Ausgerechnet! Kinderärzte-Verband greift Lehrer an: „Hygienekonzepte an Schulen konsequenter umsetzen…“

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BERLIN. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hat dazu aufgerufen, den Betrieb an den Schulen auch bei steigenden Corona-Zahlen aufrechtzuerhalten – und seine Forderung mit scharfer Kritik an Lehrkräften verbunden: Die müssten für bessere Hygiene an Schulen sorgen. Dabei hat der BVKJ selbst bislang praktisch jede wirkungsvolle Schutzmaßnahme in Schulen abbauen wollen.

Der Kinderärzte-Verband trommelt seit Pandemiebeginn für weit offene Kitas und Schulen. Foto: Shutterstock

Es gebe eine Reihe an Möglichkeiten, trotz anziehender Pandemielage Schulschließungen zu vermeiden, sagte Verbandspräsident Dr. med. Thomas Fischbach der «Ärzte Zeitung». So müssten vorliegende Hygienekonzepte konsequenter umgesetzt und Lehrerinnen und Lehrer entsprechend fortgebildet werden.

Der BVKJ hat sich stets für weit offene Schulen eingesetzt und die Kultusministerinnen und Kultusminister entsprechend beraten. Stärkere Schutzmaßnahmen waren dabei nie ein Thema – im Gegenteil: BVKJ-Präsident Thomas Fischbach machte schon zu Beginn der Pandemie Stimmung gegen jegliche Einschränkungen im Kita- und Schulbetrieb, wie News4teacheres berichtete. Im August 2020 behauptete er, Infektionen an Schulen gingen nur von Lehrern aus – weshalb Schüler keine Masken zu tragen bräuchten. Im März 2021 dann wandte sich der niedergelassene Kinderarzt aus Solingen öffentlich gegen Corona-Tests an Schulen.

Anfang Oktober schließlich – bei bereits stark steigenden Inzidenzen insbesondere unter Kindern und Jugendlichen – sprach sich Fischbach gegen eine Maskenpflicht im Unterricht aus. «Unangemessen», so nannte Fischbach die Schutzmaßnahme. Er sehe keinen Grund, warum etwa Grundschüler im Unterricht grundsätzlich weiterhin Maske tragen sollten, zumal sie erheblich weniger zum Infektionsgeschehen beitrügen als Jugendliche und Erwachsene. Dass es auch darum geht, Kinder selbst vor Infektionen zu schützen? Focht den Mediziner nicht an. «Die Covid-Verharmlosung bei Kindern muss enden», schimpfte der Bundestagsabgeordnete Karl Lauterbach (SPD), mittlerweile Bundesgesundheitsminister, auch in Richtung der Kinderärzte.

Zahlreiche Bundesländer, darunter Nordrhein-Westfalen, folgten im Herbst dem Rat des BVKJ und hoben die Maskenpflicht im Unterricht auf – mit der Folge, dass das Infektionsgeschehen unter Schülerinnen und Schülern geradezu explodierte. Anfang Dezember wurden die Masken in den Klassen dann bundesweit wieder eingeführt.

„… dann ist das im Grunde eine Bankrotterklärung des Schulsystems in Deutschland“

Nach wie vor liegen die Inzidenzen unter den Fünf- bis 14-Jährigen trotz der Weihnachtsferien doppelt so hoch (rund 500) wie im Durchschnitt der Bevölkerung (232). Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) rechnet aufgrund der Feiertage mit einer hohen Dunkelziffer – er schätzt die tatsächlichen Werte doppelt oder sogar dreimal so hoch. Und jetzt kommt noch Omikron obendrauf.

Baut der Kinderärzte-Verband mit seiner jüngsten Wortmeldung schon mal vor, um bei einer großen neuen Corona-Welle nicht in Verantwortung für seine Informationspolitik genommen zu werden? Grundsätzlich sei an den Schulen bislang zu wenig passiert, um sich umfassend auf die Pandemielage einzustellen, moniert Fischbach plötzlich – und greift die Lehrkräfte an. «Wenn Vertreter von Lehrerverbänden bei steigender Inzidenz dann immer sofort nach Schulschließungen rufen, dann ist das im Grunde eine Bankrotterklärung des Schulsystems in Deutschland», meint er.

Länder und Kommunen sollten zudem ausreichend mobile Luftfilter für die Bildungseinrichtungen bereitstellen. «Die Mittel dafür sind da, sie werden aber noch nicht überall abgerufen», sagt Fischbach – für den mobile Luftfilter in Kitas und Schulen bislang kein Thema waren.

„Jungen Menschen machen wir jetzt die Zukunft kaputt, indem wir ihnen die Bildung klauen“

Deutschland dürfe seine «nachwachsende Generation nicht weiter mit Bildungsentzug in der Pandemie knechten», warnt der Ärzte-Funktionär. Schon jetzt kämen viele Schülerinnen und Schüler, insbesondere jene aus sozial schwächeren Schichten, kaum hinterher, verpasste Lehrinhalte aufzuholen. Das könne sich auch gesamtgesellschaftlich rächen, so der BVKJ-Chef. «Viele Berufszweige – auch und gerade im Gesundheitsbereich – kämpfen um Nachwuchs. Und diesen jungen Menschen machen wir jetzt die Zukunft kaputt, indem wir ihnen die Bildung klauen.»

Zur Mitverantwortung des Kinderärzte-Verbandes dafür, dass es zu wenig Corona-Schutz an Schulen gibt? Kein Wort. News4teachers / mit Material der dpa

Durchseuchung der Kinder läuft: Kinderärzte-Verbände machen Druck, dass Kitas und Schulen offenbleiben – um jeden Preis

 

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Die Elfe
11 Monate zuvor

„So müssten vorliegende Hygienekonzepte konsequenter umgesetzt und Lehrerinnen und Lehrer entsprechend fortgebildet werden.“ Da habe ich ein echt guten Vorschlag zu: Erstmal zum Schulstart alle Lehrkräfte in den Schulen in der Aula in Präsenz versammeln und 6h intensiv „fortbilden“. Danach noch Praxisübungen zum Thema Lüften- wie öffne ich Fenster richtig, Kolleg*innen testen sich gegenseitig, damit auch Testergebnisse richtig abgelesen werden können, usw…..und nach 1-2 Wochen kann dann der Schulbetrieb eingestellt. Leider sind alle Lehrkräfte mit Omikron infiziert. Damit ist dann der Beweis erbracht, dass LuL die WAHREN TREIBER DER PANDEMIE sind. Distanzunterricht fällt dann wohl auch aus…..Ach so, kleiner Hinweis: Achtung Ironie!

Lanayah
11 Monate zuvor
Antwortet  Die Elfe

Warum Ironie? Genau so könnte es ablaufen. Nach dem bewährten Prinzip: Es liegt immer an den Lehrkräften, wenn Personalmangel herrscht oder eine Pandemie durchrauscht, investiere nicht, biete Fortbildungen an.
Den einzigen Unterschied sehe ich in der Konsequenz: Positiv getestete, aber nicht erkrankte Lehrerinnen sollen den Laden dann bestimmt weiter in Präsenz schmeissen. Als Begründung wird dann gelten, dass sie ja geboostert sind. Später wird man ihnen dann allerdings vorwerfen, dass sie das Virus in die Schulen reingetragen haben (s. o.).

Riesenzwerg
11 Monate zuvor
Antwortet  Lanayah

Wenn du nicht mehr weiter weißt – bilde einen Arbeitskreis.

Ihr habt Recht – Ironie an oder aus – kommt fast auf`s Selbe raus. 😉

Die Elfe
11 Monate zuvor

Und weil ich gerade so in Fahrt bin: Who the f…ist Fischbach?

Monika, BY
11 Monate zuvor

„Und diesen jungen Menschen machen wir jetzt die Zukunft kaputt, indem wir ihnen die Bildung klauen.“

Immer wieder diese Lüge, immer wieder ALLE in der gleichen Schublade pressen.

Es gibt Kinder, mein lieber Lügner, die keinen Lücken haben, sie sind sogar fort ohne Präsenzpflicht!

Die Kinder werden durch Corona – Infektion massenhaft krank gemacht, tausende Leben von jungen Leuten werden kaputt gemacht, für immer!

Schule kann man wenigstens irgendwann nachholen, die Gesundhet nie mehr.

Schulsystem alleine vor Corona schafft das locker, 20% aller Schüler jährlich bleiben auf die Strecke!

Es werden weiterhin 20% blieben aber + noch mindestens soviel durch Corona Erkrankungen!

40%. Bravo! Geschafft.

Monika, BY
11 Monate zuvor
Antwortet  Monika, BY

Schwarzmalerei? Von wegen.

Wir lesen uns in zwei Jahre wieder, wenn sämtlichen Statistiken von Long Covid, Post Covid leidender Kinder und Jugendlichen herauskommen.

Das gibt es einfach nicht.

Jetzt, wenn tatsächlich Kinder und Jugendliche massenhaft dran sind, alle stellen sich bei den breit offenen Augen blind.

Schattenläufer
11 Monate zuvor
Antwortet  Monika, BY

Lassen sie sich doch nicht von dem Geschwätz von geklauter Bildung, psychischer Belastung der SuS und Übergewicht ins verwirren!

Kinder in der Schule werden im Winter krank. Erkältung, Grippe usw. Das darf durch Distanzunterricht keinesfalls verhindert werden. Das bringt Kohle.

Zusätzlich sehen die Kinderärzte riesige finanzielle Chancen durch Covid bei Kindern und die Behandlung von Long-Covid.

Als Bonbon hofft man noch auf Zusatzeinnahmen durch Fortbildungen.
Schweinchen-Schlau erklärt den doofen Lehrern wie man Hände wäscht und ein Fenster öffnet.

Hier geht es nicht um Schäden durch Distanzunterricht oder sichere Schulen.
Es geht in Wirklichkeit um den Unterschied zwischen einem Urlaub mit dem eigenen Golf in Süd-Tirol oder einem Urlaub auf der eigene Jacht auf den Malediven.

Monika, BY
11 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Ja, richtig, das habe ich vergessen. Halben Klassen fehlten manchmal und man betrachtete es als etwas ganz normal, ganz gewöhnliches.

Ja, ganz genau, Schlüsselwort Kohle.

Monika, BY
11 Monate zuvor
Antwortet  Monika, BY

„Schweinchen-Schlau erklärt den doofen Lehrern wie man Hände wäscht und ein Fenster öffnet.“

Ich bin kein Lehrer, aber bei solchen Äußerungen bekomme ich instant Kopfschmerzen.

Wie könnten Sie es nur wagen!

Ich bin so bitter von der ganzen Herrschaft enttäuscht, dass ich es nicht mehr in Worte fassen kann.

Monika, BY
11 Monate zuvor
Antwortet  Monika, BY

Sie = sie (Plural!)

DerDip
11 Monate zuvor
Antwortet  Monika, BY

@Monika: Sie scheinen sich da aber sehr sicher zu sein bei Ihrer Rechnung (anders als bisher belastbare wissenschaftliche Ergebnisse). Bitte unterlassen Sie ein solches Jonglieren mit irgendwo aufgegriffen Zahlen.

Monika, BY
11 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

„anders als bisher belastbare wissenschaftliche Ergebnisse“

Welche genau, bitte?

Klugscheisser
11 Monate zuvor
Antwortet  DerDip
Robert
11 Monate zuvor
Antwortet  Monika, BY

@Monika, BY
„Und diesen jungen Menschen machen wir jetzt die Zukunft kaputt, indem wir ihnen die Bildung klauen.“

Sie bezeichnen diese Tatsache als Lüge und können gar nicht aufhören sich darüber aufzuregen. Ist das Aussprechen dieser simplen Wahrheit so verhasst?

Monika, BY
11 Monate zuvor
Antwortet  Robert

Genau.

Was sollte ein krankes Kind mit dem Bildung anfangen?

Wer wird ihn unterstützen? Staat? Kulturministerium? Lehrer mit 36 Kinder in der Klasse?

xy
11 Monate zuvor

Jetzt geht diesen Kinderärzten die Düse.
Ich weiß als Vater sehr genau, wer meine Kinder in unsichere Schulen schicken wollte.
Die Lehrer sind nur die Bauern in diesem Schachspiel.
Meine Verachtung für Ärzte wie diese könnte nicht größer sein.
Statt Kinderschutz Kinderinfektion mit ungeahnten Langzeitfolgen.

Riesenzwerg
11 Monate zuvor
Antwortet  xy

@xy

Jau, die armen Kinderärzte machen sich vermutlich Gedanken um IHRE Gesundheit! Denn: Wo gehe ich mit einem kranken Omikronkind hin? Zum – tada! – Kinderarzt.

Dann isses Aus mit dem Urlaub auf eigener Jacht auf den Malediven (s. Schattenläufer).

S.
11 Monate zuvor

«Viele Berufszweige – auch und gerade im Gesundheitsbereich – kämpfen um Nachwuchs. Und diesen jungen Menschen machen wir jetzt die Zukunft kaputt, indem wir ihnen die Bildung klauen.»
Wenn es solche Verbandspräsidenten gibt, darf man sich nicht wundern, dass in diesem Bereich, dem Gesundheitswesen, weniger Menschen arbeiten möchten. Dass man der/*dem einen oder anderen auch die Gesundheit klaut, verschweigt Herr Fischbach.

Verstiegen auch die Haltung von Frau Finnern – man fragt sich, ob Finnern Lehrkräfte vertritt oder ob sie sicherstellen möchte, dass die Verwahranstalt „Schule“ geräuschlos trotz vieler Erkrankter weiterläuft, damit Arbeitnehmer*innen aus anderen Berufsfeldern ungestört weitermalochen können?:
„Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) plädiert für eine Verkürzung der Corona-Quarantäne für Lehrkräfte. ‚Vor den Ferien befanden sich an einigen Schulen eine hohe Anzahl der Beschäftigten in Quarantäne, weswegen teilweise Distanzunterricht stattfinden musste‘, sagte die GEW-Vorsitzende Maike Finnern dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Daher würde sie es begrüßen, wenn geimpfte und genesene Beschäftigte ohne Symptome die Quarantäne durch einen PCR-Test verkürzen könnten.“
(Quelle: https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-coronavirus-dienstag-269.html)

Von Gesundheitsschutz überall keine Rede mehr. Auf, auf zur großen Durchseuchung! „Wer keinen Schaden nimmt oder verstirbt, ist gestählt“ scheint das Motto der Stunde zu sein. Einfach nur gruselig.

Forumsleserin
11 Monate zuvor

Wer ein konsequentes Umsetzen eines Hygienekonzepts an Schulen fordert, fordert im Endeffekt Wechsel- und Distanzunterricht.
Wem das zu hoch ist: Sich den Alltag in Kita und Schule einfach vorzustellen, müsste reichen.
Wem diese Vorstellungskraft fehlt: Bitte einfach den Mund halten.

Da dreh ich doch den Spieß um: Die mitunter schlechte Umsetzung des Hygienekonzepts in überfüllten Wartezimmern in Kinderarztpraxen führt immer wieder zu Ausfällen in der Schülerschaft, weshalb Lernlücken festzustellen sind.
… nein. Ich dreh den Spieß nicht gerne um. Es mir zu blöd. Ein Versuch war’s wert.

Ich erwarte lieber weiterhin mehr Verständnis für’s große Ganze, und das ist eine Coronamutante, die sich zwar abzuschwächen scheint, aktuell jedoch auf eine noch immer nicht ausreichend geschützte Bevölkerung losmarschiert. V. a. auf Kinder und Jugendliche.

Und da bin ich wieder beim Anfang:

Wer ein konsequentes Umsetzen eines Hygienekonzepts an Schulen fordert, fordert im Endeffekt Wechsel- und Distanzunterricht.
Wem das zu hoch ist: Sich den Alltag in Kita und Schule einfach vorzustellen, müsste reichen.
Wem diese Vorstellungskraft fehlt: Bitte einfach den Mund halten.

Mary-Ellen
11 Monate zuvor
Antwortet  Forumsleserin

@Forumsleserin:

Oh ja!
Wollte man die sogenannten „Hygienekonzepte“ (ich schrieb schon mal vor Monaten sinngemäß, solch ein „Konzept“ hätte ich in einer Stunde auf einem DIN A4-Blatt zusammengeschustert) 1:1 umsetzen, müsste zahlreiches Security-Personal an Schulen eingesetzt werden, um in der Zeit zwischen den Unterrichtsstunden sämtliche Schultoiletten, den Pausenhof, die Flure mit all ihren Nischen, Umkleidekabinen etc. auf Einhaltung des Masketragens und der Abstandsregel lückenlos zu überprüfen.
Ich beziehe mich hier auf meine Erfahrungen im GS-Bereich mit Ganztagsangebot.
Das dies vom Lehrpersonal unmöglich leistbar ist, sollte jedem klar sein.
Schule besteht nicht lediglich aus erteiltem Unterricht in Klassen mit diszipliniert am Tisch sitzenden SuS.

Elly (am Handy)
11 Monate zuvor

Der Unterricht sollte ab sofort in den Schulsportstadien in Zeltpavillons (jeweils vom Schüler mitzubringen) abgehalten werden.Somit könnten Abstände problemlos eingehalten werden, und draußen ist die Ansteckungsgefahr geringer. Auf Masken könnte man verzichten, das gemeinsame Frühstück wäre somit auch sicher. Mittels Megafon verstünden auch die entfernter sitzenden Schüler genug. Gegen die Kälte haben sich Decken bewährt. Nebenbei würden auch teure Fortbildungskosten für die Lehrer zum Thema „effektiv lüften“ entfallen, und das Lernen wäre endlich wieder sicher. Ironie off.

Pit2020
11 Monate zuvor
Antwortet  Elly (am Handy)

@Elly (am Handy)

Auch hilfreich dabei:
https://www.gettyimages.de/fotos/bubble-soccer
Es müssen halt nur die Modelle sein, die oben geschlossen sind.
😉

Elly (am Handy)
11 Monate zuvor
Antwortet  Pit2020

Pit: echt witzig

Elly (am Handy)
11 Monate zuvor
Antwortet  Elly (am Handy)

(richtig gute Hygienefilter!)

Alls
11 Monate zuvor

So langsam stellt sich heraus, wessen Versagen für die schulische Situation verantwortlich ist. In erster Linie sind es die Lehrer.

„SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty dringt auf grundsätzliche Neujustierungen zum Umgang mit Krisen im Bildungssektor. «Wir brauchen eine gesamtstaatliche Notfallvorsorge für das Bildungswesen», sagte der SPD-Landeschef der «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung». Dazu gehöre: Krisenkompetenz der Lehrkräfte stärken, systematisch Voraussetzungen für das Lernen in kleineren Gruppen schaffen und rechtzeitig pädagogische Konzepte zur Bewältigung von Ausnahmesituationen entwickeln.“
https://www.news4teachers.de/2022/01/opposition-fordert-von-gebauer-corona-massnahmen-nach-den-weihnachtsferien-anpassen/

„So müssten vorliegende Hygienekonzepte konsequenter umgesetzt und Lehrerinnen und Lehrer entsprechend fortgebildet werden.“ (Fischbach)
(Eben dieser Fischbach fordert ja auch, dass alle Maßnahmen an Schulen fallen sollen. Was denn nu?)

Lehrer sind nicht krisenkompetent, haben kein pädagogisches Konzept zur Bewältigung von Ausnahmesituationen entwickelt und sind unfähig, das – völlig überflüssige! – Hygienekonzept konsequent umzusetzen.

Na dann!

Leseratte
11 Monate zuvor

Auch die GEW ist wieder mal wenig hilfreich, wenn es um Gesundheitsschutz an Schulen geht:

„Berlin. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat mit Blick auf die Kultusministerkonferenz am Mittwoch gefordert, die Schulen offen zu halten. „Der Präsenzunterricht sollte flächendeckend fortgesetzt werden“, sagte die Vorsitzende Maike Finnern dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Es kann nicht sein, dass Kinder und Jugendliche wieder wochenlang von zu Hause aus unterrichtet werden.“
In Einzelfällen und je nach Infektionslage, auch regional, ließe sich Distanzunterricht nicht ausschließen, flächendeckend solle darauf aber verzichtet werden. Finnern fügte hinzu: „Damit der Präsenzunterricht sicher stattfinden kann, sind regelmäßige PCR-Tests in Schulen nötig. Alle sollten zu Beginn am besten täglich getestet werden, auch genesene und geimpfte Schüler.“ Außerdem sei es wichtig, dass die Maskenpflicht im Klassenraum bestehen bleibe.
Innern fordert Anpassung der Quarantäneregeln
Finnern plädiert zudem für eine Anpassung der Quarantäneregeln für das Lehrpersonal. „Vor den Ferien befanden sich an einigen Schulen eine hohe Anzahl der Beschäftigten in Quarantäne, weswegen teilweise Distanzunterricht stattfinden musste“, sagte sie weiter.“

https://www.rnd.de/politik/schule-und-corona-gew-fordert-praesenzunterrichts-beizubehalten-B3LPYRJZ2REFBOYQNRIT73T6TA.html

Ein Frechheit ist das. Woran liegt es denn, dass so viele LuL krank bzw. in Quarantäne sind?????? Eben weil es keine PCR -Tests gibt und auch nicht geben wird, weil keine Luftfilter da sind und und und…

Lanayah
11 Monate zuvor
Antwortet  Leseratte

Ich bin vor einem Jahr nach fast 40 Jahren Mitgliedschaft aus der GEW ausgetreten. Dass dieser Entschluss richtig war, wird mir seitdem immer wieder bestätigt. Frau Finnen, die sich so äussert, wird von Mitgliedsbeiträgen finanziert.

Susanne M.
11 Monate zuvor
Antwortet  Lanayah

Habe ich für mich nach diesem neuen Fehltritt jetzt auch entschieden. Unglaublich was die GEW sich gerade leistet.

Die Elfe
11 Monate zuvor
Antwortet  Leseratte

Leseratte- Das ist mir heute Morgen auch „sauer aufgestiegen“. Die Quarantäne der geboosterten Lehrkräfte noch verkürzen, damit der tolle Präsenzunterricht aufrechterhalten werden kann. Unfassbar, zumal ich meinen Booster aufgrund von 3h Schlangestehen stehen Mitte November erhalten habe, da unsere Landkreis es bis jetzt noch immer nicht hinbekommen hat die Lehrkräfte geschlossen zu boostern.

Lehrer mit Seele
11 Monate zuvor

@ Die Elfe vielen Dank. Solche Kommentare helfen. Ohne Ironie und Sarkasmus ist das ja nicht mehr auszuhalten.

Irgendwie bekomme ich immer mehr das Gefühl, dass suggeriert wird wir wollten geschlossene Schulen.

Nein wollen wir nicht. Was wir wollten und wollen: Luftfilter, sinnvolle Hygiene Konzepte (Corona bitte vor die Tür, wir haben jetzt Maskenpause – tut es nicht), Schließung aller nicht relevanten Großveranstaltungen, um das Infektionsgeschehen zu verlangsamen, damit Impfwillige die Chance bekommen, auch geimpft zu werden.

Ist das so schwer zu verstehen? Wenn wir schon die Not Betreuung statt Unterricht spielen müssen, damit die Wirtschaft nicht zusammenbricht – denn Unterricht ist das schon längst nicht mehr – dann dürfte man uns doch wenigstens soweit entgegen kommen, dass man außerhalb der Schulen das Infektionsgeschehen weitgehend bremmst.

Wie war das? Ihr müsst Schuhe im Discounter kaufen, im Schuhgeschäft lauert Corona.

Wie ist es jetzt? In Shishabars, Diskotheken, Fußballstadien und Karnevallssitzungen gibt es kein Corona. Wenn es in der Schule auftaucht, hat man sich in der Freizeit angesteckt.

Ihr lieben Kinderärzte wollt, dass die Schulen offen bleiben? Wir auch! Dann bitte stellt euch nicht gegen uns und schon gar nicht gegen die Gesundheit der Kinder, sondern mit uns an deren Seite.

Meine Jüngsten besuchen die Grundschule. 2 Klassen mit insgesamt 36 Schülern. Davon sind zum Ferien Ende, genau 2 Kinder vollständig geimpft und 5 weitere haben eine Erst Impfung erhalten. Allerdings wollen 50% der Eltern impfen. Was sagt uns das über den momentanen Zustand? Wir brauchen Zeit. Zeit, die uns u. A. deshalb fehlt, weil Schulen zwischen schönen Worten und Schließungen kein adäquates Mittel zur Verfügung stand und steht.

Jetzt gilt es dringend diese Zeit irgendwie zu erkämpfen.
Wenn Lehrer Schulschließungen fordern, sollte man vielleicht mal ganz hellhörig werden, was hier wirklich schief läuft.

David
11 Monate zuvor

Dass für die Kinderärzte finanzielle Interessen im Fokus stehen, ist ja auch schon bei früheren Wellen deutlich geworden. Unter anderem auch bei N4T.

Wie ist diese Forderung dann zu verstehen und einzuordnen?
Man will schon, dass die Kleinen alle Corona kriegen und sich behandeln lassen. Vorzugsweise die privat-versicherten Kinder. Aber bitte nicht alle auf einmal. Die kann man ja nicht alle auf einmal behandeln und es ginge wieder Geld durch die Lappen.
Das sind vermutlich d i e gleichen Ärzte, die hinter vorgehaltener Hand bei gesetzlich Versicherten von „Chipseletten“ sprechen und sich über diese verächtlich äußern, weil sich damit nicht genug Geld machen lässt.

Monika, BY
11 Monate zuvor

https://www.spektrum.de/news/long-covid-schuetzen-die-impfungen-vor-long-covid/1953937

Es könnte eventuell sein, dass BVKJ das Lesen und Rechnen verlernte.

„Allerdings befürchtet Alwan, dass es schwierig werden wird, entsprechende Daten zu bekommen: Denn Länder mit einer hohen Durchimpfungsrate werden eventuell weniger testen, weil die Bedrohungslage dann abnimmt. Das heißt nicht nur, dass es schwierig wird, Daten über Long Covid bei Geimpften zu bekommen, sondern auch, dass diese Fälle weniger gut erkannt werden. Vor allem Long Covid nach einer milden oder asymptomatischen Infektion wird dann womöglich nicht entsprechend behandelt. »Es ist wichtig, diese Laborbestätigung für die Behandlung zu bekommen«, sagt sie.“

Und das wird dauern.

Bis dahin, wenn die Welt so strikt vor allem prowirtschaftlich weiterhandelt, geht auch ihre Hoheit die Wirtschaft zugrunde.

Covid und alle Covid- Mutationen sind leider keine Influenza.

Aber es wird dauern, dass sich auch dieser Tatsache die Mehrheit bewusst ist.

Die Menschheit wird diesmal mit etwas konfrotiert, dass sie nicht bezwingen, beherrschen oder toten kann, und dass es offensichtlich noch sehr lange bleibt. Dadurch wird die primäre Reaktion zuerst leugnen, dann hoffen, und dann…je nach dem…

Die Menschheit kann nicht und will auch nicht akzeptieren, dass sie nie mehr genauso leben wird, wie vor noch zwei Jahren.

Schade und Schande, weil es alles was wir brauchen für ein doch normales Leben schon vorhanden ist, im Gegensatz zum Mittelalter.

Aber wenn man unter ein normales Leben unbedingt Kreuzfährte, unzählige Partys, Restaurantbesuche, große Vergnügungsveranstaltungen versteht, dann leider, ja, in diesem Hinsicht ist das Leben ohne das alles nicht viel wert.

Der Mensch ist heute mehr denn je an Vergnügung als Lebenssubstanz orientiert, schöpferisch denkt er noch kaum.

Rosa
11 Monate zuvor

In BW redet Frau Schopper von Bildung krampfhaft und karnkhaft!https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/praesenzunterricht-schule-bw-100.html Dies hat nichts mehr mit Bildung zu tun und schon lange icht mehr. Die Bildungnot und der Lernfrust hat sich verfestigt und die Mogelpackung ohne Inhalt wird auch die Präsenzpflicht nicht abfedern können. Auch von den Nachbarländern will man nicht dazu lernen……

Riesenzwerg
11 Monate zuvor
Antwortet  Rosa

@Rosa

Wir hatten schon lange vor Corona Bildungsemigranten.

Das spiegelt sich nur nicht in den Noten wider.

Allenfalls in abgebrochenen Ausbildungen.

Die Leistungen, die jemand für eine 2 erbringen muss, sind nahezu lächerlich geworden. Vor Jahren hätte es dafür bestenfalls ein „Ausreichend“ gegeben.

Die Bildungsnot haben wir also schon seit zig Jahren – hat niemanden interessiert. Nun schreien plötzlich alle. Warum nur? Ach ja, wegen der Wirtschaft.

KARIN
11 Monate zuvor

Hat hier jemand etwas anderes als diese Aussage erwartet?
Wir Lehrkräfte haben schon so oft darauf hingewiesen, dass am Ende wir Schuld sein werden, wenn Corona durch die Schulen läuft! Ja, wer denn sonst als die dummen … .!
Zu dumm zum Lüften, inkonsequent beim Durchsetzen der Massnahmen usw. , haben wir hier vor Wochen schon prophezeit!!
Es ist einfach nur noch zum irren Lachen!
7 Monate habe ich noch, dann tschüß! Weg von dieser Parallelwelt, welcher ich angehöre, welche die Lehrkräfte und die Kinder nicht verstehen,in welcher wir aber seit Monaten leben!!!

Indra Rupp
11 Monate zuvor

Ein übler Auswuchs der Pandemie ist es, ständig Schuldige zu suchen. Ziemlich bedrohliche Entwicklung und typisch für Krisen. Waren wir vorher so besonnene, vorausschauende und vernünftige Leute hierzulande, so bröckelt die Fassade langsam – jetzt wo wir auch nicht mehr so sicher leben können. Aber vielleicht kann man das als Chance nutzen und das Verhältnis zwischen Eltern und Lehrkräften aufbessern. Die könnten sich nämlich jetzt zusammentun anstatt sich gegenseitig an die Köppe zu kriegen…

xy
11 Monate zuvor

Die GEW fordert Verkürzung der Quarantäne und Präsenz. Was ist das für ein Verein?
Unglaublich.
https://twitter.com/mafferati/status/1478216198328401920?s=20

Sogar der lernfähige Aiwanger hat Bedenken.

https://www.br.de/nachrichten/bayern/verkuerzte-quarantaene-hubert-aiwanger-warnt-vor-risiken

Marie
11 Monate zuvor
Antwortet  xy

Dafür hat Piazolo schon mal laut verkündet, dass Bayern SELBSTVERSTÄNDLICH mit Präsenzunterricht startet.

Palomino- ironic
11 Monate zuvor

Der Herr hat doch recht. Natürlich müssen wir Lehrkräfte fortgebildet werden. Die ganzen Maßnahmen- wir wenden sie nicht an- kennen wir sie überhaupt!? Wir machen nur ein Fenster auf, lassen die Kinder sich noch allein testen, mehr tun wir nicht. Wenn wir da korrekt unterwiesen werden, werden wir uns- im Rahmen unserer kognitiven Möglichkeiten- sicher anstrengen.
Im Zweifel haben wir eine Lebensstellung und ein breites Kreuz.

Und N4T wieder einen Aufreger für uns….klick, klick.

Pit2020
11 Monate zuvor
Antwortet  Palomino- ironic

@Palomino- ironic

Kann mir bitte mal jemand erklären, wie so ein Fenster eigentlich aussieht? Andauernd höre ich nur so „Fenster“, „Fenster auf“ … usw.
Ich muss so ein Ding doch erkennen, wenn ich eins sehe! Damit muss ich ja quasi ständig rechnen – so oft wie von diesen „Fenstern“ geredet wird.
Am Ende hängt das noch irgendwie mit diesem „Lüften“ zusammen? Davon wird ja auch ständig geredet!
😉

PS.:
Macht der Onkel Kinder-Doktor Fischbach dann die Fortbildungen für die „dulle Lehrers“? Da wären die Qualitätsanalyse und die Geling-Garantie (sonst nur bei Dr. Oetker!) mit eingebaut! Dann würde am Ende noch alles gut werden.
Und wenn es am Ende nicht gut wird … Jepp! … Ihr ahnt es schon, dann war es immer noch nicht das Ende!
Neue Welle – neues Glück.

Döp döp döp …
(Für alle, die „döp“ nicht verstehen, weil sie hier noch nicht so lange dabei sind, nochmal der Link.)
https://www.youtube.com/watch?v=yMmSDa6jGCU
… noch nicht das Ende …
„Wir alle können draus lernen
doch wir bleiben dumm
machen weiter wie bisher
und fordern Lockerungen. Döp döp döp …“
(Dazu kann man sich einen tanzenden Dr. Fischbach vorstellen. Jeder ist besonders, jeder hat ein Talent. Man muss nur herausfinden, was das denn sein könnte …)

Lanayah
11 Monate zuvor

Ich vermute mal, die Kinderärzte verdienen derzeit genug mit Impfen.

SaMo
11 Monate zuvor

Ich dass es nicht.

Ich bin kein Lehrer. Ich bin „nur“ Mutter, sonst habe ich mit dem Verein nichts mehr zu tun.

Aber was geht denn jetzt ab?
Lehrer-Bashing von oben? Von Schülern kenn ich das, aber von den Hanseln denen endlich mal jemand zuhört?!

Die Dr. der Medizin sollte dringend auch Fortbildungen besuchen.
Was er anfangs vom Stapel gelassen hat ist ja echt der Hammer.
Und jetzt die Schuld wegschieben?
Pfui
Abstoßender geht es nicht.

Gib kleinen Menschen eine Bühne und es kommt nur gequirlte Sch*** raus.
Wir wissen ja alle was dabei raus kommen kann…

SaMo
11 Monate zuvor

Natürlich nicht die Dr., sondern der Dr.
Wobei, ginge in dem Fall auch Das Dr.?

xy
11 Monate zuvor
Antwortet  Rosa

Andere Länder dämmen Omikron mit Maßnahmen ein, die europäischen Länder gehen lieber den mittelalterlichen Weg der Durchseuchung.

https://twitter.com/RaviHVJ/status/1478093936736546816?s=20

AvL
11 Monate zuvor
Antwortet  xy

Ich schäme mich dafür, dass derartige Kollegen wie Herr Fischbach ihren Einfluss geltend machen können, um wissenschaftlich fundierte Maßnahmen gegen die Pandemie zu torpedieren und somit zu einer Durchseuchung der Schulkinder beigetragen haben. Dieser Solinger trug durch seine öffentlich bekundeten Äußerungen dazu bei, dass die wissenschaftlich begründete Maskenpflicht in NRW-Grundschulen abgeschafft wurde und dass es somit zu einem massiven Anstieg der Infektionsrate bei Kindern kam.
Es ist unverantwortlich, dass ein derartiger Kollege weiterhin der Vorsitzende einer Ärzteorganisation ist.
Es ist für mich unerträglich und unfassbar eine in Bezug auf die Pandemie derart unreflektierte Person an der Spitze einer Ärzteorganisation zu wissen.
Sie Herr Fischbach sind aus meiner Sicht eine Schande für unseren Berufsstand.

Trulla
11 Monate zuvor

Klar, diese bekloppten LuL haben immer noch nicht verstanden, wie sie als Hygienefilter und Bremsscheiben richtig zu funktionieren haben.
Aber was zum Teufel hat dieser Dr.Fischbach alles nicht kapiert?

ER war es doch, der das Aussetzen der Maskenpflicht und das damit verbundene Explodieren der Infektionen unter SuS unterstützt hat. Vielleicht um „Kunden“ zu requirieren???

Das System Schule und Auflagen, z.B. für die Anschaffung von Luftfiltern, ist ihm scheinbar vollständig unbekannt:
«Länder und Kommunen sollten zudem ausreichend mobile Luftfilter für die Bildungseinrichtungen bereitstellen. «Die Mittel dafür sind da, sie werden aber noch nicht überall abgerufen»

Vor allem scheint er sich um den medizinischen Nachwuchs zu sorgen:
«Viele Berufszweige – auch und gerade im Gesundheitsbereich – kämpfen um Nachwuchs. Und diesen jungen Menschen machen wir jetzt die Zukunft kaputt, indem wir ihnen die Bildung klauen.»
Schule als Kaderschmiede für Ärztinnen und Ärzte?? Da hat er was nicht kapiert.

Das ist das eigentliche Problem, dass sich jeder und jede berufen fühlt, zum System Schule etwas sagen zu können, sich aufgrund der eigenen Schulzeit als Spezialist wähnt.
Ich würde ihm auch gerne den einen oder anderen Ratschlag geben, weil ich selbst als Kind und später Mal mit meinen Kindern in verschiedenen Kinderarzt- Praxen war …
So dreiste Belehrungen habe ich da glücklicherweise nicht erfahren.

Rosa
11 Monate zuvor
Rosa
11 Monate zuvor
Rosa
11 Monate zuvor
Rosa
11 Monate zuvor

Welche neue Quarantäneregeln werden beschlossen? https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-coronavirus-dienstag-269.html#Gruenen-Experte-nur-in-Einzelfaellen-fuer-Quarantaene-Verkuerzung Welche Auswirkungen hat die für Kliniken, Alterheimen, Kindergarten und Schulen??? Man machst sich die Welt, wie es einem gefällt bzw. passend!

Lehrer3311
11 Monate zuvor

„Deutschland dürfe seine «nachwachsende Generation nicht weiter mit Bildungsentzug in der Pandemie knechten», warnt der Ärzte-Funktionär. Schon jetzt kämen viele Schülerinnen und Schüler, insbesondere jene aus sozial schwächeren Schichten, kaum hinterher, verpasste Lehrinhalte aufzuholen. Das könne sich auch gesamtgesellschaftlich rächen, so der BVKJ-Chef. «Viele Berufszweige – auch und gerade im Gesundheitsbereich – kämpfen um Nachwuchs. Und diesen jungen Menschen machen wir jetzt die Zukunft kaputt, indem wir ihnen die Bildung klauen.»“

Gerade die deutschen Schulen sind weltberühmt für ihre Qualität. Deshalb wäre ein einziger Tag Schulausfall eine Katastrophe für die Bildungsrepublik. Ganz besonders, wenn es um die SuS aus „sozial schwächeren Schichten“ handelt, also Hartz IV-Kinder und SuS mit Migrationshintergrund, die auf der berühmten deutschen Hauptschule gelandet sind. Die deutschen Hauptschulen haben eine lange Tradition von späteren Harvard-Absolventen und Bundesgesundheitsministern aufzuweisen, weshalb ein Tag Unterrichtsausfall einem mittleren Erdbeben gerade im Gesundheitsbereich gleichkommen würde.

Hier eine kurze Übersicht über das Standard-Angebot einer typischen deutschen Hauptschule und weshalb sie nicht geschlossen werden dürfen:

Morgens ein Buffet mit ausgewählten gesunden Frühstückselementen, dazu Kurzvorträge über gesunde Ernährung.
Danach Frühsport und Gymnastik mit Physiotherapeuten im Unterrichtsfach „Gesundheit“.
Danach Zeitunglesen mit anschließender Gruppendiskussion über aktuelle politische Themen.
Danach Biologieunterricht im Schulgarten, wo die Schüler das Gemüse für das Mittagessen anbauen.
Danach Mittagessen in der Kantine, drei Angebote kostenlos.
Danach eine Stunde chill-out in den Aufenthaltsräumen: es gibt Tischtennis, Kicker, Billard und Wasser, Saft, Kakao oder Milch.

Nachmittags finden die umfangreichen Sportangebote statt. Angeboten werden 10 verschiedene Sportarten für Jungen und Mädchen, incl. Fußball, Handball, Basketball, Tennis, Leichtathletik, Schwimmen und Tanzen. Jede Sportart nimmt an Wettkämpfen gegen andere Schulen teil, auf diese Weise ist der Weg von der Hauptschule zum Profi-Sport kurz.

Nachmittags kann man auch an einem der ca. 20 Schulclubs teilnehmen. Es gibt den Debattierclub, den Musikclub, Theaterclub, Schulbuchclub, Musicalclub, Politikclub usw. Hier bereiten sich die künftigen Absolventen auf ihre spätere Karriere als Politiker, Manager oder Jurist vor.

Das dritte Nachmittags-Angebot umfasst den Bereich der Beratung. Hier können Schüler sich mit Fachpersonen aus den Bereichen Sozialarbeit, Jugendpsychologie, Kindermedizin, Jugendtherapie, Sozialamt, Jugendamt, Polizei, Amtsgericht, Berufsplanung etc. beraten, die regelmäßig an der Schule vor Ort sind.

Die deutschen Hauptschulen sind durchgehend digitalisiert. Morgens um 8:15 können Eltern auf ihrem Smartphone einsehen, ob ihre Kinder wohlbehalten in der Schule angekommen sind. Außerdem sehen sie dort alle Noten und Lehrermitteilungen an die Eltern.

Das gesamte Unterrichtsmaterial für alle Fächer für die nächsten 7 Wochen steht online zur Verfügung. Somit können kranke Kinder jederzeit alles nachholen, was sie in der Schule verpasst haben.

Im Unterricht arbeiten die SuS meistens selbstverwaltet, so dass der Lehrer Zeit hat in Ruhe im Internet nach neuen und interessanten Unterrichtsmaterialien zu suchen. Hausaufgaben und Klassenarbeiten werden grundsätzlich nur digital erstellt und von einer Software evaluiert und benotet. Zu spät kommende SuS werden an der Empfangszentrale der Schule registriert, nicht in der Klasse. Alle SuS haben die Möglichkeit, ihre Hausaufgaben in der Schule in Farbe auszudrucken, da jeder Klassenraum mit WLAN, PC und Drucker ausgestattet ist.

Da die Hauptschulen so hervorragend ausgestattet sind gibt es heute keine durch Schulabstinenz verursachte Arbeitsbelastung bei den Schulämtern und Amtsgerichten mehr. Die SuS kommen so gerne in unsere Schulen, dass es keine Schulabstinenz mehr gibt. Unsere schuleigenen PsychologInnen und KinderärztInnen erkennen schon früh etwaige psychische Probleme, die dann fachgerecht therapiert werden.

All das gehört zum Allround-Angebot, das die staatlichen Schulen der Gesellschaft bieten. Schulen verhindern durch ihre umfangreichen Beratungsangebote die Entwicklung von Gewalt, Armut, Krankheit und tragen durch ihre präventive Arbeit maßgeblich zur Gesundheit der Bevölkerung bei.

Im Distanzunterricht würden alle oben genannten Angebote wegfallen und es würde nur noch Wissensvermittlung stattfinden. Ohne den Schulgarten, ohne die Gespräche mit dem Schulpsychologen, ohne die mittägliche Billardrunde mit Freunden und ohne den Farbdrucker im Klassenraum. WLAN haben die SuS zum Glück zu Hause, so dass wenigstens die Wissensvermittlung klappt.

Eine Hauptschule ist nicht nur eine Schule, sondern sie ist zentraler Mittelpunkt der Community. Abends finden dort Tanzveranstaltungen für SeniorInnen oder klassische Konzerte statt. In der großen Aula probt eine Theatergruppe, in den Musikräumen proben lokale Schülerbands. In den Klassenräumen treffen sich Selbsthilfegruppen und Vorstände von Kleingartenvereinen, dort finden Bürgersprechstunden mit lokalen Politikern statt. Es gibt auch ein Cafe, das von SuS geführt wird. Einmal die Woche kochen SuS für die Gäste und bewirten sie im schuleigenen Restaurant. Einmal im Monat findet in der großen Aula eine Party mit SuS, Eltern und LehrerInnen statt.

Wenn man das alles zumacht und nicht mehr anbietet, dann bleibt nur noch die bloße Wissensvermittlung übrig, ohne den ganzen Spaß, den man in der Schule hat. Ohne diese Angebote kann man direkt online unterrichten, auch ohne Corona-Pandemie.

Monika, BY
11 Monate zuvor
Antwortet  Lehrer3311

„Wenn man das alles zumacht und nicht mehr anbietet, dann bleibt nur noch die bloße Wissensvermittlung übrig, ohne den ganzen Spaß, den man in der Schule hat. Ohne diese Angebote kann man direkt online unterrichten, auch ohne Corona-Pandemie.“

Danke Lehrer331.

Und so fängt es schon in der Grundschule an.

Wissensvermittlung in der Verbindung mit der Schule wird allmählich zum Relikt aus den vergangenen Zeiten.

Monika, BY
11 Monate zuvor
Antwortet  Lehrer3311

Über so eine oben geschrieben Schule kann man immer noch nur träumen oder eine private auswählen, aber nicht diese günstige. Unter 2000 Euro monatlich pro Kind soll man von privaten Schulen auch nicht viel erwarten.

Die Politik redet den Bürger aber gerne ein, als ob diese moderne, zeitgemäße Bildung schon stattfindet.

Herr Hallmackenreuther
11 Monate zuvor

Mea culpa.
Ich gebe zu, keine Ahnung zu haben, wie man Luftfilter richtig bedient oder Plexiglaswände sicher aufstellt. Habe mich nie darum gekümmert, keine Fortbildung dazu besucht.
Moment…
Wir haben ja gar keine Luftfilter und keine Plexiglaswände.
Bin ich daran auch schuld?
Und woran noch?
Ich habe Corona mit in die Schule gebracht – sagt man.
Weiter ?
Wenn wir einmal dabei sind:
– den Klimawandel nehme ich dann auch noch auf mich
– die Inflation
– das Aussterben der Dodos
Nur eines lasse ich mir nicht anhängen – den Lindner in der Regierung.

Schattenläufer
11 Monate zuvor

Das ist schon so unverschämt, dass man es nicht mehr ernst nehmen kann.

Aus was bestehen denn diese wissenschaftlich hochwertigen Pläne die wir Lehrer nicht einhalten?

– Maskenpflicht
– Tests
– Lüften
– Hygiene (Händewaschen, Desinfizieren)
– Luftfilter

Maskenpflicht ohne Handhabe gegen SuS die sich verweigern. In 90 Minuten fällt etwa 30 x der Satz „Masken bitte richtig aufsetzen“. Die Dinger sind über 8 Stunden echt lästig. Das erklärt auch, warum ein Tragen von FFP2 Masken über so lange Zeit eigentlich nicht zulässig ist. Nur an Schulen interessiert das keinen Menschen.
Was tun Kinder und Jugendliche, die noch stark von ihren akuten Bedürfnissen gesteuert werden und noch nicht die Disziplin von Erwachsenen haben?
Richtig sie versuchen die Grenzen zu verschieben. Konkret bedeutet das die Masken verschieben sich unter die Nasen und dann unter das Kinn. Da hilft auch keine Ermahnung im Takt von 3 Minuten.

Tests sind prima. Leider verhindern sie keine Infektion.
Außerdem haben die Tests eine Genauigkeit von 70-80% vorausgesetzt man wendet sie richtig an. Die möglichen Fehlerquellen beim Testen sind umfangreich. Von zu geringem Kontakt zur Nasenwand bis hin zur Anzahl und Größe der Tropfen. Ich schätze, dass etwa 50% der SuS den Test wirklich korrekt machen. Das ist aber durch einen Lehrer bei 25-30 SuS nicht zu kontrollieren. Es sei denn man macht den Test Schüler für Schüler. (25 x 3 Minuten = 75 Minuten).
Insgesamt als eine Trefferquote von 50% von 75%. Also werden etwa 37% alles Infektionen gefunden. 63% Infizierte bleiben unerkannt. Die entdeckten Infizierten gehen im Quarantäne. Kontaktpersonen bleiben als wäre nichts gewesen.

Lüften soll helfen. Laut CO2 Messgerät muss aber etwa 50% der Zeit gelüftet werden.
Auch wenn es nicht ins wissenschaftliche Konzept passt, im Winter wenn Corona tobt, ist es kalt. Heute war es nicht kalt. Regen waagerecht bei 10°C. Klassenarbeit mit offenem Fenster. Klassen-Boden und Arbeitsblätter klatschnass.

Hygiene durch dauerndes Händewaschen und Desinfizieren.
Es sind aber keine Papierhandtücher, keine Desinfektionsmittel und meist auch keine Seife da. Die Versorgung mit solchen Dingen kann in einem System das nichts kosten darf nur durch Lehrer sichergestellt werden die das Zeug selbst mit bringen.
Zweites Problem. Händewaschen eine Minute x 25 Schüler dann noch 5 Minuten um alle Bänke, Griffe und Lichtschalter zu desinfizieren, das macht eine halbe Stunde. Die ist schon mal weg. Bleiben 60 Minuten um Stoff zu vermitteln und möglichst noch Lernrückstände auf zu holen. „Setzt bitte die Masken richtig auf“

Auf die Anschaffung von Luftfiltern haben weder Lehrer noch Schulleitung einen Einfluss. Die Leute in deren A…. dir Kinderärzte stecken hätten Einfluss darauf. Die wollen aber keine Luftfilter, weil die Dinger Geld kosten. Selbst wenn sie jetzt plötzlich doch Luftfilter für die Schulen anschaffen wollten, ich bin sicher, dass die Hersteller bestimmt kurzfristig genug Luftfilter für etwa 400000 Klassensäle bundesweit auf Lager haben.

Die lückenlosen wissenschaftlichen Hygienekonzepte sind also ziemlicher Müll. Auf dem Papier halbwegs überzeugend, in der Realität das Papier nicht wert.
So wertvoll wie ein Leitfaden zur Vermeidung von Unfalltoten beim Autofahren.
– Nie schneller als Schrittgeschwindigkeit fahren
– Nur zwischen 2 und 4 Uhr morgens fahren
– KFZ rundum doppelt mit Matratzen abpolstern.
– Wenn möglich den Motor auslassen und das KFZ schieben.

Da sind mir ja unsere Politiker lieber. Die lügen sich die Welt wenigstens schön.
Zu viel Quarantäne. Kein Problem, wir verkürzen die Quarantänedauer.
Atomkraft ist gefährlich. Wird zur grünen Energie erklärt! Problem gelöst.
Da ist aber immerhin jedem klar, dass die den Mist nicht glauben sondern uns nur veräppeln.

Die Kinderärzte disqualifizieren sich durch eine solche Klugscheißerei selbst.

Trotzdem wäre ich bereit an einer Fortbildung zum Thema teil zu nehmen.
Ich stelle mir vor, dass es schön wäre, wenn ein Kinderarzt an die Schule käme und dem Kollegium an einer klasse aus 30 SuS über 8 Stunden demonstrieren würde, wie man alle Regeln korrekt umsetzt.
Für das Ergebnis müsste man sich allerdings frühzeitig die Rechte sichern. Mit Real-Comedy lässt sich heute ja richtig Geld verdienen.

Darfdaswahrsein
11 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Daumen hoch, Zustimmung, so ist es.

GEW- nee!
11 Monate zuvor

In RLP wird jetzt offiziell abgefragt, wer als Lehrkraft aufgefrischt geimpft ist. Da wird schon kalkuliert, wie man die Q- Regeln stricken muss, damit es passt. Steffi gibt heute noch ein Statement mit neuen (?) Regeln.

Puuhchen (mit Wurstfingern am Handy)
11 Monate zuvor

Ich bin total überrascht, wieviele Leute hier noch Worte fürs Kommentieren finden… ich bin absolut sprachlos.
Man reißt sich als Lehrer den Hintern auf, um während des Distanzunterrichts alle SuS zu erreichen, durch persönliche Videokonferenzen, Telefonate, etc. Man macht sich mehr Arbeit, auch anschließend, damit jeder SuS das Wissen vermittelt bekommt, gefördert wird. Man unterrichtet in der Schule und sitzt danach zu Hause, um die Kinder zu versorgen, die während des Wechselunterrichts nicht in der Schule sind – oder um sich um diejenigen zu kümmern, die vom Aussetzen der Präsenzpflicht Gebrauch machen. Man hat zusätzliche Arbeit, um 3 verschiedene Nachschreibeklausuren oder -klassenarbeiten zu erstellen, weil so viele SuS vor den Weihnachtsferien in Quarantäne waren. Man steht permanent – auch bei Minusgraden – im Durchzug, damit man ja ausreichend lüftet. Man schränkt sich privat ein, um täglich den Arbeitsort, ein Superspreaderevent, besuchen zu können. … und dann kriegt man trotzdem auf den Deckel …
Ja, ich hoffe auf Schulschließungen. Ich möchte mich nicht anstecken, ich möchte nicht im Raum sein, wenn sich 30 Kinder testen und dabei niesen, ich möchte Kindern, die Angst haben, nicht erklären müssen, dass sie keine Angst haben brauchen – ich weiß nicht wie?! Ich möchte nicht weiterhin über meinem Limit arbeiten. Ich bin permanent müde und erschöpft. Ja, ich möchte auch Schulschließungen, weil ich einfach nicht mehr kann…

DS
11 Monate zuvor

Nur um Mal eine Situation einer GE Förderschule, Klassenstärke neun Schüler. Zwei davon mit Maskenbefreiung. Drei davon wären in der Lage ihre Maske sinngemäß zu tragen, müssen allerdings ständig dazu aufgefordert werden. Perfekt wäre, wenn es saubere Masken wären welche nicht aussehen wie aus dem Hintern gezogen. Dazu vier bis fünf Erwachsene.
Gelüftet werden kann nur mäßig, da wir uns im ersten Stock befinden und dieser Sack voll Flöhe gerne Mal klettert; leider auch am Fenster.
Angefangen beim Händewaschen. Dies geht nicht ohne Aufsicht, sonst werden kurz die Finger unter das kalte Wasser gehalten und dann war es das. Dabei hält man sich dran an die Maske zu erinnern oder fordert auf diese über Mund und Nase zu tragen.
Dann wird sich begrüßt, der Stundenplan besprochen, und dann gibt es Frühstück. Frühstücken mit Maske ist sehr schwer, deshalb Masken runter. Ach ja, zwei Mal in der Woche gibt es für die Kinder PCR Lolli Tests. Lehrer und weiteres Personal testet sich selbst drei Mal in der Woche.
Nach dem Frühstück geht es in die Pause.
Wieder großes Händewaschen.
Dann gibt es eine Lern- oder Spielzeit.
Mit permanentem Ermahnen sitzen zu bleiben, die Maske ordnungsgemäß zu tragen.
Um 12 Uhr gibt es Mittagessen.
Händewaschen, Masken runter.
Danach geht es in die Pause. Diese Kinder halten keinen Abstand, selbst gesunde Kinder halten diesen kaum ein.
Nach der Pause großes Händewaschen, dann Lernen oder Spielen. Mit permanentem aufmerksam machen wie man die Maske trägt.
1530 Uhr werden alle Kinder getrennt Klassenweise den Schulbussen zugeführt wo alle wieder durcheinander sitzen. Die Busse fahren Stadtteil bezogen und nicht Klassen bezogen.
Ja, es gibt Stimmen welche meinen die Kinder lernen gerade nichts.
Wenn man aber bedenkt viele vulnerable Schüler zu haben muss man sich zwischen Lernen oder Aufbewahrung/Hygiene entscheiden.
An der Realschule meiner Tochter wird nur gelüftet, Hände gewaschen werden dort nicht weshalb sie ihr eigenes Desinfektionsmittel uns Desinfektionstücher dabei hat.

Es ist fast lustig wie Kinderärzte sich das vorstellen.
Dann lade ich gerne einmal ein einen Tag bei uns zu verbringen.
In der Theorie kennen die Kinder die Regeln.
In der Praxis sind sie nicht in der Lage diese einzuhalten.

Rike
11 Monate zuvor

Gib dem Kind einen Namen, am besten eine einprägsame Abkürzung, und verkaufe es als Konzept! “ HygieneKonzept” ist für mich das Unwort der letzten zwei Jahre. Als ob wir LuL zu blöd wären für die einfachsten Hygieneregeln in einer täglichen Massenveranstaltung in geschlossenen Räumen! AHA+L in der Realität:
Abstand ist in der Schule Fehlanzeige. Die Fernsehbilder aus Klassenzimmern geben die Realität nicht wahrheitsgemäß wieder und sind gestellt.
Hygiene ist je nach Schulausstattung und Alter der SuS unterschiedlich gut umzusetzen. Wir wissen aber: wir können uns die Hände kaputt waschen und atmen trotzdem die Aerosole aller im Raum Befindlichen ein.
Alltagsmasken: heissen sie so, weil alle Tage dieselbe Maske getragen wird? Eine Umfrage unter meinen SuS ergab Spitzenwerte von bis zu 14 Tagen, die eine OP- Maske im Einsatz war. Entsprechend verdreckt sehen die Masken dann auch aus. Natürlich habe ich in jeder Klasse einige Widerständler, die während des gesamten Unterrichts provozieren und denen aus Versehen die Masken ständig herunterrutschen. Entweder ignorieren oder permanent auffordern – es ist ein Krampf.
Ich selbst kaufe seit Anbeginn FFP2 selbst und trage sie konsequent. An manchen Tagen mit 8 bis 9 h Aufenthalt im Schulgebäude ist es schon sehr anstrengend und ich benötige zwei Masken an einem Tag. Bemerkung der SuS: wechseln Sie täglich? Das ist doch teuer! Ja klar, aber mein Schutz.
Kommen wir zum L wie Lüften: meine Lieblingsbeschäftigung, war es übrigens auch schon vor der Pandemie. Wer schon mal 90 min in einem Raum mit Jugendlichen war, weiß, wovon ich rede. Ich lüfte konsequent und häufig entgegen aller Proteste, wohl wissend, dass es nur wenig nützt. In der Zugluft stehen tut Hals und Stimme auch nicht gut.
Im August bei 36 Grad bewegte sich natürlich kein Lüftchen, das haben die meisten bei den kalten Temperaturen jetzt schon wieder vergessen.
CO2 Ampel ( eine Kollegin hat privat eine gekauft), zeigt, dass eigentlich nur das konsequente Offenhalten ALLER Fenster den Wert unter die Grenze bringt.
Lüftungsgeräte natürlich Fehlanzeige. Die Gründe wurden in diesem Forum schon oft diskutiert. Die Landkreise und Gemeinden müssten sich an den Kosten beteiligen und das tun sie nicht.
Ich vergaß zu erwähnen, dass dann natürlich alle Witterungseinflüsse direkt auf unseren Tischen landen, Blätter, Regen, Schneeregen und der Wind weht alles durcheinander. Ach ja , der Straßenlärm fehlt noch: aber gegen den kann ich einigermaßen anbrüllen. Nur verstehe ich dann die unter Masken genuschelten Antworten meiner SuS nicht.
Vor einem Jahr wurde ich mal von Nachbarn gefragt, wie es denn so in der Schule ist (eine ehrliche Antwort wollten sie sowieso nicht hören, die Kinder sind schon groß) und habe damals geantwortet: wie auf dem Hauptbahnhof genauso laut, kalt und zugig. Daran hat sich bis heute nichts geändert, nur dass meine Familie und ich dreimal geimpft sind, so dass ich etwas entspannter bin.
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass der GroßTeil meiner SuS tapfer aller Widrigkeiten erträgt und im Unterricht mitzieht. Aber es bleibt eine extreme Kraftanstrengung für alle in der Schule.
Die Kinderärzte sollten sich mit ihren klugen Ratschlägen raushalten.Sie haben wirklich keine Ahnung.

Darfdaswahrsein
11 Monate zuvor
Antwortet  Rike

Danke Rike, genauso ist es….
Wer anderes glaubt, verbreitet oder sich einreden lässt, hat überhaupt keine Ahnung von Schule.

Mary
11 Monate zuvor
Antwortet  Rike

Kann ich genau so unterschreiben. Aber wir bekommen nach zwei Jahren Pandemie doch jetzt tatsächlich Co2-Ampeln in den Klassenzimmern (Fachräume brauchen keine). Trennscheiben und Luftfilter kenne ich nur aus dem Fernsehen.

Rosa
11 Monate zuvor

Man redet es sich schön und Hubig nimmt es mit der Wahrheit nicht so genau!https://www.rnf.de/rheinland-pfalz-corona-tests-an-schulen-werden-ausgeweitet-278501/

Palomino- ironic
11 Monate zuvor
Antwortet  Rosa

Doch! Ab 17.1.22 dürfen sich Geimpfte und Genesene wieder testen- ist ja bisher per Dienstanweisung verboten. Grund ist, „dass [dann] ausreichend Tests zur Verfügung stehen“.
Kam als offizielles Schreiben gerade aus dem BM.
Aber die können ihre Corona-Konzepte! Kann ich als Lehrerlein ja noch was lernen!

WasNeArmeWurstEy
11 Monate zuvor

Herr Dr Fischbach ist nichts weiter als ein widerlicher Lobbyist. Alles, was er seit zwei Jahren von sich gibt, lässt einen an seinem Berufsstand zweifeln. Dass er immer noch Sprecher der Kinderärzte ist, sollte jedem Kinderarzt die Schamesröte ins Gesicht treiben. Aber viel Pulver scheint er nicht mehr haben zum verschiessen, denn wer Lehrerbashing betreibt ist meist mit seinem Latein am Ende.

Mrs.Braitwhistle
11 Monate zuvor

Mich würde interessieren, ob ein Verband der Klinik-Pädiater*innen sich auch so positionieren würde.

Pit2020
11 Monate zuvor
Antwortet  Mrs.Braitwhistle

@Mrs.Braitwhistle

Klinik-Pädiater*innen sind diejenigen, die – klingt jetzt hart, ist aber doch wahrscheinlich – werden „aufräumen“ müssen, was andere ihnen „zur Anlieferung“ in den Kinderkliniken monatelang vorbereitet haben.

Um auf Ihre Frage zurückzukommen:
Nö. Ich glaube, die würden sich anders positionieren – wenn sie denn gefragt würden.
Werden sie aber (wohlwissend) nicht, denn: Es ist noch viiiiieeeeel zu früh! … 🙁

Ich muss da mal was loswerden
11 Monate zuvor

Oh, schweres Foul vom Kinderärzte-Verband, dem man sowieso nicht mehr über den Weg trauen kann. Ist immer leicht die Schuld bei anderen zu suchen, aber einfach mal einen guten Beitrag leisten wäre doch vom Verband auch mal was tolles statt immer nur zu fordern aber ansonsten nur von der Tribüne aus zu zuschauen.

Susanne
11 Monate zuvor

@Rosa
Dafür hat Frau Hubig in RLP eine geforderte Testpflicht für Kitakinder ( die in der Masse nicht mal geimpft werden können und keine Masken tragen können) abgelehnt. Eine Begründung war unter anderem, dass es Eltern gibt, die dies nicht möchten…und da es keine Kita Pflicht gibt, würde diesen Kindern ja der Kindergarten vorenthalten.
Es gibt immer noch mehr Idiotie, wenn ich dies so sagen darf. Wegen einigen wenigen, müsse alle anderen, die sich an die Regeln halten, weiterhin mit der größtmöglichen Gefahr leben?
Es ist immer mehr ein Kaspertheater, nur dass sich von den Vernünftigen keiner darüber amüsieren kann.
Ich warte auf den Tag, an dem die Menschen auf die Straße gehen, die stets alles gegeben haben, um diese Pandemie einzudämmen. Bitte informiert mich, dann bin ich dabei!

Monika, BY
11 Monate zuvor

Man kann es gut auf die Corona-Situation übertragen.

Nobody wants what’s coming, so nobody wants to see what’s coming.

https://www.theguardian.com/world/2022/jan/04/next-us-civil-war-already-here-we-refuse-to-see-it

Himmel was ist mit uns Menschen, und gerade am Westen, wir haben alles.

Fragt mal z.B. die Kindersklaven in Afrika!

PB
11 Monate zuvor

Die Hygienevorgaben umsetzten….. wir haben pro Klassenzimmer nur ein kleines Fenster, das sich zum Lüften öffnen lässt. Alle anderen sind aus Sicherheitsgründen verschlossen. Auch während der Pausen. Die SuS könnten sich stoßen. Wir kämpfen seit vielen Jahren um Öffnung, haben im Sommer teils 40 Grad in den Räumen. Selbst mit Corona bleibt die WGV stur. Versicherungsrecht steht über Infektionsschutz. Eine Fortbildung wäre also angebracht, denn ich weiß nicht, wie man mit verschlossenen Fenstern gelüftet werden kann.

Mary
11 Monate zuvor
Antwortet  PB

Das kenne ich. Man hat keine Chance richtig zu handeln. Bei uns ist die Schule momentan eingerüstet. Da die Schüler hinausklettern könnten ist das Öffnen der Fenstern nicht erlaubt. Mit geschlossenen Fenstern kann aber nicht gelüftet werden. Jetzt kann ich mir heraussuchen, gegen was ich verstoße.

Lehrer mit Seele
11 Monate zuvor

Eine grundsätzliche Frage drängt sich mir hier immer wieder auf. Ich lese hier Kommentare von Lehrern, Erzieher, Sozialpädagogen, Eltern und anderen Interessierten. Zu 99% absolut kompetent, weitsichtig, wortgewand und empathisch.

Kann mir bitte mal bei diesem Faktor irgendjemand erklären, wie es passieren kann, dass genau das übrig gebliebene 1% das Sagen hat und alles vermurkst?

Rike
11 Monate zuvor
Antwortet  Lehrer mit Seele

Du hast bei deinen Prozenten leider die Eltern vergessen. Und solange die nicht massenhaft auf die Straße gehen und für sichere Schulen im Sinne des Infektionsschutzes demonstrieren, wird GAR NICHTS passieren. Im Moment gehen leider die Dumpfbacken auf die Straße….

SaMo
11 Monate zuvor
Antwortet  Rike

Die Deppen wollen nicht!
Die wollen ihre Kinder in der Schule sehen!

Natürlich nicht alle, aber echt Viele.

Ich habe es echt versucht, ich bekomme nicht einen meiner Miteltern in Bewegung.

Es ist zwecklos.
Ich verstehe es nicht.

Maren
11 Monate zuvor
Antwortet  SaMo

Bin hier auch die einzige

Risikomama
11 Monate zuvor
Antwortet  Maren

Jupp, alleine auf weiter Flur… hier gibt’s die ersten Omikronfälle und die ersten Eltern sind entsetzt… aber nicht, dass die Kinder jetzt dann hier im bajuwarischen Landkreis nach den Ferien in Präsenz anrücken müssen, oh nein. Sondern weil man auch mit geimpftem Kind (momentan) die Quarantäne nicht verkürzen kann. Die armen, armen Kinder. Wo doch die Impfung ohne Booster (sind ja noch keine Kinder geboostert) zu drölfzigtausend Prozent gegen Erkrankungen und Weitergabe schützt, das weiß man doch!!

Es graut mir so dermaßen. Jeder will seine Kinder aus den Haaren haben, koste es, was es wolle. Meinen Booster habe ich wegen Einnahme von Immunsuppressivum schon Mitte Oktober bekommen. Hab gelesen, die beste Wirkung geht bis 10 Wochen nach der Spritze. Quelle weiß ich leider nicht mehr, aber was Seriöses. Sollte das stimmen, flaut mein Schutz schon wieder ab. Meine 11jährige wurde das zweite Mal heute geimpft, der 14jährige und mein Mann geboostert. Ja, auch der 14jährige, unser Arzt ist da sehr dahinter. Wir gehen also mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln in das neue Jahr. Und trotzdem ist da ein verdammt ungutes Gefühl. Viele sind noch nicht geimpft in den Klassen. Auch beim 14jährigen. Wir verschweigen auch den Booster in der Schule, nicht, dass man ihm wieder alles, das auch andere schützt, Test und Quarantäne, vorenthält. Tests auch für geimpfte Schüler gibt’s jetzt dann wieder, aber bestimmt kommt der erste Sparfuchs bald drauf, dass man bei geboostert da sparen könnte. Vor einigen Wochen hätte er trotz Erstkontakt in die Schule müssen, weil geimpft. Er war „krank“ zuhause, bis wir nach fünf Tagen nach Kontakt einen PCR-Abstrich bekommen haben (nochmal, unser Arzt ist mega) und ein negatives Ergebnis vorlag. Vom Gesundheitsamt aus hätte er ungetestet weiter zur Schule gehen sollen („Mei, wenn er meint, soll er einen Selbsttest machen, aber morgen muss er wieder rein“). Sohnemann mit 14 Jahren hell entsetzt, weil er weiß, dass auch die Impfung nicht zu 1000 Prozent vor Weitergabe schützt.

Elly (am Handy)
11 Monate zuvor
Antwortet  Maren

Ich habe das auch so erfahren müssen…

Riesenzwerg
11 Monate zuvor

„„Jungen Menschen machen wir jetzt die Zukunft kaputt, indem wir ihnen die Bildung klauen““

Ich habe noch nie einem Menschen die Bildung geklaut – die verweigern sie sehr selbstbestimmt und eigen-mächtig.

Bildung ist auch nicht das non plus ultra – haben die Kinderärzte nicht studiert und sind somit gebildet?

Es ist doch nur noch lächerlich – wo bleiben denn bitte

a) Vorschläge von guten Hygienekonzepten? (Masken gehören ja offensichtlich nicht dazu…)
b) Vorschläge, wie die noch nicht bekannten Konzepte umgesetzt werden sollen
c) Vorschläge, die Stundenzahl in der Schule zu verlängern ….
d) überhaupt etwas Sinnvolles ??????????????

Bitte, liebe Kinderärzte, kommt in die Schulen und macht Fortbildungen mit uns (worin auch immer).

Bitte, liebe Kinderärzte, kommt in die Schulen und zeigt den Kids, wie es geht – wir sind ja offensichtlich zu doof oder einfach mit dem Thema BILDUNG beschäftigt (sowas aber auch!)

Bitte, liebe Kinderärzte, konkrete Vorschläge und sinnvolle, von Lehrkräften nachvolllziehbare Argumente – das wären Hilfen. Gemecker und Schuldzuweisungen und was auch immer hilft einfach niemandem.

In Sorge
11 Monate zuvor

Gerade Herr Fischbach war es doch, der das „Hygienekonzept“ vehement bekämpft hat, teilweise sogar mit Erfolg (Maskenpflicht aussetzen, Tests reduzieren).
Und jetzt wirft er den Lehrern vor, es nicht konsequent umzusetzen.
Bin ich die Einzige, die darin einen Widerspruch sieht?
Oder nur zu Ungebildet, das zu verstehen?

Monika, BY
11 Monate zuvor

„Mehr Schulschließungen als in anderen Ländern

Prien sagte, Deutschland habe bisher auf Kosten der Schulkinder die Corona-Pandemie bekämpft. Während hierzulande an über 180 Tagen die Schulen geschlossen oder im eingeschränkten Betrieb gewesen seien, seien es in Frankreich 50 Tage und in Schweden rund 30 Tage gewesen.“
https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/kmk-vorsitzende-prien-will-keine-schulschliessungen-mehr,StYWS7a

Schon wieder die gleiche Äußerung von gestern. Copycats.

Aber nirgendswo erwähnt, dass in sehr vielen anderen Länder keine zwingende Durchseuchung durch Präsenzpflicht herrscht.

Und dann nimmt man immer wieder totalitäres Schweden oder Niederlande als leitende Beispiel zwischen Hunderten anderen westlichen Länder.

Übrigens in Frankreich ist Distanzlernen NICHT ilegal!

Rabe aus NRW
11 Monate zuvor

§1: Die Lehrer sind immer schuld.
§2: Siehe §1

Und Omikron ist in der Antarktis angekommen. Was können wir da noch machen (außer uns krank melden, um uns selbst zu schützen)?

Ich bin chronisch fassungslos. Welche ICD-Nr. hat das?

Monika, BY
11 Monate zuvor

„Dass die Variante Omikron überhaupt festgestellt werden kann, ermöglicht die sogenannte Sequenzierung des Erbguts des Coronavirus in vorliegenden Proben. Ein Automat liest über 30 Stunden hinweg die Virus-DNS der Proben durch wie ein Buch und fasst seinen Inhalt lesbar zusammen. Erst nach Analyse dieses Inhalts ist klar, ob eine Omikron-Variante vorliegt oder nicht. Rund 200 Euro kostet eine solche Untersuchung. “

Alles klar?

Also Tausende werden in kommenden Wochen und Monaten ihr Leben und Gesundheit verlieren, und keiner wird es angeblich wissen, warum.

Ein perfektes Verbrechen, oder.

Ragnar Danneskjoeld
11 Monate zuvor
Antwortet  Monika, BY

Mensch Monika. Verschwörungstheorie und Hysterie auf einmal – das machen Sie super!

Monika, BY
11 Monate zuvor

Weder Artikel habe ich geschrieben, noch Studien durchgeführt.

Aber 2+2 sind immer noch 4 oder nicht?

Monika, BY
11 Monate zuvor
Enjoy your chicken Ted!
11 Monate zuvor

Dieser Kinderarzt sollte mit offenen Karten spielen und sagen, dass er sich für die finanziellen Interessen der Kinderärzt*innen einsetzt. Die Kinder sind dem doch offensichtlich wurscht, krank bringen sie ihm Geld, gesund aber nicht. Und PIMS und LongCovidfälle bringen auf Jahre Geld.