Behörde hebt mit Polizeiunterstützung illegale Schule mit 15 Kindern aus

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Auf einem Anwesen bei Erlangen ist eine ohne Genehmigung betriebene Schule entdeckt worden. 15 schulpflichtige Kinder und Jugendliche seien bei einer Durchsuchung am Donnerstag während der Unterrichtszeit angetroffen worden, teilte die Stadt Erlangen am Freitag mit. Die Regierung von Mittelfranken untersagte den Betrieb der Einrichtung vorläufig.

Die Schule wurde geschlossen (Symbolbild). Foto: Shutterstock

Die Behörden waren bereits seit November Hinweisen nach einem nicht genehmigten Schulbetrieb nachgegangen. Bei Kontrollen hatte man zunächst aber keine Kinder im schulpflichtigen Alter vorgefunden. Nach erneuten Hinweisen erwirkte die Stadt nun einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss. Jetzt werden beschlagnahmte Unterlagen und Gegenstände ausgewertet. Nähere Details dazu nannten Stadt und Regierung von Mittelfranken zunächst nicht. Es laufe ein Ordnungswidrigkeitsverfahren, hieß es.

Die Kinder und Jugendlichen seien ihren Eltern übergeben worden, teilte die Stadt mit. Bei der Durchsuchung sei man im Rahmen der Amtshilfe von Polizisten unterstützt worden. Mit dabei waren demnach auch Spezialkräfte vom Unterstützungskommando (USK) Mittelfranken. Neben der Einrichtung wurde auch ein Privatanwesen in dem nahe gelegenen Erlanger Stadtteil Eltersdorf durchsucht. Auf die Eltern könnten Bußgelder wegen des unentschuldigten Fernbleibens der Kinder vom Unterricht zukommen. Im Raum stehen bis zu 1.000 Euro je Verfahren.

Im September hatten Behörden den Betrieb einer nicht genehmigten Schule in einem alten Bauernhof im Landkreis Rosenheim untersagt, an der rund 50 Kinder und Jugendliche unterrichtet worden waren. Auch im unterfränkischen Landkreis Miltenberg wurde eine möglicherweise illegal betriebene Schule geschlossen. News4teachers / mit Material der dpa

„Schamanen“ unterrichteten: Was hinter der ausgehobenen Querdenker-Schule steckt

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Jan aus H
5 Monate zuvor

Interessant wäre der Hintergrund… haben da Coronaleugner eine Schule ohne Schutzmaßnahmen betrieben oder haben Menschen, die ihre Kinder vor der Durchseuchung schützen wollen, eine wirklich sichere Schule betrieben?

Lehrer mit Seele
5 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

Genau ohne weitere Informationen ist der darstellte Sachverhalt, dass die Kinder ihrer Schuldurchseuchungspflicht nicht nachgekommen sind. Nicht mehr, nicht weniger.

Im ersten Lockdown mit flächendeckenden Distanzunterricht hatte ich pro Tag locker bis zu 8 Kinder in meiner Küche unterrichtet, bis zu 60 verschiedene Kinder pro Woche (viele davon online). Was war das dann? Verbotene Schule oder Soforthilfe? Und nein zu dem. Zeitpunkt hatten wir keine Kontaktbeschränkungen

Ste Fan
5 Monate zuvor

Der Staat gefährdet die Kinder mit seinen wahnwitzigen Maßnahmen, entgegen vorher Gutachten wird mit Zwang des Staat das Kindeswohl weiter gefährdet.

Die Eltern sind in der Pflicht ihre Kinder davor zu schützen!!

Eine Straftat was der Staat hier seit fast zwei Jahren tut und genau das gehört geahndet und beendet!!!

Marc B
5 Monate zuvor
Antwortet  Ste Fan

Ach, und eine illegal betriebene Schule, ohne Kontrolle und Überprüfung von Personal und Inhalten, ist so viel besser?

Sie vermischen mit ihrer unreflektierten und unfundierten Äußerung zwei Themen, die weit von einander entfernt liegen.

Yvo
5 Monate zuvor

Achtung!

Bitte verbreiten Sie diese Information, den die Zeitungen werden dies nicht tun!

Gestern, den 20.1.22 wurde unsere Königsmühle, bei Erlangen/Eltersdorf, von ca 30-35 Polizisten und USK, bewaffnet mit Maschinengewehren, Schlagstöcken und voller Montur, mit Rammbock gestürmt.
Dies Geschah mit der Vermutung dort sei eine „illegalen Schule“ und dem Verdacht, dass dort logischerweise auch Kinder anwesend sein könnten.
An diesem Tag befanden sich 15 Kinder im Alter von 4-14 Jahren und 3 Frauen in dem Anwesen.
Die Kinder wurden sofort von den anwesenden Erwachsenen separiert. Mit MG wurden die Kinder befragt, gefilmt und durften weder essen noch zur Toilette. Toilettengang nur im Beisein eines Polizisten.
Von Verhältnismäßigkeit kann hier nicht mehr gesprochen werden und es ist Zeit dies zu veröffentlichen.
Es kann nicht sein, dass Kinder, Frauen, MENSCHEN, so behandelt werden.

Wir bitten Euch dies zu veröffentlichen und Euch gegebenenfalls mit uns in Verbindung zu setzen.

Viele Grüße aus Franken

Marc B
5 Monate zuvor
Antwortet  Yvo

Und wer sind Sie, dass Sie solches angebliches Insider-Wissen haben? Kein Wort der Selbstoffenbarung, aber um Vertrauen bitten?

Ich bitte an dieser Stelle die Redaktion um Überprüfung und gegebenfalls Korrektur/Zensur. Haltlose Berichte sind vorerst nur eins: Gerüchte. Und das ist keine Schwurblerseite, oder?

Lex
5 Monate zuvor
Antwortet  Yvo

Stellt sich die Frage, warum Eltern ihre Kinder in solch eine Situation bringen. Es herrscht in Deutschland Schulpflicht, und dass Schulschwänzer, sofern sie als solche identifiziert werden, von der Polizei zu ihren Eltern gebracht werden, sollte hinlänglich bekannt sein.
Dass die Kinder von den Erwachsenen getrennt wurden, ist notwendig und dient auch dem Schutz der Kinder. Dass dann ein Beamter mit auf die Toilette geht, ist nur selbstverständlich: Würde das Kind die Situation nutzen und ausbüxen und dann zu Schaden kommen, wären der Polizisten verantwortlich gemacht worden (zu recht).

Jan aus H
5 Monate zuvor
Antwortet  Yvo

Gibt es Beweise für diese Darstellung?

Sorry, aber in dieser Form halte ich das für reine Stimmungsmache.

Mix
5 Monate zuvor
Antwortet  Yvo

Finde ich richtig so, dass da das Recht durchgesetzt wurde.

Ihr hättet ja auch die Tür aufmachen können, wenn es einen Durchsuchungsbeschluss gibt. Und logischerweise müssen da auch Polizisten anwesend sein.

Aber klar, wenn es eine Demo gegen Querdenker gewesen wäre, dann hättet ihr ein hartes Durchgreifen der Polizei mit Wasserwerfern, Tränengas und allem Pipapo gefordert, während ihr auf euren Querdenker-Demos Kinder als menschliche Schutzschilde gegen die Polizei missbraucht.

Schämt euch!

Müller
5 Monate zuvor

Was sind Sie denn nun für eine Schule, wenn Sie um öffentliche Unterstützung bitten, dann seien Sie bitte auch transparent. Haben Sie illegalen Handel betrieben, wurden die Kinder seelisch missbraucht, gefoltert, misshandelt, militant beschult? Wurden sie vielleicht gar gegen ihren Willen festgehalten? Es kommt bei der „Verhältnismäßigkeit“ doch auch vor allem darauf an, was Sie dort für eine Schule betrieben haben und in was für einem Geiste dies stattfand bzw. wie einsehbar und übersichtlich der Toilettengang sich gestaltete oder ob die Gefahr einer Entführung der Kinder bestand? In solchen Fällen sollte das seelische Wohl der Kinder an erster Stelle stehen, weswegen unabhängig einer Ideologie von Erwachsenenseite mit der Polizei kooperiert werden sollte. Vermutlich ist dies nicht geschehen…

Sandra
5 Monate zuvor

Kriminell, wie hier vorgegangen wurde! Da waren Kinder! Und die Polizei stürmt die Einrichtung mit Spezialkräften! Wo sind wir bloß hingekommen? Srlbst wenn sich bei 15 anwesenden Kindern nicht an „Hygienevorschriften“ gehalten wurde, rechtfertigt es ja wohl kaum solch ein Vorgehen und eine dauerhafte Traumatisierung der Kinder durch solch einen Einsatz.
So geht man mit Schwerverbrechern um.
Ich glaube die Verhältnismäßigkeit ist mittlerweile völlig abhanden gekommen.

Schneider
5 Monate zuvor

andere Zeitungen schreiben von

„SEK stürmt“

aber so klingt es schon viel besser

Manuel Behrendt
5 Monate zuvor

Ich traue eher denen, die sagen, dass es sich um ein unverhältnimässiges Eingreifen handelt, als denen, die das relativieren, so im Sinne von „der Staat ist doch kein Tyrann, das sind immer die anderen“, oder: „Recht so, was illegal ist, gehört bestraft“. Das Letztere sind für mich Leute, die aus Bequemlichkeit sich einreden, alles ist gut und es gibt eben Leute, die das in den Dreck ziehen“. Vielleicht ist das auch einfach schwer vorstellbar für diese Leute, dass es keine Reichsbürger dort gibt, wo die Stadt sagt, dort seien Reichsbürger. Denn das ist die offizielle Begründung. Das ist ein Fakt. Und dass das keine Reichsbürger waren, ist stimmig.Sonst hätte man auf der Tagesschau davon was gelesen, die sich diesem Thema immer wieder gerne annimmt. Oder überhaupt wäre später anders darüber berichtet. Also steht im Raum , dass man einen Ort mit Kinder besucht, wo es bewaffnete Soldatenähnliche Leute gibt, die diese Kinder dermaßen einschüchtern, dass sie vielleicht einen lebenslangen Schock davon tragen. Und das finden die Leute hier ok. Man meint, die hätten die Tür aufmachen sollen. Jeder normale Mensch guckt dann mal durch die Scheiben, und wenn da behauptet wird, die Sache wurde schon länger beobachtet, hätte man feststellen müssen, dass dort keine Reichsbürger gewesen sind, keine Terroristen, sondern normale Menschen, die in offizieller Sprachregelung die Schule schwänzen. Normal ist zu erwarten, dass ein USK in solchen Fällen nicht in Frage kommt. Mein Fazit: Das ist bewusste Schikane gegenüber der Angst, die Verwahrlosung durch den Staat lässt sich die Menschen selbst helfen.