Hubig behauptet allen Ernstes noch, dass Schulen „sehr sichere Orte“ sind

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MAINZ. In der Schulgemeinschaft wächst die Sorge. Alle würden «wahnsinnig», schreibt eine Twitter-Nutzerin. Die Vertretung der Schülerinnen und Schüler stellt sich wieder auf Wechselunterricht ein. Kein Wunder: Die Inzidenzen unter Kindern und Jugendlichen steigen auch in Rheinland-Pfalz ins Monströse. Bildungsministerin Hubig schwadroniert trotzdem unverdrossen davon, dass Schulen „sehr sichere Orte“ seien.

«Sie haben ein hohes Schutzniveau.»: die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD). Foto: Bildungsministerium Rheinland-Pfalz/Georg Banek.

Die Corona-Infektionen bei Schülern in Rheinland-Pfalz haben sich in diesem Monat mehr als vervierfacht. «Die Omikron-Variante wirbelt unsere Bildungslandschaft durcheinander», sagt Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD). In der Schulgemeinschaft wachsen Besorgnis und Unruhe.

Das zeigt sich etwa im Internet-Dienst Twitter in vielen kritischen Reaktionen auf die Erklärung des Bildungsministeriums zu den neuen Regeln beim Umgang mit einer Infektion. «Nicht einmal 14 Tage hat der 14. (!) Hygieneplan Bestand», schrieb eine Twitter-Nutzerin. «Als ob nicht ohnehin an Schulen alle wahnsinnig würden.»

Die Zahl akut infizierter Schülerinnen und Schüler stieg laut Bildungsministerium seit dem Ende der Weihnachtsferien Anfang Januar bis Mittwoch um 367 Prozent auf 12.123. Das entspricht einem Anteil von 2,3 Prozent aller Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen von der Grundschule bis zur Berufsbildenden Schule. Die Inzidenzen schießen regional ins Monströse: der Landkreis Bad Kreuznach beispielsweise meldet für die Fünf- bis 14-Jährigen einen Wert von 3.772, die Stadt Kaiserslautern 2.886, Mainz 3.013. Die Zahl der akut infizierten Lehrkräfte stieg nach offiziellen Angaben im gleichen Zeitraum um 244 Prozent auf 664. Das sind etwa 1,6 Prozent aller Lehrerinnen und Lehrer.

«Immer mehr Klassen bleiben zuhause, da zu viele Schülerinnen und Schüler sich angesteckt haben»

Für die Landesvertretung der Schülerinnen und Schüler (LSV) begrüßte Colin Haubrich, dass die Zahl der wöchentlichen Tests von zwei auf drei erhöht wurde. Diese sollten aber für alle verpflichtend sein – ein Teil der Geimpften mache von der Möglichkeit freiwilliger Testungen Gebrauch, andere aber nicht und man könne diesen auch keinen Vorwurf machen. Auch, dass jetzt nur noch Infizierte zuhause bleiben sollen, sieht Haubrich kritisch – damit erhöhe sich das Infektionsrisiko. «Wenn die Zahlen so krass steigen, müssen wir uns darauf vorbereiten, dass es wieder Wechselunterricht und Home Schooling geben wird.»

«Immer mehr Klassen bleiben zuhause, da zu viele Schülerinnen und Schüler sich angesteckt haben», sagt Landeselternsprecher Reiner Schladweiler. Er kritisiert, dass das Ministerium weiter an der Präsenzpflicht festhalte. «Ich kenne inzwischen viele Schulen, die teilweise ganze Klassen zuhause lassen und bereits über Fernunterrichtssysteme den Unterricht nach Hause verlagern.» Leider gebe es noch keine spürbare Verbesserungen beim Online-Unterricht seit dem Lockdown von 2021.

Der Lehrerverband VBE tritt dafür ein, die Schulen als «kritische Infrastruktur» so lange wie möglich offen zu halten. Der stellvertretende Landesvorsitzende Lars Lamowski wirft dem Bildungsministerium vor, in der Pandemie immer nur zu reagieren und nicht aktiv zu steuern. «Anstatt einer präventiven Politik mit Fokus auf den Gesundheitsschutz riskiert man hohe Infektionszahlen in den Schulen.»

«In der Klasse meines Kindes sitzen nur noch 11 Kinder. Die anderen sind entweder in Quarantäne oder positiv/ erkrankt.»

«Wir wollen möglichst viel Präsenz ermöglichen», bekräftigt Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) mit Blick auf die Nachteile des Online-Unterrichts nicht nur bei der Vermittlung des Bildungsstoffs, sondern auch für das soziale Miteinander in der Schulgemeinschaft. «Unsere Schulen sind durch das regelmäßige Testen, den Schutz der Masken und die konsequente Einhaltung der Hygiene-Vorschriften sehr sichere Orte», erklärt Hubig, die angibt, dazu regelmäßig mit «Experten der Universitätsmedizin Mainz» im Austausch zu sein. «Sie haben ein hohes Schutzniveau.» (Gemeint sind die Schulen, nicht die Experten.) Aber «natürlich» gebe es entsprechend der allgemeinen Entwicklung der Pandemie auch mehr Infektionen an den Schulen.

Eine Mutter aus Rheinland-Pfalz kommentiert das auf Twitter so: «In der Klasse meines Kindes sitzen nur noch 11 Kinder. Die anderen sind entweder in Quarantäne oder positiv/ erkrankt.» Ein Vater schreibt: Frau Hubig, treten Sie bitte endlich zurück. Sie haben auch als KMK-Chefin + Bildungsministerin in RLP unendlich viel kaputt gemacht. Körper und Seelen von Familien. Und Ihre Kommunikation, auch oft untermalt von Grinsen, empfinde ich auch als Verhöhnung.» News4teachers / mit Material der dpa

„Schulen nicht mehr sicher“: Schülervertretung droht mit Streiks gegen die Präsenzpflicht

 

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xy
10 Monate zuvor

Als Elternteil verärgert es mich für dumm verkauft zu werden. Jeder sieht die Inzidenzen, die Fälle kommen näher, die Klassen leeren sich und man erdreistet sich immer noch von sicheren Orten zu sprechen. Das ist eine Verhöhnung der Eltern und Schüler!
Die Kinder werden ohne Rücksicht auf Verluste durchseucht. Nach einer Infektion tauchen sie in Bayern nach einigen Tagen unsicher schnellgetestet wieder in der Schule auf. Ein paar Tage später beginnt das Spiel mit den Klassenkameraden, die nach und nach auch positiv getestet werden. Warum kein PCR Test mehr?
Verseuchung weil Deutschland die PCR Tests verpennt hat? Wer trägt dafür Verantwortung?
Wieder niemand?
Das ist keine verlangsamte Durchseuchung, das ist DoppelD, Durchseuchung für Deppen.
Ich will nicht weiter für blöd verkauft werden.
Dann habt den Mumm und sagt, was Sache ist.
Und erklärt, wer die Verantwortung für die Spätschäden trägt! Jeder selbst?
Tja, dann verarztet, pflegt und unterrichtet euch selbst.
Wenn Politiker glauben, dass es danach noch so etwas wie Gemeinsinn geben wird, haben sie sich getäuscht.
Viele Eltern fühlen sich im Stich gelassen und verstehen die Welt nicht mehr.
Wie erklärt man seinen Kindern, dass sie bei Inzidenzen unter 100 im Distanzunterricht waren, aber bei Inzidenzen um 2000 in den Präsenzunterricht geschickt werden?

Bauer
10 Monate zuvor
Antwortet  xy

Corona für alle!
Endlich!
Keine Masken, keine Tests und alle werden POSITIV!
Die Schule muss offen bleiben, mein Dienstherr der liebe Winfried will erst bei 2000/100000 noch einmal in sich gehen.

Mal mit den SuS gesprochen, wie sie sich fühlen?
Die fühlen sich total wertgeschätzt!
Die Kinder haben einfach oberste Priorität, dafür machen wir alles.

Bauer
10 Monate zuvor
Antwortet  xy

Keine Angst, alles wird gut. Ich schreibe noch kurz meine Zeugnisse fertig, damit alles seine Ordnung hat

AvL
10 Monate zuvor
Antwortet  xy

Schulen und Kitas sind im Moment alles andere als sichere Orte, denn bei Inzidenzwerten in mehreren Landkreisen von bis zu 5.000/100.000 in 7 Tagen unter Kita- und Grundschulkindern handelt sich in Anbetracht der hohen Infektionszahlen um eine wissentlich hervorgerufene Durchseuchung unserer Kinder, so keine Schließung dieser Einrichtungen vollzogen wird.
Es geschieht alles mit dem Wissen der politisch Verantwortlichen, die sich wieder zur Wahl stellen müssen.
Eigentlich kann nur noch ein radikaler Shut-Down uns aus dieser Situation befördern, denn die Folgen der Infektionen unter den Kindern und Mitbürgern werden das ihrige dazu beitragen, dass die Arbeitnehmer nicht ihrer Arbeit nachgehen werden können, denn schon jetzt kommt es durch die vielen krankheitsbedingten Ausfälle und die Betreuung erkrankter Kinder zu erheblichen Beeinträchtigungen der wirtschaftlichen Abläufe.
Man ist ein Arsch, wenn man derartiges nicht veröffentlicht.
Man wird sich weiterhin diesen Versuchen der unkontrollierten Durchseuchung der Bevölkerung in den Weg stellen müssen, um schlimmere und nachhaltige Folgen für alle zu verhindern.

Dieter Schmeer
10 Monate zuvor

Liebe Frau Hubig,
ich habe lange darüber nachgedacht, aber was ich über Sie und diese Aussage denke kann ich einfach nicht in Worte fassen, die ein Moderator hier freischalten dürfte.

Herr Hallmackenreuther
10 Monate zuvor

„…konsequente Einhaltung der Hygiene-Vorschriften…“
Ich zitiere mal einen berühmten Ausserirdschen:
„Ich lach‘ mich tot!“

Risikomama
10 Monate zuvor

Gordon Shumway for Bundeskanzler!

AusderPraxis
10 Monate zuvor

Was mich stresst ist, dass in jeder Klasse mal diese, mal jene Kinder erkrankt oder in Quarantäne sind, weil ein Familienmitglied infiziert ist. Ich kann es kaum noch nachhalten, welches Kind welches Material und welche Unterstützung braucht.
Ist es krank, so muss es natürlich nicht nacharbeiten.
Ist es in Quarantäne aber symptomlos, so erwarten die Eltern natürlich aufbereiteten Unterrichtsstoff.
Schicke ich also Unterrichtsmaterial herum, sind Eltern, deren Kind wirklich krank ist, irritiert.
Schicke ich kein Unterrichtsmaterial herum, fühlen sich Eltern von symptomlosen Kindern ausgegrenzt.
Man kann es halt, auch mit noch so netten Anschreiben, eben niemandem recht machen.

Therrie
10 Monate zuvor
Antwortet  AusderPraxis

https://zdfheute-stories-tap.zdf.de/schule_omikron_corona#xtor=CS5-282

Anscheinend haben wir alle eine falsche Wahrnehmung. Es scheint alles tutti zu sein und die Schüler_innen findenes superso wie es ist!

Danke für diesen repräsentativen Bericht. Wir sind alle wohl bloß hysterisch.

Bauer
10 Monate zuvor
Antwortet  AusderPraxis

Ich kann nur eine eigene Coronainfektionen empfehlen, natürlich nur leicht ohne Krankenhaus, aber so stark, dass sie nicht mehr arbeiten können. Bringt den Rest der Unterrichtsplanung auch noch zum Einsturz;-)

dauerlüfterin
10 Monate zuvor
Antwortet  AusderPraxis

Das kann ich bestätigen. Und ich sehe mich nicht mehr in der Lage nachzuverfolgen, was mit welchem Schüler ist. Mit sieben Lerngruppen, in denen jeweils ca. 7-10 SuS fehlen ist das schlicht nicht machbar. Zudem wir keinerlei Information bekommen, wer nun aus welchem Grund fehlt. Ganz normaler Präsenzunterricht, ha ha.

Rosa
10 Monate zuvor

Frau Hubig hat in der Pandemie enorme Schwierigkeiten die Realität und die Wahrheit anzuerkennen.https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-coronavirus-donnerstag-285.html#Corona-Faelle-an-Schulen-innerhalb-einer-Woche-deutlich-gestiegen Die KM sind Betriebsblind und Handlungunfähig in der schweren Lebensphase von Schülern.

Rosa
10 Monate zuvor

In BW kommen Schulen und Kindergarteneinrichtungen an ihre Grenzen. Viele Lehrkräfte und Erzieherinnen fallen aus und im Klassenzimmer sind immer weniger Schüler die den Unterricht besuchen können.https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/karlsruhe/omikron-belastet-schulen-karlsruhe-100.html

Rosa
10 Monate zuvor

Wir stehen kurz vorm Zusammenbruch des Schulunterricht gewährleisten zu können.https://www.phv-bw.de/pressemitteilung-des-phv-bw-zum-schulbetrieb-waehrend-der-omikron-welle/

Unerträglich
10 Monate zuvor

Fr H. hat einfach kein Gewissen. Und genau deshalb ist sie auch auf einen Ministerposten gespült worden. Oder glaubt wirklich noch irgendjemand, dass Politiker Minister werden, weil sie so kompetent und empathisch sind?
Grinsen musste können, egal was ist. Und die vorgefertigten Schreiben deiner Lobbyisten vorbeten. Man will ja im Anschluss auch weiterhin gut versorgt sein.

Georg
10 Monate zuvor
Antwortet  Unerträglich

Nein, sie wurde Ministerin, weil sie hoch genug in der Parteihierarchie steht. Sie kann ja auch nichts. Unter Normalbedingungen reicht das auch, nur ist jetzt bzw. seit 2020 nichts normal. Da braucht es die besten, die jedoch nicht in den Parteien sind.

Palim
10 Monate zuvor

Hauptsache, der „Die Schulen bleiben offen“-Slogan hat Bestand.

Unsere Schule ist offen.
Es sind noch 10% der Kinder da,
aber … die Schule ist offen.

Peter
10 Monate zuvor

Ich hasse dieses dämliche Grinsegesicht, die viele tausende Menschen ins Verderben schickt und bereits geschickt hat. Sl eine fiese Lügnerin.
Eiskalt, menschenverachtend, inkompetent, ignorant und arrogant!

FrustrierteErzieherin
10 Monate zuvor

Naja wenn kein anderer ihr mehr glaubt, hat sie ja Gott sei Dank noch sich und noch ein paar Lobbyisten und KuMis……um die Nettiquette einzuhalten, mach ich Mal lieber mh mh mh.

Susanne
10 Monate zuvor

Liebe Redaktion,

ich mag mich schon lange nicht mehr über realitätsfernen Äusserungen dieser Frau Hubig aufregen, muss es aber trotzdem ständig seit 2 Jahren, da ich als Erzieherin in einer integrativen Kita in RLP arbeite. Ich habe in diesen 2 Jahren noch weniger Schutz für mich und die mir anvertrauten Kinder erfahren, als alle in den Schulen….
Könntet Ihr deshalb bitte, bitte dieses dauergrinsende Foto von dieser Frau durch ein anderes ersetzen? Dies bringt mich nämlich zusätzlich zu den von ihr getätigten Äusserungen auf die Palme, da ich mich zusätzlich ausgelacht fühle ; (
Sorry, klingt vielleicht blöd, aber wie kann jemand mit so viel Unvermögen und Ignoranz den Schwächsten der Gesellschaft gegenüber so überheblich grinsen????

xy
10 Monate zuvor
Antwortet  Susanne

Diese Politiker, die gerade die Durchseuchung forcieren, wissen ganz genau, was sie tun.
Unwissenheit vorzutäuschen klappt nicht mehr.
Deshalb dürfte dieses Grinsen eher Unsicherheit und Verlegenheit demonstrieren, wenn man auch bei Politikern von einem Restbestand an Gewissen ausgeht.
Lauterbach hat sich gestern auch sichtlich unwohl gefühlt.

TaMu
10 Monate zuvor

Vielleicht blendet sie Corona vollständig aus, wenn sie behauptet, Schulen sind sicher. Ich meine, bestimmt sind die Geländer an den Treppen gut verschraubt und die Rauchmelder sind gut gewartet. Es wäre also falsch davon zu reden, dass Schulen unsicher sind. Das sind sie nur im Hinblick auf die Pandemie, sonst gehts einigermaßen. Aus ihrer Sicht ist anscheinend deshalb fast alles in Ordnung. Logik der KuMis …

S.
10 Monate zuvor

Dass Hubig immer noch von Schulen als „sehr sicheren Orten“ spricht, kann zwei Gründe haben:
– entweder leidet sie an einer Wahrnehmungsstörung, dass sie wie Donald Trump Realitäten nicht mehr erkennen kann
oder aber
– sie glaubt, dass Eltern und Schüler*innen so dumm seien, dass diese nicht verstünden, dass sie blanken Unsinn redet.

Wer kauft dieser Frau ihre dreiste Propagandapolitik noch ab? Sie müsste eigentlich rot werden, wenn sie in den Spiegel schaut.

Andere seltsame rhetorische Erklärung Hubigs, die sie vorgestern im SWR-Fernsehen von sich gegeben hat: Die Quanrantäneregeln würden einzig aus dem Grund eingestellt, damit Schulleitungen sich fortan voll ihrer pädagogischen Arbeit widmen könnten.

Kapiert Hubig nicht, dass gerade eine Omikron-Welle durch Land rauscht? Kennt sie keine Kinder und Eltern, die sich massenhaft in Kitas und Schulen anstecken?

Wie weltfremd ist diese Person?

Dass inzwischen alle Mitglieder der „Schulfamilie“ wegen ihrer fehlenden Umsicht und ihrer fahrlässigen Zwangsanordnungen krank werden – ja, das sieht Frau Dr. Superschlau nicht.

Da gibt es dann leider auch keine pädagogische Arbeit mehr, sondern Lehrkräfte, Mama und Papa liegen krank im Bett oder landen bisweilen im Krankenhaus, von Opa und Oma gar nicht zu sprechen – und bis zu 10 Prozent der Menschen, auch der SuS, leiden fortan unter Long Covid.

Die Dreistigkeit und Arroganz, mit der Hubig agiert, schreit zum Himmel! Wie kann man nur so fahrlässig mit Menschenleben umspringen?

Zeit zum Rücktritt! Dreiste Rhetorik ersetzt nicht fehlendes, schützendes Handeln!

Elly
10 Monate zuvor
Antwortet  S.

Ich tippe darauf, dass Sie wie Donald Trump einfach narzisstisch ist und ihre Macht genießt.

Andre Hog
10 Monate zuvor

StefStef Hubig ist quasi wie das Duracell-Häschen aus der Fernsehwerbung vor einigen Jahren:

Abgeschaltet steht sie nur dumm und nutzlos in der Gegend herum, macht nicht mal optisch den Raum, in dem sie sich gerade befindet schöner (sorry, der musste sein) und bekommt offensichtlich von der Realität, die sie umgibt nicht einen Jota mit. Dann drückt jemand den On-Schalter und sie trommelt sinnlos, aber dafür mit enormer Ausdauer – frei von jeder Form von Taktgefühl – mit ihrer „Propaganda“ los, die seit langem entlarvt ist und auf die man einfach verzichten sollte, wenn man noch irgendwas wie ernst genommen werden möchte und hört auch dann nicht auf, wenn neben ihr die Granaten der Realität explodieren.

Ist das noch `Coolness´ oder ist das einfach hochdramatische Ignoranz – gepaart mit einer nicht erklärbaren Menge an Hybris bzgl der eigenen Urteilsfähigkeit und einem „inneren Scheißegalgefühl – an mir bleibt eh nix haften“, wie es auch Frau Gebauer beharrlich an den Tag legt?
Ich würde auf Letzteres tippen.

S.
10 Monate zuvor

Lieber Andre Hog,
sehr schön, das „Duracell-Häschen“ – trotz allem Kummer und inzwischen auch wieder: Wut, ein gut tuender Lacher am Morgen! Danke! 🙂

Britta Kuntz
10 Monate zuvor

Andre Hog:

Selten so gelacht, auf den Punkt!

Silke Vogt
10 Monate zuvor

In weiser Voraussicht, vermutlich war es eher Resignation, hatte ich mir den 14. Hygieneplan nicht zu Gemüte geführt, denn der war total an mir vorbeigerauscht. Ich werde offenbar langsam pandemiemüde. Dass der Nachfolgeplan länger halten wird, wage ich zu bezweifeln.

Wieso wirbelt Omikron die Bildungslandschaft durcheinander (ein Hoch auf unseren Gesundheitsminister wegen dieses – reichlich späten – Zugeständnisses), wenn doch unsere Schulen durch regelmäßiges Testen (bekanntlich mit unzuverlässigen Ergebnissen, nicht für alle verpflichtend, in RLP bisher nur 2 Mal wöchentlich), Masken (in z.T. sehr fragwürdigen Erhaltungszuständen, dass man Zustände bekommen könnte, gern auch mal „krea-tief“ getragen) und konsequente Einhaltung der Hygiene-Vorschriften (ohne Kommentar) laut Frau Dr. Hubig sehr sichere Orte mit hohem Schutzniveau sind.

Nein, nicht nur sicher, sehr sicher.

So sicher, dass das Neuwieder Gesundheitsamt, in dessen Zuständigkeitsbereich unser Gymnasium fällt, bei der Verhängung von Quarantänen aktuell diese Woche den entscheidenden Unterschied darin macht, ob nur OP-Masken oder FFP2-Masken getragen wurden – selbstverständlich durchgehend konsequent korrekt. Was man rückwirkend per mehr oder minder qualifizierter Selbstauskunft zu bestätigen hat. Sorry, gehabt hätte, denn ab dem 31.1. ist diese Regelung, aus Sicht mancher hysterisch, historisch. Genau wie der 14. Hygieneplan. Ab dann werden ja Quarantänen für Kontaktpersonen an Schulen gar nicht mehr verhängt. Verhängnisvoll.

Schule als kritische Infrastruktur, die man bis zum Tag des jüngsten Gerichts (Gerüchts?) offenhalten will. Nicht nur aus (Ein-)Bildungsgründen, sondern wegen des ach so wichtigen sozialen Miteinanders in der Schulgemeinschaft. Welches Schüler, die daheim vielleicht sogar noch eng mit vulnerablen Angehörigen zusammenleben, sicher ganz entspannt genießen können bei einer 7-Tagesinzidenz in der Altersgruppe der unter 20-Jährigen von knapp 1300 am gestrigen 27.1. hier bei uns im Kreis Neuwied.

Schule als kritische Infrastrukktur jedoch nicht, sobald es um die Priorisierung bei den immer knapper werdenden PCR-Tests geht. Doch insbesondere Tests werden als wichtiger Sicherheitsbaustein immer wieder genannt.

Falls das schulbezogene Sicherheitsbausteinekartenhaus nicht schon längst in sich zusammenkrachte, dann ist es spätestens jetzt gerade dabei.

Von Frau Dr. Hubig wünsche ich mir, erwarte vielmehr, sie würde sich an dieser wie auch immer gearteten vielzitierten kritischen Infrastruktur ein Beispiel nehmen und die Sachlage endlich mit dem gebotenen kritischen Blick betrachten statt, wie bisher, rein durch die rosarote Brille, während immer mehr an der Schulgemeinschaft (Zwangs-)Beteiligte längst rot sehen.

Wie weltfremd kann man sein? Und dann auch noch so dauerhaft? Immerhin fühlt sie sich mit fast allen ihrer Kultusministerkollegen in bester Gesellschaft. Beruhigendes soziales Miteinander in der KMK, allerdings per Videoschalte aus wohltemperierten Einzelbüros mit im Hintergrund leise surrenden mobilen Luftreinigern.

So, das war nun von meiner Seite aus genug Kritik. Wochenende. Irgendwie werden wir die zweieinhalb Tage überbrücken können, die sich schier unendlich auszudehnen scheinen ohne schulisches Bildungsangebot und soziales Miteinander in gut gefüllten, nicht gefühlten, Klassenzimmern. Wir werden Entzugserscheinungen bekommen. Aber ab Montag haben wir die Normalität ja zum Glück wieder. Dank Frau Dr. Hubig.

Friedrich der Kleine
10 Monate zuvor

Kaum hatten wir Sitzpläne gepinselt, kam die neue Direktive, aka „14. Hygieneplan“. Ich wette nun mit mir selbst, wie lange der halten wird: Bis Montag oder gar bis Dienstag. Langweilig wird es uns allen so nie.
Gerne lese ich immer wieder ca. 15-seitige Elaborate, die mir weismachen wollen, dass man es nur gut mit uns meint. Man könnte vor Dankbarkeit ob solcher Empathie und Fürsorge fast weinen. Das verschwurbelte Beamtendeutsch ist für Sprachforscher und -interessierte dabei auch geeignet für tiefer gehende Studien, fragt man sich doch „Was will der Autor uns damit sagen?“ Dabei führt allerdings jedes weitere Nachdenken und Erkennenwollen in eine dumpfe Aporie. Vielleicht ist das so gewollt?

Und wie viele andere wundere auch ich mich darüber, plötzlich zur „kritischen Infrastruktur“ zu gehören. Aber halt! Das stimmt ja sooooo nicht: Sollten wir doch einmal einen PCR-Test machen wollen, stellen wir uns bitte ganz hinten in der Schlange an. Denn wir dürfen nicht ausfallen. Es gilt ja die Parole „Die Schulen bleiben offen!“

Dass man als Lehrer nicht unbedingt die Wertschätzung erfährt, die der Beruf erfordert, ist man ja gewohnt. Aber dass einem nun im übertragenen Sinne regelmäßig eine Backpfeife gegeben wird, ist doch unerträglich. Denn wer hält tagtäglich in den Kindergärten und Schulen seinen Kopf hin? KuMis? Um Gottes Willen nein! Das wäre unzumutbar, wer würde uns dann der Logik und dem Infektionsgeschehen schnell folgende Hygienepläne verabreichen? Wer würde sich bedanken, dass auch wir uns einer permanenten Gefahr aussetzen? Wer würde sich darum bemühen, die Arbeit im allgemeinen attraktiver zu gestalten?

Auch ich bedanke mich ganz herzlich bei allen KuMis dieser Republik!

Rosa
10 Monate zuvor

Frau Hubig ist für Unwahrheiten bekann und fährt diesen Kurs immer noch auf Kosten der letzten in der Reihe! https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/corona-omikron-welle-an-schulen-in-rheinland-pfalz-100.html

Elly
10 Monate zuvor

Ebenso wie in der Kirche Kindesmissbrauch aufgearbeitet wird, wird auch der Bildungsbereich den Missbrauch bzw die Geringschätzung der Kinder während der Pandemie aufarbeiten müssen. Spätere Langzeitkranke werden berechtigterweise Fragen stellen. Und es wird nicht um die Frage gehen, warum die Schulen so lange geschlossen waren. Es wird um die Frage gehen, mit welchem Recht man in die Schule gezwungen wurde. Und alle werden ein betroffenes Gesicht machen und sagen, dass man das ja wirklich nicht wissen konnte, dass Menschen lebenslanges Leiden durch Corona davontragen können. Die Lehrer oder Vertreter des Jugendamtes werden sagen, „wir hatten eben unsere Vorschriften“.

Mary-Ellen
10 Monate zuvor

Der Duracell- Vergleich ist super!!!
Hab ich gelacht!
🙂

Und: Ja, die Schulen sind sicher – vor einem KuMi- Besuch.

Susanne
10 Monate zuvor

https://kitafachkraefteverband-rlp.de/demonstration/
Anbei ein Link vom Kitafachkräfteverband, der sicherlich nicht nur für Erzieher wichtig ist. Je mehr Pädagogen sich beteiligen, um so lauter können wir uns Gehör verschaffen und auf die Missstände der vergangenen Jahre hinweisen.

BLAU
10 Monate zuvor

Das Schreiben ist gar nicht von Frau Hubig unterschrieben worden. Warum wohl…?