Start Politik Immer mehr Schulbegleitungen – und trotzdem zu wenig: BLLV für Systemwechsel

Immer mehr Schulbegleitungen – und trotzdem zu wenig: BLLV für Systemwechsel

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MÜNCHEN. Immer öfter müssen Lehrkräfte von Schulbegleitern für einzelne Kinder unterstützt werden, weil der Nachwuchs dem Unterricht nicht mehr gewachsen ist. Tendenz: rapide steigend – in Bayern jedenfalls, aber auch bundesweit. Bei weitem allerdings werde der Bedarf nicht gedeckt, weiß der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV). Er plädiert dafür, das System zu überdenken.  

Schulbegleiterinnen sind rar. (Symbolfoto.) Foto: Shutterstock

Wie das bayerische Sozialministerium bestätigt, hat sich die Zahl der Kinder, die wegen Beeinträchtigungen wie ADHS, Konzentrationsproblemen, mangelnder Impulskontrolle, Aggressionen oder ähnlichem eine Schulbegleitung haben, im Freistaat von 2018 bis 2024 mehr als verdoppelt. Waren es dort laut Ministerium vor acht Jahren noch 2.755 registrierte Schulbegleitungen, registrierte es vor zwei Jahren bereits 6.842 Fälle.

Auch Kosten steigen massiv

Für diese Fälle seien die Jugendämter der Landkreise und kreisfreien Städte zuständig und würden die Kosten tragen. Deren Ausgaben für Schulbegleitungen stiegen laut Ministerium von 48,5 Millionen Euro im Jahr 2018 auf über 133,5 Millionen Euro im Jahr 2024 – also um mehr als das Doppelte.

Auch die Anzahl der Kinder, die aufgrund körperlicher oder geistiger Behinderungen Unterstützung brauchen, wächst. Das Ministerium ermittelt sie indirekt über die Anzahl der Empfänger von Leistungen zur Teilhabe an Bildung. Davon zählte die Behörde 2015 insgesamt 18.685 Fälle. Im Jahr 2024 waren es bereits 20.085 Kinder, die sich dem Unterricht nicht alleine stellen konnten.

Die bayerischen Bezirke seien für diese Gruppe von Kindern zuständig und würden die Kosten übernehmen. Rund 678 Millionen Euro haben die Bezirke nach Ministeriumsangaben 2024 für Leistungen zur Teilhabe an Bildung und damit im Wesentlichen für Schulbegleitungen ausgegeben.

Entwicklung kein bayerisches Einzelphänomen

Wie viele Schulbegleiterinnen und Schulbegleiter bundesweit im Einsatz sind, lässt sich kaum beziffern. Eine zentrale Statistik gibt es nicht, meist nicht einmal auf Landesebene. Der Grund: Schulbegleitung wird kommunal organisiert und finanziert, die Daten werden entsprechend dezentral erfasst.

Klar ist jedoch, dass die Zahlen deutschlandweit seit Jahren steigen. „Es ist festzuhalten, dass die Zahlen für Schulbegleiter in den vergangenen Jahren in allen Landkreisen enorm gestiegen sind, nicht nur in Regelschulen, auch in Förderschulen“, heißt es beim Deutschen Landkreistag einem Bericht des Deutschen Schulportals zufolge. Die Entwicklung in Bayern fügt sich damit in einen bundesweiten Trend ein.

Recht auf Inklusion treibt Bedarf

Hintergrund ist die UN-Behindertenkonvention, die am 26. März 2009 in Deutschland in Kraft trat. Sie verankert das Recht auf inklusive Bildung. Das Bildungssystem muss seither ein gemeinsames Lernen von Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen ermöglichen. Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf sollen möglichst eine Regelschule besuchen statt eine Förderschule. Damit sie dort am Unterricht teilnehmen können, erhalten sie – je nach individuellem Bedarf – eine Schulbegleitung.

Organisatorisch bringt das besondere Herausforderungen mit sich. Schulbegleiterinnen und Schulbegleiter arbeiten zwar im Schulalltag eng mit Lehrkräften zusammen, sind aber nicht bei der Schule angestellt, sondern bei Trägern der Kinder- und Jugendhilfe. Die Personalverantwortung liegt damit nicht bei der Schulleitung. Diese muss dennoch dafür sorgen, die Schulbegleitungen in die schulischen Strukturen einzubinden.

Zusammenarbeit oft kompliziert

Weil Schulbegleitung als Individualleistung gewährt wird, kann es vorkommen, dass an einer Schule mehrere Schulbegleiterinnen und Schulbegleiter von unterschiedlichen Trägern tätig sind. Zudem sind bei Hilfeplangesprächen in der Regel die Eltern, die Schulbegleitung und das zuständige Jugend- oder Sozialamt vertreten – die Schule jedoch nicht zwingend. Umgekehrt nehmen Schulbegleitungen meist nicht an pädagogischen Konferenzen oder schulischen Abstimmungen teil.

Diese strukturellen Brüche können die Zusammenarbeit erschweren und zu Spannungen führen – insbesondere in ohnehin belasteten Kollegien.

Bedarf an Schulbegleitung nicht gedeckt

Für den Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) ist die gestiegene Zahl der Schulbegleiter beim eigentlichen Bedarf nur die Spitze des Eisbergs. „In einigen Gebieten – gerade in sozioökonomischen Brennpunkten – gibt es sehr viele Kinder, die eine Schulbegleitung bräuchten und wegen Personalmangels nicht bekommen. Der Bedarf ist lange nicht abgedeckt und die Töpfe reichen nicht aus“, sagt Verbandspräsidentin Simone Fleischmann.

Grund für den Mangel an Schulbegleitungen seien niedrige Bezahlung und die Härte der Tätigkeit. „Wenn man diese Aufgabe übernimmt, besteht der Alltag nicht aus Kuschelkurs“, sagt Fleischmann.

Die Anzahl der Diagnosen bei Kindern, die eine Schulbegleitung nach sich ziehen würde, steige konstant weiter an. Vonseiten der Lehrkräfte würden die Schulbegleiter in den Klassen akzeptiert und geschätzt, sagt Fleischmann. „Auch deswegen, weil die betreuten Kinder dann nicht mehr die ganze Klasse aufhalten.“ Gleichzeitig berichtet sie von immensem Druck, der auf den Lehrern laste, wenn sie im Falle auffälliger Kinder keine Unterstützung bekämen.

Generell plädiert sie dafür, das System Schulbegleitung zu überdenken. „Derzeit versuchen wir Probleme von Kindern mit wichtigem, aber ungelerntem Personal zu lösen. Wir brauchen Profis, die den Unterricht und die Kinder begleiten“, sagt Fleischmann. Sie fordert in diesem Feld pädagogische und psychologische Fachkräfte: „Besonderer Bedarf braucht auch besondere Professionalität.“ News4teachers / mit Material der dpa

Inklusion – gescheitert? “Zu wenige Lehrer, zu wenige Räume, zu wenige Schulbegleiter, viel Gegenwind”: Eine Mutter berichtet

 

 

 

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Lera
21 Tage zuvor

Das unwürdige Geschachere, welche Schule, welche Klasse und welches Kind nun am meisten benachteiligt ist, muss aufhören. Der Overhead frisst die Ersparnis sowieso.
Gebt jeder Klasse einen Assistenten, der flexibel einsetzbar ist. Schulbegleitungen, die nur die Luft wegatmen, braucht eh keiner.

mama51
20 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Schulbegleitungen, die nur die Luft wegatmen, braucht eh keiner.

Naja! Bitte keine Verallgemeinerungen!

Ich habe seit 2012 (!!!) ununterbrochen Schulassistenzen begleitend dabei.(Für ADHS, ADS [ohne H], Autismus, GE,…)
Nicht eins der Helferleins war unfähig oder “unbrauchbar”! Es mag daran liegen, dass die Träger in unserem Kreis ihre Mitarbeitenden tatsächlich ziemlich gut ausbilden, mit steten und regelmäßigen Fortbildungen zu den jeweiligen Bedarfen,auch während der jeweiligen “Amtszeit” der Helferleins. Es waren immer Menschen, die auch den Rest der Klasse gerne unterstützten (nicht ihre Aufgabe, ich weiß das, die wissen das, aber halt trotzdem!!!).
Menschen, denen ihr “Job” am Herzen” lag.
Und ich war/bin dankbar, dass es sie gibt. Auch haben sie mich nicht eine Minute lang gestört.
Zu unserem schulischen Inklusionskonzept passt das alles. Läuft 🙂

Übrigens, den Begriff “Helferlein” haben irgendwann die Kinder “erfunden”, die Betroffenen finden das hübsch, putzig, freundlich und nett… nur für den Fall, dass mir hier Despektierlichkeit unterstellt wird!

unfassbar
21 Tage zuvor

Der erhöhte Bedarf soll durch dafür ausgebildete Menschen gedeckt werden. Die können zwangsläufig nicht wie bisher mit dem Mindestlohn und einer halb-freien Angestelltentätigkeit entlohnt werden. Die Finanzierung wird dann noch erheblich schwieriger werden.

Rainer Zufall
21 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Zustimmung, ändert aber nichts am Bedarf, der liegt tiefer im System, wo Mütter ausgebeutet, das schlechte Schulsystem finanziell kompensiert und Stagnation sowie Systemverlierer ignoriert bzw. wirtschaftlich ausgehalten wurden 🙁

Bla
20 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Kommt drauf an wo man Schulbegleitung ist.

Rüdiger Vehrenkamp
21 Tage zuvor

Zitat: “Wir brauchen Profis, die den Unterricht und die Kinder begleiten“, sagt Fleischmann. Sie fordert in diesem Feld pädagogische und psychologische Fachkräfte: „Besonderer Bedarf braucht auch besondere Professionalität.“

Und da ist er wieder, der fromme Wunsch Richtung Elfenbeinturm, gerne genannt in einem Atemzug mit den “multiprofessionellen Teams”. Wann verstehen endlich auch die letzten Schaumschläger, dass es dieses Personal in der geforderten Menge einfach nicht gibt und in naher Zukunft auch nicht geben wird?

Es gibt jetzt schon Klassen, in denen zwei oder gar drei Schulbegleiter sitzen. Soll das die Lösung sein, möglichst viele Erwachsene neben den Schülern zu platzieren?

Die Gesellschaft an sich wird immer kränker, das spiegelt sich natürlich in den Kindern und Jugendlichen wieder, die inzwischen mit Diagnosen überhäuft werden. Ganz sicher hätte ich in meiner Kindheit/Jugend ebenfalls eine bekommen, wenn ich den richtigen Arzt dazu gefunden hätte. Kinder verbringen mehr Zeit in Therapien und vor sozialen Medien, als beim Spielen oder mit echten Hobbys (die vielen als zu langweilig erscheinen, lieber lässt man sich von TikTok zudröhnen). Kinder mit entsprechenden Diagnosen, insbesondere im Bereich Verhalten bzw. sozial-emotionaler Entwicklung, haben oft gemein, dass die Eltern früh damit anfingen, dem Internet mit all seinen bunten und schnellen Bildern die Erziehung zu überlassen. Ich behaupte also mal, es gäbe Kinder, die weder eine Diagnose, noch eine Schulbegleitung bräuchten. Die müssen sich mal wieder spüren, z.B. medienfrei für mehrere Wochen in einem Camp in der Natur mit geschulten Pädagogen. Wahrscheinlich würden sich ab da viele Dinge in Wohlgefallen auflösen.

Rainer Zufall
21 Tage zuvor

Diese “Schaumschläger” FORDERN, dass künftig MEHR Personal ausgebildet wird, WEIL es derzeit viel zu wenig gibt.

Ihrer Kreislogik folgend sollte kein Problem gelöst werden, weil es derzeit nicht gelöst wurde :/

Rüdiger Vehrenkamp
20 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Und WER soll WO dieses Personal ausbilden? Gibt es genügend qualifizierte Stellen/Studienplätze? Gibt es überhaupt genügend INTERESSENTEN? Sie sehen, dass dem Kreis noch weitere geometrische Figuren beiwohnen.

Rainer Zufall
20 Tage zuvor

Tja, wenn es nicht genügend Interessent*innen oder Ausbildungsplätze gibt, müssen wir das wohl mit der Schule lassen.
Den Job attraktiver zu gestalten, mehr Ausbildungsplätze zu ermöglichen und/oder mehr Stellen auszuschreiben, welche eine Skelettmannschaft übersteigt, wäre ja eine Forderung aus “dem Elfenbeinturm” und viel zu Anstrengend für die Verantwortlichen.

Ich finde es bezeichnend, wie oft hier geringe Fortschritte und geringer Handlungswille seitens der Länder blind übernommen und sogar verteidigt werden.

Ça me fatigue
19 Tage zuvor

Ich stimme zu, aber Sie haben die “moderne” Ernährung vergessen.

Was zu viel Zucker, Salz, Fett, Zusatzstoffe in Nahrungsmitteln jeglicher Art und sonstige Zutaten in hochverarbeiteten Lebens- und Genussmitteln sowie Koffein, Teein und andere Aufputschmittel oft in Getränken mit den Organismen der Kinder und deren Gehirnen anstellen, darf nicht vernachlässigt werden.

Das ist mindestens so schlimm wie der Medienkonsum.

Energydrinks und Chips schon morgens in den Händen von Fünftklässlern.

Kaufen kann man das an unserer Schule nicht – wohl aber in einem Supermarkt um die Ecke.

Verwunderte Gesichter, wenn man sie darauf anspricht. Ob die Eltern immer wissen, was ihre Kinder im Pulk in der Schule zu sich nehmen? Ich bezweifle das.

Die gesunde Ernährung wird in verschiedenen Einheiten und Projekten in mehreren Jahrgangsstufen bei uns immer wieder thematisiert. An mangelndem Wissen und gutem Zureden seitens der Schule kann es nicht liegen.

Ich kenne auch keine Regel, die der Lehrkraft erlauben würde, falsche Ernährung zu sanktioniert… es bleibt nur

… reden … reden …. reden …

… zum einen Ohr rein und zum anderen raus und niemanden kümmert es.

Das ist das gleiche Problem wie mit den Handys:
Wozu brauchen Kinder Handys in der Schule, wenn es im Sekretariat ein Telefon gibt, das man im Notfall verwenden kann?
Viele werden sowieso mit dem Auto (manche mit dem Bus) bis vor die Türe gefahren. Ach ja: ohne Handy können die Eltern ihre Kinder nicht mehr während des Unterrichts anrufen (Kein Witz und auch kein Sarkasmus – eine Feststellung!).
Trotz Verbot werden Handys immer noch mitgeführt und mehr oder weniger geschickt im mehr oder weniger Verborgenen verwendet.

Analog:
Wozu brauchen SuS Geld in der Schule, wenn das Essen online bestellt und bezahlt werden kann?
Manche haben das im Überfluss dabei und die versorgen dann ganze Schülergruppen mit dem Zeug, das sie nebenan kaufen.

Und da sind wir wieder bei der wichtigen Erzieherrolle der Eltern, die ihren Kindern von Anfang an Maßhalten beibringen sollten. Und ja, das ist schwierig, wenn man den ganzen Tag arbeitet und man dem Kind abends, wenn man selbst müde ist, die Wünsche nicht ausschlagen kann. Vielleicht wird es auch als Belohnung für etwas eingesetzt? Es gibt sicher vielerlei Gründe, die man sich ausdenken kann.

Wir leben in unserer Zeit und in unserem Land im Überfluss (nicht alle, aber viele) -man kann viele Dinge sofort auf Knopfdruck haben.

Verzicht üben? Geduld üben? Warum? … ist altmodisch … oder?

Nun, das ist aber (meiner Meinung nach) ein Teil des Übels.

Der Gedanke, mit den anderen mithalten zu müssen (z.B. Höhe Taschengeld, neueste Klamotten, bestes Handy oder Zweit-Handy, jeden Tag Süßes/Chips aus dem Supermarkt, coole Energydrinks, Snus oder Vapes …) ist in den meisten Kindern verankert – das war schon immer so. Es wurde schon immer verglichen und “dazugehören” wollte man auch. Das ist nicht neu.

Im Unterschied zu früher ist es heute aber viel einfacher, an die ungesunden Sachen ranzukommen (Preis im Verhältnis zur Taschengeldhöhe, Beschaffung online über ältere Freunde, weniger unter Beobachtung wegen vollzeitbeschäftigter Eltern – Vater und Mutter), es gibt eine viel größere Auswahl und man wird über allgegenwärtige Werbung ständig daran erinnert (Knabbereien, Süßes …).

Eine schwierige Situation für alle Beteiligten!

Lösung???
Nicht in Sicht!

Arme Kinder aus einem reichen Land, das teilweise vergessen hat, was Erziehung leisten soll.

Erziehung ist anstrengend und oft unbequem. Wer hat schon Lust auf und Zeit für Diskussionen mit den Sprösslingen? … weil: diskutieren – das können sie sehr gut! Nur die Einsicht, dass man irgendwann das tun muss, was verlangt wird, die fehlt bei einigen komplett.

Hoffnungsschimmer: Es gibt auch viele Kinder, die dahingehend kein Problem haben. Die fallen aber nicht auf und werden in dem ganzen Trubel vergessen. Für diese Kinder hat man oft nicht mehr genug Energie, das tolle (eigentlich normale) Verhalten zu würdigen.

.. aber was bedeutet heute schon normal?

Katze
21 Tage zuvor

“… weil der Nachwuchs dem Unterricht nicht mehr gewachsen ist. Tendenz: rapide steigend.” ADHS, Konzentrationsprobleme, mangelnde Impulskontrolle, Aggressionen – woran das wohl unter anderem liegen könnte? Da gibt’s doch bestimmt noch mehr von Irrationorm: gamifizierte Freilernflächen, geflowte Lernlandschaften, architektonische Beruhigungsmittel und natürlich Leerkörper, die als Teamcoaches gemeinsam mit den Schulbegleitern durch die Gänge wabern und pädagogische Achtsamkeit versprühen.

mama51
21 Tage zuvor

ES LEBE DIE INKLUSION, SIE LEBE HOCH!!!!
(grrrrrrolll und heul !) ☹️

Rainer Zufall
21 Tage zuvor
Antwortet  mama51

Wenn dem bloß so wäre, dann würde etwas VERBESSERT, anstatt mit Schulbegleitung zu kitten oder – völlig ausgeschlossen – vom Ende der Inklusion phantasiert
… 🙁

Rainer Zufall
21 Tage zuvor

“Es ist festzuhalten, dass die Zahlen für Schulbegleiter in den vergangenen Jahren in allen Landkreisen enorm gestiegen sind, nicht nur in Regelschulen, auch in Förderschulen.”
Ja, aber die Förderschulen interessieren kein Schwein, also bitte alle Kinder dahin 😛

Ist schon bezeichnend, dass viele Bundesländer versuchen, ein veraltetes Bildungssystem zu kitten, anstatt zu erneuern und zu verbessern, aber wie sollen die Kinder sonst dem Gleichschritt einer angeblich homogenen Gruppe folgen? -___-
Lieber aufregen, dass es früher angeblich funktioniert habe (= andere damals den Kopf hinhielten), den Familien die Schuld geben und sich jedes Mal entrüstet geben, wenn Ziele nicht erreicht werden und der Plan bei jeder Krankheitswelle über den Haufen geworfen wird..

Gummibärchen
21 Tage zuvor

Ja, es ist unfassbar, wie viele Kinder nicht ohne Erwachsene durch den Schul-tag kommen.

Es ist sogar erschreckend. Die Ursachen sollten bekannt sein, aber….. who cares?

Bei uns sitzen teilweise vier Erwachsene mit im Klassenraum.

30 haben wir und brauchen tun wir noch weitere 10-15.

Wo und wie soll das enden, liebe verkorksende Verantwortliche?

Ulla
20 Tage zuvor

Schulbegleiter können eine große Hilfe sein. Da sie aber in der Regel keinerlei pädagogische Ausbildung haben, ist es Glückssache, ob es funktioniert oder nicht. Außerdem wundere ich mich, dass sich überhaupt noch Menschen auf diese Stellen bewerben. Sie sind schlecht bezahlt und immer befristet. Ein Kind an unserer Schule, das dringend Unterstützung und auch eine persönliche Beziehung benötigt, hat jetzt schon die dritte Schulbegleitung. In der 2. Klasse.

Susanne M.
19 Tage zuvor
Antwortet  Ulla

Ein Thema, was ich auch mitbekommen habe: Rückenleiden durch Sitzen auf viel zu kleinen Stühlen. Der Arbeitsplatz ist nicht ergonomisch, was bei einer immer älter werdenden Bevölkerung ein Muss werden wird.