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“Digitaler Schnuller”: Der Bildschirm gehört schon für Kleinkinder zum Alltag – Prien will bessere Aufklärung für Eltern

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BERLIN. Bundesbildungsministerin Karin Prien fordert, Kinderärzte sollen Eltern unmittelbar nach der Geburt über die Risiken digitaler Geräte aufklären. Hintergrund ist eine wachsende Datenlage, die zeigt, wie früh Kinder mit Smartphones und Tablets in Kontakt kommen – und welche Folgen das haben kann. Studien aus Deutschland und Österreich sowie internationale Forschung zeichnen ein konsistentes Bild zunehmender Nutzung bei gleichzeitig steigenden Risiken für die Entwicklung.

Gute Nacht! (Symbolbild.) Illustration: News4teachers

Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) will die Debatte über den Umgang von Kindern mit digitalen Medien deutlich vorverlagern. „Ich würde schon in der Kinderarztpraxis unmittelbar nach der Geburt beginnen“, sagt sie im Podcast Table.Today. Es müsse „sehr viel deutlicher darauf hingewiesen werden, dass zum Beispiel bis zum Alter von drei Jahren etwa Handys oder iPads gar nichts zu suchen haben, weder im Kinderwagen noch im Kinderzimmer“. Heißt: Aufklärung muss früher einsetzen, lange bevor Kinder eigene Accounts nutzen. „Aber das wird ein gesamtgesellschaftliches Projekt werden und auch eine gesamtgesellschaftliche Strategie erfordern“, sagt sie.

Die Datenlage gibt das durchaus her. Die miniKIM-Studie 2023, eine der zentralen Untersuchungen zum Medienumgang von Zwei- bis Fünfjährigen in Deutschland, zeigt, wie stark digitale Geräte bereits in den Alltag von Kleinkindern integriert sind. Jedes fünfte Kind in dieser Altersgruppe verfügt demnach über ein eigenes Tablet, bei den Vier- bis Fünfjährigen sind es bereits 28 Prozent. Zudem hat jedes zehnte Kind zwischen zwei und fünf Jahren ein eigenes Smartphone.

Noch deutlicher wird die Entwicklung bei der Nutzung: 23 Prozent der Zwei- bis Fünfjährigen verwenden täglich mindestens ein internetfähiges Gerät. Bezieht man Streaming-Angebote, Apps oder Spiele ein, steigt der Anteil der täglichen Nutzung auf 44 Prozent. Medien sind damit, wie es in der Studie heißt, „fester Bestandteil ihres Alltags“.

Die Studie verweist zugleich auf die strukturellen Bedingungen dieser Entwicklung. 81 Prozent der Familien verfügen über ein Streaming-Abonnement, und digitale Angebote sind in vielen Haushalten jederzeit verfügbar. Kinder wachsen in einer Umgebung auf, in der digitale Medien selbstverständlich präsent sind – und entsprechend früh genutzt werden.

„Je jünger die Kinder sind, desto schwerwiegender können die Folgen häufigen Medienkonsums sein“

Diese frühe Nutzung ist kein rein deutsches Phänomen. Eine österreichische Untersuchung des Instituts für empirische Sozialforschung (IFES), die sich mit den Allerjüngsten beschäftigt, zeigte bereits 2020, wie weit der Erstkontakt mit digitalen Geräten bereits nach vorne gerückt war. Demnach kamen Kinder im Durchschnitt mit etwa zwölf Monaten erstmals mit digitalen Medien in Berührung. 72 Prozent der Kinder unter sechs Jahren nutzten internetfähige Geräte zumindest gelegentlich selbst.

Die Nutzung erfolgt dabei nicht nur sporadisch. Ein Drittel der Kinder beschäftigte sich täglich mit solchen Geräten, weitere 46 Prozent mehrmals pro Woche. Im Vergleich zu früheren Erhebungen hatte sich die Nutzungshäufigkeit damit deutlich erhöht. Parallel dazu hatte sich auch die Geräteausstattung in den Haushalten ausgeweitet: Vier bis fünf internetfähige Geräte waren inzwischen die Regel. Die Zahlen dürften seitdem eher noch gestiegen sein.

Auffällig ist, dass sich diese Entwicklung nicht allein aus kindlichen Bedürfnissen speist, sondern eng mit dem Verhalten der Erwachsenen verknüpft ist. Die Studie betont die Vorbildfunktion der Eltern und beschreibt digitale Geräte zugleich als potenziellen „digitalen Schnuller“, der im Alltag zur Beruhigung oder Beschäftigung eingesetzt wird.

Kinderärztliche Einschätzungen und internationale Studien verweisen seit einigen Jahren zunehmend auf Zusammenhänge zwischen früher Bildschirmnutzung und kindlichen Entwicklungsverläufen. Dabei rückt insbesondere das erste Lebensjahr in den Fokus – eine Phase, in der grundlegende kognitive, sprachliche und soziale Kompetenzen entstehen.

Eine große japanische Langzeitstudie, auf die das Fachportal „Kinderärzte im Netz“ Bezug nimmt, legt nahe, dass die Dauer der Bildschirmzeit in diesem frühen Alter mit späteren Entwicklungsverzögerungen zusammenhängt. Entscheidend ist dabei nicht nur das „Ob“, sondern die Intensität der Nutzung. Die Studie beschreibt einen Zusammenhang zwischen der Länge der täglichen Bildschirmzeit im Alter von einem Jahr und messbaren Auffälligkeiten im Alter von zwei Jahren. Betroffen sind mehrere zentrale Entwicklungsbereiche: die Kommunikationsfähigkeit, die Feinmotorik, die Problemlösungsfähigkeit sowie soziale Kompetenzen.

Auch im weiteren Entwicklungsverlauf bleiben Effekte sichtbar, wenn auch abgeschwächt und differenzierter. Im Alter von vier Jahren zeigen sich laut der Untersuchung weiterhin Zusammenhänge insbesondere in den Bereichen Kommunikation und Problemlösung. Andere Bereiche, etwa die Motorik, treten demgegenüber in den Hintergrund. Die Ergebnisse deuten damit auf mögliche langfristige Effekte früher Mediennutzung hin, ohne jedoch einfache Ursache-Wirkungs-Zuschreibungen zu erlauben.

Eingeordnet werden diese Befunde unter anderem von dem Kinder- und Jugendmediziner Dr. med. Werner Sauseng, der an österreichischen Empfehlungen zur Regulierung von Bildschirmzeiten im Kindes- und Jugendalter beteiligt war. Er betont den entwicklungspsychologischen Kontext, in dem diese Ergebnisse zu verstehen sind: „Je jünger die Kinder sind, desto schwerwiegender können die Folgen häufigen Medienkonsums sein. Denn kleine Kinder machen wichtige Entwicklungsschritte durch und benötigen das Wechselspiel mit ihren Bezugspersonen.“

Im Zentrum steht dabei weniger das einzelne Medium als die Frage nach Interaktion. Säuglinge und Kleinkinder sind auf unmittelbare, fein abgestimmte Reaktionen ihrer Bezugspersonen angewiesen. Blickkontakt, sprachliche Zuwendung und wiederholte Interaktionen bilden die Grundlage für Bindung, Sprachentwicklung und soziale Orientierung. Digitale Geräte können diese Prozesse nicht ersetzen – und sie können sie unterbrechen.

Darauf verweisen auch weitere Beobachtungen aus der kinderärztlichen Praxis: Wenn Eltern im Beisein ihrer Kinder häufig durch Smartphones oder Tablets abgelenkt sind, reagieren sie verzögert oder weniger sensibel auf Signale des Kindes. Aufmerksamkeitsangebote bleiben unbeantwortet, Interaktionen verkürzen sich. In der Folge können sich – so die Hinweise aus ersten Studien – Verhaltensauffälligkeiten sowie Schlaf- und Essstörungen häufen.

Hinzu kommt ein indirekter Effekt, der in der Forschung zunehmend berücksichtigt wird: die Vorbildfunktion der Eltern. Kinder lernen durch Beobachtung. Wenn digitale Geräte im Alltag permanent präsent sind, werden sie früh als selbstverständlicher Bestandteil sozialer Situationen wahrgenommen – auch dort, wo eigentlich Interaktion im Vordergrund stehen müsste.

„Ich glaube, wir brauchen da so eine Art Kodex, den auch Eltern für sich annehmen müssen“

Vor diesem Hintergrund erhält die Frage nach früher Aufklärung ein anderes Gewicht. Es geht nicht allein um Nutzungszeiten oder Inhalte, sondern um grundlegende Bedingungen kindlicher Entwicklung – und um die Rolle der Erwachsenen in dieser frühen Phase.

Diese Befunde verstärken die Argumentation, die Prien politisch formuliert. Wenn Risiken bereits im ersten Lebensjahr entstehen, greifen Maßnahmen wie Altersgrenzen für soziale Medien zwangsläufig zu spät. Die eigentliche Prävention müsste früher beginnen – im familiären Alltag und in der frühen Beratung.

Prien selbst verbindet diese Perspektive mit einem Appell an die Eltern. Kinder lernten „durch Zuschauen und Zuhören“, sagt sie. Daraus folge eine besondere Verantwortung der Erwachsenen. „Deshalb wird es auch Disziplin der Eltern erfordern. Ich glaube, wir brauchen da so eine Art Kodex, den auch Eltern für sich annehmen müssen.“ News4teachers / mit Material der dpa

Hier geht es zu allen Beiträgen des News4teachers-Themenmonats “Frühe Bildung”. 

Immer mehr Kinder mit Sprachdefiziten (und anderen Auffälligkeiten) vor der Einschulung – vor allem Jungen betroffen

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Katze
8 Tage zuvor

Bundesbildungsministerin Karin Prien warnt vor dem „digitalen Schnuller“ für Kleinkinder und erklärt: „Kinder lernten durch Zuschauen und Zuhören.“ Ein Satz von einer Politik, die seit Jahren dafür sorgt, dass Kinder in der Schule kaum noch zuhören können. Denn auch die Schule hat sie längst mit digitalen Reizen zugeschüttet: Tablets, Smartboards, Lernplattformen, Gamification‑Tools, Belohnungs‑Apps, Lernspiele. Ein Dauerfeuerwerk aus Animationen, Klicks und Level‑Up‑Effekten, das jede natürliche Aufmerksamkeit pulverisiert.
Kein Wunder, wenn Schüler nach der Pause an der Daddel, direkt aus der TikTok‑Dopaminwalze kommend, einen Fachtext im Lehrbuch lesen sollen und nach drei Sätzen Schluss ist, weil das Gehirn auf Reizwechsel im Sekundentakt trainiert wurde. Und wenn der Lehrer versucht, echten Unterricht zu machen – mit Sprache, Text, Denken –, dann ist er der Blödmann, weil er nicht so unterhaltsam ist wie das nächste Lernspiel. Die Digitalisierung hat nicht modernisiert, sondern fragmentiert. Sie hat aus Lernenden Konsumenten gemacht, die erwarten, dass Wissen in Häppchen serviert wird, am besten mit Animation und Soundeffekt. Und das beginnt schon bei den jungen Lehrkräften und Referendaren: Hier gehört es inzwischen zum guten Ton, jede Unterrichtsstunde mit einem digitalen Spielchen zu eröffnen. Einmal schnell „scrabbeln“, „kohooten“, „quizzen“ – Hauptsache, es blinkt und alle klicken. Ob der Lehrplan dann hinten raus nicht mehr zu schaffen ist? Egal – ist eh schon ein Leerplan in immer einfacherer Sprache. Hauptsache, der Einstieg ist „aktivierend“. Dass man damit Schülern beibringt, dass Unterricht nur dann wertvoll ist, wenn er wie ein Handyspiel funktioniert, scheint niemanden zu stören.
Und das geht bis ins Abitur: In MINT‑Prüfungen gibt es inzwischen digitale Lösungskärtchen, mit denen man sich bei praktischen Aufgaben auf dem Tablet Teillösungen „freischalten“ kann – wenn auch gegen minimalen Punktabzug. Ein pädagogisches In‑App‑Purchase‑Modell, nur ohne Kreditkarte. Da fragt man sich wirklich, wann im schriftlichen und mündlichen Abi endlich Microsoft Copilot zugelassen wird. Vielleicht als „Assistenztool zur individuellen Kompetenzentfaltung“. Oder gleich als Prüfungsersatz.
Währenddessen predigt Prien den Eltern Disziplin und fordert einen Kodex. Dabei wäre auch ein Kodex für die Bildungspolitik überfällig: weniger digitale Pampers, weniger digitale Schnuller bis ins Abitur, weniger EdTech‑Heilsversprechen. Wenn Prien wirklich will, dass Kinder „zuschauen und zuhören“, dann sollte sie zuerst dafür sorgen, dass Schulen wieder Orte werden, an denen das überhaupt möglich ist – ohne Dauerblinken, Dauerwischen, Dauerablenkung. Ein Analogpakt wäre längst fällig, bevor die letzte Fähigkeit verloren geht, die Bildung überhaupt erst möglich macht: sich länger als eine Minute auf etwas zu konzentrieren und sowohl anspruchsvolle Fachtexte (etwa in MINT‑Fächern) als auch Literatur und Klassiker im bildungssprachlichen Kontext wieder lesen und verstehen zu können.

Fräulein Rottenmeier
8 Tage zuvor
Antwortet  Katze

Ach, es ist doch schon zu spät…..der Geist ist aus der Flasche……
Wir versuchen auf den Elternabenden die Eltern von dem Programm „Erst smart dann Phone“ zu einem freiwilligen Verzicht auf ein Smartphone in der Grundschulzeit für ihre Kinder zu bewegen. Dies bestätigen Eltern dann durch ihre Unterschrift. Sie können gerne mal raten, wie viele Eltern wir in den einzelnen Klassenpflegschaften dazu bewegen konnten…..
Ich höre mir in jedem Morgenkreis Geschichten von Kindern an, die den letzten Nachmittag mit zocken verbracht haben. Wenn ich dann bemerke, dass ich das nicht cool finde und frage, warum das Kind bei dem schönen Wetter nicht mal raus gegangen ist, kann ich mir von anderen Kindern anhören, dass mich das mal gar nichts anginge…..Wenn ich dann (und das tue ich dann auch) die dazugehörigen Eltern anspreche, bekomme ich je nach dem ein verschämtes Lächeln, ein empörtes Gesicht oder Ausreden präsentiert….
Auf der letzten Klassenfeier der Viertis haben sich drei Jungs mit einem Elternhandy zurückgezogen und haben erstmal einen Porno geguckt….

Auf jeden Elternberatungstag wird das Thema Medienkonsum angesprochen…..bringt aber eh nix…..

Ehrlich, es dauert nicht mehr lang, bald werde ich den Eltern einfach sagen „wir haben vier (fünf) Jahre mit Ihrem Kind, Sie haben lebenslänglich…..“

Rainer Zufall
8 Tage zuvor
Antwortet  Katze

“Ein Satz von einer Politik, die seit Jahren dafür sorgt, dass Kinder in der Schule kaum noch zuhören können.”
Ich glaube, Sie überschätzen da die Wirkung des Einsatzes neuer Medien (im Unterricht!) bzw. unterschätzen deutlich die folgen des Smartphone-Konsums im Kleinkindalter.

“Hier gehört es inzwischen zum guten Ton, jede Unterrichtsstunde mit einem digitalen Spielchen zu eröffnen. Einmal schnell „scrabbeln“, „kohooten“, „quizzen“ – Hauptsache, es blinkt und alle klicken.”
Ich mache gerne mal ein Kahoot als Quiz zur Selbsteinschätzung, ob die SuS in Thema fit sind. Aber jede (!) Stunde? Es muss nicht, keine Frage, aber überziehen Sie da nicht ein wenig?

laromir
8 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Leider nicht. Bei uns gibt es LuL, die haben fast in jeder Stunde die iPads dabei, zeigen ständig Filmchen oder lassen die Großen ans Handy. Gibt es tatsächlich.

TheTeacher
7 Tage zuvor
Antwortet  laromir

Ich kann die Kritik an übermäßiger oder schlecht gemachter Digitalisierung im Unterricht durchaus nachvollziehen, aber die Darstellung hier ist mir deutlich zu einseitig.

Ich arbeite selbst viel (eigentlich fast ausschließlich) mit dem iPad und erlebe im Alltag eher das Gegenteil: Wenn man es sinnvoll einsetzt, wird Unterricht oft klarer und strukturierter.

Ein paar Beispiele aus meinem Unterricht:
– Visualisierung: Hochwertige Bilder, Karten oder kurze Simulationen sind sofort verfügbar. Das ist oft einfach verständlicher als eine schnelle Skizze an der Tafel.
– Geographie / aktuelle Themen: Wenn wir über etwas Aktuelles sprechen (zum Beispiel Iran), habe ich innerhalb von Sekunden eine Karte, kann zoomen oder vergleichen. Das ist deutlich anschaulicher als Atlas oder Wandkarte.
– Struktur & Organisation: Stundenabläufe oder Arbeitsphasen lassen sich klar darstellen. Gerade schwächere Schüler profitieren davon, das merke ich tatsächlich immer wieder.
– Material & Sicherung: Arbeitsblätter und Ergebnisse sind sauber vorbereitet, lesbar und später wieder verfügbar. Das hilft enorm bei Wiederholungen.
– Flexibilität: Wenn ich merke, ein Grammatikthema sitzt noch nicht, lasse ich mir schnell zusätzliche Aufgaben über KI erstellen. Das hilft direkt im Moment. Gleichzeitig sehen die Schüler, wie man solche Tools sinnvoll nutzt statt nur zu konsumieren.
– Zeitgewinn: Weniger Anschriebe heißt mehr Zeit für Erklärung und Übung. Gleichzeitig ist die Tafel frei für Schülerergebnisse.
– Transparenz: Die Schüler sehen eigentlich immer, wo wir gerade stehen, was wir machen und was von ihnen verlangt wird (Symbole).

Und trotzdem: Die Tafel verschwindet ja nicht. Im Gegenteil, ich nutze sie ganz bewusst dort, wo sie ihre Stärke hat, zum Beispiel beim gemeinsamen Entwickeln von Gedanken, beim langsamen Erarbeiten oder beim Sammeln und Strukturieren von Schülerbeiträgen.

Das eigentliche Problem ist aus meiner Sicht nicht das iPad im Unterricht, sondern die oft unkontrollierte Nutzung digitaler Medien im privaten Alltag, gerade bei jüngeren Kindern. Das zeigen ja auch die Studien im Artikel.
Schule kann hier sogar eine Gegenrolle einnehmen. Nicht indem wir alles Digitale verbannen, das halte ich ehrlich gesagt für unrealistisch, sondern indem wir zeigen, wie man damit sinnvoll arbeitet, strukturiert, zielgerichtet und nicht nur zur Unterhaltung. Denn genau das lernen viele Kinder eben nicht von allein. Dort dominieren eher Instagram, TikTok usw.

Ein kompletter Rückzug ins Analoge würde das Problem aus meiner Sicht nicht lösen, sondern eher verschärfen. Entscheidend ist am Ende die Art der Nutzung, nicht das Medium an sich.

Und ja: Handschrift, eigenes Denken, längeres Lesen müssen bewusst erhalten bleiben. Aber das schließt den sinnvollen Einsatz digitaler Werkzeuge nicht aus. Im Gegenteil, es ergänzt sich.

Die Realität ist: Digitale Medien werden nicht verschwinden. Die Aufgabe von Schule ist deshalb nicht, sie zu ignorieren, sondern den richtigen Umgang damit vorzuleben.

Fräulein Rottenmeier
7 Tage zuvor
Antwortet  TheTeacher

Danke, sehr schöner Beitrag!

laromir
7 Tage zuvor
Antwortet  TheTeacher

Ich meine nicht, dass die LuL das iPad nutzen. Ich habe mein Material digital dabei und kann schnell was zeigen, Zeit einblenden etc. Es ging mir darum, dass die LuL den SuS fast jede Stunde die iPads in die Hand drücken und die machen dann “irgendwas mit Medien”. Oft Belohnungssystem, oft halt nicht (man kann ja lieber online zocken) oder dümmsten Falls werden andere fotografiert und Mist gebaut. Das verstehe ich nicht unter Prävention und sinnvoller Digitalisierung. Das läuft bei uns leider so ab. Selbst in der Sek ll arbeiten viele nicht vernünftig mit den Geräten, sondern machen alles außer Unterricht und selbst mal denken.

TheTeacher
7 Tage zuvor
Antwortet  laromir

Danke für die Klarstellung, dann habe ich deinen Punkt vorher falsch eingeordnet. Das war mein Fehler.

Bei so einer Nutzung gehe ich absolut mit: Das hat dann wenig mit sinnvoller Digitalisierung zu tun.

Rainer Zufall
7 Tage zuvor
Antwortet  TheTeacher

Klingt toll!

“Arbeitsblätter und Ergebnisse sind sauber vorbereitet, lesbar und später wieder verfügbar.”
Das klingt spannend, wie organisieren Sie das? Haben Ihre Kinder Schüler*innen- iPads oder wie greifen die später darauf zurück?
(Leider teilen sich meine Schüler*innen die iPads mit vier anderen Klassen, aber das bessert sich hoffentlich noch langfristig.)

447
7 Tage zuvor
Antwortet  laromir

Und dafür gibt es konkrete Gründe.
Sehr viele dieser Gründe sind sowohl für Lehrer als auch Schüler sehr, sehr vorteilhaft.

Gut, für einen gewissen “unsichtbaren Gast” ist das alles sehr schlecht – aber da wollen wir jetzt mal lieber nicht drüber sprechen, ist doch sonst auch egal bis verhasst.

Rainer Zufall
7 Tage zuvor
Antwortet  447

Was meinen Sie?
Verschwörungstheorie?

447
5 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Der “unsichtbare Gast” ist manchmal fast greifbar.
Jedes mal wenn eine sorgsam über Jahrzehnte kuratierte Arbeitsblattsammlung voller fachlicher anspruchsvoller, guter Aufgaben (langweilig, effektiv, unbeliebt, fühli-fühli-los) zur Pensionierung im Altpapier landet – dann riechen Sie den ganz sanft im Aktenstaub.
Jedes mal wenn nachts, im ganz leeren Gebäude, der Hausmeister kopfschüttelnd denkt: “Habe ich da gerade Kreide auf Tafel gehört ? Statt klick-bunt-tröt-Quietsch von Tablets? Ne, kann ja garnicht.”.

Dieser etwas unheimliche Gast ist “Wissen” (statt Kompetenz) und “Bildung” (statt Fühli-fühli).

Da dieser Geist allerdings etwas unheimlich und in jedem Fall nicht bequem und kompetenzorientiert ist, können alle Geisterjäger sich beruhigt zurücklehnen: Vorerst ist der Ungeist gebannt und wird do schnell nicht zurückkehren.

Katze
5 Tage zuvor
Antwortet  447

Ja… genau so, würden böse Geisterversteher munkeln.
Im Land der Bildungsversenker und Notenverschenker wird seit Jahren alles immer dichter mit Wellbeing und Gamifizierung überpinselt, als ließe sich damit ein bröselndes Fundament retten. Bildung steht daneben wie ein alter Motor, der noch laufen würde — wenn Schland 2035 nicht längst aufs pädagogische Lastenrad umgestiegen wäre.
Und dann der Hausmeister alter Schule, der jetzt „Facility‑Manager“ heißen soll.
Der hält seinen Besen fest wie einen letzten Rest Realität und schaut auf das neue Schild, als wolle er sagen:
„Nennt’s wie ihr wollt — kehren muss ich trotzdem.“
Und wir tröten brav im Schwarm, Drohnen im Gleichklang, weil man ja mitsurren muss, wenn man im System nicht auffallen will.
Da kannste machen nix — willste bleiben gesund.
Und genau da sticht’s bei mir immer schmerzhafter:
Man spürt, wie das alte Wissen‑und‑Können‑Gerüst leise verschwindet, während die neue Oberflächlichkeit fröhlich blinkt.
Man gedenkt dem Potential, das unser Land verschenkt — oder versenkt.
„Verdammt… das war mal Bildung.“
„Verdammt… das war mal ein Motor. Jetzt ist es ein Moodboard.“

447
5 Tage zuvor
Antwortet  Katze

Was versinkt kann einst als kichernder Seebold wieder auferstehen und so die Kabinenbewohner plagen – besonders wenn es kräftig stürmt, kann so ein Carbonkahn voller Handynavigatoren mit Nord-Südschwäche und Online-Käptn-Iglu-Patent auch mal untergehen.

Dann schlägts zur Geisterstunde. 🙂

Katze
4 Tage zuvor
Antwortet  447

So wird’s werden.

Kalila
8 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Genau das ist doch das Problem! Wir haben als Lehrer doch nur eine einzige Aufgabe: Die Kinder/Jugendlichen allein damit zu konfrontieren, womit sie sich in ihrer Freizeit in der Regel nicht freiwillig beschäftigen würden. Dies gelingt nur über BEZIEHUNG, Diskurs, Begegnung, nicht indem man gemeinsam, statt einsam auf einen Bildschirm starrt und sonst nichts passiert.
Nein, hier überzieht niemand… Jeder denkt, er mache mal eben irgendwas kurz digital… Sie unterschätzen die aktuellen, realen Zustände.

Rainer Zufall
7 Tage zuvor
Antwortet  Kalila

Ich finde diese Zustände an meiner Schule nicht (annährend in dem von Ihnen beschriebenen Maße) vor.

Aber wenn tägliche, aus Ihrer Sicht unpassende, Kahoots Sie stören, wollen Sie das nicht mal – ganz unverbindlich – in Ihrem Kollegium ansprechen?
Dürfte ergiebiger sein als ein anonymes Internetforum….
Oder sprach sich das Kollegium geschlossen für tägliche Kahoots aus? 😉

Hans Malz
5 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

“Ich finde diese Zustände an meiner Schule nicht (annährend in dem von Ihnen beschriebenen Maße) vor.” – Na das ist dann doch wohl völlig unwissenschaftliche anekdotische Evidenz.

H. F.
8 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

// Es muss nicht, keine Frage, aber überziehen Sie da nicht ein wenig? //

Keinesfalls! Das ist die Form von “Unterricht”, die die Kinder in unserem Freundes- und Kollegenkreis reihenweise durch Junglehrer erleben.

Ehrlich? Die meisten Neulehrer haben einen eigenen Unterricht ohne Smartboard und Fremdmaterial doch gar nicht mehr auf dem Kasten. Ein Tafelbild gemeinsam mit den Schülern im Unterrichtsgespräch entwickeln? Am Ende noch ins Heft übertragen und eine Übungsaufgabe dazu machen? Merksätze einkästeln? HAHAHA. Das ist alles so 90er.

Lera
7 Tage zuvor
Antwortet  H. F.

Um Gottes Willen, wir sollen doch keinen Unterricht machen!

Der Vorteil vom SOL ist ja, wie ich lernen durfte, dass es keinen Unterricht gibt. Der belastet doch auch nur.

Als Lerncoach 30 Kindern aus verschiedenen Jahrgängen in verschiedenen Räumen dabei zuzusehen, wie sie sich extensiv aussuchen, wo und mit wem sie nichts lernen, ist jetzt das Ding.

Katze
7 Tage zuvor
Antwortet  Lera

“Als Lerncoach 30 Kindern aus verschiedenen Jahrgängen in verschiedenen Räumen dabei zuzusehen, wie sie sich extensiv aussuchen, wo und mit wem sie nichts lernen, ist jetzt das Ding.”

Das isn Ding. Wäre ich Junglehrkraft Dörte Knölling‑Dingeldei, geborene Daddelmeier-Flachwasser, würde ich das selbstverständlich genauso sehen. Pure pädagogische Exzellenz! Wirklich ein Konzept zum Niederknien.

Rainer Zufall
7 Tage zuvor
Antwortet  Katze

Theoretisch unterlegt und mit echten Erfolgen bekräftigt.
https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:section:1a3f334b91f730b7/

Schade, dass Sie nicht mehr Junglehrkraft sind, dann könnte es Sie interessieren 😀

Rüdiger Vehrenkamp
6 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Die Alemannschule ist aber auch immer das einzige, deutschlandweite Beispiel, das hier gebracht wird. An 99% der anderen Schulen funktioniert es eben nicht, zumal in Wutöschingen Schüler ausgesiebt werden, die mit dem Konzept nicht zurechtkommen. Das sagt so offen nur keiner.

Rainer Zufall
5 Tage zuvor

“Das sagt so offen nur keiner.”
Entspringt also nur Ihrer Phantasie

Rüdiger Vehrenkamp
5 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Etwas tiefergehende Recherche reicht.

HarneEinrichson
6 Tage zuvor
Antwortet  Katze

Das sind nämlich auch genau die Stunden, die im Referendariat erwartet werden – da will niemand eine Buchstunde sehen

Rainer Zufall
7 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Dreißig Kinder auf mehrere Räume mit Lehkräften aufzuteilen, klingt für Sie schlecht?
Sie können sich gerne mal zur Allemannenschule informieren 😉 , aber eventuell sollten Sie sich nach einer anderen Schule orientieren, wenn Sie mit denen an Sie gestellten Anforderungen unglücklich sind…

Alex
6 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Nicht Lehrkräfte (Mehrzahl), sondern nur Lehrkraft (Einzahl), die von Raum zu Raum tingelt.

Rainer Zufall
5 Tage zuvor
Antwortet  Alex

Ich kenne keine Schule, wo eine einzelne Lehrkraft von Raum zu Raum tingelt (wo sind die Kolleg*innen in dieser Zeit?).
Lera scheint da mehr eine private Vorstellung im Kopf zu pflegen, aber vielleicht kommen da ja noch Quellen oder Belege anstelle von Vorurteilen und Strohmännern 😉

DerechteNorden
5 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wenn eine Lernbegleitung für – sagen wir – 20 S*S, die sich im gesamten Gebäude verteilen können, zuständig ist, dann tingelt diese sehr wohl von Raum zu Raum.

dickebank
5 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ist doch eine gute Möglichkeit zu einem Treffen mit Kolleg*innen. Und für die SuS ist es auch ganz nett sich außerhalb der Pausenzeiten mit SuS anderer Klassen und Jahrgänge auszutauschen. Bei einer sechszügigen GE sind da so über 1.000 SuS unterwegs, die sich auf das Gebäude verteilen. Ja da kommt Freude auf:)

447
4 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Die Quelle ist ER, der hochheilig gesalbte Herr Ruppaner selbst:
Schüler die damit nicht “zurechtkommen”, werden entsprechend “beraten”, die Schule “zu wechseln”.

Auf gut deutsch: Werden GEKICKT.
Nennt man nur nicht so – schon passt es wieder. 😀

“Hussa!” und hoch die Gläser, großer Pädagogensieg im Westen! (Norden? Süden? Egal, selber erarbeiten!)

Mit der 20 Mann starken Gigaoberstufe rockts dann richtig…das ist dann faktisch im Vergleich zum Kolleg ‘ne 2 zu 1-Betreuung oder sowas…

Rainer Zufall
7 Tage zuvor
Antwortet  H. F.

“Keinesfalls! Das ist die Form von “Unterricht”, die die Kinder in unserem Freundes- und Kollegenkreis reihenweise durch Junglehrer erleben.”
Und Ihre definitiv echten Freunde und Kolleg*innen beschwerten sich – es geht ja um echte Kinder.

Was antwortete die Schule bzw. beschweren sich Ihre Bekannten bereits beim Schulamt?

TheTeacher
6 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Da haben Sie mich missverstanden. Meine Schüler haben nur selten ein eigenes I-Pad, da diese oft nicht verfügbar sind. Die Kinder nur selten selbst mit einem Eigenen IPad.

Ich nutze das Digitale eher lehrerzentriert über den Bildschirm/TV, aber trotzdem mit klarem Mehrwert für den Unterricht. Ein paar Beispiele, die bei mir gut funktionieren:

Vor der Bearbeitung (Verstehen sichern):
Ich zeige Arbeitsblätter vorab am TV und markiere wichtige Stellen (Operatoren, Aufgabenstruktur, typische Stolperfallen). Schwierige Aufgaben gehe ich gemeinsam Schritt für Schritt durch („Was ist hier eigentlich gefragt?“). Bei Texten: gemeinsames Lesen + Hervorheben von Schlüsselstellen am Bildschirm.

Während der Arbeit (Fokus halten):
Ich lasse Zwischenschritte sichtbar am TV stehen (z. B. Satzanfänge, Strukturhilfen). Timer sichtbar laufen lassen → hilft enorm bei Arbeitsruhe und Orientierung. Kurze „Stopps“: „Alle kurz schauen – das ist ein häufiger Fehler.“

Ergebnissicherung:
Ich projiziere eine Musterlösung, die wir gemeinsam entwickeln und verbessern (nicht einfach nur anzeigen). Schülerlösungen werden abfotografiert und anonymisiert gezeigt → gemeinsam besprechen („Was ist hier gut? Was fehlt?“). Ich arbeite mit farblicher Strukturierung am TV. Am Ende steht ein strukturiertes Tafel-/TV-Bild, das die Schüler abschreiben können.

Zusätzliche Ideen, die sich bewährt haben:
Vergleich zweier Lösungen: „Welche ist besser – und warum?“. Fehlerlösung zeigen und bewusst analysieren. Lückentext am Ende gemeinsam vervollständigen → zwingt zur aktiven Sicherung

Ich habe alle Arbeitsblätter, Schülerergebnisse (wenn mit Bild vorhanden) und Unterrichtsstunden auf meine IPad. Da kann ich also iimmer noch einmal zurückgreifen.

Für mich ist der Vorteil:
Ich nutze die digitalen Möglichkeiten zur Visualisierung und Klarheit, aber die Schüler bleiben aktiv im Denken, statt nur zu klicken.
Ich glaube, genau da liegt die sinnvolle Balance:
Digital hilft beim Verstehen und Strukturieren, die eigentliche Arbeit bleibt aber bewusst analog und kognitiv fordernd.

Rainer Zufall
5 Tage zuvor
Antwortet  TheTeacher

“Da haben Sie mich missverstanden. Meine Schüler haben nur selten ein eigenes I-Pad, da diese oft nicht verfügbar sind.”
Aha… Haben Sie sich versehentlich falsch eingeloggt oder warten wir noch gemeinsam auf die Antwort von H.F.?

In der Zwischenzeit: Wo habe ich SIE missverstanden? 🙂

mama51
8 Tage zuvor
Antwortet  Katze

Danke, liebe Katze,

Ihre Beiträge sind immer wieder aufs Neue interessant und zielführend. Das führt dazu, dass ich mir manch eigenen Kommentar verkneife. Denn dann fiele ich in die Gruppe derer, wo schon “alles gesagt wurde, nur noch nicht von jedem!

Rainer Zufall
8 Tage zuvor

Es ist das Dümmeln des 21. Jahrhunderts. Bitte ja zur Aufklärung und gerne viel davon!
Aber mit Blick auf frühere Altersbeschränkungen und heutige Milliardenkonzerne würde ich es nicht (mal wieder) bei der “Eigenverantwortung” belassen…

Rüdiger Vehrenkamp
8 Tage zuvor

Aus der Mediennummer ist es schwer wieder rauszukommen. In den Familien, die wir betreuen, betreiben wir sehr viel Aufklärung in Bezug auf Medienkonsum. Nicht selten hören wir von den Eltern Aussagen wie: “Nein, wenn ich ihm das Tablet wegnehme, habe ich selbst keine Ruhe mehr” oder “Sie dreht durch ohne ihr Handy”. Und damit ist alles gesagt, zumal die Eltern selbst oft stundenlang am Smartphone und in den sozialen Medien hängen.In den 80ern/90ern waren Fernseher und Computer die Medien, die entsprechend kritisiert wurden. Zurecht. Sie hatten nur den einen großen Unterschied, dass man sie nicht 24/7 in der Hosentasche mit dabei hatte.

In jungen Jahren ist das Handy natürlich eine bequeme Methode, das Kind zu beschäftigen und im besten Falle ruhig zu stellen. Später werden das oft jene Kinder, bei denen Auffälligkeiten wie ADS, ADHS und/oder LRS attestiert werden, auf die dann bitte Rücksicht genommen werden und seitens der Schule am besten therapiert werden sollen.

blau
8 Tage zuvor

In meinem Umfeld sind die Kinder mit LRS, ADS, ADHS usw. diejenigen, deren Eltern sich am meisten kümmern und die garantiert als Kinder kein Handy haben/hatten.

Rüdiger Vehrenkamp
7 Tage zuvor
Antwortet  blau

In meinem Umfeld nicht. Am auffälligsten sind jene Kinder, die bereits früh in hohem Ausmaß mit Medien in Kontakt kamen und noch immer sind. Allerdings betreuen wir in der sozialen Arbeit/Familienhilfe grundsätzlich keine intakten Familien.

Rainer Zufall
5 Tage zuvor

“In meinem Umfeld nicht.”
“Allerdings betreuen wir in der sozialen Arbeit/Familienhilfe grundsätzlich keine intakten Familien”
Ihren Bias können Sie ja nächstes Mal im Hinterkopf behalten, wenn Sie über Ihre Erfahrungen mit “allen” Schüler*innen schreiben (https://www.news4teachers.de/2026/04/homogene-gruppen-existieren-nicht-warum-neurodiversitaet-das-bildungssystem-grundlegend-infrage-stellt/#comment-796059)

Tanya
8 Tage zuvor

Das Digitale ist nicht mehr wegzudenken.vieles kommt eh aus dem Auslands und versperren dürfen wir uns nicht.
Wir müssen eben Grenzen setzen und über Hintergründe aufklären!
Mit 4 Tage Woche und Digitalunterricht ist dem Lehrberuf viel geholfen
Gen Z will Freiheit und Flexibilität, wenn wir das nicht bieten, ist der Lehrberuf völlig unattraktiv!! Ist einfach si. Die Anmeldezahlen gehen rapide runter.
Homeoffice ist eben im Trend, wie bei meiner Frau 🙂

Tom
8 Tage zuvor
Antwortet  Tanya

ich glaub, man macht in einigen Bundesländern 4 Tage Woche und 1 tag für Korrekturen oder Vorbereitungen ist nur noch logisch heutzutage, oder?
:-O

Fräulein Rottenmeier
8 Tage zuvor
Antwortet  Tom

Da kriegt man dann auch nur TZ bezahlt…..

Realistin
8 Tage zuvor

Bei den hohen Spritpreisen und der fehlenden Attraktivität empfehle ich mein Modell:
4-Tage Woche
30 % Homeschooling
DB & GK online
Gehalt um 17 % rauf

Fräulein Rottenmeier
8 Tage zuvor
Antwortet  Realistin

Jeder macht sich die Welt, wie Sie ihm gefällt…..
Ich wünsche mir erstmal eine amtsangemessene Besoldung…..
GK und DB und Schulpflegschaft und Schuko sind bei uns seit Corona online…..(für uns ein alter Hut)
Von Homeschooling halte ich gar nix (kann man in Sek II machen)
Und ich fahre E-Auto…..(die Sonne bezahlt meine Energie)

reginchen
8 Tage zuvor
Antwortet  Realistin

bei den benzinpreisen wäre ein Homeofficetag und die 4 tage Woche nur noch gerecht 🙁

Thomas
7 Tage zuvor
Antwortet  reginchen

ja, die Benzinpreise machen es unattraktiv!

Osterhäschen aus dem Hessischen
8 Tage zuvor
Antwortet  Tanya

das merken wir bei den Einstellungen, viele wollen gleich in TZ und 3 Tage bekommen. Die Logik ist nicht richtig, man verdient dann viel weniger als in der Wirtschaft mit 4 Tagen. Die Ehemänner haben diese 35 Stunden und 4 Tage Woche mit Homeoffice, verdienen aber voll und erhalten diese 3 Bonuszahlungen pro Jahr zusätzlich.
Diese TZ spart dann zwar Zeit, ist aber finanziell viel viel schlechter als in der Wirtschaft.
Aber die Bewerber wollen das? Ich frage mich,warum? 😉

Katze
8 Tage zuvor
Antwortet  Tanya

Ihr nervt – ihr Tanya’s, Petra’s, Anjuk Clarke‘s u.ä. aus Trollingen vom seichten Terrassenufer mit euren immer gleichen Forderungen:

„Mit 4‑Tage‑Woche und Digitalunterricht ist dem Lehrberuf viel geholfen.“
Wie schön. Für wen genau? Für Lehrkräfte, die ihren Unterricht am liebsten aus dem Homeoffice streamen? Für Schüler, die ohnehin schon mehr Bildschirmzeit haben als Schlaf? Oder für Politiker, die dann behaupten können, man habe „innovative Lösungen“ gefunden?
Mir – und vielen anderen Oldschool‑Lehrkräften – ist damit jedenfalls überhaupt nicht geholfen.
Wir sind Lehrer geworden, um Menschen zu begegnen, nicht Avataren.
Um Unterricht zu gestalten, nicht „Content“ zu produzieren.
Präsenz ist kein nostalgischer Luxus, sondern der Kern unseres Berufs.
Und Digitalunterricht als Heilsversprechen?
Bitte. Wir haben doch gesehen, was passiert:

  • Kameras aus, Mikro aus, Aufmerksamkeit aus.
  • Lernfortschritte wie im Nebel.
  • Sozial‑emotionale Vereinsamung inklusive.

Sofatutor wollte keiner von uns.
Wir wollten Unterricht, nicht Tutorials.
Wir wollten pädagogische Beziehung, nicht Bildschirmkontakt.
Wir wollten Schüler, die uns in die Augen sehen und zuhören – nicht schwarze Kacheln, die wir ansprechen sollen.
Hey, Tanya, Realistin und Petra OWL (mit Hasi eierlos und Blumenterrasse im Hintergrund): Ihr spult eure Digital‑Homeoffice‑4‑Tage‑Woche‑Mantras ab wie Bots, die sich gegenseitig updaten, bis die Firmware glüht. Kein Wunder, dass man euch hier längst als Troll‑Trio mit Anhang einsortiert.

Wer ernsthaft glaubt, der Lehrberuf werde durch eine 4‑Tage‑Woche plus Digitalunterricht „entlastet“, hat nicht nur den Beruf missverstanden. Er hat vergessen, dass Schule echte Begegnung braucht und keine pädagogische Ersatzrealität auf dem Bildschirm.

Rüdiger Vehrenkamp
7 Tage zuvor
Antwortet  Katze

Bin wie immer Ihrer Meinung. Soziale Arbeit lässt sich ebenfalls nur vor Ort und in Beziehung mit den jeweiligen Familien und Kindern erledigen. Während der Pandemie merkten auch wir, dass sich Beziehungen und Emotionen im Zoom-Meeting bei weitem nicht so gut vermitteln lassen wie live im 1zu1-Gespräch. Einzig die Dokumentation ging gut von zuhause aus, obgleich ich heute froh darüber bin, mein Büro nach Feierabend nicht noch zuhause sehen zu müssen.

Tanya
7 Tage zuvor

allein schon finanziell mit alle den Extras reicht es seit Jahren der Wirtschaft nicht mehr das Wasser! 🙁

dickebank
7 Tage zuvor

Das Gute ist ja, dass soziale Arbeit ein eigenständiges Aufgabengebiet ist, für die Lehrkräfte überhaupt nicht ausgebildet sind. Wofür gibt’s SozPäds?

Rüdiger Vehrenkamp
7 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Korrekt. Gerade da, wo es “menschelt”, ist ein Bildschirm dazwischen ein Hindernis. Soziale Berufe funktionieren im Home Office nicht.

dickebank
7 Tage zuvor

Stimmt, Henker machen auch kein HO

Tanya
7 Tage zuvor
Antwortet  Katze

Das ist leider nur bedingt richtig und steht für viele Oldschool.
Du kannst so weitermachen, aber mit dem Nachwuchs wird es sehr schwer.
Wenn die Zahlen einbrechen, wirst du keinen mit deinen 100% Präsenz erreichen.
Es muss neue Modelle geben und die Stundenpläne verändert werden.
Ein Kern wird präsenz bleiben, aber es wird sich verändern. Es wird Digitalunterricht, Projektunterricht, Selbstlernphasen und Praxisanteile von irgendwo aus geben.
Lehrer werden ihre 4 Tage und 1 Homeofficetag bekommen, zumindest diejenigen, die es möchten! 🙂 🙂

Ulla
7 Tage zuvor
Antwortet  Tanya

Hoffentlich kommen diese Distanzzeiten nicht mehr, solange ich noch arbeiten muss. Wieso sollte es jetzt besser funktionieren als zu den katastrophalen Coronazeiten?

Thomas
7 Tage zuvor
Antwortet  Ulla

Ulla, sie möchten wohl nicht verstehen, dass es nicht um 100% remote oder Distanz geht, sondern nur 20-30% ? ?

DerechteNorden
5 Tage zuvor
Antwortet  Thomas

20-30% sind sehr viel versäumtes Wissen.
Sie sollten davon ausgehen, dass es viele Kids gibt, die bei einem Tag pro Woche zuhause so viel (20-30% des Stoffes) eben gar nicht mitbekommen.
Corona hat uns gezeigt, dass viele Kids so (also nur zuhause am digitalen Endgerät) aus den unterschiedlichsten Gründen gar nichts lernen.
Das hieße dann, dass viele Kids dann noch weniger mitnehmen, als es bisher der Fall ist.
Offensichtlich interessiert das Tanya, Petra, Sie und einige andere aber irgendwie gar nicht. Warum ist das so?

Marion
7 Tage zuvor
Antwortet  Katze

Verstehe ich auch überhaupt nicht:
Ständig von Home-Office faseln, in einem Beruf, der von der Begegnung mit Menschen lebt.
Warum sind all diese Tr…..ollinger nicht Verwaltungsfachangestellte oder was anderes Langweiliges geworden.
Mit Menschen haben sie es ja offensichtlich nicht so. Es sei denn die heißen “Hasilein” und bevölkern die heimische Blümchenterasse.
Apropos “bevölkern”:
Wie wäre es mit folgender Variante von Home-Office? – Petra OWL, Tanya und all die anderen Trollinger laden ihre Schüler zum Unterricht zu sich nach Hause auf die sonnige Terasse und erteilen ihnen dort sozusagen “Heimunterricht”. Schnittchen und Bionade inklusive. Dann käme endlich mal ein bißchen Leben in die Bude. Hasilein müsste mit seinem LapTop zum homeofficen derweil halt auf den, sicher vorhandenen, Balkon im ersten Stock wechseln. Aber das macht er total gerne für seine Liebste – schließlich hat die sich das Home-Office für den Lehrerberuf doch so sehnlich gewünscht. Da will er jetzt ganz bestimmt nicht im Wege stehen.

Worum ging’s nochmal in dem Artikel?
Um Home-Office und Vier-Tage-Woche für Lehrer?
Nicht?

Ahhh, jetzt hab ich’s. Um Irgendwas mit Digital und Schüler und Schnuller……
Egal. Uninteressant. Man muss sich auf die wesentlichen Dinge konzentrieren – und das sind nun mal Blümchenterasse und Hasilein, punktum.
Und zwar genau in der Reihenfolge, klar?!
Jaaaaa, Hasilein,….wenn du nicht brav bist – die Terasse ist auch ohne dich ganz nett, und Hasileins gibts wie Sand am Meer. Also sei immer schön nett zu Petra-Tanya-Reginchen-Sabine-Susanne-Claudia. Ich fürchte, bei deren eher materiell ausgprägter Lebensphilisophie fliegst du schneller hochkant aus dem Blümchenidyll, als du gucken kannst, wenn dein Job demnächst von der KI erledigt wird und du unrasiert in deinem fleckigen Jogginganzug mit ‘ner Flasche Bier in der Hand auf dem Sofa rumfläzt.

Thomas
7 Tage zuvor
Antwortet  Marion

es geht um leichte Veränderungen,
20-30 % Digitalunterricht, Optimierung der Stundenpläne. Fertig.
die 4 Tage Woche für LK wird als benefit kommen (müssen)

Marion
7 Tage zuvor
Antwortet  Thomas

Nö, es geht um die Gefahren, die die allzu frühe Nutzung digitaler Medien für die Entwicklung von Kindern mit sich bringt.
Artikel nicht gelesen?
Das hat mit 20 bis 30% Digitalunterricht, Optimierung von Stundenplänen und 4-Tagewoche rein gar nichts zu tun.

Thomas
7 Tage zuvor
Antwortet  Marion

das gehört leider alles zusammen, es geht um alle.
sie finden sonst keinen Nachwuchs mehr, machen sie das Berufsfeld attraktiv und gestalten sie Schule modern. Es ist heutzutage auch ein anderes Lernen!

Marion
7 Tage zuvor
Antwortet  Thomas

Sie würden selbst unter einen Bericht über die “Problematik von Achselschweiß bei Eintagsfliegen” noch irgendwas von “Digitalunterricht und zusätzlichen Benefits” für Lehrer posten und dann behaupten, das gehöre alles irgendwie zusammen.
Aber egal….gähn.

Ulla
7 Tage zuvor
Antwortet  Thomas

Und was mache ich, wenn die Schüler zuhause nicht vor dem Bildschirm erscheinen?

Thomas
7 Tage zuvor
Antwortet  Ulla

Konsequenzen aussprechen, müssten sie im Klassenzimmer auch!
auch alles digital möglich!

DerechteNorden
5 Tage zuvor
Antwortet  Thomas

Wie weisen Sie denn nach, dass die angegebenen Gründe (schlechte Internetverbindung usw.) nicht stimmen?

Katze
7 Tage zuvor
Antwortet  Marion

Hasi in der Stube fläzt herum und pennt.
Dem armen schlaffen Hasi sei’s gegönnt,
weil er nicht mal mehr vier Tage hüpfen könnt.
Hasilein in der mentalen Grube, eingeknickt und weint,
weil sein Terrassen‑WLAN kaum noch scheint.
Petri–Tanya–Reginchen kommen nicht mehr vorbei,
denen ist er im fleckigen Jogginganzug Einerlei,
daher wird Bier nun zur Arznei.
Hasi schluck. Hasi schluck.
„Hasilein, bist du schon kuriert?“
Hui – es brennt und kolportiert!
Hasi Flopp! Hasi Hopp!
Von der Blümchenterrasse musst du sie verjagen,
dann klappts wieder mit Homeoffice‑Wohlfühlbehagen.
Hasi hebt den Kopf, die Ohren stehen,
er kann auf einmal wieder gehen.
Petri–Tanya–Reginchen auf Nimmerwiedersehn.

Rainer Zufall
5 Tage zuvor
Antwortet  Katze

“Wir sind Lehrer geworden, um Menschen zu begegnen, nicht Avataren.”
Klingt ziemlich nach “Fühlifühli” und “pädagogischem Blabla”.
Alles gut bei Ihnen? 😛

Pit2020
8 Tage zuvor
Antwortet  Tanya

@Tanya

Hach!
Wenn du wüsstest, wie sehr du Recht hast – wenn auch ganz anders als du “denkst”:
“Wir müssen eben Grenzen setzen und über Hintergründe aufklären!”
https://www.ardmediathek.de/video/story/gefaehrliche-apps-oder-recherche/br/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdC9hYmI2NzU1NC1kMWRjLTQxZWItODk0Yi1hZjZmN2QyNDEzZTdfb25saW5lYnJvYWRjYXN0

“Das Digitale ist nicht mehr wegzudenken.vieles kommt eh aus dem Auslands und versperren dürfen wir uns nicht.”
Warum stecken in den ewig gleichen Tiraden recht wenige Fehler während neue “Ideen” bei den “üblichen Verdächtigen” (Stichwort: Freunde der Blümchenterrasse) nur so “for Veelärn schtrotßen ? 😉
Manchmal meint man, Menschen 😉 müssten doch auch ohne KI u.Ä. lernen können?
Was “denkt” die “Blümchenterrassen Ltd” darüber?

Thomas
7 Tage zuvor
Antwortet  Tanya

20-30 % Digitalunterricht und eine Optimierung der aktuellen Stundenpläne ist hilfreich. Viele Privatschulen und auch staatliche Schulen arbeiten bereits an Veränderungen.
Benefits für Mitarbeiter wie 4 Tage Woche werden folgen!

HarneEinrichson
6 Tage zuvor
Antwortet  Thomas

Am Fließband gibt es auch keine 4-Tage-Woche mit Homeoffice, da gibt es maximal eine 4-Tage-Woche mit vollem Lohn, also weniger Deputat um es auf Lehrkräfte zu beziehen. Und das ist auch gut so, weil sich das Auto eben schlecht aus dem Homeoffice zusammenschrauben lässt.

Anjuk Clarke‘s
8 Tage zuvor

Ach wir haben es doch noch nicht drauf :/ Während jeder Betrieb seit Jahren seine Mitarbeiter online schult, Homeoffice bietet, weniger als 40 Std Wochen vergibt und viele Urlaubstage / teilweise 38 anbietet, läuft Schule wie vor 100 Jahren. Wir haben Lehrermangel, finden kein Personal mehr, die Ref Quoten brechen ein und der Nachwuchs sagt, Lehramt- ich bin doch nicht blöd. Dank an Realist und Petra OWL dafür.
Jetzt arbeitet man schond aran, allen Lehrern 1 freien Tag für Vorerbeitung und Korrekturen zu ermöglichen und die Nachmittagsangebote, DB, Abend, Sprechtag online abzuhalten. Ja, sicherlich ein Anfang, ob die jungen Leute dann kommen, bleibt abzuwarten.
Gegen die 35 Std Woche, Homeofficetage und sämtliche Bonusextrazhalungen kommt der Schulberuf nicht mehr an und wird völlig abgehängt. Die jungen Menschen wissen ganz genau Bescheid, glaubt mir! 🙂

Tom
8 Tage zuvor
Antwortet  Anjuk Clarke‘s

Das muss definitiv kommen, sonst seh ich Schwarz.
das wird keiner aus den jungen Genzs mitmachen :-O

Osterhäschen aus dem Hessischen
8 Tage zuvor
Antwortet  Anjuk Clarke‘s

Ja, viele wollen das heutzutage. Es ist ein Kampf um Bewerber und die richtigen Leute.
Schon schlimm, dass viele Kollegen in andere Bereiche wechseln. Ist das eine hohe Dunkelziffer eigentlich? 😉

DerechteNorden
7 Tage zuvor

Bald werden sich junge Menschen umorientieren müssen.
Wenn die Arbeitslosigkeit zunimmt, weil es wirtschaftlich weiter bergab geht und gleichzeitig die Automatisierung zunimmt, bleibt ihnen gar nichts anderes übrig.

Realistin
8 Tage zuvor
Antwortet  Anjuk Clarke‘s

Bei den hohen Spritpreisen empfehle ich die Ausweitung von Homeschooling und 4-Tage Woche. 5 Tage in Präsenz wird zu teuer!

reginchen
8 Tage zuvor
Antwortet  Realistin

Bei diesen Benzinpreisen bin ich auch lieber im Homeoffice wie die Nachbarn. Wir bekommen doch nichts und zahlen drauf. 5 tage ist aktuell nicht mehr der Maßstab. Die Nachbarn sind alle zuhause

dickebank
8 Tage zuvor
Antwortet  Realistin

Aber die Spritpreise sind doch mehr als 20% angestiegen. 1 Tag HO ist also nicht angemessen.

Thomas
7 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

stimmt!

HarneEinrichson
6 Tage zuvor
Antwortet  Realistin

Einfach mit der Bahn oder dem Fahrrad fahren oder in der Nähe der Schule wohnen

blau
8 Tage zuvor

Ich denke man muss da differenzieren. Wenn ein 5jähriger 30min die Sendung mit dem Elefanten auf dem TV streamen darf, ist das anders zu bewerten als wenn man dem Kind ein Handy in die Hand drückt mit sinnlosen Kurzvideos oder irgendwelchen Spielen.
Wenn in 4jähriger 20min auf dem Tablet die Fiete App benutzen darf und die Eltern dabei begleiten ist das ebenso anders zu bewerten. Auch das Hören von Hörbuchern über einen Echo Dot ist ein internetfähiges Gerät Verwenden – das ist das heutige Kassette-Hören.
Es gibt langsame, pädagogisch wertvolle, kindgerechte Angebote. Und es gibt Eltern, die ihr Kind unkontrolliert, viel zu lange und mit den falschen Inhalten, mit viel zu frühen eigenen Geräten hantieren lassen.

Rainer Zufall
5 Tage zuvor
Antwortet  blau

Volle Zustimmung, aber Eltern, die sich verantwortungsvoll informierten bzw. informieren konnten, wären wahrscheinlich auch nicht todunglücklich, wenn der eigene Spross nicht die gleichen Geräte/ Inhalte will wie die anderen im Kindergarten, welche nicht das gleiche Glück hatten.

vhh
8 Tage zuvor

Sind hier eigentlich einige vollkommen i…? Es geht um zu frühen Umgang mit Digitalgeräten, Schnullerersatz, Eltern die aus welchen Gründen auch immer diese Elternrolle nicht mehr annehmen, bzw. sich zu wenig Gedanken über die emotionalen Befürfnisse ihrer Kinder machen wollen/können. Ob da die kurzen Kontakte mit dem Kinderarzt oder Broschüren helfen, sollte sich Frau Prien noch einmal überlegen. Wir müssen uns alle anstrengen – auch das ist eher dünn.
Aber was um alles in der Welt bringt Menschen dazu, ausgerechnet zu diesem Artikel ihr Jammerlied von der 3-4-Tage-Woche zu posten? “…Alter von vier Jahren zeigen sich laut der Untersuchung weiterhin Zusammenhänge insbesondere in den Bereichen Kommunikation und Problemlösung” – kurz danach sind sie in der Schule, da gibt es dann jede Woche einen ‘Zuhausetag’, an dem dann weiter ‘digital kommuniziert’ wird? Verd…. nochmal, gleiche Chancen heisst u.a., dass wir die Dinge fördern, die im Elternhaus, egal ob aus Nachlässigkeit oder mangelndem Wissen/Möglichkeiten nicht gemacht werden. Diese Dauerforderung ist hier Egoismus in Reinform und geht weit über ‘eigene Befürfnisse nicht ignorieren’ hinaus. Manchmal sollte einem bewusst sein, dass der kopierte Standardtext an einer Stelle nur noch peinlich und unpassend wirkt.
Ja, ein Rant, ja, nur wenig zum Artikelthema, aber mehr digital fordern beim Thema ‘Probleme mit zu frühem Umgang mit Digitalgeräten’ ist so egozentrisch und blind, dass mir die höflichen Worte fehlen.

Alese20
7 Tage zuvor
Antwortet  vhh

Vielen Dank!!! Genau das hab ich auch gedacht.

Tanya
7 Tage zuvor
Antwortet  Alese20

Status Quo ist nicht die Lösung! 🙂

Thomas
7 Tage zuvor
Antwortet  Tanya

stimmt! es wird leichte Veränderungen geben (müssen)

Alese20
6 Tage zuvor
Antwortet  Tanya

Stimmt, aber in diesem Artikel geht es nicht um Veränderung in Schule oder um Digitales in Schule. Es geht um die Problematik von Medienkosum im Kleinkindalter.

Dieses immer wiederkehrende Fordern nach Homeoffice unter jedem Artikel ohne Themenbezug ist unpassend, nicht lösungsorientiert und schlicht nervig. Diese Anliegen ist berechtigt unter jedem passenden Artikel, auch wenn ich persönlich nicht finde, dass das die Lage in Schule verbessert, sondern lediglich die Arbeitsbedingungen von LuL im Blick hat. Beziehung hat in Schule den höchsten Wert und wenn SOL doch immer so ein Teufelszeug ist, welches die eigenen SuS doch niemals hinbekommen werden, wie soll dann SOL Zuhause erst klappen?

Tanya
7 Tage zuvor
Antwortet  vhh

Das Digitale ist nicht mehr wegzudenken und muss auch erlernt werden.
Wenn sie Schule als Arbeitgeber nicht attraktiver machen, wird der Mangel bestehen bleiben.
In den letzten Jahren sind viele andere Berufe mit Prämien, Zulagen, Homeoffice, 35 Std Woche, Flexiurlaub, workaway etc. meilenweit davon geeilt. In der Schule kam nichts an, oder?

Rüdiger Vehrenkamp
7 Tage zuvor
Antwortet  Tanya

Sie sollten über einen Jobwechsel nachdenken, wo sie all diese Vorzüge genießen können. In sozialen Berufen – und da zähle ich Lehrkräfte mit rein – funktioniert das so nicht.

Thomas
7 Tage zuvor

und sie finden sonst keinerlei Nachwuchs.
Gen Alpha und Gamma wollen flexibel arbeiten.
Leicht verändern und attraktiver gestalten, wir sind nicht im Jahr 1956!

Rüdiger Vehrenkamp
7 Tage zuvor
Antwortet  Thomas

Da sich Deutschland wirtschaftlich eher auf dem absteigenden Ast befindet, können die Arbeitgeber ihre Forderungen an ihre Mitarbeiter wieder erhöhen. Ins Bürgergeld zu fallen wird ja Stück für Stück unattaktiver gemacht (was ich als Arbeitnehmer begrüße). Wer hier die kommenden Jahre am längeren Hebel sitzt, ist absehbar. Die Arbeitnehmer sind es nicht. Schön, dass sie das Jahr 1956 ansprechen. Wenn ich mich richtig an den Geschichtsunterricht erinnere, war das die Zeit des Wirtschaftswunders in Deutschland: Arbeit für alle, Wohlstand für alle – und das bei minimalen Forderungen der Arbeitnehmer.

Heuer stellt man maximale Forderungen an Wirtschaft und Gesellschaft und will selbst immer weniger mitbringen und dazu beitragen. Nicht umsonst beklagen Unternehmen, dass sie immer weniger gute Auszubildende finden, da es einfach an fundamentalen Fähigkeiten fehlt. Universitäten beklagen ebenfalls, dass viele ankommende Abiturienten nicht mehr studierfähig seien. Und da kommen Sie mit der Vier-Tage-Woche und digitalem Lernen um die Ecke… Schön, dass Gen Alpha und Gamma flexibel arbeiten möchten. Eventuell finden sie ja jemanden, der das ermöglicht. Sie haben recht, wir sind nicht im Jahr 1956. Wir sind aber auch nicht bei “Wünsch dir was”.

vhh
7 Tage zuvor
Antwortet  Tanya

War es jemals ein Kennzeichen des Schulsystems, sogar des gesamten ÖD, an der Spitze der Tarifentwicklung zu stehen? Gehören soziale Berufe, ganz objektiv betrachtet, zu den Tätigkeiten, die sich gut in Distanz erledigen lassen?
Keine Einsicht, das die Forderungen nach sofortiger eigener Bedürfnisbefriedigung hier unangemessen sind, stattdessen ein Neues ‘aber die anderen haben alle’. Erstens haben nicht ‘alle’ (24% ‘gelegentlich’ Homeoffice), dann noch Flexiurlaub und Schule, das soll vermutlich ein Witz sein und zweitens: wenn der Beruf nur ein Job ist, bei dem man für möglichst wenig Aufwand möglichst viel herausholen sollte, immer mit work-life-Balance an erster Stelle, wieso dann ausgerechnet Schule (oder Pflege oder Kita oder Polizei)? Gab es nicht irgendwann ein paar ‘Goodies’, die jetzt selbstverständlich geworden sind? Dinge, bei denen es in anderen Berufen Defizite gibt?
‘Das Digitale ist nicht mehr wegzudenken…’ – Worthülsen, Standardsätze. Wer sagt dass es wegzudenken wäre, ich? Amüsant, meine Kollegen würden lachen. Nein , ist es nicht, aber wenn gewünschte Homeofficetage damit begründet werden, dass die Kinder so besser ‘Digitalisierung’ lernen, ist das deutlich zu kurz gesprungen.
Sie können gerne ihre Meinung dazu haben, mir fehlt daran etwas Reflexion, als kleiner Zusatz zur reflexhaften Dauerforderung.

Thomas
7 Tage zuvor
Antwortet  vhh

können sie machen, aber werden keinen Nachwuchs mehr finden. Schon jetzt herrscht Lehrermangel. Heute ist flexibles Arbeiten angesagt.

Fräulein Rottenmeier
7 Tage zuvor
Antwortet  Thomas

Ja, die Mär vom Lehrermangel…..die verkauft sich so gut und alle, wirklich alle glauben das…..dabei…..alle sollten sich wirklich mal die Mühe machen die Haushaltsentwürfe/ verabschiedete Haushalte ihres jeweiligen Bundeslandes genauer anzuschauen. Dabei habe Z.B. ich festgestellt, dass großartig gar keine zusätzlichen Stellen angedacht sind. Was bedeutet, dass alldieweil die Kollegen ersetzt werden, die ausscheiden und genau diese Stellen werden dann ausgeschrieben. Darüber hinaus noch einige wenige Stellen für zusätzliche Bedarfe…..diese Stellen dürfen aber in der Regel genau einmal ausgeschrieben werden, läuft die Stelle dann leer, dann wird sie einkassiert und mit den Schultern gezuckt (man könnte sie ja auch mehrmals ausschreiben….)
Was bedeutet das konkret? Es gibt weit mehr Bewerber, als eingestellt werden, auch und gerade dann, wenn es sich um unterjährige Ausschreibungen handelt. Zweimal im Jahr werden Absolventen auf den Markt gespült und nein, es bekommen lange nicht alle eine Stelle.
Letztes Jahr z.B. wurden bei uns 10 Poolstellen ausgeschrieben…..es gab fast 30 Bewerbungen…..die 20 Lehrer haben keine Stelle bekommen und mussten auf Vertretungsstellen ausweichen….man könnte sich jetzt fragen, warum hat man nicht alle 30 eingestellt? Tja, so viele Stellen waren eben nicht vorgesehen…..Gebraucht hätte man sie dringend…..

DerechteNorden
7 Tage zuvor
Antwortet  Tanya

Sorry, aber der Arbeitgeber wird genau das nicht tun. Wird auch gar nicht brauchen, da immer mehr Menschen Arbeit, gerade auch Akademiker*innen, suchen werden, wenn ihre Aufgaben durch KI erledigt werden. Diese Leute werden versuchen, in den Schulen unterzukommen.
Dort – und zwar vor Ort – werden nämlich noch echte Menschen gebraucht. U.a. weil immer mehr Leute meinen digital wäre sooo gut.
Sie und die anderen Digitale-Schule-Fans scheinen irgendwie eine falsche Vorstellung von Schule und menschlichem Miteinander zu haben.

Thomas
7 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

da haben sie aber sowas von falsche Vorstellungen!

DerechteNorden
5 Tage zuvor
Antwortet  Thomas

Wo werden all die examinierten Menschen, die keine Stellen, weil sie durch die Verwendung von KI und anderen Maßnahmen eingespart werden, mehr finden, versuchen unterkommen?
Meinen Sie, die werden einfach arbeitslos sein wollen?

Pit2020
5 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

@DerechteNorden

“all die examinierten Menschen, die keine Stellen, weil sie durch die Verwendung von KI und anderen Maßnahmen eingespart werden” stürmen dann @Peti’s Blümchenterrasse in OWL und schreiben aus dem quasi-Homeoffice dem dann direkten Terrassen-Sitznachbarn weiterhin die gewohnt eintönigen “Kurzbeiträge” (weil inhaltlich – wenn überhaupt gedacht – zu kurz “gedacht”).

Da muss @Peti doch noch die Blümchenterrassen-Adresse verraten!

Und dann kriegen wir das Schauspiel als Video-Konferenz präsentiert. 🙂 Es wird ja immer wieder von @Peti und der Homeoffice-Gang gebetsmühlenartig angepriesen, dass das alles kein Problem ist.
Da können dann endlich alle ganz viel lernen! 😉 🙂

447
4 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Die werden erstens zuvor alles andere abklappern – und zweitens ganz sicher angesichts der Fallen und Unwägbarkeiten des Quereinstiegs (Verbeamtung? Alter? Übernahmechancen? Anrechnung von Vorkenntnissen/Erfahrung?) sich selbst so sortieren, dass rauskommt, was immer bei Zwangsdeals rauskommt:

– minimale compliance und offizieller oder (in der Schule viel schlimmer!) stiller exit, sobald es draussen wieder besser aussieht

– es bleiben übrig:
Ein paar ganz wenige Traumjobbler uuuuund der große Rest: Der sonst nix findet oder nirgendwo unterkommt.

Alleine schon eine simple “Überschlagsrechnung auf der Papierserviette” sieht für Akademiker OHNE Verbeamtung im Lehramt katastrophal aus:

Es ist ja nicht nur das miese Gehalt (ohne Verbeamtung ist es das) bei exzessiv wuchernden Arbeitszeiten – die ganzen ***Arbeitsbedingungen*** schlagen ja da auch noch voll rein.

Dann noch die Knechtung und Dauerüberstunden im Quereinsteiger-Ref…da müsste jeder Akademiker, der IRGENDWAS anderes als “Gender History” oder “Unterwasserkorbflechten” studiert hat nun wirklich schön doof sein.

Es würden also kommen:
1) Ein paar ganz wenige, die das wirklich als persönlichen Traumberuf entdecken
2) Leute ohne Ausweichmöglichkeit, die gleichzeitig noch zu “stolz”/”ökonomisch dumm” sind, sich Richtung Industrie oder hartz4 + XYZ abzusetzen.

nurmalso
8 Tage zuvor

Och, mensch… zum Zeitpunkt jetzt, wo ich das schreibe, sind genau 8 Beiträge (genau die Hälfte) am – wie ich finde: sehr wichtigen – Thema vorbei.
nur mal so: Unterricht in Präsenz ist für viele Jugendliche die einzige Zeitinsel im Tagesablauf, wo sie nicht dauernd online sein können (ähem: können sollten…).
Warum das auch aus allen anderen Gründen Käse ist, wurde hier schon oft genug geschrieben.

Susanne M.
8 Tage zuvor

Handy sollte ähnlich verpönt werden wie das (Passiv)rauchen für Kinder. Erinnert sich noch jemand daran? Im Wohnzimmer, im Auto, im Restaurant, in den Siebzigern wurde tüchtig gequarzt, ohne jede Rücksicht. Das hat sich Gott sei Dank geändert. Es ist also möglich, einen gesellschaftlichen Wandel durchzuführen.

Rainer Zufall
5 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

Es wäre interessant zu schauen, was hier die größten Effekte auslöste: Information? Verbote? “Eigenverantwortung”?

S.B.
8 Tage zuvor

Und die Schulen sollen es dann wieder richten.

Rainer Zufall
5 Tage zuvor
Antwortet  S.B.

Es sollten nicht allzu viele Kleinkinder in der Schule sein, bekommen wir hin 🙂

Cora
7 Tage zuvor

Das Ganze ist ein globales Problem, wie man schnell feststellt, wenn man das Thema mal in verschiedenen Sprachen googelt. Selbst in meiner dörflichen HeileWeltPraxis werde ich zunehmend damit konfrontiert. Beispiel: Ich arbeite gerade mal wieder mit einem hochgradig handysüchtigen Fünfjährigen mit der Diagnose ‘medienabususinduzierter Pseudoautismus’ – und ich kann sagen, das ist die Hölle! Diese Kinder sind ohne Handy permanent nur auf der verzweifelten Suche nach dem nächsten Dopaminkick. Da kann man noch so bunte tolle lustige analoge Spielideen präsentieren, nach maximal 2 Minuten ist der Reiz vorbei, er springt auf, reißt wahllos Schubladen auf, um sie zu durchwühlen oder verfällt in eine Art Trance mit Eigenstimulation durch ‘auf den Tisch trommeln’ o.ä. Ich habe schon mit vielen ADS-Kindern gearbeitet und bin in der Hinsicht einiges gewöhnt, aber dieses Suchtverhalten ist nochmal ein ganz anderes Brett! NOCH sind diese extremen Patienten bei uns selten, aber in abgeschwächter Form sehen wir die negativen Effekte des digitalen Schnullers zunehmend häufig und es ist kaum dagegen anzukommen. Die Eltern des Beispielkindes arbeiten beide Vollzeit abwechselnd in Schichtarbeit in schlecht bezahlten Jobs, um ihre 4 Kinder irgendwie aufziehen zu können. Zeit und Kraft für mehr als das Allernötigste an Carearbeit ist da nicht drin (erst recht nicht Üben für die Logo…). Die Kinder sind so lange wie möglich in der Ganztagesbetreuung in Schule und Kita; die Kita ist chronisch personell unterbesetzt und mit offenem Konzept. Zu Hause dann von Säuglingsalter an Ruhigstellung mit Handy. Wie soll der Junge bei diesen Rahmenbedingungen zurück zu einer gesunden Entwicklung kommen? Wie und wo zum Henker soll er irgendwann eingeschult werden? Wie soll das funktionieren? Dafür bräuchte es massivste unterstützende Maßnahmen von diversen Seiten für Eltern und Kinder – faktisch nicht zu bekommen hier am A.d.W., wo schon der nächste Supermarkt 20 Minuten Fahrt entfernt ist – von Therapie, Fachärzten und Beratungszentren gar nicht zu reden… Also versucht man wenigstens ein klein wenig an den Rahmenbedingungen was zum Positiven zu verändern (z.B. Hinwirken auf Kitawechsel, Nachbarin um Unterstützung bitten) und hofft halb resigniert, dass es irgendwas bringt.
Wir alle, die mit jungen Menschen arbeiten, können uns da ganz schön auf was gefasst machen in den nächsten Jahren…

Marion
7 Tage zuvor
Antwortet  Cora

“Die Eltern des Beispielkindes arbeiten beide Vollzeit abwechselnd in Schichtarbeit in schlecht bezahlten Jobs, um ihre 4 Kinder irgendwie aufziehen zu können. Zeit und Kraft für mehr als das Allernötigste an Carearbeit ist da nicht drin (erst recht nicht Üben für die Logo…). Die Kinder sind so lange wie möglich in der Ganztagsbetreuung in Schule und Kita; die Kita ist chronisch personell unterbesetzt und mit offenem Konzept. Zu Hause dann von Säuglingsalter an Ruhigstellung mit Handy.
Wie soll der Junge bei solchen Rahmenbedingungen zurück zu einer gesunden Entwicklung kommen?

Unter solchen Rahmenbedingungen vermutlich gar nicht.
Solange Eltern gezwungen sind, beide in Vollzeit zu arbeiten, um ihre Familie über die Runden zu bringen, solange Kinder deshalb Vollzeit außer Haus in defizitären Betreuungssystemen untergebracht werden müssen, solange Eltern, aus welchen Gründen auch immer, nicht in der Lage sind, ihre Kinder wenigstens im Vor- und Grundschlalter von digitalen Medien zu Unterhaltungszwecken so weit wie möglich fernzuhalten, so lange werden Kinder, wie der von Ihnen beschriebene Junge, auch nicht “zurück” zu einer gesunden Entwicklung kommen.
Wahrscheinlich waren sie nie in einer gesunden Entwicklung.

Vor allem Ihrem Eingangssatz stimme ich vollumfänglich zu:
“Das ganze ist ein globales Problem.”
Vor allem eines der vermeintlich hochmodernen, hochtechnisierten und hochzivilisierten Gesellschaften dieser Welt.
Manchmal habe ich den Eindruck wir modernisieren, technisieren und zivilisieren uns gerade zu Tode.

447
7 Tage zuvor
Antwortet  Cora

Och, nicht unbedingt.

Ich habe das gerade quasi im “Laborversuch” eines Elfer-Kurses: Ca. 80% der SuS entsprechen dem Gen Z-Klischee so derart, dass ich erst glaubte, die veräppeln mich. 😀

Komplett desinteressiert, schweigend, gerade aus guckend, an nichts (aber wirklich garnix) Interesse.
Durch nix zu motivieren. Also, wirklich nix, so richtig nix.
Können auch nix und wissen auch nix, selbst digital vollkommen unfähig.
110% Gen-Z-Klischee, als ob die das meme nachspielen würden.

Da könnte man glatt meinen: “OH NOOOOEEEEZZ, die Schüüüllaaaah! Argh, dies ist als Lehrer so schlimm! Oh naaaaiiiin, dies macht so Streeeeessss!”

Aber…
wenn man mal so genau drüber nachdenkt…
..
.
Ist es eigentlich total in Ordnung:

Die spielen halt das “Mir doch egal Mammi, mir ist es so lange egal bis Du tust was ich will!”-Spiel.
Da ich nur halt nicht deren Mammi bin, ist mir das halt einfach…noch viel egaler. 😀

Mehrere Motivationsversuche, Feedbackrunden, Kursgespräche gemacht (und vor allem DOKUMENTIERT) – Meldung an die Stufenleitung – Thema durch.

Das bedeutet:
– keine Sekunde mehr über die nachdenken
– keine Sekunde Vorbereitung
– Kursbuch auf, Aufgabe, Vergleich, Sicherung, dabei Heissgetränk
– Stunde vorbei, Klausur aus der Retorte auf tiefstem Niveau
– immer sehr, sehr freundlich sein 🙂

In Summe:
Handyverstrahlung muss garnicht immer schlecht für uns Lehrer sein.
Für die Bildung schon – aber wen interessiert die noch, die “stört” doch sonst auch alle Beteiligten des “Schullebens”…was soll dann gerade ich mich verrückt machen?

Rüdiger Vehrenkamp
6 Tage zuvor
Antwortet  447

Immerhin hat es mit dem Interesse für nix dennoch für die Oberstufe gereicht.

447
5 Tage zuvor

Richtig, was auch kein Wunder ist – es wird ja (für die benötigten Zahlen in der OS!) auch jeder da reingeschoben, der ohne Karteikarte geradeaus gehen und atmen kann.

Schonmal auf einer Zehner-Konferenz an der GS dabeigewesen? 😉

Ich bin den SuS ja auch nicht böse…hätte ich Schule ähnlich erlebt, hätte ich mich als Schüler auch ähnlich verhalten, da ich nicht dumm bin.
Wieso ackern, wenn es das Brot auch für “Hinsetzen, Schnabel weit aufsperren” gibt?

Gutes Pferd, springen, höher als…

Rainer Zufall
5 Tage zuvor
Antwortet  447

“Das bedeutet:
– keine Sekunde mehr über die nachdenken
– keine Sekunde Vorbereitung
– Kursbuch auf, Aufgabe, Vergleich, Sicherung, dabei Heissgetränk
– Stunde vorbei, Klausur aus der Retorte auf tiefstem Niveau
– immer sehr, sehr freundlich sein ”

Vielleicht könnte allen Beteiligten ein Klassenwechsel gut tun.
Klingt zumindest so, als würden die woanders vielleicht nochmal einen frischen Start und ein Angebot erhalten können (“Durch nix zu motivieren. Also, wirklich nix, so richtig nix. Können auch nix und wissen auch nix, selbst digital vollkommen unfähig.”)…

447
5 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Das habe ich auch erst gedacht – wäre ja dann für alle die beste Lösung.

Manchmal klappt die Chemie in Gruppen einfach nicht, soweit nix ungewöhnliches, kommt vor.

Nur:
1. Lehrermangel, Alternativpersonal für diese Gruppe = nicht verfügbar.
2. Die entsprechenden Einzelpersonen sind bei/in allen anderen LuL/Kursen halt GENAU SO unterwegs – nur dann eben vereinzelt/in kleinen clustern.

Im Endeffekt auch nicht schlimm – ich will denen nix böses, die mir auch nicht. Denke mal, die sind (wie die meisten SuS halt) an sich ok und auch nett, ich verstehe ja auch wo das Verhalten herkommt.

Kann halt nicht jeder Kurs ein Feuerwerk sein.

Rüdiger Vehrenkamp
5 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wahrscheinlich haben die Schüler in der Oberstufe mehr als nur eine Lehrkraft. Und sehr wahrscheinlich werden 447s Kollegen Ähnliches berichten können.

Pete
5 Tage zuvor
Antwortet  Cora

Spannend. Wahrscheinlich läuft es darauf hinaus das Kind so zu behandeln wie andere Suchterkrankte auch? Was im Grunde bedeutet der Betroffene müsste erstmal Einsicht aufbringen und den Willen etwas zu ändern. Dies allerdings, ein so kleinen Kind, dass noch in völliger Abhängigkeit zu seinen Erziehungsberechtigten steht, kann es nicht.

Es kann das nur, wenn es von den Erziehungsberechtigten durch tatsächliches Handeln vermittelt wird. Diese müssten die Einsicht und den Willen aufbringen ihr Leben zu ändern.

Die Eltern des Beispielkindes arbeiten beide Vollzeit abwechselnd in Schichtarbeit in schlecht bezahlten Jobs, um ihre 4 Kinder irgendwie aufziehen zu können. “

Da klingt in meinen Ohren an, das die Eltern eigentlich keine eigene Veränderung wünschen? Und nur Leute brauchen die ihr Kind “reparieren” um, die dsyfunktionale Konstellation aufrechterhalten zu können? Weil sie ja selbst angeblich durch Sachzwänge, nichts ändern können?