Mehr Suizid-Versuche von Kindern: Sind Schulschließungen ursächlich für psychische Probleme?

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BERLIN. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat Vorwürfe zurückgewiesen, dass die deutsche Corona-Politik mit ihren international zum Teil eher etwas strengeren Maßnahmen für die Zunahme psychischer Störungen verantwortlich sei. „Da muss man vorsichtig sein, das geben die Studien aus meiner Sicht nicht her“, sagte der SPD-Politiker in der Sendung „hart aber fair“. Derzeit sorgt ein Bericht des Leiters der Kinderintensivstation Essen über einen rasanten Anstieg von Selbstmordversuchen unter Kindern für medialen Wirbel. Sind wirklich Schulschließungen dafür ursächlich?

Kinder und Jugendliche leiden in der Corona-Krise – keine Frage. Ein Politikum allerdings ist es, ob wirklich Schulschließungen dafür die Ursache sind. Oder die Pandemie selbst. Foto: Shutterstock

Schulschließungen werden von Kinderärzte-Verbänden immer wieder als Ursache dafür genannt, dass Verhaltensauffälligkeiten von Kindern in der Pandemie zugenommen hätten – auch das mittlerweile von der FDP-Politikerin Bettina Stark-Watzinger geleitete Bundesbildungsministerium behauptet (auf Twitter): „Es zeigt sich (..), dass Schulschließungen negative Auswirkungen vor allem für das psychische Wohl der Kinder haben.“

Richtig ist: Laut einer Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) war die Zahl der Jugendlichen mit Anzeichen einer Depression im ersten Corona-Lockdown 2020 deutlich angestiegen. Vor der Pandemie hatten demnach zehn Prozent der Jugendlichen zwischen 16 und 19 Jahren depressive Symptome, am Ende des ersten Lockdowns waren es 25 Prozent. Die beobachteten Symptome reichten von stillem Rückzug bis zu Verhaltensauffälligkeiten und Essstörungen. Aber was ist für deren Häufung verantwortlich: die Corona-Schutzmaßnahmen – oder die psychischen Belastungen durch die Pandemie selbst, hervorgerufen etwa durch die Angst vor Ansteckung oder die Sorge um Angehörige?

Bis zu 500 Kinder und Jugendliche sollen im 2. Lockdown bundesweit wegen eines Suizidversuchs stationär aufgenommen worden sein

Schulschließungen zur Ursache zu erklären (um weit offene Schulen ungeachtet des Infektionsgeschehens als Lösung präsentieren zu können), in diese Kerbe schlägt jedenfalls die aktuelle Berichterstattung über einen Bericht des Leiters der Kinderintensivstation in Essen, Prof. Dr. med. Christian Dohna-Schwake, der im Videocast „19 – die Chefvisite“ erzählt, bis zu 500 Kinder und Jugendliche sollen im zweiten Lockdown bundesweit wegen eines Suizidversuchs stationär aufgenommen worden sein – eine angebliche Steigerung von 400 Prozent im Vergleich zu den Vorjahren. „Lockdown und Schulschließungen“ werden in Berichten insbesondere von Springer-Medien dafür verantwortlich gemacht – Schutzmaßnahmen also, nicht die Pandemie selbst.

Rund 30 deutsche Kinderintensivstationen meldeten demnach in einer Abfrage für den Zeitraum von Mitte März bis Ende Mai 2021 insgesamt 93 Suizidversuche unter Kindern und Jugendlichen. Das waren deutlich mehr als in denselben Zeiträumen der Vorjahre (2017: 25,  2018: 35, 2019: 37 und 2020: 22). Rechnet man die Zahl von 2021 auf alle Kinderintensivstationen in Deutschland hoch, kommt man laut der – bislang unveröffentlichten – Studie auf etwa 450 bis 500 Suizidversuche von Kindern und Jugendlichen in ganz Deutschland.

Die Psychoanalytikerin und Vorständin der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Renate Schepker, rät bei der Interpretation des Befunds gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland jedoch zur Vorsicht.

„Sind die als Suizidversuche benannten Aufnahmeanlässe auch kinder- und jugendpsychiatrisch abgeklärt worden?“

Erstens, „die Studie ist noch nicht veröffentlicht, sondern lediglich eingereicht. Ohne Peer-Review sind die Ergebnisse noch nicht belastbar“, sagt sie. „Bis dahin kann man nur zurückhaltend über die Inhalte sprechen.“ Zweitens müsse geklärt werden, wie die Suizidabsicht der eingelieferten Kinder und Jugendlichen verifiziert wurde. „Sind die als Suizidversuche benannten Aufnahmeanlässe auch kinder- und jugendpsychiatrisch abgeklärt worden?“, fragt Schepker. „Danach bemisst sich letztlich die Datengüte und die Kraft der Gesamtaussage.“

Selbst wenn der Befund sich wissenschaftlich bestätigen sollte: Über die Ursachen sagt er erst einmal wenig. Dass monokausal Schulschließungen für den möglichen Anstieg verantwortlich seien, behauptet Mediziner Dohna-Schwake auch gar nicht. Gegenüber der FAZ äußert er sich zu denkbaren Ursachen durchaus differenziert – und spricht von vielen Faktoren, die mutmaßlich zu diesem Anstieg beigetragen hätten: „Einmal die Reduktion der sozialen Kontakte, zu der ja nicht nur die Schulschließungen, sondern auch das vorüber­gehende Verbot von Vereinssport geführt haben.“ Vielen Jugendlichen habe außerdem eine Perspektive gefehlt. Der zweite Lockdown habe sich sehr lange hinge­zogen, ohne dass man wusste, wann er enden würde. „Dazu kamen die Angst um Familienangehörige und die Zunahme der Nutzung von sozialen Medien“, sagt der Mediziner.

Vereinssport, Angst um Familienangehörige und soziale Medien fallen eindeutig nicht in die Zuständigkeit der Schulen. So erklärt auch Lauterbach: In Staaten, die weniger Corona-Schutzmaßnahmen ergriffen hätten als Deutschland, würden ebenfalls mehr psychische Störungen beobachtet. Als Beispiel nannte er die USA, wo seiner Ansicht nach sehr viele Tote vermeidbar gewesen wären. Die zu beobachtenden Probleme seien mutmaßlich eher auf die Corona-Lage insgesamt als auf die Schutzmaßnahmen zurückzuführen. News4teachers

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Das dritte Angebot der Telefonseelsorge ist die Möglichkeit der E-Mail-Beratung. Auf der Seite der Telefonseelsorge melden Sie sich an und können Ihre Nachrichten schreiben und Antworten der Berater lesen. So taucht der E-Mail-Verkehr nicht in Ihren normalen Postfächern auf.

Studie: Kurz nach Ferienende nehmen sich mehr Schüler das Leben

 

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120 KOMMENTARE

  1. Also wenn Kinder lange Zeit mit ihren Eltern verbringen, werden sie suizidal und psych. krank? Bin kein Lauterbach-Fan, aber da hat er ja wohl richtig retourniert?! Davon abgesehen- so wie Schule seit 2 Jahren läuft, ist sie sicher nicht so, wie sie die Präsenzunterrichtsjünger so gerne glorifizieren! Aber Hauptsache, die Kinder sind unter- betreut, satt, sauber und auch noch schlau gemacht! Nur kein Störfaktor für Wirtschaft und den Feierabend. Davon außerdem abgesehen- wie hoch der Stress und das Konfliktpotential ist, das Schule in den Familien auslöst, steht auf einem ganz anderen Blatt!

    • Ich stimme zu, dass der Leistungsdruck in den Schulen nicht einfach so außer acht gelassen werden darf. Und der bestand weiterhin mit einhergehenden Sorgen um Versetzung und Abschluss. Hinzu kamen auch einige Lehrpersonen, die auf die psychische Verfassung der Kinder herzlich wenig Rücksicht genommen haben. Das war für uns alle nervenzehrend. Überwiegend lief der DU aber gut. Die meisten Lehrer waren sehr bemüht und einige haben bemerkenswertes geleistet, wofür ich dankbar bin.
      Corona ist halt das Brennglas, das bestehende Probleme weiter verschärft hat. So ehrlich sollte man endlich mal sein, anstatt die Situation der Kinder und Jugendlichen politisch zu instrumentalisieren, wie es gerade passt. SCHULE ist schon lange baufällig. Die angeblichen Reformen der letzten Jahrzehnte allenfalls Makulatur und die Substanz hat sich weiter verschlechtert. Nun bröckelt das Gebäude und wieder wird nicht geschaut, was das einzelne Kind wirklich braucht.
      Herr Lauterbach hat gestern sehr besonnen auf die Pauschalisierung reagiert. So könnte man eine Diskussion beginnen.

    • Palomino
      Guter Beitrag, denn es hängt eben auch von der Erziehungskultur der Eltern ab, ob Kinder Suizidgedanken entwickeln können und diese auf Grund von erheblicher Unterdrucksetzung durch Elternteile versuchen, derartige Gedanken der Verzweiflung umzusetzen.

      • Erziehungskultur kann einen Beitrag leisten, aber auch hier gilt wie immer: trifft nicht immer zu.
        Mein Kind hat sich Ende letzten Jahres umgebracht. Vollkommen überraschend für alle, auch für seine Freunde. Bis zuletzt hat er sich anderen gegenüber normal verhalten. Ein paar Tage vorher war er noch wie immer mit dem Vater beim Weihnachtsmarkt und hatte Geschenke mit ausgesucht, er hat für uns gekocht, wir haben über seinen Geburtstag gesprochen und wir hatten einen lustigen Abend… Wir waren die „perfekte“ Familie – aus unserer Sicht und auch aus der Sicht anderer.
        Er war zwar schon Student, aber auch da lief ja nichts mehr. Sein Leben plätscherte so dahin. Das einzige was wir im Nachhinein sagen können: er war frustriert als erneut die Entscheidung getroffen wurde die Uni auf Distanz zu machen und er hat sich über diverse Maßnahmen der Regierung ausgelassen … Ob das jetzt ursächlich war? Aber bestimmt mit ein Auslöser dafür, diese Entscheidung endgültig zu treffen.

        • Ich wünsche Ihnen viel Kraft und Menschen, die Ihnen beistehen. Das Leid der Familien, die solch einen Verlust erleben ist unbeschreiblich. Ich kenne das leider auch aus meinem sehr nahen Umfeld und erlebe es persönlich auch nach vielen Jahren als traumatisch. Mein aufrichtiges Mitgefühl.

        • Danke für Ihren sehr persönlichen Beitrag, TA.
          Er bestätigt mich in meiner Überzeugung, dass Schulschließungen durchaus eine Rolle spielen bei den sprunghaft angestiegenen Suiziden und Suizidversuchen junger Menschen.
          Ich finde auch befremdlich, dass hier bei N4t immer wieder versucht wird, die Studie der Essener Uniklinik, die auf diesen Zusammenhang verweist, in Zweifel zu ziehen und madig zu machen.
          Mit viel Mühe kann ich dieses Verhalten verstehen, weil in diesem Forum immer wieder für Schulschließungen plädiert wird, die sich mit dem Ergebnis der Studie nicht vertragen. Billigen kann ich dieses Verhalten allerdings nicht.

          • Sehr geehrte Maja,

            wir machen die unveröffentlichte Studie der Essener Uniklinik nicht „madig“, was für ein alberner Vorwurf. Wir weisen darauf hin, dass das, was von der Arbeit bislang bekannt ist, den von Ihnen behaupteten Zusammenhang so nicht belegt – nicht mal nach Ansicht der Studienautoren. In diesem Forum wird auch nicht „für Schulschließungen plädiert“, genauso wenig ist hier jemand „für Corona“. Das Thema ist ein wenig komplexer, aber nicht so viel, dass man nicht verstehen könnte, worum es hier geht: um einen angemessenen Infektionsschutz in Kitas und Schulen. Nicht weniger, aber auch nicht mehr.

            Herzliche Grüße
            Die Redaktion

          • Ich bin auch Lehrer und kenne natürlich viele Lehrer. Zudem gibt es auch diverse Erzieher und Sozialarbeiter in meinem Umfeld.
            Ich bin weder für noch gegen Schulschließungen. Für beides gibt es Argumente.
            Die Infektionszahlen in den Schulen und Kitas steigen definitiv an. Nachdem es bis zu den letzten Sommerferien bei uns eher gelegentlich Einzelfälle gab, häufen sich die Infektionen seit einiger Zeit bei Schülern und Kollegen. Die meisten natürlich mindestens 2x geimpft. Bisher ist mir von den geimpften auch nicht bekannt, dass sie besonders mit der Infektion zu kämpfen hatten oder sie Nachwirkungen spüren. Deswegen wäre ich für meine Schule definitiv für die durchgehende Öffnung.
            Bei den Kleinen, die noch nicht geimpft sind sehe ich das eher anders, auch wenn dort die Infektion in der Regel milde verläuft.

            Insgesamt kann ich nur sagen, dass ich bei den 16-25 jährigen Schülern und Studenten einen größeren Frust erlebe als zuvor und diejenigen, die eine psyschische Grunderkrankung haben, jetzt wieder mehr mit dieser zu kämpfen haben.

  2. Zum 100. Mal: Long Covid äußert sich auch als Depression (und Schlafmangel) UND Depressive sind deutlich stärker gefährdet, wenn sie Corona bekommen. Das dürfte auch für Kinder gelten.
    In Deutschland hatte jedes 10. Kind schon (sicher) Corona.
    Das MUSS sich doch statistisch bemerkbar machen!
    Verharmlosen auf breiter Front um Durchseuchung (d. h. Unterlassung) zu legitimieren. Ein ekelhaftes Verbrechen, das sicherlich nur kurzfristig unter den Teppich gekehrt werden kann. Eure Äußerungen werden euch alle einholen, versprochen.

    • Ja, Minna.

      Wir verkaufen gerade unseres Auto um Bußgelder zu bezahlen, langfristiger.

      Diese unsere Zwei zu Hause, lebendige und offene Kinder, volle Leben, nein, auf gar keinen Fall versaue ich ihr Leben wegen verdaten Politikern und ein paar tausend Euro nicht. Und wenn das so weiter in Deutschland läuft, sind wir sowieso das nächste Schuljahr weg.
      Sie werden bestimmt nicht Preis für eine stupiden und kranken Gesetz aus 1938 bezahlen. Sie haben viel Besseres verdient.

      Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte ist auch noch da, also, weniger reden, mehr machen für unsere Kinder.

    • In der tat löst ein Long-Covid-Syndrom mit einer starken kognitiven Einschränkungen Depressionen bei den Betroffenen aus. Das will aber eben nicht jeder hören und lesen.

  3. Leute, es GAB doch kaum Schulschließungen und die waren auch nicht länger als die Sommerferien. Beim ersten Lockdown hatten alle noch mehr Angst, ab dem zweiten spielten die Kinder munter in der Gegend herum.
    Es gibt noch viel mehr Faktoren : Wie gehen Erwachsene mit dem Thema um? Proezieren Sie Ihre Angst auf die Kinder? Haben sie nun einen Tunnelblick? Kann es sein, dass es Stress für Kinder ist, wenn wir Erwachsenen uns ständig wegen Corona Maßnahmen an die Köppe kriegen? Geben wir Kindern das Gefühl, dass es nun wegen der schlechteren Noten mit ihnen bergab geht? Haben wir nun noch weniger Zeit für Ihre Bedürfnisse? Ach ja, wir hatten im Lockdown ja teilweise so viel Zeit, wie Hartz IV – Empfänger – dann dürfte doch alles gut sein ^^. Suchten die Kinder Zuwendung im Internet und bekamen dadurch einen Schreck, bzw wurden depressiv, weil Leute in ihrer Anonymität sich dort Sachen erlauben, die sie sich sonst nur auf Märkten im Mittelalter getraut hätten?
    Haben wir ganz nebenbei nicht auch noch einen Rechtsruck und erhöht das vielleicht die eh schon im Vergleich fünfmal so hohe Suizidrate bei lgbti*-Jugendlichen?

    • Oh mein Gott das nervt, ja, es kann das, und dies und noch das sein.

      Mein Gott nimmt ihre Kinder ganz nah und betrachten sie ganz ehrlich und offen, und sie werden merken, dass sie in der Lage sind die Berge zu bewegen.

      Die Kinder sind nicht Schwachlinge. Gebt den Kindern einen Sicherheitsgefühl, das ist alles was sie brauchen!!, ganz egal ob sie gerade Kindergartenkinder sind oder Pubertierende.

      Sie haben mehr Verstand als alle Erwachsene zusammen.

          • 5 Monate am Stück die Schulen in irgendeinem Bundesland in D geschlossen? Das ist einfach nur eine dreiste Lüge. Pardon, aber es stimmt einfach nicht.

          • Bei uns nicht! Notbetreuung gab es immer für ziemlich viele Kinder, nicht nur von systemrelevanten Eltern, sondern auch für „gefährdete“ Schüler.

          • @Trulla:
            Ich weiß nicht wie oft ich das hier schon gesagt habe… aber bitteschön auch hier nochmal: Bundesland Bayern, etliche Landkreise in Oberfranken aber auch der Oberpfalz! Von Mitte Dezember 2020 bis Mai 2021.Auch die Grundschulen bis auf 4. Klasse – die durften schon früher im Wechselunterricht zurück.
            Und bitte nicht schon wieder die „hochgelobte“ Notbetreuung anführen, die nichts anderes war als eine Verwahranstalt betreut von ungelerntem Personal. Die allermeiste Zeit hat bei uns der Pfarrer (!) beaufsichtigt! Wenn die Kids nachmittags abgeholt wurden, durften sie mit den Eltern den Unterrichtsstoff durchgehen. In der Notbetreuung selbst wurden eine Dreiviertel Stunde Arbeitsblätter ausgefüllt, dann sollten sich die Kinder allein am Platz beschäftigen. Mit Rätselheft u.ä. Machen sie das mal eine zeitlang mit Erst-, Zweit- und Drittklässlern! Ganz schnell wurde es dem Pfarrer zu bunt und die Kids sollten – soweit vorhanden – Tablets und Kopfhörer mitbringen, damit Sie ruhig am Platz sitzen bleiben und Datteln können. Das war in einigen Orten die hochgelobte Notbetreuung! Und das haben viele Kinder 5 Monate lang durchgezogen bzw. mussten es durchziehen! Ja, sie haben Recht, es war keine SchulSCHLIEẞUNG – die Räumlichkeiten der Schule waren für die Notebetreuungs-Kinder offen, mehr aber auch nicht! Die Kinder konnten nicht miteinander spielen, sie mussten am Platz sitzen bleiben. Eine Pause am Pausenhof am Vormittag. Wir haben das kurze Zeit mitgemacht, bis es mir das Herz zerbrochen hat, was mein damals Zweitklässler alles berichtete. Wir haben uns verbogen, um alles irgendwie mit Arbeit und Heimunterricht plus zusätzlich Vorschulkind zu Hause hinzukriegen. Mein Mann und ich haben uns über Monate hinweg die Klinke in die Hand gegeben – auch am Wochenende, weil zumindest er auch an Wochenenden und Feiertagen arbeiten muss. Jetzt haben wir einen Drittklässler und einen Erstklässler und ich weiß, dass wir Beide definitiv nie wieder in die Notbetreuung geben. Mir graust es davor, wenn wir das Ganze nochmal (und diesmal mit zwei kleinen Grundschülern) wuppen müssen. Es sei denn einer von uns gibt seinen Beruf auf – dann wäre es natürlich zu leisten. Diejenigen, bei denen ein Elternteil zu Hause ist, reden sich da leicht – das ist mir schon klar. Meine Kinder sind zum Glück schon geimpft – wir Eltern geboostert. Was sollen wir denn bitteschön noch machen?
            Ist es für Sie wirklich eine Option, die Kinder entweder in die Notbetreuung zu stecken (vorallem wenn sie so abläuft wie bei uns?) oder seinen Beruf aufzugeben, um die Vormittage beim 6-jährigen und beim 8-jährigen bleiben zu können? Alleine lasse ich die beiden zu Hause nicht! In eine solche Notbetreuung stecke ich sie aber auch nicht! Home-Office ist in meinem Arbeitsbereich nur eingeschränkt möglich. Wie soll man den Kindern denn ein geregeltes Familienleben vorleben, wenn die Eltern sich über Monate hinweg die Klinke in die Hand geben, um irgendwie einer Betreuung gewährleisten zu können. Die Großeltern wohnen 300 km weit weg.
            Also… es gab definitiv Gegenden in Deutschland (und davon in Bayern nicht wenige!), in denen auch die Grundschulen über 5 Monate hinweg im DU waren! Und was es bedeutet, einen Erst- oder Zweitklässler über eine so lange Zeit im DU am Bildschirm zu unterrichten, können Sie sich sicherlich vorstellen.

          • @Who knows…:
            „5 Monate am Stück die Schulen in irgendeinem Bundesland in D geschlossen? Das ist einfach nur eine dreiste Lüge. Pardon, aber es stimmt einfach nicht.“

            Na SIE kennen sich ja aus!!!

            Lesen Sie meinen Post oben, recherchieren Sie und dann überlegen Sie bitte ganz genau, ob das eine „dreiste Lüge“ ist!!!

  4. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das zeitweilig Umstellen von Präsenz- auf Distanzunterricht die Hauptursache für Depressionen und Suizidversuche unter Jugendlichen und Kindern ist.
    Das erscheint mir sehr unwahrscheinlich.

    Es ist eher so, dass der direkte Zusammenhang als Rechtfertigung zur Umsetzung der Ziele der Wirtschaftslobby herbeigeredet wird.

    Eher sind zeitweise Umstellung auf Distanzunterricht und die psychische Belastung der Kinder und jugendlichen Symptome der gleichen Krankheit.
    Diese Krankheit ist der Druck durch die neue, ungewöhnliche und beängstigende Pandemie-Situation.

    Das Jugendliche und Kinder große psychische Probleme bekommen, ist natürlich sehr bedauerlich.

    Beängstigend sind jedoch zwei andere Erkenntnisse.

    a) Was Zusammen in scheinbar ganz normalen Familien während einem Lock-Down scheint ein enormes Problem für viele Familien zu sein.
    Wenn die Kinder mehr als morgens zum Anziehen und abends zu Abendessen und Bett anwesend sind, werden sie für viele Eltern wohl zu einem Problem.
    Einem Problem das in Streit bis hin zu familiärer Gewalt ober psychischen Störungen eskaliert.

    b) Eltern scheinen sich teilweise so wenig mit den Problemen und Ängsten ihrer Kinder auseinander zu setzen, dass sie keinerlei Gefühl für das Befinden ihrer Kinder aufbringen.
    Es bedarf oft der Schule, in der Lehrer sich gleichzeitig um 24 SuS kümmern, um solche Probleme zu erkennen und Maßnahmen ein zu leiten.
    Wenn ich bedenke wie wenig Zeit die LuL für die einzelnen SuS aufbringen können, ist es erschreckend, dass das offensichtlich mehr Zeit ist als manche Eltern zu Beschäftigung mit dem Befinden ihrer Kinder aufbringen können oder wollen.

    Nicht der Distanzunterricht ist das Problem!
    Das Problem ist wohl der Zustand vieler Familien.
    Kinder und Jugendliche sind eine Last. man hat keine Lust sich mit ihnen auseinander zu setzen.
    Wenn man diese Last nicht regelmäßig in die Schule abschieben kann, dann eskaliert die Lage oft psychisch oder sogar physisch.

    Das ist das eigentliche Problem!
    Nicht das die Pandemie die Kinder belastet, nicht das LuL Arbeitssicherheit für sich selbst und die SuS fordern statt die Kids, auch unter Gefahr für ihre eigene Gesundheit, weiter zu verwahren.

    • Schattenläufer bitte, du bist ein schlauer Mensch, du weiß genau wie alle andere, die ihre Kinder wirklich kennen und sich mit denen befassen, dass das alle laute Blödsinn sind.

      Wann haben in der verdamten menschlichen Geschichte Kinder gelitten, weil sie mit den Familien waren???

      Diese Kasernen, was wir heute Schulen nennen sollte man gesetzlich verbieten. Aber der Wirtschaft sitzt das nicht wirklich gut.

      Ja, ich habe keine 2000 Euro x 2 monatlich für tolle Privatschule, wie Freundin unserer Tochter. Da läuft die Hasse ganz anders.

      Also muss ich um die Gesundheit und das Leben unserer Kinder kämpfen.

      Und gut so. Machen wir gerade.

      Also ..

      https://www.theguardian.com/world/2022/jan/11/covid-loses-90-of-ability-to-infect-within-five-minutes-in-air-study

      Schule sind Hauptproblem, bzw. enge Räume mit viel Personen 6-8 Stunden täglich.

    • Genau, deswegen sollten an allen Schulen SchulpsychologInnen eingesetzt werden, denn LehrerInnen haben kein medizinisches oder sozialpädagogisches Studium absolviert.
      Wenn Kinder in ihrem Elternhaus gefährdet sind, dann brauchen sie langfristige und nachhaltige Hilfe und nicht nur Tagesauszeit in der Schule. Denn den Rest des Tages/der Nacht und im Verlauf der Ferien sind sie ungeschützt. Und was das Erkennen von Kindeswohlgefährdung angeht, muss man Zeit haben sich mit den Kindern und Jugenlichen auseinanderzusetzen. Ist nicht immer so einfach in Klassen mit bis zu 30 Schülerinnen und den ganzen anderen Tätigkeiten, die ein Lehrer und eine Lehrerin täglich noch so ausüben darf. Da braucht man kein Corona, um einfach durch zu sein. Ich finde, es braucht ein neues Unterrichtsfach ab Klasse 1, in dem den SchülerInnen z. B. Resilienz, Selbstbewusstsein und Selbstverteidigungsstrategien beigebracht werden.

      • „Ich finde, es braucht ein neues Unterrichtsfach ab Klasse 1, in dem den SchülerInnen z. B. Resilienz, Selbstbewusstsein und Selbstverteidigungsstrategien beigebracht werden.“

        Absolut!

        Statt 3 Stunden Religion/Ethik (obwohl Ethik-Themen finde ich gut, nicht weltfremd, aber trotzdem, zu viel für die GS) und 2 Stunden WG wöchentlich.

        Unsere Städte sind so dicht besiedelt. Diese Tatsache vergessen wir auch sehr gerne.
        Gefahr lauert auf jeder Ecke, schlimmer als im Urwald.

        Polizei und Gericht bedeuten Betroffenen gar nichts, wenn sich Verbrechen schon abspielt. Das ist kein Schütz.

    • @Schattenläufer

      Zu …
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      Beängstigend sind jedoch zwei andere Erkenntnisse.
      • Was Zusammen in scheinbar ganz normalen Familien während einem Lock-Down scheint ein enormes Problem für viele Familien zu sein.
      • Wenn die Kinder mehr als morgens zum Anziehen und abends zu Abendessen und Bett anwesend sind,
      • werden sie für viele Eltern wohl zu einem Problem.

      Einem Problem das in Streit bis hin zu familiärer Gewalt ober psychischen Störungen eskaliert.
      • Eltern scheinen sich teilweise so wenig mit den Problemen und Ängsten ihrer Kinder auseinander zu setzen, dass sie keinerlei Gefühl für das Befinden ihrer Kinder aufbringen.
      • Es bedarf oft der Schule, in der Lehrer sich gleichzeitig um 24 SuS kümmern, um solche Probleme zu erkennen und Maßnahmen ein zu leiten.
      • Wenn ich bedenke wie wenig Zeit die LuL für die einzelnen SuS aufbringen können, ist es erschreckend, dass das offensichtlich mehr Zeit ist als manche Eltern zu Beschäftigung mit dem Befinden ihrer Kinder aufbringen können oder wollen.
      Nicht der Distanzunterricht ist das Problem!
      • Das Problem ist wohl der Zustand vieler Familien.
      • Kinder und Jugendliche sind eine Last. man hat keine Lust sich mit ihnen auseinander zu setzen.
      • Wenn man diese Last nicht regelmäßig in die Schule abschieben kann, dann eskaliert die Lage oft psychisch oder sogar physisch.
      • Das ist das eigentliche Problem!
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      Na! Sie kennen sich da aber ganz toll aus und haben voll den Durchblick!

      „Beänstigend“ finde ich Ihre Einstellung zu den Familien Ihrer SuS…mit welcher Einstellung treten Sie da eigentlich den Eltern gegenüber?
      Was ist aus der „Erziehungsparnerschaft“ geworden, die die Lehrer als Auftrag mit den Eltern haben. Sie reden Sie hier so RESPEKT und EMPATHIELOS von den Familien und stellen die LuL als die großen Problemlöser dar.

      Na, da wundert es mich garnicht, wenn Sie lieber im Schatten laufen und das Wort „Problem“ zu den von Ihnen am häufgstgem genannten Wörter gehört.

      Besser raus und in der Sonne laufen! Bringt auch was für die Psyche!

      • Toller Spruch. Sagen Sie doch auch mal was zum Thema anstatt sich hier nur als Schweinchen Schlau mit Zitaten in kompletter Länge zu produzieren

      • Die Begründung, dass Präsenzunterricht sein muss weil den Kinder zu hause Gewalt droht und psychische Probleme auftreten stammt ja schließlich nicht von mir. Auch die Aussage, dass Präsenzunterricht sein muss um diese Probleme zu erkennen ist nicht auf meinem Mist gewachsen.
        Das ist die Begründung der KMK, der Psychologen und Kinderärzte für Präsenzunterricht um jeden Preis.

        Was ich sage ist nichts anderes als, wenn das wirklich stimmt, dann sind wir mit unseren Familien wirklich arm dran. Müssen Kinder wirklich zur Schule, nur um vor ihren Familien geschützt zu werden?

        Ich persönlich halte das beim größten Teil der Familien eben auch nur für ein Konstrukt um den Präsenz-Unterricht um jeden Preis zu rechtfertigen.

        Empathielosigkeit werfen sie also der falschen Person vor. Empathielos und skrupellos ist die KMK.

    • @Schattenläufer
      Abseits von Corona nennen Jugendliche bei Suizidgedanken am häufigsten Mobbing in der Schule! Und Mobbing wurde hier im Forum auch schon kleingeredet – von Lehrkräften! Lehrkräfte sind ein Teil der Gesellschaft und haben genauso ihre Schwächen wie andere auch. Deine schwarz-weiß-Rechnung, dass Lehrkräfte, die 30 Schüler*innen haben, welche sich während des Präsenzunterrichts NICHT das Leben nehmen, aber dafür im Lockdown mit DU sind also ein Nachweis, dass Lehrkräfte 30x mehr liebende, wertschätzende Menschen sind und 30x besser Kinder groß ziehen können als Eltern. Lass mich raten – du hast keine eigenen Kinder und Leute, die keine eigenen Kinder haben, können das erfahrungsgemäß IMMER am besten!

  5. Die heranwachsenden waren einen sehr langen Zeiraum ausgebremst in ihrer Entwicklung und konnten grundlegende Erfahrungen im sozialen Kontakt nicht unbeschwert ausleben. Bei der jüngsten Pesonengruppe haben sich Angststörungen, Depressonen, Eßstörungen und Internet Sucht durch diese erschwerte Lebensphase entwickelt. Viele dieser heranwachsenden Kinder und Jugendliche haben ihre erste Lebenskrise erfahren.https://www.der-niedergelassene-arzt.de/medizin/kategorie/medizin/deutliche-zunahme-von-psychischen-belastungen-bei-kindern-und-jugendlichen

    • „sozialen Kontakt „

      Von diesen sozialen Kontakten kann ich nicht mehr hören, ganz ehrlich.

      Nie habe ich so viele asoziale Personen wie in Deutschland in der letzten 20 Jahren getroffen.

      Man will heute nicht verstehen, dass ein Mansch immer noch ganz begrenzt nach sozialen Kontakten sucht. 100te Menschen täglich jeden verdammten Tag sind nicht gesund. Das macht müde, erschöpft und kaputt. Wir entfremden uns mehr als je in der Geschichte.

      Also bitte, hört endlich auf mit diesen Blödsinn, die gar keine Verankerung in der menschliche Psychologie hat.

      • @Monika: Auch wenn Sie es nicht mehr hören möchten. Es gibt Kinder, auch im Teenageralter oder Jugendliche, deren soziale Kontakte mit Gleichaltrigen ausschließlich in der Schule stattfinden. Denn es gibt nun mal Kinder – unabhäng von der Ursache – die nicht in der Lage waren/sind echte Freundschaften aufzubauen. Diese Kinder – und das sind garnicht so wenige – hatten die Lockdowns mit voller Wucht erwischt. Meistens sind dies Kinder, die man nicht kennt, weil sie nicht oder kaum auffallen, sehr still und eher zurückgezogen sind. Die einzige Chance für diese Kinder aus dieser Situation herauszukommen besteht in den „zufälligen“ sozialen Kontakten in der Schule oder in einem Verein. Aber nur, wenn nicht beides über einen längeren Zeitraum geschlossen ist.
        Nun können Sie natürlich sagen: „Dann sind diese ja selbst Schuld! Oder: Die Eltern haben in der Erziehung versagt!“ – Nur hilft das diesen Kindern wenig.

        Natürlich können Sie auch sagen: Diese Kinder sind mir egal. Das ist dann aber kein bisschen besser als zu sagen: Coronatote sind mir egal.

        • „echte Freundschaften aufzubauen“

          Echt Freundschaft kommen viel, viel später. Gerade lernen Kinder darüber in der Ethik 6. Klasse.

          Eine echte Freundschaft verlangt Substanz. Viel mehr als Profile posten, Facebook, tolle Geburtstage usw…

          Jüngere Generationen haben nie gelernt was eine echte Freundschaft ausmacht.

          Geld kennt keine Freundschaft und dadurch sind junge Generationen fest geprägt.

          Heilmittel dafür ist keine Schule. Sondern Gesellschaft als Ganzes.

        • Das kann aber nicht der Grund sein,denanderen,prozentual weit höheren Teil der Kinder per Präsenzpflicht zu durchseuchen,nur damit diese Kinder soziale Kontakte haben.Da müssen andere Lösungen her!

    • Die Kinder werden krank, die Eltern werden Krank, die Omas und Opas werden krank 2000 Menschen täglich sterben wegen Corona.

      Also bitte.

      Unsere Familie ist noch heil, weil wir dem ganzen Chaos uns entzogen haben. Und es sollt auch so bleiben.

      Mein Sohn gestern überschüttete mich mit hunderten Küssen, weil er doch zu Hause bleiben kann, trotz den Kosten.
      Oh, die Kinder sind nicht blöd, wie alle so gerne annehmen möchten. Unsere Tochter ist schon 12, sie kann selber lesen und recherchieren und sie tut das auch, auch in englische Sprache. Wir haben vielleicht Glück, beide sind starke Persönlichkeiten, die alles in Frage stellen. Sie kann man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wir auch immer, man sollte die Kinder frei denken lassen und man wird überrascht, wozu sind fähig sind. Sie redet mit ihrer Lehrer nicht ich und sie ist in der Lage besser ihren Standpunkt zu erklären, als ihre emotionelle Mutter. Sie ist eine Kämpferin und das muss und soll man schätzen und nicht durch diesen blöden Kasernensystem unterdrücken. Also scheren sie sich alle zum Teufel, ihr Politiker, unsere Kinder werden sie verlieren, hier bleiben sie definitiv nicht. Wozu bitte sehr?

      Iihnen zu dienen vielleicht?

  6. Ich halte es auch durchaus für möglich, dass zu Vor-Pandemie-Zeiten auch gerne mal Suizidversuche bei Jugendlichen unter den Teppich gekehrt oder uminterpretiert wurden, da das für viele Familien Schmach bedeutet hätte, ein schlechtes Licht auf sie hätte fallen können.
    Mit der Pandemie konnte man andere „Schuldige“ ausmachen und so viel offener damit umgehen.
    Aber so oder so, jeder Fall ist einer zu viel. Es wird höchste Zeit, dass das Leid dieser Jugendlichen mehr Aufmerksamkeit erfährt, unabhängig von der Pandemie.

  7. Auch die schulische Belastung hat bei Kindern und Jugendlichen starkzugenommen. Alle sozialen Schichten egal welcher Herkunft haben Lernrückstände angehäuft und das fehlende Aufholprogramm hat den Leistungsdruck massiv verstärkt. Die Mogelpackung die ohne Inhalt an die Schulen verteilt worden ist, hat allen an den Schulen eine harten Schlag versetzt.https://www.forschung-und-lehre.de/zeitfragen/kindheit-in-der-pandemie-4200 Der Lehrplan ist dem Ausnahmezustand nicht angepasst worden. Besonders hart es G8 Schulen getroffen die nochmals ein verkürztes Schuljahr G7 absolviert haben und verstärkt Rückstände anghäuft haben und eine große Bildunglücke verzeichnen. Auch die Grundschulen verzeichnen große Rückstände und konnten in der Gemeinschaft keine Lernfreud entwickeln oder abschauen. Die Abschlussklassen haben außergewöhnliches geleistet mit Unterstützung der Lehrerschaft und die Prüfungen unter beschwerten Voraussetzungen bewältigt. Diese Lebenphase hat in der schulischen Entwicklung und die Reifung in der Gemeinschaft tiefe Spuren hinterlassen und die aufgearbeitet werden muss.

  8. Die Politik und KM haben der heranwachsenden Generation viel zu wenig Aufmerksamkeit und Beachtung zukommen lassen. Diese Personengruppe stand immer als letztes in der Reihe und wird als vergessene Generation bezeichnet und haben keine stabilisierenden Maßnahmen erhalten. Die Notlage der heranwachsenden ist mit keiner Ehrlichkeit oder Ernsthaftigkeit verfolgt worden und eine wohlwollende Haltung und Vorbildfunktion ist von den Politikern und KM nicht vertreten worden.https://www.respect-in-school.de/lp/pandemie-auswirkungen-mildern?gclid=EAIaIQobChMIgsmQofCp9QIV4RoGAB3l4AqQEAAYASAAEgK-i_D_BwE Viele Familien haben einen hohen Preis für diesen Ausnahmezustand bezahlt und enorm viel geleistet für unsere Gesellschaft und die Gegenleistung auf Hilfestellung für Familien ist nicht eingetroffen. Die Wirklichkeit muss auch Herr Lauterbach anerkennen der Schrei von Therapeuten ist groß und die Warteleiste und Wartezeit sehr lang.

  9. „Vor der Pandemie hatten demnach zehn Prozent der Jugendlichen zwischen 16 und 19 Jahren depressive Symptome, am Ende des ersten Lockdowns waren es 25 Prozent.“

    Na, das spricht doch für sich!

    Interessant, wie man das jetzt kleinzureden versucht. Erinnert mich an „long covid“, da streitet man auch darüber, ob das wirklich an Corona liegt oder nur mittelbar damit zu tun hat…

    • Ne, bei long-covid ist per Definition ein kausaler Zusammenhang ja inkludiert. Nur die Schwurbler sagen immer noch, dass das stressbedingt ist und wegen Masken und so….Sorry, aber wenn jemand unter Geschmacksverlust auch 12 Monate nach einer Coronainfektion leidet und diese im Rahmen einer Covid-Infektion entwickelt hat, ist das doch 100% kausal auf Corona zurück zu führen. Alles andere ist Fake News.

  10. Ich denke schon, dass der Lockdown bei einigen Kindern und Jugendlichen zu psychischen Ausnahmezuständen geführt hat. Wenn man z.B. an Kinder und Jugendliche denkt, die auf kleinem Raum mit der Familie leben. Wenn dann noch Pupertät, eventuelle Existenzängste der Eltern durch den Lockdown,zu Enges aufeinander „hocken“und Streit innerhalb der Familie hinzukommen, weil durch die Umstände die Nerven blank liegen, kann das durchaus zu Spannungen und unschönen Zuständen geführt haben,zu denen es in „normalen“ Zeiten evtl. gar nicht gekommen wäre.

    Ob das allerdings geöffnete Schulen hätten verhinden können darf durchaus bezweifelt werden.

    • „Streit innerhalb der Familie hinzukommen, weil durch die Umstände die Nerven blank liegen, kann das durchaus zu Spannungen und unschönen Zuständen geführt haben,zu denen es in „normalen“ Zeiten evtl. gar nicht gekommen wäre. “

      Klar, weil die Menschen vergessen haben, was im Leben wirklich zählt.

      Die Kinder sind von klein an damit gepumpt, wie sie nicht wert sind, wenn sie nicht mindestens 20 beste Freunden haben, jeden Geburtstag mit mindestens halbe Klasse feiern sollen, wie sie die Besten, die Klügsten, die prächtigsten Rentier sein sollen und vor allem es zählt wie viel seine Eltern Kohle haben.

      Jedes Tier würde dadurch verückt.

    • Das enge Hocken ist auch deshalb so ungewohnt für viele Familien, weil man sich dort ja kaum noch sieht. Wer seine Kinder ununterbrochen in Betreuung steckt, ist NATÜRLICH überfordert, wenn man sich mit den gleichen Kindern plötzlich mehr als 30min am Tag auseinandersetzen muss. Die Leute haben es schlicht und einfach verlernt, wie sie mit ihren Kindern umgehen müssen.

  11. Bei der Pauschalargumentation, dass Lockdown gleich erhöhte Suizidrate, fehlt die Differenzierung.
    Die Mehrzahl der Familien hat den Lockdown gut bewältigt, die Politik bezieht sich aber ständig auf die vielleicht 10 Prozent Problemfamilien.
    Sollen sich jetzt die 90 Prozent anstecken, um den 10 Prozent ein paar Stunden am Tag gespielte Normalität zu ermöglichen?

    Natürlich verschärfen sich in einem Lockdown die Probleme bei häuslicher Gewalt und dysfunktionalen Familienstrukturen.
    Schule hat damit aber nichts zu tun. Die giftigen Strukturen bestehen weiterhin und offene Schulen lösen keines der grundlegenden Probleme.
    Und geöffnete Schulen dürften bei Omikron auch zu einer Eskalation innerhalb der Familien führen, Quarantänen und Infektionen innerhalb dieser Familienstrukturen, neben versäumten Klausuren und Notendruck. Eine explosive Mischung.
    Diese Kinder brauchen eine Betreuung, die Sozialpädagogen, Psychologen usw leisten sollten.
    Echte Hilfe ist aber wahrscheinlich zu teuer, da tut es das vollgepfropfte Klassenzimmer auch.
    Diese Heuchelei ist nur noch erbärmlich.

    • @xy: Da haben Sie ja eine sehr interessante Argumentation:

      Sie sagen, wenn 90% Prozent der Familen mit den Lockdowns und Schulschließungen wunderbar zurechtkommen, brauchen uns die restlichen 10 Prozent nicht zu interessieren und wir müssen auf diese Minderheit keine Rücksicht nehmen.

      Dann könnte man bei Covid-19 in gleicher Weise argumentieren: Da die meisten nur milde Symptome haben und die Sterblichkeit bei ca. 1 Prozent liegt, brauchen wir auf diese Minderheit, die schwer betroffen ist, keine Rücksicht zu nehmen. Die meisten überstehen die Erkrankung ganz gut und kommen damit wunderbar zurecht.

      • Nein, dysfunktionale Familienstrukturen sind

        a) nicht ansteckend

        und

        b) werden durch Präsenzbetrieb nicht funktional.

        Sich um die Kinder in dysfunktionalen Familien zu kümmern, sollte auch außerhalb einer Pandemie oberste Priorität haben.

        Sie allerdings zusätzlich argumentativ und politisch zu mißbrauchen, um diese und alle anderen erheblichen Gesundheitsgefahren auszusetzen, ist widerlich.

    • xy:
      „Die Mehrzahl der Familien hat den Lockdown gut bewältigt, die Politik bezieht sich aber ständig auf die vielleicht 10 Prozent Problemfamilien.“

      Woher nehmen Sie diese Prozentangaben? Aus Ihrem eigenen kleinen Umfeld? Mutig! Wenn Sie schon mit derartigen Zahlen hantieren, dann bitte auch mit Quellen versehen! Das betont die Redaktion hier doch ständig! Ich glaube Ihnen, dass all Ihre Bekannten „sehr gut“ zurecht kamen – wie können Sie hierbei aber ein Abbild auf ganz Deutschland herleiten? Eine repräsentative Umfrage o.ä. können Sie doch sicherlich verlinken, oder?

  12. Mich würde mal interessieren, wie es in anderen Ländern aussieht. Wenn im selben Zeitraum in Ländern, wo die Schulen gar nicht geschlossen waren, ebenfalls ein solcher Anstieg zu verzeichnen war, dann kann es nicht an den Schließungen gelegen haben.
    Weiß jemand zufällig etwas darüber?

    • Lauterbach hat in der genannten Sendung auch direkt gesagt, dass es diesen Effekt auch in Ländern mit „lockereren Coronaregeln“ gegeben habe und man das deshalb nicht einfach darauf schieben dürfe. Außerdem hieß es in Berichten zu dieser „Studie“ (die noch nicht mal korrekt veröffentlicht ist), dass die Mehrzahl der Betroffenen bereits vorher Probleme im psychischen Bereich hatte. Macht es nicht zwingend besser, ist aber eine wichtige Info.

    • @DerechteNordne: Das ist in der Tat ein guter Ansatz. Man müsste z.B. Schweden oder die Schweiz als Vergleich heranziehen.

        • @Christian: Ja, fast überall waren die Schulen zeitweise geschlossen. Nur in den meisten Westeuropäischen Staaten nicht so lange und nicht so umfangreich. In Schweden hatten Grundschüler m. W. keinen Distanzunterricht. Dies war nur für die älteren Jahrgänge der Fall. Und sobald es wieder in Präsenz ging, gab es keine Maskenpflicht.

          • Wäre ach für D kein Problem gewesen, wenn es denn wie in Schweden kleine Klassen, große Räume und Luftfilter in den Unterrichtsräumen gegeben hätte. Jo, und nun überlegen Sie mal, warum D seine Schulkinder auf Distanz unterrichten musste.

          • Tjoa, liegt daran, dass andere Staaten vielleicht eh mehr in Bildung investieren.
            Und unter Corona
            1. davon profitieren konnten
            2. frühzeitig reagiert haben

      • Vielleicht auch Peru oder Brasilien. Oder die USA.

        Da werden die Kinder sicher gut wegstecken, dass ihre Angehörigen, auch viele Eltern, gestorben sind.

        Die nächste Mathe-Stunde wird ihnen sicher helfen.

        • @Ravel: Die Vergleiche sollten schon mit Ländern erfolgen, die aus sozioökonomischer Sicht mit Deutschland vergleichbar sind. Damit fallen die von Ihnen genannten Länder schon mal weg.

  13. Der Versuch, diese Erkenntnisse auf einzelne Punkte zurückzuführen ist zu einfach und dient nur, um gegen einige Punkte zu ätzen, die einem nicht gefallen. Ich glaub, jeder Fall it für sich selber komplex und es gint immer mehr Faktoren, die hier wirken.
    Ein Punkt der hier meines Erachtens sicherlich auch dazu gehört, ist, dass die Politik seit ca. zwei Jahren ein Schreckenszenarion nach dem andernen aufbaut, aus welchen Gründen auch immer. Und hier gehört Hr. Lauterbacher auch zu einem Vorreiter.

  14. Depressionen und Suizidversuche sind, wie es der Kollege Dohna-Schwake beschreibt, multifaktoriell bedingt.
    Und es wird nicht im Mindesten ein valider wissenschaftlicher Bezug hergestellt, wenn diese Krankheitsbilder bei Schulkindern allein auf die stattgefundenen Schulschließungen zurückgeführt werden, weil in diesem Zeitraum auch alle anderen Freizeitaktivitäten der Kinder sehr stark eingeschränkt wurden.
    Und nebenbei haben die Kinder ihre sozialen Kontakte mit Schulfreunden und anderen Gleichaltrigen über neue Kommunikationsmittel, Geschwister und direkte Kontakte zu engen Freunden aufrecht gehalten.
    Wenn sich schon die viele Erwachsene sich nicht an Quarantänevorschriften gehalten haben, um erkrankt einkaufen zu gehen, so kann man davon ausgehen, dass Kinder sich auch als nicht Erkrankte mit Freunden in diesem Zeitfenster trafen. Meine Kinder haben sich mit festen Freunden getroffen, und wir haben das auch unterstützt, wie auch andere Eltern dies zur Liebe ihrer Kinder taten.

    • @AvL: Sie haben recht: Die meisten Kinder haben sich mit ihren (engesten) Freunden getroffen oder die Kommunikation auf anderem Wege erhalten. Die meisten Kinder haben die Lockdowns auch recht gut überstanden. Es gibt aber auch Kinder, die keine echten Freunde haben, auch Teenager oder Jugendliche. Und es sind vor allem eben solche, die von den Schließungen hart getroffen wurden. Sicherlich gab es bei diesen auch vorher schon irgendwelche Problem sozialer Natur, nur fallen mit geschlossen Schulen und sonstigen organisierten Aktivitäten dann auch die „zufälligen Kontakte“ weg.

    • Ja, es fehlt die belegte Kausalität zwischen Corona-Maßnahmen (welche auch immer) und den Suizidversuchen.

  15. So titeln andere Medien (das kenne ich hier nur von den Inzidenzen, wenn sie mal wieder steigen):

    „Suizidversuche junger Menschen steigen um 400 Prozent

    Laut einer noch unveröffentlichten Studie der Uniklinik Essen steigt die Zahl der Suizidversuche bei Kindern und Jugendlichen im zweiten Jahr der Pandemie sprunghaft. Gesundheitsminister Lauterbach sieht die Krise insgesamt als Grund und warnt vor voreiligen Schlüssen hinsichtlich der Corona-Maßnahmen.“
    https://www.n-tv.de/mediathek/videos/panorama/Suizidversuche-junger-Menschen-steigen-um-400-Prozent-article23049391.html?utm_medium=Social&utm_source=Facebook&fbclid=IwAR0dwVqtlrjQ11L9ClK6zMq0V-mEWJo6XaOcMsKr_DS6dGOIdUfnq9xfre0#Echobox=1641912476

    • @Amanakoku, Sie sollten sich vielleicht mal die Mühe machen, die Artikel auch zu lesen, die Sie hier so munter kommentieren.
      Der Artikel ist eine Einordnung von genau dieser unveröffentlichten Studie, auf die Sie hinweisen.

  16. Kinder schauen alleine wegen der Klimahysterie voller Angst in die Zukunft. Sie meinen die Welt ginge unter, wegen ein paar Grad wärmeren Wetters.
    Sie haben ein schlechtes Gewissen wenn sie Fleisch essen, wenn sie in den Urlaub fliegen, wenn ihre Eltern noch kein Elektroauto fahren.

    Die Pandemie hat nun alles noch schlimmer gemacht.

    Schön wäre es, wenn in den Schulen etwas gegen die allgemeine Panik getan wird.

    • Welche Panik? Die Kids an meiner Schule gehen sehr lässig mit allem um. Das ist für uns Lehrkräfte manchmal schon sehr anstrengend. Ich versuche, mich nicht mehr aufzuregen. Trage FFP2-Maske, lüfte wie doof und halte Abstand. Die Kids unter einander und unbeaufsichtigt? …

  17. Es ist wohl wahr, dass die Schulschließungen einen sehr negativen Einfluss auf die Kinder hatten. Und diese wollen, einer neuen Studie zufolge auf keinen Fall mehr Schulschließungen. Sie haben regelrecht Angst davor.
    Hier der Link (ich habe allerdings die Bezahlschranke nicht ausgelöst):

    https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/corona-aengste-der-jugend-schulschliessungen-koennten-fehler-sein-17724743.html

    Und in diesem Forum wird mehrmals gesagt, die Schulschließungen seien nur kurz gewesen.
    Bei mir im Landkreis waren die Klassen 5 bis 10 von Dezember 20 bis Juni 21 nicht in der Schule.
    War es anderswo wirklich kürzer und dann wie lange? – Ich würde mich über Infos von Kolleginnen und Kollegen freuen.

    • Angst haben nicht. Distanzunterricht ist anstrengender, machen wur uns dich nichts vor. Präsenz hat den Vorteil, dass man viel, viel mehr Leerlauf hat und Quatsch mit seinen Peers machen kann.

    • Das kann nicht sein.

      1. waren die Abschlussklassen in Vollpräsenz!

      2. Jahrgang 5 und 6 zunächst im Wechselunterricht und dann (relativ schnell) im Präsenzunterricht.

      3. Jahrgang 7 und 8 und die 9. Realschulklassen waren im Distanzunterricht.

      4. Über die ganze Zeit hinweg gab es eine Notbetreuung für alle.

      Entweder haben Sie eine vollkommen falsche Wahrnehmung Ihres Erlebten, eine andere Realität (vielleicht in einem anderen Land) erlebt oder verbreiten bewusst Fakenews.

      @xy: 100% ige Zustimmung! Die meisten kamen mit Distanzunterricht gut zurecht. Bei den wenigen, die Schwierigkeiten mit den sozialen Kontakten hatten, waren nunmal die Eltern gefragt.

    • Und weil einige Angst vor Schulschließungen haben,sollen ALLE gezwungen werden,ihre Gesundheit aufs Spiel zu setzen?Was ist mit denen,die aus Angst vor Ansteckung NICHT in die Schule wollen?Was genau verlieren die Öffnungsbefürworter zB bei ausgesetzter Präsenzpflicht verloren?Nichts.Nur die vorsichtigeren können endlich etwas tun.Es gibt nicht nur die eine Seite.Habe neulich ein interessantes statement eines Kinder- und Jugendpsychologen gelesen,der klar sagt,dass dieses Gefühl des Ausgeliefertseins und der Machtlosigkeit Spurenhinterlassen wird.Vertrauensverlust in die Politik .DieSchüler merkenauch,dass sie der Politik nichts wert sind.

      • @Maren: Ihr Argument ist wieder eines dieser einseitigen, die sich analog drehen lassen, z. B. wie folgt: „Nur weil eine Minderheit große Angst vor Corona hat, müssen alle Kinder in den Distanzunterricht?“
        Um allen Schülern und Eltern gerecht zu werden bräuchte es Präsenzunterricht mit zugeschalteten Schülern von zu Hause über eine Videokonferenz. Wenn man den Schülern und Eltern die Wahl ließe, was glauben Sie, wieviele Schüler dann prozentual zu Hause bleiben würden?

    • Die „Schließung“
      definiert sich als ständige oder vorübergehende Einstellung z. B. der Produktion eines Betriebes, der Tätigkeit einer Einrichtung.
      Für Schulen bedeutet dies dann die Einstellung aller Bildungsangebote und Tätigkeit bei Betreuung. Also kein WU od. DU, bzw. OGS und Schule von 8 -16 Uhr, was aber nicht zutrifft.

      Also bitte hört endlich mit dem Stuss von „Schulschließungen“ wie nicht enden wollende Fakenews auf oder begreift ihr die Unterschiede einfachnicht.

      • Was Sie schreiben, stimmt so pauschal nicht. Ich habe es in meiner Antwort geschrieben, in Hessen waren manche Jahrgänge, die nicht Abschlussklassen oder 1-6 waren, monatelang zu Hause. Für diese Kinder waren es de facto Schulschließungen , auch wenn andere in die Schule gehen durften. Das sind keine Fakenews, sondern kann einfach nachgeprüft werden.

        • Da muss ich vehement widersprechen!

          Ich komme aus Hessen und bin Klassenlehrer einer mittlerweile 6. Klasse. Diese Kinder mussten nicht einen Tag zu Hause bleiben. Sie hatten mal zwei Wochen Wechselunterricht.

          Die anderen 5 er und 6er hatten etwas länger Wechselunterricht.

          Abschlussjahrgänge waren durchweg in Präsenz.

          Die 7er und 8er waren im Distanzunterricht und hatten zusätzlich die Möglichkeit einer Notbetreuung.

          Was erzählen Sie denn da?

          Für Grundschulen kann ich nicht sprechen. Keine Ahnung.

          • Lieber „Defence“ – ich kann nur sagen, wie es bei uns im Landkreis (als Schulträger) war – es gab für manche Schüler, die nicht Teil der Abschlussklassen 9,10 und 13 waren und älter als die Jg. Studen 1-6. monatelang NUR Distanzunterricht, was für mich einer teilweisen Schulschließung gleich kommt. Fakt ist, dass es das gab. Dies bestätigt im Übrigen auch weiter unten auf meinen Hauptkommentar bezogen Userin „Carine“. „Was erzählen Sie denn da“? gebe ich daher gerne zurück. Ich habe auch eine Quelle recherchiert: hier https://www.bvss-nidderau.de/_downloads/Elternbrief.pdf geht eindeutig heraus zuvor, dass es in Corona im Jahr 2021 eine Zeit gab, in der bestimmte Jg.-Stufen ausschließlich im Distanzunterricht unterrichtet wurden: „2. Die Jahrgangsstufen ab Jahrgangsstufe 7 werden weiterhin im Distanzunterricht beschult.“ Im dok (Elternbrief des HKM) heißt es.
            „Insbesondere diese Entscheidung ist uns alles andere als leichtgefallen, sie ist aber an-gesichts des aktuellen Infektionsgeschehens leider unumgänglich. Mir ist bewusst, was die Schülerinnen und Schüler ab der Jahrgangsstufe 7 und Sie als Familien seit vielen Wochen ohne Präsenzunterricht leisten und aushalten müssen. Dies ist beeindruckend und bewundernswert. “ Genau das meinte ich -wenn Sie der Auffassung sind, dass Schulen, die auf der Basis willkürlicher Kriterien manche Schüler in Präsenz, andere ausschließlich in Distanz unterrichten, für alle offen sind, dann bin ich hier anderer Auffassung. Für mich ist für einen Schüler eine Schule geschlossen, wenn er nicht in Präsenz unterrichtet wird.

        • Setzen Sie „Schulschließung“ mit „ es erfolgt kein Unterricht“ gleich? Das gab es während der Pandemie nur an sehr wenigen Tagen. Auch Unterricht auf Distanz ist Unterricht. Sollte der allerdings sinnlos sein (meine Klassen sehen das anders, aber ich lasse mich natürlich gern von der Mehrheit der Eltern anderweitig belehren), spare ich mir beim nächsten Mal die Mühe und kümmere mich nur um die, die in Präsenz in der Schule sind.

          • @Mika: Zumindest in NRW war dies sehr unterschiedlich. Die Dauer der Schulschließungen variiert sogar zwischen den Kommunen sehr stark. Und auch die Erteilung von Distanzunterricht war sehr unterschiedlich, selbst innerhalb einer Schule. Manche Lehrer haben dies richtig gut gemacht. Andere hat man gar nicht wahrgenommen.
            Dies ist hier aber überhaupt nicht der Punkt. Stoffvermittlung ist auf Distanz grundsätzlich möglich. Was aber fehlt sind nun mal die soziale Kontakte. Was ist denn die höchste Strafe in einem Gefängnis? Richtig – Isolationshaft. Warum eigentlich? Ist doch aus Corona Sicht eigentlich super, oder nicht?

        • @Michael „Hessen waren manche Jahrgänge, die nicht Abschlussklassen oder 1-6 waren, monatelang zu Hause.“

          Den Beweis, dass diese Jahrgänge (ab KL 7) über Monate nicht an Schulen angebunden waren können Sie auch belegen?

          Gab es aber DU oder Hausaufgaben waren Schulen eben NICHT geschlossen. Was ist daran denn nicht zu verstehen?

          Monatelang weder DU noch WU, geschweige Hausaufgaben. Ein Paradies für manch SuS.

          • Gut, wenn man Distanzunterricht – bei dem ich von unterirdisch bis überragend alles beobachten konnte, einbezieht – waren Schulen nicht geschlossen. Ich hätte wohl genauer sagen sollen für den Präsenzunterricht für einzelne Jahrgänge geschlossen.

          • Ich bezog mich ausschließlich auf die Frage, ob die entsprechenden Jahrgänge auch in Präsenz (wie parallel andere) unterrichtet wurde. Fakt ist, dass es Jg. gab, die nicht in Präsenz unterrichtet wurden und nur in Distanz, während andere gleichzeitig (Abschlussklassen) in Präsenz in den Schulen waren – kann man auch diesem Dok entnehmen: https://www.bvss-nidderau.de/_downloads/Elternbrief.pdf – ich finde es in der Diskussion allerdings interessant, dass moatelanger Distanzunterricht, bei dem vor allem Eltern gefordert waren, nun mit Präsenzunterricht gleichgesetzt wird. Meine Auffassung ist, dass Schulen , die bestimmte Schüler nicht in Präsenz unterrichten, für diese geschlossen sind, auch wenn es Distanzangebote gibt.

    • Da kann ich Ihnen gerne einen Erfahrungsbericht mitteilen: Mein Sohn war fast ein 3/4 Jahr nicht in der Schule, und zwar deshalb, weil im tollen Bundesland Hessen eine Zeitlang nur die Abschlussjahrgänge (9,10, 13) und die Jahrgänge, denen man nicht zumuten wollte, dass Kinder unter Umständen alleine bleiben müssen zu Hause (1-6) – da er während Corona in der 7 und 8 war fiel er mit vielen anderen durchs Maßnahmenraster. Dass die Schulschließungen nur ein paar Wochen waren gilt vielleicht dann, wenn man Komplettschließungen für alle meint, schaut man sich die Lage differenzierter an , sieht das individuell betrachtet anders aus. Zu der Studie: ich denke auch, dass eine Zunahme an psychischen Erkrankungen nicht wegen einer Maßnahme bedingt sind, ich kann aber auch nicht erkennen, dass die politischen Entscheidungen hier gar keine Rolle spielen: Schulschließungen, Verbot von Vereinssport, Kontaktbeschränkungen, Aussagen von Merkel, dass sich Kinder einen „Lieblingsfreund“ suchen sollten usw. – das sind alles politische Entscheidungen, deren Wirksamkeit nicht immer im Einzelnen belegt waren. Kinder merken sehr gut, ob sie Wertschätzung erhalten oder nicht – Fakt ist, dass Kinder , obwohl sie individuell betrachtet kaum wirklich gefährdet waren (abgesehen von Long Covid evtl.) , die meisten Einschränkungen erdulden mussten. Alles, was sinnstiftend ist, fiel weg: Schule, die mehr ist als Bildunsgeinrichtung, sondern ein sozialer Ort, an dem man seine Freunde trifft, Sport , was zusätzlich negative Wirkungen auf die Gesundheit hat etc. Und das Argument, dass Kinder doch auch gerne zu Hause sind, trägt nicht durchgehend: Gerade in der Pubertät wollen Kinder nicht den ganzen Tag mit ihren Eltern verbringen. Ich konnte bei meinem Sohn sehen, wie er immer verschlossener, teilweise apathisch wurde. Als die Schule endlich wieder „aufmachte“, blühte er regelrecht auf. Fazit: die Schulschließungen stellten mit die schlimmsten Corona-Maßnahmen dar, die sicherlich auch einen Beitrag zu psychischen Veränderungen leisteten, Lauterbach und die Politik können sich hier nicht einfach so herausreden…

      • Das kann ich nur bestätigen. Wir wohnen auch in Hessen in einem Landkreis, der aufgrund der hohen Inzidenz beschlossen hatte, die Schüler ab der 6. Klasse in den Distanzunterricht zu schicken (mit Ausnahme der Abschlussklassen). Mein Sohn war deswegen 4 Monate lang im DU und danach 1 1/2 Monate im Wechselunterricht. Distanz und Wechselunterricht haben nur bedingt funktioniert. Die Deutsch-Lehrerin hat ihr Fach im Chatmodus unterrichtet, weil sie keinen Videounterricht geben wollte: Gar kein Unterricht wäre genauso wirksam gewesen! Andere Lehrer haben sich aber Mühe gegeben. Für uns war der DU und der Wechselunterricht jedoch nur von mäßiger Qualität, weil die Schule keinesfalls auf diese Art von Unterricht vorbereitet war. Da mein Sohn Einzelkind ist, freut er sich umso mehr mit anderen gleichaltrigen Kindern Kontakt zu haben. Und das war zu der Zeit gar nicht möglich, da Schulbesuch und Vereinssport untersagt waren.

  18. Hey, moment mal, gar kein Rüdiger Vehrenkamp hier in den Kommentaren? Das ist doch die Berichterstattung, die er sich immer gewünscht hat?

    Bin jetzt schon ein wenig enttäuscht…

    • Gestern um 22:37 h hat er sich sehr wohl gemeldet und ziemlich am Anfang eine Frage gestellt.
      Btw. Es gibt doch z. Zt. keine „Schulschliesungen“ und daher wird er mal arbeiten müssen, damit seine Kids nicht untergehen. Außetdem viel zu viel Text.

  19. Jugendliche nehmen sich nicht das Leben, weil sie eine Weile nicht zur Schule müssen oder ihnen anderes verwehrt wird. Auch Ärger und Streit Zuhause und auch sich steigernde Gewalt ist nicht direkt der Grund! Der häufigste Grund sind „unsichtbare“ Wunden. Wenn Eltern aggressiver werden, dann ist das etwas, das man benennen kann und das gesellschaftlich anerkannt und beachtet wird. Ich kenne eine Schülerin, die „wünscht“ sich soetwas quasi, weil sie dann „gesehen“ und ernst genommen wird, was bei psychischen Grausamkeiten seitens der Eltern oder bei Mobbing in der Schule nicht der Fall ist. Manch einer ist auch insgeheim froh, wenn sich psychische Probleme, Diskriminierungserfahrungen, Mobbing irgendwann durch körperliche Krankheiten „sichtbar“ machen und dadurch gesellschaftlich anerkannt und beachtet werden. Manch einer wünscht sich, dass eine Person, die ihn mobbt, quält, verbal verletzt ect einmal ZUSCHLAGEN würde, damit die „Wunden“, die diese Person psychisch verursacht sichtbar und deshalb gesellschaftlich anerkannt und beachtet werden. Die körperliche Verletzung wird in diesem Fall als viel harmloser empfunden als die psychische Verletzung…
    Natürlich kann man, wenn man alles emotionale breit tretet, die Gesellschaft auch psychisch immer labiler machen, weil man es ja fördert, sich da hineinzusteigern. Das kann auch das psychische „Immunsystem“ schwächen. Umgekehrt ist es aber eine Tatsache, dass wir in unserer modernen Welt nicht gerade empathischer werden,was auch schon bei „ich – bezogenen“ kleinen Kindern und „Prinzessinnen“ auffällt. Tatsache ist auch, dass nur körperliche Krankheiten /Angriffe/Verletzungen ernst genommen werden.
    Hier muss ein guter Mittelweg gefunden werden.
    Wenn nun also Jugendliche sich im Lockdown verstärkt das Leben genommen haben, dann weil sie schon zuvor mit dem Gedanken spielten und Probleme hatten und im Lockdown die Zeit sich da reinzusteigern und diese Probleme verstärkt zu sehen. Das bedeutet logischerweise nicht, dass man Jugendlichen keine Zeit zum Grübeln lassen sollte und die Probleme so ungeachtet weiter existieren lassen kann , sondern natürlich dass man die Probleme sehen und angehen sollte. Dafür braucht es „empathischer“ Kontakte, die ohne Lockdown nicht automatisch gegeben sind,nur durch Lockdowns sichtbar werden.
    Einfach ausgedrückt, könnte man sagen : Wenn es keinen Lockdown gibt , dann hofft ein Teil der Jugendlichen weiter, dass sich ihre Situation einmal ändert, quält sich damit herum, wird irgendwann süchtig und verendet dann in Obdachlosigkeit und stirbt durch Drogen, durch Erfrieren ect. Dann tauchen diese Jugendlichen in einer anderen Statistik auf, aber es kommt auf dasselbe heraus. Das Problem ist also ohne Lockdown nicht gelöst und wenn wir es lösen können, dann sind wiederum Lockdowns egal! Somit führen also Diskussionen über Lockdown oder nicht Lockdown am eigentlichen Thema vorbei und helfen somit auch nicht. Schon garnicht ist es so, dass eine plötzlich neue und ungewohnte Situation, verbunden mit (negativen) Veränderungen zu der plötzlichen Idee, Suizid zu begehen, führt. So spontan lebensmüde sind Menschen nicht. Dazu braucht es einen langen, schleichenden Prozess. Wenn die ganze Corona Geschichte negative Auswirkungen hat, dann sieht man das erst in Jahren.

  20. Wenn die Schulen nicht mit ständig kurzfristig umzusetzenden neuen Anweisungen gegängelt werden würden und Unterstützung bei der Digitalisierung bekommen hätten, hätten sie evtl. sogar noch den Kopf gehabt, irgendein digitales Angobot anzubieten, dass ihre Schulgemeinschaften zusätzlich unterstützt hätte. Z.B. die AGs, die auch digital möglich sind, weiterhin anbieten oder digitale Gesprächskreise.

  21. Das Konzept der Salutogenese von Antonovsky liefert ein differenziertes Bild der Faktoren, die zur psychischen Widerstandsfähigkeit beitragen (https://leitbegriffe.bzga.de/alphabetisches-verzeichnis/salutogenese/). Ein Kernbegriff ist dabei das Kohärenzgefühl, bei dem es um die Verstehbarkeit und Sinnhaftigkeit des Lebensalltags und der Lebensaussichten geht. Ich würde sagen, da spielen die wahrgenommene Inkonsistenz von Regeln, die Verlässlichkeit von Versprechen zum weiteren gesellschaftlichen Fahrplan und vor allem bei Jugendlichen auch der subjektiv empfundene Zeithorizont in Krisen ein große Rolle. Die Politik und die öffentliche Kommunikation sind dabei sicherlich ein wichtiger Faktor … aber eben auch die Vermittlung vorhandener Bewältigungsressourcen durch die Eltern. Deswegen ist die aktuelle Situation auch so gefährlich – Eltern sitzen mit Kindern wieder seit Tagen im Homeschooling, weil die Testerergebnisse aus dem Labor ausbleiben und dieses Wegfallen jeglicher Kontrolle über die eigene Tagesplanung unter meist hohem Druck (enormer Stress als Arbeitnehmer) ist in den nächsten Wochen sehr wahrscheinlich Dauerzustand.

    • Das kann ich überhaupt gar nicht nachvollziehen. Wenn das Kind eine normale Erkältung hat, sitzt es auch zu Hause ohne zu wissen, wie lange es dauert bis es wieder gesund ist. Diese Ungewissheit ist immer da. Fakt ist, dass es vorbei geht und, dass es eine absehbare Zeit ist!

      Wieso muss man dann gleich Depressionen oder Suizidgedanken entwickeln? Vielleicht sind das insgesamt sehr labile Menschen, keine Ahnung. Wenn sie ihren geliebten Alltag nicht ausnahmslos Leben können, sehen sie direkt das Fenster und wollen am liebsten springen.

      Drama!

  22. Auch wenn es manche nicht wahrhaben wollen, Schulschließungen verursacht psychische Probleme bei Kindern. Ich spreche jetzt mal Kinder und Jugendliche mit Behinderung an, die zur Förderschulen gehen. Wo neben dem Unterricht auch Betreuung stattfindet. Mein Sohn ist Autist mit einer geistigen Behinderung. Der war im Frühjahr 2020, wo die Schule zwei Monate dicht war fast jeden Tag beim Home-Schooling mehr oder weniger ausgerastet. Hausaufgaben war er zwar gewohnt so 2 bis 3 mal die Woche 10 bis 15 Minuten und zwar ohne Probleme. Aber im Home-Schooling ein tägliches Pensum von 45 Minuten und manchmal mehr (für einen Schüler auf der Regelschule ein Klacks, aber bitte nicht damit vergleichen). Und häufig die Nachfrage, wann wir mit damit fertigwerden. Also, ich brauche keine Schulschießungen mehr. Man hebe die Präsenzpflicht auf, entscheidet selber als Eltern ob Kind geht oder nicht. Unser Kind hatte im Winter/Frühjahr 2020/2021 Notbetreuung in der Schule gehabt, die nicht systemrelevant war. Würde ich immer wieder machen.

  23. Nicht alle Kinder haben das Glück kompetente Eltern zu haben und der Fahrplan in der Pandemie mit den massiven Einschränkungen der schulischen und außerschulischen Aktivitäten hat ganz deutlich gemacht, wie es um diese Kinder steht und wie wichtig die Institution Schule, Kita und Co. ist um solche Misstände aufzudecken. Die Zahlen sind bei Erwachsenen auch dramatisch gestiegen wieso also soll das bei den Kindern nicht mit Corona und den Einschränkungen zusammenhängen?

  24. Das Schlagwort Schulschließungen ist so absolut, passiv und auch irgendwie inhaltslos. Man stellt sich bei Schulschließungen verriegelte Schulen vor, garniert mit Bildern aus den Medien, in denen sich Kinder vor ihrem Schreibtisch die Haare raufen. Im Gegenzug dazu steht der Begriff Präsenzunterricht. Das hört sich nach Aufbruch an. Es geht was, alle sind aktiv, bewegen sich mit Schultasche und Lehrertasche Richtung Schulgebäude und dort findet soziales Miteinander statt.
    In schlechten Zeiten gibt das den Bürgern Mut. War es nicht schon immer so? Soldaten zogen in die Welt hinaus um eine bessere zu bekommen. Wollt ihr den totalen Krieg? Ja haben alle gejubelt oder zumindest geschwiegen. Heute weiß man, es hätte eine bessere Lösung als Krieg gegeben. NATÜRLICH kann man das nicht vergleichen, aber die gesellschaftlichen Abläufe sind dieselben. Schwarz Weiß Malerei führt zu unvernünftigen Handlungen, sowie die schlichte Auswahl zwischen Schulschließungen und Präsenzunterricht leider die wirklich guten Lösungen, die irgendwie dazwischen liegen oder ganz neu sind gar nicht in Betracht gezogen werden.

  25. Worüber reden wir hier eigentlich? Über „Suizidversuche“ und deren Ursachen begründet in Ängsten im Zusammenhang mit der Pandemie, „schlechten“ Elternhäuser, Schulschließungen, etc.?

    Gemäß Statistik (N4T aktualisiert ja regelmäßig) sind im Zeitraum der Pandemie (Stand: 06. Januar) 47 Kinder im Alter von 0-19 Jahren an Covid-19 verstorben.

    Im Jahr 2019 haben weiterhin 661 Kinder tödliche Verletzungen erlitten, sind 400 Kinder in Unfällen mit tödlichem Ausgang verwickelt worden, haben 185 Kinder Suizid begangen, sind 44 Kinder bei einem tätlichen Angriff verstorben und 32 Kinder haben ohne Zuordnung zu einem bestimmten Ereignis ihr Leben verloren. Macht ca. 1.300 junge Menschen unter 19 Jahren in nur einem Jahr.

    Wenn man hier längere Zeit liest, scheint nur die Zahl der Covid-verstorbenen Kinder in den „Zuständigkeitsbereich“ von N4T und seiner Community zu gehören. „Erfolgreiche“ Suizide, Suizidversuche und andere seelische Erkrankungen werden mir in keiner Weise mit der notwendigen Ernsthaftigkeit im Kontext von Schule betrachtet – ggf. sogar in das Reich der Fabeln verwiesen. Hier werden äußere Umstände (insbesondere das Elternhaus), Freundeskreis, etc. als ursächlich erklärt. Dass Kinder in einem komplexen Umfeld mit wechselseitigem Einfluss aufwachsen, wird doch hier niemand ernsthaft bestreiten? Dass der persönliche Umgang mit den Schülern und zugwandte Eigenschaften von Lehrkräften maßgeblich die Bildungschancen von benachteiligten Kindern in diesem Land ausgleichen und positiv beeinflussen können, ist doch (meines Wissens) mehrfach belegt!?

    Wenn es hier irgendjemandem um die Kinder geht, dann sollten Präventionsmaßnahmen zur Reduktion/Vermeidung von Unfällen im Verkehr, schulischem Umfeld, Haushalt, Freizeit viel stärker thematisiert werden (ca. 1.000 Opfer pro Jahr).

    Darüber hinaus gibt es ein dramatisches Potential, Suizide und Suizidversuche durch Früherkennung zu verhindern und den betroffenen Kindern zu helfen. Stattdessen wird über die Ursachen und deren Zusammenhänge mit Covid debattiert. Spielt das überhaupt eine wesentliche Rolle?

    Um im Wording von N4T zu bleiben (Neujahrsansprache vom Herausgeber: „Liebe KultusministerInnen, … Macht Euch endlich ehrlich“):

    Zeit, sich ehrlich zu machen!

    Wem es um den Gesundheitsschutz der Kinder geht, der denkt zukünftig bitte nicht nur an Luftfilter, Masken und Distanzunterricht…Bitte tretet genauso engagiert für sichere Verkehrswege, Hilfsangebote für seelisch in Not geratene Kinder sowie Unfallprävention ein. Hier kann jeder aktiv einen Beitrag dazu leisten, Kinderleben zu retten.

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/166385/umfrage/toedliche-verletzungen-bei-kindern-und-jugendlichen/

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1104173/umfrage/todesfaelle-aufgrund-des-coronavirus-in-deutschland-nach-geschlecht/

    https://deutsches-schulportal.de/bildungswesen/bildungsstudien-das-lehrer-schueler-verhaeltnis-als-erfolgsfaktor/

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1104173/umfrage/todesfaelle-aufgrund-des-coronavirus-in-deutschland-nach-geschlecht/

    • Herzlichen Dank für diesen differenzierten Text und den mehr als überfälligen Hinweis auf die Tatsache, dass die meisten verstorbenen Kinder der letzten 2 Jahre eben nicht an Corona gestorben sind, sondern an vielem anderen.
      Wenn man die Kinder hinzuzählt, welche an Krebs oder anderen Erkrankungen verstorben sind, wird die Zahl noch größer.
      Hier verbeißen sich viele mit ihrem Tunnelblick nur an Corona. Weisen ständig auf Longcovid bei Kindern hin und akzeptieren keinerlei Studien, die z.b. Longcovid etwas relativieren. Geht es aber um die psychischen Folgen für Kinder durch Angst, Panik, verpasste Chancen etc mit der schlimmsten Folge, und zwar Suizid, dann wird hier fleißig verharmlost, relativiert und Tatsachen werden verschoben.
      Und N4T tut seinen Teil beitragen.

      • Nein, wir bezweifeln einfach, dass es Schulschließungen waren, die die Zahlen haben steigen lassen. Es ist auch unlogisch, weil in der Schweiz z.B. fast immer alkes offen war und die Entwicklung dort sehr ähnlich war. Es ist die Pandemie!

      • @Laura: Ich stimme Ihnen zu und möchte den Ball erkrankter und anschließend verstorbener Kinder gerne aufgreifen.

        Nach aktuellem Stand sind in D geschätzt 7,5 Millionen Menschen von Covid genesen. Das macht überschlagen einen Anteil von knapp 10 Prozent der Bevölkerung. Geht man davon aus, dass auch Kinder anteilig vertreten sind/waren, dann erwarten uns bei vollkommener „Durchseuchung“ (Wort des Jahres bei N4T) hochgerechnet < 500 Opfer im Alter bis 19 Jahre in Summe. Das entspricht ungefähr der Anzahl von Kindern, die jährlich einer Krebserkrankung unterliegen. Begünstigende Parameter der Mortabilitätsrate wie z.B. der Dunkelziffer nicht erkannter Infektionen und den wachsenden Schutz durch Impffortschritt nicht eingerechnet.

        Worin bestehen also seriös die Lebensrisiken aus Sicht der Kinder? Welche Risiken sollte wir aus Sicht der Kinder minimieren?

        Wahrscheinlich schützt ein Tempolimit innerorts von max. 30 km/h mehr Kinder vor schwerem bis tödlichem Schaden als alle hier diskutierten Maßnahmen zusammen. Überspitzt gesagt, könnte man sich an Stelle der Kultusminister auch die Verkehrsminister als neues/zusätzliches Feindbild herausnehmen und in den kommenden 10 Jahren mit täglichen Berichten zur Kindeswohlgefährdung "würdigen".

        Wahrscheinlich sind zudem die aufzuwendenden Mittel für Luftfilter besser in der Krebsforschung, in der sozialpädagogischen Arbeit (Stichwort Suizid) oder in zusätzlichen Stellen für Lehrkräfte aufgehoben.

        Und es würde sogar etwas nachhaltig(er) für Distanz- oder Hybridunterricht sprechen als der "kurzfristige" Infektionsschutz…die Vermeidung von Wegeunfällen und der Beitrag zum Klimaschutz…um vielleicht auch einmal einen Perspektivwechsel hier hinzulegen und dem "Wunsch nach Distanzunterricht" zu berücksichtigen.

        Ich bin für eine Weiterentwicklung digitaler Formate, für die Weiterentwicklung des Berufsbildes des Lehrers in Richtung Vereinbarkeit von Beruf und Familie, für eine bessere Ausstattung und mehr Personal unserer Bildungseinrichtungen, für mehr Wertschätzung in der Gesamtgesellschaft und für ein achtsames Miteinander. Ich kann allerdings nicht erkennen, dass die Beiträge und Diskussionen bei N4T in diese Richtung hier gehen…

        Also: "Wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest, dann steige ab…"

        https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/fallzahlen-coronavirus-1738210

        https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1041524/umfrage/todesfaelle-aufgrund-von-krebs-in-deutschland-nach-alter-und-geschlecht/

        • @Stromdoktor: Es ist genauso, wie Sie schreiben. Die Gefahr von Covid-19 ist für Kinder nun mal sehr klein. Die Schulen wurden ja auch nicht geschlossen, um die Kinder zu schützen, sondern um das Infektionsgeschehen einzudämmen und insbesondere die „alten“ zu schützen. D.h. diese Maßnahme war einseitig zu Lasten der Kinder – ohne dass diese davon einen Mehrwert hätten. Es wurde unter dem narrative solidarisch verkauft.
          Inzwischen sind die „alten“ schon geboostert, bekommen in paar Monaten auch die 4.te Spritze und sitzen bei 2G+ überall in Cafés und Restaurants (man gehe nur mal Mittags durch die Fußgängerzonen) – wie solidarisch. In dieser Situation wäre es wirklich absurd Schulschließungen erneut in Erwägung zu ziehen.

          • @DerDip
            Auch Ihrem Beitrag stimme ich vollumfänglich zu und möchte diesen um meine Gedankengänge ergänzen.
            Mittlerweile ist nachgewiesen, dass Impfungen keinen sterilen Schutz vor Infektionen bieten und man sich daher mit einer verringerten Wahrscheinlichkeit selbst und andere ansteckt. Durch eine Impfung lässt sich jedoch die Schwere des Verlaufes minimieren, wodurch das individuelle Risiko (je nach Präferenz) in den akzeptablen Bereich sinkt. „Ihre Alten“ in den Fußgängerzonen haben das für sich in den jeweiligen Phasen der Pandemie (nach Zweitimpfung, neuerdings nach Booster) erkannt und nehmen größtenteils selbstverständlich (wieder) am sozialen Leben teil – und aus meiner Sicht auch ein Stück weit privilegiert, wenn man den Zeitpunkt der frühestmöglichen Impfung berücksichtigt.
            Mittlerweile hat nun (fast) jeder die Möglichkeit, einen individuellen Schutz durch Impfung(en) aufzubauen. Und wenn man dann in das Klassenzimmer/in die Schule blickt, dann sollte diese Möglichkeit, nach derzeitigem Stand der Wissenschaft, zumindest von allen Lehrerinnen und Lehrer aus Eigeninteresse genutzt werden. SchülerInnen könnten aus meiner Sicht diese Frage schon offener beantworten, auch wenn ich persönlich ein „Impf-Fan“ bin und meine Kinder (< 12) bereits vollständig geimpft habe. Ein Stück weit aus "subjektiver" Angst (siehe meinen Beitrag zu den Todesursachen bei Kindern) vor Corona, aus Solidarität mit der Gesamtgesellschaft und um ggf. zukünftige Benachteiligungen im Sinne von 2G/2G+ für meine Kinder zu vermeiden (K1 wird im Januar noch 12). Wir selber haben die dritte Impfung erhalten – aus ähnlichen Beweggründen.

            Wir beschäftigen uns daher eher wieder mit den "normalen" Lebensrisiken. Dazu gehört, dass meine Frau abends nicht alleine draußen Joggen geht, meine Kinder auf dem Weg zur Schule mit dem Fahrrad nicht verunfallen, die Kinder beim sonntäglichen Brötchen-Holen nicht von Hunden angefallen werden oder "jemand aus der Hecke springt". Alles eher subjektive Ängste im Bereich der Eintrittswahrscheinlichkeit einer schweren Erkrankung von Corona. Objektiv müsste ich die Vermeidung von Stürzen/Unfällen im Haushalt priorisieren und möglichst wenig mit dem Auto fahren. Denn als Beifahrer tragen Kinder, meines Wissens, das größte Risiko eines Unfalls. Mit fällt ein, wir fahren auch noch Ski…ich bin abgedriftet…

            Die Doppelmoral in der Gesellschaft nervt. In meiner Fußballtruppe spielen Lehrer, die wie alle anderen auch, selbstverständlich ihr Bier im Anschluss in der Kabine (15 qm) trinken. Meine Tochter wurde drei Tage vor Weihnachten zu einem Kindergeburtstag eingeladen -in einen Lehrerhaushalt. Sie nahm teil und alle hatten einen schönen Tag. Ich unterstelle aus dieser "anektotischen Evidenz" heraus allen Gesellschaftsschichten/Berufsständen in weiten Teilen diese Doppelmoral. Oder will die Mehrheit in diesem Forum behaupten, dass sie seit zwei Jahren keinen Yoga-Kurs besucht, keinen Erholungsurlaub gebucht oder keinen Geburtstag gefeiert haben? Schwer vorstellbar, sofern man davon ausgeht, dass einige hier ggf. Familie haben.

            Nein. Aus meiner Sicht bietet die Pandemie ein optimales Spielfeld für eine Generalabrechnung mit der "Obrigkeit". Aus Sicht der Lehrerinnen und Lehrer mit den Kultusministern, aus Sicht vieler anderer mit Protesten gegen die Impfpflicht.

            Der Frust ist aus meiner Sicht sogar berechtigt, wenn man sich die Entwicklung der Bildungspolitik der vergangene Jahrzehnte anschaut. Nur sollte man das nicht an R-Werten oder dem Einsatz von Luftfiltern festmachen.

            Als Eltern sehen wir die Missstände ganz genau. Wir stehen an Ihrer Seite und würden uns auch für jegliche Verbesserung gemeinsam mit Ihnen engagieren. Aber dann sollten die häufig pauschalen Verunglimpfungen von Eltern und die Nichtberücksichtigung der Situation von ErzieherInnen aufhören. Auch die Diskussion über Luftfilter, Präsenz- oder Distanzunterricht überzeugt mich, vor dem Hintergrund meiner individuellen Ausführungen zur Risikopräferenz/Risikovermeidung, nicht.

            Wir sitzen alle in einem Boot. Aus Sicht der Eltern spielt es darüber hinaus keine Rolle, ob im Zweifel der Lehrer, die Schulleitung oder das Kultusministerium für einen Missstand verantwortlich ist. Und mein letzter Punkt…das "kapitalistische Wirtschaftssystem", welches hier so oft kritisiert wird ("Eltern wollen ihre Kinder loswerden", "Politik möchte, dass die Arbeitskraft der Eltern auch in Pandemiezeiten eingesetzt wird "), sichert uns die Wohlstandsgrundlage. Besondere Errungenschaften in diesem Zusammenhang sind für mich die Krankenversicherung, kostenlose Bildung, ausgebaute Infrastruktur, etc.. Sich als Angestellter des Staates außerhalb des Systems zu wähnen, zu meinen, seine Position wäre auch ohne funktionierendes Wirtschaftssystem gesichert, grenzt schon ein Stück weit an Realitätsverweigerung.

            Letztlich sichern wir hier alle gemeinsam unseren Wohlstand. Sie sind Teil des Systems. Der überwiegende Teil verhält sich über alle Gesellschaftsschichten solidarisch. Jeder kann/darf/muss seinen Beitrag leisten.

            Noch hätte ich Lust, zum Wohle meiner Kinder und ggf. der nachfolgenden Generationen für bessere Zustände im Bildungssystem, auch postpandemisch, einzutreten. Sie auch?

            Oder sollen es ausschließlich "die da oben/Kultusminister", die "GEW" oder "die Eltern" für Sie richten? Ggf. beruht Ihre Hoffnung ja auch auf N4T und der damit verbundenen Zugehörigkeit zu einer anonymen Gruppe unbekannter Größe?

            Ich fürchte, nur die gemeinsam wird das was…

            @DerDip: ich habe vielleicht etwas weit ausgeholt…

          • Den wichtigsten Punkt habe ich jetzt leider vergessen:

            Unsere Solidarität sollte den vulnerablen Mitmenschen ohne Möglichkeit des Impfschutzes gelten. Hierfür müssen in allen betroffenen Bereichen individuelle und differenzierte Lösungen getroffen werden.

  26. Diese SchülerInnengeneration tut mir leid: Ihr wird seit Monaten von Seiten der Erwachsenen eingeredet, die größte Belastung durch Coronamaßnahmen zu haben.
    Holen wir die Jungen aus dieser Gruppendepression, wer oder was immer sie verursacht hat.
    Fördern, besser noch, fordern wir sie. Bauen wir sie auf.
    Sie dauerzubemitleiden hilft ihnen nichts, außer dass sich so manch Erwachsene als die großen Kinder- und Jugendversteher inszenieren können.
    Ja, wir haben auch bei Kindern und Jugendlichen eine große Belastung durch Corona.
    Deshalb: Reißt euch zusammen, ihr Erwachsenen und zieht mit eurem Nachwuchs diese Herausforderung durch. Vor allem auf Phasen des Distanzunterrichts als Verursacher von Problemen zu schimpfen, bringt unseren Kindern und Jugendlichen nichts. Sie werden dadurch noch unmotivierter.
    Es wird Zeit für ein beherztes Auf-geht’s. Im Rahmen der gegebenen Bedingungen. Auch Kinder und Jugendliche sind resilient.

    • @Forumslesehrin: Da bin ich absolut bei Ihnen. Wir müssen nach vorne schauen, allerdings aus den gemachten Erfahrungen lernen. Wir sollten aufhören den Kindern Angst zu machen. Sie sollten wieder ganz normal zur Schule gehen können.

      • Normal ist für meine Zweitklässler Schule in Präsenz mit Maske, Lüften (in Decken gehüllt) und Tests.
        Im ersten Schuljahr waren ca. 70% der SuS 6 Wochen nach den Weihnachtsferien im Distanzunterricht.
        Zwei Familien haben die Aufhebung der Präsenzpflicht genutzt und ihre Kinder weiterhin zu Hause beschult. Es gab dann aber nur 2 Videokonferenzen die Woche, das Material plus Hinweisen wurde digital geliefert und korrigiert. Für Leistungsnachweise kamen die „befreien“ Kinder nachmittags in die Schule.
        Das Sommerfest fand auf einer nahegelegenen Wiese statt.

        In diesem Schuljahr fand der Unterricht weiterhin normal statt, mit Masken, Lüften, Tests.
        Für das Weihnachtstheater haben wir als Grundschule das ganze Theater gemietet und sind – frisch getestet – mit eigens bestellten Bussen unter Umgehung des ÖPNV hingefahren. Das war kein Problem, da wir das Theater entsprechend der Coronamaßnahmen füllen konnten.
        Eltern, denen das zu gefährlich war, konnten ihre Kinder zu Hause lassen.

        Weihnachtsfeiern in den Klassen fanden ohne Eltern und Geschwister statt. War echt nett und entspannt!
        Adventssingen und Nikolaus auf dem Schulhof, zum Glück spielte das Wetter mit.

        Aber Omikron, bei uns in SH weit verbreitet, sorgt schon für einigen Stress.
        Positiv getestete Kinder gehen erst einmal nach Hause, bis ein PCR-Test zeigt, ob sie infiziert sind oder nicht. Wenn das Ergebnis bestätigt ist, müssen ERSTMALS auch Sitznachbarn in Quarantäne! Da die Labore allerdings überlastet sind, dauert die Bestätigung schon 2-3 Tage.
        LuL sind per Definition keine Kontaktpersonen, unabhängig vom Impfstatus.

        Normaler geht es eigentlich unter diesen Bedingungen nicht!

        • Auch waren im August/ September alle 4. Klassen auf Klassenfahrt.
          Und die jetzigen 3. Klassen haben auch für August/September gebucht.

          Das einzige, was evtl. ausfallen muss, ist die große Faschingsdisco mit 300 SuS am Rosenmontag in der Turnhalle. Da SH aber keine Karnevalshochburg ist, vielleicht noch zu verschmerzen!

  27. Kinder und Jugendlcihen sollen nicht alleine gelassen werden.

    Mein Venologe hat sich gewundert, dass seine Tocher psychsiche Probleme durch Lockdown bekam. Wenn ich ihn darüber gefrag habe, wie lange das Kind alleine in seiner Villa die Zeit verbracht hatte, Hat er zuerst gestantun, und dann geantwortet, 10 Stunden am Tag.

    Na, ja, das Geld für die Villa muss hergebracht werden.

  28. Aus der Schweiz eine kleine Studie über Hintergründe dort der Zunahme von Depressionen bei Jugendlichen

    Kleiner Auszug:
    Besonders stark von schweren Depressionen betroffen sind Jugendliche zwischen 14 bis 24 Jahren. Hat man sie in der Pandemie «vergessen»?

    Man hat zumindest vergessen, genau hinzuschauen, woher der Druck kommt. Wir sehen nun, dass bei jenen, die eine Schule oder Hochschule besuchen, der Leistungsdruck an der Schule den stärksten Belastungsfaktor darstellt. Dieser Druck hat in der Pandemie durch Verpassen von Unterrichtsstoff zugenommen. Die Belastung durch Einschränkungen der persönlichen Freiheit rangiert übrigens nicht unter den stärksten Faktoren und ist nicht stärker als die Angst, sich an der Schule oder Uni mit dem Coronavirus anzustecken.

    https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/psychologie-der-stress-ist-nach-zwei-jahren-pandemie-so-hoch-wie-noch-nie-was-kann-man-dagegen-tun-ld.2230159

    Dort (Schweiz) gab es keinen flächendeckenden Lockdown. Unsicher Situation plus Druck und Stress nagt an allen, besonders unter denen, die noch in ihrer Entwicklung sind.

    Unsicherheit ist ein erheblicher Faktor, wenn man von Woche zu Woche statt einem festen Regelsystem, man sich immer neuen sich widersprechenden und inkonsistenten Verordnungen, Neuordnungen und Regeln stellen muss.

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