Woher bekommen Schulen die Mittel, um ukrainische Kinder aufnehmen zu können? GEW: Lehrer von Klassenarbeiten entlasten!

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BERLIN. Der Ukraine-Krieg bringt die nächste Herausforderung für Deutschlands Corona-gebeutelte Schulen: Zehntausende von Flüchtlingskindern dürften in den nächsten Wochen aufzunehmen sein – ohne dass klar wäre, woher die dafür notwendigen Ressourcen kommen sollen. Bayerns Kultusminister Piazolo (Freie Wähler) spricht Klartext: «Ich bin der festen Überzeugung, dass wir zusätzliche Kapazitäten schaffen müssen.» Die GEW fordert Entlastung von Lehrkräften an anderer Stelle.

Der Krieg treibt Millionen von Menschen – darunter viele Kinder – in die Flucht (Foto laut Bilderdienst Shutterstock aus Kiew vom 25. Februar). Foto: Shutterstock

An Bekenntnissen von Politikerinnen und Politikern, Flüchtlingskinder aus der Ukraine schnell in die Schulen integrieren zu wollen, besteht derzeit kein Mangel. «Wir sind fest entschlossen, ihnen von Anfang an ein Beschulungsangebot zu geben», sagt die schleswig-holsteinische Bildungsministerin und Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, Karin Prien (CDU). Das Thema stehe auch auf der Tagesordnung der Kultusministerkonferenz, die am Donnerstag und Freitag in Lübeck tagt.

«Die Kinder und Jugendlichen aus der Ukraine sollen bei uns einen sicheren Ort finden und sich gut aufgehoben fühlen», erklärt Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) – und kündigt „bestehende und neue Angebote für die Integration und Betreuung“ an.

«Von unserer Seite ist klar: Wenn ein Kind in die Schule möchte, dann darf es auch in die Schule gehen»

Die baden-württembergische Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) „wirbt“ laut Deutscher Presseagentur bei Schulen und Kommunen dafür, Kindern aus der Ukraine nach ihrer Flucht einen leichten Einstieg in den Unterricht zu ermöglichen. Die Schulen und die Schulverwaltung sollten pragmatisch handeln und den Kindern mit dem Schulbesuch wieder etwas Struktur und auch Ablenkung ermöglichen. «Das ist das Mindeste, was wir tun können und sollten», sagte die Grünen-Ministerin der «Südwestpresse». «Von unserer Seite ist klar: Wenn ein Kind in die Schule möchte, dann darf es auch in die Schule gehen», betonte Schopper.

Ein merkwürdiger Ansatz – denn Flüchtlingskinder haben einen Anspruch auf Schulbildung, der keineswegs vom Wohlwollen staatlicher Institutionen abhängig ist. Das Recht zum Besuch einer Schule besteht laut baden-württembergischem Kultusministerium denn auch von Anfang an. Die Schulpflicht beginnt sechs Monate nach dem Zuzug aus dem Ausland. Sie endet mit Ende des 18. Lebensjahres. Die verzögerte Schulpflicht trägt möglichen Traumata der Kinder Rechnung. Sie sollen Zeit haben, sich in ihrem neuen Umfeld zu orientieren und die Erlebnisse der Flucht zu verarbeiten.

Das hessische Schulsystem ist nach Angaben von Kultusminister Alexander Lorz (CDU) gut auf die Flüchtlinge aus der Ukraine vorbereitet. «Neben einer schnellen Aufnahme in spezielle Integrationsklassen verfügt Hessen seit Jahren über ein bundesweit einmaliges Gesamtsprachförderkonzept, das von der Zeit vor der Einschulung bis hin zum Übergang ins Berufsleben reicht, das Deutschlernen erleichtert und somit auch die Integration in die Gesellschaft in verschiedenen Altersstufen ermöglicht», meint der Minister.

Dass die Integration der Flüchtlingskinder von den Schulen nicht so einfach zu bewerkstelligen sein wird, macht hingegen die bayerische Staatsregierung deutlich. Das beginnt schon bei der Zahl der zu erwartenden zusätzlichen Schülerinnen und Schüler: Es sei zu befürchten, dass der Krieg «länger dauern werde», sagt Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Bayern helfe allen Menschen mit «offenem Herzen», vor allem die Kinder bräuchten Schutz, Sicherheit und Hoffnung. Allerdings: Anfangs hatte die Staatsregierung geschätzt, dass 50.000 Ukrainer im Freistaat Schutz suchen würden. Die aktuellen Zahlen legen aber nahe, dass auch die korrigierte Schätzung von 100 000 Flüchtlingen kaum realistisch ist.

«Wir werden auch pensionierte Lehrkräfte durchaus animieren», kündigt Bayerns Kultusminister an

Nach Einschätzung von Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) müssen auch an den Schulen die Vorbereitungen aufstockt werden, um die geflüchtete Kinder und Jugendlichen aufnehmen zu können. «Ich bin der festen Überzeugung, dass wir zusätzliche Kapazitäten schaffen müssen», sagt Piazolo. Es müssten vermutlich neue Klassen gebildet werden, und es seien wohl auch zusätzliche Lehrkräfte notwendig. Die Gespräche dazu liefen bereits, sagte Piazolo. Man wolle etwa geflüchtete Lehrerinnen und Lehrer aus der Ukraine zusätzlich einbinden, wo dies möglich sei. «Wir werden auch pensionierte Lehrkräfte durchaus animieren», sagt der Minister.

Derzeit sei das Verfahren, dass aus der Ukraine nach Deutschland kommende Kinder und Jugendliche einfach in ihrer zuständigen Sprengelschule aufgenommen werden können. Dann sei es wichtig, schnell die Deutschkenntnisse zu verbessern. Es sei sinnvoll, sich auf eine länger andauernde Situation einzustellen. Die Bereitschaft zur Aufnahme von Flüchtlingen sei an den bayerischen Schulen und unter den Lehrkräften sehr groß. «Es gibt eine sehr, sehr große Solidaritätsbereitschaft, die spüre ich auch in den Schulen», sagte Piazolo. Die Frage sei aber, wie lange dies andauere. Das System sei auch bereits durch die Corona-Pandemie stark belastet. Neun Prozent der Lehrkräfte könnten derzeit nicht arbeiten.

Das sieht die nordrhein-westfälische GEW-Vorsitzende Ayla Çelik ganz ähnlich. „Die Expertise ist da. Nur nicht die Ressourcen“, sagt sie gegenüber der „Rheinischen Post“ mit Blick auf die Schulen. „Vor Corona hatten wir schon einen chronischen Mangel an Lehrkräften oder Schulsozialarbeitern. Es rächt sich jetzt in Krisenzeiten, dass in der Bildungspolitik nicht zur rechten Zeit die richtigen Entscheidungen getroffen worden sind.“ Es fehle den Schulen nun an Personal und an Räumen.

Sie schlägt vor, jetzt rasch mehr Kräfte in die Einrichtungen zu bringen, beispielsweise Studierende. „Wir brauchen vereinfachte Verfahren, damit Schulen Handlungsoptionen haben.“ Klassen-Container könnten angeschafft werden, um Platzprobleme abzufedern. Klassenarbeiten sollten reduziert werden, und vor allem müssten die Lehrkräfte dringend von nicht-pädagogischen Aufgaben entlastet werden, die ihnen Zeit rauben.

Hessens Kultusminister ist unterdessen noch kleinteiliger unterwegs. Er hat angekündigt, den Flyer «Erfolgreich Deutsch lernen» gerade ins Ukrainische sowie ins Russische übersetzen zu lassen. News4teachers / mit Material der dpa

Unterrichtsthema Ukraine-Krieg: Was Schulpsychologen Lehrern und Eltern raten

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GEW- nee!
3 Monate zuvor

„Sie [die GEW- Tante NRW] schlägt vor, jetzt rasch mehr Kräfte in die Einrichtungen zu bringen, beispielsweise Studierende. „Wir brauchen vereinfachte Verfahren, damit Schulen Handlungsoptionen haben.“ Klassen-Container könnten angeschafft werden, um Platzprobleme abzufedern. Klassenarbeiten sollten reduziert werden, und vor allem müssten die Lehrkräfte dringend von nicht-pädagogischen Aufgaben entlastet werden, die ihnen Zeit rauben.“
Da sind ja die Vorschläge der KMs spannender! Das Potenzial der Studierenden ist längst rekrutiert, um den Fachunterricht noch zu stemmen und ein wenig Corona- Förderung zu machen. Davon abgesehen, Studis sollen studieren und nicht ins Eiswasser geschmissen werden- und dann noch schwerst traumatisierte Kinder unterrichten usw. Container zu stellen ist auch eine tolle Idee- in NRW und RLP bekommen sie davon auch so viele, die Menschen an der Ahr haben ja genug davon und geben sicher gerne ab! Auch eine ganz neue Idee! Und eine Klassenarbeit weniger zu schreiben- was soll das? Gerade in Corona- Jahren brauchen wir auch rechtssichere Noten (wenn das auch niemand hören will). Davon abgesehen, haben die SuS auch ein Recht, sich notenmäßig im 2. Halbjahr zu verbessern. Und wirklich entlastend ist das auch nicht für mich. Welche Aufgaben sollen denn wegfallen? Und wer soll sie erledigen? Wird es nicht so sein, dass allein organisatorisch ein riesiger Batzen zusätzlich draufkommen wird- draufkommen muss: Bekommen die Kinder Zeugnisse? Was ist mit Corona- Maßnahmen, Impfschutz?
Wir werden das an den Schulen- wie immer- auch diesmal irgendwie hinbiegen. Auf die Dienstherrn und deren Ahnung geben wir schon lange nicht mehr viel.

Aber dass eine GEW- Tante so einen Blödsinn vorschlägt, ist unbeschreiblich!!!

Mausi
3 Monate zuvor
Antwortet  GEW- nee!

Corona Maßnahmen können mir gestohlen bleiben! Die braucht kein Mensch …

mm
3 Monate zuvor

Oje, das sollen jetzt die 16 Hansel der Kultusministerien stemmen? Oje, oje und nochmals oje! Kann man dafür nicht sowas wie einen Krisenstab aus praxisnahen Leuten zusammenstellen. Sozusagen eine Ersatzgruppe der 16 KMs, meinetwegen auch heimlich, damit es nicht zu einem Gesichtsverlust kommt. (falls dieses noch vorhanden sein sollte)

Pit2020
3 Monate zuvor
Antwortet  mm

@mm

Joa, das sind so etwa meine Gedanken zu dem „Talentschuppen 16“. 😉
Eine feine Idee …
Wenn man in der Automobilbranche die Zeit zum nächsten (hoffentlich erfolgreichen) Modell überbrücken möchte, verpasst man dem alten Modell erstmal ein „Facelift“.
Das kann das „Gesicht der Firma“ wahren, aber auch die „Kunden“ reagieren dann nicht verschreckt oder misstrauisch.

Mit dem „Modell Ersatzgruppe und fließender – besser: fliegender Wechsel“ könnte man sich anfreunden.
Aber machen wir uns nichts vor, die alten Modelle müssen dennoch rasch vom Hof, denn realistisch betrachtet gilt:
Auch ein „Parkplatz“ verursacht Kosten. … Ist halt so, die sog. „freien Wirtschaft“ als System ist da gnadenlos und nicht auf „emotionales Gedöns“ eingestellt, sonst läuft der Laden ja nicht.
Aber bei Bedarf können die zahlreichen Lobbyisten das für die 16 noch mal „rüberbringen“ – in einem kurzen Erklärvideo (für unterwegs zwischen den wichtigen Terminen und beliebig oft abrufbar, bis der Erkenntnisgewinn einsetzt) und/oder als Flyer, der dann von jemandem aus dem Vorzimmer laminiert werden kann.
😉

Carsten60
3 Monate zuvor

Es soll ja Leute geben, die wollen nicht nur die Hausaufgaben, sondern am liebsten auch noch die Klassenarbeiten überhaupt abschaffen. Als Grund findet sich immer irgendeine soziale Ungerechtigkeit.

HerrWirfHirnVomHimmel
3 Monate zuvor
Antwortet  Carsten60

Was das mit ukrainischen Flüchtlingen zu tun hat bleibt für immer Carstens Geheimnis.

Rosa
3 Monate zuvor

Frau Schopper aus BWhttps://www.rnf.de/baden-wuerttemberg-kultusministerin-schopper-wirbt-fuer-schulbesuch-ukrainischer-kinder-284682/ und Ihre Vorstelungen gehen an der Realität vorbei! In den Kindergärten ist aktuell in vielen Städten Personalnotstand und leider stehen im Augenblick keine freien Betreuungsplätze zur Verfügung. Die Wartelisten sind sehr lang und viele Eltern haben keinen Betreuungsplatz erhalten für ihr Kind. Leider ist es unmöglich die Not der Kinder aus der Ukranie noch zusätzlich in die Gruppen aufzunehmen. Das Frau Schopper hegt leider erneut Vorstellungen die wieder nicht umgesetzt werden können und macht Hoffnungen, Versprechungen die von Erzieherin nicht geleistet werden kann. Die Schulen können vielleicht einige Kinder mit tragen und haben leider auch durch die Pandemie kaum noch Fähigkeiten mehr zu leisten. Im Klassenverband herscht eine große Bildungsschere und normaler Unterrricht ist trotz der schwierigen Lebensphase von den KM gefordert. Man hat den Lehrplan der Pandemie nicht angepasst und auch nicht entschärft. Auch hier hat Frau Schopper Ihr Versprechen auf Entschäfung des Bildungsplans nicht gewährleistet. Lehrer und Erzieher würden gerne die Not der Kinder und Jugendlichen gerecht werden, haben jedoch keine Kapazitäten. Frau Schopper hat großes Talent um Mogelpackungen zu verteilen oder Märchen zu erzählen an Schulen und es entspricht nicht der Realität von sozialen Einrichtungen und Schulen. Ich schäme mich für Frau Schopper für Ihre falschen Signale die Sie an die Kriegsgeneration aussendet.

Ludger K.
3 Monate zuvor

Auch egal, wir verschwenden ja ohnehin Unterrichtszeit ohne Ende für sinnlose, kaum funktionierende Schnelltests. Da kommt auf ein paar Millionen Flüchtlinge in den Schulen auch nicht mehr an.

LangsamWirdsBitter
3 Monate zuvor
Antwortet  Ludger K.

Damit bist du nominiert zum unterirdischsten Kommentar der Woche Ludger. Gratulation.

Tina+2
3 Monate zuvor

Ich meine bei Ludger eine ordentliche Portion schwarzhumorigen Sarkasmus rauszulesen und finde den Kommentar gut.

LangsamWirdsBitter
3 Monate zuvor
Antwortet  Ludger K.

Ludger aka RüdigerDirkGang FanboyNo1 meint das ernst Tina.

Rosa
3 Monate zuvor

Dekan aus Mannheim spricht klare Worte!https://www.mannheimer-morgen.de/videos_video,-kita-schliessungen-dekan-ralph-hartmann-ueber-fachkraeftemangel-und-die-kriterien-der-platzvergabe-_videoid,9774.html Frau Schopper es gibt Richtlinien und wir haben leider keine Kapazitäten Ihre Träume zu erfüllen!

Rosa
3 Monate zuvor
Andre Hog
3 Monate zuvor

„Hessens Kultusminister ist unterdessen noch kleinteiliger unterwegs. Er hat angekündigt, den Flyer «Erfolgreich Deutsch lernen» gerade ins Ukrainische sowie ins Russische übersetzen zu lassen. “

Juhuuu, wir gebeutelten LuL sind durch das beherzte Handeln und das vorausschauende Planen der KM quasi gerettet…..jetzt können wir uns den anstehenden Problemen mit der Aufnahme ukrainischer Flüchtlingskinder entspannt anvertrauen.
Gut zu sehen, dass die gewohnte und verlässliche Wortschwätzung (oder war es Wertschätzung?? … bin total verwirrt) unserer DienstherrInnen und die fleißige Unterstützung derselben durch unsere Berufsverbände maßgeblich zu unserer erfolgreichen Arbeit beitragen.
Danke, Danke, Danke!!!

dauerlüfterin
3 Monate zuvor
Antwortet  Andre Hog

Tja, jeder wie er kann. Und im KM können sie offensichtlich nicht viel mehr als die Übersetzung des Flyers in Auftrag geben.

alo
3 Monate zuvor

Als Lehrerin finde ich es beschämend, dass sofort wieder nach Entlastung geschrien wird. Das suggeriert nämlich, dass die Beschulung von Flüchtlingen generell eine Belastung darstellt. Wer diesen Beruf gewählt hat, der solle doch immerhin mitbekommen haben, dass man hier und da auf besondere Bedürfnisse trifft. Das ist der Job. Eine solche Diskussion muss einem peinlich sein angesichts der Tatsache, dass unsere Berufsgruppe bei solidem Gehalt und sicherem Heim sogar in solchen Krisen derartige Diskussionen vom Zaun bricht. Es geht hier um Solidarität. Und die bedeutet an dieser Stelle nun auch einfach mal ein kleines bisschen Verzicht.

xy
3 Monate zuvor
Antwortet  alo

Das können Sie für sich entscheiden und Ausbeutung als Solidarität euphemisieren, andere werden das nicht so sehen.
Warum wird Solidarität in den sozialen Berufen immer wieder eingefordert, aber nie von anderen Bereichen? In meiner Branche geht es nur um mögliche Lieferschwierigkeiten. Wir verzichten nicht aus Solidarität auf Gewinne.

Palim
3 Monate zuvor
Antwortet  alo

Wie machen Sie es denn?

Sie schaffen den Unterricht, samt Inklusion unterschiedlichster sonderpädagogischer Unterstützungsbedarfe, fangen psychische Probleme auf, integrieren Kinder unterschiedlichster Herkunftssprachen und Verweildauer und alphabetisieren sie, fördern bei Lernstörungen, erziehen und beraten, organisieren die Digitalisierung und die Lernmangementsysteme und binden Schüler:innen wie Eltern und Lehrer:innen ein, damit Unterricht im Klassenraum sowie zumindest eine grundlegende Versorgung der Kinder in Quarantäne gewährleistet ist, oder wechseln kurzfristig selbst in den Distanzunterricht für Ihre Klassen, während Sie in einer anderen die Vertretung oder die Notbetreuung übernehmen …
… und ganz entspannt können Sie dann auch noch Kinder beschulen, die aktuell aus der Ukraine flüchten und möglicherweise ebenfalls Kriegserfahrungen haben?

„Ein kleines bisschen Verzicht“ schließt dann was genau ein?
Wir verzichten seit Jahren auf KollegInnen und eine ausreichende Versorgung mit Lehrkräften,
wir haben seit Jahren keine Stunden für den DaZ-Unterricht, nicht einmal die Stunden der Grundversorgung für die Inklusion und inzwischen nicht einmal genug Stunden, um die Pflichtstunden erteilen zu können oder genug Lehrkräfte als Klassenleitungen,
es gibt keinerlei Anerkennung oder Entlastung für die zusätzlichen Aufgaben im Unterricht und für die mehrfache Belastung, für das Einarbeiten und Betreuen von Abordnungen und Hilfskräften, für die vielen außerunterrichtlichen Aufgaben,
keine Erfassung der Arbeitszeit und keinen Ausgleich für die Überstunden.

Es wird auch jetzt keine Hilfe geben, weil gar kein Personal zu finden sein wird, …

Wenn Sie persönlich in einer anderen Lage sein sollten, dann könnte Ihr Verzicht darin bestehen, die erbärmliche Situation im Bildungssystem nicht länger zu verharmlosen.
Alternativ übernehmen Sie sicher gern die Vertretung an der nächsten Brennpunktschule mit allen oben angesprochenen Tätigkeiten.

alo
3 Monate zuvor
Antwortet  Palim

Was regen Sie sich eigentlich so auf? Ich bin nunmal nicht Ihrer Meinung und finde die Diskussion lächerlich. Sie setzt aus meiner Sicht nämlich an der falschen Stelle an. Und nein, ich verharmlose die bildungspolitische Situation in Deutschland keineswegs. Nur bezweifele ich schlichtweg, dass es einigen tatsächlich um diese geht. Übrigens arbeite ich an einer Brennpunktschule. Und das auch noch gerne. Stellen Sie sich vor: sowas gibt es tatsächlich. Und wissen Sie was? Ich bin manchmal sogar dankbar für den Job. Weil ich einfach weiß, wie es ist, einen anderen zu haben. Vielleicht sind wir da tatsächlich in einer anderen persönlichen Lage. Oder nennen wir diese einfach Horizont.

Mika
3 Monate zuvor
Antwortet  alo

@alo
Aus meiner Sicht würfeln Sie hier vieles durcheinander.
Sie unterstellen, dass Lehrkräfte grundlos über noch mehr Überlastung klagen, undankbar sind (btw: was genau meinen Sie damit? Ich mache meinen Job, mache ihn gut und mache ihn gern, und dafür werde ich entlohnt. Wofür soll ich dankbar sein: dass ich für meine Arbeit bezahlt werde? Wir haben Lehrermangel – der Job scheint also nicht derart beliebt zu sein, dass ich mich glücklich schätzen darf, eine Stelle ergattert zu haben) und sich unsolidarisch verhalten.
Sie vergessen, dass keinem Kind, egal ob Flüchtling, Inklusionskind, „Regelschüler“, damit geholfen ist, es ohne Beachtung seiner Bedürfnisse einfach in immer vollere Klassen zu stecken. Viele Menschen auf engem Raum erzeugen Aggressivität und Unwohlsein – nicht ohne Grund engagiert sich so mancher gegen Massentierhaltung. In der Schule soll das aber die Lösung der Probleme sein? Einfach noch ein paar Kinder in die Klassen stecken, ist ja egal, ob da 30 oder 35 Kinder drin sind? Das packen die Lehrkraft und die bereits in der Klasse befindlichen Kinder schon irgendwie? Damit werden Sie allen Kindern nicht gerecht.
Bevor Sie den Lehrern mangelnde Solidarität vorwerfen, denken Sie bitte erst mal aus der Perspektive der Kinder, was diese in ihrer aktuellen Situation benötigen. Und ja, offensichtlich gibt es da verschiedene Horizonte bei den Leuten, die sagen: alles egal, rein mit den Kindern in die Klassen, nicht so viel jammern, und bei denjenigen, die ein bissel weiter denken.

Realist
3 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Was machen wir eigentlich mit den Geflüchteten, die keine Kinder sind? Kann man nicht einfach einen extra Stuhl in irgendwelche Büros stellen, damit die sich aufgenommen fühlen und die Integration besser verläuft? Gerade unsere KuMis verfügen doch über geräumige Büros, sogar mit Vorzimmer. Da passen doch bestimmt zwei bis drei Personen hinein.

Unsolidarisch
3 Monate zuvor
Antwortet  alo

Gute Frau, es geht hier ja wohl nicht mal eben um eine handvoll Kinder mehr, die man sicherlich auch noch mitlaufen lassen könnte. Es sind Zehntausende zu erwarten, traumatisiert und von Elternteilen und Zuhause getrennt.
Ihre Einlassung ist weltfremd und frech.
Außerdem bestimme ich den Grad meiner Solidarität selbst.

Georg
3 Monate zuvor
Antwortet  alo

Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine sind eine andere Hausnummer als Wirtschaftsmigranten aus Nahost. Das muss man sauber trennen, wie die Aufnahmebereitschaft der Nachbarländer Polen, der Slowakei, Ungarn usw. zeigt, den Kinderanteil, das Geschlechterverhältnis und die Rückkehrmotivation kommen noch dazu. Letztere dürfte sich mit jeder für die Einreise zusätzlich freiwillig in Kauf genommene Ländergrenze massiv verringern.

Georg
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Aber nicht als Mann im Soldatenalter und nicht über mehr als eine Landesgrenze.

HerrWirfHirnVomHimmel
3 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Liest sich wie ein Kommentar aus einem Büro der AFD Georg. Widerlich!

Walter
3 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Auch noch gedanklich so unterwegs, wenn das eigene Hab und Gut im wahrsten Sinne nur noch Geschichte ist und keine Hausratversicherung mit Unterversicherungsverzicht für den erlittenen materiellen Schaden eintritt?

Teilzeitlehrer
3 Monate zuvor
Antwortet  alo

Das sichere Heim ist für Sie vielleicht sicher, für die allermeisten meiner Generation (<40) aber selbst mit Vollzeitgehalt nicht mehr bezahlbar. Ganz davon abgesehen, dass die hohe Arbeitsbelastung per "Teilgehaltsstelle" leistbar ist. Aber ich denke dieses Argument ist nicht neu.

Ich bitte Sie, die Einstellung: "Nur weil ich noch mehr arbeiten könnte, ist es moralisch verpflichtend noch mehr zu arbeiten" nicht als allgemeingültig zu postulieren.

Konfutse
3 Monate zuvor
Antwortet  alo

@alo
Also ich bin Lehrerin, die, was Lehre und Bildung angeht, auf besondere Bedürfnisse eingehen kann. Das habe ich gelernt. Das war meine Ausbildung. Ich habe ein bisschen pädagogische Psychologie studiert, was weniger mit der schulmedizinischen Psychologie oder Psychatrie zu tun hat. Klingt aber klasse: Ich hab auch ein bisschen Psychologie studiert. Also kann ich therapieren. Ich meine aber, um echter Psychater zu sein, muss man schon erst mal ein Medizinstudium absolviert haben. Hab ich, glaub ich nicht, es sei denn, die PH war eine Medizinuni und ich hab das damals nicht so richtig kapiert….Frage: Warum stellen denn die da oben nicht einfach Psychater als Lehrer ein? Jeder kann unterrichten, da braucht´s eigentlich nur Kreide für.

Ich bin keine Sozialarbeiterin, Psychotherapeutin, Psychologin, Psychaterin, Ergotherapeutin, Fremsprachenkorrespondentin, die zufälligerweise alle Sprachen unserer Klientel beherrscht, Logopädin, Neurologin, Ärztin, Krankenschwester, Eheberaterin, ja und auch Reiseleiterin, Verwaltungsangestellte, usw., also alles, was wir Lehrer halt so nebenbei leisten müssen (weil ja sonst keiner da ist, der das mal so nebenher macht, also die Schulpflegekraft fehlt bei uns, dann haben wir leider keinen Psychotherapeuten bei uns an der Schule, dann fehlt es weiterhin an der Vollzeit Inklusionskraft für unsere Inklusionskinder. Witzig: unsere Kraft ist an zwei Tagen für ganz wenig Unterrichtsstunden an der Schule. In der Zeit, in der sie nicht da ist, sind unsere I-Kinder keine I-Kinder. Zauberei! Auch noch witzig: Bei unserem Hausmeister sind die Tätigkeiten klar abgegrenzt und definiert. Ebenso bei unsrer Verwaltungsangestellten und Schulsozialarbeiterin. Die sagen ganz klar: Musst du selber gucken, ist nicht meine Aufgabe. Klug oder faul????
ICH KANN DIE WELT NICHT ALLEINE RETTEN! Ich brauche da leider Hilfe, ich gebe es zu! Ich bin inkompetent und eine falsche Besetzung für meinen Job, weil ich dachte, mein Auftrag sei hauptsächlich die Bildung. Ich war sooo blond!
Ich wollte einfach nur gute BILDUNGsarbeit leisten. „Schuster bleib bei deinem Leisten“, sag ich mir halt immer. Ja, da sehen Sie meine einfache Denke.

Aber jetzt mal Klartext: Ich bin 1/4 Jahrhundert dabei, mache meinen Beruf gerne, habe Erfolg (vielleicht weil ich meinen Schülern zeige, dass Bildung wichtig ist und mein Unterricht vorgeht?). Was ich in dem letzen Jahrzehnt erlebt habe, ist folgendes: Wir an den Schulen bekommen zu unserem eigentlichen Kerngeschäft immer mehr Aufgaben, die unser eigentliches Geschäft (war das Bildung?) in den Hintergrund treten lassen. Ich mach alles außer Bildung. Meinen Nichtbildungsjob führe ich eigentlich mehr als alles andere aus. Manchmal bekommt man gutgemeinte Fortbildungen, die man sich hinterher ins Haar schmieren kann. Ah, jetzt bin ich also nach einem Nachmittag kompetente Streitschlichterin. So toll.
Wir müssen ständig an hausgemachten sozial-gesellschaftspolitischen Problemen herumdoktern. Mit nichts. Kein Fieberthermometer, Aspyrin, keinen Leisten….So, und jetzt sag ich nochmal: Schuster bleib an deinem Leisten.

Ja, wir werden noch mehr Flüchtlinge in die Schulen bekommen. Manche werden zum Beispiel KEIN WORT Deutsch sprechen. Also noch mahr in einer Klasse, als wir schon haben. Müssen wieder von vorne anfangen, wil wir holen ja jeden dort ab, wo er gerade steht. Sind die Kinder jetzt bei uns im Klassenzimmer, weil geheizt wird, weil sie dann aus dem Weg sind, weil sie so betreut sind? Sind sie bei uns, weil man nicht weiß, wohin mit den armen Geschöpfen? Weil man nämlich keine, Kräfte, Schuster, Räume hat, weil man jahrzehntelang die Schulen unterversorgt (Euphemismus!) hat, weil: Läuft ja alles! Wo ist denn der Mehrwert für diese Kinder? Sie sitzen den ganzen Schultag ohne etwas zu verstehen bei uns in den Klassen. Von oben heißt es „Mach mal! Du kannst das“, ohne dass der echte Schuster mal mit in die Lobby geführt wird. Ich kann leider diesen Kindern nicht adäquat helfen. Wurde ja oben schon von vielen anderen auch sehr treffend erklärt. Das ist für mich übrigens nicht solidarisch sondern verantwortungslos. Die Verantwortung wird in uns reingekippt. Ohne Hilfestellung. Mach mal. Wo sind denn die Konzepte, Flüchtlingskinder aufzufangen, sie vorzubereiten? Das wird, schwupsi, zu unserer Aufgabe, Problem gemacht. „Ihr habt immer gute Ideen. Macht mal“.
Wenn Sie das können, alo, dann Chapeau! Ich bewundere echt all meine Kollegen, die mit links ALLES bewerkstelligen können: „Eben habe ich dem Arthur seine Traumabewältigungsstrategien näher gebracht, echt, das hat dem sooo gut getan. Der träumt nie wieder schlecht. Samira hat gekotzt, da bin ich schnell los, weggewischt, die Eltern angerufen. Bei der Abhole hab ich noch schnell der Mama Strategien näher gebracht, wie sie ihren alkoholkranken Mann therapieren kann. Meine Klasse ist so toll, die hab ich gut gezogen: Die waren echt 20 Minuten ohne Aufsicht in ihrem Klassenzimmer. Achso, und mit der Kim hatte ich noch in derselben Stunde ein Krisengespräch, weil ihr Laden nicht läuft. Wir haben uns geeinigt: Wenn sie es schafft, ein Mal pro Woche die Hausis zu erledigen, dann kriegt sie ein Snickers. Heute kommt noch Herr Müller, der seinen Sohn immer verprügelt. Auch, da hab ich schon ne kompetente Idee… Du weißt, die Jungs aus der 9c kiffen, was das Zeug hält. Habe sie mal kurz zur Seite genommen und aufgeklärt, was Shit alles hirnmäßig anstellen kann. Die rauchen nie wieder, haben sie mir versprochen. Toller Tag, hab ganz schön was weggeschafft. – Und du? Wie, du hast nur versucht, nur zu unterrichten?! So schön hätt ich das auch mal gern. Das ist aber, ja, wenn ich jetzt bös wär, würd ich sagen, verantwortungslos, ja, unsolidarisch?“

Alo, ich fänd es mal gut, wenn wir einfach mal nur unser Kerngeschäft machen und nicht immer den vorauseilenden Gehorsam mimen würden. Ich weiß nicht, wie lange der Laden laufen würde, ohne zusammenzubrechen. Vielleicht würde dann manch einer, der das Sagen hat, doch mal den ein oder anderen Schuster vorbei schicken, der tatsächlich kompetent den Schuh reparieren kann, ohne dass er gleich wieder kaputt getreten wird.
Wie gesagt, für mich ist das Absetzen dieser Kinder im fremden Ausland, in irgend eine Klasse mal eben so, keine Solidarität, keine Hilfe. Das ist ein unsolidarisches und hilfloses, aktionistisches Handeln.
Ich bin so müde!

Alla
3 Monate zuvor

@Alo
Als Lehrerin finde ich es beschämend, dass sofort wieder gemeint wird, ein Pädagoge könne alles richten.
Oberlehrer, die jegliche Weisheit mit Löffeln gefressen haben, gibt es schon zu genügend!
Wer meint, dass die Beschulung von traumatisierten Flüchtlingen mit ein wenig „Küchenpsychologie“ auf jeden Fall gelingt, ist schon ziemlich abgehoben!
Mit „ein kleines bisschen Verzicht“ meinerseits – worauf eigentlich? – ist keinem Flüchtlingskind geholfen, war es auch früher nie!

Da sind Fachleute gefragt! PTBS ( Posttraumatische Belastungsstörung) kann ich als Lehrkraft nicht therapieren! Auch nicht, wenn ich mich auf der „YouTube Universität“ fortgebildet habe!

Jedes Flüchtlingskind verdient bestmögliche Betreuung.

Aber klar, so ein „Oberlehrer“ kann alles! Auch ohne entsprechende Ausbildung! Man muss nur an sich glauben!

dickebank
3 Monate zuvor
Antwortet  Alla

Das Problem ist doch, dass es keine Oberlehrer gibt – ansonsten gäbe es ja eine A13-Besoldung in der SekI und der Primarstufe:)

Alla
3 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Offiziell gibt es sie nicht, dickebank, aber gefühlt gibt es eine ganze Menge!
So ein Oberlehrer ist gar nicht so weit weg von einem Pfarrer.
Von nix ’ne Ahnung, aber immer schön mitreden! Man ist schließlich „geweiht“!

Monika, BY
3 Monate zuvor
Antwortet  Alla

Lehrer werden tun was sie können, angesichts die ganze Corona-Krieg Situation. Ich erwarte gerade jetzt keine großartige Leistung von niemanden, einfach die Leben der Menschen retten und erleichtern. Das sollte Priorität sein. Alles anderes so großartig zu thematisieren ist einfach überflüssig.

Schon morgen könne WIR dran sein.

dickebank
3 Monate zuvor
Antwortet  Alla

Schön, wie Sie Ihr eigenes Verhalten/ Ihre eigene Intention offenlegen.

Carsten60
3 Monate zuvor

Wenn Deutschland bereitwillig alle Flüchtlinge der Welt aufnimmt, ist das vom moralischen Standpunkt ja ganz wunderbar. Vom pragmatischen Standpunkt allerdings wäre es besser, wenn man bei dieser Bereitschaft auch gleich von vornherein „einpreisen“ würde, wie viele zusätzliche Wohnungen und wie viele zusätzliche Plätze für die Kinder in Kitas und Schulen benötigt werden. Ich habe das Gefühl, unsere Regierenden scheren sich darum einfach nicht. In Zeiten von Wohnungs- und Lehrermangel sollten die Regierenden den Mund besser nicht zu voll nehmen.
Zudem ist das nach dem Syrienkrieg nun schon die zweite Flüchtlingswelle, die uns die liebe russische Regierung beschert hat. Die Russen brauchen immer nur zu zerstören, die Scherben sollen dann die geschmähten und „bösen“ westlichen Länder in der NATO wegkehren. Sowas sollte auch mal lauter gesagt werden, auch gegenüber den Putin-Verstehern in der Linkspartei (von der AfD ganz zu schweigen), die jetzt plötzlich weggetaucht sind.
Die Flüchtlinge aus Hongkong bekommen ja einen britischen Pass und gehen nach GB. Wenn aber chinesische Truppen Taiwan besetzen, wer nimmt dann die taiwanesischen Flüchtlinge auf? Russland bestimmt nicht.

Monika, BY
3 Monate zuvor
Antwortet  Carsten60

Ich hoffe, dass wir alle auch nicht aus Deutschland irgendwann fliehen müssen. Ich bin entsetzt, was ich hier in den letzten Tagen zu lesen bekomme.

Wo kommt das her, dieses erbärmlichen Egoismus? Schätzen wir uns so viel mehr wert? Weshalb? Was haben wir so Großartiges für die Erde und die Gesellschaft erschafft? Ja, wir haben sie beide erschöpft. Das ist unser Beitrag.

Mika
3 Monate zuvor
Antwortet  Monika, BY

@ Monika, By
Liebe Monika, ich glaube, Sie missverstehen viele Beiträge. Es geht nicht nur darum, dass ich als Lehrer bereits volle Klassen habe und seit über zwei Jahren am Limit und darüber hinaus arbeite und daher zusätzliche Anforderungen wie traumatisierte Kinder, welche die deutsche Sprache nicht sprechen, zusätzlich zu den 30 Kindern in der Klasse, von etliche ebenfalls besondere Bedarfe haben, einfach nicht mehr bewältigen kann. Es geht insbesondere darum, dass die verantwortlichen Kultusminister außer ein paar warmen Worten nichts in die Wege leiten, was diesen Kindern hilft! Ich bin Lehrer – kein Psychologe, kein Therapeut, kein Sozialarbeiter. Das ist einfach nicht mein Fachgebiet, dafür bin ich nicht qualifiziert. Wir haben doch jetzt schon katastrophale Zustände an den Schulen aufgrund der Pandemie und aufgrund des Lehrermangels. Die Kinder, noch traumatisiert durch Flucht und ggf. das Auseinanderreißen der Familie, sollen da einfach so mitlaufen – sollen die Schulen doch sehen, wie sie das hinbekommen, Hauptsache, so ein Kultusministerium muß nichts leisten außer nen Flyer übersetzen zu lassen. Die meisten, gerade die engagierten Kollegen sind sehr solidarisch und werden sich auch diesmal bemühen, die Kinder nicht das Versagen der zuständigen Bildungsministerien spüren zu lassen – wie immer. Den Kindern allerdings werden wir so immer weniger gerecht.

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  Monika, BY

@Monika, BY

Dieser erbärmliche Egoismus wird seit Jahren gehyped – von uns allen.

Mich gruselt es, wenn ich höre, dass JETZT das Auto auch mal stehen bleibt – Jammer – die Spritpreise sind so hoch! (Suff-Auto-Fahrer bin ICH nicht!)

Mich gruselt es, wenn ich höre, dass JETZT etwas getan werden muss – ach so, mehr fällt mir nicht ein. Lippenbekenntnisse reichen nicht – weder hier im maroden Schulsystem, noch aktuell in anderen Situationen.

Mich gruselt es, wenn hier immer noch der erbärmliche Egoismus gelebt wird, (spektakulärer Verzicht mit Extremgejammer auf eine geplante Reise nach Kiew), währenddesssen dort die Menschen um ihr Leben bangen.

Das könnte ich noch lange fortsetzen, macht mir aber nur schlechte Laune.
Für meine Schüler brauche ich gute Laune. Mehr habe ich ihnen in dieser Situation kaum zu bieten – ja klar, Ansprechpartner sein. Aber das ist normal.

Ich glaube wirklich, dass wir uns so viel mehr wertschätzen – wir sind eben auch gleicher…..
Für die Gesellschaft haben wir Schaden gebracht – Egoismus, Bedürfnisbefriedigung sofort und um nahezu jeden Preis.
Unseren Kindern hinterlassen wir Müll, Müll, Müll und jede Menge Probleme.
Tja, und über die Erde – unserer Lebensgrundlage – bringen wir Verdeih und Verderben – wie Parasiten halt so sind.
Dumm ist nur, dass wir mit dem Wirt (also unserer einzigen Lebensgrundlage) untergehen – weiß ja niemand, dass das nicht gut ist, was wir der Erde antun. Hat ja noch niemand herausgefunden und erzählt….

Hier steckt viel Ironie drin – bitte selber aussuchen.

Pit2020
3 Monate zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

@Riesenzwerg

Sie haben das Sammelsurium von Problemen gut auf den Punkt gebracht.

Carsten60
3 Monate zuvor
Antwortet  Monika, BY

Ich meinte doch nur: wenn das eine Art von Dauerzustand wird mit dem Zustrom der Flüchtlinge (und so sieht es ja aus), dann muss man sich darauf einstellen. Erfahrungen gibt es genug. Tatsächlich gibt es immer einige Unterkünfte in Reserve, die dann zwischenzeitlich auch mal leerstehen. Aber bei den Klassenräumen für Schulklassen habe ich nie davon gehört. Da scheint eine Reserve zu fehlen, selbst in den Großstädten. Alles scheint zu sehr „auf Kante genäht“ zu sein. „Einfach reinstopfen“ kann die Lösung auf Dauer nicht sein. Gerade in Berlin hat man schon viele Container neben die Schulen gesetzt, um nur den normalen Bedarf zu decken. Da hilft kein Schwafeln von Kultusministern.

Herbert Meissner
3 Monate zuvor
Antwortet  Carsten60

@carsten
„Zudem ist das nach dem Syrienkrieg nun schon die zweite Flüchtlingswelle, die uns die liebe russische Regierung beschert hat. Die Russen brauchen immer nur zu zerstören, die Scherben sollen dann die geschmähten und „bösen“ westlichen Länder in der NATO wegkehren.“

Dann verwechseln sie aber etwas: Es waren nicht die Russen, die die Kriege im Nahen Osten begonnen haben und alle Gegenden von Irak, Syrien, Lybien bis hin nach Ägypten und Afghanistan destabilisierten und bombardierten.

Die meisten Flüchtlinge aus dem Nahen Osten sind wegen dem IS hier, die es ohne die Interventionen der Amerikaner in Syrien und Irak überhaupt erst gar nicht gegeben hätte.

Ohnehin ist auch der Krieg in der Ukraine ein Folge US-amerikanischer Einflussnahme… aber will sich heute noch an die Verträge mit Exxon für die Öl-/Gasvorräte im Donbass und der Krim erinnern, sowie den 5 Milliarden $ „Demokratieförderung“ durch Frau Nuland… hier hat man ja schon vergessen, dass Zelensky am 14.02.22 bei der Münchner Sicherheitskonerenz westliche Aufrüstung in der Ukraine und die Auflösung des Budapesters Abkommens gefordert hat… was war gleich nochmal ca. 1 Wochen später? Aber ich bin mir sicher, dass die Amerikaner sicher viel entspannter reagierten hätten, wenn die Russen beispielsweise auf, puh – ich weiss gar nicht, Kuba vielleicht, Raketen stationieren wollten…
Und die NATO ein „Verteidigungsbündnis“, so wie in Jugoslawien/Kosovo, Lybien, Irak, Afghanistan? Welchen Grund hätte Russland der NATO (insbesondere in Hinblick auf seine Geschichte – ist ja nicht so, dass westliche Heere noch nie Richtung Russland marschiert wären) das zu glauben und seine Halsschlagader (nicht verteidigbare europäische Tiefebene) wieder (nach dem Kosovo und Lybien, wo sie schon 2 mal über den Tisch gezogen wurden) frei zu legen?

gehtsnoch
3 Monate zuvor

In NRW ist das Ziel und die Voraussetzung bereits klar abgesteckt.
Zur Umsetzung:

„Dass die Integration der Schüler gut gelingt, dafür sollen unter anderem die über 5.000 Integrations-Lehrkräfte in NRW sorgen. Sie sind vor allem für die Deutschförderung da.

NRW will geflüchteten Kindern aus der Ukraine Sicherheit und Schutz bieten
Ukraine-Flüchtlinge in NRW: Erlernen der Sprache ist der wichtigste Schritt zur Integration

„Um das psychische Wohlergehen der Kinder sollen sich nach Auskunft des NRW-Schulministeriums in Zusammenarbeit mit den Schulen die Schulpsychologen kümmern. Ein weiterer Fokus liege zudem in dem gezielten Erlernen der deutschen Sprache.

Denn wie das Schulministerium betont, sei das Erlernen der deutschen Sprache die grundlegende Voraussetzung dafür, dass sich die Kinder und Jugendlichen „möglichst bald und möglichst umfassend“ am Unterricht beteiligen könnten.“ (09.03.2022 13:29h)

https://www.24rhein.de/rheinland-nrw/nrw-ukraine-krieg-fluechtlinge-kinder-jugendliche-schule-gebauer-flucht-bildung-deutsch-sprache-zr-91397407.html

17.02.2022: In NRW fehlen alleine in NRW 4.000 Lehrkräfte.

https://www.news4teachers.de/2022/02/aus-der-huefte-geschossen-gebauer-wegen-lehrermangel-zunehmend-unter-druck/

Da bin ich ja richtig froh, dass in NRW die gefundene Lösung allen an Schule Beteiligten doch so einfach erzählt werden kann, wie „pensionierte Lehrkräfte animieren“ oder war es „Minus mal Minus ergibt Plus“.

dickebank
3 Monate zuvor
Antwortet  gehtsnoch

Ja und, die Fünf-Jahres-Pläne der GDR wurden doch auch immer voll eingehalten:)

Ist halt potemkinsche Schulpolitik. Wer die Wahrheit wissen will, muss doch nur die BASS lesen – die Prawda des MSB.

Realist
3 Monate zuvor

Die Schulen werden auch diese Flüchtlingswelle wieder absorbieren, unter Ächtzen und Stöhnen, sie haben ja keine Wahl. Ein freier Stuhl wird sich schon irgendwo finden…

In ein paar Jahren werden sich die Politiker wieder feiern, wie gut die Integration geklappt hat, lernen für die Zukunft (zusätzliche Ressourcen) wird man nicht, woher soll das zusätzliche Personal auch kommen.

Wenn dann die nächste Flüchtlingswelle kommt, ist nur eines sicher: Die Stühleproduzenten werden mehr Umsatz machen und die Politiker wieder nach „Solidarität“ rufen.

Monika, BY
3 Monate zuvor
Antwortet  Realist

Nicht nur ein Stuhl, mehrere…

Und was Politiker angeht, die Wahl boykottieren oder anders wählen. Die Politiker sind keine Götter oder verstehe ich Demokratie ganz falsch.

Alles kann man ändern, wenn man es will.

Natürlich, unter Bedingungen, das noch irgendjemand es zu wählen gibt.

Ich befürchte, wir alle unterschätzen die ganze Situation mächtig, genau wie Corona-Virus.

Es ist einfach Zeit gekommen, unseren inneren Schweinehund endlich zu bändigen, um endlich den anderen Menschen zu helfen. Aber wirklich helfen, etwas persönliches leisten.

AusderPraxis
3 Monate zuvor
Antwortet  Realist

Haaallooo, haaallooo, kriegen wir auch noch ein paar Tische?

Mein Name ist Hase
3 Monate zuvor
Antwortet  AusderPraxis

Tische sind grad aus. Darf es stattdessen ein iPad sein?

Anne
3 Monate zuvor
Antwortet  AusderPraxis

Für Tische ist doch gar kein Platz mehr…

dickebank
3 Monate zuvor
Antwortet  Anne

… aber ein Pult für sich selbst reklamieren …

Das gute ist ja, dass weder Bund noch Länder sich hinsichtlich der Umsetzung keine Gedanken machen müssen. Die politische Forderung in jede Klasse einen zusätzlichen Stuhl zu stellen, lässt sich ganz einfach umsetzen. Für die sächliche Ausstattung ist der Schulträger verantwortlich.
Und da wegen Corona und den Hygienemaßnahmen zum Lüften eh die Türen offenstehen, erübrigt sich die Frage nach dem zusätzlichen Raumangebot. Steht der Stuhl halt auf’m Flur. Um Diskriminierung vorzubeugen, wird jeden Morgen der Platz vor der Tür ausgelost. Nicht dass noch der Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit aufkeimt.

Palim
3 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Die Tendenz geht zurück zu Bänken, da kann man auch ein Kind mehr raufsetzen.

Anne
3 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Warum eigentlich Stuhl? Auf dem Fußboden ist doch noch sooo viel Platz.

Honigkuchenpferd
3 Monate zuvor

Ich finde richtig, was die GEW sagt, die Lehrer müssen von dem Klassenarbeiten-Krampf befreit werden, aber nicht nur wegen der ukrainischen Flüchtlingskinder.

Ich vermute mal, dass dieses Klassenarbeiten-Unwesen entstanden ist, weil es tatsächlich Lehrer gab, die im ganzen Schuljahr nur mündliche Noten vergeben haben, um keine schriftlichen Arbeiten korrigieren zu müssen.

Es würde reichen festzulegen, dass sich jede Zeugnisnote aus z.B. mindestens 2 schriftlichen und mindestens 2 mündlichen Noten ergeben soll. Wenn die schriftlichen dann auch Tests sein können, schafft man das auch in einem 1-Stunden-Fach.

Klassenarbeiten sind aber ein Riesenaufwand und es scheinen immer mehr zu werden – pro Fach und in einem Fach. Das ist Wahnsinn. Man denkt nur noch an die Zahl der Klassenarbeiten, die man schaffen soll und den ganzen notwendigen stofflichen Vorlauf.

trotzki
3 Monate zuvor
Antwortet  Honigkuchenpferd

Die Zahl reduzieren mag ja richtig sein, aber die Realität zeigt, dass der Aufwand deswegen ja nicht geringer wird. Ich kann mich an keinen schriftlichen Nachweis in den letzten Jahren erinnern, in der eim Klasse komplett da war. Das heißt dann einen Nachtermin erstellen und seit Corona wird es selbst bei den Nachterminen schwierig, dass alle Schüler da sind bzw. sich nicht mit den anderen Lehrern zu überschneiden.
Das bedeutet zu mindest bei uns, dass für jede Schulaufgabe mind. eine zweite gleichwertge erstellt werden muss und die zusätzlich Aufsicht muss auch noch oganisiert werden.
Aber da hilft halt kein jammern, sondern das ist halt mal so in diesen Zeiten.
Und genau das ist auch der Grund, warum viele versuchen, in den vermeintlichen ruhigen Zeiten bzw, so schnell wie möglich alle Noten zu erheben. Die Leidtragenden sind dann die Schüler.

Sissi
3 Monate zuvor

@ Alo
Eine Bitte: Wenn Sie dann, die traumatisierten nicht deutschsprechenden Kinder, die Syrer in der Klasse, die immer noch am Verarbeiten sind, die 2 Inklusionskinder, die gerade eine schlechte Phase haben ( ges. 29+2 )
……. und den Referendar aus der Ukraine
– nach Maßgabe der pädagogischen Empfehlungen die Kriegsbilder gezeigt und über Genozid und Faschismus aufgeklärt haben- – –
Posten Sie dann bitte einen ehrlichen Erfahrungsbericht? – Damit ich das endlich auch schaffe und an die Refs weitergeben kann

Sandra
3 Monate zuvor

zuerst sollten wir de Kinder willkommen heißen! Sie haben Furchtbares hinter sich.

Carsten60
3 Monate zuvor

Hier noch ein neues Buch zum Schul-Desaster in Berlin:
L.Maroldt & S.Vieth-Entus, Klassenkampf, Suhrkamp 2022

Rosa
3 Monate zuvor
dickebank
3 Monate zuvor
Antwortet  Rosa

omg – dann wird das im Rahmen des Politikunterrichts eben als Exkursion oder eintägiges Praktikum deklariert. Teilhabe an der Gesellschaft als mündiger Bürger ist ein festgeschriebenes Lernziel. Nur die Vorbereitung auf die Rolle des Konsumenten in einer beginnenden Rezession bringt die SuS auch nicht weiter.

Jomateixa22
3 Monate zuvor

Hallo, ihr Lieben! Much ado about ….nothing! Haben all diese Herrschaften in den Ministerien, wie schwierig es ist, Deutsch zu lernen????

Jeder schätzt einfach vor sich hin. Macht einen guten Eindruck für die Wahlen, gelt???

Jomateixa22
3 Monate zuvor

Errata: „schwätzt“ einfach vor sich hin

Rainer Winkler
3 Monate zuvor

Also ganz ehrlich, das Thema ist wichtig, aber ich finde es einfach nur beschämend zu fordern, dass Klassenarbeiten reduziert werden. Ich habe selber 2 Hauptfächer am Gymnasium und hätte noch Zeit mehr pädagogische Arbeit zu leisten.

Es müssen sich alle zusammenreißen und mehr arbeiten, denn es geht um unsere Zukunft, wir können den Kindern nicht immer zeigen, dass es einfacher wird, wenn Probleme kommen!

Realist
3 Monate zuvor
Antwortet  Rainer Winkler

„Es müssen sich alle zusammenreißen und mehr arbeiten, denn es geht um unsere Zukunft, wir können den Kindern nicht immer zeigen, dass es einfacher wird, wenn Probleme kommen!“

Also den Kurs der ca. letzten 20 Jahre unbeirrt fortsetzen, bis das System entgültig gegen die Wand fährt. Und gewesen sein will es dann keiner, auch nicht Rainer…

MRPMBH
3 Monate zuvor

Deutschland im freien Fall … Solidarität kann nur gewährleistet werden, wenn dementsprechende Ressourcen vorhanden sind. Alles andere ist Wunschdenken. Seit Jahren wird alles kaputt gespart. Deutschland steht bei den Ausgaben für Bildung europaweit in den untersten Reihen.

Mondenfee
3 Monate zuvor

Wäre es nicht sinnvoller, die ukrainischen Flüchtlingskinder gemeinsam zu betreuen? Erstmal dürften die ganz andere Probleme haben, durch das Erlebte im Krieg und auf der Flucht, das Verlassen der Heimat, Angst um Familie und Freunde in der Ukraine, den Tod.
Wer nach diesen Tagen noch frei lernen kann, wird, ins deutsche Schulsystem gesteckt, nicht viel davon haben. Alle sprechen eine andere Sprache, der Stoff ist ein ganz anderer, alles ist fremd.
Viel sinnvoller wäre es doch zu schauen, ob Lehrerinnen und psychologisch Geschulte unter den geflüchteten Ukrainern sind. Sie könnten sich mit den Kindern austauschen und auch Stoff bearbeiten. Eine deutsche Begleitung wäre schön aber nur sinnvoll, wenn auch eine sprachliche Verständigung möglich ist.
Traumatisierte Kinder mit aller Gewalt in die damit vermutlich total überforderten Schulen zu stecken, täte wohl beiden Seiten nicht gut. Das bestimmt eh schon bei den Kindern vorhandene Gefühl des Verlorenseins dürfte dadurch kaum besser werden.
Im besten Fall könnten sie in ein paar Wochen oder Monaten in ihre Heimat zurück. Diese Hoffnung sollte man ihnen auch erstmal nicht nehmen.

Sollte sich zum Sommer abzeichnen, dass die Lage in der Ukraine vorerst oder auf längere Sicht aussichtslos ist, könnte mit guter Planung die Integration im neuen Schuljahr stattfinden. Das würde die Überforderung unseres äußerst knapp kalkulierten Schulsystems zumindest etwas abmildern. Mit einer Integration der ukrainischen Lehrerinnen könnte man auf jeden Fall den Kindern den Kontakt zu ihrer Sprache erhalten. Selbst Mütter könnten diesen Beitrag leisten.

Solch ein Vorgehen wäre eh sinnvoll, bei jeder größeren Flüchtlingswelle aus einem bestimmten Gebiet kommen immer auch fachkundige Mendchen mit, die bei der Ausbildung der Kinder helfen könnten. Ich sage nicht, dass sie so einfach als vollwertige Lehrer anerkannt werden könnten, aber zumindest für die Muttersprachen und innerhalb einer Übergangszeit verschenkt unser Land regelmäßig wertvolle Ressourcen.

Sissi
3 Monate zuvor

@ Realist
erst dachte ich, Sie sind schneller und nehmen mir den Reim vorweg , doch

@ Rainer, Klasse Sarkasmus, chapeau