
Nordrhein-Westfalens neue Kinder- und Familienministerin Verena Schäffer (Grüne) hat den steilen Anstieg an Gewaltvorfällen in den Kitas des Landes als erschreckend bezeichnet. Dass mehr Vorfälle gemeldet würden, sei aber auch ein Zeichen für eine höhere Sensibilität bei Fachkräften, sagte Schäffer bei der Vorstellung der neuen NRW-Kinderschutzbeauftragten Petra Ladenburger. So werde auch ein Dunkelfeld aufgehellt.
Die Zahl der den Landesjugendämtern offiziell gemeldeten Gewaltvorfälle an Kitas in NRW ist im vergangenen Jahr in die Höhe geschnellt. Aus der Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der SPD-Fraktion geht hervor, dass 2025 landesweit mehr als 4.700 Fälle von sexueller Gewalt sowie körperlichen und psychischen Übergriffen registriert wurden. Im Jahr davor waren es noch 2.680 Meldungen. Das entspricht einem Anstieg von gut 76 Prozent.
«Die Zahl der Fälle von Gewalt und pädagogischem Fehlverhalten durch Kita-Kräfte aber auch Peer-to-Peer in Nordrhein-Westfalen hatten zuletzt zugenommen. Zahlen der Landesjugendämter bestätigten eine steigende Anzahl an Meldungen. In einer Kita in Erkrath wurden zuletzt Vorwürfe erhoben, ein Kind sei zum Essen gezwungen worden», so heißt es in der Antwort.
Schäffer will Ursachen verstehen
Schäffer verwies darauf, dass viele Vorfälle zunächst nur als Ereignis ohne weitere Informationen registriert würden. Seit Ende 2024 stehe dafür ein neues digitales Meldungstool zur Verfügung. Sie wolle den steilen Anstieg damit aber nicht relativieren, betonte die Ministerin, die seit gut einer Woche im Amt ist. Ihr Ministerium werde bei den Zahlen und Statistiken jetzt «tiefer graben, um zu verstehen, was die Ursache ist».
Vielleicht habe der Anstieg an Gewalt auch damit zu tun, dass Familien insgesamt belastet seien, so Schäffer. Es gebe auch einen hohen Anstieg von Gewalt unter Kindern, nicht nur von Gewalt durch Fachkräfte oder Erwachsene gegen Kinder. «Kinder scheinen das ja in die Kita reinzutragen», sagte die Ministerin.
Auch die Kinderschutzbeauftragte Ladenburger betonte, es müsse nach der Ursache der gestiegenen Gewalt oder der gestiegenen Meldungen geforscht werden. Möglicherweise gebe es mehrere Erklärungen dafür. Zum einen, dass tatsächlich die Gewalt gestiegen sei. Denkbar sei aber auch, dass in den Kitas aufmerksamer hingeschaut werde und die Meldewege verbessert würden.
Steiler Anstieg bei Gewalt durch Kinder
Den weitaus größten Teil der Gewaltvorfälle in Kitas machten 2025 mit 3.565 Meldungen körperliche Übergriffe aus. Unterschieden wird zwischen Übergriffen durch Erwachsene oder durch andere Kinder. Demnach kam es allein in diesem Bereich zu 2.481 Übergriffen oder Körperverletzungen durch Kinder. 2024 waren es noch halb so viele. Außerdem wurden 1.084 körperliche Übergriffe durch Erwachsene registriert.
Die Gesamtzahl der Fälle von sexueller, körperlicher und psychischer Gewalt von Erwachsenen in Kitas stieg von 1.052 erfassten Vorgängen im Jahr 2024 auf 1.621 Meldungen in 2025. News4teachers / mit Material der dpa









“tiefer graben, um zu verstehen, was die Ursache ist”
Personalmangel.
Gerne kann erforscht werden, ob es Anspannungen in den Familien gibt, die sich weniger leisten können und ggf. von Parteien aus dem Land geworfen werden sollen – woher die Angst?
Aber bitte BEGLEITEND zu der Lösung: MEHR Personal (einhergehend mit entsprechender Attraktivität des Berufs).
Frau Schäffer kann mich gerne auch fragen, was meine Empfehlung zum “explosiven Anstieg” an Gewalt in Schulen ist 😉
Was ist Ihre Empfehlung zum “explosiven Anstieg” an Gewalt in Schulen?
Guten Tag, Herr Zufall,
Sie versprachen doch, die Frage zu beantworten oder war das “kann mich gerne fragen” etwa nicht Ernst gemeint? Das wäre sehr Schade!
Das zufällige Angebot, dass Sie Fragen stellen dürfen, schließt doch nicht automatisch ein, dass es auch eine Antwort gibt.
Gruß zurück!
Wie gesagt sehe ich da den Personalmangel mit als Ursache und großen Hebel zur Lösung.
Aber natürlich begrüße ich es, wenn zeitgleich untersucht wird, ob sich Kinder und Jugendliche daneben benehmen, wenn sie sich unbeaufsichtigt fühlen und die Chance, erwischt zu werden, gering ist – bin gespannt 😉
Das sind Ihre “Empfehlungen zum “explosiven Anstieg” an Gewalt in Schulen? Das sind hohle Allgemeinplätze ohne konstruktiven Inhalt. Personalmangel erwähnten Sie schon in Ihrem ersten Kommentar, also keine neue “Empfehlung”., die Sie eigentlich versprachen zu geben.
Ihr zweiter Punkt bzw. Absatz klingt auch sehr unkonkret – wie empfehlen Sie dieses “zeitgleich untersucht wird…” in der Praxis umzusetzen (wer, wie, nach welchen Kriterien….) -bin gespannt auf Ihre Empfehlungen!
Sie sagen “Allgemeinplatz”, ich empfinde den Lösungsansatz eben als “einfach”.
Zudem, mehr in Personal zu investieren ist meiner Meinung nach durchaus “neu”…
Probieren Sie es mal bei Pausenaufsichten aus und lassen Sie sich erstaunen! Aber vielleicht hat der jahrzentelange, strukturelle Lehrkräftemangel keinen Effekt auf das Schüler*innenverhalten? Bleiben Sie neugierig 😉
Bin zwar nicht Rainer … Aber:
– Personalmangel
– Gesellschaftliche Änderung im Bereich “Arbeitswelt”
– Anstieg an alleinerziehenden Eltern
– Übertragung von Erziehungsaufgaben in Mangelbereiche wie Kita/Kindergarten/GS/Schule
– Privater Medienkonsum “ohne Grenzen”
– Medienreichweite und Umfang. Tiktok. Squid Game [bereits bei Kita Kinder “Trend” gewesen darüber zu sprechen]
– Anstieg von genereller Machtlosigkeit gegenüber Gewalt [Häuslich und Gesellschaftlich]
– Verschweigen und nicht benennen und anerkennen von Faktoren wie Armut und Sozialisierung [Bildungsferne Familien]
– Zu wenig Geld, Zeit, Personal und Ressourcen in Schulen und Kitas/Kindergärten [hier könnte man ja sonst tatsächlich auch gegenarbeiten]
– Überlastung von anderen Teilbereichen wie Polizei, Sonderpädagogen, Sozialpädagogen, Mediziner, Präventionsbereiche und “Auffangbereiche” usw.
– Das ewige “nach unten Treten” und “Aufhetzen” von sozial Schwachen Gruppen [aber die Migranten … Aber die Behinderten … Aber die Bürgergeldempfänger]
– Das “nicht Wirken” und umsetzen von einigen politischen Teilbereichen, insb. des “Bildungsklassikers und Sozialklassikers”. Welche zwar immer angeführt werden. Aber schnell auch gespart. Reiner Wählerfang, statt wirkliche Umsetzung.
– Die “digitale Begegnung”, statt mehr “reale Begegnung” … Ehrenamt, Vereine, Familien … Mussten die Jahre – insb. seit und mit Corona – massivst leiden. Strukturen und “Anreize” wurden noch weiter abgebaut, statt aufgebaut
– Ehrlichmachung über “negative Kulturwirkungen” – jedoch ohne Pauschalisierung
– Dementsprechend auch Förderungen bei DaZ/DaF
– Dementsprechend wirklich Integration mal vorantreiben … Keine “Ghettoisierung” und auch keine “systemischen Fails” als “Standard”, wie bspw. “Darf nicht arbeiten, da …”
Wären das paar Punkte für den Anfang?
Danke, dass Sie sich die Mühe machten, anstelle des Herrn Zufall zu antworten. Ihre Punkte finde ich richtig und wichtig. Allerdings verstehe ich nicht, warum der Herr nicht selbst antwortet, denn mich hat besonders seine Formulierung: “Empfehlung zum “explosiven Anstieg” an Gewalt in Schulen” – getriggert bzw. irritiert.
“Ihre Punkte finde ich richtig und wichtig.”
Klingt nach hohlen Allgemeinplätzen… WELCHE der nicht wenigen Punkte Blas sollten angegangen werden?
@Bla
P.S.: Was Sie nennen, sind Gründe für die Zunahme von Gewalt und die sehe ich auch so. Ich wüsste aber eben gern, welche Empfehlungen für oder gegen (?) die Zunahme von Gewalt Herr Zufall mir erklären wollte. Ich verstehe den Kommentar dieses Herrn einfach nicht. Sorry!
Moment mal…
Sie bedanken sich, um direkt im Anschluss fragen rauszuhauen und fügen PS hinzu, um nichts Konstruktives zur Diskussion beizutragen?
Ich habe mich schon gewundert, wo Ihre Beiträge unter Potschemuschka bleiben 😛
????
Ich bedankte mich bei Bla, für die Antwort. Da wurden einige Gründe für die Gewaltzunahme benannt.
Sie wollten aber Empfehlungen geben. Warum winden Sie sich jetzt heraus? Wo sind Ihre konstruktiven Empfehlungen, als Beitrag zur Diskussion? Bitte lesen Sie noch einmal Ihren ersten Beitrag hier im Forum!
Vollverspiegelte Kindergartenräume erhöhen den Eindruck, dass mehr Erziehungskräfte anwesend sind. Die dürfen nur über einen Meter Höhe installiert werden, da sich ja sonst auch die Anzahl der “lieben Kleinen” optisch vermehren würde.
Na toll! Wehe, die Politik prüft das jetzt auch, bevor sie sich um mehr Personal bemüht -__-
Konservativen Politikern und den Blauen ist der Spiegel eh ein Dorn im Auge, also keine Angst.
Die Einstellung von Politik und Wirtschaft ggü. den Bürgern wird immer brutaler. Jeder sei ersetzbar und habe auch kein Anrecht auf Gegenleistung für die Bildungsanstrengungen, die er geleistet hat, wird ihm vermittelt. Dies erzeugt natürlich Frustration und Aggression bei vielen Menschen, was sich schon auf kleine Kinder überträgt.
“Bildungsanstrengungen”
Wissen ist Macht!
Nicht-Wissen macht aber auch nix!
Another Sponti-Spruch that has come true…
Dann bin ich bestimmt mächtiger als Sie. Aber das wird arbeitslose oder geringverdienende Akademiker nicht trösten.
Nicht nur Politik und Wirtschaft. Lesen Sie mal die Kommentare, wo bei jeder Gelegenheit nach Höchststrafe, dem Absenken von Mindeststrafaltern und/ oder das Anheben der Mindeststrafe gefordert wird 🙁
Na ja, da halte ich Wiederholungstaten aber für brutaler.
Die Politik hört ja auf solche Stimmen.
Zudem ist es derzeit ja im Trend, die eigenen Werte über Bord zu werfen, sobald es “die Richtigen” trifft 🙁
Im Nachhinein muss ich Ihnen recht geben. Politik und Wirtschaft sind brutaler, der Beifall mancher Menschen kotzt mich privat nur mehr an
Demnach kam es allein in diesem Bereich zu 2.481 Übergriffen oder Körperverletzungen durch Kinder. 2024 waren es noch halb so viele. Außerdem wurden 1.084 körperliche Übergriffe durch Erwachsene registriert.
Je mehr Kinder man zu immer längeren Zeiten mit wenig Rückzugsmöglichkeit zum Ausruhen täglich mit immer weniger emotionaler Bindung an eine bestimmte anwesende und achtsame Fachkraft in Kitas steckt, umso öfter wird man „Gewalt unter Kindern“ erleben.
Bis vor kurzem war dieses gewaltsame aufeinander Zugehen unter Kleinkindern ein unerwünschter, aber für die Altersgruppe normaler und erzieherisch zu begleitender Vorgang.
Ebenso wurde das Dazwischengehen eines Erwachsenen, um „Täter und Opfer“ voneinander zu trennen, als notwendig angesehen. Dabei musste man häufig die Hände benutzen, nicht in strafender, sondern in situationsbeendender Form. Das „Opfer“ hat nämlich üblicherweise Schmerzen oder sonstiges Unwohlsein, was sofort beendet wird muss, unabhängig von der ansonsten zu fördernden Exploration des im wahrsten Sinne des Wortes angreifenden Kindes.
Und schon hat man statistisch und in der online- Meldestelle zwei körperliche Übergriffe im Kleinkindbereich einer Kita!
Wenn ich also die oben angegebenen Zahlen lese, gehe ich grob davon aus, dass 2481 mal Bisse, Schläge, Schlagen mit dem Kopf in das Gesicht, Werfen von harten Gegenständen, Schubsen und Anspringen von hinten mit Würgen am Hals stattgefunden haben und dass ca 1084 mal eine Fachkraft mit den Händen und dem eigenen Körper den Angriff beendet hat, was ihr verboten ist.
Sie muss heutzutage neben dem an der Schulter des Opfers festgebissenen Kind in die Hocke gehen, ihm sanft die Hand auf die Schulter legen und darum bitten, dass es loslässt. Sie muss dabei erwähnen, dass xy deshalb Schmerzen hat und dass das jetzt nicht schön ist. 5 Minuten später lässt es dann spätestens wegen einem Kieferkrampf los und die Fachkraft war insofern im U3 Bereich innerhalb von wenigen Minuten erzieherisch erfolgreich, was erstaunlich gut ist und sie davor bewahrt, auf der Liste der Gewalttätigen zu landen.
Das verletzte Kind wird daraufhin getröstet und verarztet und erfährt, dass der oder die xy das jetzt nicht so gemeint hat und dass es die zur Entschuldigung angebotene Hand drücken soll, weil ja jetzt alles wieder gut ist.
Die Eltern entdecken dann am Abend beim Baden einen blutigen, vollständigen Gebissabdruck, der zahnmedizinisch geeignet wäre, um eine passende Prothese anzufertigen. Auf Nachfrage in der Kita am nächsten Tag wird ihnen mitgeteilt, dass das unter Kindern normal sei. Sie melden den Vorfall dann möglicherweise der digitalen Meldestelle.
Jedem, der diese „gewaltfreie“ Art des Bittens, während das Opfer leidet, gut findet, rate ich zu einem Ausflug in den Baumarkt. Dort gibt es Zangen in allen Größen. Bitten Sie das dortige Fachpersonal, eine Zange fest an der Haut und den Muskeln an ihrer Schulter zu befestigen und fünf Minuten mit aller Kraft zuzudrücken, während Sie sich freuen, ein gewaltfreier Mensch zu sein und den Mitarbeiter gewähren lassen zu können. Reflektieren Sie nach den überstandenen fünf Minuten, dass an Ihrer Stelle Ihr Zweijähriger oder der von nahen Angehörigen gestanden hätte, während Sie Ihre Schulter mit Desinfektionsmittel und einem sterilen Wundverband versorgen lassen.
Überlegen Sie, ob ein beherztes Eingreifen durch einen Vorgesetzten des Baumarktmitarbeiters nach 30 Sekunden nicht wünschenswert gewesen wäre, auch wenn für diesen dieser Eingriff kurz in einer ruppigen Form erfolgt wäre, die er später bei seiner Frau hätte beklagen können, die ihn dann ebenfalls noch einmal ruppig behandelt hätte (vermutlich).
Ich setze mich hier nicht für Gewalt als solche ein. Wenn aber gefordert wird, Kinder nur noch nach einer positiv beantworteten Bitte um die Erlaubnis, es berühren zu dürfen, angelangt werden dürfen, und Kinder gleichzeitig noch immer die Entwicklungsphase „Schlagen, Beißen, Kratzen und Schubsen“ durchlaufen, wird es schwierig, diese pädagogisch sinnvoll zu begleiten. Man muss die „Opfer“ sofort schützen und die „Täter“ danach begleiten, damit der Antrieb hinter Tat deutlich wird. Ich habe ein Kind erlebt, das ein anderes gebissen hat, weil es plötzlich schlimme Zahnungsschmerzen geplagt hatten, so dass es dringend in das Nächstliegende hineinbeißen musste, als es an der Rutschbahn angestanden war. Es war davon selbst erschrocken. Da helfen dann harte Brotrinden und kalte Gurkenscheiben und zwar für alle nach diesem Schreck.
Ich habe weder das sogenannte „Aggredere“ der Kinder, noch mein zielgerichtetes Eingreifen als „Gewalt“ empfunden. Auch meine Tageskinder haben danach nicht mit mir gefremdelt. Den Eltern habe ich sachlich beim Abholen erzählt, was vorgefallen war. Selbstverständlich habe auch ich blaue Flecken, Beulen und Bisse abbekommen, wenn auch sehr selten. Eine ruhige, harmonische Gruppe von bis zu fünf Kindern, persönliche, liebevolle Zuwendung und ausreichend Ruhe und Schlaf haben wohl vorgesorgt. Das fehlt vermutlich in den heutigen Großtagesstätten.
Ich sehe die Tendenz, diese wichtige und normale Entwicklungsphase der unterschiedlichen Arten, aufeinander zuzugehen, in der negativen Ausprägung als „Gewalt“ zu bezeichnen, als sehr problematisch.
Das Problem dabei ist die drohende Verwahrlosung des einzelnen Kindes in zu großen Gruppen bei zu wenig Personal und die immer stärkere Überzeugung, dass Kinder in Kitas am besten aufgehoben seien. Da verlieren wir im Tumult sehr viele Kinder an ein erzieherisches Wischi Waschi.
Dass es hier zu echter Gewalt mit Dunkelziffer kommt, ist eine natürliche Folge.
Ich denke nun auch an den Fall des 14-jährigen Yosef in Dormagen, der von einem 12-jährigen erstochen wurde. Der 12-jährige ist nicht strafmündig. Der bekommt wohl maximal eine Therapie. Oder Sozialstunden? Der 14-jährige ist tot.
https://www.tagesschau.de/inland/regional/nordrheinwestfalen/fall-yosef-tatverdaechtiger-100.html
Hier haben manche so schlau gegen eine Absenkung der Strafmündigkeit gewettert (die nicht selbst betroffen waren). Dabei liegt die Grenze der Strafmündigkeit in anderen Ländern auch niedriger. Für Sachschäden haften Kinder in Deutschland übrigens ab 7 Jahren. Ist das nicht absurd?
Eltern haften für ihre Kinder oder gehen notfalls in Haft. Was halten Sie davon?
Ja, mit der üblichen Formel: Bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.
Vorsatz: Wenn etwa Eltern ihre Kinder zum Stehlen oder zu aggressiven Handlungen auffordern.
Grobe Fahrlässigkeit: Wenn sie die Aggressivität ihrer Kinder über längere Zeiträume angeblich nicht bemerken oder selber durch Prügelorgien erst erzeugen.
Wenn die Eltern in Haft müssen … wo bleiben dann die Kinder?
Müssen denn beide Elternteile zusammen in Haft.
Wird dann “gelost”, welches Elternteil in Haft muss? Und was ist bei Alleinerziehenden?
Immerhin ne 50% Quote. Alleinerziehende haben deutlich schlechtere Chancen.
Beim ersten mal gibt es Bewährung — wie üblich. Den Rest kann man den Richtern überlassen, die sind ja auch nicht ganz blöd.