„Eigenes Totalversagen auf die Lehrer abgewälzt“: Eine Abrechnung mit den Kultusministern

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BERLIN. Karin Prien, Bildungsministerin von Schleswig-Holstein und neue Präsidentin der KMK, hat den Lehrerverbänden vorgeworfen, in der Corona-Krise dem Bild von Lehrkräften in der Öffentlichkeit zu schaden – mit ihrer Kritik an mangelndem Corona-Schutz in Schulen. News4teachers-Leser Schattenläufer, selbst Lehrer, findet das eine „bodenlose Unverschämtheit“. Er nimmt die Kritik der CDU-Politikerin zum Anlass, seinerseits mit den Kultusministern abzurechnen. Wir dokumentieren seinen lesenswerten Post hier noch einmal.

„Helden der Bildungsgerechtigkeit – für nichts.“ Illustration: Shutterstock

Schattenläufer 14. Januar 2022 um 17:23

Die Pandemie hat uns zweierlei gezeigt:

a) Die Lehrer sind besser als ihr Ruf.

Die Lehrer haben trotz der widrigen Umstände und des nicht vorhandenen Arbeitsschutzes den grö0ten Teil ihres Bildungsauftrags erreicht.

Es mag gewisse Lernrückstände geben wegen mangelnder Digitalisierung, krankheitsbedingten ausfällen bei LuL (Lehrerinnen und Lehrer, d. Red.) und SuS (Schülerinnen und Schüler, d. Red.) dank offener Fenster und Abstrichen an der Unterrichtszeit durch sinnfreie Maßnahmen und der Durchführung von nicht aussagekräftigen Tests.

Wenn ich die Zahlen richtig lese, sind – trotz allem gejammert über Lernrückstände – weder die Zahlen der Abschlüssen eingebrochen, noch ist an sonst einer Front das Geschehen so aus dem Ruder gelaufen, dass die Mehrheit der SuS etwa ein ganzes Schuljahr nachholen musste.

Die SuS mit den größten Lernrückständen sind die SuS die auch im Präsenzbetrieb aufgrund ihrer Probleme bei Motivation und Verhalten oder die bildungsferne Erziehung große Defizite anhäufen würden.

Es ist also eine bodenlose Unverschämtheit, das Ansehen der LuL nun wieder wissentlich zu schädigen, weil diese sich wagen nach mehr als zwei Jahren endlich einen angemessenen Arbeitsschutz zu fordern und die dreisten Lügen der KMK gegenüber den SuS und Eltern unbegrenzt mit zu tragen.

b) Die KMK ist noch schlechter, als selbst der erfahrenste Lehrer in seinen kühnsten Träumen erwartet hätte.

Die KMK wurde parteipolitisch schon immer mit dem Ausschuss der zur Verfügung stehenden Kandidaten besetzt. Die KMK bildete die Eselsbank der Politik. Da kann man nichts kaputt machen.

Was ich seit über 20 Jahren erlebe, sind verfehlte Reformen ohne Bezug zur Praxis, aus einer Utopie im Kopf der Minister der KMK geboren, ohne sich um Realitäten zu kümmern. Lehrpläne, die überfrachtet und unrealistisch sind, Klassenarbeits-Erlasse die die Notengebung zu einem Witz machen, pädagogische Konzepte, die zeigen, dass die Erfinder noch nie einen Schüler oder eine Schülerin von nahem gesehen haben, Glanzlichter für die Wirtschaft wie G8. Außerdem eine zu Tode gesparte Personalpolitik. Zu wenige Lehrer, zu wenige Sozialpädagogen. Dauernde Verschlechterungen bei Bezahlung und Stundenbelastung. Gebäude und Ausstattung, in die seit 30 Jahren kein Geld mehr investiert wurde. Viel zu große Klassen. Inklusion ohne ausreichende Unterstützung. Umgang mit einer stetig steigenden Zahl an Problem-Schülern ohne jegliche Rückendeckung der Ministerien.

Jetzt in der Pandemie eine Politik, die genau diese Linie fortsetzt. Obwohl es jetzt wirklich um die Gesundheit der LuL und SuS geht, werden alle sinnvollen Maßnahmen verweigert. Was Mühe macht, für was man Verantwortung übernehmen müsste oder was gar Geld kostet, wird ausgeschlossen.

Die Wirklichkeit wird zurechtgebogen und durch dreiste Lügen, äußerst fragwürdige Expertisen und ein Ausspielen der Autorität nach Gutsherrenart so manipuliert, bis es eigentlich keine Pandemie an Schulen mehr gibt.

Falls es nach der Pandemie der KMK wirklich gelingen sollte, ihr eigenes Totalversagen auf die Lehrer abzuwälzen, dann ist dies nur durch die kritiklosen Medien zu erklären.

Diese geben die Lügen und Beschönigungen der KMK nämlich völlig unreflektiert wieder und zeichnen so auch das Bild der sicheren Schulen, die nur durch die Faulheit und Unfähigkeit der LuL gewisse Gefahren bergen könnten.

Gleichzeitig werden die Mitglieder der KMK für gar nichts zu Helden der Bildungsgerechtigkeit und erhalten Lob, weil sie die selbst konstruierten Gefahren für die Psyche der SuS so erfolgreich bekämpfen.

Die Kultusminister versuchen hier schlicht und ergreifend, im Auftrag der Wirtschaft – mit  Hilfe der von der Wirtschaft abhängigen Medien –, den Eltern und dem Rest der Bevölkerung des Kaisers neue Kleider zu verkaufen.

Die Lehrer haben dabei die Rolle des Hans Wurst. Sie werden als dumme und faule Idioten dargestellt, weil sie sich wagen, darauf hinzuweisen, dass der Kaiser doch eigentlich nackt ist. News4teachers

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Rosa
8 Monate zuvor

Die Politik und KM haben in dem Ausnahmezustand keinen wohlwollenden Einsatz gegenüber Schulen, Schulleitungen, Lehrer/in, Schüler/in, Elternschaft angestrebt und auch nicht umgesetzt. Das Versagen für Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit, Aufmerksamkeit, Handlungsfähigkeit haben die Politiker und KM auf ihrem Machthaber Konto zu verbuchen. Es ist immer einfach die Handlungsunfähigkeit auf andere Personen abzuwälzen als vor der eigenen Tür zu kehren. Die Verlogenheit die man Schulen und einer jungen heranwachsenden Generation vorgelebt hat und fahrlässig eingesetzt hat, ist ein totales menschliches Versagen in seiner beruflichen Position bzw. Machtposition. Diese Lebensphase hat sich bei uns Menschen tief eingeprägt und tiefe Spuren hinterlassen. Jegeliche Vorbildfunktion für junge haranwachsende Kinder und Jugendliche hat es in dieser schweren Lebensphase für diese Generation nicht gegeben von der Politik und den KM. Die Schulen, Schulleitungen, Lehrer/in haben in unermüdlicher Eigeniniative hohen Einsatz gezeigt für den letzten Rest in der Reihe. Es ist wirklich ein Punkt erreicht, dass es kein Entkommen mehr gibt vor der nicht eingesetzten Fürsorgeppflicht gegenüber Schulen und eine posetive Haltung und Handlungsweise hat es für eine vergessene Generation nicht gegeben. Die Politik und KM werden sicherlich von keinem an der Schule ein Lob oder Applaus erhalten in diesem langen Ausnahmezustand. Anerkennung wird ebensfalls nicht geben und wenn haben dieses Durchhaltevermögen alle an der Schule verdient . Die Mogelpackung ohne Inhalt war der letzte Rest den Schulen erhalten haben und diese Lüge ist immer noch kein Thema unter den KM.

kanndochnichtwahrsein
8 Monate zuvor

DANKE!
Sehr gute Zusammenfassung dessen, was die Mehrheit der LuL (wage ich zu behaupten) denkt und fühlt.

Was wird die Konsequenz sein?
Nein, die KM werden die Bedingungen nicht verbessern. Sie werden wie ein unwilliges Kind sagen, dass die Kinder nicht gefährdet und die Schulen sicher seien.

Die Lehrer werden die Konsequenzen tragen (müssen):
Burnout, Erkrankungen, frühestmögliche Pensionierungen, bei jüngeren Kollegen Abwandern in andere Berufe, fehlender Nachwuchs, noch weniger Unterstützung und Resepkt von der Bevölkerung und am Ende gibt es vielleicht wirklich Gründe zu behaupten, Schulen erfüllten nicht ihren Sinn – weil keiner es mehr leisten kann, einer nach dem anderen aufgibt oder zusammenbricht, die verbleibenden Kollegen noch mehr überlastet sind und den SuS noch weniger gerecht werden können, ihnen auch noch weniger entgegensetzen können.

Bisher haben LuL immer noch die Missstände einer ganzen an Bildung sparenden Gesellschaft aufgefangen – mit Mehrarbeit, immer mehr Engagement bis weit über das hinaus, was für den einzelnen Kollegen noch zuträglich ist…
Das wird nicht mehr lange gut gehen und dann wird außerhalb der Schulen sichtbar werden, was Schulen dann gar nicht mehr auffangen können:
all die Defizite der Kinder, die im Elternhaus keine Grundlage fanden (nein, natürlich nicht bei allen Eltern, aber bei immer mehr) und in den Schulen immer weniger aufgefangen werden können,
all die Defizite im Bildungsbereich, weil individuelle Förderung immer noch mehr zusammengestrichen wird, weil Kinder in immer größeren Klassen und Kursen mit immer mehr wechselnden Lehrern (von Bezugspersonen kann man im Sekundarbereich ja heute schon kaum noch sprechen) immer weniger lernen,
die Defizite, die aus dem Lebensumfeld erwachsen wie fehlende Konzentrationsfähigkeit oder Reflektionsfähigkeit, unangemessenes soziales Verhalten,
die Fehlentwicklungen und fehlenden Entwicklungen aufgrund eines Aufwachsens in weitgehend vom wirklichen Leben entfernter, digitaler Umgebung ohne „Bodenhaftung“ und „Realtitätsbindung“.

NOCH können wir etwas davon abfedern, auffangen, zurechtbiegen.
BALD wird auch das nicht mehr möglich sein.

Will die Gesellschaft das riskieren?
Offenbar, denn sonst gäbe es mehr Widerstand gegen die Politik der KM!

Ich
8 Monate zuvor

Bei aller Sorge.
Panik kennen wir nicht an unserer Schule.
Weder bei LuL noch bei SuS, und wir vermitteln diesen das auch nicht.
Essen ohne Maske empfinden wir LuL auch nicht als horrende Bedrohung, fragen uns eher, wie essen MIT Maske geht oder mit Besteck sitzend auf dem Schulhof. Oder 8 Stunden ohne Essen.
Wo es ja auch kalt ist….. was ja hier so oft beklagt wird , z.B. mit einem Wettbewerb der kältesten Räume .
Und Schattenläufer, der die jetzige Situation in abscheulicher Weise mit KZ – Arzt Mengele verglichen hat , macht mir als Kollege eher Angst.

Schattenläufer
8 Monate zuvor
Antwortet  Ich

Für den Vergleich möchte ich mich nochmals entschuldigen.
Leider musste ich geschichtlich so weit zurück gehen um einen so groß angelegten Versuch an lebenden Menschen ohne deren Zustimmung zu finden.
Wenn sie einen weniger anstößiges Beispiel finden, wäre ich für ihre Anregung sehr dankbar.
Ansonsten zieht die gute alte Nazi-Keule immer, wenn man sonst keine Argumente hat.

Stromdoktor
8 Monate zuvor
Antwortet  Ich

Vielen Dank!

Leider kommentieren viel zu selten LehrerInnen mit Ihrer persönlichen Integrität, Wertschätzung und Aufgeräumtheit in diesem Forum. Wenngleich ich mir das Bild bewahre, dass die weit überwiegende Mehrheit Ihrer KuK eine vergleichbare Haltung einnehmen. Meine persönlichen Erfahrungen an den Schulen unserer Töchter stützen an dieser Stelle mein Bild.

Vielen Dank für Ihre eindeutige Positionierung und Ihre Bereitschaft, hier Stellung zu beziehen. Bitte bleiben Sie uns als Diskussionspartner erhalten.

Lehrer_X
8 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Naja, wenn man sich offensichtlich und publik so eine Häme, Schande und Diffamierung geben muss, dann danke ich der Anonymität des Internets auch gerne mal.

Die KMs sind menschlich das Allerletzte. Ich komme inzwischen deutlich besser auf die Pandemie klar, aber die Tatsache, dass weiter kein verdammter Cent in einen einzigen Luftfilter investiert wurde, macht mich immer noch rasend. Jeden anderen Arbeitgeber könnte ich (subjektiv) verklagen, wenn ich solchen gesundheitsgefährdenden Arbeitsbedingungen ausgesetzt werde. Und das Land würde uns noch eher drohen, bevor etwas für unsere Arbeitssicherheit getan würde.

Der Staat / das Land / die Politik haben in der Pandemie mehrfach offen auf uns gespuckt. Für uns hat man nicht mal geklatscht. Wie lange soll man seine Wangen hinhalten, wenn es um das Verhältnis von eigener Gesundheit, Arbeitsfähigkeit und auf der anderen Seite Geiz der Regierenden steht? Ich wünsche mir eine Bildungsrevolution. Aber in Deutschland passiert sowas nicht, dafür müsste man den Rasen betreten (frei zitiert).

Trulla
8 Monate zuvor

Danke! Sie sprechen mir aus der Seele!

Rosa
8 Monate zuvor
Zarenthin
8 Monate zuvor

Ich muss jedoch sagen, wenn ich angebliche und tatsächliche Lehreräußerungen hier zugrunde lege, dann haben die wirklich oft kein gutes Bild abgegeben. Wie oft wurde da zum falschen Krankschreiben aufgerufen und der Beamtenstatus damit schamlos ausgenutzt auf Kosten der Allgemeinheit, da man als Beamter ja unbegrenzt krankmachen kann. Um nur mal 1 Beispiel zu nennen.

MeinSenf
8 Monate zuvor
Antwortet  Zarenthin

Soweit mir bekannt ist, stellen Ärzte nur eine Krankschreibung aus, wenn tatsächlich auch ein Grund dafür vorliegt. Mir fällt im Umkreis hier auch kein einziger ein, der dass anders machen würde. Zumindest sind solche Ärzte nicht wie Sand am Meer zu finden, ebensowenig wie Lehrkräfte, die sich einfach und ohne echten Grund krankschreiben lassen. Auch wird man bei einer dauerhaften, aber zweifelhaften Krankmeldung durchaus aufgefordert, sich mal beim Amtsarzt blicken zu lassen. Auch Beamte werden in der Regel nur krank geschrieben, wenn sie tatsächlich krank sind.

Dauerhafte psychische Stresssituationen und Überlastung können übrigens durchaus auch zu einem hohen Krankenstand führen.

Allerdings kann das Schreiben in einem Forum wie diesem, in dem man nicht ständig befürchten muss, wenn man sich mal seinen Frust von der Seele schreibt, als faules A… der Nation angefeindet zu werden, durchaus dem seelischen Wohlbefinden zuträglich sein. Auch das wurde hier schon von vielen Foristen (auch von mir) angemerkt. Dabei sind viele Kommentare durchaus überspitzt, ironisch und sarkastisch und nicht alles, was hier geschreiben wird, ist wirklich ernst zu nehmen.

Außerdem in welchem Beruf finden sich bitte nicht ebenfalls Arbeitnehmer, die sich oft krankschreiben lassen, wo gibt es nicht auch diejenigen, die ihre eigene Arbeit eher gering halten und wenig engagiert sind, genauso wie diejenigen, die mit vollem Einsatz und Engagement arbeiten? Warum ist das in anderen Berufen kaum Thema, aber in Schule müssen am besten mit absolutem Herzblut für ihren Beruf brennen und sich frohen Willlens aufopfern, ohne auch den Hauch von Arbeitssschutz, der an anderen Arbeitsstätten durchaus gilt? Wenn es dann mal jemand aus unserem Berufsfeld wagt, zu äußern, dass er nicht mehr kann oder schlimmer noch, nicht mehr will (insbesondere vor dem Hintergrund des Umgangs mit uns und zwar nicht nur, aber insbesondere in den letzten zwei Jahren), ist das natürlich dramatisch und wirft gleich ein schlechtes Bild auf alle, die in diesem Beruf arbeiten.

Ja, nee ist klar!

Riesenzwerg
8 Monate zuvor
Antwortet  Zarenthin

Lieber(r) Zarenthin

Es ging m.E. bei den Aufrufen nie um Krankschreibungen wegen krank spielen. Es ging darum, den Ministers deutlich zu machen, dass wir Arbeitsschutz brauchen.

Hat nun aber auch ohne geklappt – wir sind halt tougher als unser Ruf.

Ich kenne nicht eine Lehrkraft, die sich einfach mal so krankschreiben lässt. Eher im Gegenteil – Auch bei und während Corona, auch bei und während des Dauerlüftens bei Minusgraden.

Aber wenn jemand nicht mehr kann (aus welchen Gründen auch immer! WIR und ELTERN haben das NICHT zu beurteilen!) , muss er sich selber schützen – und dadurch auch andere.

Das ist die Fürsorgepflicht, die von den KuMis kommen müsste, doch, ach ja, von ihnen halt nicht kommt.
Dadurch kommt es u.U. zu gehäuften Krankmeldungen – aus meiner Sicht kein Wunder. Eher das Gegenteil ist wunderlich.

Walter
8 Monate zuvor

Da fällt mir nur ein: „Abgerechnet wird zum Schluss“ ein Western von 1970
und wie das so bei Filmen ist, „und wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende“, Oscar Wilde (angeblich) bei „The Best Exotic Marigold Hotel“.

Friedrich der Kleine
8 Monate zuvor

Es ist unfassbar, dass die Vorsitzende der KMK es wagt, uns LuL derart in den Rücken zu fallen. Ich bin beinahe sprachlos.
Unfähigkeit und Ignoranz bei gleichzeitiger Dreistigkeit beim Lügen und Zurechtbiegen der Realität, das ist es, was unsere KMK mittlerweile auszeichnet. Wo wurde denn ein einziges Mal in der gesamten Covidkrise ehrlich, rücksichtsvoll und verantwortungsvoll an alle an Schule Beteiligten gedacht? Die „Maßnahmen“ sind ein kleines Feigenblatt, das allerdings (hoffentlich) die wahren Missstände und das Versagen der Politik nicht mehr bedecken kann.
Beispiel Tests: Ich nehme mittlerweile 5 Packungen mehr mit, da im Schnitt so viele davon versagen. Was sagt uns das allgemein über die Qualität?
Beispiel Masken: Ich weiß schon gar nicht mehr, wann wir die letzten 2 (!!!) FFP2-Masken bekommen haben.
Beispiel Luftfilter: Nur da nötig, wo nicht gelüftet werden kann. Wo also auch nur ein Fensterchen, eine Luke ist, sind die nicht mehr nötig.
Beispiel Laptops: Circa alle 2-3 Monate eine Mail mit dem Hinweis, dass sich die Lieferung noch etwas verzögert.
Und und und.
Abgesehen davon: Wer hat denn den ganzen Stress auszubaden? Kultusminister oder LuL??? Und in der Gesellschaft ist unser Ansehen auch nicht gerade gestiegen. Und trotzdem möchte keiner unserer vielen Kritiker unseren „Traumjob“ erledigen, bei dem man ja viel Geld bekommt und mittags die Füße hoch legen kann. Damit kein Missverständnis aufkommt: ICH mache meine Arbeit immer noch, trotz der widrigen Umstände, sehr gern.
Warum will es kaum einer noch machen, warum herrscht Lehrermangel? Im Grunde ihres Herzens wissen doch alle genau, dass es ein stressiger und verantwortungsvoller Beruf ist, der eben nicht mit einer 40-Stundenwoche um 15 oder 16 Uhr erledigt ist.

Hermine
8 Monate zuvor

@Schattenläufer

Wer SO wie Sie sich in einem Unternehmen der freien Wirtschaft über seinen Firma/ seinen Arbeitgeber aussert, dem wird gekündigt!

Aber was man nicht alles als Beamter so wagt… vielleicht besser die vielen Stunden, die Sie hier im Forum verbringen, in die Arbeit investieren?

Andre Hog
8 Monate zuvor
Antwortet  Hermine

@Hermine!!

Pfui Teufel!!

Eine erstklassige Selbstdemontage, die Sie da betreiben.
Wir sind als Landesbedienstete zur Remonstration verpflichtet (bei eigener Unkenntnis bzgl diesen Begriffs bitte eigenständig recherchieren), wenn offensichtlich rechtswidrige Anweisungen durch die Dienstoberen ergehen.
Diesen verpflichtenden Weg sind unfassbar viele KuK gegangen – haben sich demnach an die Dienstordnung gehalten…die übergeordneten Hierarchien haben diesen berechtigten Remonstrationen jedoch keine inhaltliche Beachtung geschenkt, sondern bzgl der Kritik lediglich Eindämmungsversuche in Form von Zurechtweisungen, Androhungen von Einträgen in die Personalakte oder sogar Dienstaufsichtsverfahren eingeleitet.

Damit ist seitens der einzelnen LuL der dienstgerechte Handlungsrahmen gegen den alltäglichen Wahnsinn der KMK erschöpft. Daher die öffentliche Kritik.

Das Handeln der LuL hier zu monieren verweist auf einen eklatanten Mangel an Demokratieverständnis.

Was Sie hier von uns verlangen ist „Kadavergehorsam“.
Solche LuL wollen Sie für ihre Kinder (falls vorhanden oder geplant) ????

Hermine
8 Monate zuvor
Antwortet  Andre Hog

@Andre Hog

Welches Demokratieverständnis haben Sie und die wenigen, aber sehr aktiven Kommentatoren hier denn, wenn Sie mich tb“ Pfui Teufel‘ auf Kommentare regieren, die nicht dem Mainstream hier entspricht?

Vielleicht Mal auf sich selbst schauen…

Andre Hog
8 Monate zuvor
Antwortet  Hermine

Meine Einschätzung bzgl Ihres Demokratieverständnisses fusst auf Ihrer Äußerung oben, in dem Sie uns quasi die notwendige massive Kritik an unserem „Dienstherren“ und den negativen Folgen der getroffenen Entscheidungen verbieten möchten…. ubd uns dabei – so ganz nebenbei – noch Faulheit im Dienst und Drückebergertum bzgl unserer zu leistenden Arbeit unterstellen.
Eine gelungene Variante des Lehrerbashings, was sie nun bestimmt wieder empört von sich weisen.

KARIN
8 Monate zuvor
Antwortet  Hermine

@Hermine!
Auch von mir ein dickes Pfui!
Ich werde mir jetzt im letzten Jahr meines Schuldienstes,es nicht mehr antun, wenn ich stark erkältet bin, doch noch meinen Unterricht zu wuppen!
Auch wenn dann evtl. das Osterprojekt erst nach Ostern fertig wird!
Bisher habe ich mich, da viel Projektarbeit in verschiedensten Schularten, oft versucht über das Wochenende zu kurieren, um halbkrank am Montag in den Klassen zu stehen!
Meine eigenen Kinder haben früher schon ungläubig mit dem Kopf geschüttelt, wenn ich noch total angeschlagen montags mich auf den Weg gemacht habe!
Wie blöd kann man sein!
Andere in der Privatwirtschaft wären dann noch mindestens bis Mittwoch, wenn nicht sogar noch länger zu Hause geblieben! Auf diese warten aber dann nicht Klassen, welche dann plötzlich anderweitig versorgt werden müssen, zu Lasten der rest. Lehrerschaft!
Da kann man, trotz Krankheit, nicht ohne schlechtes Gewissen zu Hause bleiben! Zumindest in meiner Lehrergeneration (über 60!) ist das oft noch Gang und Gebe!

Schattenläufer
8 Monate zuvor
Antwortet  Hermine

1. Am deutschen Wesen soll die Welt genesen. Immer schön in Reih und Glied und nie die Autorität der Obrigkeit anzweifeln. Das hat sich bewährt. So haben wir immerhin in den letzten 100 Jahren zwei Weltkriege angezettelt und dabei etwa für 100 Millionen Tote gesorgt.
Ein echtes Erfolgsrezept.

2. Da ich problemlos lesen und schreiben kann, genügt mir etwa eine halbe Stunde pro Werktag im Forum.
Da sie ansonsten weder mich persönlich kennen, noch die geringste Ahnung von meiner Arbeitsleistung haben, wäre ich ihnen dankbar, wenn sie sich unqualifizierter Kommentare bezüglich dieser enthalten würden.
Wäre doch besser was zum Thema zu sagen! Ach nein, geht ja nicht wegen Punkt 1.
Es mag sie schockieren, aber selbst LuL schaffen es in dieser Zeit noch täglich eine halbe Stunde Freizeit ab zu zwacken ohne dabei ihre Steuergelder durch übermäßige Faulheit zu verschwenden.

Realität
8 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

@Hermine
Bitte korrigieren Sie mich, falls ich Sie missverstehe. Es klingt für mich so, als ob Sie den Maulkorb der nordrhein-westfälischen Regierung gegenüber den LuL befürworten? Ja keine Kritik am Land bzw. den Beschlüssen von Politiker, die nicht fom Fach sind, zulassen? Stellen Sie sich einmal vor, dass eine unausgebildete Fachkraft in einem Kindergarten arbeitet und etwas passiert. Wer hat dann die Konsequenzen zu tragen? Wenn das Geld für die Digitaliserung nicht ankommt, wer hat dann Schuld? Die Lehrer?
Wenn Sie verlangen, dass LuL alles kritiklos hinnehmen, wie können Sie dann erwarten, dass SuS zu „mündigen“ Erwachsenen heranreifen/gebildet werden? Ja, ich bin meinem Dienstherren gegenüber verpflichtet, aber ich darf durchaus mit seinen Anordnungen nicht einverstanden sein (wie Andre Hog) schon schrieb. Wenn Sie verlangen, dass alle Maßnahmen ohne Kritik und Hinterfragen umgesetzt werden, dann erinnert mich das stark an eine zum Glück schon lang vergangene Zeit.
Auch haben wir in Deutschland zum Glück diverse Freiheiten (z.B. Meinungs-, Presse- und Religionsfreiheit). Allerdings wird schon an vielen Stellen versucht diese Freiheiten zu beschneiden.
Falls Ihnen jetzt der Gedanke kommt, dass man ja den Arbeitgeber wechseln könnte, bitte den Gedanken verwerfen.

AvL
8 Monate zuvor
Antwortet  Hermine

Hermine
Niemand kann in der heutigen Zeit von Lehrern den von ihnen geforderten unkritischen Untertanengeist erwarten ! Wir schreiben das Jahr 2022.

Stromdoktor
8 Monate zuvor
Antwortet  AvL

Pflichten des Beamten…

„sich sowohl innerhalb als auch außerhalb des Dienstes so verhalten, dass sie der
Achtung und dem Vertrauen gerecht werden, das ihr Beruf erfordert. Dem nach haben sie alles zu unterlassen, was dem Ansehen des Staates, der Dienstbehörde oder dem Berufsbeamtentum schaden könnte“

Ernstgemeinte Frage(n):
Würden die z.T. getätigten Aussagen aus diesem Forum auch ohne Schutz der Anonymität wiederholt werden?

https://www.beamten-magazin.de/information/beamtenrecht_und_verfassung/pflichten_der_beamten

Realität
8 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Eine Gegenfrage:
Inwiefern schädigen bestimmte Aussagen dem Ansehen der Dienstbehörde. Man könnte den Schwanz auch am anderen Ende packen und argumentieren, dass sich die handelnden oder auch nicht handelnden Politiker selber schädigen.
Auch steht weiter ausgeführt in ihrem Link:
„Haben sie Bedenken gegen die Rechtmäßigkeit dienstlicher Anordnungen, müssen sie diese unverzüglich bei ihrem unmittelbaren Vorgesetzten geltend machen.“ Dies wurde von Seiten der Lehrer schon einige Male wahrgenommen und von Seiten des Dienstherren übergangen.

„…wenn ihre Bedenken gegen die Rechtmäßigkeit fort bestehen – an den nächsthöheren Vorgesetzten zu wenden. Bestätigt dieser die Anordnung, muss sie ausgeführt werden – in diesem Fall sind Beamtinnen und Beamte aber von ihrer eigenen Verantwortung befreit.“
Da sich die Politiker, an dieser Stelle auch KM, hinstellen und für ihr Handeln nicht zur Verantwortung gezogen werden können, haben wir hier ein Problem. Stattdessen wird behauptet, dass LuL die Infektionen in Schulen tragen und z.B. nicht richtig gelüftet wird.
Bitte erklären Sie mit einmal, wie unsere Politiker für ihre bewussten Fehler zur Verantwortung gezogen werden.

„Würden die z.T. getätigten Aussagen aus diesem Forum auch ohne Schutz der Anonymität wiederholt werden?“ Das werden Sie, wenn gegenüber dem direkten Vorgesetzen remonstriert wird.

Schattenläufer
8 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Ganz ehrlich?
Im Kreis des Kollegiums und auch der Schulleitung äußere ich auch im Real-Live meine Meinung offen. Damit mache ich mir nicht immer nur Freunde.
Gegenüber dem Ministerium, speziell bei uns in NRW, hätte ich große Bedenken mich öffentlich zu äußern.
Mir ist die Willkür und Gutsherren-Art der Mitglieder der KMK wohl bewusst.
8-10 Jahre vor der Pension fehlt mir hier die Kraft gegen Windmühlen zu kämpfen und den Rest meines Arbeitslebens unter dem Wachsamen Auge der KMK zu verbringen.
Jeder ist nur ein Mensch. Ich hoffe einfach, dass ich die Jahre bis zum Ende an den Fingern zählen kann, ohne dass ein Blockwart meine unselige Angewohnheit meine Meinung zu sagen an die Rechtsanwaltsgehilfin weiter meldet.

Stromdoktor
8 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

@Schattenläufer

Vielen Dank für die ehrliche Antwort.

Da ich nicht im Staatsdienst angestellt bin, fällt es mir etwas leichter, Politik und insbesondere Bildungspolitik kritisch in meinem sozialen Umfeld zu beurteilen.

Dafür gibt es sicherlich andere Themen, wo mir eine Positionierung schwerer fällt.

Generell ist es mein Anspruch, mir zu gesellschaftlichen Themen eine Meinung zu bilden und diese zu äußern. Das gelingt mir in Teilen. Leider scheitert es daran, ggf. für Positionen zu werben, Mehrheiten zu bilden und echte Veränderungen herbeizuführen.

Dil Uhlenspiegel
8 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

„Würden die z.T. getätigten Aussagen aus diesem Forum auch ohne Schutz der Anonymität wiederholt werden?“ – Hm, weiß nicht, schwierig zu sagen. Müssten Sie mal ausprobieren.

Stromdoktor
8 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

@Dil
Die Frage ging tatsächliche an uns alle. Ich persönlich würde kritisch hinterfragen, ob ich die Frage bei allen Kommentaren von mir mit „ja“ beantworten könnte.

Für die Zukunft nehme ich mir das in jedem Fall vor.

potschemutschka
8 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Wie sieht es denn mit der Fürsorgepflicht meines Dienstherren für seine „Untergebenen“ aus? Die vermisse ich (Gesundheits- und Arbeitsschutz)!

Ich muss da mal was loswerden
8 Monate zuvor
Antwortet  Hermine

@Hermine: ein Unternehmen in dem solche Zustände herrschen wie die Kultusminister derzeit verursachen wird entweder massiv bestreikt, wird von Kunden sabotiert oder geht „out of business“.

In anderen weniger zivilisierten Ländern würde man vielleicht sogar diese Menschen entmachten und wegsperren.

dickebank
8 Monate zuvor
Antwortet  Hermine

Und warum sprechen selbst Schulleitungen von den Schulleiterdienstbesprechungen bei der Bez.-Reg. als „Befehlsempfang“?

Stromdoktor
8 Monate zuvor

Herzlichen Glückwunsch, Schattemläufer!

Vor Kurzem noch mit fragwürdigen Vergleichen seitens der Redaktion „zensiert“ (zugegeben, erst nach Kritik von anderen Foristen) und nun auf der „Titelseite“.

Das zeigt, dass es sich lohnt, niemals aufzugeben und seine Anliegen immer wieder vorzutragen. „Kleinere Außreißer/Lücken“ in der Argumentation, ein paar „Tiefschläge unter die Gürtellinie“ gegenüber anderen Diskussionspartnern passieren schon einmal im Eifer des Gefechtes – und täuschen selbstverständlich nicht darüber hinweg, dass inhaltlich die absolut richtigen Positionen vertreten sowie die einzig wahren Feindbilder identifiziert werden.

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung Ihres Kommentars in Bezug auf die Rolle der Eltern. Ich bin mir sicher, Sie werden inhaltlich auch hier die Kurve bekommen und Ihrer Abrechnung ein zweites Kapitel hinzufügen – die anfänglichen Rückmeldungen „beleidigter“ Eltern würde ich eher als Ankaufschwierigkeiten bezeichnen

Der Redaktion von N4T möchte ich ebenfalls meine Anerkennung für Ihre Loyalität aussprechen. Sie lassen niemanden fallen – jedenfalls nicht aufgrund von „ein paar“ verbalen „Ausrutschern“. Dieses Zusammengehörigkeitsgefühl zeichnet uns aus.

Ich finde, langsam ist die Zeit gekommen, unser Anliegen auch nach Außen zu tragen. Wir müssen uns organisieren, für unsere Sache demonstrieren und uns sichtbar machen. Raus aus der Anonymität. Was die Querdenker können, bekommen wir AkademikerInnen und/oder ErzieherInnen und/oder Eltern doch auch hin!?

Zeit, für ein Community-Treffen oder zumindest die Möglichkeit, mit Gleichgesinnten in Kontrakt zu treten und schon einmal kleine Keimzellen des Widerstandes zu bilden. Vielleicht erst einmal in kleineren „Arbeitsgruppen‘ mit unterschiedlichen Ansätzen. Die „Zahlenfuzzys“ rund um den Stromdoktor in eine Gruppe. Die Eltern mit dem Zukunftsmodell der Beschulung nach Vorbild der „Kelly-Family“ rund um Monika BY in eine andere. Die größte Gruppe stellen sicher Schattenläufer und Co. Gemeinsam mit der Redaktion kommen wir hier schon auf einen ganzen Bus voll und müssen beim Pizzadienst vorbestellen. Rüdiger Vehrenkamp bekommt den kleinsten Raum. Die ErzieherInnen unter uns passen in der Zwischenzeit auf unsere Kinder auf und lassen die AkademikerInnen machen – jeder, wie er/sie kann (zeichnet uns aus). DerDip bekommt als Strafe für die Rolle des Querulanten die Aufgabe, das Tagungshotel aufzuräumen und wird von Pit2020 beaufsichtigt. DilUhlenspiegel schreibt den Bericht für unsere Jahreszeitung. Für Klaus Lehmkuhl und Andre Hog werden noch Nicknames gesucht. Rüdiger Vehrenkamp ist frühestens im nächsten Jahr dran. Dem schwierigen Thema „A13 für alle“ widmen wir uns, wenn die Zuordnung zwischen angestellten und verbeamteten Lehrkräften ausgewertet wurde. Hier besteht ggf. Konfliktpotential, welches wir bei der obligatorischen Abendveranstaltung mit ausreichend Alkohol einfach weglachen. Ich glaube, das könnte was werden.

Es lohnt sich, für unsere Anliegen zu kämpfen und auch einmal etwas zu riskieren. Für den schlechtesten Fall, dass es für unsere objektiven Analysen und Kommentare nach Austritt aus der Anonymität ggf. Konsequenzen gibt, rate ich die Gründung eines Solidaritätsfonds an. Das meiste zahlen unsere Externen (Eltern etc.). Dann kommen die Erzieherinnen, Sek I und zum Schluss Sek II – nach Korrektursufwand…ihr kennt das.

Abschließend noch zwei offene Punkte:

Gibt es Vorschläge für einen Key-Note-Speaker?

Terminfindung:
Wir sind uns einig, dass die unterrichtsfreie Zeit sowie die jeweiligen Feier- und Brückentage in den Bundesländern nicht in Frage kommen. An den WE stehen grundsätzlich Korrekturen und Vorbereitungen an. Zwei Wochen vor Zeugnissusgabe geht auch nix. Wir landen also unter der Woche und müssten ggf daraus eine Weiterbildung machen.

Montags kicke ich in der Ü40-Truppe. Das ist fest eingeplant Mittwochs passe ich auf die Kinder auf, weil meine Frau da zum Sport geht. Am langen Donnerstag kaufe ich immer ein. Insofern bleibt der Dienstag und der Freitag (HO) bis 13 Uhr bei mir. Wie sieht es bei Euch aus? Könnte jemand eine Doodle-Umfrage machen?

Wenn der Termin steht, widmen wir uns dem Thema Kostenübernahme.

Ich freue mich!

Schattenläufer
8 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Herzlichen Dank auch im Namen der anderen erwähnten Forenteilnehmer und sicher auch in Namen der Redaktion für ihr überschwängliches Lob. 🙂
Das von ihnen vorgeschlagene Treffen findet schon regelmäßig statt. Leider montags, daher wurden Sie aufgrund ihrer Ü40 Sport-Aktivitäten nicht eingeladen.
Wir treffen uns regelmäßig in verschiedenen, über ganz Deutschland verteilten Party-Kellern unter strengster Geheimhaltung.
Kurzfristig ist nur die Zerschlagung des deutschen Bildungssystems in Planung. Langfristig planen wir natürlich die Übernahme der Weltherrschaft.
Betrachten sie sich hiermit als voll-umfänglich eingeweiht.
Bitte behalten Sie diese Info aber aus Gründen der Geheimhaltung ausschließlich für sich.

PS
Die beleidigt Reaktion einiger Eltern auf manche meiner Posts war kein Unfall!
Ich sehe das vielmehr als Anzeichen dafür, dass diese Kommentare den Kern getroffen haben und der Wahrheit relativ nahe gekommen sind.
Nichts führt zu mehr Kränkung als die Wahrheit.
Hätte ich den Eltern unterstellt, dass sie alle dick und hässlich sind und unter Fußgeruch leiden, dann hätten sich das mit einem Lächeln hin genommen und mich für ein klein wenig irre gehalten.
Da ich ihnen aber unterstellt habe, dass eine erwähnenswert große Gruppe leichtfertig den falschen Beteuerungen der KMK glaubt und einfach nichts von den Gefahren wissen will, weil es für sie bequemer ist ihre Kinder in der Schule verwahrt zu wissen, war die Reaktion eben echte Empörung.
Getroffene Hunde bellen. Menschen sind da komplexer. Wenn man da eine wunde Stelle trifft führt es zu Empörung und der Beteuerung, dass der Schuss weit am Ziel vorbei gegangen ist.

Andre Hog
8 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Lieber Stomdoktor…
Ein wirklich charmanter Vorschlag… 😉 …. ich bin auf meinen Nickname gespannt.

cu!!!????

Stromdoktor
8 Monate zuvor
Antwortet  Andre Hog

@Andre Hog
Nehmen Sie mich zum nächsten Empfang des MP Wüst mit? Ich habe in Erinnerung,
dass Sie gelegentlich in den persönlichen Austausch gehen dürfen? Würde dann zustimmend nicken, wenn Sie die inhaltlichen Punkte „unseres Forums“ vortragen. Wäre doch ein guter Anfang??

PS. Dienstags wäre mir lieb.

Andre Hog
8 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Das Treffen mit Wüst hat zufällig stattgefunden…wir kommen halt aus dem selben Ort…da läuft man sich schon mal über den Weg…und bzgl der Frage, ob ich meine Kritik ebenso unverblümt äußern würde kann ich ihnen versichern, dass ich das ohne große Rücksichtnahme auf sein Amt als MP getan habe….ich habe ihn sogar in meiner Gesprächsanfang mit der Aufforderung konfrontiert, „die Gebauer endlich rauszuwerfen!“.
Daraus ergab sich dann das weitere Gespräch, das wir am Samstag vor Weihnachten hatten.

Zivilcourage ist eine Ehrensache….ich brauche mich mit fundierter und begründbarer Kritik nicht verstecken. So einfach ist das.

Dil Uhlenspiegel
8 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

„DilUhlenspiegel schreibt den Bericht für unsere Jahreszeitung.“

Schon wieder?! Ne, ne, Freunde, ich weiß noch gut, wie es letztes Mal lief. Ihr alle schön am Abfeiern und ich muss die fehlenden Charakterbeschreibungen alleine zusammendichten. Nö, ohne mich. Außerdem haben wir gerade ein top Welle und ich muss regelmäßig surfen.

W.
8 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

@ Stromdoktor 16. Januar 2022 um 06:53
„um 06:53 “
Sagt ja auch etwas aus …
Die Kumpels bestimmt ohne Sie beim Kicken und die Frau auch Sonntag früh offensichtlich auch schon wieder beim Sport.
Und der kleine Stromdoktor „allein Zuhaus“.
Kevin? Oder wie auch immer …
Schlafen Sie sich einfach mal aus.
Dann antworten Sie zukünftig besser auch auf alle anderen Rückfragen ( in den letzten Threads ist da vieles von Ihnen unbeantwortet geblieben ).
Das ist ja schon auffällig mittlerweile.

Stromdoktor
8 Monate zuvor
Antwortet  W.

Siehe unten (Antwort an Schattenläufer).

Ich muss da mal was loswerden
8 Monate zuvor

Die 16 Kultusminister sollen bitte mal zeigen, warum sie (und ihre ganzen ministerialen Stabskräfte) ihre massiven Steuergelder wert sind. Da würde ich gern mal einen Business Case sehen, an dessen Ende eine schwarze Zahl steht.

Leider schafft es dieser Club nicht einmal mit ihren massiven „Nicht-Investitionen“ auf eine schwarze 0 zu kommen.

Resultat: die Kultusministerien auf Landesebene können weg. Wir brauchen sie schlicht und einfach nicht. Das spart extrem viele Kosten, wichtige Gelder die in Personal AN den Schulen investiert werden kann.

Klar müssen wir dazu die Verfassung ändern, aber bitte, los geht’s!

Teacher Andi
8 Monate zuvor

Ein treffender Kommentar, der zu großen Teilen auch für die Zeit vor Corona zutrifft. Aber leider werden die Verantwortlichen solche Offenbarungen nicht lesen oder sie ignorieren, da sie der Lehrerschaft noch nie auf Augenhöhe begegnet sind. Und wie bereits etwähnt, handelt es sich bei der Zusammensetzung der KMK um eine Resterampe aus Politikern, die anderweitig offenbar nicht einsetzbar sind, und im Bereich der Bildung mit ihrem Unvermögen vermeintlich nicht viel Schaden anrichten können. Dass aber „Bildung unser hächstes Gut“ ist, wird dabei wohl komplett aus den Augen verloren.
Die Konsequenzen werden katastrophal sein, wie man ja jetzt schon in Ansätzen bemerken kann. Aber keine Sorge, liebe Politiker, nach wie vor kann man die Verantwortung nach unten abwälzen, auf die ewig jammernden und faulen Lehrer, das beherrschen Sie doch perfekt! Und wenn es gar zu eng wird, dann flugs in ein anderes Ressort gewechselt, im Bereich „Kultur und Medien“ können sicher noch ein paar Ministerposten geschaffen werden..

Teacher Andi
8 Monate zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Man verzeihe mir die Tippfehler, sind wohl das Resultat dafür, wenn man sich zu sehr echauffiert.

Frau M.
8 Monate zuvor

Bravo! Ein in allen Belangen äußerst treffender Kommentar! Danke.

Andre Hog
8 Monate zuvor

Lieber Schattenläufer…
Chapeau!!

Diesen Post sollte man der gesamten KMK über Stunden, Tage, Wochen und Dauerschleife vorspielen…bis diese sich auch in ihrer inneren Haltung der berechtigten Kritik nicht wieder und nicht mehr entziehen, sondern diese vollumfänglich mit allen Konsequenzen annehmen, ihren Posten räumen und endlich Leuten mit Expertise, Verantwortungsgefühl, Wissenschaftsorientierung und soliden erhisch-moralischen Grundsätzen Platz machen, die endlich das tun, was die elitären Hohlkörper und -köpfe der KMK und ihren Stastsekretär*en seit über 20 Monaten verweigern….“Es ist an der Zeit..“

@Schattenläufer
8 Monate zuvor

Bis auf den letzten Satz fand ich Ihre Antwort „okay“…

Schattenläufer
8 Monate zuvor
Antwortet  @Schattenläufer

Ich?

Stromdoktor
8 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Ja.

Stromdoktor
8 Monate zuvor

@Schattenläufer
Ihren Return mit der Ü40-Truppe fand ich sehr gelungen!

Zu Ihrem Punkt mit den Eltern möchte ich anmerken, dass ggf. auch LehrerInnen in Familien leben. Ihre Differenzierung diesbezüglich ist mir noch nicht ganz klar geworden. Werden auch diese Kinder in Schulen verwahrt? Sind deren Eltern Teil eines kapitalistischen Wirtschaftssystems und auf Gewinnmaximierung aus? Ich denke, wir sollten diesbezüglich unterscheiden, damit inhaltliche Punkte zukündftig richtig adressiert werden können.

PS. Bei mir ist es einfach. Ich bin Vater von zwei Töchtern und kein Lehrer. Ihre Kritik nehme ich mir daher grundsätzlich zu Herzen und arbeite an mir.

Schattenläufer
8 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Die Differenzierung ist ganz einfach.
Sie haben natürlich das Recht (und momentan leider auch die Pflicht) ihre Kinder zur Schule zu schicken.
Alle LuL die ich kenne werden trotz Personalmangel ihr Bestes tun um ihnen die angemessene Bildung und Erziehung zukommen zu lassen.
Wir werden, trotz der geltenden Hygiene-Pläne auch versuchen ihre Kinder vor Infektionen zu schützen.
Sie müssen sich aber im Klaren sein, dass die Schulen nicht sicher sind.
Ihre Kinder werden sich über Stunden in einem engen Raum mit bis zu 30 Personen befinden. Ihre Kinder werden auch mit einer durchschnittlichen Raumtemperatur um 15°C leben müssen.
Ihre Kinder werden ihnen auch bestätigen, dass etwa 50% der Mitschüler, trotz mehrfacher Ermahnung durch die LuL, ihre Maske unter der Nase tragen.

Ob sie dieses Risiko für angemessen halten ist alleine ihnen überlassen.

Sie müssen wissen ob sie den Beteuerungen der KMK über sichere Schulen, Kinder die nur einen Schnupfen bekommen und ein nicht existierendes Long-Covid glauben wollen oder können.

Da können sie argumentieren wie sie wollen. Sie schicken die Kinder in die Schule und die Lehrer tun ihr menschenmögliches. Es muss ihnen aber klar sein, dass das mit den jetzigen Maßnahmen bei weitem nicht genug ist.

Stromdoktor
8 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Ihre Einschätzung zur Situationsbeschreibung in der Schule (Temperatur, Maske, etc.) gehe ich mit und deckt sich mit den Beschreibungen meiner Töchter.

Ihre Kritik an der Präsenzpflicht teile ich ebenfalls. In der aktuellen Situation sollten die Eltern entscheiden können, ob sie ihre Kinder am Unterricht teilnehmen lassen. Jeder hat hier individuelle Risikopräferenzen und kann zu unterschiedlichen Einschätzungen kommen.

Wir haben uns und unsere Kinder jeweils zum frühestmöglichen Zeitpunkt impfen lassen. Nach unserer Risikoabwägung ist eine Teilnahme am Präsenzunterricht vertretbar. Darüber hinaus äußern unsere Kinder explizit den Wunsch, zur Schule zu gehen.

Zudem wurden in Bezug auf die zu erbringenden Leistungsnachweise aus meiner Sicht keine Abstriche gemacht. Wir haben dieses zur Kenntnis genommen und können uns vorstellen, dass die Entscheidungsfindung bei einigen dadurch noch einmal schwerer wird, ggf. seine Kinder zu Hause im Kontext des Infektionsschutzes zu betreuen. Von der Belastung für LuL und SuS mal ganz abgesehen.

Generell vertrete ich die Auffassung, dass man bzgl. der Risikogruppen individuelle Angebote und differenzierte Maßnahmen vorhalten muss. Das betrifft Schüler gleichermaßen wie Lehrer und Eltern. Es macht für mich einen sehr großen Unterschied, ob jemand mit Anfang 30 und ohne Vorerkrankungen „in den Ring geschickt wird“ oder jemand zu einer vulnerablen Gruppe gehört. Zudem könnte man zwischen Jahrgängen, vorhandenen Räumlichkeiten, Lüftungsmöglichkeiten etc. differenzieren. Zu Beginn der Pandemie hatte ich einmal die Fantasie, dass ggf. alternative Raumangebote zur Einhaltung der AHA+L-Regeln genutzt werden. Hotels, ungenutzte Container aus der Fluchthilfe etc.. Meine Enttäuschung diesbezüglich ist genauso groß wie Ihre. Ich finde die Problemlösungskompetenz in vielen Belangen ausbaufähig und die chronische Unterfinanzierung unseres Bildungssystems beschämend.

Nur all das nützt nichts, wenn man die Bereitschaft zum Kompromiss aufgibt, nicht für seine Positionen um Mehrheiten wirbt, die Perspektive der anderen nicht (mehr) einnehmen möchte und ggf. die Akteure rund um Schule als Gruppen sieht, die einem inhaltlich und in Sachen Einstellung fern sind. Schlimmstenfalls die Diskussion nicht mehr geführt und die Kontroverse nicht mehr ausgehalten wird.

Viele aus dem Forum berichten aus ihren Erfahrungen und dem Mangel an Wertschätzung für ihre Arbeit im Zusammenhang mit der Schule. Sie beklagen zu Recht die Missstände und fordern ebenfalls zu Recht die Fürsorgepflicht ihres Arbeitgebers ein. Aus meiner Sicht greift die Debatte nur an einer Stelle zu kurz: der Druck, die mangelnde Wertschätzung, die zunehmenden Herausforderungen, die Arbeitsbelastung nehmen in allen Gesellschaftsschichten und Berufsbildern zu. Das äußert sich vermehrt in einer Verrohung der Diskussionskultur und einer Wagenburgmentalität. Als Gesellschaft kommen wir so nicht aus der Misere.

Ich möchte Ihnen für Ihren jahrzehntelangen Einsatz im Schuldienst danken. Ich wünsche Ihnen für Ihre verbleibenden Jahre das nötige Durchhaltevermögen, die notwendige Resilienz und trotz aller Umstände auch viel Freude im Umgang mit ihren SchülerInnen.

@W. et. al.
Sofern ich auf etwaige Diskussionsbeiträge nicht geantwortet habe, so liegt das daran, dass mir tatsächlich bisweilen die Zeit ausgeht. Entgegen Ihrer Einschätzung (@W.) zu meiner familiären Situation, bewege ich mich zwischen Familie, Beruf, Sozialkontakten und anderen Herausforderungen. Damit geht es mir nicht anders wie vielen vielen anderen.

Dennoch:
Ich lese hier interessiert mit und habe die Kommentierung in den vergangenen Tagen ggf. übertrieben. Sie und andere Foristen haben ein Anrecht auf eine Rückmeldung zu (sachlichen) Kommentaren, in die sie ggf. viel Zeit und Mühe investiert haben. Für ausgebliebene Antworten möchte ich mich an dieser Stelle zentral entschuldigen.

Stromdoktor
8 Monate zuvor

@Realität
Vielen Dank für Ihre Antwort und Einschätzung.

Ich teile Ihre Ausführungen und würde mich gerne darauf verständigen, dass eine sachlich und inhaltlich berechtigte Kritik jeweils (auch) im Rahmen des Remonstrationsrechtes vorgetragen wird. Hierbei ggf. andere Perspektiven und Einschätzungen zugelassen werden und im Rahmen von Debatten ein Kompromiss angestrebt wird.

Ihre Gegenfrage(n) kann ich nicht beantworten. Mir wäre es wichtig, dass Kontroversen im Rahmen einer Diskussion ausgeräumt werden. Hier fair und ergebnisoffen sowie auf Augenhöhe gesprochen wird. Zudem eine gesunde Fehlerkultur gelebt und um Mehrheiten geworben wird.

Nochmals vielen Dank für Ihre Einschätzung!

Tobias Schramm
8 Monate zuvor

Aufruf zur Mitarbeit

Ich bitte alle Interessierten um Unterstützung bei der Planung, Vorbereitung und Durchführung eines Volksbegehrens für bestmöglichen Gesundheitsschutz in Schulen, Kitas und sonstigen Einrichtungen für Kinder und Jugendliche.

Unterstützung jeglicher Art ist jederzeit sehr willkommen.

Insbesondere würde ich mich gerne mit allen Interessierten und Engagierten dieses Forums vernetzen, die Interesse an einer Unterstützung oder Mitarbeit haben.

Zurzeit wird von meinem Anwalt der Gesetzentwurf ausgearbeitet.

Gerne kann auf Wunsch auch anonym teilgenommen werden.

Hat jemand eine Idee wie die Vernetzung am besten funktionieren könnte?

Viva
8 Monate zuvor

Einzig und allein schaden dem Bild der Lehrkräfte in der Öffentlichkeit die Ist-Zustände an den Schulen, vor allem auch zurzeit in der Pandemie, und diejenigen, die diese Zustände zu verantworten haben!

Nicht nur, dass Schulen seit Jahrzehnten wie Stiefkinder der Gesellschaft und nun auch in der Pandemie nachlässig behandelt werden und alle Beteiligten gezwungen werden, diese Misstände wie mangelnden Gesundheitsschutz, mangelnde Ausstattung an allem Möglichem, zu wenig Personal … nach dem Motto „so wenig und billig wie möglich in allen – auch sogar gesundheitsgefährdenden – Lagen“ zu ertragen, nein, es wird auch offensichtlich erwartet, dass man die Misstände nicht beim Namen nennen darf.

Hat man tatsächlich nicht vor, etwas in der Zukunft zu ändern oder warum reagieren die Kultusministerien nicht auf die Kritik der Lehrerverbände u.s.w. und auch z.B. solcher engagierten Lehrer(innen) wie @Schattenläufer, @kanndochnichtwahrsein und der vielen anderen (hier kommentierenden) Lehrkräfte nicht so, wie es angemessen wäre? Angemessen wäre doch z.B., sich mit der geäußerten Kritik auseinanderzusetzen und in einen echten Dialog zu gehen statt draufzuhauen. Oder geht es nur darum, sich notwendige, zukünftige Veränderungen im Schulwesen (später) selbst auf die Fahne schreiben zu können als eigene Impulse engagierter, innovativer Politiker(innen)? Braucht man wirklich „nur“ einen Sündenbock (so im Sinne von „alles nur jammernde, grundlos meckernde Weicheier!“) für eine erhofft nicht tiefer schauende Öffentlichkeit, weil es ja doch offenbar immer mehr werden, die nicht in den Lehrberuf gehen möchten und es schwieriger wird, neue Arbeitnehmer für den Arbeitsort „Schule“ zu mobilisieren? Oder darf man gerade während der Pandemie keine Schwäche zeigen, weil jedes Zugeständnis zu Versäumnissen ein Eingeständis für eine per Schulbesuchspflicht vollzogene Durchseuchung wäre, was man so direkt nie zugeben möchte?

Ich bin ja keine Lehrerin, bewerte das Geschehen um mich herum lediglich als Mutter und Bürgerin. Eines weiß ich aber sicher: So sollte das nicht durchlaufen können! Durch die Pandemie ist so vielen klar geworden, dass die Zustände aus Vorpandemiezeiten wie z.B. fehlender Hitzeschutz in Klassenräumen oder nicht ausreichende Lüftungsmöglichkeiten, mangelnde Hygienezustände auf den Schülertoiletten etc. bis hin zu häufigem Unterrichtsausfall mangels Vertretungsmöglichkeit bei Krankheit/Ausfall der Lehrkräfte oder Einschränkung des Lehrangebotes durch mangelnde Fachlehrer(innen), Digitalisierung im Vergleich zu anderen Ländern miserabel und … und… und… nicht mehr als Kavaliersdelikte gesellschaftlich hingenommen werden sollten!

Es ist doch aufgrund der Verweigerung von Schutzmaßnahmen in den Schulen während Coronazeiten und sonstigen starrem Festhalten am Gestrigen offensichtlich geworden, dass es sich bei der stiefmütterlichen Behandlung der Institution „Schule“ um Grund- und Vorsatz handelt, dem eine mangelnde Wertschätzung und/oder ein Sparzwang, die eigenen Arbeitnehmer betreffend, was die Arbeitsbedingungen vor Ort, aber auch unsere Kinder angeht, zugrundeliegt! Stichworte als Beispiel: Luftfilter oder auch erzwungene Vollpräsenz immer, alle Stunden und sogar auch bei erwachsenen Schüler(innen) in jeder Infektionssituation (auch bei digital fitten Schulen/sogar ganzen Städten und/oder einer älteren Schülerschaft, die sogar freiwillig ohne Einbußen zumindest zeitweise gerne in Distanz gehen kann und will, wenn man den Schulen dazu „freie Hand“ ließe). Was die Qualitätsbeurteilung als Arbeitgeber betrifft, haben sich die Landesregierungen (Schulministerien) in der Pandemie ganz allein entsprechend selbst geoutet und ein verständnisloses, gesamtgesellschaftliches Kopfschütteln ausgelöst!

Was machen denn künftige Arbeitnehmer in der Regel wohl mit bekanntlich nicht so tollen Arbeitgebern? Die meidet man doch, wenn man es sich noch aussuchen kann! Die Schüler(innen) in der Pandemie haben das unter den erlebten, suboptimalen Bedingungen in die Schulen, die in vollem Kontrast standen/stehen zu den gesamtgesellschaftlichen Schutzmaßnahmen wie z.B. AHA-L und Homeofficepflicht (bei den Eltern), Begrenzung der Beschäftigtenzahl in geschlossenen Räumen in den Betrieben der Eltern etc., etc. von ganz allein durchschaut: Ein guter Verdienst lässt sich unter besseren Arbeitsbedingungen und mit mehr Wertschätzung seitens des Arbeitgebers und vor allem unter größerer gesundheitlicher Sicherheit besser woanders als in der Schule erzielen! Das weiß aufgrund der persönlich am eigenen Leibe gemachten Erfahrungen in der Pandemie inzwischen jedes (bald studierende) Kind!

Dass diese Erkenntnis nicht gefällt, ist klar, denn das Land braucht ja Nachwuchslehrer(innen), aber die Ursache für die Misstände sollten die Verantwortlichen ausschließlich bei sich selbst suchen. Der Teppich, unter den jahrelang alles still gefegt wurde, ist längst gelüftet! Und dass man auch bei zukünftigen Pandemien in den Schulen geschützt sein wird, ist fraglich. Dazu müsste man das „Recht auf Bildung“ in Einklang damit bringen, dass Lehrkräften derselbe Gesundheitsschutz bei einem Seuchenausbruch zusteht wie anderen Arbeitnehmer(innen) in der freien Wirtschaft. Und wenn man das schon mal anerkannt hat, könnte man auch für möglich halten, dass unsere Kinder nicht alles „abkönnen“ und neben dem Recht auf Bildung auch noch andere Grundrechte haben. Das ist nämlich so.

Klar, das kostet alles. Auch kann man mit Luftfiltern, digitaler Vollausstattung und leistungsfähigem W-Lan für alle Schulen z.B. sicher in Zukunft so leicht über die Kinder keine Durchseuchung mehr steuern. Aber Kinder sollten für sowas sowieso nicht missbraucht werden. Im Gegenzug bekäme man aber wieder mehr ordentlich ausgebildete, entsprechend studierte Nachwuchskräfte, zufriedene Arbeitnehmer und hätte wieder etwas mehr Vertrauen der Wähler(innen) zurückgewonnen und könnte obendrein auch dem Grundgesetz (Gleichheitsgrundsatz und das Recht auf körprerliche Unversehrtheit) wieder besser entsprechen. Tjoa!

Friedrich der Kleine
8 Monate zuvor
Antwortet  Viva

Vielen Dank! 🙂

heitergehtsweiter!?
8 Monate zuvor
Antwortet  Viva

Die Zukunft ist schon auf dem Weg. Lange wurden in der letzten Zeit so viele Kinder geboren wie während des letzten Jahres. Alle diese Kinder werden in 3-4 Jahren einen Kitaplatz brauchen und in 6 Jahren in die GS kommen. Also brauchen wir noch viel mehr gut ausgebildetes Personal als nur dafür den jetzigen Personalmangel zu beheben. Falls die Kumus weiter so nach austeilen, werden sie leider kein motiviertes Personal dafür finden! Die SPD und die Grünen versprechen, A13 für alke KuK in ihr Wahlprogramm in NRW aufzunehmen. Nach den Wahlen werden viele Berufsanfänger genau beobachten, ob und wo sie für ihre zukünftige Leistung angemessen besoldet werden und wenn nicht …in andere Bereiche anwandern. Insofern ist auch die endlich verfassungsrechtliche Anpassung der Bezüge für die KuK an den GS eine überaus lohnende Investition für und in die nächste Generation.

W.
8 Monate zuvor

@heitergehtsweiter!?
„Alle diese Kinder werden in 3-4 Jahren einen Kitaplatz brauchen und in 6 Jahren in die GS kommen.“
Ok, WIR wissen das und eigentlich ist das auch kein großer Zauber. 😉
ABER:
In drei bis vier Jahren ( und von jetzt an nochmal in sechs Jahren ) klingt es WIEDER SO von den „üblichen Verdächtigen“ ( „Fachleute“ aus der Bildungspolitik ):
– „HUCH ???“
– “ … konnte ja keiner ahnen, geschweige denn SICHER wissen … keine abgesicherten Studienergebnisse …“
– „… werden genauestens beobachten …“
– “ … werden uns qualifiziert austauschen …“ ( mit sich selbst, 16 Köche haben den Brei schon jahrzehntelang erfolgreich verdorben )
– “ … werden uns auf einen guten Weg machen …“ ( vgl. 16 Köche, „Wandertag“ mit Dienstwagen zum Tagungshotel )
Man sollte sich keine allzu großen Hoffnungen machen, dass es anders kommen wird. ( Aus Schaden wird man klug. )

Andre Hog
8 Monate zuvor
Antwortet  Viva

Love your comments!!!

Danke dafür!

Andre Hog
8 Monate zuvor
Antwortet  Andre Hog

Das gilt Viva!!!

Mary-Ellen
8 Monate zuvor

@W. und @Viva:

Ich schätze jeden Ihrer Kommentare sehr!!!

Pit2020
8 Monate zuvor
Antwortet  Mary-Ellen

@Mary-Ellen

Me too (was die Kommentare angeht). 😉

Liebe Mary-Ellen,
ich hoffe dir geht es gut – aber so richtig!!! 🙂

alter Pauker
8 Monate zuvor

Seit vielen Monaten frage ich mich, ob irgendeine/r der KultusministerInnen, würde er/sie die vielen ehrlichen und mit Herzblut geschriebenen Forentexte zu lesen bekommen, überhaupt in der Lage wäre, den Kern der vielen Diskussionspunkte zu erfassen. Dass gar keine Texte aus dem Forum nicht auch den Weg in die Ministerien finden, ist schwer vorstellbar – der intelligente Taktiker muss schließlich wissen, was der „Gegner“ (was wir wohl sein dürften, wenn man das Handeln der Ministerien als Reaktion versteht) denkt und möglicherweise vorhat.

Es ist mir nicht gelungen herauszufinden, was sich in Seele und Gewissen eines Menschen abspielen muss, der alle Kernthemen, samt wissenschaftlichen Fakten und Analysen jedweder Art quasi am Tablett serviert bekommt und trotzdem alle Inhalte ignoriert, diese verkennt, sowie beim Handeln dann, zum Schaden vieler, ins Gegenteil verkehrt.

Selten bin ich beim Versuch, Handlungen zu verstehen, irgendwie Gründe zur Rechtfertigung zu finden und dem Betroffenen gegenüber dabei fair zu sein, derart ins Leere gelaufen.

Bleibt die Frage: Sind es wirklich von uns gewählte und autorisierte Menschen, die so handeln- und warum kann das in einem Staat, der sich „demokratisch“ nennt, funktionieren?