schulschließungen aufgrund von Wirbelstürmen gab – daher habe man nun ein wenig Luft.
Wir verstehen, dass das für Eltern belastend ist“, sagte ein Amtsleiter in einer Videobotschaft. „Aber der Schritt ist eine Anerkennung für die Leistung unserer Lehrer.“ […]
„Es kommt bei uns immer wieder vor, dass ein Lehrer gleich zwei Klassen betreut und zwischen den Räumen hin und her rennt“, erzählt Greg Cole, Direktor einer Highschool im Bundesstaat Nevada. „Manche Kollegen müssen zum Beispiel ihren eigenen Algebra-1-Kurs unterrichten und dann zur selben Zeit noch einen weiteren, weil einfach nicht genügend Personal da ist.“ […]
Aber die Priorität des Staates, so scheint es, sind die Lehrer. Von ihrer Gewerkschaft heißt es: „Es ist besser für Schüler und Eltern, mit den Unannehmlichkeiten zu leben, als wenn das ganze System zusammenbräche.“

https://www.welt.de/wirtschaft/karriere/bildung/article235575544/In-den-USA-schliessen-die-Schulen-wegen-ausgebrannter-Lehrer.html

potschemutschka
11 Monate zuvor
Antwortet  Leseratte

Deutsche Lehrer sind doch viel härter als die Amis, die brauchen keine Erholung und keine Anerkennung. Die sind eher wie dumme Duracel-Hasen, machen immer weiter, notfalls auf dem Zahnfleisch.

xy
11 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

In Bayern wird als Lehrer und Schüler gearbeitet bis Weihnachten.
Das Team Vorsicht wurde zum Willkommensteam für Omikron.
Und in einem Monat sind wieder alle überrascht, so überrascht, wenn auch deutsche Kinder in den KH landen.

Leseratte
11 Monate zuvor
Antwortet  xy

In Thüringen genau so. Trotz extrem hoher Inzidenzen und Hospitalisierungsinzidenz um die 20. Wahnsinn.

Schattenläufer
11 Monate zuvor

Da sieht man mal, was für Weicheier diese Dänen sind.
Wir haben zum Glück die KMK!
An der Bildungsgerechtigkeit und dem edlen Wesen der KMK soll die Welt genesen.

Die Dänen werden sich noch wundern, wie schulisch fit die deutschen Schüler nach der Pandemie sind.
Jedenfalls der Teil der Überlebt und kein Long-Covid hat.

Monika, BY
11 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Ja, ohne Ironie geht es leider gar nicht mehr.

AusderPraxis
11 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Dänemark hat keine Präsenzpflicht für SuS. Und digital sind sie top!
Da entscheidet man so etwas leichter!
In SH gehen gerade die Zahlen nach oben! Ob es an den engen Beziehungen zu Dänemark liegt? Omikronmäßig?
Aber bei uns dauert eine Sequenzierung 2 Wochen (in Dänemark 2 Tage). Bis dahin sind wir schon in den regulären Weihnachtsferien.

Maren
11 Monate zuvor

Und Niedersachsen setzt die Peäsenzpflicht ab dem 20.aus.Was soll das bitte bringen….Den Lehrern nix,weil es kaum einer nutzen wird.Unmöglich.

Koogle
11 Monate zuvor

Wenn Omikron Kinder ins Krankenhaus bringt, geht es nicht ohne Impfpflicht für Eltern.

Eltern gefährden dann ihre Kinder genauso wie Pflegekräfte ihre Patienten.

Monika, BY
11 Monate zuvor
Antwortet  Koogle

Wir gefährden uns alle gegenseitig, weil die Politik so will.

Mit mehr Absurd gehet es noch kaum.

mm
11 Monate zuvor

Gerade im Radio kam die Meldung, dass die Kultusminister Präsenzunterricht als oberste Priorität ansehen und dieser Aufrecht erhalten werden soll. Daran würde auch Omikron nichts ändern. Aha. Das wird noch spannend, vor allem nach den Weihnachtsferien, wenn sich Omikron weiter ausgebreitet hat.

Susi
11 Monate zuvor

Prof. Drosten weist in den Tagesthemen darauf hin, dass Kinderimpfungen im Kontext der neuen Omikron-Variante zur Vermeidung von Schulschließungen wichtig seien. Dabei ginge es auch um die eigene Gesundheit der Kinder mit Blick darauf, dass die Erkrankungen bei Kindern durch die Omikron-Variante schwerer sein könnten, was sich aus den Daten aus Südafrika deuten lasse.

Also ich bin wieder einmal erschrocken darüber, wie wenig Kinder in unserem Land wert sind.

Oberste Priorität hat die Gesundheit! Dafür sollte flexibel und situationsgerecht gehandelt werden in der Bildung. Starres Neinsagen zu Schließungen und Distanz sind aktuell sehr gefährlich. Der Masterplan ist immer noch nicht ausgearbeitet – seit 2 Jahren Pandemie! Mir fehlen die Worte …

Viva
11 Monate zuvor

Dänemark hat es eben verstanden, dass es unschön wäre, die große Unbekannte durch die Gesellschaft rauschen zu lassen, auch ohne genau zu wissen, was es bedeuten könnte. Da denken Menschen.

Unsere knorke Kumis dagegen sind von ihrem besessenem Vorhaben, die Kinder allesamt mit der Deltavariante zu durchseuchen oder auch durch natürliche Infektion nach Impfung zu boostern noch nicht einmal davon beeindruckt, dass dafür in der Folge durch Anheizen des Infektionsgeschehens reell allgemein noch mehr Menschenleben draufgehen z.B. bei Impfdurchbrüchen oder während der Wochen des Immunschutzaufbaus bei den Erst-Impflingen.

Sie interessiert auch nicht, dass das Recht auf Bildung und die Teilhabe in rasanten Zeiten im Distanzunterricht durchaus gelebt werden kann, jedenfalls derzeit bei ca. 50 Prozent. Weil sie es aber versäumt haben, die Digitalisierung – anders als in Dänemark oder Schweden z.B. – für alle voranzutreiben, müssen eben alle auf das unterste Level auf die Stufe der am schlechtesten Ausgestatteten zurück, sodass sie ihren Auftrag von „Gerechtigkeit“ in der Theroie erfüllen können: Bekommen eben alle nichts und wir tun einfach mal so als hätte die Digitalisierung nirgendwo in den Schulen bereits stattgefunden.

Tiefer kann man in der Pandemie nicht sinken! 500 Covidtote täglich (noch), überlastete Kliniken und Omikron als noch nicht vollends einzuschätzende Gefahr sind doch kein Grund, den Durchseuchungskurs in den Schulen zu stoppen und ausschließlich auf die Impfungen zu setzen. Das bisschen Sterben da …

Vielleicht wird es so langsam mal Zeit, dass Deutschland Druck von anderen Ländern bekommt. Die nicht adäquate Reaktion auf eine neue Bedrohung sowie eine bewusste Durchseuchung mit der erwiesenermaßen gefährlichen Deltavariante betrifft schließlich die ganze Welt und es fehlt noch eine deutsche, weitere impfstoffresistente und gefährliche Variante, die dann die Länder mit hoher Impfquote und sogar vollzogenen Schulschließungen zur Eindämmung heimsucht. Erst bieten andere Länder in unserer jetzigen Not uns medizinische Hilfe an und zum Dank erhalten sie dann als Geschenk eine in Deutschland entstandene neue Variante. Ist obendrein bestimmt übergreifend besonders schön für Länder, denen es eh schon beschissen geht, die weder medizinische Versorgung noch genug Nahrung haben.

Die KuMis kennen keine Grenzen mehr, was die Coronavirusvarianten angeht genauso wie die Varianten selbst sie auch nicht kennen. Was Durchseuchungen derzeit und in der Vergangenheit bedeuten, wissen alle: Kranke, Tote und neue Mutationen (siehe Omikron)!

Ich muss da mal was loswerden
11 Monate zuvor
Antwortet  Viva

Ja! „Besessen“ ist das richtige Wort, wenn man von der KMK spricht.

Pit2020
11 Monate zuvor

@Ich muss da mal was loswerden
@Viva 10. Dezember 2021 um 18:53

Früher, in der guten alten Zeit 😉 … da hat James Bond die Bösewichte aus dem Weg geräumt und die Welt gerettet.

Heute müsste er mal kurz vorbeischauen und die 16 Blöde-Wichte … na sagen wir mal „ruhigstellen“ (Mir würde das genügen.). Der Anlass ist gegeben, sie scheinen sich für unverwundbar und superwichtig zu halten, aber niemand hält SIE auf … Und so agieren sie nach dem Motto „Die Schulen sind nicht genug!“.

Eigentlich wäre es auch ausreichend, wenn sich „Q“ etwas einfallen ließe.
😉

xy
11 Monate zuvor

Bayern hat kaum noch Intensivbetten mehr, lässt aber die Schulen offen bis 23.12.
Das ist mit Omikron vorsätzliche Durchseuchung.
Was ist nur aus dem Team Vorsicht geworden?

Klugscheisser
11 Monate zuvor
Antwortet  xy

Wahlen sind gewonnen. Jetzt müssen andere Interessen bedient werden.

Irinja
11 Monate zuvor

Traurig aber wahr … auch mit Lauterbach bleibt alles weit geöffnet „Lasset alle Kinderlein zu uns kommen“…nur ohne uns läuft da nix…sind wir nicht alle ausgebrannt, erschöpft und am Ende? Mein Enkel entwickelt zur Zeit eine Art Waschzwang, so „gut“ geht es ihm mit Präsenzunterricht und dem Respekt, Corona nach Hause zu bringen! „Vllt. kann ich mir den Virus ja abwaschen….“
Ab Montag einfach zuhause bleiben!! AU, Burnout..am Ende…es kann uns doch so nix passieren?!

xy
11 Monate zuvor

Die GEW begrüßt den Beschluss die Schulen offen zu halten.
Ist das die Hausgewerkschaft der Kultusministerien?

kanndochnichtwahrsein
11 Monate zuvor

«Bei sehr hohen Inzidenzen unter Schülern dürfen auch flächendeckende Schulschließungen kein absolutes Tabu sein.»

Bei sehr hohen Indizrenzen ist es längst zu spät!

Wann begreifen die endlich, was Prävention bedeutet???

Himmel, wo leben wir eigentlich? Wir sind doch kein Bananenstaat! (Sorry, wollte die Bananen nicht beleidigen und sonst auch niemanden)
Deutschland schimpfte sich mal Bildungsland …
Hä? Wer kann das Wort überhaupt noch schreiben? Wer kennt noch seine Bedeutung?

So wird das nichts mehr… nicht mit Bildung und nicht mit Eindämmung der Pandemie!

Als Lehrer verzweifel ich schon – wie muss es erst den Wissenschaftlern gehen, die mit Engelszungen und Engelsgeduld versuchen, ihr Wissen an den Mann zu bringen und damit Weichen zu stellen, um das Ruder noch rumzureißen.
Scheint alles nicht zu nutzen.

Was die Schulen betrifft: Jetzt zumachen würde uns vier Wochen Vorsprung geben und die Ausbreitung welcher Varianten auch immer erstmal verlangsamen.
Vier Wochen sind in Pandemiezeiten lang und könnten die dringend erforderlichen Erkenntnisse liefern, aufgrund derer man dann mit guter wissenschaftlicher Grundlage für Januar und weiter planen könnte.
Wenn das nicht passiert, schaffen wir Tatsachen, die wir nachher nicht mehr rückgängig machen können, wir geben dem Virus die Chance sich irreversibel auszubreiten.
Wer verantwortet die vielen Kranken und Toten, die das zusätzlich bringt???

Apelle an die Vernunft des Einzelnen sind richtig, bringen mich aber jeweils zu hysterischen Anfällen, weil uns Lehrern verboten ist, vernünftig zu handeln für uns selbst und die uns anvertrauten Schüler…

Defence
11 Monate zuvor

Heute wurde bei uns ein Kind mit gefälschtem Impfpass entdeckt. Ich bin einfach nur noch schockiert.

Hatte das einer von Eich schon? Wie geht man damit um?

Ich muss da mal was loswerden
11 Monate zuvor
Antwortet  Defence

Meldung bei den Behörden machen, die Eltern müssen dafür haften. Wird teuer, bleibt dann kein Geld mehr für den Skiurlaub in Ischgl.

Pit2020
11 Monate zuvor

@Ich muss da mal was loswerden

Genau so.

@Defence 10. Dezember 2021 um 22:30

Mehr Infos:
https://www.gmx.net/magazine/news/coronavirus/rechtsexperte-krimineller-energie-impfpaesse-relativ-nachmachen-36387832

Traurig
11 Monate zuvor

Gefälschte Impfpässe, PolitikerInnen, die erst einmal abwarten wollen, ob ihr solala wirkt, Leute, die in Fußballstadien um die Wette gröhlen und anschließend dichtgedrängt in Öffis durch D kutschieren. Dies alles wird mit dem Erhalt der Demokratie und der individuellen Freiheit gerechtfertigt. Bei den SchülerInnen wird unter den Teppich gekehrt und das Elternvolk bedient und ruhiggehalten. Darüber kann man sich aufregen, muss man sich aufregen, was mich am meisten jedoch schockiert, sind die Zahlen der TÄGLICH Verstorbenen, die Dramen die hinter diesen Zahlen stehen. Das scheint niemanden mehr zu erschrecken und diese Ignoranz und Empathielosigkeit macht mir am meisten Angst.
Bleibt gesund, passt auf Euch und Eure Lieben auf…

InaKer
11 Monate zuvor

Ganz einfach, mathematisch fast: Recht auf körperliche Unversehrtheit + Recht auf Bildung + Pandemie = Anspruchsvolle digitale Distanzunterricht. Basta. Dritte Coronawintwr und die Rahmenbedingungen stehen immer noch nicht dafür. Das ist auch das Problem, wovon die KuMis und Regiereungen mit ihrem Mantra ständig ablenken zu versuchen. Sie lenken die Aufmerksamkeit ständig weg: „Look, over there!“
Nur weil man eine Lüge mehrmals wiederholt, wird sie nicht wahr.

Ben
11 Monate zuvor

Ist doch interessant wie hier ständig Schulschließingen gefordert werden. An meiner Schule fordert es niemand.

Classenlehrerin
11 Monate zuvor
Antwortet  Ben

Tja Ben, Bäume stehen ja auch draußen an der frischen Luft …

Rüdiger Vehrenkamp
11 Monate zuvor

Unser täglich Panikmeldung gib uns heute…

In den Klassen meiner Kinder (6. und 8.Klasse in BW) sind das erste Mal seit Wochen wieder alle Schülerinnen und Schüler vollzählig da: Niemand krank, niemand mit long covid und niemand mehr in Quarantäne. Deutschlandweit sinken die Inzidenzen, nur solche Meldungen werden hier nicht vebreitet. Stattdessen wird jeden Tag eine neue „Schulschließ-Arie“ gesungen.

Omikron bleibt trotz allem Corona. Es ist kein neues Virus, es ist eine Mutation. Wie viele bereits hier bemerkten: Man weiß noch zu wenig. Aber klar, Schulen können wir natürlich einfach schließen, am besten wieder monatelang, bis die neue Variante dominiert und wir eben damit leben müssen. Gewöhnen Sie sich daran. An was ich mich hingegen nicht gewöhnen werde, ist der stete Ruf nach geschlossenen Schulen. Und wenn Sie hier äußern, dass Omikron Kinder befällt, so ist das nur die halbe Wahrheit: Gemeint sind Kindergartenkinder und die gehen meines Wissens nicht in die Schule. Mich wundert es zudem, dass immer nur von infizierten Schülerinnen und Schülern gesprochen wird, aber nie von Erkrankten. Das liegt vermutlich daran, dass Jugendliche in 99% der Fälle überhaupt kein Problem mit Corona und seinen Ablegern haben.

Sind wir doch ehrlich: Die meisten Schüler werden sich in den Tagen vor Weihnachten nicht in Quarantäne begeben, sondern ausschlafen und mittags mit Freunden abhängen. Einige Eltern werden die Zeit nutzen, um verfrüht ins Ausland fahren zu können. Sinnvoller wäre es in jedem Fall auf Treffen und Freunde über die Feiertage zu verzichten, sich bis 6.1. in Quarantäne zu begeben und somit offene Schulen für alle zu ermöglichen – und nicht umgekehrt. Also fordern sie Feiertags-Quarantäne, um ab Januar die von Ihnen gewünschten, sicheren Schulen zu haben.

Bernd
11 Monate zuvor

Sehr geehrter Herr Vehrenkamp,

gestern ist mein Schwiegervater an Corona gestorben, trotz doppelter Impfung.

Es hat es leider nicht geschafft, so mit dem Virus zu leben, wie Sie es empfehlen.

Mit freundlichem Gruß

Rüdiger Vehrenkamp
11 Monate zuvor
Antwortet  Bernd

Ihr Verlust tut mir sehr leid und ich spreche Ihnen mein herzlichstes Beileid aus. Meinen Vater verlor ich vor zwei Jahren an Krebs. Und genauso wie Krebs, Herzinfarkte, Schlaganfälle, Unfälle, Todesfälle durch Krankenhauskeime oder die gemeine Grippe, gehört nun Corona als weiteres Lebensrisiko zu unserem Alltag.

Sie werden weder einen hunderprozentigen Schutz bekommen, noch werden sie Corona ausrotten können. Im Gegenteil: Wir alle werden uns im Laufe unseres Lebens mehrmals mit dem Virus anstecken und leider werden ab sofort immer wieder Menschen daran sterben. Uns bleibt überhaupt nichts anderes übrig, als damit leben zu lernen, denn das Virus lebt mit uns – ob wir das wollen oder nicht.

Wir können nicht alle halbe Jahre die Schulen schließen und unser Leben weitere Jahre mit angezogener Handbremse leben. Was für eine Art Leben wäre das? Die Impfung schützt und ermöglicht einen normalen Alltag. Nur Garantien verteilen Biontech, Moderna und Co. leider nicht.

Bernd
11 Monate zuvor

Wir hätten aber die Schulen – offensichtlich die Treiber der Pandemie derzeit – längst sichern können. Wieso gilt in Schulen keine Abstandsregel? Wo sind die Luftfilter in den Klassenräumen? Wo sind die Plexiglas-Wände, die es an jeder Supermarktkasse gibt? Warum musste NRW die Maskenpflicht vier Wochen lang aussetzen, bis die Inzidenzen so hoch waren, wie sie heute sind? Warum gilt Präsenzpflicht bis zur Sinnlosigkeit?

Meine 19-jährige Tochter muss zwei Mal in der Woche mit 30 anderen Berufsschülern den ganzen Tag in einem Klassenraum zusammensitzen, obwohl die Schule gut digitalisiert ist. Bilanz innerhalb von vier Wochen: sechs infizierte Schüler. Im Betrieb gilt Homeoffice. Was soll das alles? Warum ist es Politikern wie der NRW-Schulministerin Gebauer so scheißegal, dass Infektionen tausendfach in die Familien getragen werden? Gesagt wird: Man kann sich ja impfen lassen. Hat mein Schwiegervater getan. Er ist jetzt tot.

„Wir können unser Leben nicht mit angezogener Handbremse leben“, schreiben Sie. Lieber mit Vollgas gegen die Mauer? Können Sie gerne so tun, aber lassen Sie uns dabei aus dem Spiel. Sie reden hier der Durchseuchung das Wort. Die Folgen bekommt meine Familie gerade zu spüren.

Rüdiger Vehrenkamp
11 Monate zuvor
Antwortet  Bernd

Wie gesagt, Ihr Verlust tut mir leid, Ihre Wut und Trauer sind nur selbstverständlich. Nur rede ich nicht der Durchseuchung das Wort, sondern einer Normalität, die Stück für Stück zurückkehren muss sowie dem Bewahren von Kollateralschäden nach zwei Jahren Pandemie, welche nicht ständig unter den Teppich gekehrt werden dürfen. Reden Sie mal mit Schaustellern, Barbesitzern und Einzelhändlern, aber auch mit Kinderpsychologen und Soziologen. Von „Vollgas“ sind wir weit entfernt: 2G-Regeln, regelmäßige Tests (vor allem in Schulen), keine Weihnachtsmärkte, keine Großveranstaltungen, Maskenpflicht etc.

Die Impfung hat Ihrem Schwiegervater nicht helfen können. Gurt und Airbag können ebenfalls nicht jeden Tod verhindern. Leider. Untersagen wir deshalb das Autofahren? Todesfälle werden wir immer wieder haben, auch noch in einem Jahr, in vier Jahren, in zehn Jahren. Dass Sie das persönlich belastet, kann ich nachvollziehen. Todesfälle durch Corona gehören (ebenso wie Todesfälle bei allen anderen Erkrankungen) jetzt zu unserer Realität. Also haben wir langfristig nur eine Wahl: Die Akzeptanz des Unveränderlichen. Je früher wir das tun, umso eher können wir alle Facetten des Lebens wieder genießen.

Unsere Kinder brauchen Schulen, Klassenfahrten, Sozialkontakte, Sport, Bewegung, Betreuung – sie haben ihr Leben noch vor sich. Kein digitales Angebot kann diesen Facettenreichtum von Schulen ersetzen. Gerade den Kids und Jugendlichen sollten wir komplette Normalität ermöglichen, weswegen ich durchaus dafür bin, dass Erwachsene sich nach Bedarf mehr einschränken und Ungeimpfte sich endlich impfen lassen. Schulen zu schließen ist Ende 2021 der absolut falsche Ansatz.

Bernd
11 Monate zuvor
Antwortet  Bernd

„Unsere Kinder brauchen Schulen, Klassenfahrten, Sozialkontakte, Sport, Bewegung, Betreuung“ – und sie bekommen tote Großeltern und Eltern und womöglich noch Long Covid obendrauf. Toller Ansatz. Wer braucht schon Menschen?

Es gibt keine „Normalität“ in einer Pandemie, ist das so schwer zu verstehen? Normal, also ungeschützt, bedeutet in einer Seuche: Sterben.

Nochmal: Wo ist der Schutz in Schulen? Können Sie auch noch was anderes als Ihre Platte herunterzuleiern?

Rüdiger Vehrenkamp
11 Monate zuvor
Antwortet  Bernd

99% der Infizierten sterben nicht, auch zig Eltern und Großeltern haben Corona ohne Schäden überstanden und jetzt mit Impfung sowieso. Sie tun so, als wäre jeder Infizierte dem Tode geweiht. So tragisch Ihr familiäres Schicksal ist, diese maßlosen Übertreibungen sind nicht angebracht.

Klugscheisser
11 Monate zuvor
Antwortet  Bernd

Der Herr oben will also Normalität.
Es gibt keine Normalität und gab es auch nie.
Schäden, die durch das Festhalten an etwas, das es nicht gibt, verursacht werden, ziehen sich durch die junge Generation.

Die psychische und physische Schäden, die durch die Schulpflicht verursacht werden, werden in den folgenden Jahren noch viel Gesprächsstoff bereithalten.

Und was nützen “normal” offene Schulen, wenn wieder sämtliche anderen Freizeitangebote wieder wegfallen. Schule war ein von Erwachsener gewünschter Lebensmittelpunkt, nicht der Kinder.

Anne
11 Monate zuvor

@Bernd
Herzliches Beileid.
Trotzdem muss ich Herrn Vehrenkamp Recht geben.

@Klugscheisser
„Die psychische und physische Schäden, die durch die Schulpflicht verursacht werden, werden in den folgenden Jahren noch viel Gesprächsstoff bereithalten.“

Wenn Sie „Schulpflicht“ durch „Schulschließungen“ ersetzen würden, könnte ich auch Ihnen zustimmen. So aber muss ich Ihnen widersprechen.

gehtsnoch
11 Monate zuvor

Halbwahrheiten verfolgen nur ein Ziel, der Manipulation von Wirklichkeit.
Auch wenn bestimmte Aussagen immer wiederholt werden, darf das
Ergebnis nicht sein, dass eben diese „Aussagen“ irgendwann mal zu vermeintlichen Wahrheiten werden, nur weil sie oft genug wiederholt wurden.

Ob die Durchseuchung meiner Familie das einzige alternativlose geeignete Mittel sei, möchte ich noch gerne selbst bestimmen dürfen. Dazu bedarf es lediglich der definierten Aufhebung der Präsenzpflicht. Eigentlich total simpel und da braucht niemand die Schulen für zu schließen oder Sonder-Ferientage zu gewähren.
Aktuell sind Fehltage am letzten oder ersten Schultag von Ferien ohnehin nicht einfach so entschuldbar. Auch da bedarf es nur einer bindenden Entscheidung als Vorgabe. Warum einfach, wenn es doch auch so viel komplizierter gehen kann.

Canishine
11 Monate zuvor

Mit Corona leben lernen. Vielleicht gehört ja zu diesem Lernprozess, dass man Schulen mit Luftfiltern ausstatten, in einer extremen Welle auch schließen muss, eine regelmäßige Impfung akzeptiert, sich an Masken gewöhnt, bei Krankheit zu Hause bleibt und nicht in die Kneipe geht usw.
Ich hoffe natürlich sehr, dass dieser Lernprozess milde verläuft, zumindest bei 99%.

Ich_bin_neu_hier
11 Monate zuvor

@Rüdiger Vehrenkamp: „Unser täglich Panikmeldung gib uns heute…“

1. Nur zur Klarstellung: Zum jetzigen Zeitpunkt bin ich gegen allgemeine Schulschließungen; darum geht es mir persönlich bei diesem Post nicht.

2. Zur Zeit scheint, so mein rein subjektiver Eindruck, es uns allen nach fast zwei Jahren Pandemie zunehmend schwerer zu fallen, die Realität annähernd so wahrzunehmen, wie sie ist. Dies gilt umso mehr, da wir unsere Wahrnehmung momentan anhand immer neuer Erkenntnisse ständig neu ausrichten müssen.
Daher ist diese rationale Wahrnehmung derzeit ein sehr schmaler, schwierig (und nicht immer sofort) zu erkennender Pfad. Abseits dieses schmalen Pfades wartet auf der einen Seite irrationale Panik, auf der anderen sinnlose Verleugnung der Realität.

Selbstverständlich werden wir grundsätzlich lernen müssen, mit Covid zu leben – das heißt aber auch: Covid möglichst zu überleben. Bei ihren Posts habe ich zunehmend den Eindruck, dass sie von einer endemischen Situation ausgehen, in der Covid ein allgemeines Lebensrisiko darstellt wie z.B. Krebs auch. Das ist aber eine Situation, in der wir uns schlicht noch nicht befinden. Wir befinden uns aktuell immer noch in einer Pandemie und höchstwahrscheinlich direkt vor einer neuen Welle – ob uns das gefällt oder nicht, ob wir das leugnen oder in Panik verfallen, spielt dabei keine Rolle.

Zu Omikron kann ich nur sagen: Aus meiner Sicht gibt es gute Gründe für Vorsicht und Besorgnis – völlig unabhängig (!) von der Frage, ob man Schulen schließen sollte, während ein Großteil der Erwachsenen noch fröhlich vorweihnachtliche Kontakte zelebriert…

Eine Quelle für meine Besorgnis, was Omikron für uns alle bedeuten könnte: https://twitter.com/DrEricDing/status/1469723185084084225

Ich_bin_neu_hier
11 Monate zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

***Bitte entschuldigen Sie, selbstverständlich sollte es heißen: „Bei Ihren Posts habe ich zunehmend den Eindruck, dass Sie von einer endemischen Situation ausgehen, …“

Maren
11 Monate zuvor

Herr V.wenn Sie das an den Schulen aktuell für Normalität halten,dann ist Ihnen nicht zu helfen.Es gibt Kinder,die darunter leiden.Und Sie maßen sich hier an zu entscheiden was für ALLE zu gelten hat.Bei Aufjebung der Präsenzpflicht wär ich dabei.Dann kann,wer will,sein Kind und seine Familie gern durchseuchen lassen.

Rüdiger Vehrenkamp
11 Monate zuvor
Antwortet  Maren

Sie haben völlig recht – von einer Normalität an Schulen sind wir leider weit entfernt und wenn ich die Kommentare hier lese, würde dies für immer so bleiben, weil keiner akzeptieren möchte, dass Corona nicht mehr verschwinden wird und Kinder teils nicht einmal Symptome entwickeln.

Wie ist es denn mit den Schulschließungen, nach denen hier jeder schreit? Würden diese denn nicht für ALLE gelten? Die Homepage hier ist seit Wochen von oben bis unten voll mit dieser Forderung. Nur sitzt dann eben nicht nur der Sohn aus reichem Elternhause wieder in der Bude, sondern viele sozial schwache und benachteiligte Kinder. Hier leidet aber niemand oder wie? Sie machen es sich mit Ihrer Argumentation wirklich sehr einfach – wahrscheinlich, weil Sie und Ihre Familie in keiner prekären Lage stecken oder Probleme mit der Betreuung haben. Ich hoffe für Sie, dass häusliche Gewalt ein Fremdwort für Sie ist. Solche Fälle fallen bei geschlossenen Schulen noch weniger auf. Da Sie hier posten können, verfügen Sie offensichtlich über einen Internetanschluss mit Endgerät. Dies ist leider ebenfalls nicht überall der Fall.

Mein Tipp: Holen Sie Ihrem Kind ein Attest vom Arzt und lassen Sie es zuhause. Wenn es Ihnen und Ihrer Familie hilft, gerne wieder mehrere Monate. Wird nicht so schlimm sein. Oder?

Rüdiger Vehrenkamp
11 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Danke für den Link. Dieser spricht jedoch vor allen Dingen von verarmten Senioren sowie Menschen ab 50 im Niedriglohnsektor. Von Kindern ist überhaupt nicht die Rede. Weiterhin stammt er vom April 2021, als die Impfungen gerade erst angelaufen waren. Mit anderen Worten: Er ist völlig überholt.

Selbstverständlich muss weiterhin daran gearbeitet werden, dem genannten Klientel niedrigschwellige Impfangebote zu machen und deren Kindern Bildungs- und Betreuungsangebote zu machen. Und das gelingt mit offenen Schulen.

Bernd
11 Monate zuvor

Schon mitbekommen, dass Infektionen weitergetragen werden – von Kindern in die Familien hinein?

Vielleicht verstehen Sie das hier: „Knapp 2.000 Kinder in Deutschland wurden in den ersten drei Corona-Wellen zu Halbwaisen“

https://www.news4teachers.de/2021/11/internationale-studie-knapp-2-000-kinder-in-deutschland-wurden-in-den-ersten-drei-corona-wellen-zu-halbweisen/

Viva
11 Monate zuvor

Ganz ehrlich. Ich war bisher ein geduldiger Mensch, glaub´ ich, aber Ihr Geschwafel über die benachteiligten Kinder aus sozialschwachen Verhältnissen nervt nur noch. Das sind Fälle für aufmerksame Nachbarn und Verwandte und in Folge Jugendämter und Pflegefamilien/Heime/Therapeuten. Auch ich habe heute den ersten Todesfall in der etwas weiteren Familie. Ein doppelt geimpfter, vorerkrankter mehrfacher Familienvater mit sogar noch kleinen Kindern. Vor einiger Zeit verstarb ein Nachbar in ähnlicher Konstellation. Ich kenne jetzt schon genug Coronawaisen. DAS sind arme Kinder!

Diese Pandemie MUSS eingedämmt werden, um nicht noch mehr Kinder für den Rest des Lebens unglücklich zu machen!

Lassen Sie Ihr Geschwafel. Schauen Sie sich Ihre Kinder an und freuen Sie sich, dass Sie noch für sie da sein können und alle gesund sind. Ich jedenfalls will Ihren Mist nicht mehr lesen und hören. Und das dumme Zeugs der anderen egoistischen Coronaverharmloser und Realitätsverweigerer auch nicht.

Corona ist noch nicht endemisch. Corona überlastet noch das Gesundheitssystem. Corona nimmt den Kindern ihre Väter. Und was Sie für Ihre Kinder wollen, ist in Relation dazu einfach NICHT VON BELANG!!!

S.
11 Monate zuvor

Ich empfehle Ihnen die Seite 2 der Süddeutschen heute zu lesen – Berichte von Intensivpfleger*innen, die aus dem Beruf ausgeschieden sind bzw. wegen Überarbeitung und Krankheit (unter anderem wegen Long-Covid) ausscheiden mussten.
https://www.sueddeutsche.de/panorama/corona-pflegekraefte-1.5485057?reduced=true
Dann haben Sie vielleicht etwas mehr Demut.
Sie reden von „Normalität“. Wir haben aber keine „Normalität“ – wir sind mitten in einer schlimmen Pandemie. Sie reden davon, dass wir mit dem Virus „leben“ müssten. Eben – um mit dem Virus zu „leben“ – und das meine ich im wahrsten Sinne des Wortes – benötigen wir Schutzmaßnahmen. Eben diese fordern viele Foristen auf dieser Seite – Lehrkräfte, SuS und Eltern.
Ich kenne jede Menge junge Menschen, die psychisch leiden, weil es eben keine Schutzmaßnahmen für sie gibt.
Ich bezweifele zudem Ihre Aussage, dass der von der Redaktion genannte Artikel „völlig überholt“ sei. Am Ende der vierten Welle wird es erneut Erhebungen geben, welche Bevölkerungsschichten am stärksten gesundheitlich von Covid-19 betroffen waren. Es würde mich sehr überraschen, wenn sich nicht um ärmere Bevökerungsschichten handeln würde.

Elly
11 Monate zuvor

Herr Vehrenkamp: es geht nicht um Schulschließung für alle. Es geht um Aussetzen der Präsenzpflicht für die, die ihre Kinder jetzt lieber daheim lassen möchten…

Birkenstock
11 Monate zuvor

@Elly
„Schulschließung“ ist aber eine reißerische Botschaft.
Bezweifle die „eigenen Kinder“ bei R.V. allerdings.

Klugscheisser
11 Monate zuvor

Es gab Konzepte, so etwas aufzufangen.
Wurden nicht beachtet.
Atteste werden kaum noch ausgestellt, weil Ärzte anscheinend Druck bekommen haben.

Also wird durch das Gebahren der Politiker die Sache wieder an die Wand gefahren.
Und die Leute hier für etwas anzugehen, was diese niemals wollten, ist unangebracht. Es ist letztendlich eine Reaktion auf die Scheisse, die in D veranstaltet wird.
Es gibt mehr zu beachten als häusliche Gewalt oder sozial schwache Familien. Sie schauen auf ihren Bereich, okay, andere gucken etwas weiter über den Tellerrand, und sehen nur Versagen, Versagen, Versagen des Staates. Man fühlt sich hier für dumm verkauft, die Schüler für dumm verkauft, und bestraft durch krampfhaftes Festhalten an einer Normalität, die es nicht gibt.

Wäre mit Augenmaß vorgegangen worden, eine echte Abstimmung mit Epidemiologen erfolgt, ein Austausch mit Schulen auf Augenhöhe, usw. wäre das sinnvoller gewesen also diese idiotische Rechthaberei und dieses mit offenen Augen ins Verderben Gerenne, um Recht zu haben oder zu behalten, die befreundete Partei nicht zu brüskieren oder ähnlicher Kram, der nur politisch motiviert ist, aber nicht geeignet, um Schaden vom Volk fernzuhalten.

Und ab jetzt ignoriere ich Ihre Beiträge, die von Vorwürfen an Leute gespickt sind, die selbst verheizt werden und versucht haben sich dagegenzustemmen, um einen geregelten Schulablauf zu gewährleisten, und dauernd dafür auf die Schnauze bekommen. Es reicht, wenn die KMs das tun, da braucht es keine Kollegen, die sich mit dem Ku(h)Mis(t) solidarisieren.

Pit2020
11 Monate zuvor
Antwortet  Klugscheisser

@Klugscheisser

„Man fühlt sich hier für dumm verkauft, die Schüler für dumm verkauft, und bestraft durch krampfhaftes Festhalten an einer Normalität, die es nicht gibt.“

Solange nicht noch Filme gedreht werden, um „das Volk bei Laune“ zu halten.
Aber das gab es ja schon einmal. Und ein Remake dieser Strategie wäre ohnehin keine gute Idee, wo doch einstmals schon die übelst bemühte Originalversion des Machwerks „Kolberg“ floppte.
Dann lieber so – ist auch ehrlicher (vgl. „schon eingeseift“)
https://www.youtube.com/watch?v=PGylhtcmomk

Maren
11 Monate zuvor

Stellen Sie sich mal vor.Ich bin alleinerziehend und in der ersten Welle hatte ich nichtmal einen Drucker.Und wissen Sie was?Es funktionierte trotzdem.Es gab u.a.mehrere Hundert Euro Coronabonus.Davon wäre ein Endgerät drin gewesen,wenn man es wirklich wollte.Sie verlangen,dass andere für wenige ihre Gesundheit riskieren.Schulen sind keine sozialen Einrichtungen,sondern vermitteln Wissen.

gehtsnoch
11 Monate zuvor

@Rüdiger Vehrenkamp:
„99% der Infizierten sterben nicht,“ –> Es sind etwa 106.000, also 1,63% und damit über 63 % (!) mehr als von Ihnen behauptet, die es nicht schafften.

„…würde dies für immer so bleiben, weil keiner akzeptieren möchte, dass Corona nicht mehr verschwinden wird und Kinder teils nicht einmal Symptome entwickeln….“
„…Todesfälle durch Corona gehören (ebenso wie Todesfälle bei allen anderen Erkrankungen) jetzt zu unserer Realität.“…
„Niemand krank, niemand mit long covid und niemand mehr in Quarantäne. Deutschlandweit sinken die Inzidenzen, nur solche Meldungen werden hier nicht vebreitet. Stattdessen wird jeden Tag eine neue „Schulschließ-Arie“ gesungen.“ –> Datenschutz zu Krankheit? Sinkende Inzidenzien… na wenn aus der 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen bundesweit aktuell bei 402,9 nur noch 396 werden ist das weit entfernt von beruhigend. Letztes Jahr war bei 100 Großalarm und ab 165 die Schulen in Präsenz, oder?
BW hat heute die 7-Tage-Inzidenz bei 462,6, die Zahl der Neuinfizierten heute +5.973 und mit Ihrer Meinung würde ich mal sagen, da geht doch noch was.

“ Schulschließungen, nach denen hier jeder schreit?“ Als Lehrkraft sollten Sie doch selbst wissen, dass es Befreiung oder Aufhebung der Präsenzpflicht heißt, lediglich die Boulevardpresse nennt es „Schulen zu“, da die Zeit doch keine Zeit ohne Beschulung darstellt, aber so wie Sie es beschreiben doch auch für Sie wie Extra-Ferientage wahrgenommen und behandelt wird, ohne im Lernen auf Distanz für SuS Angebote zu unterbreiten.

…“dem genannten Klientel „…

…Weiterhin stammt er vom April 2021, als die Impfungen gerade erst angelaufen waren.“

Ich finde Ihre vielfältigen „Aussagen“ kommt mir vor wie eine Sicht durch die rosarote KuMi-BM-Brille und zeigen einen erheblichen Biegeradius, z. B. offizieller Impfbeginn war der 27.12.2020 (!) und nicht im April 2021.

„zig Eltern und Großeltern haben Corona ohne Schäden überstanden und jetzt mit Impfung sowieso.“ –> „Ohne Schäden“ zeigt nur pauschalierte und oberflächliche Aussagen und welcher Maßstab war nochmal „zig“?
Ach ja, es waren im engeren Sinn eine Anzahl von zwanzig bis neunundneunzig, also in etwa genausoviel wie Nonsens hoch 3, also Fake.

Ihre Statements dürfen von mir und einigen Mitmenschen schon als recht herabwürdigend empfunden werden, wie:
„Unsere Kinder brauchen Schulen, Klassenfahrten, Sozialkontakte, Sport, Bewegung, Betreuung – sie haben ihr Leben noch vor sich.“ (schreiben Sie weiter oben)

Genau, UNSERE Kinder haben das unversehrte Leben noch vor sich und einen an Schulen nicht durchsetzbaren Anspruch auf körperliche und gesundheitliche Unversehrtheit, Gesundheitsschutz, eine Schulpflicht ohne Rechte mit der Ausnahme des Rechts auf Bildung. Dies sollten sie sich mal als Lehrkraft verinnerlichen.
Aber das Kind selbst als Individuum scheint für Sie als empfundener Mitläufer zu einer Zählmasse ohne nennenswerte Anerkennung zu verkommen und die Präventions-möglichkeiten für SuS /LuL an Schulen werden wie bei n4t bekannt nicht gewährt, gar vorsätzlich vorenthalten, auch in BW.

„Atteste für mehrere Monate“ ab hier wird es für mich lächerlich.

Ihre sich ständig wiederholende pauschalisierte Verharmlosung des **bestehenden Krankheitsverlaufs einer Covid19-Infektion bei Kindern** ist schlicht realitätsfern und ohne nennenswerte Erfahrungswerte. Daher mein Tipp an Sie dazu: Verkneifen Sie sich als für mich empfundener linientreuer Obrigkeitsdiener derartigen Geschwurbels einfach oder prahlen doch bitte damit am Stammtisch.

Auf die Notwendigkeit der in diesen Tagen verkündete vierte Impfung „Booster-Plus“ haben Sie sicher auch schon passende Antworten der Dienstherren erhalten, oder gar schon mittels bestimmter Vitamine den Termin?

Marion
11 Monate zuvor

Ich finde nicht, das Rüdiger Vehrenkamp nur „Geschwafel“ absondert. Obwohl ich nicht seiner Meinung bin, finde ich seine Argumente doch durchaus bedenkenswert.
Er stellt sich hier ja eben gerade NICHT als blindwütiger Coronaleugner und Impfgegner dar. Wenn man aber jeden, der in dieser Sache anderer Meinung ist, sofort als Schwurbler verdammt, dessen Äußerungen hier unerwünscht seien, tut man sich selbst und dem eigenen Anliegen keinen Gefallen. Man tut es dann nur denen gleich, die sonst unter den Begriffen „Querdenker“ und „Verschwörungstheoretiker“ verortet werden.
Und nochmal: Ich persönlich halte nichts vom Durchseuchungskurs an Schulen und Kitas.

gehtsnoch
11 Monate zuvor
Antwortet  Marion

Da möchte ich sagen, vielleicht nennt man es dann „Schönrederei“ statt „Geschwafel“.
Ich nenne es Geschwurbel, weil wie auch andere es bereits aufzeigten, stimmen nach ersten Recherchen die überwiegenden Fakten zu Argumenten von R. V. einfach nicht. Dies ist etwas anderes und hat dann auch nichts mit dem Vertreten eigener Meinung zu tun. Fundierte belegbare Äußerungen haben eine grundlegende Berechtigung, ganz ohne Frage. (Beispiele habe ich dazu gegeben)

„Long-Covid“ ist mal eben schnell getippt und abgefrühstückt, aber was es für Betroffene mit einem „Post-COVID-19-Syndrom“ auf sich hat, z. B. nach Lungenentzündung, Myokarditiden, Durchschlafstörungen, Abgeschlagenheit, Konzentrationsstörungen und langanhaltende Müdigkeit nach körperlicher Belastung und Spätfolgen und ob es nun einer Verharmlosung oder einer modernen Wortschöpfung gleichkommt, mag heute gesichert kaum jemand abzuschätzen. Die v. g. Symptome lassen sich zumindest nicht leugnen.

Marion
11 Monate zuvor
Antwortet  gehtsnoch

Ich gebe ihnen vollkommen recht. Man darf die möglichen Langzeitfolgen von Covid auf keinen Fsll unterschätzen. Auch und vor allem bei Kindern nicht.
Und auch den Gesundheitsschutz von Lehrern und Erziehern darf man nicht dauernd unter den Tisch fallen lassen.
Ich halte aber trotzdem zumindest Rüdiger Vehrenkamps Frage nach einem langfristigen Umgang mit Corona für durchaus berechtigt.
Denn Corona wird aller Voraussicht nach bleiben, und irgendwie müssen wir einen Weg finden, mit dieser Krankheit umzugehen. Ich glaube nicht, daß wir dahin zurück kommen, was wir bisher unter „Normalität“ verstanden haben. Ich sehe unsere gesamte Lebensweise und unser Gesellschaftssystem auf dem Prüfstand und zwar nicht nur wegen Corona, sondern auch wegen dem Klimawandel.
Ich bin überzeugt, daß uns die wirklich großen Herausforderungen erst noch bevorstehen.

gehtsnoch
11 Monate zuvor
Antwortet  Marion

Habe bereits schon mehrfach geschrieben, alle an Schulen und KiTa´s sitzen letztlich in einem Boot und das ist weiterhin nicht seetüchtig.
Die Gesellschaft zu spalten klappt bei den Ungeimpften durch das Umkehrprinzip bereits ganz gut und warum dann nicht auch an Schulen.

Und Normalität sehe ich nur als eine neue Normalität irgendwann in der Zukunft an. Die Erkenntnisse der Wissenschaft wird für Kinder und Jugendliche warum auch immer wissentlich sturr ausgeblendet und da frage ich mich, ob die angestrebte Durchseuchung der richtige Weg ist ???

Modellsimulation aus Mitte Nov. 2021:
https://www.mdr.de/wissen/covid-vierte-welle-modellsimulation-szenarien-tote-100.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

Hierzu hatte ich bereits geschrieben:
Erkenntnisse, die man aus den Kurven der Modellsimulation ableiten kann, sind:
1. Ohne Einschränkungen wären auf dem Höhepunkt der Welle mehr als drei Millionen Menschen gleichzeitig infiziert, mehr als sechsmal so viele wie in der zweiten Welle vor einem Jahr.
2. Eine sofortige Impfpflicht für alle hilft für die vierte Welle nur noch wenig.
3. Kitas und Schulen zu schließen, würde die Fallzahlen etwa halbieren.
4. Eine Notbremsenregelung wie im Frühjahr 2021 würde die Welle sehr schnell abebben lassen.
5. Bei Notbremse verbunden mit Impfpflicht wäre die Welle noch niedriger, aber nur ein wenig.
In der Modellsimulation wird davon ausgegangen, dass jedes durchgespielte Szenario ab kommenden Montag (22. November) beginnt und bis zum Ende der Simulation durchgehalten wird.

Nun ist bereits der 12.12.2021- 23 Tage später – und was passierte alles in den letzten drei Wochen zum Schutz und Sicherheit an Schulen und KiTa´s?

Viva
11 Monate zuvor
Antwortet  Marion

Der Weg kann nicht sein, dass man zig Hundert Tote am Tag dauerhaft toleriert! – Ich war das mit dem Geschwafel. Wissen Sie, wenn man jemanden wegen Covid-19 verliert, kommen einem die Diskussionen um Wechselunterricht etc. irrsinnig vor. Und nervig. Und unnötig. Und das sind sie auch! Menschenleben stehen an allererster Stelle, zumindest in meinem Weltbild!

gehtsnoch
11 Monate zuvor
Antwortet  Viva

Sie haben so recht.

Maren
11 Monate zuvor

Ach ja,eins hatte ich vergessen.Attest über mehrere Monate ist sicher ein Witz?Nein.Präsenzpflicht hat aufgehoben zu werden.Dann kann jeder selbst das Risiko für sein Kind abwägen.Eine Welle in einer Pandemie hat nichts mit normalem Lebensrisiko zu tun.