Weihnachtswunsch: Kultusministerin Schopper hofft auf Corona-Stress-Abbau in Familien

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Theresa Schopper (60), Kultusministerin in Baden-Württemberg, hofft darauf, dass Kinder über Weihnachten mal so richtig vom Corona-Alltag abschalten können.

„Mal vergessen“: Baden-Württembergs Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne). Foto: Kultusministerium Baden-Württemberg

«Der Stress der letzten Jahre nagt an den Familien. Ich wünsche den Kindern echte gemeinsame Zeit mit ihren Eltern und Geschwistern», sagte die grüne Ministerin in Stuttgart. «Der Schul- und Arbeitsstress soll für ein paar Tage wirklich mal vergessen sein. Ich wünsche unseren Kindern und Jugendlichen die Geschenke, die sie sich gewünscht haben und Zeit zum Quatschen, Kuscheln, Lachen und Spielen mit ihren Lieben.»

Schopper, die seit sieben Monaten Kultusministerin ist, will es über die Feiertage ebenfalls ruhig angehen lassen. «Eine große Sause lässt das Infektionsgeschehen für uns alle ja nicht zu. Ich freue mich auf ein paar ruhige Tage mit der Familie.» Die Bayerin ist verheiratet und hat zwei Kinder. dpa

Kultusministerin „schenkt“ Schülern freiwillige Quarantäne vor Weihnachten – Lehrerverbände fragen: Was soll das?

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Klaus Lehmkuhl
5 Monate zuvor

Mein Gott , ist diese Frau naiv … Die Kinder haben doch vom ersten Ferientag an Angst , dass sie sich im Januar in der Schule infizieren … Und wie sagen die Kumis immer : Infektionen finden im häuslichen Umfeld statt . So wird der Aufenthalt zuhause zum Hochrisiko .

Jürgen Bessler
5 Monate zuvor
Antwortet  Klaus Lehmkuhl

Ich persönlich kenne keinen einzigen Schüler, der Angst hat, sich an der Schule mit Corona zu infizieren. Und nein, ich unterrichte nicht an einer kleinen Grundschule irgendwo mitten im Wald, sondern an einem Schulzentrum mit knapp 1000 Schülerinnen und Schülern. Wenn die Kinder und Jugendlichen so große Angst hätten, wären unsere Klassenzimmer in den letzten drei Tagen alle leer gewesen, da man sich als Schüler in Baden-Württemberg in der aktuellen Woche vom Unterricht befreien konnte. Das Gegenteil war der Fall: viele Klassen waren in voller Stärke anwesend, ansonsten fehlten nur sehr wenige Schüler pro Klasse. dies heißt natürlich nicht, dass unsere Schule repräsentativ ist, soll aber verdeutlichen, dass diese Panikmache einiger User hier ebenfalls nicht für die Meinung einer großen (Lehrer?)Mehrheit steht.

In diesem Sinne: ich wünsche eine schöne und erholsame Weihnachtszeit 🙂

Klaus Lehmkuhl
5 Monate zuvor
Antwortet  Jürgen Bessler

Schreiben Sie das auf alle Fälle auch an Ihre Ministerin . Sie wird sich bestimmt freuen .
Meine Schüler wollen schon lange Distanzunterricht , weil sie in Sorge sind . Und an meiner GS gibt es über 1000 Schüler.

ThankYourForWearingYourMask
5 Monate zuvor

Na dann hoffen wir mal, dass bis Weihnachten die Schülertests alle brav negativ sind, sonst wird es schwierig mit dem Abschalten von Corona. Mein Kleiner geht in NRW zur Grundschule, heute war noch einmal Pool-Testung. Er ist total aufgeregt, weil er Angst hat der Pool könnte positiv sein. So viel zum Thema Präsenzunterricht sei besser für die Kinderseele. Mein Kind fühlt sich nicht gut, weil er Angst hat dass über Weihnachten Oma nicht kommen darf, wenn er positiv wäre. Vor dem Großelternbesuch werden wir natürlich am 1. Weihnachtstag alle noch einmal eigene Selbsttests durchführen. Auch da kann das Weihnachtsfest schnell auf dem letzten Drücker total versaut sein, wenn ein zweiter Strich auftaucht. Merry Christmas!

NoName
5 Monate zuvor

Wir werden nun natürlich so richtig vom Corona-Alltag abschalten. Hahaha. Wir fühlen uns total sicher. Denn, wir sind ja nun in der 3. Woche in Quarantäne. Ruhige und besinnliche Weihnachten. Wie auch sonst in Quarantäne. Genau so haben wir uns das Abschalten vom Corona-Alltag vorgestellt. 🙁
Kigakind steckte sich im Kiga an. Schulkind und Papa (letzterer 2fach geimpft), beim Kigakind. Da gebe ich Fr. Schopper recht, 2/3 Infektionen geschah bei uns im häuslichen Umfeld. Nachdem 75% der Kigagruppe positiv gewesen sind. Symptomlos verlief es bei keinem der 3 hier.
Achja. Ich bin Lehrerin, geboostert, und fiel (zur Versorgung daheim und die ersten 2 Wochen aus Vorsicht/Umsicht) somit auch im Unterricht aus.
Schöne, besinnliche Weihnachten.

potschemutschka
5 Monate zuvor

Heute letzter Schultag 1. Klasse Berlin. Ein Schnelltest positiv, das betroffene Kind und 2 Kontaktkinder die ganzen Ferien über in Quarantäne. Na dann Frohe Weihnachten und Stressabbau für die Familien in den Ferien. Hätte man die Ferien, wie in Brandenburg, 3 Tage vorgezogen, hätten wahrscheinlich wenigstens die Kontaktquarantänen vermieden werden können.

Ich muss da mal was loswerden
5 Monate zuvor

Problem ist: keiner will sowas von Frau Schopper hören! Es zeigt nur, dass sie sich kein bisschen in den Weihnachtsferien mit dem wichtigen Thema auseinandersetzten wird, wie es nach den Ferien in der Schule weiter gehen soll. Es ist wieder ein wegducken und „wird schon“ Mentalität“, die man von einem Minister nicht braucht.

Walter
5 Monate zuvor

NRW kann es aber besser:
4 Seiten Weihnachtsgruß von Ministerin Yvonne Gebauer 2021
… Ich wünsche Ihnen ein friedvolles Weihnachtsfest im Kreise lieber Menschen und erholsame Tage zwischen den Jahren. Bitte bleiben Sie gesund!
Herzliche Grüße
Ihre
Yvonne Gebauer“

„Bitte bleiben Sie gesund!“ Also, ganz ehrlich! Dürfte doch wohl klar, dass niemand die Absicht hegt, freiwillig an Corona zu erkranken. Denkt die Verfasserin vielleicht, dass ich mich in der schulfreien Zeit freiwillig inmitten einer Corona-Gegner-Horde im Hotspot aufhalte, um mich allseitig anhusten zu lassen?
Vielleicht soll ich auch nur die Arbeitskraft für die Allgemeinheit und den Hygienefilter Schule im neuen Jahr erhalten, zumindest bin ich da ein wenig mimimi …

Alex
5 Monate zuvor
Antwortet  Walter

Noch schlimmer fand ich das hier: „ich hoffe, Sie können sehen, dass die Landesregierung trotz der Pandemie an vielen Stellschrauben gedreht und versucht hat, das Bestmögliche für die Bildung unserer Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, aber auch für Sie als in Schule Tätige zu erreichen.“ Das Bestmögliche für in Schule Tätige? Wie kann man so dreist sein? Oder glaubt sie das wirklich?

Walter
5 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Vielleicht war ja eine „Daumenschraube“ gemeint, weil eine „Stellschraube“ ist eine chirurgische Schraube, die zur Festlegung und Sicherung des Abstandes zwischen zwei knöchernen Bestandteilen eingebracht wird.

KnechtRuprecht
5 Monate zuvor

BaWü-KM:
„Informationen zu Änderungen nach den Weihnachtsferien
[…]
Gegenwärtig untersagt § 4 Absatz 2 der CoronaVO Schule die Durchführung mehrtägi-
ger außerunterrichtlicher Veranstaltungen bis zum 31. Januar 2022. Es ist leider nicht
absehbar, dass sich die Lage bis zu diesem Zeitpunkt so entspannt haben wird, dass
wir die Untersagung auslaufen lassen können. Sie wird deshalb zunächst bis zum 31.
März 2022 verlängert.
[…]
darüber hinaus auch eine vorsorgliche Tes-
tung vor der Nutzung des Schülerverkehrs und dem Betreten des Schulgeländes durch-
geführt werden. Bitte richten Sie einen entsprechenden Appell an Ihre Lehrkräfte sowie
die Schülerinnen und Schüler. […]

https://km-bw.de/site/pbs-bw-km-root/get/documents_E954473902/KULTUS.Dachmandant/KULTUS/KM-Homepage/Artikelseiten%20KP-KM/1_FAQ_Corona/Schreiben%20MD%20Sts%20ab%20August%202021/MD-Schreiben%20-%20CoronaVO%20Schule_21_12_21.pdf

A.H.
5 Monate zuvor

Wirkliches Abschalten, kann das noch wer, der Kinder hat? Der Schulalltag wird durchgezogen, alles was Freude macht, geht nicht oder wird wegen Corona gestrichen. Zuletzt war der Schüleraustausch dran. Selbst unsere Kinder sind schon geboostert, an sich hätte die französische Schule nur die Doppelimpfung verlangt. Auch der Traum ist geplatzt. Im Januar wären die Franzosen gekommen. Keine schöne Weihnachtsüberraschung, die Absage. Dabei sollten die Franzosen doch wissen, nichts ist sicherer als deutsche Schulen. Immerhin sind wir alle sieben Familienmitglieder inkl. Oma und Opa, die bei uns wohnen, schon geboostert. Hoffentlich hilft es.

Gabriele
5 Monate zuvor

Das Verhalten vieler Menschen mutet mir zur Zeit wie ein „Tanz auf dem Vulkan“ an!

Ausfluss dieses zu beobachtenden, immer mehr um sich greifenden Agierens ist Resultat einer Gemengelage aus diffusen Befindlichkeiten:
ausgelöst durch „Corona-News“- Überdruss, Pandemiemüdigkeit, PolitikerInnen-Verdrossenheit wegen Zögerlichkeit und Inkompetenz, wachsende Politikverdrossenheit wegen staatlichem Unvermögen, vielleicht gar drohendem Staatsversagen angesichts drohendem Kollaps von Gesundheitssystem, Rechtsextremismus etc., „Kopf-in-den Sand Stecken“ durch Ignorieren, Aussitzen und Verdrängen, bisher nie gekannte Existenz- und Lebensängste bei zahlreichen jüngeren Menschen, Fluchtverhalten in schlichtes Schwarz-Weiß-Denken mit vermeintlich glasklar zu erkennenden Lösungen durch Heilsbringer oder Heilslehren – und Zuweisung von Schuld an vermeintliche Sündenböcke. Damit einhergehend eine Fülle irrationaler und emotionaler Überreaktionen.

Auch die obigen Worte der Kultusministerin von BaWü sind „Wasser auf diese (unseligen) Mühlen“.
Frau Schoppers völlig realitätsfremde „frommen Wünsche“ an die Kinder und ihre Familien für ihre Weihnachtsferien kann ich folglich nur noch bitter, sarkastisch zur Kenntnis nehmen.

Sie verkennt die Lage an den Schulen und in den Familien wirklich komplett, versagt somit in ihrer sachlichen Einschätzung auf ganzer Linie.

Dies ist tragisch für die Kinder bzw. Jugendlichen und ihre Familien!
Tragisch auch für die Lehrkräfte, die sich inzwischen „als Kanonenfutter verheizt“ fühlen. Denn auch die einst hochgehaltene staatliche „Fürsorgepflicht der obersten Dienstherrin“ Schopper gegenüber ihren BeamtInnen steht nur noch auf dem Papier.