Bildungssenatorin will Lehrkräfte „gezielter“ auf Schulen verteilen – GEW: Bankrotterklärung

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BERLIN. Für Berlins Schulen werden händeringend Lehrkräfte gesucht. Da die erwartete Personallücke absehbar nicht kleiner, sondern größer wird, will die zuständige Senatorin nun neue Wege gehen – einer davon: die vorhandenen Lehrerinnen und Lehrer „gezielter“ verteilen. Die GEW reagiert mit scharfen Worten.

Was bis vor kurzem selbst Schulleiterin in Berlin: Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse (SPD). Foto: Lena Giovanazzi / Bildungsverwaltung Berlin

Berlins Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse will dem Lehrkräftemangel mit einem neuen Steuerungsmechanismus entgegenwirken. Geplant sei, Lehrerinnen und Lehrer gezielter nach dem tatsächlichen Bedarf auf Bezirke, Stadtteile und Schulen zu verteilen, kündigte die SPD-Politikerin am Dienstag an. So soll verhindert werden, dass Schulen in manchen Stadtteilen quasi zu viel Personal haben und andere – nicht zuletzt in sozialen Brennpunkten – an extremem Personalmangel leiden.

Nach Angaben Busses dürften im nächsten Schuljahr 2022/2023 nach aktuellen Prognosen Lehrkräfte für 920 Vollzeitstellen an Berliner Schulen fehlen – und damit etwa 50 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Zum Vergleich: Insgesamt arbeiten an Berliner Schulen rund 34.000 Lehrkräfte, der Einstellungsbedarf für das nächste Schuljahr beträgt 2645 Vollzeitstellen.

«In manchen Fällen kann es nötig werden, dass gut ausgestattete Schulen auch Lehrerinnen und Lehrer abgeben müssen»

Die Senatorin unterstrich, dass der sogenannte Regelunterricht laut Lehrplan durch die größer werdende Personallücke nicht in Gefahr sei, weil immer noch genügend Lehrerinnen und Lehrer da seien. «Wir wollen aber alles tun, um die Lücke zu schließen.» Dazu seien unter anderem eine klarere Steuerung der Lehrkräfteversorgung, mehr Verlässlichkeit und mehr Verteilungsgerechtigkeit nötig.

Erreicht werden soll das laut Bildungsverwaltung vor allem durch eine gleichmäßigere Verteilung derjenigen Lehrkräfte über die Stadt, die neu anfangen. In manchen Fällen könne es zudem nötig werden, dass gut ausgestattete Schulen auch Lehrerinnen und Lehrer abgeben müssten, zumindest zeitweise. Das solle aber behutsam und auf freiwilliger Basis geschehen.

Busse nannte noch weitere «Puzzleteile» im Ringen um mehr Personal für Schulen. Große Hoffnungen setzt sie auf die Verbeamtung von Lehrkräften, in die Berlin ab dem neuen Schuljahr wieder einsteigt. Außerdem sollen mehr Berufe für Stellen in sogenannten multiprofessionellen Teams an den Schulen zugelassen werden. Dazu zählen Logopäden, Ergo- oder Musiktherapeuten.

Lehrkräfte in Teilzeit sollen sofort wieder aufstocken können, wenn sie das wünschen. Bisher sind dazu acht Monate Vorlauf nötig. Nachwuchs soll auch über frühzeitige Arbeitsmöglichkeiten an Schulen und Einstellungsgarantien für Lehramtsstudierende gesichert werden.

Um den Mangel auszugleichen, werden als sogenannte Quereinsteiger immer mehr Lehrkräfte ohne Lehramtsstudium eingestellt

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) erklärte, die Ankündigungen der Senatorin seien eine Bankrotterklärung für die jahrzehntelange Personalpolitik der Bildungsverwaltung. Nötig sei eine Ausbildungsoffensive. «Wir wären heute in einer deutlich besseren Lage, wenn der Senat seine Vereinbarung aus 2016 ernsthaft verfolgt hätte, an den Berliner Universitäten ab 2022 jährlich 2000 Lehrkräfte zum Abschluss zu bringen», erklärte die GEW-Landesvorsitzende Martina Regulin. Das Vorhaben sei grandios gescheitert. «Berliner Unis bilden weniger als ein Drittel des Lehrkräftebedarfs aus.» Jetzt könnten auch Quereinsteiger die Lücke nicht mehr füllen.

Berlins Schulen leiden – wie in anderen Bundesländern auch – seit Jahren an Personalmangel. In der Hauptstadt ist das Problem besonders ausgeprägt, weil die Bevölkerungszahl weiter wächst. Um den Mangel auszugleichen, werden als sogenannte Quereinsteiger immer mehr Lehrkräfte ohne Lehramtsstudium eingestellt, die ihre Hochschulabschlüsse in anderen Bereichen erworben haben.

Dem Vorwurf der GEW, Berlin tue zu wenig für die Ausbildung von Lehrkräften, trat die Bildungsverwaltung am Dienstag zum wiederholten Male entgegen. Berlins Hochschulen hätten in den letzten Jahren in dem Bereich zwischen 30 und 50 Prozent mehr Studienplätze zur Verfügung gestellt, hieß es aus dem Referat Lehrkräftebildung. Auch werde durch diverse Maßnahmen versucht, die Zahl der vorzeitigen Abgänge während des Studiums zu reduzieren. Vieles helfe indes nicht kurzfristig, sondern greife erst mittelfristig. News4teachers / mit Material der dpa

Lehrermangel: In Berlin gibt’s die ersten Grundschulen, in denen mehr als 30 Prozent Seiteneinsteiger unterrichten – alle in Brennpunkten

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AusderPraxis
1 Monat zuvor

Das mit der Verteilung von LK hat super geklappt, in der Zeit als es einen Lehrerüberschuss gab! Da gab es nämlich nur die Alternative, dahin zu gehen wo man hingeschickt wurde oder keinen Job zu bekommen und arbeitslos auf der Straße zu stehen.

Das war in meiner Zeit so (1978). Als GS- Lehrerin war ich ein Jahr an einer BBS mit halber Stelle, 230km von meinem Wohnort entfernt, Gehalt netto 874 DM, so dass ich mir nur ein Zimmer ohne Bad leisten konnte. Dieses musste ich an den Wochenenden räumen, da es als Gästezimmer gebraucht wurde. Aber wenn man auch nur EINE angebotene Stelle absagte, war man raus aus dem Verfahren!
Danach kam ich alle 6 Monate an eine neue Haupt- oder Grundschule in NRW, quer durch das Bundesland! Knapp 4 Jahre als Angestellte, sodass ich dafür keine Rente bekommen hätte, hätte ich die fehlende Wartezeit nicht selbst nachbezahlt.

Heutzutage, wo Lehrermangel herrscht, wird das nur schwer realisierbar sein, da jeder ausgebildete GS- und Sek1-Lehrer überall genommen wird! Vorausgesetzt natürlich, man kann auch mit einer Teilzeitstelle überleben, kann man auch am Wunschort beginnen!

Als verbeamteter Lehrer kann man sich nicht einfach auf eine neue Schule bewerben, man muss um eine Versetzung bitten! Das haben fast alle Neulehrer inzwischen begriffen und sehen sehr genau hin, wo sie sich bewerben! Die sogenannten „schwarzen Löcher“, also jeder kommt rein aber niemand kommt raus, sind extrem unbeliebt! In SH kann es 5 Jahre dauern, bis man eine Versetzungsgenehmigung bekommt. Unangenehm, wenn es um eine Familienzusammenführung geht!

potschemutschka
1 Monat zuvor

An welchen Schulen in Berlin gibt es mehr Lehrer als benötigt? Ich glaube eher, die zu kurze Decke wird hin und hergezogen und reicht dann trotzdem nicht. Aber man hat wieder einmal medienwirksam agiert!

Andre Hog
1 Monat zuvor

„In manchen Fällen könne es zudem nötig werden, dass gut ausgestattete Schulen auch Lehrerinnen und Lehrer abgeben müssten, zumindest zeitweise. Das solle aber behutsam und auf freiwilliger Basis geschehen.“

Ach so….na dann….ist ja gar nicht schlimm….v.a. wenn die KuK von ihrer Einsatzschule, an der sie ggf bereits seit Jahren tätig sind, die pädagogischen Konzepte und Profile mitgestaltet haben, den Stadtteil und die darin vorhandenen Probleme oder auch Vorzüge kennen und dadurch effektiver, zielgerichteter oder auch mit mehr Verbindlichkeit arbeiten, freundlich angefragt werden, ob sie bereit sind, an eine Brennpunktschule in einem deutlich weiter entfernten Stadtteil zu wechseln.

Da kann man dann ja ’nein‘ sagen, oder??

Ach Moment….oder wird einmal ‚behutsam‘ 😉 in einem solchen Kollegium die Wechselbereitschaft angefragt …. und wenn diese Anfrage das von der Bildungssenatorin Gewünschte nicht ergibt, dann werden die KuK dienstlich angewiesen / entsprechend angeordnet oder gleich versetzt.

Na glücklich ist, wer dann nicht verbeamtet ist und quasi der „Weisungsleibeigenschaft“ unterliegt…und sich dann evtl über den Angestelltenstatus gegen diese „Zwangsumsiedlung“ wehren kann.

Jaja, es wachsen viele bunte Blümchen auf Gottes schönem Acker…und die KuMis treiben die buntesten…

Immer wieder schön, wie das Planungschaos und die daraus entstehenden Schwachsinnsentscheidungen ‚freundlich verpackt‘ an die Rezipienten verkauft werden…und zwar ohne einen Hauch von Restscham ( nicht zu verwechseln mit Restcharme 😉 ) … wie viele Spiegel zerspringen wohl morgendlichen in den Badezimmern derjenigen aus diesen Behörden, die den grauenhaften Anblick der Lügenfratzen nicht mehr ertragen?

Die Berlinerin
1 Monat zuvor

„Da die erwartete Personallücke absehbar nicht kleiner, sondern größer wird…“

Aber es ist uns doch die ganze Zeit gesagt worden, dass die Wiederverbeamtung in Berlin den Lehrermangel beseitigt?!? Wieso denn nun doch nicht?

Die Berlinerin
1 Monat zuvor

PS: Verbeamtete Lehrer kann man übrigens leichter an andere Schulen umsetzen. Ob Berlin auch deshalb wieder verbeamtet?

Kölnerin
1 Monat zuvor
Antwortet  Die Berlinerin

Kündigt die Bezirksregierung Düsseldorf für Duisburg bereits an. Versetzen, meine ich.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Kölnerin

Das Nullsummenspiel – Schule A mit 86% Lehrkräfteversorgung und Schule B mit 92% Versorgung gibt im Schnitt dann einen Mangel (fehlende Versorgung) von 11%.

Blöd ist es nur wenn beide Schulen stark unterschiedliche Schülerzahlen haben. Die 92% an einer dreizügigen Grundschule sind nicht einmal eine Vollzeitstelle, die 86 % an einer sechszügigen Gesamtschule entsprechen ca. 15 Vollzeitstellen in der SekI.

Eine Umverteilug ist also nur innerhalb eines Schulkapitels unter gleich großen Schulen möglich. Personalbewirtschaftung mittels Gießkanne heißt das Verteilungsverfahren, an dessen Ende alle Schulen gleich schlecht gestellt sind. Aber irgendwoher müssen ja die zusätzlichen Stellen für die Talentschulen in den Brennpunkten herkommen. Also Leute in Monheim abziehen und nach Duisburg Marxloh entsenden. Die Betroffenen werden sich so richtig freuen.

Aber zunächst sollen ja nur Lehrkräfte innerhalb des Schulamtsbezirks DU umverteilt werden, da ja nur Grundschulen betroffen sind.

Klaus
1 Monat zuvor

Etwas Potenzial gibt es noch. Man sollte sich mal die gymnasialen Oberstufen in allen Schulformen anschauen. Da werden teilweise Kurse mit sehr wenigen SuS durchgeführt.

Realist
1 Monat zuvor

Als statt den Lehrerberuf attraktiver zu machen, einfach den Mangel noch großflächiger verteilen.

Auch die Aussage „der sogenannte Regelunterricht laut Lehrplan durch die größer werdende Personallücke nicht in Gefahr sei“ ist ein Hohn. Übersetzt bedeutet das, dass alles andere nur noch durch freiwillige Zusatzleistungen OHNE irgendeinen Ausgleich geleistet werden kann: AGs, Förderunterricht, Klassenfahrten und Exkursionen, usw. Der Druck der „Schulgemeinschaft“ (Schüler, Eltern, Schulleitung) auf die Lehrer wird immens sein, diese Zusatzleistungen den Kindern zuliebe doch anzubieten. Und wie wir die Kollegen kennen, werden viele einknicken und die Politik hat ihr Ziel erreicht: Mehrarbeit zum Nulltarif. Wenn diese Kollegen dann wegen Burnout und Überlastung zusammenbrechen, sind auch die dran, die sich auf das Spiel nicht einlassen: Stichwort „Vertretungsunterricht“.

Immer mehr Berufsanfänger erkennen das perverse Spiel und sagen sich: „Lehramt? Ich bin doch nicht blöd!“

Semmi
1 Monat zuvor

Blöde Sache. Aber im Grunde das, worauf sich alle einlassen, die sich in den Staatsdienst begeben. Dass das kommen kann weiß jeder und jede. Also nicht klagen, wenn dieser höchst hypothetische Fall eintritt….

Kölnerin
1 Monat zuvor
Antwortet  Semmi

Sehe ich auch so.

Palim
1 Monat zuvor
Antwortet  Semmi

Hypothetischer Fall? So ein Käse!
In NDS benennt das Ministerium die Zahlen der schulformübergreifenden Abordnungen mit über 10000 Stunden, die der schulformgleichen werden gar nicht erwähnt. Erwähnt wird auch nicht, dass nicht alle Lehrkräftestunden ersetzt werden und für eine 100%-Versorgung nicht der gesamte Bedarf der Schule herangezogen wird, sondern die Versorgung der Klassen mit je einer Lehrkraft oder Aufsichtsperson.
Sobald eine Schule 3-4 Stunden mehr hat, erfolgt eine Abordnungsverfügung, gibt es einen Mangel, hofft man auf ein paar Stunden, streicht alles, was man streichen kann und rettet es irgendwie (doppelte Klassenleitung, Aufteilen der Klassen). Abordnungen im Jahr sind selten, weil ja schon viele bestehen, dafür wartet und sucht man lange oder erfolglos nach Vertretungen (z.B. Studierende).

Ein Mangel von 920 VZLE verschwindet nicht, die Löcher werden nur verschoben.
Reserven gibt es keine, jeder Ausfall, der im Schuljahr hinzu kommt, kann nicht ausgeglichen werden.

Für Schulen bedeutet es, dass sie ständigen Mangel haben,
für Schüler, dass viel Unterricht ausfällt,
für Lehrkräfte Belastung über Gebühr, da Abordnungen gefahren oder betreut werden und auch außerunterrichtliche Aufgaben auf weniger Schultern verteilt werden.

Das gilt für viele Jahre und da nicht genügend neue Lehrkräfte ausgebildet werden, dürfte es in den nächsten Jahren noch schlimmer werden.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor

In Zeiten des eklatanten Lehrermangels ist es vermutlich der einzige Weg die Grundversorgung von Schulen sicherzustellen.
Eine Zumutung für LuL? Bestimmt! Aber wenn dieses Prozedere wieder Normalität wird, so wie es einmal war, dann arrangiert man sich damit.
Für die Schulen ist es erleichternd, da sie nicht ständig fürchten müssen, dass ausgeschriebene Stellen leerlaufen und der Aufwand verringert sich sukzessive.
Eine Versetzung (freiwillig oder nicht) vorübergehender Art, hat übrigens auch für erfahrende Kolleginnen einen Mehrwert…. Es hält flexibel und man sammelt Erfahrung.
LG

Andre Hog
1 Monat zuvor

Sehr geehrtes Fräulein Rottenmeier,
…es ist schön zu sehen, dass SIe aus Ihrer unmittelbaren biographischen Erfahrung heraus zu berichten und zu beurteilen scheinen…auch meine Eltern haben gerne und mit viel Begeisterung von ihrer eigenen Schulzeit berichtet (Nachkriegszeit bis in die erste Hälfte der 50er Jahre).
Da hatten sie das Vergnügen in Klassen mit bis zu 60 SuS zu sitzen – und es war dennoch eine ruhige Arbeitsatmosphäre zu vermerken – der Rohrstock sorgte u.a. dafür.
Eine wichtige Beurteilung dazu bekam ich zu diesen Geschichten gleich mitgeliefert:

“Es hat uns nicht geschadet!“

Vielleicht ist es ja das, was Sie – Fräulein Rottenmeier – mit Ihrer Aussage meinen, wenn Sie davon sprechen, dass wir uns allmählich wieder daran gewöhnen sollten.

Ich muss gestehen, dass ich mich bereits auf meine Pensionierung in 6 Jahren freue – angesichts der drohenden „Versprechungen“.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Andre Hog

Ach Herr Hog,
Ich muss sie enttäuschen in ihrer Annahme ich sei nicht vom Fach.
De facto bin ich Schulleiterin einer mittelgroßen Grundschule in einem Brennpunktquartier.
Ich weiß also sehr genau wovon hier die Rede ist.
Es geht darum Schulen mit Lehrpersonal auszustatten. Es geht darum den Unterricht für alle Schüler zu garantieren. Es geht um Unterrichtsorganisation.
Es geht darum, kurzfristige Lösungen zu finden, bis langfristige Lösungen (Lehrerausbildung) greifen.
Das muss man nicht gut finden, aber ein permanenter Aufschrei ist nicht hilfreich.

Teacher Andi
1 Monat zuvor

Als Schulleiterin sollten Sie vielleicht wissen, dass solche Aktionen meist im Chasos enden und unter dem Strich niemandem geholfen ist, da alle Entscheidungen, die zu Ungunsten der Lehrkräfte getroffen werden dazu führen, dass noch weniger potenziale Anwärter und Interessierte diesen Beruf ergreifen. Aus „vorübergehend“ kann leicht ein Dauerzustand werden, und das Ganze wird sich im Laufe der Zeit nicht mehr nur auf Berlin beschränken. Hätte man eine entsprechende Reserve gehalten, dann wäre die Misere jetzt nicht so groß. Dazu kommt noch die mangelnde Anerkennung bis hin zur Geringschätzung des Lehrberufs von „oben“. Vorausschauende Planung sieht anders aus und ist auf lange Sicht auch kostengünstiger. Aber auch in der Bildungspolitik wird nur kurzfristig ohne Einschätzung der Auswirkungen entschieden, da wird sich nichts ändern, leider. Die geballte Kompetenz ist ja nun in den Bildungsministerien auch nicht zu finden.

Teacher Andi
1 Monat zuvor
Antwortet  Teacher Andi

„Chaos“ und „potenziell“ 🙁

Andre Hog
1 Monat zuvor

Sehr geehrtes Fräulein Rottenmeier,
…ich ha e an keiner Stelle gesagt, dass Sie nicht vom Fach wären…ich habe lediglich Nezug darauf genommen, dass ein derartiger Ansatz mit den zu erwartenden Effekten zu ei er massiven Vergrößeru g der Klassenstärken führen dürfte.

Rechnung:
– Anzahl der SuS zunehmend steigend…gerade z.Z. mit den Kindern aus der Ukraine
– Anzahl der LuL zunehmend sinkend…gerade auch nach der unerfreulichen Erfahrung der letzten zwei Jahre – aber auch bereits davor.
Ergebnis:
– disproportionales Verhältnis zwischen Anzahl aus SuS und Anzahl LuL führt bei gleichbleibender Stundentafel zu größeren Lerngruppen.

Ihre Einlassung, man möge sich als LuL einfach dieser Herausforderung stellen … und sei es auch nur für eine sog. ÜBERBRÜCKUNGSZEIT bis viele neue LuL die Lücken wieder schließen, lässt einen gewissen historisierenden und vllt sogar nostalgischen Blick auf Schule vermuten.
In der Realität wird es so sein,dass immer weniger junge Menschendiesen Weg der Selbstausbeutung gehen werden, weil sie das Drama des Berufsstandes live beobachten können.

Ich achte Ihr offensichtliches Engagement in der Sache – denke aber, dass sie mit ihrem Ansatz schlicht falsch liegen.

Last edited 1 Monat zuvor by Andre Hog
potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Andre Hog

Zum Thema „vorübergehend“: In Berlin wurde 2003 die Arbeitszeit der Lehrer“ temporär“ um 2 Unterrichtsstunden erhöht. Zum Ausgleich gab es pro Schuljahr 5 Tage , die man auf einem Arbeitszeitkonto ansparen konnte, plus 2 sogenannte Böger-Tage, die man im Laufe des Schuljahres frei nehmen konnte. Gleichzeitig wurden die Präsenztage am Ende der Sommerferien um 2 Tage erhöht. Diese „temporäre“ Arbeitszeiterhöhung mit gewissem Ausgleich dauerte bis 2014 – also 11 Jahre. Danach wurden nicht etwa die 2 Mehrarbeitsstunden zurückgenommen, sondern es konnten keine weiteren Tage auf dem Arbeitszeitkonto mehr angespart werden. Der Rest ist mehr oder weniger so geblieben (1 Bögertag wurde an das Pfingstwochenende gehängt, der andere steht noch zur freien Verfügung). Also Achtung, wenn es um vorübergehende Maßnahmen geht!

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Interessant sind übrigens auch die“ Rechenkünste“ der Behörden. Für 2 Stunden Mehrarbeit gab es 5 Tage Arbeitszeitkonto-Gutschrift. Will man das AZK dann nutzen, um im Alter z. B. 1 Stunde pro Woche weniger zu arbeiten, dann werden vom AZK 8,5 Tage abgezogen (also 5 Tage für 2 Stunden mehr und für 1h weniger 8,5 h Abzug – das ist höhere Mathematik). Kann oder will man die angesparten Tage nicht abbummeln und lässt sich die angesparten Tage auszahlen, dann zahlt man heftige Steuern darauf-

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

8,5 TAGE Abzug meinte ich natürlich.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Andre Hog

Würden wir uns kennen, würden Sie mir vieles unterstellen, aber mit Sicherheit keinen nostalgischen Blick auf Schule.
Ich gebe Ihnen insofern recht, als dass Lehrermangel zu einem unguten Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern führt. Auch die bisherigen Anstrengungen der Landesregierungen dies langfristig zu ändern sind (noch) nicht wirklich zu erkennen.
Und dennoch muss jetzt ganz praktisch überlegt werden, wie eine Schieflage in der Personalausstattung in einer Stadt, in einem Kreis ausgeglichen werden kann. Damit die Not in einigen Schulen nicht zu groß wird und damit zumindest die Stundentafel im Ansatz gehalten werden kann, sind Abordnungen das Mittel der Wahl. Da hat das Schulamt bzw die Bezirksregierung direkten Einfluss.
Und nein, das ist für den einzelnen Betroffenen alles andere als toll und führt zu manch Unannehmlichkeit, aber darum geht es gerade nicht.
Und es mag sich jetzt zynisch anhören, aber indem wir diesen Job angetreten haben, haben wir uns mit dieser Möglichkeit einverstanden erklärt.
Ich bin übrigens davon überzeugt, dass diese Abordnungen sozialverträglich ablaufen werden.
Also Sie, Herr Hog, fallen vermutlich schon mal raus, da Sie nur noch 6 Jahre im Job haben….

potschemutschka
1 Monat zuvor

…bisherige Anstrengungen der Landesregierung sind (noch) nicht wirklich zu erkennen … – wie meinem Kommentar zu entnehmen, herrschte schon 2003 (und früher) in Berlin Lehrermangel, also das Problem besteht seit über 20 Jahren. Welche Anstrengungen wurden denn bisher unternommen, außer der Stundenzahlerhöhung? Dass jetzt sehr viele Kollegen in Rente oder Pension gehen, dürfte auch kein unvorhersehbares Ereignis sein!

kölnerin
1 Monat zuvor

Natürlich gefällt einem in der eigenen Betroffenheit nicht immer, wie mit Versetzungsgesuchen und durch Versetzungsanordnungen mit Lehrkräften umgegangen wird. Aber einer meiner Schulleiter sagte immer „Schule ist für die Kinder da und nicht für die Lehrer.“ Sie muss funktionieren- mit allem, was natürlich kritikabel ist. Mit der Annahme der Urkunde und des Beamtenstatus` willigen wir in unsere besondere Treuepflicht ein, akzeptieren das Dienst- und Beamtenrecht und müssen uns ggf. damit arrangieren, auch gegen unseren Willen abgeordnet oder versetzt zu werden. Und wenn es 100 Mal die Folge von Versäumnissen in der Schulpolitik oder -organisation des Dienstherrn ist. Rücktrittsforderungen mit dieser Begründung sind Unsinn.

Teacher Andi
1 Monat zuvor
Antwortet  kölnerin

Trotz allem gibt es gewisse Grenzen der „Treuepflicht“, sonst kann daas Ganze bald unzumutbar werden. Von der „Fürsorgepflicht“ des Dienstherrn, die ja angeblich auch eingehalten werden soll, spürt man allerdings nicht allzu viel. Eine Einbahnstraße? Oh!

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Das eine ist untrennbar mit dem anderen verbunden. Man kann keine „Treuepflicht“ einfordern ohne die entsprechende „Fürsorgepflicht“ zu erfüllen.

Kölnerin
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Doch, kann man. Die Dienstherren zeigen es doch täglich. Nicht zuletzt die Einstellung vieler Lehrkräfte, „für die Kinder“ selbst die abstrusesten Zugeständnisse zu machen- wie man hier immer wieder lesen kann- sind da Wasser auf die Mühlen. Die Versetzung von Beamten dagegen ist das ureigene Recht des Dienstherrn und vom Grundsatz nicht an eine Gegenleistung oder Zustimmung gebunden.

Kölnerin
1 Monat zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Wir ich schon sagte, selbst wenn man das Tun des Dienstherrn nicht goutiert, ist man treuepflichtig. Ein Nichtwahrnehmen der Fürsorgepflicht müsste man einklagen- obgleich uns Corona gezeigt hat, dass das nicht wirklich von Erfolg gekrönt war. Die entsprechenden Klagen wurden zumeist abgewiesen 🙁
Trotzdem ist die Versetzung und Bestimmung des Dienstortes das Recht des Dienstherrn von Beamt:innen. Wenn ich das nicht hinnehmen will, muss ich gehen bzw. den Status abgeben.
DAS ist kein Grund für Rücktrittsforderungen.

Teacher Andi
1 Monat zuvor
Antwortet  Kölnerin

Demütigende und unzumutbare Behandlung ist keinesfalls durch das Beamtenrecht (für wen gilt das „Recht“?) gerechtfertigt. Wenn Sie meinen, das unter allen Umständen als non-plus-ultra Pflicht darstellen zu müssen, dann haben Sie sicher Gründe, die sich aber nicht mit denen der meisten Lehrkräfte decken. Fakt ist, dass der Lehrerberuf immer mehr der hilflosen Willkür des KuMi ausgesetzt ist, und man muss sich tatsächklich nicht allew gefallen lassen.

kölnerin
1 Monat zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Nein, das muss und das soll man nicht. Aber Fakt ist auch, dass unsere Möglichkeiten beschränkt sind- nicht zuletzt, weil das Dienstrecht eben Dienstrecht ist. Zum anderen, weil wir vieles dann doch „für die Kinder“ machen. Und weil wir auch oft zu wenig Mumm haben und uns aufs Posten und Jammern beschränken. Remonstieren und prozessieren ist ja auch nicht wirklich wirksam…

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Kölnerin

Das gute an der treuepflicht ist, sie gilt nur für die verbeamteten lehrkräfte. Tarifbeschäftigte haben dafür ein Kündigungsrecht. Hinzu kommt dass die meisten Seiteneinsteiger*innen auch noch einen zweiten Beruf haben.

kölnerin
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Nur zu.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  kölnerin

Ich wundere mich übrigens, dass hier noch kein Bericht über die Bezirksregierung Düsseldorf aufgetaucht ist, der gestern durch den wdr geisterte. Demnach haben die Schulen eine Woche Zeit Lehrkräfte zu benennen, die dann nach Duisburg abgeordnet werden sollen.
Da ist ein Aufschrei gerechtfertigt, schon aufgrund der Entfernung zwischen den beiden Städten….

Kölnerin
1 Monat zuvor

Gerechtfertigt nicht, aber verständlich. Beamte können versetzt werden- auch gegen ihren Willen.

Andre Hog
1 Monat zuvor

Sehr geehrte Fräulein Rottenmeier…vielen Dank für den Input….vllt nimmt N4T das ja noch auf …. gestern war ja schließlich Feiertag…vllt war ein Teil der Red ja auch mit Fahrrad oder Bollerwagen unterwegs 😉 … denn „ein bisschen Spaß muss sein“ hat bereits Roberto Blanko gesungen. 😉

Allen ein schönes Wochenende!!!

Andre Hog
1 Monat zuvor

Nun ja, die BzR Düsseldorf ist ja für die gesamte Region zuständig…könnte also auch Schulen in Essen, Ohrensausen, 😉 Bottrop usw treffen und eben nicht nur unsere Landeshauptstadt…aber die Argumente gegen erzwungene Standortwechsel, die ich bereits auszugsweise aufgezählt habe gelten auch bei „kürzeren Arbeitswegen“.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Andre Hog

Für die Jungs und Mädels aus dem Pott bis Essen ist das ja kein Problem, Für die Niederrheiner außer den Kamp-Lintforten und Moersern nicht Bleiben die Düsseldorfer, der Kreis Mettmann – aber die wollen doch M ehr E rleben – die Nüsser, die Krefelder und der Kreis HS und MG.
Von Rheydt nach DU ist doch fast schon ein Wellnessprogramm, den Wuppertalern ist es ja ohnehin nicht zuzumuten von Barmen nach Elberfeld zu wechsen, die fallen also weg. Und von Monheim nach DU kommt einer Strafversetzung gleich, schließlich hat DU keinen einzigen Kreisverkehr mit Geysir.

Und Westfalen kann wegen der Mentalitätsunterschiede keine Lehrkräfte ins Rheinland schicken, die verschicken nur junge Polizeibeamte von OWL nach Köln.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  kölnerin

„Schule muss funktionieren…“ – funktioniert sie denn wirklich noch?

Kölnerin
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Das ist wohl die Frage des Tages!

Canishine
1 Monat zuvor

Man könnte doch auch den Eltern vorschlagen, ihre Kinder (vorübergehend) zu einer anderen Schule zu schicken. Oder umzuziehen. Natürlich zunächst freiwillig. Hält flexibel.
(Nicht ganz ernst gemeint …)

Milla
1 Monat zuvor

„Eine Versetzung (freiwillig oder nicht) vorübergehender Art, hat übrigens auch für erfahrende Kolleginnen einen Mehrwert…. Es hält flexibel und man sammelt Erfahrung.“

Ha, selten so gelacht. Ich habe (freiwillig oder nicht) 7 zeitweise Abordnungen hinter mir. Mehrwert, nun ja. Auf jeden Fall merkte ich, dass an jeder Schule andere wichtige Personen das Sagen hatten, nicht immer mit der nötigen Weitsicht oder zum „Mehrwert“ der LuL. Es gab Entscheidungen, die mussten umgesetzt werden, um als Schule noch besser dastehen zu können. Es gab Personalräte, die diese ach so tollen Entscheidungen unterstützten und den betroffenen LuL nicht zur Seite standen. Warum wohl, na? Diese Leute wurden und werden nicht abgeordnet, weil sie eben als Personalrat „geschützt“ sind. Diesen Status muss man sich erhalten. Also immer schön beipflichten, auch wenn man hinter dem Rücken anders redet. Nun habe auch ich diesen „Schutz“ aus Altersgründen und ich muss sagen, DARIN besteht mein Mehrwert.
Noch 2 Jahre, dann lass ich mich (mit Abzügen!) in die Rente versetzen. Habe ja schließlich mit E11 vorher viel Mehrwert ansammeln können.

Palim
1 Monat zuvor

In Zeiten des eklatanten Lehrermangels ist es vermutlich der einzige Weg die Grundversorgung von Schulen sicherzustellen.“

Nur dass es kein vorübergehender Mangel ist, sondern ein andauernder und stetig wachsender.
Auf Abordnungen zu setzen, setzt ja voraus, dass man mehr Lehrkräfte, als notwendig sind, im System hat. Ist das so oder reißt man an anderer Stelle neue Löcher?
Wie viele Abordnungen hat es denn in den letzten Jahren gegeben, wie viele Stunden wurden von Personen ohne Lehramtsausbildung übernommen und wie viele fielen aus?
NRW wird – wie zuvor NDS- in den kommenden Jahren vor der Rückkehr zu G9 vermehrt Gymnasiallehrkräfte einstellen und an den GHR-Schulen parken, um sie dann auf einen Schlag in den zusätzlichen Jahrgang an des Gymnasien zu holen. Bis dahin arbeiten die GHR-Schulen die Abordnungen ein und haben danach wieder kein Personal.

Ich kann in den vergangenen 15 Jahren nicht erkennen, in welchem Land mehr Lehrkräfte eingestellt wurden, um den Aufgabe nachzukommen und eine Entlastung zu schaffen.
Ich kann nicht erkennen, an welcher Stelle Kultusminister Abhilfe schaffen wollen. Was veröffentlicht wird, sind Absichtserklärungen auf dem Papier oder weitere Änderungen zu Lasten der Lehrkräfte – wie eben auch Abordnungen.

Findet sich für die Schulen im Brennpunkt oder anderswo kein Personal, müsste man diese Schulen doppelt unterstützen, damit die Arbeit dort überhaupt zu schaffen ist.
Fährt eine Schule ein halbes Jahr den Alltag mit einer Unterversorgung von 80%, 70% oder auch nur 50% Stammpersonal, müsste diese Schule im nachfolgenden Schuljahr nicht nur auf 100% aufgestockt werden, sondern eine zusätzliche Reserve entsprechend der Verdopplung der Differenz haben, um den Lehrkräften eine Entlastung im Nachhinein zu gewähren und den Schüler:innen viele zusätzliche Angebote bieten zu können.

Die Kultusminister haben lange Zeit weggesehen, pressen Aufgaben in dieSchulen, rechnen den Personalbedarf aber klein und stehen nun vor angeschlagenen, ausgebrannten Kollegien und der Not, dass sie die Schüler:innen, die bereits geboren sind, in wenigen Jahren weder unterrichten noch beaufsichtigen können, weil über Jahre viel zu wenig Personal eingestellt und keine Reserve aufgebaut wurde.

Der Beruf ist inzwischen so unattraktiv, dass viel zu wenige ihn ergreifen wollen.

Der Ausweg wird seit Jahren in Aushilfskräften gesucht, wie es in vielen Bundesländern seit Jahren realisiert wird, um eine erwachsene Person in die Klassenräume stellen zu können, BB überlegt nun laut, dass das generell ausreichen würde.

Dreamghost
1 Monat zuvor

Die Schlange beißt sich hier immer wieder selbst in den Schwanz:

Es gibt zu wenig Lehrer – > Die Arbeit muss erledigt werden – > Die Gesamtlast wird irgendwie (Teilzeitbeschränkung, dienstliche Versetzung, Vertretungsstd, etc.) auf alle vorhandenen Lehrer verteilt- > Unmut steigt, Attraktivität des Berufs sinkt – > Bisherige Lehrer kündigen oder haben Burnout, Weniger Kinder wollen Lehrer werden ->Es gibt zu wenig Lehrer – >…

Tja wie könnte man nur die Misere lösen.. tja wie nur:
– Aufgaben drastisch kürzen (Lehrplan entschlacken , Sekretärinnen für bürokratische Lehreraufgaben einstellen,… )
– Bei unliebsamen Maßnahmen Kompensation anbieten (doppelte Bezahlung für Vertretungsstunden, für dienstnotwendige Umzüge Umzugsunternehmen bezahlen, bevorzugte Standortwahl nach 5 Jahren,…)
Kostet Geld ja, aber irgendwas muss passieren um den Teufelskreis zu brechen.

Last edited 1 Monat zuvor by Dreamghost
Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  Dreamghost

„Tja wie könnte man nur die Misere lösen.“

  • „Ungelernte“ in die Schulen schicken: In einigen Bundesländern ist ja nicht einmal mehr ein „Master“ notwendig, „Bachelor“ (Brandenburg) oder „abgeschlossene Berufsausbildung“ reichen auch schon
  • Arbeitszeitkonten einführen (Sachsen-Anhalt), die dann leider nie abgebaut werden können, weil sich der Lehrermangel immer weiter verstärkt (Klemm: Mindestens 100.000 Lehrer fehlen am Ende des Jahrzehnts)
  • „Stündchen mehr unterrichten“ (Kretschmann)
  • „Stuhl mehr“ pro Klasse (oder zwei oder drei…)
  • Kranke Lehrer erkrankte Schüler digital unterrichten lassen (nicht, dass die faulen S… auf die Idee kommen, bei Krankheit nicht arbeiten zu wollen)
  • Faktische Nullrunden für die Löhne bei 8 Prozent Inflation, so dass insbesondere Teilzeitkräfte demnächst gezwungen werden, ihr Deputat zu erhöhen, um über die Runden zu kommen
  • evt. demnächst wieder eine Medienkampagne über den „Halbtagsjob mit Dauerferien“ starten: Wenn die f… Säcke wie alle andere auch, 40 (Unterrichts-)Stunden pro Woche arbeiten würden, gäbe es keinen „Mangel“
dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Sich in den Ruhestand – notfalls vorgezogen – verabschieden und das Problem anderen überlassen. Ist doch immer wieder nett, Boomer zu sein.