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Junge Menschen fühlen sich zunehmend an den Rand gedrängt – Immer mehr radikalisieren sich (und/oder wollen auswandern)

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BERLIN. Die junge Generation fühlt sich überstimmt, politisch nicht wahrgenommen und gesellschaftlich an den Rand gedrängt – aus diesem Grund wächst bei vielen sogar der Wunsch, Deutschland perspektivisch zu verlassen. Das ist die zentrale Botschaft der neuen Trendstudie „Jugend in Deutschland 2026“, die repräsentativ 14- bis 29-Jährige befragt hat. Die Untersuchung zeigt auch Folgen für die politische Orientierung der jungen Menschen auf: Sie radikalisieren sich. 

Und tschüss… Illustration: News4teachers

Der Befund verweist auf ein grundlegendes Spannungsverhältnis zwischen den Generationen: Junge Menschen erleben sich als gesellschaftliche Minderheit gegenüber einer älteren Bevölkerungsmehrheit, die politische Entscheidungen dominiert. Studienleiter Simon Schnetzer beschreibt diese Erfahrung im Interview mit der Zeit so: „Die Grunderfahrung vieler junger Menschen ist, dass die Mehrheit die Politik bestimmt und die Mehrheit alt ist. Egal, was die junge Generation äußert – psychische Belastung, Generationenkonflikte –, sie erlebt, dass sie als Minderheit damit nicht durchdringt.“

Die Zahlen der Studie sind eindeutig – und politisch brisant. „Mit 21 Prozent plant jede fünfte junge Person konkret, Deutschland zu verlassen, um im Ausland bessere Lebensbedingungen zu finden“, sagt Sozialforscher Kilian Hampel von der Universität Konstanz, einer der Studienautoren. Insgesamt können sich 41 Prozent der Befragten vorstellen, Deutschland perspektivisch zu verlassen.

Als Zielorte nennen viele junge Menschen Länder wie die Schweiz, Spanien oder skandinavische Staaten – Regionen, die sie mit stabileren Lebensverhältnissen und größerer Zukunftssicherheit verbinden. Neben wirtschaftlichen Faktoren spielt auch die politische Stimmung eine Rolle. Schnetzer ordnet die Entwicklung so ein: „Wenn sich die junge Generation mit der Politik des eigenen Landes nicht mehr identifiziert, hat eine Gesellschaft ein Problem. Schließlich werden bis 2036 rund 19,5 Millionen Menschen den Arbeitsmarkt verlassen, während nur 12,5 Millionen ins erwerbsfähige Alter kommen. Unsere Ergebnisse zeigen, dass die jungen Menschen leistungsbereit sind, aber wenig klare Perspektiven für ihre Zukunft sehen.“

Hohe Belastung: Eine Generation unter Dauerstress

Die wachsende Distanz zur Gesellschaft ist eng mit der wahrgenommenen Lebensrealität vieler junger Menschen verknüpft. Die Trendstudie zeigt, dass die psychische Belastung weiterhin auf hohem Niveau liegt. 49 Prozent der Befragten berichten von Stress, 36 Prozent von Erschöpfung, 32 Prozent von Selbstzweifeln und 30 Prozent von Antriebslosigkeit.

29 Prozent geben an, psychologische Unterstützung zu benötigen – so viele wie nie zuvor. Unter Studierenden liegt dieser Anteil bei 32 Prozent, bei jungen Frauen sogar bei 34 Prozent. „Die Ergebnisse der Trendstudie zeigen auf dramatische Weise, wie sehr die Belastungen der letzten Jahre den jungen Menschen zusetzen – in Form von Stress, Erschöpfung und wachsender Perspektivlosigkeit“, sagt Schnetzer. Als Ursachen nennt die Studie die Vielzahl von Dauerkrisen – und die rasante technologische Entwicklung. Gerade in der Arbeitswelt zeigen sich bemerkenswerte Verschiebungen: Aufgrund wirtschaftlicher Unsicherheiten und des voranschreitenden Einflusses von KI bewerten junge Menschen ihre beruflichen Chancen deutlich schlechter als noch zuvor.

Bildungsforscherin Prof. Nina Kolleck von der Universität Potsdam, die ebenfalls an der Studie beteiligt war, verweist gegenüber dem ZDF zudem auf den Einfluss sozialer Medien: Dort werde durch Influencer ein perfektes Leben vorgegaukelt, das zu großem Anpassungs- und Leistungsdruck führe – und auch die Schnelllebigkeit nehme zu. Ein Befund aus der Studie macht die Dimension des Problems deutlich: 60 Prozent der jungen Menschen berichten von einer „suchtähnlichen Smartphonenutzung“, viele greifen bei persönlichen Problemen bereits auf KI-gestützte Beratungsangebote zurück.

Leistungsbereit – aber ohne klare Perspektive

Trotz dieser Belastungen bleibt die Leistungsbereitschaft hoch. Die große Mehrheit der jungen Menschen zeigt sich bereit, zu arbeiten und Verantwortung zu übernehmen. Die verbreitete These, die junge Generation sei zu bequem, findet nur bei einer Minderheit Zustimmung – 30 Prozent der jungen Männer und 20 Prozent der jungen Frauen stimmen ihr zu. Der wichtigste Leistungsmotivator ist Geld (51 Prozent), gefolgt von Spaß (37 Prozent), dem Erreichen von Zielen (33 Prozent), dem Wunsch, etwas Sinnvolles zu tun (27 Prozent) und Anerkennung (24 Prozent). Schnetzer: „Wir finden bei den 14- bis 29-Jährigen durchaus ein stabiles geschlechtsübergreifendes Wertesystem. Der Wunsch nach Familie, Sicherheit und Gerechtigkeit ist weit verbreitet. Geld spielt eine Riesenrolle!“

Gleichzeitig ist eine erhebliche Verunsicherung erkennbar. Nur etwa die Hälfte der jungen Menschen bewertet ihre berufliche Orientierung und ihre Zukunftspläne als klar. Die Studienautoren selbst bewerten diesen Befund kritisch und sehen darin ein zentrales Problem für den Übergang ins Berufsleben. Schnetzer ordnet ein: Die jungen Menschen seien leistungsbereit, aber sehen wenig klare Perspektiven für ihre Zukunft.

Diese Unsicherheit spiegelt sich auch in der Bewertung von Bildungswegen wider. Nur noch 32 Prozent der Befragten glauben, dass ein Studium bessere Karrierechancen bietet, während 27 Prozent dies ausdrücklich verneinen. Gleichzeitig gewinnt die berufliche Ausbildung an Attraktivität, weil sie als sicherer wahrgenommen wird. Auch wirtschaftlich verschärft sich die Lage. 23 Prozent der jungen Menschen haben Schulden – ein neuer Höchststand. Besonders die Wohnsituation entwickelt sich zum zentralen Problem.

Politische Folgen: Polarisierung und Vertrauensverlust

Die politischen Konsequenzen dieser Entwicklung sind bereits sichtbar. Die Studie zeigt eine deutliche Verschiebung hin zu den Extremen – und einen massiven Vertrauensverlust gegenüber der politischen Mitte. Nur 14 Prozent der Befragten geben laut Schnetzer im ZEIT-Interview an, Vertrauen zu haben, dass die Regierung „das Richtige tut“. Gleichzeitig gewinnen Parteien mit radikalen Positionen an Zustimmung.

Die Linke erreicht 25 Prozent und ist damit erstmals stärkste Kraft unter jungen Wählerinnen und Wählern, die AfD kommt auf 20 Prozent. Allerdings gilt, so Kolleck: „Die politischen Präferenzen junger Menschen verlaufen zunehmend entlang geschlechtsspezifischer Linien.“ Heißt konkret: Junge Frauen orientieren sich zunehmend an linken politischen Positionen, während junge Männer überdurchschnittlich häufig Parteien am rechten Rand unterstützen.

Schnetzer erklärt die Verschiebung so: „Es reicht der Eindruck, dass die anderen Parteien die Bedürfnisse der jungen Generation nicht sehen. Daraus resultiert die starke Abwendung von der politischen Mitte.“ Nina Kolleck warnt vor den Folgen dieser Entwicklung: „Der Protest der Jugend ist nicht laut, aber unter der Oberfläche braut sich etwas zusammen, was langfristig Wirtschaft, Regionen und soziale Sicherungssysteme gefährden kann.“

Für den Jugendforscher Prof. Klaus Hurrelmann von der Hertie School Berlin liegt die zentrale Ursache der Entwicklung in einem strukturellen Beteiligungsdefizit. Er stellt heraus, dass sich die junge Generation „in gesellschaftlichen Zukunftsfragen zu wenig beteiligt“ fühlt. In der Pressekonferenz formuliert Hurrelmann die Situation noch deutlicher: „Es tut weh zu sehen, dass wir hier eine gut gebildete Generation haben, die das Gefühl hat, keinen Platz zu finden.“ Seine Forderung: neue Formen politischer Beteiligung und echte Generationendialoge zu zentralen Zukunftsfragen. Ziel müsse es sein, jungen Menschen mehr Vertrauen und Verantwortung zu geben – und damit auch ihre vorhandene Leistungsbereitschaft zu sichern.

Auch Nina Kolleck mahnt: „Wenn wir die Anliegen junger Menschen nicht ernst nehmen, übersehen wir, dass sie unsere Zukunft sind und riskieren angesichts des Fachkräftemangels, wichtige Potenziale zu verlieren.“

In der Studie heißt es bilanzierend: „Entscheidend für das Wohl der jungen Generation wird es sein, Räume zu schaffen, in denen junge Menschen lernen, konstruktiv mit Belastungen umzugehen und Zuversicht für ihren Blick auf die Zukunft zu gewinnen.“ Zwei wichtige Voraussetzungen dafür seien die immer wieder von jungen Menschen eingeforderte Beteiligung bei Krisen und wichtigen Entscheidungen – sowie die Förderung von mentaler Gesundheitskompetenz in Schule, Ausbildung und Studium. News4teachers

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Mehr Stress, mehr Druck, wenig Mitbestimmung: Warum sich die psychische Lage von Schülern wieder verschlechtert

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Gelbe Tulpe
19 Tage zuvor

Der Hass gegen die jungen Menschen ist tatsächlich erstaunlich. Man muss nur mal schauen, wie gegen die sogenannte Gen Z von Focus und Welt gehetzt wird.

Ukulele
19 Tage zuvor

“Die junge Generation fühlt sich überstimmt, politisch nicht wahrgenommen und gesellschaftlich an den Rand gedrängt”.

Meiner Meinung nach entspricht deren Gefühl der Realität.

ed840
19 Tage zuvor

Mag sein, dass junge Menschen das so wahrnehmen.

Wenn Ihnen dann noch suggeriert wird, dass es vor 40/50 Jahren angeblich noch so viel besser gewesen wäre, dürfte das auch nicht unbedingt hilfreich sein.

Susanne M.
18 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Wir waren einfach mehr.

potschemutschka
18 Tage zuvor
Antwortet  ed840

War es denn vor 40, 50…60 Jahren besser? Wurde da auf die “Jungen” gehört?

DerechteNorden
18 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Nein, im Gegenteil sogar, denke ich. Heute würde jungen Leuten das aber irgendwie suggeriert, meint @ed840.

ed840
18 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Meistens “Nein” siehe z.B. die Massenverhaftung beim “Komm” in Nürnberg oder die “Gewissensprüfung” für Wehrdienstverweigerer usw..

Beim WAAhnsinn waren die Proteste zwar letztendlich erfolgreich, aber die wurden von vielen Altersgruppen getragen, nicht nur von jungen Menschen.

potschemutschka
16 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

1971! Udo Jürgens “Lieb Vaterland” – der Text passt immer noch, auch 50 Jahre später. Leider!
Bing-Video

Realist
19 Tage zuvor

Ich komme aus einer Generation (Gen X), wo sich niemand für unsere persönlichen Befindlichkeiten interessiert hat. Es hieß “friess oder stirb”. Wehrdienst wurde gleistet (für ein Taschengeld von wenigen hundert Mark pro Monat!), keiner kam auf die Idee, das zu hinterfragen. Jobs gab es wenige (alle von den Boomer besetzt), für die meisten waren schlecht oder unbezahlte Praktika der “Goldstandard” nach dem Studium. Einjährige “Selbstfindungsphasen” aka Weltreisen nach dem Studium konnten sich nur Millionärskinder leisten. Für fast alle anderen hieß es erstmal: Kohle heranschaffen, egal wie. Der Staat hat keine Füllhörner in Form von Bürgergeld und Co. über uns ausgeschüttet, wenn wir noch nicht “bereit” waren zu arbeiten oder die Arbeit “zu stressig” war.

Egal, die Zeiten sind vorbei (vielleicht auch gut so). Aber eines habe ich gelernt: Ich bin vorbereitet, selbst wenn Gen Z den “Gernerationenvertrag” kündigt und den deutschen Milei wählt. Und das ist wirklich ein “wenn” und kein “falls” in dem Satz.

Ich hoffe, ihr seid auch vorbereitet (Gen X sollte es aus Erfahrung sein).

Unverzagte
19 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Kennen Sie die Höhe des Bürgergeldes? Unter Füllhorn verstehe ich als Boomer etwas ganz anderes.

Realist
19 Tage zuvor
Antwortet  Unverzagte

“Bürgergeld” (oder “Grundsicherung”) sind ja nicht nur die ca. 500€ pro Monat, sondern auch Übernahme von Mietkosten und Krankenversicherung, ggf. weitere Zuschüsse (einmalige Anschaffungen) und Kostenübernahmen (Arzt, Zahnarzt).

“Damals” musste man schon Alleinerziehend mit Kleinkind sein, um diese “Vorteile” genießen zu dürfen… das hieß dann schlicht “Sozialhilfe”.

Unverzagte
19 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Nicht “nur”? Könnten Sie von 500 Euro im Monat leben oder eher knapp überleben? Hier von “Vorteilen” im Kontext Sozialhilfe zu tippen ist entweder komplett realitätsfremd oder einfach nur dekadent.

Nick
19 Tage zuvor
Antwortet  Unverzagte

Im Bundeshaushalt 2025 sind rund 180 Milliarden Euro für den Einzelplan Arbeit und Soziales vorgesehen gewesen, was etwa 37 % des Gesamthaushalts entsprochen hat. Die Sozialausgaben sind damit weiter gestiegen, wobei ein Großteil auf Rentenzahlungen und Bürgergeld entfallen. Die Sozialabgabenlast ist auf ein Rekordniveau von über 42 Prozent gestiegen… Noch nicht genug?

unverzagte
19 Tage zuvor
Antwortet  Nick

Für Bürgergeld wurden 47 Milliarden benötigt. Ein Viertel dieser Summe nämlich 10 – 12 Milliarden wurde allein durch Cum Ex veruntreut.
Es ist aber für eine gewisse radfahrende Mentalität leider typisch, dass lieber nach unten getreten wird.

ed840
19 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

wurde allein durch Cum Ex veruntreut.

Weiß man denn wie viel das tatsächlich war?

Kann sich da überhaupt noch jemand dran erinnern?

unverzagte
19 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Das ist ja genau der Punkt: Solche Hammer verschwinden flugs aus der öffentlichen Erinnerung, aber angeblich faule Bürgergeldempfangende sollen Untergang des Abendlandes sein.

Hysterican
18 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Der damals in hohem Umfang dafür zuständige Politiker … aka-ExKanzler … beweist in bechämender Weise, wie man Vergessen zum Nutzen der Betrüger nutzt … und sich somit als verantwortungslos gegenüber dem Staat und seiner BürgerInnen erweist.

unverzagte
18 Tage zuvor
Antwortet  Hysterican

Ein Genosse der Bosse…

emma
19 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Radfahrende Mentalität…? Es ist doch eher der Mann im Kleinflugzeug, der den Verteilungskampf in den benachteiligten Schichten anheizt.

TaMu
16 Tage zuvor
Antwortet  emma

… und der unbedingt einmal versuchen sollte, ein Jahr auf der Ebene der „neuen Grundsicherung“ zu leben.
Mit der monatlichen Summe könnte er eine Platzrunde über seinem Flugplatz drehen und hätte für den Rest des Monats nichts mehr zu essen.

Rainer Zufall
16 Tage zuvor
Antwortet  Nick

Und trotzdem hat Deutschland genug Geld, Milliardenerb*innen von der Steuer zu “schonen” und klimaschädlichr Subventionen zu verteilen – läuft doch 🙂

Mr. Farmer
19 Tage zuvor
Antwortet  Unverzagte

Fürs bewusste Nichtstun (ich nehme hier alle Menschen heraus, die aus diversen Gründen nicht arbeiten können) ist das ein vernünftiges bis gutes Zubrot, da nebenher oftmals noch Schwarzarbeit betrieben wird. Ich bin ebenso aufgewachsen nach dem Motto „hilf dir selbst“ und habe mein Studium etc. eigenständig finanziert und war mir nicht zu fein, Arbeit anzunehmen. Das muss nicht der gesündeste Weg gewesen sein und ein wenig mehr Selbstsorge ist durchaus empfehlenswert, allerdings lebt Generation Z heute auf einem Konsumniveau, von dem wir als Millennials nur träumen konnte.

Indra Rupp
19 Tage zuvor
Antwortet  Mr. Farmer

Ich möchte mit der Kindheit heute nicht tauschen.
80er, im Dorf, zu Fuß zur Schule, Mittags Zuhause, Elternteil anwesend, draußen rumstromern, Löwenzahn – highlight am Wochenende oder mal Wickie am Nachmittag und zur Weihnachtszeit Astrid Lindgren.
Plätzchen backen, Erdbeeren pflücken,..
Wenn ich mir vorstelle, meine Mutter hätte nur aufs Handy geglotzt…

Mr. Farmer
19 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Da gebe ich Ihnen recht, so ähnlich habe ich die Kindheit auch erlebt und würde ebenso wenig tauschen wollen. Allerdings ist das Konsumdenken und Verhalten der nachkommenden Generation mit Argwohn zu betrachten – ich erlebe das jeden Tag in der Schule. Die neuesten I-Phones hier, die teuersten Jacken dort – die Klassenfahrten zahlt dafür das Amt. Da fällt es mir oft schwer, Verständnis aufzubauen für die lieben Z ler. Natürlich sind dafür die Eltern in die Verantwortung zu nehmen, hilft gegen das wachsende Anspruchsdenken aber nichts.

ed840
18 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Mag auch sein dass manche Jugendlichen von heute die 1980er für “heile Welt” halten und mit Begriffen wie Ozonloch, Waldsterben , Ölkrise, overkill capacity, massive revenge, flexible response, Fulda Gap, Lehrstellenmangel, WAAhnsinn, Gorleben, Startbahn West usw. nichts anfangen können, SS20 für einen Begriff aus dem 3. Reich und Pershing 2 für den den Sohn von John J. Pershing halten etc. etc.

ed840
18 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ist das ein Wunder, angesichts der “Früher-war-alles-besser”-Narrative, “

Genau meine Rede.

ich habe z.b. weder was davon mitbekommen, dass damals Kinder aus der Arbeiterschicht flächendeckend Abitur gemacht und studiert hätten oder dass es damals trotz Lehrstellenmangel , nicht mal halb so hohen Studierendenquoten und noch weniger Fördermaßnahmen als heute, so viel einfacher gewesen wäre seine Fähigkeiten und Talente zu entfalten, noch dass die Politik damals die Belange der jungen Generation noch wesentlich ernster genommen hätte als heutzutage.

potschemutschka
18 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

“Wir” waren evtl. resilienter und erwarteten nicht, dass sich das Universum nur um unsere Befindlichkeiten dreht.

potschemutschka
18 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich schrieb nicht besser7toller! Ich schrieb resilienter! Wir waren halt weniger “Schneeflöckchen”.
https://die-generation-z.de/was-ist-die-generation-schneeflocke-ursprung-merkmale-und-bedeutung/
Wir waren nicht so überbehütet, lernten uns auch mal anzupassen, uns selbst zurückzunehmen und nicht immer mit unseren Befindlichkeiten im Mittelpunkt zu stehen. Die Erwachsenen haben uns nicht jedes Steinchen aus dem Weg geräumt, so lernten wir unsere eigenen Stärken und Schwächen besser einzuschätzen und konnten Selbständigkeit und Selbstvertrauen entwickeln. Wir waren nicht 24/7 unter ständiger Beobachtung. Klar gab es auch mal blutige Knie oder so – war aber nie ein großes Drama. Pflaster drauf und wieder rauf auf den Baum oder das Fahrrad. Streitigkeiten klärten wir meist selbständig untereinander. …
Resilienz: psychische Widerstandskraft | gesund.bund.de..

potschemutschka
18 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Irgendwie scheint das gesunde “Mittelmaß” in der Erziehung abhanden gekommen zu sein:
https://www.frauenaerzte-nms.de/27-164573-kinder-50er-lektionen-zukunft/

potschemutschka
18 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

“Sinnkrisen” hatten junge Menschen schon immer, auch schon in meiner Jugend:
https://www.youtube.com/watch?v=sOoK1NW2JY0&list=RD_EjlMn3MmXE&index=2
Gerade die “Hits” der jeweiligen Zeit in Ost und West spiegeln die “Befindlichkeiten” der Jugend der jeweiligen Zeit ganz gut. Nein, es war nicht unbedingt besser, aber anders, irgendwie weniger “individualistisch” (nur so mein Empfinden).

Alese20
18 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Aber da kann die Jugend nichts für, dass sie von ihren Rezipienten Eltern so überwacht und behütet wurden.

Außerdem gab es für meine Generation (x) viel mehr Möglichkeiten. Ich hatte in einer kleinen Stadt diverse Jugendheime, Teestuben, Jugendtanz, Proberäume etc. zur Verfügung und heute gibt es kaum bis garnichts. Die Schulen leiden unter Mangel, die Eltern sind gestresst.

Da spielt es doch keine Rolle, ob heute mehr Abitur machen. Sie wurden überwacht und gleichzeitig vernachlässigt und vor Bildschirmen geparkt.

Alese20
17 Tage zuvor
Antwortet  Alese20

“resilienten Eltern” soll das natürlich heißen

Rainer Zufall
16 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

“Wir waren halt weniger “Schneeflöckchen”.”

Sie beschweren sich bei Inklusion, Gemeinschaftsschulen, Heterogenen Klassen, aktuellen Zuständen an Schulen sowie Verbesserungsversuchen der Zustände an Schulen, dass Kinder weniger können und dass diese Lücken gefüllt werden sollen, dass Schüler*innen zu unpolitisch sind und dass sie streiken wollen, das Grundgesetz, die Wissenschaft, Verlust von (demokratischen) Werten, während Sie es nichtmal auf die Kette bekommen, den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Putins zu kritisieren, geschweige seine gezielten Angriffe auf die ukrainische Bevölkerung zu verurteilen, da Sie es nach Jahrzehnten (!) es nicht auf die Kette bekamen, Ihre eigene Vergangenheit aufzuarbeiten und wirklich in der Bundesrepublik Deutschland anzukommen.

Und Sie haben den Nerv, junge Menschen als “Schneeflocken” zu bezeichnen! 😀
DIE dürfen Milliarden (!) dafür zahlen, dass die Erwachsenen heute für das Fahrvergnügen die Zukunft zerstören – in der Selbstsucht wirklich erbärmlich

Rainer Zufall
16 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Nö, Sie liefen wie geschmiert im Uhrwerk eines Unrechtstaates mit – das ist alles andere als Resilienz.

Ist es dagegen nicht beachtlich, wenn junge Menschen auf die Straße gehen und von der Politik eine wissenschaftlich gestützte Klimapolitik fordern? DAS ist Resilienz 🙂

Was sagt es dagegen über Erwachsene in diesem Forum aus, welche sich selbst in Unwilligkeit suhlen (bis eines Tages Ressourcen aufploppen – jup so funktioniert das) und von den Kindern und Jugendlichen (!) mehr Resiliens für das Versagen der Alten verlangen? ^^

Thorsten
18 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Früher war natürlich nicht “alles besser”. Dieses Narrativ ist mir auch unbekannt. Ich kenne allerdings Stimmen, die auf konkrete Dinge verweisen, die früher besser waren.
Z.B. Gab es noch vor wenigen Jahren keine so gravierende Wohnungsnot und andere Nöte wie heute. Auch die Schulgebäude waren weitgehend intakt und sauber. Lehrer wurden mehr respektiert und an Schulen herrschte mehr (Arbeits)Ruhe und Disziplin. Lehrer hatten noch etwas zu sagen, während heute praxisferne “Experten” das Zepter schwingen und des Kaisers neue Kleider nähen.
Früher galten auch sogenannte “Sekundärtugenden” wie Fleiß, Sorgfalt und Selbstbeherrschung noch etwas, während heute Ich-Bezogenheit unter den wohlfeilen Begriffen “selbstorientiertes-” oder “selbstbestimmtes Lernen” gefördert wird.
Die heutzutage ständig beschworene und eingeforderte Empathie war früher kein Fremdwort. Warum wird denn heute so oft und verzweifelt nach ihr gerufen? Offensichtlich war sie mal spürbarer als heute.
“Früher” erschöpft sich übrigens auch nicht in “schönen Privatmomenten”, wie Sie behaupten.

Realist
17 Tage zuvor
Antwortet  Thorsten

Z.B. Gab es noch vor wenigen Jahren keine so gravierende Wohnungsnot und andere Nöte wie heute”

Aufgrund politischer Entscheidungen.

Es fing in den 80er-Jahren an, als der Neubau von staatlich geförderten “Sozialwohnungen” eingestellt wurde. Passte nicht in die “geistig-moralische Wende” der Politik zur damaligen Zeit.

Dann wurden in den 90er-Jahren massenhaft “Plattenbauten” aus DDR-Zeiten abgerissen. Passte nicht mehr in die “neue Zeit”, man wollte diese Relikte aus der Vergangenheit loswerden. Der “Klassenfeind” war besiegt, das wollte man auch im Stadtbild sichtbar machen.

In den 2000er-Jahren war staatlich geförderter Neubau von Wohnungen auch kein Thema, man fantasierte sich einen “Bevölkerungsrückgang” zusammen (der aber im Wesentlichen nur einige Landstriche in Ostdeutschland betraf). Stattdessen hat man die restlichen in Staatsbesitz befindlichen Wohnungen privatisiert, so entstanden die großen börsennotierten Wohnungskonzerne (Vonovia und Co.)

Ab 2010 ging es nach der “großen Finanzkrise” dann mit starker Migration aus den Staaten wie Griechenland, Spanien, Portugal usw. nach Deutschland los, da dort die Arbeitslosigkeit extrem war. Unsere Politik sah immer noch keinen Handlungsbedarf, der “Markt” sollte es regeln, was er auch in Form von steigenden Mieten tat.

2014 lebten dann fast 79 Millionen Menschen in Deutschland, jetzt (2026) fast 84 Millionen. Also ein Zuzug von fast 500.000 Menschen pro Jahr innerhalb der letzten 10 Jahre. Auch hier erkannte die Politik “keinen Handlungsbedarf”, der “Markt” macht das schon. Außer der Erkenntnis von Regierungsseite, dass pro Jahr 400.000 neue Wohnungen gebraucht werden (auch wegen Bestandserhahltung) ist nichts passiert. Man hat das Geld lieber für Solarzellen auf Eigenheimen ausgegeben als für neue Mietwohnungen…

Die “Wohnungsnot” ist nicht vom Himmel gefallen, sondern das Resultat politischer Entscheidungen der letzten Jahrzehnte!

Hans Malz
18 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ozonloch, schneller Brüter, Startbahn West, Wackersdorf … mann, waren das schöne Zeiten. Mit PLO Schal und Che Guevara T-Shirt auf jeder Demo.

Der einzige Unterschied ist wahrscheinlich, dass uns die Konsequenzen ziemlich egal waren … dann ist man halt mal verhaftet worden oder hatte untentschuldigte Fehlzeiten.

potschemutschka
18 Tage zuvor
Antwortet  ed840

“…dass manche Jugendlichen von heute die 1980er für “heile Welt” halten….”
Woran liegt das? Am Geschichtsunterricht? An mangelnder Kommunikation zwischen älteren und jüngeren Generationen? An den Medien, die auch gern vergessen, was früher war ?…

ed840
18 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Das müssen Sie vermutlich die Leute fragen, die solche Narrative verbreiten.

Ich kann mich z.B. auch noch an Zeiten erinnern, als eine Lohnerhöhung zu weniger Nettoeinkommen führen konnte, weil die “kalte Progression” zugeschlagen hat.

Schotti
18 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Aktuell herrscht unter Jugendlichen ein regelrechter 80er Hype. Die verschlingen alles aus den 80ern/frühen 90ern förmlich. Filme, die Mucke, Nintendo und Sega, alte Gameboyspiele, Zauberwürfel, Street Fighter und den ganzen Kitsch. Und natürlich fragen sie dann auch nach der Gesellschaft von damals. Angefangen hat das vor ein paar Jahren mit Stranger Things und war jetzt im Dezember aufgrund der neuen Staffel nochmal extrem. Die Mädchen lieben auch zum Beispiel Kate Bush total.

Es ist schon witzig irgendwie.

Indra Rupp
17 Tage zuvor
Antwortet  Schotti

Wenn die Schulterpolster und Haarsprayfrisuren zurück kommen, finde ich das gar nicht mehr witzig.

Hysterican
15 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

😉 …. danke, liebe Indra … auch eine meiner schlimmen Befürchtungen…

unverzagte
15 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Gibt doch inzwischen auch Haarspray ohne Ozonbelastung …

Susanne M.
18 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ich tu es nicht, aber während meines Studiums teilte ich mit einer Freundin eine Wohnung in einer großen westdeutschen Universitätsstadt in der Nähe der Uni, und jede bezahlte 250 D- Mark..Bei der Kaufkraft von 10 Mark die Stunde konnte ich mir mein Leben durch einen Nebenjob finanzieren. Die Krankenkasse war billig, die Semestergebühren auch. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass man sich wegen Heizkosten verschulden musste. Kosten für Internet etc. gab es ja auch noch nicht.
Wir hatten auch noch ein Studentenleben, damit meine ich keine Partys mit Absturz, aber kleine Cafés, Diskussionen, gemeinsames Arbeiten.
Eine meiner Töchter war bei Corona Ausbruch genau im ersten Semester. Sie musste alles online machen, kannte bis Semester 3 ihre physische Uni und die meisten Kommilitonen nicht.
Da kann man schon nostslgisch werden.

Aki
17 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

Naja, das mit dem Internet lässt sich leicht lösen: Studenten haben in der Regel kostenlosen Internetzugang an der Uni. Man erledigt seine Hausarbeiten, Aufgaben, etc. eben in der Bib, wo man einen kostenlosen Arbeitsplatz hat. Man muss halt nur gut genug organisiert sein, in dieser Zeit alles zu erledigen, wozu man Internet braucht.
Das gab ich zum Teil so gemacht, war kein Problem

ed840
17 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

mit einer Freundin eine Wohnung in einer großen westdeutschen Universitätsstadt in der Nähe der Uni, und jede bezahlte 250 D- Mark..”

Kaufkraft von 10 Mark die Stunde”

Also 2 * 250 / 10 = 50 Stunden Arbeit für die Miete?

Das wären 2026 bei 50* Mindestlohn 13,90 = 695 € Mietkosten.

Susanne M.
14 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Ja, kommt bei einer Tochter von mir genau hin.

Indra Rupp
17 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ich habe den Eindruck, als wäre das damals alles trotzdem weiter weg gewesen. Man hat sich da leidenschaftlich engagiert, recycling Papier gekauft, keine Filzstifte mehr verwendet und sich damit dann gut gefühlt. Das waren so Ideen, über die man nachgedacht hatte . Da gab es reelle Dinge bezüglich der Natur, die die Menschen irgendwann einmal betreffen. Halt so Zukunftsgruseleien. Da wurden im Unterricht dazu zwei Beispiel – Kinder-Zukunftsbilder besprochen. Das eine Kind in der Geschichte malte Raumschiffe, ferne Planeten, Unterwasserstädte, fliegende Autos. Das andere Kind malte Städte mit grauer Staubwolke und alle Menschen mit Atemschutzmaske. Wir waren uns im Unterricht einig, dass wohl beide Varianten etwas unrealistisch seien und eher die Mitte von beidem stimmt. Also, weder geht die Welt unter, noch wird es ein Marvel Abenteuer.
Ich denke nicht, dass die Kinder resilienter waren, sondern die ERWACHSENEN! Das wirkt entsprechend auf die Kinder.
Und mitunter waren die Erwachsenen von damals auch noch unbekümmerter, weil das alles für sie noch weiter weg und weniger von Bedeutung war.
Es gab Erwachsene, die protestiert haben oder Radau gemacht haben, inwiefern waren Kinder da betroffen?
Es gab in den 50ern und 80ern Wohnungsnot. Daraufhin wurden die ganzen häßlichen Platten Bauten hochgezogen. Heute stehen sich die deutschen Vorschriften und Auflagen selber so im Weg, dass Bauingenieure sich nur noch trauen, Luxuswohnungen zu bauen, als Antwort auf eine Mio Wohnungsloser.
Ein Bekannter und Späthippie erzählte auch von der damaligen Wohnungsnot. Man hat sich vom Freund ein paar große Scheine fürs Portemonnaie geliehen, damit man reich wirkt und so hat es geklappt.
Heute eine komplett-Kontrolle : Vorvermieterbescheinigung, Arbeitgeber Bescheinigung, Kontoauszüge, ect.
Und wer hatte denn damals Argwohn gegen Familien? Stand da auch in jeder Anzeige, gerne Singles? Es waren alleinstehende, eher alternative Männer, wie mein Bekannter, die es schwerer hatten. Und nicht hunderttausende Kinder und Jugendliche, die 3Jahre in Notunterkünften verbringen mussten.
Im Ganzen, würde ich sagen, ist die Realität bezüglich Klima und anderem einfach näher gekommen und das macht was mit den Erwachsenen. Man guckt sich nicht mehr theatralisch seufzend kranke Bäume an, oder Kriege im Fernsehen oder die eine Familie in der Klasse, die wohl integriert werden muss.
Sondern, man stellt fest, dass die Preise in die Höhe schnellen, wenn es mal wieder Krieg oder Dürre, ect gibt.
Tierheime für Pferde (!) haben 50 Anfragen pro Tag, weil die Besitzer sich ihre Tiere nicht mehr leisten können. Der Kleinanzeigen Markt für selbige hat sich in den letzten Jahren mehr als halbiert. Auch die Mittelschicht kommt mit den Preisen im Supermarkt nicht mehr klar und konzentriert sich vermehrt auf Angebote und Billigprodukte, was die Supermärkte deutlich spüren.
Hatten wir in den 80ern Wohnungsnot? Meine Mutter hat mit drei Kindern was passendes in Arbeitsplatznähe bekommen für 250 Mark bekommen, ohne groß zu suchen. Der Vermieter hat dann noch eine Wand zur Wohnung daneben durchbrochen und dann hatte sie beide 2Zimmer Wohnungen für 450 Mark, damit wir drei alle ein Zimmer hatten. Als wir flügge wurden hat der die Wand wieder zugemauert und die andere Wohnung weitervermietet. Sie hat dort 23 Jahre gewohnt und ich wüsste nichts von Mieterhöhung.
Heute sind Vermieter rundum – Informiert, kennen den Mietpreisspiegel, stellen ein paar Möbel rein, um das Ganze dann als möbliert für 300 Euro Aufpreis anzubieten. Haben einen Argwohn gegen Familie, ab drei Kindern geht gar nichts mehr.
Haben die alle schlechte Erfahrung? Nein, aber Internet.
Die Erwachsenen radikalisieren sich!
An jedem Kaffeetisch wird über Bürgergeldempfänger hergezogen, evtl auch über Migranten, oder indirekt. Hier spielen die Medien eine Rolle. Man ist über alles aufgeklärt, hat überall Einblicke. Man erlebt die Klassen mit 90% Migrations Anteil mit, auch wenn man selber gar nicht betroffen ist. Man lässt sich mit (a) sozialen Medien und populistischenen Influencern zudröhnen. Man redet von Millionen Messerislamisten, obwohl man nie einen erlebt hat. Als Nachweis hat man nur, dass in der Stadt viel viel mehr Leute, die anders aussehen, sind.
Mit dem Smartphone kommen wir auf etwa 98% suchterkrankte Eltern.
Es ist schon gut, dass wir aufgeklärter sind. Die Erwachsenen damals hatten auch ein verkorkstes, engstirniges, kleines Weltbild. Sie sehen jetzt mehr von der Welt, auch zB von Inklusion, und sind überfordert. Das ist das Eine. Und das Andere ist die menschliche Intelligenz, mit der der Mensch sich selber tyrannisiert,alles kontrollieren will, alles ausprobieren muss, das spitzt sich halt immer mehr zu. Wir wissen immer mehr, wir haben immer mehr Möglichkeiten und es gibt kein Zurück.
Was das alles mit Kindern macht, ist einfach nur logisch.
Also, wir Erwachsenen müssen resilienter werden, uns und die neue Welt in den Griff bekommen und dann entspannen, das wirkt dann auf die Kinder.

unverzagte
17 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Liebe Indra, es wird zum Glück nicht an j e d e m Kaffeetisch über materiell schlechter Gestellte abgelästert (Ausdrücke wie Bürgergeld und Sozialhilfe mag ich nicht ). Es gibt zahlreiche Initiativen, ob GEW, Omas gegen Rechts etc. – WIR SIND MEHR !

ed840
17 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Man erlebt die Klassen mit 90% Migrations Anteil mit,

Bei uns im Bundesland gibt es laut Statistik ca. 300 Regelklassen, in denen kein einziges Kind als Familiensprache Deutsch angegeben hat.

Trotzdem schnitten bei IQB-2022-Deutsch auch die SuS mit Migrationshintergrund ganz erheblich besser ab als der Bundesschnitt.

Rainer Zufall
16 Tage zuvor
Antwortet  ed840

“Mag auch sein dass manche Jugendlichen von heute die 1980er für “heile Welt” halten”
Nennen Sie mir drei 😀

Aber die heutige Zeit ist zumindest insofern spannend, dass wir KEIN Wirtschaftswachstum/-Wunder erleben und das WELTklima über die nächsten hundert Jahre prägen werden, auf Kosten ebendieser jungen Menschen und deren Nachkommen.
Die Älteren früher wollten meines Wissens noch, dass es ihren Kindern besser gehen soll…

ed840
16 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

die heutige Zeit ist zumindest insofern spanne
nd, dass wir KEIN Wirtschaftswachstum/-Wunder erleben 

Hatten Sie etwa den Ankündigungen tatsächlich geglaubt, die 2023 dazu gemacht wurden?

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Sie stimmen also zu, dass es früher wirtschaftlichen Aufschwung, gar ein “Wirtschaftswunder” gab, dass sich mit der Lebenswelt junger Menschen heute nicht vergleichen lässt, Danke.

Warten wir mal ab, ob die älteren Semester sich daran erinneren, dass deren Eltern sich im Ruhestand auch nicht über Altersarmut beschwert haben – oder die einzige Konstante der Boomer ist Jammern auf hohem Niveau 😉

ed840
15 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wenn Sie glauben wollen, dass die 1980er von einem Wirtschaftswunder geprägt waren, dann tun Sie es halt.

dass sich mit der Lebenswelt junger Menschen heute nicht vergleichen lässt, “

Stimmt. Dinge , die in den 1980ern noch prägend waren, wie Lehrstellenmangel, lediglich 22% Abiturientenquote, Mangel an Studienplätzen mit Verschärfung der NumerusClausus-Auswahl usw. , kennen die jungen Leute heutzutage zum Glück nicht mehr.

Rainer Zufall
14 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Ich meine, vor 50 Jahren könnte es etwas weniger Akademikerjobs gegeben haben, dafür aber, nicht unbedingt schlecht bezahlte Jobs für Arbeiter.
Keine Minujobs, relativ frische Infrastruktur, Phantasien von grenzenlos (rücksichtslosen) Wachsum und Trickle-Down.
Keine perspektivlosen Minijobs, welche heute sogar Teile der Wirtschaftskonservativen bemängeln (https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/union-minijobs-abschaffung-arbeitsmarkt-100.html)

Ich bezog mich mit dem Wirtschaftswunder auf die, nunja Wirtschaft, also eher die Zukunftsperspektiven der jungen Menschen.
Color me surprised, dass – sofern man nicht in einer Stadt arbeitet (aber wer tut das schon) der Traum vom Haus heute nich vergleichbar (un-)realistisch ist 🙂
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/immobilien-kosten-generationen-100.html

Also ein Deckchen über Sozialbau werfen (https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-967750), Klima-, Renten-, Pflege- und (kommende) Gesundheutskatastrophen werden und schon sind die Aussichten der jungen Leute nicht schlechter als früher 🙂

ed840
14 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich meine, vor 50 Jahren

Was Sie meinen ist schon klar.

In Wirklichkeit gab es die Ölkrise mit Sonntagsfahrverboten und Tempolimit, Rezession von 1973 – 75, erwarben nur 14,7% eines Jahrgangs die AHR, gab es nicht nur Lehrstellenmangel sonder auch Lehrermangel besonders auch an Grundschulen, regelmäßige Tiefflugübungen und NATO-Manöver, junge Männer mussten nach der Schule erstmal 15 Monate zur Bundeswehr oder Ersatzdienst leisten usw, usw,

Rainer Zufall
14 Tage zuvor
Antwortet  ed840

“Was Sie meinen ist schon klar.”
Warum zitieren Sie dann die falsche Hälfte meines Satzes? Wollen Sie Unklarheit schaffen? 😉

“Sonntagsfahrverboten und Tempolimit”
Ja, dass muss die jungen Menschen hart getroffen haben, lässt sich definitiv mit Minijobs, erheblich weniger Sozialwohnungen und demografischen Katastrophen aufwiegen…

Sie fahren echt schwere Geschütze auf bzw. sind sich für keinen Vergleich zu schade.
Aber wir treffen uns gerne in der Mitte:
– Wehrdienst wieder auf 15 Monate, dafür wieder VIERMAL so viele Sozialbauten.
– Sonntagsfahrverbot + Tempolimit (warumauchimmer Sie das als etwas SCHLECHTES aufzählen….) nehme ich gerne so mit – hilft allen 🙂
– regelmäßige Tiefflugübungen (kommen ja langsam schon wieder) und NATO-Manöver (gibt es weiterhin) – ich versuche ernsthaft, mich in Sie hineinzuversetzen, dass Sie dies als etwas Negatives auslegen, aber da braucht es bessere Kommunikation, Aufklärungsarbeit sowie gesellschaftlichen Widerspruch gegen die Fakenews und die Entschuldigungsversuche für illegale Angriffskriege und das gezielte Töten von Zivilist*innen. Thema wird zu groß, ich stimme Ihnen hier nicht zu, widerspreche aber nicht (sofort)

“junge Männer mussten nach der Schule erstmal 15 Monate zur Bundeswehr oder Ersatzdienst leisten”
Das KANN tatsächlich interessant werden, da die Pokitik/ die Bundeswehr nun tatsächlich werben (!) muss, statt stumpf einzuziehen.
Warten wir mal ab, ob hier wieder gespa… auf “Eigenverantwortung” gesetzt wird 😉

ed840
13 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

“regelmäßige Tiefflugübungen (kommen ja langsam schon wieder) und NATO-Manöver (gibt es weiterhin) – ich versuche ernsthaft, mich in Sie hineinzuversetzen, dass Sie dies als etwas Negatives auslegen

Warum fällt es Ihnen so schwer nachzuvollziehen, dass jemand regelmäßige Tieffflugübungen und NATO-Manöver nicht als positiv findet?

Susanne M.
14 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Nein. Meine Grosseltern lebten gut von ihren Renten, könnten regelmäßig in Kur. Allerdings in den Schwarzwald, nicht nach Bali.

Rainer Zufall
14 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

Das freut mich aufrichtig 🙂

Mika BB
18 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Ich glaube, die allermeisten heutigen Jugendlichen möchten auch nicht mit der Jugendzeit der Gen X tauschen.

Ohne Handy, ohne Internet, mit innereuropäischen Grenzkontrollen, saurem Regen und Waldsterben, Kaltem Krieg und eisernem Vorhang, Massenarbeitslosigkeitsphasen.
Früher war halt nicht alles besser..

ed840
18 Tage zuvor
Antwortet  Mika BB

Früher war halt nicht alles besser..

So sehe ich das auch.

Wird den jungen Leuten aber ständig suggeriert, dass sie es viel schlechter hätten als die damaligen Generationen.

Wenn man auf die Texte vieler Lieder aus dieser Zeit achtet, Udo Lindenberg, Wolf Maahn, Sting, Billy Joel, müsste man allerdings ins Zweifeln kommen.

cold war kids were hard to kill. Under their desks in an air raid drill.”

Damals brach man wegen Tiefflugübungen auch nicht unbedingt gleich in Tränen aus.

Selbst die letzte Strophe von “99 Luftballons” beschreibt ja eigentlich noch ganz gut was in der damaligen Jugend vorging.

TaMu
16 Tage zuvor
Antwortet  Mr. Farmer

Die wenigsten Menschen im Bürgergeld haben sich für „bewusstes Nichtstun“ entschieden und werden wegen dieser Minderheit nun mit den Regelungen der „neuen Grundsicherung“ extrem belastet und gleichzeitig als arbeitsscheu dargestellt. Das rechtfertigt politisch und ich würde sagen: populistisch diese neue Einsparung.

unfassbar
19 Tage zuvor
Antwortet  Unverzagte

Mit allen Vergünstigungen kommt man als Alleinbezieher über Bürgergeld schnell auf 1000€ im Monat. Versuchen Sie das mal als Friseurin oder Kassiererin in Teilzeit deutlich zu überbieten. Oder ziehen Sie vom Nettoeinkommen 1000€ ab und berechnen Sie den korrigierten Stundenlohn, gerne inkl. der Fahrtzeiten zum Arbeitsort und zurück nach Hause.

Als besonders interessante Zusatzaufgabe empfehle ich Ihnen mal den Bürgergeldbezug einer Familie mit sechs Kindern in München und den Vergleich mit einem A16-Einkommen eines Schulleiters.

unverzagte
19 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Typische Hetze, nix Neues.

Indra Rupp
19 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Nur bekommt man im Bürgergeld idR keine gute Wohnung, zZt bekommt man eher überhaupt keine Wohnung, nicht einmal eine schimmelige, die Leute in teuren Münchener Wohnungen sind also absolute Ausnahmen.
Haben Sie denn auch bedacht, dass bei der Bürgergeld Familie das Kindergeld mit eingerechnet ist, dei dem A16ler aber noch 6x 259 Euro drauf kämen? Oder rechnen Sie einfach nur 8Leute vs 1 A16ler?

DerechteNorden
18 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Man bekommt aber eher eine als Leute mit geringem bis mittlerem Einkommen. Die müssen nämlich alles mögliche nachweisen, während die anderen ein Schreiben vom Jobcenter vorlegen können.

Indra Rupp
18 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Falsch!
In über 90% aller Anzeigen, wollen die Vermieter Beruf, Gehaltsnachweis , Arbeitgeber Bescheinigungen. Mit geringem Einkommen oder Alleinverdiener bekommt man auch nichts, ja. Als BGEmpfänger auch nicht und Wohnberechtigungsschein ist nur für die Theorie, weil es solche Wohnungen nicht gibt. So wörtlich von der Caritas, sie haben keine.

unverzagte
17 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Danke für die Korrektur inkl. realitätsnäheren Beitrag. Es stellt sich die Frage, wie der Norden zu so einer idealisierenden Aussage kommt…

DerechteNorden
17 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Empfehlung für Sie: Spiegel Nr. 10/26
Dort wird beschrieben, wie schwer es für ganz normale Leute ist eine Wohnung zu finden.
Ich wohne übrigens in einer genossenschaftlichen Wohnanlage, wo die Mietparteien es sich entweder leisten können (wie mein Mann und ich) oder der Staat sie dort untergebracht hat. Leute mit einem eher kleineren Einkommen, hätten keine Chance gehabt.

Nicht nur Sie haben Beispiele auf Lager.

Indra Rupp
16 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ich habe das Beispiel, dass ich seit 3,5 Jahren keine Wohnung finde und seit 2,5 Jahren mit zwei Kindern obdachlos bin. Ich habe alles an Forderungen von Vermietern gelesen und alle Varianten an Anfragen ausprobiert ( Behinderung der Tochter erwähnen, nicht erwähnen, ect). Alles außer reicher Single oder Doppelverdiener möglichst ohne Kind, Tier, Krankheit, Behinderung ect ect ist unerwünscht. Schließt Bürgergeld Bezieher mit ein.
Wenn der Staat uns einfach irgendwo eine Wohnung zuteilen könnte, warum tut er es nicht und lässt mich mit geistig behindertem Kind und Sohn, der sein Abi schaffen möchte auf einen von psychisch kranken Vermietern zugemüllten Platz im undichten Bauwagen mit mangelhaftem, ungefiltertem Brunnenwasser leben?
Schule weiß das, Caritas weiß das, Jugendamt weiß das, Diakonie weiß das.
Die haben nichts für uns.
Oder sind wir zu nett? Zu sozial? Funktionieren noch zu gut?
Habe die auch schon gefragt, ob andere Mithilfe Wohnberechtigungsschein was erreichen.
Caritas :Das war einmal!

DerechteNorden
15 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

? Sie schrieben, dass Sie kein Bürgergeld bezögen.

Indra Rupp
14 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Tu ich auch nicht und habe ich doch auch gar nicht geschrieben (?)

Susanne M.
14 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Das tut mir Leid. Ja, ich glaube in der Tat, dass Sie noch funktionell genug sind, um durchs Raster zu fallen. Vielleicht könnte man hier einmal Social Media und Funk bemühen, haben Sie schon einmal überlegt, sich an die Presse zu wenden?

Indra Rupp
14 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

Ist eher nachteilig meiner Erfahrung nach und gibt da an Beispielen auch einfach zu viel.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Also während Sie sich auf Augenhöhe in der Genossenschaft absprechen, dürfen Bürgergeldempfänger*innen vor der Agentur für Arbeit buckeln – die Glücklichen.

Es steht ja nicht zur Diskussion, dass zu wenig Wohnraum verfügbar ist – da haben es alle “ganz normalen” schwer – hier nach Unten zu treten, ist Ihre private Entscheidung.

DerechteNorden
15 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich trete nicht nach unten.
Was können Bürgergeldempfänger*innen denn dafür? Ich gebe denen ja nicht die Schuld.

Rainer Zufall
14 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Da habe ich Sie wohl missverstanden, als es um die Wohnungssuche von Bürgergeldemofänger*innen ging.
“Man bekommt aber eher eine als Leute mit geringem bis mittlerem Einkommen. Die müssen nämlich alles mögliche nachweisen, während die anderen ein Schreiben vom Jobcenter vorlegen können.”

unverzagte
17 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Könnte es sein, dass Leute, die ins Jobcenter müssen, schon mehr als genug andere Probleme haben ?

Ilka
17 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Haben alle “Leute, die ins Jobcenter müssen”, keinerlei Eigenverantwortung? Und für weitere erst recht nicht, weil die bereits existierenden “mehr als genug” belasten?
Dann schaffe man sich nur genug Probleme, um für weitere als überlastet, benachteiligt und hilfsbedürftig zu gelten.
Es gibt genügend Menschen, die gern mit Empathie glänzen und durch ihre Forderungen an den Staat und seine Institutionen als barmherzig dastehen.
Das Zitat “Zu sozial ist unsozial” stammt vom vorausschauenden Gründervater unserer sozialen Marktwirtschaft, Ludwig Erhardt. Dieser Spruch ist heute aktueller denn je und ist eine Zerreißprobe für die Regierung.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  Ilka

Tja, dann müssen Sie wohl leider dieses Land verlassen, Deutschland sichert den Menschen dort ein Existenzminimum.
Die Bürgergeldemlfänger*innen gehen ihrer Verantwortung nach, darum hocken die ja im Jobcenter, aber Sie haben da wahrscheinlich ganz andere Sprüche früherer Politiker im Hinterkopf 😉

unverzagte
15 Tage zuvor
Antwortet  Ilka

Wie kommen Sie bitte darauf, dass Menschen, die sich über das Jobcenter vermitteln zu lassen, Ihre Verantwortung abgeben?

Haben Sie nie Hilfe “von außen” beanspruchen müssen ?

Klingt irgendwie so, als wenn Sie zu kurz gekommen sind.

Indra Rupp
19 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Warum als Beispiel nicht eine Familie mit 12 Kindern? Dann wird’s noch dramatischer (Tipp: Das sind nicht alles Kleinstkinder!) ?
Es gab auch schon Familien mit 15 Kindern.
Skandal : 17köpfige Familie im Bürgergeld kriegt mehr Geld als Bernd Höcke, oder so.
Oder : Klasse mit 30 Kindern im Bürgergeld bekommt mehr BuT-Geld als der Lehrerin ihr reinrassiger Wuffi beim Friseur kostet.
Wir müssten es also hinbekommen, dass eine Bürgergeld-Großfamilie immer noch weniger bekommt und braucht, als ein alleinstehender Geringverdiener, damit keiner eingeschnappt ist.
Geht! Hütte aus Wellblechdach, Bachwasser, Hausmittel bei Krankheit, Hufschmied bei Zahnschmerzen und 5kg Mehl pro Tag = 2,50 /Tag = 25.000 kcal /Tag ÷ 10 Leute.
Frühere Zeiten bestätigen, der gesellschaftliche Hass würde weiter bestehen, weil es eigentlich um den Hass selber geht, bzw das Bedürfnis. Kann man es nicht mehr auf Totalverweigerer schieben, richtet es sich langsam (ist bereits der Fall) auch gegen Aufstocker, Teilzeitkräfte und irgendwann gegen Kranke und Behinderte.
Genauso bei der Migration. Kann man es nicht mehr gegen die Kriminellen und Illegalen richten, richtet es sich irgendwann auch gegen die braven Arbeiter und Integrierten.
Ich dachte, dieses Mal im Bauwagen bin ich sicher vor Anfeindungen, weil ich ja gar nicht freiwillig dort bin, sondern der Wohnraummangel schuld ist und dies auch jedem offensichtlich ist. Irrtum! Das Bedürfnis nach Verachtung findet seinen Weg und die allgemeine Wohnungsnot wird im Zweifelsfall einfach verdrängt.

Susanne M.
18 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Das macht einen aber nicht glücklich und zufrieden, das Existenzminimum. Es ist genau das, es hilft zu existieren. Zufrieden macht ein Sinn im Leben. Daran scheint es zu fehlen.

DerechteNorden
18 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

Ach, wenn man nebenbei (hüstel) etwas arbeitet, kann das Leben recht erfüllend sein.

unverzagte
18 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Diese Vorurteile, dass alle Bürgergeldempfangende lieber frei haben, nicht einmal etwas arbeiten wollen und somit Sozialschmarotzer seien, sind sowas von armselig.

In meinem Freundeskreis bekommt einer Bürgerhilfe , weil er nach jahrzehnte langer Berufstätigkeit zwei Schlaganfälle hatte und nicht mehr arbeiten kann.

DerechteNorden
17 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Es geht hier doch gar nicht um alle! Ein “Wenn” leitet einen Konditionalsatz ein.
Dass die meisten Grundsicherungsempfänger*innen sich korrekt verhalten, steht doch gar nicht zur Debatte.
Missstände gibt es aber trotzdem und das nicht zu wenig. Die muss man auch benennen dürfen.

Zufällig bin ich mit einem Mann verheiratet, der aus Sozialhilfeverhältnissen stammt, sich also damit auskennt (war nämlich auch früher schon möglich, trotz Leistungsempfang kommod zu leben), und noch viele Kontakte zu Leuten von damals hat. In seinem entfernten Bekanntenkreis sind so einige, die zwar eine Ausbildung gemacht haben, aber nie wirklich sozialversicherungspflichtig gearbeitet haben, obwohl sie es könnten. Schwarzarbeit ist immer noch ein großes Thema.
Und an der Schule wundern wir uns auch immer wieder, welche Kinder die Klassenfahrten vom Amt bezahlt bekommen, obwohl wir erleben, dass die Eltern in einigen Extremfällen ihnen sogar teure Klamotten usw. kaufen, selbst auch welche tragen und zum Elternsprechtag im teuren SUV mit Ledersitzen vorfahren. Ich erinnere mich an einen Artikel im Spiegel, der die Arbeit eines Jobcenter-Fallmanagers beleuchtete. Der kam auch zu Wort. Seine Aussage war, dass ein Drittel(!) der Empfänger*innen eigentlich keinerlei Grund hätten, nicht zu arbeiten, d.h. sie auch keine psychischen Erkrankungen hätten, sondern einfach keinen Anlass sähen arbeiten zu gehen.
Wie ich schrieb: Es lässt sich gut auskommen, wenn man es richtig anstellt. Dass das so möglich ist, ist ein großes Problem für die gesamte Gesellschaft. Auch für die zwei Drittel der Leistungsempfänger*innen, die sich korrekt verhalten.
Dennoch halte ich es für falsch, immer sofort aufzuschreien und zu behaupten allen Versorgungsempfänger*innen ginge es total schlecht, sobald Missstände benannt werden. So löst man nämlich keine Probleme.

unverzagte
17 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Apropos Konditionalsatz: In Ihrer Einleitung beziehen Sie dieses “wenn” auf “man” und ob das alle oder einige sind, bleibt offen. Weiter bezieht sich das “wenn” auf ob überhaupt gearbeitet wird . Daraus abzuleiten, dass Sie hier nicht generalisieren, ist nicht selbstverständlich. Umso besser, dass Sie das klar stellen.

Leider steht es im erfolgreichen Hetzverfahren der Nichtwählbaren immer noch zur Debatte, dass sich Bürgergeldempfangende nicht korrekt verhalten (“der schwarze Mann, der seine zehnköpfige Familie in Afrika angeblich damit unterstützt”). Mit Ihrem “das wird man ja wohl noch sagen dürfen” erinnern Sie als bekennende Grünwählerin eher an die A*D.

DerechteNorden
17 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Ganz ehrlich, ich kann Sie wirklich nicht mehr ernst nehmen.
Sie haben wirklich komplett den Bezug zur Realität verloren. Bei Ihnen sind alle, die Ihre Meinung nicht teilen, offensichtlich Rassist*innen, AfD-Wähler*innen usw.
Aber machen Sie gern so weiter. Das war jetzt wirklich meine letzte Reaktion auf Ihre Beleidigungen.

unverzagte
15 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Super, diesmal also “ganz ehrlich”. Ihre restlichen Beiträge waren es also nicht – umso besser. Das hieße ja auch, Sie distanzieren sich von Ihren fragwürdigen Äußerungen. Vielleicht möchten Sie sich damit auch indirekt für Ihre Schimpftiraden entschuldigen, angemessen wäre es.

Da wir uns nicht kennen, müssen Sie mich nicht ernst nehmen. Wäre aber schön, wenn Sie den Sprung von der persönlichen auf eine sachliche Ebene hinkriegen.

Buchtipps von “DerechteunverzagteSüden” also scheinbar noch nicht beherzigt, schade.

Indra Rupp
17 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Tja, für mich ist das schon ein Problem. Als Straßenmusikerin werde ich oft für eine Bürgergeldbezieherin/Schwarzarbeiterin gehalten, obwohl ich das gar nicht bin. Ich lebe davon, es ist aber nicht so viel, dass ich davon Steuern zahlen müsste. Entsprechend ist es sogar so wenig, dass ich Anspruch auf BG hätte, nehme ich aber wie viele Straßenmusiker aus verschiedenen Gründen nicht in Anspruch.
Im Gegensatz zu vielen BG Empfängern, die zu sehr vielen in bestimmten Gegenden oder Häusern (Platten Bauten) wohnen und dort unter vielen sind, bin ich aber “greifbar” und als Frau trauen sich dann auch noch ein paar mehr. Kurz, ich kriege den geballten Hass ab.
Als Alleinerziehende bekommt man das durchaus auch zu spüren, erst recht wenn man mit zwei Kindern im Bauwagen auf einem Schrottplatz wohnen muss.
Meine rechtsextremen Nachbarn ggü passen in Ihr Klischee. 1.400kalt, 4 Autos, ein Wohnwagen für 5 Erwachsene, von denen einer halb Ausbildung, halb Job hat. Mit denen hat keiner ein Problem, die wirken ja mit so vielen Autos und drei erwachsenen Söhnen so selbstbewusst.
Kurz, es trifft immer die Falschen.
Die sogenannten Sanktionen werden auch die Falschen treffen, zB Leute, die zu krank sind, für ihre Rechte als Kranker zu kämpfen.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

“Kurz, es trifft immer die Falschen.
Die sogenannten Sanktionen werden auch die Falschen treffen, zB Leute, die zu krank sind, für ihre Rechte als Kranker zu kämpfen.”
Nene, die sind schon gemeint 🙁

Indra Rupp
17 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Schwarzarbeit und Steuerbetrug richten Schaden jenseits aller Sozialleistungen an und ziehen sich durch alle gesellschaftlichen Schichten. Seit 1-2 Jahren wurde das Thema von Medien und Politik ausschließlich auf Bürgergeldempfänger fokussiert. Warum? Brot und Spiele fürs Volk?
Es reicht schon, dass hier einer BG im Nebensatz erwähnt und schon kommt das Thema.
Ist halt so, als müsstet ihr konsequent für Systemausnutzende Beamte herhalten oder Beispiele von Betrug im Beamten Verhältnis. Könnt ihr euch bestimmt vorstellen, wenn das jedes Mal Thema ist, sobald der Lehrer Beruf erwähnt wird, bis alle im Bauch glauben, es gäbe nichts anderes. Betrifft dann natürlich auch die nicht-verbeamteten.

Rainer Zufall
14 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Wenn das Land seinen Blick auf Steuerhinterziehung werfen würde, wären so manche “Probleme” ja schon fast zu schnell gelöst 😉

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Kriminalisierung ALLER Bürgergeldempfänger*innen, hm?

Vielleicht treffen wir uns in der Mitte?
Ich frage mich, bei wem die so arbeiten… Der Zoll müsste mal besser ausgestattet werden und jede Fabrik, jede/r Agrarwirt*in und natürlich alle Privatpersonen mit schwarzbeschäftigter Putzkraft hart bestraft werden!
Die Straftäter*innen sollen ja in keinem Fall Menschen in prekären Verhältnissen ausbeuten 😉

unfassbar
18 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

Woher wissen Sie das? Ich kann Menschen durchaus verstehen, wenn sie lieber den ganzen Tag frei haben wollen, als sich für wenig mehr oder — im Falle von Aufstockern — gleich viel Geld mindestens 250 Zeitstunden im Monat in die Zwänge eines Arbeitsvertrages zu begeben.

Interessant, dass hier so viel auf mich oder auf die Bezieher der Bürgergeldempfänger herumgeritten wird. Meiner Meinung nach tun die Menschen mit der Einstellung genau das Richtige. Wer dagegen ist, soll auf den ausgeuferten Sozialstaat schimpfen.

DerechteNorden
18 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Wer bezahlt Miete und Heizkosten und einge andere Posten? Bezieher*innen von Grundsicherung jedenfalls nicht selbst.
Berücksichtigt man das beim Vergleich, ist der Abstand gleich gar nicht mehr so groß.

DerechteNorden
18 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ach, müssen Grundsicherungsempfänger*innen Miete und Heizkosten und einige andere Posten von den 563 Euro bezahlen?
Genau, müssen sie nicht.
Nichtempfänger*innen müssen das aber von ihrem Monatsgehalt bezahlen. Nicht wenige haben dann eben nicht viel mehr übrig.

563 Euro klingt halt viel fieser.

Rainer Zufall
14 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Stimmt schon alles, Sie sollten kündigen und Bürgergeld beantragen 🙂

DerechteNorden
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Nachtrag: Sie finden also, dass nur Gutverdienende Miete, Kreditabträge und Heizkosten bezahlen sollten? Spaß

Ich verstehe Ihren Post nicht wirklich, denn ich beziehe mich lediglich darauf, dass es in Deutschland viele Menschen gibt, die nicht viel mehr als 563 Euro im Monat zur Verfügung haben, obwohl sie in Vollzeit arbeiten, weil sie nämlich Miete und Heizkosten und einiges andere selbst bezahlen müssen.
Grundsicherungsempfänger*innen erhalten also nicht nur 563 Euro im Monat, so genau sollten Sie schon sein.

Mir geht es hier nicht um eine Kürzung der Transferleistungen, wie Sie mir offensichtlich unterstellen.

Indra Rupp
17 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Wer nach Abzug von Miete und anderem nicht mehr als ein Bürgergeldempfänger übrig hat, hat mitunter Anspruch auf Kinderzuschlag, Wohngeld und in dem Zuge auch auf BuT.

DerechteNorden
16 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Widerspricht meinen Ausführungen aber nicht, oder?

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Eigentlich schon, da es ein Schlaglicht auf zu niedrige Löhne wirft, nicht auf das im Grundgesetz festgeschriebene Existenzminimum.

“Du und Deine Familie werden verhungern und erfrieren!” ist bei der Tarif-/ Lohnverhandlung erfreulicherweise im letzten Jahrhundert zurückgelassen worden 🙂

Indra Rupp
14 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Öhm, doch, weil durch zB Kinderzuschlag, bis zu 350 Euro pro Kind monatlich dann wieder ein deutlicher Abstand zum BG Empfänger entsteht. Je höher das Gehalt, desto weniger Anspruch auf Kinderzuschlag bis ab irgendeiner Höhe kein Anspruch mehr.
Ich halte es für unmöglich, zu verhindern, dass es da auch irgendwelche Überschneidungen gibt, genau wie mit den dann kommenden Steuerklassen.

unverzagte
18 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Können Sie sich mit Ihrer regelmäßigen, fetten Alimentierung vom Staat vorstellen, dass es Menschen gibt, die aus den unterschiedlichsten Gründen Ihre Miete etc. nicht selbst zahlen k ö n n e n, obwohl sie dies wollen und eben deshalb auf diese mickerige Grundsicherung angewiesen sind ?

Rainer Zufall
16 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Darum Mieten deckeln! Schluss damit, dass sich Vermieter*innen immer mehr Steuergeld krallen! 🙂

447
16 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Die regelmässige Forderung danach hat schonmal die Entstehung von drei großen, familiengeeigneten Wohnungen verhindert – nämlich in dem Objekt, das meine Frau und ich als langfristige Anlage erwerben und vermieten wollten.

Da die Renditeerwartung unterhalb jeder privaten Anlageform liegt, war ich eh nicht so “hyped” – aber die Sicherheit, die Sicherheit…nun ja, halbe Stunde Recherche mit dem Startsatz “Welche Rechte habe ich als VERmieter?” sowie der Beifang von hunderten Kommentaren darüber, was man mit Vermietern machen sollte (Spoileralarm: Das gleiche wie mit Beamten, nämlich ausplündern)…das hat uns nachhaltig kuriert.

Ist genau das gleiche Klientel und gleicher Aussagenstyle wie die “Lehrer entbeamten!!!1!1”-crowd.

Meine Frau und ich setzen uns gleich wieder gemeinsam an Trade Republic und gucken mal, was so geht.

Das müsste auch Ihnen und den Wohnungssuchenden gefallen – in so einer schmutzigen (nagelneu renovierten), kapitalistischen (mit eigenem Geld erworbenen) Ausbeuterbude (die würde ja Miiiieeeete kosten, igitt, diese Vermieterswine!1!1!11!) will doch bestimmt keiner wohnen.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  447

“Da die Renditeerwartung unterhalb jeder privaten Anlageform liegt, war ich eh nicht so “hyped””
Wollten Sie sich durch Steuergelder die Mietbeiträge auszahlen lassen? Ich dachte, Sie wären für WENIGER Bürgergeld 😀

447
15 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Große Überraschung(en) für Sie:

1. Ich bin nicht für weniger Hartz, jedoch für eine völlig andere Ausgestaltung (wie in Dänemark, um genau zu sein). Da dies in der BRD faktisch unmöglich ist, muss ich wohl das bestehende System akzeptieren, bis es (hoffentlich NACH meiner Lebensspanne!) dann kippt und gleich ganz zusammenbricht.

2. Bis zu dem Punkt, an dem die Frage “An wen vermieten?” entschieden wird KOMMEN Sie bei einer rationalen Betrachtung garnicht. Weil die FAKTISCHE Ausgestaltung der Mieterrolle so ist, dass Sie als Nicht-Wohnkonzern mit 3 Einheiten nur EINMAL ‘nen Messi oder Mietnomaden brauchen, um mit dem Projekt pleite zu gehen. (Illegale Methoden aussen vor gelassen)

3. Big surprise: An Indra Rupps würde ich vermieten, an manch andere nicht.

4. Ich nehme jedes Geld, dass ich legal bekommen kann. Da habe ich auch garkein Schamgefühl.
Dieses Schamgefühl würde sich dann einstellen, wenn ich sehen würde, dass ICH mal an der Reihe wäre mit “Sachen umsonst bekommen”, “gepampert werden”, “hier haste gratis”, “och, lassensgutsein, das machen wir pro bono”.
Die Sache ist nämlich ganz komisch, die mit dem “Verzichten”, “solidarisch sein” und Co.: Immer ausgerechnet dann, wenn ICH mal was will…da soll ich zahlen. Nix Tafel, nix Miete, nix Bafög, nix hier da und Trallala: “447? Zahlen bitte!” hiess und heisst es da immer.

Rainer Zufall
14 Tage zuvor
Antwortet  447

“Ich nehme jedes Geld, dass ich legal bekommen kann. Da habe ich auch garkein Schamgefühl.”
Dem widerspricht der Mietdeckel doch auch nicht oder wähnen Sie sich selbst als überteuert? Wenn Sie so hohe Vermieten kassieren (wollen), was hat das dann nich mit Bürgergeld zu tun?

“Nix Tafel, nix Miete, nix Bafög, nix hier da und Trallala: “447? Zahlen bitte!” hiess und heisst es da immer.”
Oha, ist schon aussagekräftig, wenn eine NGO wie die Tafel Sie ausschließt

Indra Rupp
14 Tage zuvor
Antwortet  447

Danke, sind Sie zufällig in der Nähe?

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Klingt nach grottenschlechter Bezahlung. Vielleicht sollten wir lieber über bessere Löhne und niedrigere Mieten diskutieren, anstatt Arbeitnehmer*innen am Existenzminimum baumeln zu lassen und Bürgergeldempfänger*innen unter dieses zu drücken…
Oder stört Sie das Existieren der Menschen selbst? Leben und Würde sind in Deutschland geschützt, mit guten Grund, wenn man sich Länder ohne Rechtstaat und Menschenwürde ansieht…
(https://www.br.de/nachrichten/kultur/putin-verdoppelt-front-praemie-fuer-freiwillige-krieg-der-armen,UKBlaWx)

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

“Wer dagegen ist, soll auf den ausgeuferten Sozialstaat schimpfen.”
Meinen Sie damit das Existenzminimum? Klingt eher danach, dass Löhne steigen müssen, um mehr als Existenz anzubieten 😉

Aber hey, wenn Sie Mietpreise deckeln/ senken wollen, um Steuergelder für Mietwucher zu verhindern, bin ich ganz bei Ihnen!

Aki
17 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

Ich bekam 2009 500 euro pro Monat für das Studium. Davon gingen fast 300 Euro für Miete weg, von den restlichen 200 bis 250 Euro konnte ich gut leben. In heutiger Kaufkraft entspricht das weniger als 500 Euro.
Somit wiederspreche ich der Aussage, dass 500 Euro am Existenzminimum sind.

unverzagte
17 Tage zuvor
Antwortet  Aki

Wenn Sie mit 6,60 Euro pro Tag ein “gutes Leben” gestalten, wo liegt also Ihrer Meinung nach ein Existenzminimum ?

(ich hoffe, Sie sind nicht magersüchtig oder leben auf einem anderen Planeten)

447
16 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Er/Sie und ich haben wohl auf dem gleichen Planeten gelebt.

unverzagte
17 Tage zuvor
Antwortet  Aki

Wer mit 6,60 Euro pro Tag für Nahrung, Kleidung und Hausrat ein “gutes Leben” führt, kann nur asketisch unterwegs sein – nebenbei halte ich das für hochgradig unglaubwürdig.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  Aki

Achja, das Studium.
Ihre Vorstellung von Existenzminimum ist also das zwangsläufige Leben in einer WG ohne Raum für Familienplanung und tägliches Mittagessen von 1,50 Nudeln miz Tomatensauce? 😀

Student*innen sind tatsächlich eine spannende Gruppe, da diesen i.d.R. noch Perspektiven erföffnet werden, aber warten wir die Forderungen nach Bafög-Kürzungen und Privatisierungen der Studentenwohnheime ab 😉

Rainer Zufall
14 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Muss dauernd an die Zeit denken, wo ich tagelang nur die 1,50€-Nudeln mit Tomatensoße aß…
Diese konkrete Zeit war nicht wirklich besser, aber halt… früher ^^

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

Volle Zustimmung. Aber bereits eine Wohnung scheint da manchen im Forum schon zu viel zu sein…
Und selbverständlich (!) wird ausschließlich das Absenken des Existenzminimums gefordert, keine Lohnerhöhungen, Betreuungs/Pflegeangebote oder Qualifizierungsprogramme, um mehr Menschen in Arbeit zu bringen – wer will das schon

Unverzagte
18 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Es scheint für einige Geister hier reizvoller zu sein, eine Schulaufgabe im AfD Stil zu konstruieren, als rassistische Alltagssituationen berechnen zu lassen. Wäre es nicht so ekelhaft, würde es komisch anmuten.

Indra Rupp
17 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Was ist der Unterschied zw Teilzeitkraft und Aufstocker? Entweder verdient die Teilzeitkraft in einem sehr gut bezahlten Job, oder sie stockt per Ehepartner auf. Im dritten Fall geht beides nicht, deshalb stockt der Staat auf. Arbeiten tun beide.

Indra Rupp
18 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Es gibt keine einmaligen Anschaffungen, das ist ein Mythos. Es gibt auch keine vergünstigten Fahrkarten.
Man muss schon direkt von der Straße kommen und wirklich gar nichts haben, dann wird einmal (!) im Leben eine Ausstattung von billigen gebrauchten Möbeln gewährt. Fahrkarten Vergünstigung in Verbindung mit zB Behinderung. Behinderung und Bürgergeld korreliert oft, weshalb alle meinen, im Bürgergeld darf man umsonst fahren.
Wenn jemand keine günstige Wohnung findet, muss er das zuviel von seinen 5 Euro Einkauf täglich abzwacken. Vermieter wollen keine Empfänger und haben derzeit die große Auswahl. Die Regel ist also Schimmelbaracke – von mir aus auch in München.

ed840
18 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

 “Es gibt auch keine vergünstigten Fahrkarten.”

Kommt vermutlich auf den Wohnort an:

Monatskarte S – Sozialticket MVV” = ab 27,90 €

Deutschlandticket Nürnberg-Pass” = 30€
Vergünstigte RVV-Tickets im Sozial-Tarif mit Stadt- oder Landkreispass Regensburg.” ab 22,50 € usw, usw,

447
16 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Schote zu “billigen, gebrauchten Möbeln”:

Vor Jahren schon, nämlich als meine Frau und ich nach intensiven business-Verhandlungen und kontraktuellen Vereinbarungen 😉 zusammenzogen, versuchte ich folgendes in einer Geringverdiener-Wohngegend (Mietkosten optimieren ist wichtig) zu VERSCHENKEN:
– ein Massivholzbett für eine Person (kein Pocco-Schrott), große Ausführung, schlicht-zeitlos, mit Lattenrost und alles, NICHT MAL KRATZER
– eine einfache Pocco-Einbauküche (zugegeben: Nix tolles also) heutiger Wert grob 2K, keine Kratzer und nix, Beschläge geölt, alle Türen richtig passend eingestellt usw. Gebrauchsspuren: Eine der Herdplatten war am Rand minimal angekratzt.
– ein großer LED-TV, der bei mir eh nur rumstand, ich schaue kein Fernsehen
– ein Funktelefon + Basis, quasi ungenutzt, einmal ausgepackt
– ein (topp) Faxgerät
– ein 08/15-Kieferkleiderschrank, massiv, kein IKEA-Ramsch, gepflegt
– eine Echtledercouch in schwarz, gepflegt

Selbst mit “Hilfe” von drei Sozialkaufhäusern gelang es mir NICHT, diese Dinge zu VERSCHENKEN.
Im Endeffekt war es dann so, dass ich länger telefoniert habe um es los zu werden als es gedauert hätte, das Zeug am Straßenrand zu deponieren.

Alle diese Dinge waren den Herren und Damen von und zu (damals) Hartz4 also nicht gut genug.

Als dann sich die Frechheit der “armen, armen Benachteiligten” soweit steigerte, dass eines der Sozialkaufhäuser mich zurückrief und mir anbot, es gäbe da wen, aber nur wenn ICH fünfzig Euro für den Transport ZAHLE (ja, richtig gelesen, “zahle”!) war es mir dann zu blöd und ich habe das getan, was ich dem Armutshelden am Telefon auch vorher mitgeteilt habe:
– 25 EUR in nen ETF geschmissen
– für 20 EUR ne schöne Pulle geholt + Cola
– ich und meine zwei Kumpels haben das Zeug an den Straßenrand gestellt, mit Spaltbeilen richtig schön kaputtgetrümmert und dabei die Pulle gekillt. (Selbstverständlich, als guter Beamter, Sperrmüllschein vorher fristgerecht abgeschickt und danach gefegt)

Und das war absolut richtig so, wenn auch völlig kindisch.

Wem das Brot zu altbacken ist und wer noch aufmuckt, wenn ihm Gratisbrot angeboten wird… der soll halt Kuchen essen.

Indra Rupp
14 Tage zuvor
Antwortet  447

Komische Situation. Kenne ich so nicht. Hier wird oft was vom Sperrmüll an der Straße geholt und wir haben da auch schon oft was gefunden. Beim sozialen Kaufhaus hatte ich über ein paar Jahre immer wieder mal was gefunden, dass zusammen passte und kam dann zu einer schönen Wohnzimmereinrichtung, wo die Leute staunten, dass das alles nur nach und nach zusammen gesucht und second Hand war. Manches hatten die mir damals für 35 Euro geliefert.
Möbel stehen allerdings jetzt auch Haufenweise bei Ebay und wenn man dann alles hat und nichts braucht, dann interessiert es nur Händler /Flohmarktverkäufer und die versuchen so viel Profit wie geht, rauszuschlagen und können schon dreist sein. Ihre Geschichte klingt fast so, als hätte sich da so ein Händler gemeldet, ansonsten schon beknackt, Überflussgesellschaft, auch diese überquillenden Kleiderschränke.

TaMu
16 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Mit der „neuen Grundsicherung“ sind wir wieder genau bei der Sozialhilfe von damals angelangt, inklusive „Schonvermögen“ ab dem ersten Tag. Das Bürgergeld hat dafür gesorgt, dass das Herunterleben des Schonvermögens auf Summen zwischen 5000 Euro und 15000 Euro verhindert wurde, so dass ein Neustart nach einer persönlichen Katastrophe möglich war. Die „neue Grundsicherung“ ist die Sicherung anhaltender Armut von Sekunde 0 an. Wer in einer Notlage seine Rücklagen bis auf diese Summen aufbrauchen muss, beispielsweise betriebliche Abfindungen wegen krankheitsbedingter Kündigung, der kommt kaum wieder auf die Beine.
Aus diesem Grund gab es ja dann für kurze Zeit Bürgergeld.

ed840
19 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Es gibt Leute die behaupten die heutigen Generation hätte es es wesentlich schwerer ihre Fähigkeiten und Talente zu entwickeln als es noch bei Ihrer Generation der Fall gewesen wäre.

Diese Behauptung kann ich beim Vergleich der gängigen Daten und Kennzahlen allerdings nicht nachvollziehen.

Unverzagte
19 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Sie sind ja auch eine andere Generation…

ed840
19 Tage zuvor
Antwortet  Unverzagte

Stimmt.

Zu meiner Zeit nahmen z.B. nur ca. 20% eines Jahrgangs ein Studium auf, statt ca. 55% wie heutzutage.

Dinge wie BuT, AsA, gebundener Ganztag und andere schulische Fördermaßnahmen waren ebenso unbekannt wie JAS -Büros an Schulen usw. usw.

Unverzagte
19 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Ist ja nich schlimm. Ich habe aber nicht den Eindruck, dass jeder Zweite studiert. Wie kommen Sie auf 55%?

ed840
19 Tage zuvor
Antwortet  Unverzagte

“Wie kommen Sie auf 55%?”

Die ca. 55% sind in der Tat veraltet, in 2024 waren es 58,2%.

unverzagte
19 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Behaupten lässt sich hier vieles…

ed840
18 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Stimmt. Manche Behauptungen lassen sich auch belegen, andere nicht.

Die 58,2% gehören zur Kategorie 1.

Die Quote ist laut destatis ein Mittelwert aus 53,3% männlich und 63,6% weiblich.

unverzagte
18 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Ich behaupte hier mal das Gegenteil. Und nun ?

ed840
18 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Und nun ?

Kann der informierte Leser leicht erkennen, dass Sie Ihre Behauptung nicht mit Zahlen des statistischen Bundesamtes belegen können.

unverzagte
15 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Sie meinen, ein*e gläubige*r Leser*in könnte dies evtl. überzeugen…ja, das mit dem Zitieren und den entsprechenden Hinweisen könnte Sinn machen.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  ed840

“Die 58,2% gehören zur Kategorie 1.”
Zum Belegen wäre eine Quellenangabe hilfreich… Es scheint so, dass Sie keine haben, wenn Sie zweimal und demnächst dreimal keine anführen können 😉

ed840
14 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Zum Belegen wäre eine Quellenangabe hilfreich…

Deshalb habe ich die Quelle oben zweimal angegeben.

Statistisches Bundesamt oder dessen website “destatis.de” .

Wer nicht möchte, braucht den dort veröffentlichten Zahlen aber nicht zu glauben.

Rainer Zufall
14 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Finde Ihre angebliche Quellenangabe nicht.
Zum Zitieren, Zusammenfassen erscheint mir da schon eine Seitenangabe, ein überprüfbares Zitat o.ä. schon angemessen, meinen Sie nicht?

Oder meinen Sie sinngemäß: ja, das steht irgendwo beim Statistischen Bundesamt, wenn meine Quellen stimmen?
DAS wäre eine grottenschlechte Leistung Ihrerseits, aber vielleicht ist ChatGPT noch nicht so weit, konkrete Links zu erstellen? 😉

ed840
13 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

“Finde Ihre angebliche Quellenangabe nicht”

Dann lesen Sie halt einfach mal meine Beiträge weiter oben in denen ich sie genannt ahben.

“ist ChatGPT noch nicht so weit, konkrete Links zu erstellen? 

Keine Ahnung. Ich bin zum Glück nicht auf solche unzuverlässigen Hilfsmittel angewiesen und in der Lage Informationen ohne fremde in zuverlässigen Primärquellen zu finden.

Wie unzuverlässig solche Hilfsmittel sind, hat man ja z.B. bei dem User gesehen, der nicht mal gemerkt hat, dass seine KI-Ergebnisse zur Auswanderung aus Schweden schon rein rechnerisch völlig unplausibel sind.

Aber wer lieber auf KI vertrauen will als auf Primärquellen, der soll das meinetwegen tun.

Nick
19 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Das ist das Produkt der immer weiter ausufernden “Gymnasialindustrie”. Statistisch sind mindestens 50% der weiterführenden Schulen Gymnasien.

ed840
19 Tage zuvor
Antwortet  Nick

Ich würde viel drauf wetten, dass ein nicht unbeträchtlicher Teil dieser 58,2% nicht von Gymnasien stammt.

unfassbar
19 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Was ist daran so schlimm, dass die Gymnasien noch immer das tun, wofür sie ursprünglich gegründet wurden?

unverzagte
18 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Wenn es zuviele Gymnasialkinder gibt, die scheinbar nicht alle passend platziert wurden, dann liegt es doch nahe, die verbindlichen Empfehlungen zurück in die Hände der Lehrenden zu geben.

Nick
18 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Auch Schüler mit entsprechenden Empfehlungen werden von Gymnasien abgeschult. Ebenso kommen Schüler ohne Empfehlungen dort ganz gut zurecht. Man sollte sich nicht darauf verlassen. Empfehlungen gehen eher eher in den Bereich “Schätzung” als in den Bereich “Gutachten”.

unverzagte
18 Tage zuvor
Antwortet  Nick

Nach meiner Erfahrung lagen wir ganz selten neben der Empfehlung. Es waren meist nur eine Hand voll Kinder. Wir konnten uns nach vier Jahren bestens auf unsere Einschätzungen verlassen. So gesehen ist jeder Halbjahresbericht eine Art Gutachten, der diese Entschiedung absichert.

ed840
16 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

“lagen wir ganz selten neben der Empfehlung. 

Führen Sie denn Statistiken wie viele Jungs und Kinder aus sozial-benachteiligten Familien bei gleichem Kompetenzlevel wie die peer-group keine Gymnasialempfehlung erhalten haben?

Und wie wie kommen Sie an die Kontrolldaten, wie viele dieser Kinder dann später auf andere Weise eine Studienberechtigung erworben haben oder nicht?

ed840
18 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Das ist Ihre Meinung und die werde ich auch tolerieren.

Ich sehe es aber eben nicht so, dass Kindern aus sozial-benachteiligten Familien die Tür zum Gymnasium zugeschlagen werden sollte, weil Gymnasien ursprünglich für Kinder der oberen Schichten gegründet wurden.

Nick
18 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Die oberen Schichten bedienen sich der Privatschulen mit Internaten und lassen sich das auch einiges kosten. Staatliche Gymnasien sind da nur die zweite Wahl. So ist es übrigens nicht nur hier in Deutschland.

ed840
17 Tage zuvor
Antwortet  Nick

dass die Gymnasien noch immer das tun, wofür sie ursprünglich gegründet wurden?”

Ich wage trotzdem zu bezweifeln, dass Gymnasien ursprünglich dafür gegründet wurden, möglichst viele Kinder aus der Arbeiterklasse und/oder mit Migrationshintergrund zu Abitur und Studium zu führen.

Nick
17 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Zum Abitur mag das noch gehen. Die brutale Frage: Welche Eltern können ihren Kindern im Anschluss ein Studium ermöglichen, d. h. ihnen finanziell unter die Arme greifen?

Rainer Zufall
16 Tage zuvor
Antwortet  ed840

“möglichst viele Kinder aus der Arbeiterklasse und/oder mit Migrationshintergrund zu Abitur und Studium zu führen.”
Den Beweis, dass dies heute das Ziel seien soll, bleiben Sie schuldig.

Ungeachtet des Fahrstuhleffekts, Sie glauben ja wohl hoffentlich nicht, Gymnasien haben sich auf eine Elite zu kontentrieren – schlimmstenfalls an der Intelligenz? (JA, manche im Forum forderten sowas ^^)

Rainer Zufall
14 Tage zuvor
Antwortet  ed840

“Ich wage trotzdem zu bezweifeln, dass Gymnasien ursprünglich dafür gegründet wurden”
Das was vor sehr langer Zeit. Die Gesellschaft und die Anforderungen der Wirtschaft änderten sich.

unverzagte
18 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Nein, das ist keine Meinung, sondern meine Erfahrung als Klassenlehrerin, die sowohl Empfehlungen aussprach ebenso wie diese den Eltern überlassen zu müssen.

Wie Sie darauf kommen, dass in beiden Fällen auch nur einem entsprechend begabten Kind eine Tür verwehrt wurde, bleibt Ihr Geheimnis.

ed840
17 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Wie Sie darauf kommen, dass in beiden Fällen auch nur einem entsprechend begabten Kind eine Tür verwehrt wurde, bleibt Ihr Geheimnis.

Dass Kinder aus der sozial-benachteiligten Schicht oder Jungs bei gleichem Kompetenzlevel signifikant weniger oft eine Gymnasialempfehlung erhalten ist gar nicht mal so geheim:

Zugeschlagene Tür“: Langzeitstudie zeigt stabile Bildungsungleichheit von der frühen Kindheit bis ins Erwachsenenalter
usw. usw.

unverzagte
17 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Ok, diese Studie mag stimmen. Aus meinem jahrzehntelangen Schulleben kann ich das in keinster Weise bestätigen.

ed840
17 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Da Sie das ja für “Geheimnisse” hielten:

Haben Sie in Ihrem jahrzehntelangen Schulleben noch nie was von solchen Studien mitbekommen?

Solche Meldungen tauchen ja schon seit gut 20 Jahren immer wieder in den Medien auf.

Unverzagte
17 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Doch am Rande schon, aber mein Fokus lag auf anderen Studien.

ed840
17 Tage zuvor
Antwortet  Unverzagte

Warum dann die Bemerkung:

bleibt Ihr Geheimnis.”

unverzagte
15 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Ok, falsche Wortwahl, sorry.

Rainer Zufall
14 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Warum Ihr Fokus auf dieses Zitat, wenn es auf Ihre Nachfrage um etwas anderes ging? Folgt Ihre Nachfrage hierzu demnächst oder stimmen Sie da zu?

Rainer Zufall
14 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Ich würde Ihnen hier gerne zustimmen, aber ganz frei gesprochen, was ist Ihrer Meinung nach die Klientel der Gymnasien?

Persönlich verwahre ich mich gehen die “Elite”, am besten noch nach Intelligenzverteilung (augenroll), aber ich bin auch nur irgendein Schlumpf vom SBBZ. Wie siehen Sie dies bezüglich des heutigen Bedarfs an Akademiker*innen?

ed840
13 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

aber ich bin auch nur irgendein Schlumpf vom SBBZ.”

Tatsächlich?

Bisher haben Sie doch immer behauptet , dass Sie angeblich Sonderpädagoge aus BW wären. Was soll man denn nun glauben?

Fräulein Rottenmeier
13 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Naja, ein SBBZ ist ein sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum. Es handelt sich dabei um Förderschulen mit diversen Förderschwerpunkten…..mit sehr kleinen Klassen und oft mit Internatsanschluss….(sagt Google)

Spannend, denn Rainer ist ja ein harter Verfechter von Inklusion egal mit welchen Rahmenbedingungen auch immer, arbeitet aber hübsch privilegiert in einem Förderzentrum…..

ed840
13 Tage zuvor

Ich weiß was ein SBBZ ist, aber bisher hat ja behauptet, dass er dort als Sonderpädagoge tätig wäre.

Fräulein Rottenmeier
13 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Was ja auch der Wahrheit entspricht…..kann man ja auch im SBBZ…..

ed840
12 Tage zuvor

Was ja auch der Wahrheit entspricht

Glauben Sie tatsächlich alles, was die Leute hier Forum so behaupten?

Bla
13 Tage zuvor

“Spannend, denn Rainer ist ja ein harter Verfechter von Inklusion egal mit welchen Rahmenbedingungen auch immer, arbeitet aber hübsch privilegiert in einem Förderzentrum…..”

Was meinen Sie, warum ich hier von “auch Sie [Rainer] haben so Ihre privilegierte Situation” schreibe?

Ich soll immer “meine Privilegien an der Privatschule” hier aufschlüsseln.
Er macht das nicht … Fragen Sie sich mal warum?

– Gent
– Einzelinklusion
– (Primär) Beratende Tätigkeit
– Zuständigkeit für ca. 5 I-Kinder
– Deputat je I-Kind 2-4 fixe Stunden
+ Ihm wird sehr wahrscheinlich der Begriff KOF ebenfalls geläufig sein
(Arbeitet ja … Vermeintlich … Mit anderen Sonderpädagogen in dem Bereich zusammen)
– Dazu wohl eine Örtlichkeit [SBBZ und Ortsgebiet], welche … Durchaus Rahmenbedingungen haben und stellen.

Was soll man denn dazu sagen … Wenn man nur “diesen Rahmen kennt”. Dann ja … Hat man so seine “Einschränkung” eventuell. Was ich mit “Weitblick” meinte und meine.
Brennpunktschule ohne Ressourcen? Kennt er wahrscheinlich nicht.
Wenn man selbst die Rahmenbedingungen für Inklusion hat und kennt … Sind die Forderungen schön. Und wenn man sich ggf. denkt “so wird es überall sein” … Dann ist es auch klar, warum er sich “wundert” warum viele “verweigern/resignieren”.
Er hat (vermeintlich …) ein absolut privilegiertes Umfeld und Rahmenbedingungen, wovon nahezu alle anderen Kommunen träumen.
Aber seine “Region” ist auch sehr stark und zielgerichtet hier fördernd.
Muss man definitiv auch mal loben.
Aber von Brennpunkt und “Mangelressourcen”? Haha.

Was meinen Sie, warum er sich kaum vorstellen kann, dass “seine Kommune und SBBZ” bessere Rahmenbedingungen als unsere Privatschule stellen kann?
Wir sind kein privates SBBZ. Das mag er regional kennen als Vergleich. Mehr vllt. aber auch nicht.

Rainer Zufall
16 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Und wenn es viele Kinder gibt, die es entgegen der Empfehlung am Gymnasium schafften? (Bias, strukturelle Vorurteile etc.?)
Würden SIE die Zukunft IHRES Kindes voll aus der Hand geben?

unverzagte
16 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Mir ist dahingehend kein einziger Fall bekannt. Es ist auch nicht ganz so einfach, nach vier Jahren eine falsche Entscheidung mit beteiligten Fachlehrer*innen zu treffen.

Eltern, der mir anvertrauten Kinder, hatten selten bis nie Probleme mit den Empfehlungen, die ja nicht aus heiterem Himmel fallen.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

“Mir ist dahingehend kein einziger Fall bekannt.”
Sie müssen die auch nicht persönlich kennen.
https://www.news4teachers.de/2025/03/grundschueler-ohne-gymnasialempfehlung-im-test-fast-ein-drittel-kommt-durch/

Aber hui! Leistungsbereitschaft ist jetzt mal wieder falsch, wenn es ums Gymnasium geht (gähn)

unverzagte
15 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Stimmt, kann ich auch gar nicht. Ihren letzten Satz verstehe ich nich, falls der sich auf meine Äußerungen beziehen sollte…

Rainer Zufall
14 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Ne, da habe ich mich längst in mir verloren, aber Danke der Nachfrage 🙂

“Stimmt, kann ich auch gar nicht.”
Sie MÜSSEN das nicht.
“Eltern, der mir anvertrauten Kinder, hatten selten bis nie Probleme mit den Empfehlungen, die ja nicht aus heiterem Himmel fallen.”
Sie machen das richtig. Sie kümmern sich.

Rainer Zufall
14 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Und WARUM würden Sie das wetten?
Also was wäre der Grund, dass Sie hier Stellung zu behiehen in Erwägung ziehen?
Obacht, nicht dass Sie am Ende eine Meinung zum Thema äußern müssen 😉

ed840
13 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Und WARUM würden Sie das wetten?”

Weil bekannterweise der Prozentsatz eines Jahrgangs, der AHR an einem Gymnasium erwirbt, laut Statistik kleiner als 58,2% ist.

Sie können aber gerne dagegen halten , wenn Sie möchten.

Rainer Zufall
14 Tage zuvor
Antwortet  Nick

Muss echt ein Phänomen sein, warum immer mehr Menschen das Abitur anstreben…. https://www.zeit.de/arbeit/2024-10/zensus-akademiker-berufsausbildung-deutschland-muenchen
Bringt der Fortschritt mit sich (Fahrstuhleffekt und so)

Es ist allen Ernstes bedauerlich, wenn sich Nachwuchs aus Akademikerfamilien für eine Karriere im Handwerk rechtfertigen muss, aber wo liegt da wohl… die Eigenverantwortung? 😛

Richi
19 Tage zuvor

„Entscheidend für das Wohl der jungen Generation wird es sein, Räume zu schaffen, in denen junge Menschen lernen, konstruktiv mit Belastungen umzugehen und Zuversicht für ihren Blick auf die Zukunft zu gewinnen.“

These: das ergibt sich durch den Krieg im Nahen und Mittleren Osten nun von ganz allein. Auswandern wird auch nichts mehr bringen. Sollte wirklich weitere Gas- und Ölinfrastruktur zerstört werden, braucht es einige Monate und dann kommt eine gewaltige Krise so richtig in der Realwirtschaft an. Ich glaube viele verdrängen die Konsequenzen völlig. Und diesmal wird die reiche Tante USA keinen Kredit geben, wie nach dem 2. Weltkrieg, niemand wird das tun, außer der eigenen Zentralbank.
Staatlich-pädagogische “Räume schaffen”-Luftschlösser wird es somit nicht geben, aber das ist im Grunde gut so. Selbstwirksamkeit ergibt sich dann notgedrungen.

Realist
19 Tage zuvor
Antwortet  Richi

“…durch den Krieg im Nahen und Mittleren Osten nun von ganz allein. Auswandern wird auch nichts mehr bringen.”

Ach ja, die ganzen Dubai-Influencer, die ihr Geld in den (a)sozialen Medien verdienen und in Dubai keine Steuern (und natürlich auch keine Sozialabgaben) zahlen, merken gerade, dass das “Paradies” dort auch Nachteile hat.

Meine Prognose: Von denen werden demnächst viele zurückkommen, und dann lautstark heruminfluencern, dass der deutsche Staat ihnen doch nun Wohnung, Bürgergeld, Krankenversicherung usw. schulde, da sie, ja was eigentlich, nuneinmal “Deutsche” sind…

447
12 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Warum auch nicht?
Es “steht ihnen ja zu” – nicht nur rechtlich (das ja eh), sondern auch moralisch, da ja die bei weitem allermeisten Menschen die bestehende, grundsätzliche und bedingungslose Versorgung als “richtig” ansehen.

Wieso sollten diese es also anders handhaben?

DerechteNorden
18 Tage zuvor
Antwortet  Richi

Sie meinen also, dass wir alle (Menschen jeden Alters in Deutschland) bald merken werden, wie gut es uns eigentlich ging?

Richi
13 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ja, die werden vielleicht zurückkommen, aber entscheidener ist das sich Dubai & Co als Bild, als ein Idealbild vom westlichen Luxus-Lifestyle, erledigt hat. Wer will jetzt schon noch eine Villa auf der Sandpalme. Und die Idee davon, als Vision und Versprechen des westlichen Paradises wird ebenfalls untergehen.Und ja, “wie gut es uns ging” , Verangenheitsform, ist was noch bevorsteht. Es wird nicht direkt dritte Welt, dafür ist zuviel Privatvermögen vorhanden. Jedoch, ohne Frieden kein Wohlstand. Die Schulden werden für den Krieg aufgenommen, nicht für die Schulen. Und klar, solange Deutschland im internationalen Vergleich ein sehr attraktives Sozialsystem hat, kein Problem hierzulande. Allerdings, die Kosten für die Kriege werden schon bald ein Maß erreichen, das die Finanzierung derzeit noch als selbstverständlich erachteter Staatsausgaben verunmöglicht. Eine Familie gründen, Geld verdienen, das sind dann Ziele die viel mehr Herausforderungen mit sich bringen als wir sie in den Wohlstandsjahrzehnten des Westens erlebt haben.

Osterhase
19 Tage zuvor

“Als Zielorte nennen viele junge Menschen Länder wie die Schweiz, Spanien oder skandinavische Staaten – Regionen, die sie mit stabileren Lebensverhältnissen und größerer Zukunftssicherheit verbinden.”
Dann sollten sie vorher aber in die Arbeitslosenstatistik schauen. Die Jugendarbeitslosigkeit betrug 2024
— 6 % in Deutschland,
— 27 % in Spanien,
— 15 % in Dänemark,
— 24 % in Schweden,
— 18 % in Finnland.

https://ec.europa.eu/eurostat/de/web/products-euro-indicators/w/3-02122024-ap

Susanne M.
18 Tage zuvor
Antwortet  Osterhase

Von jungen Medizinern aus dem Bekanntenkreis weiß ich, dass der Eintritt ins dänische Gesundheitssystem mit seinen festen Arbeitszeiten und ohne Schicht und Bereitschaftsdienst in der Tat attraktiv ist.
Spanien hat eine hohe Jugendarbeitslosigkeit, dennoch wie auch in Deutschland Mangel an medizinischem Personal, das ist ein Paradoxum.
Je nach Beruf gibt es auch in Ländern mit höherer Arbeitslosigkeit Perspektiven.

blau
19 Tage zuvor

Mich wundert es nicht. Zu viel digital, zu viel am Handy, zu wenig Erholung für das Gehirn. Psychische Probleme vorprogrammiert.

Susanne M.
18 Tage zuvor

Der Gedanke an Auswandern liegt bei offenen Grenzen und gestiegener Mobilität natürlich näher als es früher der Fall war. Als selber Auswanderin würde ich raten, die Motivation zu überdenken. Man nimmt sich selber immer mit! Wer in Deutschland schon psychologische Unterstützung brauchte, wird sie auch weiterhin brauchen. Eine Ausnahme ist die saisonal bedingte Depression, da kann mehr Sonne in der Tat heilen.
Ansonsten finde ich aber auch, dass paradoxerweise durch Maßnahmen, die ja die Folgegenerationen vor Schulden schützen sollen wie die Haushaltsdisziplin, sie eher geschädigt wird, weil wichtige Investitionen unterbleiben. Ich hätte mir ein Sondervermögen Bildung und Integration gewünscht, das hätte Wertschätzung für alle jungen Menschen gezeigt.

ed840
18 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

Wenn man die Meldungen wahrnimmt aus welchen Gründen viele Menschen inkl. hochqualifizierte Einwanderer die Länder Skandinaviens verlassen, kann man sich auch etwas wundern , warum die bei jungen Menschen aus DE scheinbar so verklärt werden.

potschemutschka
18 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

Hätte ich damals die Möglichkeiten gehabt. wie die Generation meiner Kinder wäre ich wahrscheinlich auch nicht mehr in DE. Aus dieser Generation sind allein aus meiner nahen Verwandtschaft sind 5 gut ausgebildete Akademiker in der Schweiz, Neuseeland oder Schweden, die meisten davon dort schon eingebürgert.

ed840
17 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Wenn man die aktuellen Meldungen aus Schweden so liest, ist es vermutlich gut, dass Ihre Verwandschaft schon eingebürgert wurde.

Neuseeland profitiert auch im Bildungswesen stark von der Einwanderung aus Drittstaaten.

Die SuS ohne Migrationshintergrund schnitten bei PISA-2022-Mathematik z.B. signifikant schlechter ab als die Pendants im Schnitt der DE-16.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  ed840

“Neuseeland profitiert auch im Bildungswesen stark von der Einwanderung aus Drittstaaten.”
Haben die auch wie blöde gegen Migration gehetzt, dass nur noch “die Guten” kommen? 😛

ed840
14 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Nein, die sind ein Inselstaat und suchen sich Einwanderer nach bestimmten Kriterien aus.

https://www.immigration.govt.nz/visas/skilled-migrant-category-resident-visa/

Rainer Zufall
14 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Wunderbar, kein Wunder, dass Sie das Beispiel einbrachten.
Ich hol meine Schaufel 😛

ed840
13 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Sie haben noch immer nicht verstanden, warum ich gerade NZL als Beispiel gebracht habe?

Tipp: Eine Bildungswissenschaftler, auf den Sie anscheinend sehr große Stücke halten, stammt von dort.

447
12 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ne, die machen (wie Rahmen seiner Möglichkeiten sehr viele Staaten) ihre Grenzen schlicht dicht und werfen illegale Einwanderer raus, egal aus welchem Grund diese kamen.

Geographische Lage kommt natürlich dazu.

ed840
17 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Zu Schweden würden mir zum Beispiel Meldungen einfallen wie:

Skilled foreign workers are leaving Sweden in 2026

Sweden’s brain waste problem: how the social welfare state locks migrant professionals out of the workforce

Gelbe Tulpe
16 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Das ist wohl eher wirtschaftsliberale Propaganda.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Was sind Ihre Quellen?

ed840
14 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wozu wollen Sie das wissen?

Sie haben doch geschrieben, dass Sie von mir genannte Quellen , wie z.B. die Stellungnahme des Bundesrates zu den Kürzungen bei Integrationskursen, eh nicht lesen würden, wenn etwas drinstehen könnte, was Ihnen nicht gefallen könnte.

Rainer Zufall
14 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Interessant, wenn das stimmen sollte ^^
WENN Sie Quellen verlinken oder Seitenangaben machen, Sie wissen schon – normal – dann lese ich Ihre Quellen.
Wenn Sie meinen, ich solle ein Buch oder eine Internetseite nach Ihren Behauptungen – sofern die stimmen 😉 – abklopfen, dann haben Sie etwas bei der Quellen angabe missverstanden

ed840
13 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich hätte kein Problem damit, wenn Sie lieber glauben wollen, ich hätte die 58,2% nicht vom statistischen Bundesamt, sondern mir einfach nur ausgedacht,

mercurius
18 Tage zuvor

Psychisch stabile, resiliente und leistungsbereite junge Menschen mit guter Qualifikation und hoher Anpassungsfähigkeit werden im Ausland bestimmt gute Perspektiven und Möglichkeiten finden. Ob das allerdings für die 29 Prozent zutrifft, die selbst angeben, psychologische Unterstützung zu benötigen, da bin ich mir nicht so sicher: Eine eigene Existenz im Ausland aufzubauen ist mit Sicherheit etwas anderes als zwei Wochen Spanien- oder Schwedenurlaub, und mit der typisch deutschen Vollkasko-Mentalität den staatlichen Sozialsystemen gegenüber wird keiner im Ausland weit kommen, nehme ich mal an. Trotzdem bleibt das Fazit: Die jungen Leistungsträger planen offenbar, Deutschland (noch vermehrter) zu verlassen, weil sie sehen, dass es sich für sie einfach nicht mehr lohnt, hier Leistung zu erbringen. Nun, meinen Segen haben sie – wenn ich zwanzig oder noch besser dreißig Jahre jünger wäre, würde ich es wahrscheinlich genauso machen.

447
18 Tage zuvor
Antwortet  mercurius

Dieses.

Warum sollte ich diesen SuS (unehrlicherweise und zu deren Schaden) so einen Quatsch empfehlen wie den Berufs”beratungs”unsinn wie “Werde doch abhängig beschäftigter Krankenpfleger/Dachdecker/Gastro-Mitarbeiter, für nix verdienen und volle Steuerpflicht bei später null Rente.”

Salida
18 Tage zuvor

Wenn junge Menschen sich aktiv einbringen uns z.B. zu einer Demo gegen die Wehrpflicht gehen, werden ihnen direkt Repressalien wie Ordnungsgeld verpasst. Als ob es sonst immer für jedes Mal wenn ein Kind schwänzt ein Ordnungsgeld gäbe.

potschemutschka
18 Tage zuvor
Antwortet  Salida

… zur Demo kann man auch nach dem Unterricht oder am Wochenende gehen, wenn es einem wirklich wichtig ist!

Salida
16 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Leseverstehen 6, setzen.
Abgesehen von dem latenten Vorwurf, dass sie ja einfach nur die Schule schwänzen würden wird der Punkt meines Posts ignoriert: nämlich dass hier mit wesentlich härteren Mitteln vorgegangen wird, als gegen übliches Schwänzen.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Na da verköpert jemand aber mal richtig den Zeitgeist der DDR.
Das es die friedliche Revolution TROTZ solcher Gedankenwelten gab ist ein historisches Mirakel, dass Sie diesen Müll schreiben, sagt ALLES über die Worthülsen des damaligen Unrechtstaats aus.

Menschen aus der ehemaligen DDR könnten Vorbilder für Partizilation, Wokeness (ja, wirklich!), Protest und friedlichen Widerstand sein. Stattdessen beschönigen Sie den damaligen Unrechtstaat und kehren die Opfer der ukrainischen Zivilgesellschaft durch Putins gezielte Angriffe, beschweren sich aber lautstark, wenn zur falschen Zeit demonstriert wird. Traurig und für eine Lehrrkäfte erbärmlich

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  Salida

Zumal, dass früheres, unangemessenes Verhalten der Politik/ Polizei/ Gesellschaft nun als rechtens verkauft wird, anstatt Besseres zu erwarten 🙁

dickebank
17 Tage zuvor

Ist eben auch eine dämliche Strategie sich gegen die Boomer zu stellen. Da ist man von vornherein zahlenmäßig in hohem Maße unterlegen.
In einer Demokratie nicht mit der Mehrheit der Bevölkerung gemeinsam zu agieren, ist kontraproduktiv und führt eben zu Verdrängung an den Rand. Und das demographieproblem als einzige Ursache für die Entwicklung der gesetzlichen rente verantwortlich zu machen, ist gelinde gesagt zu eindimensional. Aber es passt der Finanzwirtschaft halt wunderbar ins Konzept. Im Grunde soll der Staat nur die Grundsicherung im Alter garantieren, die viele erhalten, denen es unmöglich ist während ihres Beruflebens Rücklagen zu erwirtschaften. Alle anderen sollen die Möglichkeit inklusive staatlicher Bezuschussung haben, in kapitalmarktgedeckte Finanzinstrumente zur privaten Altersvorsorge zu investieren.
Somit haben geneigte Kreise es leicht, die Lösung des problems als alternativlos zu deklarieren, obwohl es auch sinkender Zahl Erwerbstätiger und steigender Zahl von Rentenempfängern möglich wäre, die staatliche Rente zu finanzieren.

Der entscheidende punkt dabei ist, dass die versicherungsfremden Leistungen der GRV weiterhin über Steuermittel finanziert werden müssten. Und folglich der Zuschuss an die GRV auch zukünftig nicht nennenswert sinken wird. Sinken wird also lediglich der Anteil der Mittel, die sich aus sozialversicherungspflichtiger Arbeit ergeben. Somit wird der Zuschuss aus Steuermitteln sogar noch relativ steigen, da ja weniger Beitragszahler das System tragen.

Wäre also nicht verkehrt, die Jüngeren würden begreifen, wer sie da vor seinen Karren spannt.