Prof. Julia Knopf im Interview: „Ich halte nichts vom Bashing auf die Schulen der vergangenen Jahre, dass alles zu langsam vorangeht.“

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Wie können Lehrkräfte digitale Tools sinnvoll im Unterricht einsetzen? Welche Kompetenzen müssen sie und die Schülerinnen und Schüler dafür mitbringen? Und wie sieht die weitere Entwicklung in diesem Bereich zukünftig aus? Darüber sprach Einfach.Digital.Lernen. (EDL) mit Professorin Julia Knopf, Leiterin des Lehrstuhls Fachdidaktik Deutsch Primarstufe an der Universität des Saarlandes und geschäftsführende Leiterin des Forschungsinstituts Bildung Digital. Als Expertin für digitale Bildung setzt sie sich unter anderem für die Verzahnung von analogen und digitalen Lernangeboten ein und entwickelt gemeinsam mit ihrem Team digitale Lernangebote.

Foto: Professorin Julia Knopf

Einfach.Digital.Lernen.: Frau Prof. Knopf, Sie… 

Hier, auf Einfach.Digital.Lernen., lässt sich das vollständige Interview lesen – gratis.

Dies ist eine Pressemeldung der AixConcept GmbH.

 

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5 Kommentare
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Lera
1 Monat zuvor

Dass die Schulen das Beste aus der misslichen Lage gemacht haben, für die sie nichts konnten, wird niemand ernsthaft bestreiten.

Spannend hingegen wäre ja die Frage, WARUM die Lage so misslich war – sprich: WER hat im Vorhinein versagt? WORIN bestand das Versagen?

Hier sollten Ross und Reiter klar benannt werden.

Leider werden sie im Interview NICHT klar benannt, sondern lassen sich nur indirekt aus den Forderungen für die Zukunft ableiten:

– Der Klassiker: LK besser aus- und fortbilden
—> Die Seminare im Ref haben die Lehrer bislang nicht gut ausgebildet, die Fortbildungen für LK waren schlecht, zu lang und/oder aus Zeitmangel nicht wahrnehmbar.

– Eine digitale Minimalausstattung sollte vorhanden sein:
—> Bislang haben die Schulträger es nicht einmal geschafft, für eine Minimalausstattung der Schulen zu sorgen.

– Digitale Materialien müssen zentral konzipiert, geprüft und einfach zugänglich gemacht werden:
—> Bislang haben es weder die 16 Institute für „Qualitätssicherung“ (als ob es da was zu sichern gäbe) noch die Fachdidaktiken an den Unis oder die 23467532 öffentlich finanzierten Projekte, die sich das eigentlich seit 20 Jahren auf die Fahnen geschrieben hatten, geschafft, etwas wirklich Brauchbares an den Start zu bringen.

WENN man das so analysiert, erscheint es mehr als fragwürdig, ob noch mehr Institute, Projekte und Fortbildungen IRGENDETWAS nach vorne bringen werden.

Aber das wird man als Drittmittel-Junkie natürlich niemals zugeben.

Pit2020
1 Monat zuvor
Antwortet  Lera

@Lera

„… ob noch mehr Institute, Projekte und Fortbildungen IRGENDETWAS nach vorne bringen werden.“

*grübel*
Die Summe der Kosten, die am Ende alle tragen?

Wobei ich wirklich nur die direkten Kosten in Euro meine, mit der diese Institute usw. finanziert werden – ich meine nicht einmal die langfristigen Kosten im übertragenen Sinne.
Letztere werden uns als Gesellschaft aber noch länger noch mehr Kopfzerbrechen bereiten!

Carsten60
1 Monat zuvor

Auf der Web-Seite diese Instituts an der Uni des Saarlandes, an dem Frau Knopf Leiterin ist mit einem Geschäftsführer nebst mehreren Assistenten des Geschäftsführers, findet man, dass man auch eine „Didactic Innovations GmbH“ mit knapp 50 Mitarbeitern betreibt, darunter einen „Business Development Manager“. Diese berät — so sagt sie selbst — Unternehmen herstellerneutral:
https://didactic-innovations.de
Und das alles sozusagen als Teil der Fachdidaktik Deutsch Primarstufe. Ein Ansehen der Seite lohnt! Man ahnt, wohin die Reise mit der Bildungsindustrie gehen kann. Ob das aber die richtige Antwort auf die schwachen Ergebnisse beim jüngsten IQB-Bildungstrend ist? Eines Tages gibt’s vielleicht mehr „Digital Project Manager“ als Schulen. 🙂
Man stellt noch Leute ein, weil man expandieren wird, z.B. einen „Research Portfolio Manager“ für EU-Forschungs-projekte. Es heißt unten auf der Seite: „Wir bieten eine unbefristete Festanstellung in einem zukunftssicheren und dynamisch wachsenden Unternehmen …“. Nur zu!

Cara
1 Monat zuvor

Ich finde das Interview äußerst interessant und zukunftsweisend. Sehr viele gute Ansätze und Positionen – stimme in vielem 100% überein! Danke dafür! Was ich nicht ganz verstehe sind einige Kommentare hier: Ich verstehe es so, dass eben anerkannt wird, wie viel schon getan wurde, aber wir insgesamt noch besser werden müssen. Das sehen wir ja täglich in der Schule. Insofern ist das kein Widerspruch, sondern einfach ein Aufruf. Lassen wir uns also gemeinsam daran arbeiten 🙂

Wolfgang Currlin
19 Tage zuvor

Nach meiner Wahrnehmung sind bisher nur die Industrie und die digitalpädagogischen Utopisten euphorisch. Letztere haben mit ihren unrealistischen Erwartungen vom mehr oder minder autodidaktischen, selbstbestimmten Schüler der Sache beim nicht technikaffinen Durchschnittslehrer nur geschadet, meinen aber, an der Spitze des Fortschritts zu stehen.