MÜNCHEN. Kurz vor der Ausgabe der Übertrittszeugnisse verschärfen Gymnasiallehrkräfte in Bayern ihre Kritik an den Grundschulen. Lehrerinnen und Lehrer berichten nicht nur von schwächeren Leistungen vieler neuer Fünftklässler, sondern verweisen zugleich auf erhebliche Unterschiede bei den Gymnasialempfehlungen zwischen den Regionen. Für den Philologenverband ist das mehr als eine Momentaufnahme: Er sieht strukturelle Probleme im Übergangsverfahren selbst – und fordert landeseinheitliche Tests.

Die bayerischen Gymnasiallehrer beklagen kurz vor der Ausgabe der Übertrittszeugnisse in den vierten Klassen ein gesunkenes Niveau bei neuen Schülern. Das geht aus einer Umfrage des Bayerischen Philologenverbands (bpv) unter seinen Mitgliedern im März und April hervor, an der mehr als 1.800 Lehrer teilnahmen, die aktuell 5. und 6. Klassen unterrichten. 94 Prozent von ihnen berichteten dabei von einem gesunkenen Leistungsniveau der ankommenden Fünftklässler.
Besonders die Basiskompetenzen bereiteten Grund zur Sorge, heißt es vom bpv. Nur 39 Prozent bewerteten die Lesekompetenz der Schülerinnen und Schüler in der Regel als ausreichend für das Gymnasium. Bei der Rechtschreibung waren es sogar nur 29 Prozent, bei Mathematik 41 Prozent. «Häufiger als früher kommen Schüler an das Gymnasium, für die diese Laufbahn nicht passend ist», sagt der bpv-Vorsitzende Michael Schwägerl. «Das wiederum führt zu Frustrationen und Misserfolgserlebnissen bei Schülern, die im vielgliedrigen Schulsystem passgenauere Angebote finden könnten.»
«Die Bereitschaft, Leistung zu zeigen und dadurch Selbstwirksamkeit zu erleben, ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für die gymnasiale Laufbahn»
Zudem bedeutet es laut bpv eine hohe Arbeitsbelastung für die Lehrer. 79 Prozent gaben in der Umfrage an, viel Zeit für die individuelle Betreuung der Unterstufenschüler aufzuwenden. «Die Kollegen tun ihr Möglichstes und unterstützen, wo sie können», sagt Schwägerl. «Auch angesichts wachsender Klassenstärken durch den Lehrkräftemangel stößt die individuelle Förderung aber an ihre Grenzen.»
Positiv sieht er allerdings, dass mehr als 80 Prozent der Lehrkräfte von einem deutlichen Leistungswillen der Schüler berichten. «Die Bereitschaft, Leistung zu zeigen und dadurch Selbstwirksamkeit zu erleben, ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für die gymnasiale Laufbahn», betont der bpv-Vorsitzende «Dieses Potenzial nehmen unsere Lehrkräfte sehr wohl wahr.»
Zugleich verweist der Verband allerdings auf deutliche regionale Unterschiede bei den Gymnasialempfehlungen. So lag die Quote im Schuljahr 2024/25 im Landkreis Altötting bei rund 40 Prozent, während sie im Landkreis Starnberg bei etwa zwei Dritteln der Schülerinnen und Schüler lag. Der bpv sieht darin ein Indiz für eine mangelnde Vergleichbarkeit der Übertrittsentscheidungen und fordert Reformen. «Ein erster Lösungsansatz könnten landesweite Aufgabenpools sein, aus denen Grundschullehrkräfte für die Gestaltung der Übertrittsproben schöpfen können. Dies würde die Vergleichbarkeit erhöhen und die Lehrkräfte an den Grundschulen spürbar entlasten», erklärte Verbandschef Schwägerl.
Am Montag bekommen die Viertklässler in Bayern ihre Übertrittszeugnisse. Sie sind ein zentraler Faktor dafür, ob sie auf ein Gymnasium wechseln können oder eine andere Schullaufbahn einschlagen. Es basiert auf den Noten in Mathematik, Deutsch und im Heimat- und Sachkundeunterricht. News4teachers / mit Material der dpa
Philologen fordern verbindliche Grundschulempfehlung – für gerechtere Bildungschancen









Wenn in einem Landkreis tatsächlich 66% der Kinder eine Gymnasialempfehlung bekommen, dann sind die Grundschullehrer dort entweder hochbegabte Wunderlehrer oder sie bauen Bockmist.
Oder die Lehrpläne sind mittlerweile so dünn geworden, dass zwei Drittel der dort lebenden Schüler die Anforderungen für die gymnasiale Empfehlung erfüllen.
Vielleicht wohnen dort auch weit überproportional viele Familien aus der sozial-privilegierten Schicht mit hohem Einkommem und hohen Bildungsgraden.
Es ist Starnberg. Bitte fahren Sie Ihren Porsche Cayenne langsam…
Die haben nicht nur hohen Bildungsgrad sondern auch den Rechtsanwalt auf der Schnellwahltaste.
Die Kinder haben ein höheres Taschengeld als die Lehrer monatlich netto.
Lehrer verdienen leider nur noch durchschnittlich, haben dafür zig Jahre studiert und leiden unter den hohen Konsumausgaben, Benzin?
Es muss ihnen besser bezahlt werden, es muss eine Vorortaufwandspauschale geben und Menschen im Homeoffice dürfen nicht besser gestellt werden. Das macht den Lehrjob viel zu unattraktiv.
Woher nimmst Du oder Sie nur solchen Müll. Kenne genug Fam., die mit 3500 Euro Netto zu viert zu recht kommen müssen und da hat auch ein Elternteil studiert. Lehrerin oder Lehrer wirst du unter 3000 Euro Netto als Singel nicht finden. Dieeeeee verdienen das locker…
So ist das.
Die im “vielgliedrigen Schulsystem passgenauere Angebote” sind offenbar nicht so gefragt. Woran das wohl liegt? Das ist hier das eigentliche Thema.
Eine ganze Menge Wohlstandsverwahrlosung vermutlich auch. Nur dürfte man das in der Grundschule noch nicht so sehen wie in den hochpubertären Klassen 8 und 9.
Es gibt Berichte, dass Kinder aus sozial-privilegierten Familien in der Schule bessere Noten bekommen und auch häufiger eine Gymnasialempfehlung als Kinder mit gleichem Kompetenzlevel aus sozial-benachteiligten Familien.
Wäre auch mal interessant zu erfahren. ob sich auch z.B. auch die Quoten in Hamburg Blankenese und Veddel unterscheiden usw. .
Dazu tragen ganz banale Alltagsphänomene bei:
Variante 1:
“Kevin 83 a” (bis 9/10 allen auf den Senkel gegangen, gerne mal gehauen und getreten, frech & nervig, schwächere KuK regelrecht terrorisiert, will jetzt die Qualifikation für OS haben – wie stellt der sich später wohl mal an, wenn der mit Abi & Studium dann der “Chef” von irgendwem ist?) und seine Mutter eröffnen das Gespräch mit “So, Herr 447, so geht das nicht, sie verbauen meinem Sohn nicht xyz!”.
(Ich innerlich so: “Hmmh, klug genug ist er ja…aber: Homer Simpson: “ACH JA?!”)
Variante 2:
“Korvinian-Thorben 2 b” (bis 9/10 nix gemacht und sein Desinteresse mehr als deutlich gezeigt, aber nix in der Schülerakte, ein ganz normal lustloses Pubertier eben) und seine Eltern erscheinen VOR (!) der kritischen Stufe 10 zum Gespräch, Gesprächseröffnung mit “Guten Tag Herr 447, wir wissen ja, dass er lange nichts gemacht hat. Er möchte aber gerne Noten X und Y erreichen, um Z zu machen. Was müsste er bei Ihnen in X und Y tun? Wir haben da auch A und B organisiert damit es klappt…”
(Ich so innerlich: “Hmmh…klug genug ist er ja…”)
Ist es (auf formaler, abstrakter Ebene gesehen) jetzt definitiv ungerecht, dass Variante A massiv eher nicht das gewünschte Zeug erhalten wird?
Klar, ist es.
Es ist formal ungerecht.
Nur halt auch ein klarer Fall von “FAFO”.
Ohoh, eine richtige pädagogisch didaktische einseitig abgeworfene Splitterbombe – einer muss doch schuld sein! – diesmal die Grundschulen, schämt euch
“Gymnasiallehrer” ( außer Dienst ? 🙂
Ich arbeite rund um und in beruflichen Schulen und kann ebenso sagen: “Besonders die Basiskompetenzen bereiteten Grund zur Sorge” […] Nur 39 Prozent bewerteten die Lesekompetenz der Schülerinnen und Schüler in der Regel als ausreichend für das Gymnasium.” / auch für die beruflichen Schulen! Und es waren nicht selten abgebrochene oder vollendete Gymnasiallaufbahnen zwischen Grundschule und uns.
“Die Bereitschaft, Leistung zu zeigen und dadurch Selbstwirksamkeit zu erleben, ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für die gymnasiale Laufbahn»/ für die berufliche Laufbahn auch !!
( Ich könnte noch viele weitere Zitate anbringen! Nicht nur Gymnasien sind alleinige Heilsbringer fürs Leben – sage ich, mit humanistischer Grundbildung )
Liebe Leute, gegenseitiges Zerfleischen bringt nichts, wenn man noch dazu im selben sinkenden Boot sitzt.
Es wäre interessant , jedem Gymnasiallehrer immer wieder Grundschulpflichtzeiten zu ermöglichen, vielleicht kehrt dann etwas mehr Demut ein.
Und zuletzt böseböse: Warum kommen Schüler zu uns an die FOS, die dann zT, unterrichtet von anderen Lehrkräften mit Gymnasialfakultas, ein brauchbares Abitur bauen ( nachdem sie das Gymnasium verlassen mussten 😉 ?
Weil die KollegInnen an der FOS weitaus kompetenter sind?
Wie kommen Sie auf so etwas?
Aber Sie können gerne weiter mutmaßen. Der Weg über die FOS ist inzwischen sehr beliebt, warum wohl ?
Weil der Weg über eine FOS zum Abitur einfacher ist?
Die Abiturprüfungen der FOS stehen kostenlos im Internet (ByCS) zur Verfügung. Sie können sich ja gerne ein Bild davon machen, ob das so einfach ist.
Und wenn die Schüler in der 11.Klassen dann noch abwechselnd im beruflichen Praktikum und Schule sind, ist der Weg für die Schüler sicherlich nicht einfacher.
🙂 so isses
Wann gibt es die Abiturentlastung? Wie soll das neben dem Alltag gehen?
? Korrekturtage. Schauen Sie sich die Erlasse in Ihrem Bundesland an und gehen damit zur Schulleitung, falls es bei Ihnen nicht gibt. ÖPR einschalten.
Das Gegenrechnen der ausfallenden Stunden spielt dabei keine Rolle, falls die Schulleitung so argumentiert. Die Qualität der Korrekturen muss angemessen sein.
Weil GY die Chance zum Abschulen haben.
Blöd ist ja nur, dass weniger Anfänger am GY weniger Stellen und auch weniger Beförderungsstellen bedeuten. Und dann müssten die überqualifizierten Gymnasiallehrkräfte – Gott bewahre – sich auch noch mit der unverschämten und grenzdebilen Schülerschaft an Schulen der SekI befassen. Denn der größte Mangel an Lehrkräften herrscht eben genau dort – in der SekI.
🙂 May be
Es hat mich nicht in Ruhe gelassen 🙂 May be muss zu > it is indeed the case werden.
“Im Bereich der Grundschule hingegen, schaut es inzwischen etwas besser aus. Hier rechnet man ab dem Jahr 2025 mit einer Entspannung und ab dem Jahr 2026 mit einem Überangebot an Lehrkräften, das man dann – und auch das ist in der Lehrerbedarfsprognose offiziell zu lesen – nutzen wird, um den Mangel an Mittel- und Förderschulen zumindest teilweise auszugleichen. Zu verdanken haben wir diese vergleichsweise gute Situation in erster Linie dem Ausbau der Studienplätze für das Lehramt an Grundschulen und der Abschaffung des Numerus clausus für dieses Lehramt an den meisten Universitäten.
Nach Wegfall des NC: Viele wechselten von Mittelschul- auf Grundschullehramt
Beides Maßnahmen, die zwar im Bereich der Grundschule durchaus für Entspannung sorgen, für das Lehramt Mittelschule aber zu noch größeren Problemen geführt haben, weil eine große Anzahl an Mittelschulstudenten hier die Gunst der Stunde genutzt haben und zum Lehramt Grundschule gewechselt sind. Noch nicht wirklich realisierend, dass man sie zu einem großen Teil dann trotzdem wieder an den Mittelschulen einsetzen wird.” […]
aus
Lehrerbedarfsprognose 2022: Ehrlichkeit gefragt | BLLV: Für Lehrerinnen und Lehrer in Bayern https://share.google/OaAKPOC3vyAAZRXtu
Wenn man den Text der Meldung der Überschrift gegenüberstellt, dann sieht man eine Diskrepanz.
Zunächst werden Ergebnisse einer Umfrage wiedergegeben, die in erster Linie eine „Kritik“ an / Feststellung der Schülerleistung ist.
Ob Vertreter des bpv oder die Berichterstattung da noch etwas dranhängen, ist eine andere Sache. Ich als (NRW-)Gymnasiallehrer kritisiere z.B. nicht die Grundschulen.
Zur Klarstellung: In Bayern ist die Grundschulempfehlung (wie vom Deutschen Philologenverband für ganz Deutschland gefordert) verbindlich – auf der Grundlage von Noten. Wenn also Grundschulen hinreichende Noten für eine Gymnasialempfehlung erteilen, der bpv aber öffentlich beklagt, dass das Leistungsniveau dem aus Sicht der Gymnasiallehrkräfte nicht entspricht, dann ist das natürlich eine Kritik an den Grundschulen. An wem denn sonst?
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Das ist mitunter der Grund, weshalb ich an solchen Umfragen nicht gerne teilnehme; man weiß nie, was daraus gemacht wird. Zudem: Der bpv ist nicht „Gymnasiallehrer“ im Allgemeinen.
Da Sie ja als Medienschaffende um die Wirkung von Formulierungen wissen: Wie wäre es mit: bpv stellt in Umfrage Defizite bei 5. und 6.Klässlern fest und schlägt Aufgabenpool vor?
Dann kann man sich immer noch heiße Gedanken um das elitäre Denken der Gymnasiallehrer machen.
Weil wir nicht die Pressestellen der Lehrkräfteverbände oder Kultusministerien sind, nehmen wir für uns in Anspruch, journalistische Arbeit zu tun und Schönsprech zu übersetzen. Ginge übrigens auch so: Gymnasiallehrer-Verband will Grundschulen zu vorgegebenen Eingangstests fürs Gymnasium verpflichten.
Stimmt nämlich auch.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
🙂 ich auch, ich auch:
Berufsschulen schlagen Aufnahmetest * vor – als Orientierungsmöglichkeit für Ausbildende
* in Praxis und Theorie
Das Wort „übersetzen“ ist schön gewählt.
Ginge auch so: Grundschulen vergeben zu gute Noten, um Konflikte mit den Eltern zu vermeiden.
Und? Nu?
Übrigens: die Grundschulen aus dem Einzugsbereich unseres Gymnasiums sagen im jährlichen Gespräch mit uns ganz offen, dass die Kinder die notwendigen Leistungsstandards nicht erfüllen. Dadurch, dass Kinder mit Förderbedarf diesen frühestens nach einem Jahr diagnostiziert bekommen und Förderung eher Glückssache ist, sind die Klassen derart heterogen, dass die Erfüllung der Rahmenlehrpläne systemisch unmöglich ist. Lehrermangel kommt dazu: ausgebildete Lehrer gibts an manchen Grundschulen hier nur ein oder zwei.
Sollen jetzt die Kinder dafür bestraft werden, dass der Staat immer mehr im Bildungsbereich versagt? Also werden die Noten aufgehübscht und die Kinder kommen ans Gym. Nur haben wir leider auch kein Extrajahr, um die Lücken der Grundschuljahre zu füllen. Die Folge ist Überforderung vieler Kinder mit den bekannten Folgen.
Alles Mist inzwischen, ich sehe weder politischen noch gesellschaftlichen Willen, die Situation ernsthaft bereinigen zu wollen. Außer LaberRhabarber kommt da nichts.
Maybe schrieb: “Es wäre interessant, jedem Gymnasiallehrer immer wieder Grundschulpflichtzeiten zu ermöglichen.”
Das findet schon lange ganz regulär statt. Nennt sich “Abordnung”.
Ist umgekehrt leider nicht möglich, da Grundschul-Lehrkräfte keine Fakultas für die Sek 2 haben.
Wäre aber bestimmt interessant, sie dabei zu beobachten, wie sie in den unteren Klassen eines Gymnasiums dasselbe Klientel wie in der Grundschule betreuen (mit sämtlichen sozialen und sonstigen Auffälligkeiten) und gleichzeitig ältere Schülerinnen und Schüler zum Abitur führen, die entsprechenden Prüfungen vorbereiten und abnehmen und sechsstündige Klausuren korrigieren – während parallel der “normale” Unterricht weiterläuft.
Viele Grundschullehrerinnen haben doch die Fakultas für das Gymnasium. Bei den Neueinstellungen ist das mittlerweile sogar die große Mehrheit. Die Stellen sind für die Sek2 geöffnet und Bewerberinnen mit dem Lehramt Primarstufe gibt es ja keine auf dem Markt (in NRW )
Die Möglichkeit der Abordnung an GS bei gleichem Salaire ist mir bekannt.
Es wäre interessant, wie oft das passiert ( habe leider dazu keine Zahlen gefunden).
Vlt können Sie ja weiterhelfen.
Mein Gymnasium in Niedersachsen muss im kommenden Schuljahr 50 Schuljahres-Wochenstunden an benachbarte Schulen abordnen – bei einer eigenen Unterversorgung mit Stunden.
Passiert in Niedersachsen seit Jahren regelmäßig.
Mein GY – privater kann eine “Privatschule” nicht sein.
Ich möchte keine Grundschullehrerin sein, die für die Übertrittsentscheidung verantwortlich ist und mit den Eltern umgehen muss, deren Willen zur gymnasialen Laufbahn ihres Kindes keine adäquate Leistung entspricht. Bei jeder Probe wird um halbe Punkte gerungen, der Rechtsanwalt meldet sich etc. Dies in Starnberg halt noch öfter als in Niederbayern. Daher ist es verständlich, wenn mit der Parole “Das Gymnasium wird es schon richten” dieser Belastung ausgewichen wird.
Willkommen in meinem Leben – als Gymnasiallehrer habe ich diese erheiternden Phasen immer wieder. Nennt sich halt Abitur.
Ihr Leben ist seit dreißig Jahren auch mein Leben, in dieser Hinsicht.
Die Eltern sollen entscheiden.
Nein, ein anonym, am besten digital ausgewerteter Test soll entscheiden.
OMG! Bloß nicht!☹️
Ne, die können das nicht, das sieht man doch überall dort, wo sie es dürfen.
Mein Sohn war erst Mittelmaß i der 5. und 6., 7-9 total schlecht und jetzt in der Oberstufe hat ih der Ehrgeiz gepackt und hat meist 13 Punkte. Man kann es einfach nicht im Voraus sageb
Nicht besonderes. In der GOSt gehören deutlich mehr Jungen/junge Männer als Mädel/junge Frauen zum oberen Drittel. Entwicklungsbedingt überholen die Jungen die Mädchen ab dem 16./17. Lebensjahr, nachdem sie 16 Jahre den Mädchen hinterher hinkten.
“Entwicklungsbedingt überholen die Jungen die Mädchen ab dem 16./17. Lebensjahr,”
Aber vermutlich nur einige. Bei den Absolvent*innen mit AHR waren es laut Statistik zu 55% Frauen, nur 45% Männer. Im Jahr 2024 nahmen 63,6% der jungen Frauen ein Studium auf, aber nur 53,3% der jungen Männer. Unter den Studierenden, die die Abschlussprüfung nicht bestanden , waren zwei Drittel männlich, ein Drittel weiblich.
Ohne SEK II- Abschluss blieben 15% der jungen Männer, aber nur 11% der jungen Frauen usw. usw.
Das ist aber kein Widerspruch zu dem, was ich getextet habe.
Ja von 100 Abiturienten sind 55 weiblich und nur 45 männlich. Aber von den 30 “besten” eines Jahrganges sind es dann ungefähr 17 Jungen und nur 13 Mädchen.
Können wir nicht den Arbeitsmarkt entscheiden lassen?
Wie rückgratlos kann man denn bitte sein? Außerdem haben Lehrer an Gymnasien doch ähnliche Probleme, wenn der Korbinian nicht versetzt werden soll.
Je nach Erfahrungen mit den Anwälten oder Dezernaten aber verständlich.
Eine Kollegin hat mit viel Aufwand und Nerven einen Noteneinspruch durchgezogen. Dem wurde durch das Dezernat dennoch stattgegeben. Daher überlegt sie es sich ernsthaft, das nochmal so zu machen.
Liebe Kollegen (GY, BY),
kannten Sie schon diese interessanten Fakten über den Landkreis Starnberg:
„Der Kaufkraftindex des Landkreises betrug im Jahr 2021 141,1 des Bundesdurchschnitts (100) bzw. 33.363 Euro pro Einwohner.[2] Somit verfügte der Landkreis Starnberg über das höchste Pro-Kopf-Einkommen aller Stadt- und Landkreise in Deutschland.
13,5 Prozent der Beschäftigten im Landkreis Starnberg haben einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss – doppelt so viele wie im Bundesschnitt.
Im Zukunftsatlas der schweizerischen Prognos AG belegt der Landkreis Starnberg seit 2013 durchgängig Platz 8 von über 400 Landkreisen, Kommunalverbänden und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Regionen mit „Top Zukunftschancen“.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Landkreis_Starnberg
Ich helfe immer gerne. 😉
Grüße von der Basis
Willkommen in der Realität, liebe Philologen!
Der Elfenbeinturm ist schon lange Geschichte.
“Willkommen in der Realität, liebe Philologen!”
Danke für die freundliche Begrüßung! Nur aus Interesse: Wenn ich ein Neuankömmling in der Realität bin – wo komme ich dann eigentlich her? Ist dann ja doch eine existenzielle Frage…
“Der Elfenbeinturm ist schon lange Geschichte.”
Das beruhigt mich ein wenig, danke! Wenn der Elfenbeinturm schon lange Geschichte ist, kann ich zumindest da nicht herkommen…
Den Vorwurf muss ich die eigenen Kollegen (und damit vielleicht auch an mich) etwas weiterreichen. In den Anfangsklassen am Gymnasium klappt das Lernen von Basisfähigkeiten auch nicht gerade gut. Dafür erlebe ich (in Mathe) viel zu oft Schüler in höheren Klassen, die den Stoff der unteres Klassen (negative Zahlen, Brüche, Klammern usw.) nicht mal im Ansatz verstanden haben.
Wenn Schüler (Kl.12) eine Art Erleuchtung bekommen wenn ich ihnen erkläre, dass man 1/2+1/4=3/4 mit Pizzastücken ganz leicht lösen kann, dann fühle ich mich versucht den Kollegen, der die in Kl.6 hatte, man zu fragen was er denn in dem Schuljahr gemacht hat.
Ich weiß, das ist nicht ganz fair den Kollegen gegenüber, u.a. deshalb mache ich es auch nicht.
Aber ich muss leider sagen: Dieses Problem “produzieren” nicht nur Grundschulen, sondern Gymnasien auch.
Und Sie glauben ernsthaft, dass es auch nur eine einzige Lehrkraft gibt, die bei der Einführung der Bruchrechnung keine Pizza, Schokolade, Torte, Smarties usw. benutzt???
Bei der Einführung sicher. Aber danach?
Irgendwie entsteht ja das Phänomen, dass Schüler in den höheren Klassen keinerlei anschauliche Vorstellung von Brüchen haben.
Die vergessen sie wieder!
Jo, das von Ihnen so bezeichnete Phänomen lässt sich sehr leicht erklären.
Ab wann verwenden SuS bei Ihnen den Taschenrechner? Ist Ihnen noch nie aufgefallen, dass die meisten SuS ab diesem Zeitpunkt immer schlechter kopfrechnen können, das Gefühl für Größenordnungen verlieren, Rechengesetze ohne TR nur noch fehlerhaft anwenden?
Was man nicht täglich trainiert, verlernt und vergisst man, so einfach ist das. Ich konnte mich früher super nach dem Stand der Sonne in Ortschaften und im Gelände orientieren. Nach wenigen Jahren Navi auf dem Handy: verlernt.
Natürlich kenne ich das.
Deshalb thematisiere ich ja Grundlagen immer wieder.
Oh, Sie haben Extrastunden? Schön, wenn es Schulen gibt, an denen das möglich ist.
P.S. fühlen Sie sich tatsächlich so völlig aus der Verantwortung enthoben, wenn 12 jährige eine notwendige Grundlage nicht erlernen?
??
Sie sprachen vom Phänomen, ich lieferte eine mögliche Erklärung.
Wie Sie daraus auf „mir doch egal, ob die das lernen oder nicht“ folgern, erklärt sich mir nicht mal im Ansatz.
Sie entdecken wohl gerade ein generelles Sozialgesellschaftliches-Bildungsproblem. Glückwunsch dazu.
Es fängt an, dass Kinder in der Kita/Kiga bzw. zuhause schon Basics nichts mehr lernen. Tragen somit diese Lücken mit.
Dann geht es weiter, dass sie in der Grundschule dies auszugleichen haben und daher ggf. “neue Lücken” entstehen. Tragen diese somit mit.
Dann geht es weiter, dass sie in der 5. Klasse ebenfalls mit (massiven) Mangel ankommen. Dann versucht man es auch hier wiederum auszugleichen.
Dadurch entstehen halt eben wiederum “neue Lücken”. Weil die Basics wieder aufgefrischt werden müssen. Und zwar so, als ob SuS das noch nie gehört hätten.
Dann geht das weiter … Usw.
Dann kommt der Taschenrechner (und KI) dazu. “Selbst denken” wird hier gerne Outsourced [witzige Formulierung, oder?].
Und dann kommen die SuS halt irgendwann “oben” an.
Und sorry … Aber tun wir mal nicht so, als ob alle die “Basics” der Oberstufe dann noch hätten/bekommen würden.
Auch hier dementsprechend Kritik an die Oberstufenlehrkräfte (wie Ihnen)?
Sie sehen hoffentlich das Problem …
Wenn ein/e SuS mit Mathefähigkeiten der 1./2. Klasse (starke Dyskalkulie) in die 5./6. Klasse kommt … Erwarten Sie ernsthaft Wunder?
Manche Lehrkräfte erwecken den Anschein.
Jetzt kann man die “Schuldfrage” stellen.
Eltern? Bei Erwartung von doppelter (Vollzeit-)Arbeit? Schwierig zumindest.
Kita/Kiga? Bei dem “Profil”? Mangelverwaltung. Oftmals mangelhafte Sprachvoraussetzungen der Erzieher. Eben auch aufgrund von Mangel. Wirklich?
Den Grundschullehrkräften? Bei den Deputaten und Klassenteilern? Mit der Heterogenität? Ernsthaft? Mit Voraussetzung der beiden vorherigen Bedingungen?
Den Sek. 1 Lehrkräften? Mit ebenfalls hohen Klassenteilern, der massiven “Heterogenität” [zumindest an vielen Schulen] und ebenso hohem Deputat? Wirklich?
Und dann fangen Sie das alles perfekt auf? Glauben Sie das ernsthaft? Sie holen “alle Jahre” nach + den Oberstufenstoff vollends?
Bin ja ganz verblüfft. Das denken (wahrscheinlich) viele. Aber … Warum “schreien” dann alle “weiter oben”? Egal in welcher Kette man hängt?
Sie über Sek 1. Sek 1 über GS. GS über Kita/Kiga/Eltern. Kiga/Kiga über Mangelverwaltung (und ggf. Eltern).
Und weiter oben “als Sie”? Die Universitäten, Hochschulen und Ausbildungsbetriebe + Berufsschulen.
Faszinierend, oder?
Willkommen im Club.
Dazu kommt dann oftmals noch die Einstellung des “Bespaßens” und “warum muss ich das machen/aber das mag ich nicht”. Zudem des fehlenden Einsatzes an Lernwillen und Bildungshaltung.
Also die SuS Schuld? Obwohl eben ebenfalls alle vorherigen Punkte hier wirken?
Es ist halt ein Zusammenwirken der vielen Faktoren … Von Medien, über Mangel an Elternzeit + Stress, weiter über “Schule muss ja regeln als Einstellung vieler”, verhaltensoriginellen Kindern/SuS, “wenig Handlungsspielraum dazu” bis hin zu absoluten Mangelprofilen.
Was erwartet man denn ernsthaft?
Selbstverständlich lernen die SuS Brüche. Bei Mittelschule 6. Klasse Bayern sogar ein Jahr lang ständig mit Wiederholungen und Vertiefungen. Aber bleibt halt oftmals dann nicht hängen bis zur 7. Klasse … Und zieht sich bis zur Oberstufe. Klar.
Bin ernsthaft erstaunt, wie manche da noch erstaunt sein können inzwischen.
Ich habe standardmäßig die Grundrechenarten mit Fachbegriffen in der Klasse “neben mir”. Gehe diese ständig durch. Glauben Sie ernsthaft, dass die alle inzwischen können? “Aber waren ja Ferien”. “Kann mir das nicht so gut merken”. Spätestens nach den Sommerferien bei einigen.
Es ist ein generelles Phänomen, dass viele Kinder weder richtig Lesen [v. A. sinnentnehmend] können, noch Grundverständnisse von mathematischen Zusammenhängen beherrschen. Es fehlen häufig die “einfachsten” Zahlenverständnisse.
Wäre halt mal an der Zeit hier gezielter Ressourcen zu bilden und zu stellen. Man kennt den Mangel. Absolut bekannt inzwischen. Aber man spart auch hier eben als “Kompromiss”. Damit Eltern arbeiten können. Damit Ganztag und Kita/Kiga oft als Betreuung mangelverwaltet wird. Damit die Kinder “unterkommen”. Egal ob sie qualitativ (und quantitativ) Bildung erhalten.
Man wüsste ja auch, wie man dem besser entgegnet.
– Doppelbesetzungen
– Multiprofessionelle Teams
– Deputat herabsetzen
– Weniger Bürokratie – mehr Zeit für Sinnvolleres
– Geringere Klassenstärken
– Flexiblere Wahl des Dienstortes und direktere Möglichkeiten der Schulleitungen als Auswahl der Lehrkräfte
– EMA (Elternmitarbeit) wäre durchaus konzeptionell sinnvoll
– Genug Platz/Räume: Fachräume (in jeglicher Hinsicht) und Klassenzimmer + Nebenzimmer [glauben Sie mir … Das macht ebenfalls einen massiven Unterschied aus. Ich habe das bspw. als Rahmenbedingung so. Also Klassenzimmer + Nebenzimmer]
Aber … An Bildung wird eben möglichst gespart.
Vielen Dank für die sehr gute Aufschlüsselung der Probleme…bei uns an den Mittelschulen in Bayern kann man die ganze Wucht der gesellschaftlichen Spaltung in allen Facetten täglich erleben. Die Schulen !!! versuchen dem Kaputtsparen, den kreativen Verhaltensveränderungen, dem Socal-Media-Wahn entgegezuwirken. In immer größeren, heterogeneren Klassen in immer weiter verfallenden Schulgebäuden. Reaktion der Verantwortlichen…keine oder nicht wünschenswert. Die Praxis hätte gerne mehr Lehrer – Politik setzt Sparmaßnahmen durch…also weniger Lehrer. Die Praxis hätte gerne kleinere Klassen – Politik kündigt größere Klassen an. Die Praxis würde die Projektprüfung gerne abschaffen – Politik führt in zwei weiteren Fächern das Prüfungsformat Projektprüfung ein. Die Praxis hätte gerne multiprofessionelle Teams – Politik führt ein verpflichtendes Berufsinformationsgespräch zwischen dem Lehrer/Schüler/ Eltern in Klassen 7,8,9 ein, der Lehrer ist ja wirklich der Fachmann für alle Ausbildungsberufe. Die Praxis hätte gerne den Ganztag in 8 und 9 abgeschafft, in dieser angespannten Personallage – Politik will davon nichts hören. Um unsere Mittelschüler in den M-Klassen auf das erhöhte Anforderungsniveau zu bringen bräuchten wir kleinere Klassen – Politik führt den integrativen M-Zweig ein, bedeutet der Regellehrer in 7,8 und 9 differenziert…Ich bin jetzt seit knappen 25 Jahren im Dienst an der Mittelschule in Bayern tätig. So eine Reform, die nur zu Lasten eines überlasteten Systems geht habe ich noch nicht erlebt…unglaublich ärgerlich und rücksichtslos von den Verantwortlichen. Da könnte ich echt…Grüße an Alle.
„ So eine Reform, die nur zu Lasten eines überlasteten Systems geht habe ich noch nicht erlebt…unglaublich ärgerlich und rücksichtslos von den Verantwortlichen.“
„Reform“ ist im Politiksprech lediglich das Synonym für „sparen, bis es quietscht“. Sieht man gerade wunderbar bei der „Gesundheits“reform. Möglichst viel Geld und damit Personal aus dem System ziehen, die damit verbundenen schlechteren Leistungen als Fortschritt verkaufen und wenn’s dann vor den Baum läuft, findet man entweder schnell nen Doofen, dem man die Verantwortung in die Schuhe schieben kann, oder man macht große Augen, denn: „Wer konnte das denn ahnen“?
Sie haben wirklich noch nie erlebt, dass zwei Jahre nach ihrem Unterricht die gleiche Klasse kollektiv ‘nie gehört’ behauptet? Schüler lernen für die nächste Prüfung, glauben selten bis nie, auch nach hundertster Erklärung, dass nach der Bruchrechnung vor der Bruchrechnung ist. Thema beendet, kommt nie wieder, war schlimm genug, reinste Folter, völlig sinnlos. Physik fängt in der Oberstufe bei mir und den KollegInnen notwendigerweise mit den mathematischen Basics an, das betrifft Gymnasial- und Gesamtschüler gleichermaßen, da ist kein belastbares Fundament. (Was ist der Kehrwert, Zitat Jg 11) Aber 25% der Zeit sind ja laut Lehrplan ‘frei verfügbar für Projekte u.ä.’…
Tatsächlich habe ich das noch nicht erlebt. Dass Sachen nicht mehr präsent sind, das schon. Aber i.d.R. kommt da schnell ein “ach, das war das”.
Glauben Sie ernsthaft, dass alle Lehrkräfte “unter Ihnen” versagen und Sie die einzige Person an Ihrer Schule wären/sind, welche “gute Arbeit leistet”?
Da tun mir ja Ihre Kolleginnen und Kollegen schon etwas Leid dann. Hoffe mal nicht …
Komischerweise habe ich dieses “Phänomen” an so einigen Schulen erlebt … Jeder selbst leistet wahnsinnige Arbeit und die SuS können das natürlich … Nur woher kommt dann eben, dass “die Jahrgänge drüber” alle das gleiche Problem beanstanden? Und man selbst im Prinzip ja auch. Klar.
Komischerweise hatte ich schon SuS, welche in der 6. Klasse besser Bruchrechnen konnten, als in der 9. Klasse und 10. Klasse. Bin ja wirklich … Erstaunt. Nicht inzwischen.
Und seltsamerweise beanstanden oft die 7. und 8. Klasse allerdings auch, dass die ja keine Basics können.
Und in der 9. dann? Sind die irgendwie immer noch nicht da. Und trotzdem … Komischerweise wieder … Konnten die das ja “in der 8. Klasse” “natürlich” [zählt das als Mathegag?] noch … Klar. Selbstverständlich. Alles klar.
PS: Das “das hatten wir noch nie” und das “ach, das war das” höre ich [wie nahezu jede Lehrkraft …] ständig. Egal ob die SuS bei mir waren oder bei jemanden anderes.
Das ist der Trend der Zeit.
Sie sind da vielleicht einer ganz heißen Spur auf.
Gibt manche, die sogar in der gleichen Klasse waren und SuS A “das hatten wir noch nie” behauptet und SuS B “ach, das war das” sagt und SuS C die Lösung parat hat und SuS D ebenfalls behauptete das nie gehabt zu haben … Sich dann aber schnell doch erinnert.
Bin allerdings auch nicht Gymasiallehrer. Vielleicht haben Sie auch einfach ein “anderes Clientel”, wo die SuS komplett anders wirken.
Manche Gymnasiallehrer sollten vielleicht tatsächlich mal auch an andere Schularten (und Schulstufen) auch arbeiten … Erweitert anscheinend auch den Blickwinkel?
Sie haben völlig Recht:
Die Unterrichtsqualitätsdefizite die an der Grundschule auftreten sind in der Unterstufe nicht viel besser.
Z.B. wird auch in der Unterstufen Algebra an den Kindern tw. vorbeiunterrichtet. Der Teil der Klasse der in Nachhilfe geht und bei dem die Eltern zu Hause helfen, ist 1 bis 2 Notenstufen besser als der Klassenschnitt und das konstant durch bis in den Jahrgangsstufentest.
Aber wehe man macht den Lehrern klar: dass es an Ihnen und nicht an den Kindern liegt.
Dann wird gleich von Angriffen geschwafelt
Null Selbstkritik.
Deswegen verbessert sich im Bildungssystem auch kaum was…
Ich hatte leider nur selten die Gelegenheit, mich selbstkritisch darüber zu freuen, dass mir Eltern endlich mal klarmachten, dass es an mir liegt. Vielleicht kommen Sie mal zu einem Elternsprechtag?
Wo muss ich hin?
NRW. Letztes Mal hatte ich sogar noch Termine frei, trotz Klassenleitung. Der nächste Termin ist allerdings erst im neuen Schuljahr. Bringen Sie ruhig Ihr Kind mit.
Ich würde lieber die betroffene Lehrkraft der Schule mitbringen, der mehrere Eltern über mehrere Klassenstufen hinweg mangelnde didaktische Fähigkeiten attestieren. Vielleicht kann die sich ja dann was von Ihnen abschauen 🙂
Ich schau Ihnen beiden dann zu…
Das Kind/ die anderen Kinder der Klasse können den Stoff mittlerweile:-)
Die gehen in der Zeit lieber zum Sport/Inliner fahren….
Noch ist Lehrkräftemangel. Scheinen einige höchst qualifizierte Personen (auch hier) sich trotzdem dagegen zu entscheiden.
Verstehe gar nicht warum …
Können viele Eltern doch sowieso besser. Macht doch “Hobby” zum Beruf am besten. Win-Win für alle?
Dann wären sie ja doppelt schuld: Aus Perspektive der Lehrer als Eltern und aus der Perspektive der Eltern als Lehrer. Oder dreifach, denn aus der Perspektive der Kinder sowieso ;-).
Auch die Performance von Lehrkräften folgt der Gauẞschen Verteilung, Lehrpläne haben Lücken, Didaktik hat Mängel:
Wir Eltern haben ein gutes Recht wie Interesse vorhandene Probleme klar anzusprechen und Verbesserungen einzufordern.
Sorry, dass ich am Unfehlbarkeitsnimbus der Lehrkräfte säge:
G8, “Schreiben nach Gehör”… schon vergessen??
Von potentiellen Lehrkräften höre ich übrigens andere Gründe warum sie nicht Lehrer werden
Starrer, bürokratischer Bildungsapparat;
Viel zu grossen Klassen;
Admin Überlastung;
…
“Auch die Performance von Lehrkräften folgt der Gauẞschen Verteilung”
Sie meinen wie überall?
“Lehrpläne haben Lücken, Didaktik hat Mängel”
Das mit den Lehrplänen kommt auf die Perspektive und Erwartung an. Was will man genau wann und wie haben/lernen?
Daher ist das recht subjektiv.
Didaktik ist nahezu nie perfekt. Das ist klar. Ist es ja bei anderen Berufsfeldern auch nicht, dass Arbeiten und Methoden immer perfekt wären. Dazu war ich schon in zu vielen Unternehmen, um mir hier was vorzumachen.
“Wir Eltern haben ein gutes Recht wie Interesse vorhandene Probleme klar anzusprechen und Verbesserungen einzufordern.”
Selbstverständlich dürfen Sie das. Finde ich gut. Um so mehr Eltern mal etwas “Kante” zeigen (gegenüber den Bedingungen und der Bildungspolitik), desto besser.
Noch besser wären konkrete Sachen. Was genau und wie wird dem entgegnet? Und dann kommt man sehr schnell auf die mangelnden Rahmenbedingungen.
So wirkt Ihr Beitrag mehr nach “Lehrerbashing” irgendwie. Mag nur mein Gefühl sein.
“Sorry, dass ich am Unfehlbarkeitsnimbus der Lehrkräfte säge”
Keiner ist unfehlbar. Trotzdem finde ich Ihre “Einordnung” doch etwas zu pauschal. Zudem nicht weitreichend gedacht.
Natürlich könnte man jetzt auch pauschal entgegnen: Aber schau, Elternteil XY macht gar nichts. Die faulen Eltern.
Bringt das was? Ist doch quatsch.
Dazu gibt es genug andere Personen in anderen Berufsgruppen/Berufen, welche ebenfalls “nicht unfehlbar sind”. Und? Sollten wir alle dementsprechend anprangern?
Auch pauschal?
“G8, “Schreiben nach Gehör”… schon vergessen??”
Schreiben nach Gehör/Lesen durch Schreiben habe ich nicht vergessen. Jedoch habe ich auch nicht vergessen, dass viele Lehrkräfte [auch hier im Forum] dies massivst kritisiert haben und davor gewarnt hatten. Sowohl im Vornherein, als auch in der [angeordneten] Anwendungsphase bis hin zu bis heute noch/danach.
Hat eben die Bildungspolitik nicht drauf gehört.
Auch hier wurde das doch thematisiert.
Die Warnung der Praktiker [Lehrkräfte] vor vermehrter Bildung von LRS dadurch wurde sehenden Augens in Kauf genommen. Die Schuld wurde dann jedoch auch zum Teil diesen Leuten und weiteren zugeschustert. “Die Lehrer unterrichteten falsch”. Ja – das waren Vorgaben. Man hoffte eben auf “mehr Teilhabe und Motivation”. Gewarnt? Wurde. Insbesondere von Lehrkräften.
Das sollte man hierbei nicht vergessen und fairerweise erwähnen.
Wie war das mit G8? Wüsste nicht, dass das eindeutig bei den Gymnasiallehrkräften (und anderen) als “gut” empfunden und eingeordnet wurde. Habe da die Begriffe von “Einsparpolitik” noch im Kopf.
Also … Liegt das jetzt an systemisch strukturellen Bedingungen und Vorgaben oder primär an die Lehrperson? Drüber dürfen Sie gerne selbst mal nachdenken.
Den Quatsch von “Schreiben nach Gehört” hatte ich ebenfalls stark kritisiert. Zudem kritisiere ich das weiterhin.
Die Folgen sah man ja. Konnte man auch erahnen.
Genauso warne ich aktuell ja weiterhin vor der “alles ist LRS”-Definition und Einordnung. Nein, ist es nicht.
Legasthenie ist kein LRS. Punkt.
Und hier machen wir aktuell ebenfalls Rückschritte. Sehenden Augens wieder mal. Wieder als Kompromiss und aufgrund Einsparungen.
In Jahren wird man höchstwahrscheinlich dies vermehrt (wieder) anprangern und bestenfalls meiner Meinung mach wieder ändern und sinnvoll einordnen und handhaben/entgegnen.
Die Kenntnisse haben wir ja.
Und? Trotzdem wurden die verpflichtenden LRS Stunden in Bayern gestrichen/auf Freiwilligkeit geändert. Zudem sind Lerntherapien wieder schwieriger zugänglich als Bewilligung etc.
Auch das wird kritisiert von einigen Lehrkräften. Mitunter auch mir.
Aber: “Wir” spielen trotzdem im Rahmen der Rahmenbedingungen.
Das muss man differenzieren.
“Von potentiellen Lehrkräften höre ich übrigens andere Gründe warum sie nicht Lehrer werden”
Was verstehen Sie unter “potentiellen Lehrkräften”?
Welche studieren wollten?
Welche Lehramt studierten?
2. StEx/Ref?
Ehemaligen Lehrkräften?
“Wunschlehrkräften (im Geiste)”[aber … Ausrede/tatsächliche Gründe]?
“Starrer, bürokratischer Bildungsapparat;
Viel zu grossen Klassen;
Admin Überlastung;
…”
Den gibt es eben. Auch dies kritisiere ich hier und anderswo ständig. Seit Jahren.
Glauben Sie ernsthaft, dass Sie oder “potentielle Lehrkräfte” [welche sich aber gegen den Beruf entschieden haben/entscheiden] dies “aussetzen” könnten?
Glauben Sie ernsthaft, dass Sie in diesem Rahmen Ihr “Wunschunterricht” halten könnten?
Das glaub(t)en viele vor der Praxis.
Wenn jemand [Maurer] ein Haus in 5 Stunden bauen soll ohne Materialien und mit Meerblick ohne Meer – inklusive Elektronik [ohne Gesellenbrief diesbezüglich] … Dann wird man hier auch nicht sonderlich viel erwarten können.
Das sollte man eben auch im Blick haben, wenn man dementsprechend Kritik äußert.
Die Erwartungen und das Berufsprofil stimmen schlichtweg nicht mehr überein. Die Gesellschaft und die Profile haben sich halt gewandelt. Ohne die Rahmenbedingungen dazu.
Ich kann mich nur wiederholen: wir brauchen Verbesserungen in Lehrplänen, Didaktik, Methodik.
In Grundschule wie Gymnasium.
Ich kann Ihnen das z.B für die Grundschule runterbrechen im Themenkomplex Rechtschreibung/ Satzzeichensetzung bis ins Detail, wos hakt, wenn Sie wollen – um aufs ursprüngliche Thema zurückzukommen.
Wir sind insgesamt international nicht umsonst hinten dran.
Und der Massstab im Sachen Bildung ist nicht, dass Bayern Hessen aussticht oder Sachsen Bayern, sondern wir als DE z.B. die Asiaten,….
Fazit
Das Bildungssystem kanns defizitär laufen lassen wies aktuell ist und wie es sich weiter entwickeln wird.
Aber dann greifen wir Eltern ein, und dann will ich aber auch keine Klagen hören…
Wenn 33 Leistungsnachweise in GS abverlangt und dann 4 Monate später die falschen Kinder kommen sollen: dann ist das Chaos zwischen den Schulsystemen auf dem Rücken der Kinder (vor allem wenn ich 50km nur 21 Leistungsnachweise ableisten muss ist das schon unanständig).
“Ich kann mich nur wiederholen: wir brauchen Verbesserungen in Lehrplänen, Didaktik, Methodik.
In Grundschule wie Gymnasium.”
Richtig. Das geht jedoch eben nur mit dementsprechenden Rahmenbedingungen.
Und die sind aktuell nicht da.
Dann kann man sie fordern – was ständig gemacht wird – auch hier.
Ändert jedoch nichts daran, dass man weiterhin mit (und in) diesem Mangelrahmen arbeiten muss.
Daher: Willkommen im Club. Die Forderungen sund da. Seit Jahren und Jahrzehnten.
“Juckt” nur offensichtlich wenig der/die (Bildungs)Politik.
“Ich kann Ihnen das z.B für die Grundschule runterbrechen im Themenkomplex Rechtschreibung/ Satzzeichensetzung bis ins Detail, wos hakt, wenn Sie wollen – um aufs ursprüngliche Thema zurückzukommen.”
Ca. 50% in meiner Klasse haben diagnostizierte LRS/iso. RS/iso LS/Legasthenie.
Glauben Sie mir … Wo es hakt ist normalerweise den meisten Lehrkräften klar.
Nur auch hier … Ist es bspw. “legasthenie” [wird von LRS nicht mehr unterschieden meist – was ein massiver Fehler ist]? Dann braucht es primär Lerntherapie. Die ist im Rahmen an den meisten Schulen weder gegeben, noch “leistbar” unter aktuellen Rahmenbedingungen.
Zudem Kenntnisse zu Gedächtnistraining und Neurologie. Eben – soweit wir zumindest Kenntnis drüber haben. Daher: Gedächtnistraining und Transferbildung im Fokus.
Bei LRS? Primär hingegen Rechtschreib- und Lesestrategien. Übung, Übung, Übung. Und ebenfalls schadet Gedächtnistraining auch hier nicht.
Wie ist “der Trend” der Ressourcen? Die verpflichtende LRS Stunde wurde (leider) in Bayern gestrichen/eingespart.
Also auch hier … Keine Ressourcen für diesen Hebel.
Und natürlich tragen den Mangel die Kinder ggf. mit an die nächsten Schularten/Klassen.
Welche Ressourcen bräuchte es denn bspw.?
– Kleinere Klassen
– Kleineres Deputat
– Multiprofessionelle Teams
Und was hat man?
– Recht große Klassen
– Recht hohes Deputat
– Keine multiprofessionellen Teams
Man findet den Fehler hoffe ich?
Auch im Vergleich zu anderen Ländern – wenn Sie wollen.
Es muss “möglichst viel” sein [gefordert von XY an Schule] mit “möglichst wenig” Kosten [für alle … Außer den Nerv, die Zeit und Mehrarbeit von Lehrkräften und ggf. Eltern].
Das ist halt aktuelle Situation an vielen Stellen.
Kann man sagen: Dann ändert das doch!
Absolut richtig. Nur ist die Instanz dazu eben der Staat/AG. Und hier wird wie erwähnt von Seiten der AG (und “Kunden” – Eltern/Kinder) doch seit Jahrzehnten bemängelt und gefordert? Die Stellung der Basisrahmenbedingungen zur Förderung fehlt trotzdem. Komisch.
Und das ist auch klar bei “Einsparpolitik”, gepaart mit “Image Schule”, gepaart mit “Eltern müssen [beide] arbeiten (und trotzdem helfen)” [oftmals ohne Hilfe von Großeltern], gepaart mit dem sozial-gesellschaftlichen Wandel [Generation “Kopflos”, “TikTok” und “ich will/kann aber nicht”], gepaart mit Eltern – welche Wunschvorstellungen haben und ihre individuellen Vorstellungen als “muss aber” sehen … Egal ob absolut laissez faire, “demokratisch”, autoritär oder sonst was. Die Schule hat da bitte nachzugeben. Und die Lehrkräfte sollen das bitte anpassen.
“Wir sind insgesamt international nicht umsonst hinten dran.
Und der Massstab im Sachen Bildung ist nicht, dass Bayern Hessen aussticht oder Sachsen Bayern, sondern wir als DE z.B. die Asiaten,….”
Haben Sie sich schonmal über die Methodik in asiatischen Ländern erkundigt?
Wollen Sie das wirklich?
China? Korea? Oder was haben Sie da im Blick. Wäre ich vorsichtig.
Und ja … In Mathematik sind diese “gedrillt” stärker bei Aufgaben, welche “Drillabläufe” begünstigen. Nur zu welchem Preis oft.
Dazu muss man schon die generelle Bildungspolitik dort dann beachten. Auch die Aufopferung der Eltern. Viel Geld und Zeit bleibt da manchen nicht. Weder Kind – noch Eltern.
Besser wären Finnland, Schweden, Neuseeland usw. … Aber auch da hapert es aktuell meines Wissens nach (gewaltig).
Zum einen wegen Fehl-Digitalisierung [Wurde einfach schlecht gemacht. Davor warnten auch einige Experten … In jeder guten FoBi dazu wird vermittelt, dass man bitte bloß nicht “rein digital” arbeiten soll.]. Das machten diese jedoch.
Zum anderen, weil auch diese “soziale Medien” haben und der sozio-gesellschaftliche Wandel auch dort stattfindet. Klar.
“Das Bildungssystem kanns defizitär laufen lassen wies aktuell ist und wie es sich weiter entwickeln wird.”
Wird so auch laufen. Selbstverständlich. Der Fokus liegt auf Betreuung/Aufbewahrung – bis 2030 werden Gelder im Bildungsbereich gespart. Diese im Betreuungsbereich erweitert. Die Abdeckung von Ganztagsbetreuung ist Priorität bis dahin.
Ab 2030 kann man mal über bessere Rahmenbedingungen demnach schauen. Wahrscheinlich werden sie trotzdem nicht kommen. Und dann haben wir in 10-15 Jahren eben eine Art “Systemkollaps”.
Ist eigentlich nichts, wovor nicht sämtliche Experten warnen.
Und das auch nicht “seit gestern/heute”.
Es juckt schlichtweg keinen “Zuständigen”.
In 5 Jahren “konnte man es ja nicht wissen”. Sorry. Upsi.
“Aber dann greifen wir Eltern ein, und dann will ich aber auch keine Klagen hören…”
Wäre ja mal schön. Normalerweise hat (nahezu) jedes Elternteil zumindest eine Wahlstimme.
Dazu kann man ja durchaus das Topic “Bildung” mehr priorisieren. Auch bei Umfragen diesbezüglich.
Aber hey … Ich glaube Sie meinten das ganz anders.
Und klar … Fördern Sie Ihr Kind wo es nur geht. Finde ich gut.
Beachten sollten Sie trotzdem die Rahmenbedingungen im “Verein Schule/Kita/Kiga”. Und hier gilt eben oft:
– Mangelverwaltung
– Mangelbetrieb
– Mangelrahmen
– Einsparpolitik
– Schulpflicht/Präsenzpflicht
Ich bin aktuell sowieso für eine Bildungspflicht. Soll kommen … “Wer bock hat”. Für alle Beteiligten [aktuell/zeitlich] doch ein Segen.
Angebote müssen [mindestens wie jetzt] da sein.
Kann ja nur besser werden für den Bereich Schule. V. A. Als AN.
Ansonsten gilt weiterhin: Lehrkräftemangel. Sehr gerne dazu gesellen. Viele Eltern sehen sich ja sowieso als “besseren Lehrer”. Kann man doch dann gerne mal ausbauen und von “1-3 eigene Kinder” auf “25-30 fremde Kinder” das “Profil” erweitern. Toll ist zudem … Man wird dafür dann auch mal “ordentlich” bezahlt.
Also warum nicht machen? Scheint doch äußerst attraktiv zu sein für viele?
Verstehe den Mangel gar nicht.
“Wenn 33 Leistungsnachweise in GS abverlangt und dann 4 Monate später die falschen Kinder kommen sollen: dann ist das Chaos zwischen den Schulsystemen auf dem Rücken der Kinder (vor allem wenn ich 50km nur 21 Leistungsnachweise ableisten muss ist das schon unanständig).”
Das verstehe ich nicht. Müssten Sie ggf. bitte erläutern.
Aber ja … Vieles wird auf dem Rücken der Kinder ausgetragen.
Dazu gibt es eigentlich Bildungspolitik und “tragende”/”zuständige” Instanzen.
Die Schule ist es nicht. Sie führt nur aus. Unterliegt diesem Rahmen.
Stellen Sie sich doch mal die Frage, warum das “Trend der Zeit” ist, obwohl viele Lehrkräfte schon 20-30 Jahren im Beruf arbeiten [Pensionswelle/Rentenwelle fängt erst an]? Und warum das “früher” anders war?
Sind die gleichen Personen auf einmal alle (!!!!) unfähig(er)?
Da sollte man doch ganz schnell auf Skepsis als Elternteil kommen?
Man macht es sich einfach einfach, dies “nur” auf einen Faktor immer wieder zu schieben. Sowohl Lehrkräfte, welche “die unfähigen Eltern” anprangern – als auch Eltern, welche “die unfähigen Lehrkräfte” anprangern.
Es ist ein mutifaktorielles Problem der Zeit.
Und eben genau so zu lösen. Durch multifaktoriellen Umgang und dessen Lösungen.
Und da haben wir Medien … Arbeitsweisen/Wirtschaft … Bildungssystem … Sozio-Gesellschaftlichen Wandel … Bildungspolitik und Entscheidungen der Politik diesbezüglich … Berufsattraktivität und Wandel des Profils … Usw. usf. als große Ankerpunkte.
Nicht nur eins. Alle.
Sie picken gerade bei “aber die Lehrkraft” einen minimalen Teilfaktor heraus. Nur zu … Wird jedoch nichts bringen. Ersetzt man “diese Person” ändert das grundlegend nur an der einen Schule in der einen Klasse einen Faktor. Und weitreichend? Nichts.
Und wenn man so manche Beiträge liest und sich auch andere Foren ansieht usw. … Dann ist die Wahrscheinlichkeit “dass das Kind auch mal was lernt in der Schule” bei/für manche gegen Null.
Ihr müsst Euch mal als Lehrer, Schulleitungen und Kultusministerium einigen was ihr haben wollt:
– wenn mit den Kindern nicht geübt, gelernt wird, sie nicht unterstüzt werden, dann sind das schnell bildungsferne Haushalte
– wenn wir mit den Kindern was machen sinds Helikoptereltern die die Kompetenz der Schule in Frage stellen.
🙂
Zum Übertritt zurück weil darum gehts:
Jede EINZELNE Schule in Bayern legt den Übertrittsumfang/-druck selbst fest: die Zahl der insgesamten Leistungsnachweise in Klasse 4 setzt die Schule fest.
2400 mal wird das gemacht:
In einem wachsweichen Korridor an Vorgaben.
Und wenn ich weiss, dass ich bei vergleichbarer Schwierigkeit der Noten an einer Schule 33 Leistungsnachweise ableisten muss und woanders nur 21, dann komm ich mir mit meinem Kind auf gut deutsch gesagt verar…. vor, wieviel Druck man da auf die Kinder in unserem Fall ausübt: 30% mehr !!
Und wenn mir dann ein Kultusministerium erklärt, es erhebt gar nicht bayernweit die Zahlen der Anforderungen des Übertrittverfahrens, kontrolliert und reguliert die Qualität und Vergleichbarkeit des Übertritts: dann braucht keiner aus den Gymnasien heulen kommen und sagen es kommen die falschen Kinder.
Wenn das System so ist wie es ist und das Kind hat die Noten die es braucht dann ist es dort erstmal zurecht!
Und wenn das Verfahren unanständig, unfair und ungleich abläuft, dann misch ich mich als Eltern da ein und schaffe die fairen Bedingungen.
Lehrkräfte, Schulleitungen und Schulministerien …
Das sind drei Paar Stiefel, die keine Gemeinsamkeiten haben.
Letzteres macht die Vorgaben, die die Schulleitungen mit Hilfe der weisungsgebunden Lehrkräfte umsetzen müssen.
Genauso gut ist zu erwarten, dass sich Aufsichtsrat, CEO und Belegschaft von TKS im Sinne potentieller Stahlkunden über Technologiefragen, Qualität, Preise und Gehälter sowie Fragen der Mitbestimmung einigen.
Ehrlich??
Im Bildungssystem haben Lehrer, Schulleitungen und Ministerium keine Gemeinsamkeiten???
(Also nicht, dass mir das nicht schon aufgefallen wäre).
Dann können wir hier aufhören zu diskutieren und nach Verbesserungen zu ringen
Arme Kinder Deutschlands!
Da sag ich dann mal ab in die Privatschulen.
Sie diskutieren doch nicht, Sie stellen Forderungen auf und adressieren diese an die Lehrkräfte, wohlwollend dass Sie bei der politischen Spitze des Schulministeriums die Kalte Schulter gezeigt bekommen.
Streiche wohlwollend, setze “wohlwissend”.
“Ihr müsst Euch mal als Lehrer, Schulleitungen und Kultusministerium einigen was ihr haben wollt”
Das KMK beschließt und gibt vor.
Die Schulleitung bekommt die Infos, leitet sie weiter und weist (somit) an.
Die Lehrkräfte sind die primär ausführende Instanz unter diesen Rahmen.
Da ist oft wenig mit “ihr müsst euch einigen”. Es wird halt festgelegt und angewiesen.
Wir Lehrkräfte könnten alle sagen “auf Noten und Abschlussklassen haben wir aber keine Lust”. Das juckt halt nicht im staatlichen System. Dann muss man zu einer Privatschule individuell wechseln.
Denken Sie das wäre ein “ich wünsch mir was”?
Sie sagen doch auch nicht “da haben sich die Politiker mit mir geeinigt” oder “da müssen wir uns mit den Politikern einigen”. Der Rahmen liegt oft nicht vor für Sie als Einzelperson diesbezüglich. Als Masse eben primär auch nur durch die Wahlergebnisse.
Keine Ahnung, wie Sie sich das vorstellen …
“– wenn mit den Kindern nicht geübt, gelernt wird, sie nicht unterstüzt werden, dann sind das schnell bildungsferne Haushalte”
Das wäre recht einfach gedacht. Aber das kann durchaus eine Konsequenz daraus sein/werden. Natürlich haben Kinder einen massiven Vorteil, wenn ihnen vorgelesen wird und sie mehr unternehmen als nur “zu swipen”.
Sollte ja selbsterklärend und logisch sein.
Ein Mindestmaß (an Unterstützung/Willen) sollte man jedoch schon erwarten können, wenn man sich für Kinder entscheidet bzw. Kinder hat.
“– wenn wir mit den Kindern was machen sinds Helikoptereltern die die Kompetenz der Schule in Frage stellen.”
Wie kommen Sie darauf? Wenn sie “rumhelikoptern” sind Sie “Helikoptereltern”. Das ist ja ein immenser Unterschied.
Wenn Sie mit “Luftschlössern an Forderungen” ankommen beispielsweise. Oder Ihr Kind ständig und weitreichend (über einen “natürlichen Rahmen”) in das Gesamtzentrum stellen. Oft dann noch “Rasenmähereltern” halt.
Wenn Sie ihr Kind fördern wird da (normalerweise) absolut keiner was dagegen haben und sagen – warum auch? So sollte es ja bestenfalls sein.
Wenn Sie jedoch ständig mit Sonderwünschen ankommen und “aber wenn ich meinem Kind das 1:1 erkläre, dann muss das bei 1:30 auch genau so einfach gehen”, dann verdrehen sich (bei mir) eben nur die Augen. Das zeigt halt schlichtweg das Unwissen und eine massivste Fehleinschätzung. Wenn Sie dies dann auch ausweiten und auf andere Situationen übertragen … Dann Helikoptern Sie halt.
“Zum Übertritt zurück weil darum gehts:
Jede EINZELNE Schule in Bayern legt den Übertrittsumfang/-druck selbst fest: die Zahl der insgesamten Leistungsnachweise in Klasse 4 setzt die Schule fest….”
Natürlich gibt es Richtwerte und Vorgaben. Aber ja, es ist nicht “fair”. Ist es doch auch nirgends sonst?
Beim Aldi wird man evtl. schneller bedient als beim Edeka. Oder andersrum. Dazu gibt es dann beim Rewe oder Lidl Selbstbedienerkassen. Ist ganz schön unfair. Warum machen die denn nicht alle das Gleiche?
Wenn Sie weniger Druck durch Noten wollen … Gehen Sie an eine Privatschule. Falls Sie dann den Übertritt machen, wird eben gesondert getestet. Dann haben Sie “nur” einen Test.
“Und wenn mir dann ein Kultusministerium erklärt, es erhebt gar nicht bayernweit die Zahlen der Anforderungen des Übertrittverfahrens, kontrolliert und reguliert die Qualität und Vergleichbarkeit des Übertritts: dann braucht keiner aus den Gymnasien heulen kommen und sagen es kommen die falschen Kinder.”
Doch, weil Sie hier wieder die Ebenen vermischen. Was haben Sek 1 Lehrkräfte denn mit Grundschulzeignissen, Übertrittsempfehlungen und Vorgaben des KMK primär zu tun?
Nichts, sie sind lediglich die Folgeinstanz.
Wenn hypothetisch festgelegt wird, dass die AltenpflegerInnen nicht mehr pflegen dürfen. Dann geben Sie doch auch nicht den Ärzten die Schuld, dass die Krankenhäuser auf einmal überlaufen?
Ist ja schon wild …
Man darf selbstverständlich dies kritisieren. Würden die Ärzte wohl auch machen.
Es ist für viele meist einfacher “für andere zu entscheiden”. Klar. Die Folgekonsequenz haben dann oftmals halt die anderen auch.
“Wenn das System so ist wie es ist und das Kind hat die Noten die es braucht dann ist es dort erstmal zurecht!”
Rein formal ja. Braucht sich aber halt dann auch nicht zu wundern, wenn “runter getestet” wird. Wie gesagt … Hier muss man eben auch die Instanzierung beachten. Und wer was wie entscheidet. Und wer es ausführt. Usw.
Und wenn die Gymnasien vom Niveau nicht mit dem Stand der Benotung der Grundschulen und den Vorgaben übereinstimmen … Wen sollte das wundern, wenn es dann bspw. zu einer späteren Abschulung wirkt?
Es ist erstmal “das Eintrittsticken” in Bayern bspw.
Wie lange man dann tatsächlich bleibt hängt halt von weiteren Faktoren dann ab.
“Und wenn das Verfahren unanständig, unfair und ungleich abläuft, dann misch ich mich als Eltern da ein und schaffe die fairen Bedingungen.”
Wie wollen Sie das machen? Das ist nicht möglich. Es bleibt systemisch unfair und ungerecht. Da können Sie machen was Sie wollen.
Sie verändern genau so wenig das System wie ich. Das System verändert maximal einen selbst.
Und individuell kann man das durchaus ggf. etwas lenken. Klar.
Aber Verfahren fair machen? Ne. Wunschdenken von Ihnen.
Ich wiederhole mich:
Räumt die Defizite, Chaos, Unzulänglichkeiten,… im Bildungssystem gemeinsam auf:
rauft Euch zwischen Kultusministerium, Schulleitungen und Lehrern zum Wohl der Kinder im Land zusammen.
Hört auf Probleme als unlösbar auf/ins System, Kindern oder Eltern in die Schuhe zu schieben: sondern packt selbst an
Ansonsten greift
– der eine Teil der Eltern ein und sorgt für die notwendigen Veränderungen. Und keine Panik wir finden Hebel für faire Bedingungen zu sorgen :-): ob das bemerkt wird egal 😉
– der andere Teil wählt dann zunehmend Alternativen wie der Wahltrend weiter zeigt.
Damit verabschiede ich mich aus dieser Diskussion.
„ Ansonsten greift
– der eine Teil der Eltern ein und sorgt für die notwendigen Veränderungen. Und keine Panik wir finden Hebel für faire Bedingungen zu sorgen :-): ob das bemerkt wird egal
– der andere Teil wählt dann zunehmend Alternativen wie der Wahltrend weiter zeigt.“
Ja los doch endlich! Kümmern Sie sich endlich mal um die Bedürfnisse Ihrer Kinder! Also ich persönlich bitte darum, dass die Eltern endlich mal aktiv werden.
Was den zweiten Teil betrifft: wenn Sie ernsthaft glauben, dass Faschisten wüssten, wie die Bildungsmisere zu beheben wäre und zweitens, wenn sie es denn wüssten, dies auch wollten: nun, dann haben Sie so einiges in Geschichte und Politikwissenschaften nachzuarbeiten. Aber Sie können ja mal in dem Landkreis mit AfD-Landrat nachfragen, was der Landkreis als Schulträger schon so alles auf den Weg gebracht hat. Teilen Sie es mir gern hier mit!
Mit freundlichen Grüßen,
Mika BB
“Räumt die Defizite, Chaos, Unzulänglichkeiten,… im Bildungssystem gemeinsam auf:”
Das ist tatsächlich Aufgabe des Arbeitgebers. Das ist schlichtweg nicht das Profil von Angestellten/Beamten.
Stellung der Rahmenbedingungen ist und bleibt AG Sache.
Es wird sowieso schon zu viel “von außen eingebracht”.
Es kauft jedoch auch keiner privat einen Kran, der angestellter Kranarbeiter ist.
Also … Erstmal müssen die Basics her. Das ist die Ebene der Bildungspolitik, der Politiker und deren Instanzierungen. Also Bund, Land, Kommune, etc.
“Wir” arbeiten mit diesen Rahmenbedingungen. Sind diese scheiße … Dann kommt eben oft nichts großartiges dabei raus.
Ist wie der Kranfahrer, den man nur ein Seil hinlegt und sagt … Aber das muss doch gehen. Ne, geht es nicht.
Das müssen Sie doch mal checken. Ein Taxisfahrer mit einem Einrad wird auch nicht sonderlich weit kommen.
“rauft Euch zwischen Kultusministerium, Schulleitungen und Lehrern zum Wohl der Kinder im Land zusammen.”
Sorry, aber wie kommen Sie darauf, dass man nur ansatzweise etwas mitzusprechen hat als Lehrkraft? Man ist auszuführende Instanz/Ebene. Und so wird es auch gehandhabt.
Es gibt so immens viele Stimmen, welche sowohl als Lehrkraft, als auch aus der Bildungsforschung, als auch aus dem Medienbereich/Bildungsinfluenzer hier ihre Stimmen erheben. Und das ohne großartige Wirkung.
Ebenfalls ist das Forum hier sehr eindeutig für bessere Rahmenbedingungen. Sowohl die Redaktion, als auch die meisten Foristen und Foristinnen nehmen absolut klar Stellung zu den oftmals sehr schlechten Rahmenbedingungen und dem Gefüge dessen.
Und das seit Jahrzehnten.
Wie kommen Sie denn darauf, dass “wir” hier einen Stuhl am Tisch bekommen?
Nene, wir winken von außen.
Und sogar Menschen, welche Reichweite und Medienpräsenz – wie beispielsweise ein Aladin El-Mafaalani – hat, wird nur nickend bestätigt ohne etwas dran zu ändern. Auch von Politikern und Entscheidungsträgern.
Wirkt ja anscheinend nicht soooo nachhaltig.
Komischerweise kritisieren auch die meisten tatsächlichen Experten immer primär das Systemische. Komisch, oder?
Oft wird der Zustand [Elternebene, Lehrkräfteebene, Kinder-/Jugendlichenebene] aufgegriffen und sozio-gesellschaftlich im Wandel der Zeit erklärt. Dann werden Wirkungen erläutert. Und dann geht man auf die potentielle Lösungsebene. Die ist IMMER systemisch. Irgendwie faszinierend, oder?
Wie kommen Sie denn also darauf, dass “wir” hier nur einen Punkt hätten zum mitreden?
Wäre dies der Fall, dann wären die Rahmenbedingungen doch bereits da.
Sowohl aus Wirtschafts-Bildungsberatender Ebene [wie bspw. Maurice Höfgen], als auch aus Soziologisch-Migrationstechnisch-Bildungsberatender Ebene [El-Mafaalani], als auch aus sozial-gesellschaftlicher Ebene [Fereidooni], als auch auf Bildungs-Medialer-Ebene [Bob Blume], als auch aus Lernpsychologisch-Neurologischen-Ebene [Gerald Hüther] als auch aus Dutzend weiteren Sichten wie (weiteren) Praktikern und (ehemaligen) Schulleitungen wie Silke Müller, Margret Rasfeld usw. usf.
Da kann man vom “Einzelnen” halten was man will … Alle prangern die systemische Ebene an. Auch ein Precht. Auch ein Hurrelmann.
Und das Ergebnis? Man wird mal mehr oder weniger ein nicken Empfangen. Ggf. Zusagen. Und weiter? Ja. Gut. Das wars dann aber – muss ja reichen.
Irgendwie in allen (deren) Topics jedoch und weiteren.
Wie kommen Sie ernsthaft darauf, dass “auf jemanden” gehört wird? Wie sieht es mit Eltern aus? Die können doch auch mit den KuMis sprechen? Haha. Ja. War ein guter Witz – finde ich. Juckt kaum mehr als, wenn eine Lehrkraft ein Schreiben macht, wenn ein Elternteil ein Schreiben macht.
“Hört auf Probleme als unlösbar auf/ins System, Kindern oder Eltern in die Schuhe zu schieben: sondern packt selbst an”
Da wird es interessant: Wie stellen Sie sich das konkret vor?
Machen Sie doch mal genaue Beispiele?
Einige arbeiten 50-60 Stunden/Woche. Mehrarbeit unbezahlt.
Wie wollen Sie “selbst anpacken”?
Andere arbeiten weniger, dafür länger. [Glückwunsch, wer das versteht.]
Warum glauben Sie, dass die Burnout-Quote bei Lehrkräften so hoch ist? Weil alle langeweile haben und “niemand anpackt”?
Das wird’s sein.
Wäre dann aber Bore-Out. Und das kann man tatsächlich sogar recht schnell “überprüfen”.
Also doch nicht … Bore-Out haben sehr wenige irgendwie. Also: Warum die Burnout Quote so hoch?
Ich selbst hatte ja auch schon Burnout [Therapeutisch und Medizinisch begleitet]. War auch nicht, weil man “so wenig anpackt”. Und zuvor war ich schon in anderen Unternehmen … Von Büro, über Fertigung, über Förderverein … Also auch eher weniger “aber alles eben Luschen und in der Wirtschaft”. Ne, daher komme/kam ich.
“Ansonsten greift
– der eine Teil der Eltern ein und sorgt für die notwendigen Veränderungen. Und keine Panik wir finden Hebel für faire Bedingungen zu sorgen :-): ob das bemerkt wird egal ”
Ja, machen Sie doch nur. Fördern Sie Ihr Kind. Absolut in Ordnung.
Schulabstinenz/Schulabsentismus … Dann achten Sie zumindest bitte auf die Soziale Ebene. Kann einige Kinder und Jugendliche ebenfalls ziemlich brechen, ohne dass man das als Elternteil dann bemerkt. Ansonsten bin ich persönlich sowieso für eine Bildungspflicht. Also … Ob bemerkt oder nicht … Schauen Sie nur, dass das (eigene) Kind nicht dran untergeht.
Bei Nachhilfe: Durchaus sinnvoll oft. Kann die Schule eben ehrlicherweise nicht ersetzen bei einigen. Und manche brauchen das “für ihren Abschluss”.
Selbst helfen? Sowieso erwünscht. Wenn Sie das können. Auf geht’s. Ist Ihr Kind.
Daher .. absolut kein Problem.
Politisch ist das auch aktuell oft eine Duldungsnummer zwischen “der böse Schul-Absentismus/Abstinenz” [nach außen] und “kleinere Klasse/Anwesenheit” und “hauptsache die Eltern beschweren sich nicht” als Kompromiss.
Die wichtigste Frage: Kostet es dem Staat was/mehr? Ne? Dann haben Sie Ihre Antwort: Leider haben wir nicht genug Ressourcen, um dem nachhaltig zu entgegnen und nachzugehen. Dazu paar Appelle und Schriebe ggf. aus formaler Ebene. Und gut ist.
Glauben Sie ernsthaft, dass Sie hier “den Staat” oder “ein Bildungssystem” ausspielen? Haha. Ist ja putzig irgendwie.
Meiner Meinung nach würde die Bildungspflicht sowieso “sofort” kommen, wenn die Politiker wüssten, dass es dann kein “Aufstand” und “Massen(be)klagen” gäbe.
Das ist das potentiell günstigste [und aktuell “sinnvollste” … da eben nicht mehr zu erwarten…] System.
Würde nur das massivste Versagen der Bildungspolitik eingestehen. Dazu wäre es juristisch sehr komplex innerhalb eines Sozialstaats und würde somit den Sozialstaat (weiterhin) anzweifeln.
Also doch … Klar wird “sowas bemerkt”. Und eben in Kauf genommen. So lange “Sie sich verstecken”. Auch absolut okay für den Staat. Kostet nichts. Danke dafür (aus Staatssicht).
Achja: Auch ein “Auslandswechsel” kostet dem Staat nichts. Kommen Sie dann bitte aber zum Arbeiten wieder.
“– der andere Teil wählt dann zunehmend Alternativen wie der Wahltrend weiter zeigt.”
Ja, das ist die logische Konsequenz. Auch das wird aktuell eben in Kauf genommen. Klar. Wundern braucht sich da keiner.
Heißt jedoch nicht, dass “die Alternativen” sonderlich sinnvoll und gut wären. Soweit denken dann einige halt leider auch nicht. Wird man dann ggf. jedoch zunehmend dann mit dem Wählerumfang auch merken. Noch weiter bergab geht es ja auch mit der Bildungspolitik. Die “Alternative” würde das sehr wahrscheinlich auch sehr schnell zeigen können. Und dann?
Die Hoffnung, dass die AfD bspw. an Bildungspolitik interessiert ist … Zeigt höchstens die Bildungsaffinität der jeweiligen Wähler. Sorry das so hart und direkt sagen zu müssen.
Hassen Sie “Ausländer”? Dann können Sie die AfD wählen. Das ist Ihr Pick dann.
Tun Sie es nicht? Dann sollten Sie nochmal ganz scharf nachdenken.
Als Tipp: Bildungstechnisch sind jegliche politischen Parteien nicht sonderlich … Bemüht meiner Meinung nach. Die AfD jedoch am planlosesten zudem.
“Damit verabschiede ich mich aus dieser Diskussion.”
Schade. Warum das denn?
Sie zeigen hier eine wichtige Perspektive auf. Hilft dem Diskurs.
Sie haben die U-Boot_Eltern vergessen! 🙂
U-Boot-Eltern: Das steckt hinter ihrem Erziehungsstil – und wie dieser für Kinder schädlich sein kann
Hören Sie doch auf zu träumen.
“Sie” mischen sich nirgends ein und ändern auch garnix – da Sie über keinerlei Machtmittel verfügen, dies zu tun.
Ihr einziges relevantes Druckmittel wäre die politische Einwirkung durch realistisch drohenden Entzug der Wahlstimme alle X Jahre und die Allokation dieser Stimmen zu bisher nicht “embedded”/eingebundenen Parteien, welche auch immer.
Wir haben als Lehrer aber nix zu sagen.
Das ist mitunter einer der vielen Gründe, warum ich inzwischen für eine Bildungspflicht, statt Präsenzpflicht bin …
Aber aus anderen Gründen, als Sie hier schreiben …
[Glückwunsch, wer das versteht … Ich hoffe mal einige. Denkt mal drüber nach.]
Wie cool. Ich hatte zuhause mit meinem EINEN Kind keine Probleme den Stoff zu vermitteln…ach echt… Vielleicht liegt es genau an solchen “ich weiß es besser” Eltern, dass sich im Bildungssystem der Personalmangel nicht lösen lässt…Was sind doch manche Kinder in Kleingruppen für Engel und wie mutieren diese in Gruppen mit mehr als 10 Kindern zu Bengeln…aber was weiß ich schon. Wo ist nochmals der Klassendurchschnitt in der Grundschule…deutlich über 20!!!
Ob mans einem Kind oder 25 gut erklärt: im Gut erklären liegt der Unterschied.
Da ist er wieder der Drang nach dem Unfehlbarkeitsnimbus der Lehrkräfte.
Immer sind andere Schuld: die Grundschullehrer, die Eltern, die Kinder.
Wie wärs denn mit einfach mal hinhören und Defizite schnell abstellen
G8
Schreiben nach Gehör
Digitaler Tabletunterricht in Bayern
…
Wie lange hats da immer jeweils gedauert bis im Schulsystem der Groschen gefallen ist? ZU LANG!
Schon mal überlegt, dass
– potentielle Lehrkräfte nicht kommen wegen des
Starren, bürokratischen Bildungsapparat;
Viel zu grosser Klassen;
Admin Überlastung;
– Eltern Kinder wegen der “immer sind die anderen Schuld Mentalität im öffentlichen Bildungssystem” Kinder lieber an Privatschulen geben
Ich verstehe Ihre Antwort nicht!!! Erstens ich bin Mittelschullehrer, M-Klasse 9, 27 Schüler, Zweitens ist eine kleinere Lerngruppe IMMER besser. Ich gebe hier niemanden die Schuld…außer den rücksichtslosen Verantwortlichen. In meinen Anfangsjahren war ich Lehrer, heute sehen mich viele Eltern als Dienstleister. Das Vertrauensverhältnis geht genau bis zu dem Satz: “Sie müssten zu Hause…” Ich wäre für Videoaufzeichnung des Unterrichts…da könnte man so manches Missverständnis aus dem Weg räumen…Viel Spaß in der Privatschule. Wir können uns das übrigens trotz 140.000 Jahresbrutto nicht leisten. Grüße aus Bayern
„Ob mans einem Kind oder 25 gut erklärt: im Gut erklären liegt der Unterschied.“
Wirklich? Sie sehen den Unterschied wirklich nicht?
Hätte ich leistungshomogene Kinder vor mir, die genau DIE Erklärung benötigen, um einen Sachverhalt zu verstehen……Aber ich habe 25 höchst leistungsheterogene Kinder vor mir, mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen vor mir……Nein da liegt es nicht am GUT Erklären, da liegt es an der hohen Kunst vielfältigste Ansätze zu nutzen…..
Sie müssen es eben 25mal nach einander erklären und nicht einmal allen 25 zusammen
Standardvorwurf:
Den anderen erklären sie immer alles, nur mir nie!
„Ob mans einem Kind oder 25 gut erklärt: im Gut erklären liegt der Unterschied.“
Schon mal nen Kindergeburtstag gemanagt mit 25 Kindern? Und nicht etwa: geht auf die Hüpfburg, sondern so richtig selbst?
Und jetzt machen wir es realistisch: 6 Kinder können sich nicht ausstehen und nutzen jede Gelegenheit, um dem anderen eins reinzuwürgen, fünf sind mies drauf sind, 2 brauchen aufgrund von Beeinträchtigungen besondere Zuwendung (allerdings ist außer Ihnen niemand da).
Und dann hole ich nach sechs Stunden Kinderbelustigung mein völlig entnervtes Kind bei Ihnen ab und erzähle Ihnen was von „ob Sie den Geburtstag mit EINEM Kind feiern oder 25: das ist egal: in der GUTEN Planung liegt der Unterschied!“
„ Schon mal überlegt, dass
– potentielle Lehrkräfte nicht kommen wegen des
Starren, bürokratischen Bildungsapparat;
Viel zu grosser Klassen;
Admin Überlastung;“
Ja, hab ich schon mal überlegt. Und was daran kann eine Lehrkraft oder ein Schulleiter ändern?
“Ob mans einem Kind oder 25 gut erklärt: im Gut erklären liegt der Unterschied.”
Ne, sorry. Das Unfug.
Natürlich sollte man erklären können als Lehrkraft.
Manche hören halt nicht zu – und dann?
Manche brauchen einen anderen Ansatz – und dann erklären Sie das doch bitte auch so. Und zwar für jeden individuell?
Ich lerne bspw. mit funktionaler Aphantasie und funktionaler Anauralie (ganz) anders als neurotypische Menschen.
Können Sie das nachvollziehen? Können Sie das dann auch für “meinen Lerntyp” erklären?
Da bringt sowas wie “stell dir vor …” – und raus bin ich. So schnell kann das dann nämlich gehen bei “gut erklären”.
Dann nehmen Sie noch einige neurotypische SuS mit … Und mir erklären Sie es dann “einzeln”? Wann? Und den anderen?
Also es ist schon ein massiver Unterschied.
Es ist schon ein heftiger Unterschied, ob man 15 oder 25 SuS hat.
Und ob man 7 oder 15 hat.
Auch ob man 25 oder 30 hat. Rein der Korrektur schon.
Dazu kommen dann immer “potentiell Verhaltensoriginelle” dazu. Dazu “Gruppendynamiken”. Dazu …
Das können Sie sich als “Netz” vorstellen. Oder “Wenn-Dann” Bedingungen. Und schon hätte man bspw. 2 von XXX potentiellen Zugängen/Ansätzen [des Erklärens] -> Netz/Verbindung, Wenn-Dann.
Ganz sooo einfach ist es jetzt nicht. Bei einem SuS schon – ja.
Und Sie können mir das jetzt glauben oder halt nicht …
Aber die obigen Unterschiede kenne ich. Und das ist wirklich gewaltig als Unterschiede.
Zudem kenne ich auch “1:1” Betreuungen. Und ja … Dort finde ich es auch sehr einfach jemandem was beizubringen.
Machen Sie das mal mit +25 SuS.
Dazu über Stunden – in verschiedenen Fächern und Klassen. Und das ganze Drumherum kommt dann ja dazu.
Also wirklich … Ich will Sie da gar nicht “verurteilen” oder “sie angreifen” – aber hier haben sie offensichtlich absolut keinen Vergleich und keine Ahnung. Sorry.
In der Theorie kann ich auch mal vieles … Flugzeug fliegen? Naja … Fliegt ja von selbst. Hatte damals auch paar Games” gezockt. Wird schon klappen. Riesen Reiseschiffe fahren? Naja, wird mein Motorbootführerschein schon reichen. Fallschirmspringen? Springen kann ich … An einer Schnur ziehen auch … Was soll passieren? Haare schneiden? Schere hab ich.
Welcher Beruf soll’s denn bitteschön sein?
Ist doch alles easy.
Das geht zudem auch “gleichzeitig” – egal ob ein Kunde oder 30 oder 3000.
Beispielsweise … Wenn ich einem die Haare schneide, dann im Prinzip ja auch allen. Ne? Ist was anderes? Warum? Die können doch zuschauen und jeweils sich gegenseitig dann das nachschneiden. Oder selbst. Kein Problem.
Das geht im Prinzip im Übrigen auch mit Kuchen backen …
Wenn ich einen Kuchen mache. Dann ist das genau so aufwendig und schwierig wie 5. Theoretisch brauche ich ja nur mehr von den Zutaten. Und Platz. Und … Zeit … Und … Naja, im Prinzip ist das trotzdem das gleiche. Entweder man kann halt backen oder nicht. Also alle die nur einen gleichzeitig backen … Schwierig Leute. Bisschen Up-Steppen.
“Da ist er wieder der Drang nach dem Unfehlbarkeitsnimbus der Lehrkräfte.
Immer sind andere Schuld: die Grundschullehrer, die Eltern, die Kinder.”
Grundschullehrer sind auch Lehrkräfte. Sogar die Grundschullehrerinnen.
Ich schrieb Ihnen ja bereits … Multifaktorielle Gründe und Faktoren halt.
Wer das “nur auf XY” schiebt … Hat grundlegend keine Ahnung. Sorry. Egal wer.
“Wie wärs denn mit einfach mal hinhören und Defizite schnell abstellen
G8
Schreiben nach Gehör
Digitaler Tabletunterricht in Bayern
…
Wie lange hats da immer jeweils gedauert bis im Schulsystem der Groschen gefallen ist? ZU LANG!”
Also ein Großteil der Lehrkräfte haben genau diese Sachen im vorab doch schon kritisiert?
Und hier (ver)wechseln Sie einfach die Ebenen und Zuständigkeiten.
Das wird verordnet. Punkt.
Dann wird das ggf. kontrolliert, ob eingehalten.
Das ist weder Primäraufgabe von AN/Lehrkräften, noch tatsächlicher Wirkbereich dieser.
Da müssen Sie die Bildungspolitik und somit die Instanz des AG/Staates/Bildungspolitiker adressieren.
Schreiben nach Gehör ist zudem inzwischen Verboten als Methodik.
Aber auch das hatten schon viele Lehrkräfte im vornherein erahnt und angeprangert.
Was erwarten Sie denn bitte noch?
Wir sind Lehrkräfte und keine Bildungspolitiker [von Parteien]. Zumindest die meisten. Paar wechselten halt … Aber die sind dann keine Lehrkräfte mehr in dieser Instanzierung. Ansonsten wären sie halt auch nicht dort.
Muss man doch mal checken?
“Schon mal überlegt, dass
– potentielle Lehrkräfte nicht kommen wegen des
Starren, bürokratischen Bildungsapparat;
Viel zu grosser Klassen;
Admin Überlastung;”
Das sind alles systemische Rahmenbedingungen. Glückwunsch.
Aber warum kommen Ihre Beiträge dann mehr Richtung “Lehrerbashing” mir vor?
Machen Sie das bei anderen Mangelberufsgruppen auch so? Die faulen Pfleger? Die bösen Erzieher?
Vielleicht kommen Sie auch auf die Idee, dass sämtliche Lehrkräfte genau Ihre Punkte ebenfalls kritisieren?
Habe noch nie gehört “uii, die 31er [Zahlenwitz … Wer versteht] Klasse will ich haben, sonst wird mir langweilig, wenn ich so wenig bürokratische Aufgaben machen muss. Ohne viel Rahmen für pädagogisches Wirken und Selbstwirken darf ich die durch das starre Bildungssystem führen und bestenfalls sogar die Arbeitsblätter daheim drucken, weil es keinen Druck- und IT-Support gibt und der Drucker zum Glück wieder mal nicht funktioniert und WLAN nicht vorhanden ist. [Zudem freue ich mich über die kuscheligen kleinen Räume mit wenig Materialien. Da kann ich besonders viel von Zuhause dann mitbringen und hin und her tragen. Gut wäre auch, wenn ein paar im Unterricht einfach immer wieder Geräusche machen und rein schreien. Das ist für meinen Tinnitus besonders beruhigend. Klasse wäre ebenfalls, wenn ständig Stunden ausfallen und man freiwillige oder hoffentlich sogar angeordnete unbezahlte Mehrarbeit leisten darf. Spontanität wäre hier allerdings wünschenswert, dass man dies nur kurzfristig “bei Tür und Angel” erfährt. Super fände ich auch, wenn das Deputat noch höher geht, denn dann darf ich noch mehr als nur mehr unbezahlte Mehrarbeit leisten, dann leiste ich sogar auch unbezahlte bezahlte Mehrarbeit. Das wäre echt geil….]
Noch nie.
Selbstverständlich sind die Rahmenbedingungen bei Schule als AN oft der Faktor. Diejenigen, welche glaub(t)en, dass sie “nur in der Sonne sitzen” und verblüfft darüber sind, dass auf einmal Kinder und Jugendliche in ihrem “Arbeitsbüro” stehen … Und man die “unterhalten” soll … Die fallen normalerweise recht schnell auf und raus. Entweder durch Krankschreibung, sozialer Burn-Out, (freiwilliger) Berufswechsel o. ä.
Das tut sich doch keiner an, der Kinder/Jugendliche/Menschen nicht mag. Außer manche Beamte. [Yeah, Beamtenbashing … Da bin ich dabei. Zähle ich allerdings auch nicht als “Kollegium”. … Scherz. Scherz.]
“Eltern Kinder wegen der “immer sind die anderen Schuld Mentalität im öffentlichen Bildungssystem” Kinder lieber an Privatschulen geben”
Juckt halt wenig, oder? Hat man ggf. eine kleinere Klasse.
Und als Privatschule [bin ja Lehrkraft … an einer Privatschule] muss man eben ggf. auch lernen, “Wunschträumer” auf den Boden der Realität zu bringen. Das geht ganz gut meiner Erfahrung nach.
Auch hier hat man nämlich ein jeweiliges Profil und entweder es passt oder halt nicht.
Natürlich ist der Besuch einer Privatschule für viele eine gute Option.
Hätten wir auch gemacht, wenn wir uns Wunschschule nicht bekommen hätten.
Die Nachhilfelehrer können meistens auch deutlich intensiver und enger “mit einem Kind” arbeiten. Erstaunlich, oder? Daher halt auch der Erwartungshorizont dementsprechend vielleicht anders gesetzt werden sollte.
Bei Lernvideos wird meist auch “etwas” mehr Zeit verwendet, als “20-30 Minuten”. Manche wundern sich … Warum das Lehrkräfte nicht noch so “nebenbei” machen. Kann ja XY auch [Professioneller Bildungskanal YT].
Ja … Anderes Jobprofil. Andere Reichweite. Andere Voraussetzungen.
Glückwunsch. Manche verstehen das irgendwie nur nicht so ganz.
Ich kenne das Problem auch, dass die Abiturienten denken, dass sie keine Bruchrechnung beherrschen und selbst ein halb mal ein halb nicht berechnen können, aber mit der Pizza dann verstehen. Deshalb unterrichte ich in den kleinen Klassen immer mit besonders viel Anschauung! Trotzdem vergessen sie das wieder. Ich versuche mittlerweile in jeder, wirklich jeder!, Klassenarbeit ab Klasse 6 eine Aufgabe zur Bruchrechnung drin zu haben, damit es nicht vergessen wird. Hilft leider auch nicht.
Brüche runterzählen lassen wirkt Wunder.
Erst z.B. 8 in 2/3 Schritten, wenn das sitzt 12 1/7 in 3/7 Schritten runterzählen lassen. Ist am Anfang teilweise ein mittleres Drama, dann darfs nicht mit Rechenregeln vermischt werden.
Wenn das kapiert ist, dann gehts meist probemlos im Kopf und ist das Thema Brüche ist verstandem. Danach sind die Rechenregeln nur noch ne Kleinigkeit.
Problem ist eher, dass man (ich) ca. nen Schuljahr braucht damit eine Klasse das komplett kapiert hat.
Und, wann behandeln Sie den restlichen Stoff? Oder können Sie sich tatsächlich ein ganzes Schuljahr für Wiederholung Bruchrechnung leisten?
Na, wenn man keine Bruchrechnung kann und nicht weiß, was Bruchteile sind, muss man eben ein ganzes Schuljahr aufwenden.
So trainiert man zukünftige Arbeitnehmer, die lieber ein Viertel mehr Gehalt verlangen, weil eine Erhöhung um ein Drittel nicht infrage kommt.
Es dauert so lange, weil es immer wieder nur kurz und nebenbei möglich ist, neben dem aktuellen Stoff.
Ich lege die Brüche mit Montessori Materialien aus. Mache dazu Darbietungen/Einführungen.
Dazu ebenfalls Anschauungsmaterial [bspw. Obst teilen, Gegenstände, Rezepte, Raumteilung]. Also Alltagsbezug.
Dazu klassische “Pizzastücke” usw. Und auch “Abstände in Brüchen” usw.
Dazu geht das Schulbuch und das Arbeitsheft ebenfalls recht anschaulich mit vielen Aufgaben eben vor.
Dazu auch hier wieder zusätzliche Merkkästen und Erklärungen.
Ebenfalls Fächerübergreifung und Transfer [Geometrie usw.].
Ebenfalls führen meine SuS eine “eigene Formelsammlung und Merkhilfen” als Zusatzheft. Welches sie schriftlich ergänzen müssen.
Dazu gäbe es noch Lerntheken und Stationen zur freien Wahl oben drauf.
Und trotzdem … Scheinen das manche irgendwie gefühlt dann doch nie gemacht zu haben in der 9. Klasse.
Jetzt weiß ich allerdings auch, dass die 7. und 8. Klasse das bei uns ebenfalls wiederholen … Komisch.
Mir geht es regelmäßig so mit Körpern…..in Klasse 1 führe ich die Körper mit Namen und Eigenschaften ein…..gaaaaanz handelnd, ganz behutsam, mit viel, viel Material und den unterschiedlichsten Aufgabenstellungen dazu…..
In Klasse 2 wiederhole ich dann……also eigentlich fange ich wieder von vorne an…..in Klasse 3 wiederhole ich dann, fange eigentlich wieder von vorne an, erweitere dann aber um Körpernetze (alles gaaaanz doll materialgestützt und extrem handelnd)
Aber, egal wie sehr ich mich anstrenge und wie sehr handelnd alles ist, die meisten Kinder können sich weder die Namen der Körper merken, noch was eine Fläche, Kante, Ecke ist…..das ist, als ob das Gehirn ein Sieb wäre……
Ich habe in all den Jahrgängen immer gedacht, es läge an mir und habe meine Unterricht immer wieder angepasst, überlegt, getüftelt…..aber das Ergebnis nach 3 Jahren ist immer dasselbe…..
Offenbar ist das Thema einfach zu abstrakt, zu wenig lebensnah, obwohl die Kinder so sehr handelnd unterwegs sind, wie bei fast keinem anderen Thema (Geometrie halt)
Vielleicht ist das beim Bruchrechnen (mit Montessorimatrial….ich kenne das übrigens dazu und es ist klasse!) genauso…..es will einfach nicht hängenbleiben….
Ebenso wie Prozent- und Zinsrechnung sowie lineare Zuordnung und lineare Gleichungen – dann in der SekI
Vielleicht ist es wirklich zu abstrakt.
Es ist genauso bei Uhrzeiten, also Uhrablesen (die runden Teile mit den Zeigern….)…..kriegen die wenigsten Kinder nachhaltig hin….und die meisten können es sich einfach nicht merken….
Ich habe gerade im dritten Schuljahr ziemlich lange und sehr handelnd darauf rumgekaut und wenn ich jetzt nach der Uhrzeit frage kriege ich oft ein Schulterzucken…..und ich denke „wtf“…..
Und erst die Arbeit mit der Winkelteilung im Geodreieck, yeah.
Ganz das Gegenteil von abstrakt, dafür um so haptischer. Ein echter Traum, Humor vorausgesetzt – und zwar unendlich viel.
Ohhhh, der Unterschied zwischen Senkrechte und Parallele ist auch hardcore…..da kann man sich wirklich dran abarbeiten…..und wenn dann noch der Zirkel ein Jahr später dazukommt, stehen dem Lehrer die Tränen in den Augen…..alles wieder weg und von vorne….
Aber meist stehen den Sitznachbarn die Tränen in den Augen. Man kann mit dem Zirkel andere wunderbar piksen.
Und dann hätten wir noch den Slapstick “Parallelverschiebung”. Auch Anreisen bei der Holz- und Metallbearbeitung im TC-Unterricht ist ein Heidenspaß.
Habe mehrere Uhren bei mir im Klassenzimmer. Ebenfalls für Bruchdarstellung beispielsweise. Dazu gibt es auch Montessori-Material.
Und hatte auch schon manchen 6. Klässler, welcher die Uhr nicht lesen konnte.
Daher habe ich auch hier Materialien … Traurig eigentlich.
Die Wochentage wiederhole ich ebenfalls ständig. Müssen sie auch jede Woche als Art Lerntagebuch schreiben. Einige Schwierige Sachen dabei:
DIEnstag
MiTTwoch
DoNNerstag
SoNNtag
Gar nicht so einfach für viele.
Jede Woche …
Das liegt daran, dass kaum ein Kind noch runde Uhren mit Zeigern Zuhause hat. Viele auch nicht einmal Digitaluhren, sie schauen aufs Handy, wenn sie die Uhrzeit wissen wollen. Das Handy ersetzt auch den Wecker
Also ist das Stoff, der nur noch in der Schule wichtig ist.
Das hat mich aber schon die letzten 20 Jahre begleitet, dass die SuS keine analogen Chronometer ablesen konnten.
Viele Montessori-Materialien sind sehr sehr gut. Ganz unabhängig was man von der “Montessori-Philosophie/Pädagogik” hält.
Auch die Geometriematerialien sind sehr sehr gut.
Gerade in/für Mathematik sind Montessori-Materialien tatsächlich oft hilfreich.
Aber auch ich führe vieles “klassisch wie an der Regelschule” ein. Häufig sogar “beides”. Spricht eben auch mehrere Kinder durch unterschiedliche Methoden an. Sehe ich als “modern”. Bin da kein “Montessori-Jünger” diesbezüglich.
Und trotzdem bleibt bei einigen nicht langfristig das Wissen halt hängen. Obwohl man “viele Ebenen” anspricht und anbietet.
Man kann auch Musik [Klavier] mit Mathematik verbinden. Ebenfalls Projekte [Braille-Schrift und Mathematik] als Ausblick.
Egal wie … Manche scheinen da resistent der Aufnahme von Wissen zu sein.
Eine Ursache dafür könnte mMn. darin liegen, dass Kinder schon im Vorschulalter zu wenig (bzw. immer seltener) mit realen Dingen hantieren. Gerade in dieser Phase lernen sie normalerweise die Welt wortwörtlich zu “begreifen”.
Die Hands-on-Mentalität: Wie praktisches Denken unsere Welt verändert – Info Mensa
Das versteht mein Kind in Kl.2 schon ganz ohne Unterricht. Das Problem ist, dass man davon abstrahieren muss in den höheren Klassen
Vieles von der Gymnasialen Mathematik können auch Grundschüler verstehen. Eigentlich besteht der Unterricht ja oft darin, aus einfachen Beobachtungen abstrakte Prinzipien und Regeln abzuleiten.
Nur geht das natürlich nur, wenn die einfachen Vorstellungen mit den abstrakten Regeln auch in Verbindung gebracht werden.
am Gymnasium sind alle ausgelaugt, das Kollegium hat Abitur, 5 /& immer heterogener, Arbeitsverdichtung hoch. Wir sollten 1/4 Frontal machen, 1/4 Projekt, 1/4 digital hybrid und 1/4 dies selbstentfaltende Lernen!
Wir haben viele LK, die schaffen das sonst nicht. Laut, unruhig und zu heterogen. Die werden in einen Raum gequetscht, 28 Kinder und 1 Lehrperson.
Das ist ja noch sehr lieb formuliert. Viele sagen es ja nicht offen, aber sehen vor allem zuhause und in der Nachbarschaft wie unfair es ist. Hasi dreht sich morgens nochmal um, frühstückt dann in Ruhe, joggt und arbeitet auf unserer wunderschönen Blümchenterrasse und ich fahre los. Baustellen usw. Er wird besser bezahlt als wir, hat die 35 Stunden Woche und halt da das neue Homeoffice an 3 Tagen. Das spart ihm dann Benzin, Zeit und das Auto selbst. Es sind jetzt seit Jahren harte Komponenten, die bei Lehren nicht mehr wirken und Jüngere nicht mehr nachkommen. Es ist unflexibel, alles großartig in Präsenz, teils bis abends 22 Uhr, und schlecht bezahlt. Eigentlich müssen Lehrer eine Präsenzpauschale erhalten, Schichtzulagen usw. und wo ist das beliebte 13.???
🙂 Eure Peti, Lippe
das Theater kennen wir leider auch aus unserem Viertel. Ist das nicht erschreckend? Man opfert sich auf, geht bei jedem Wetter raus, zahlt noch drauf und die Nachbarn schauen dich noch groß an und freuen sich über ihr greatest Homeoffice. Die Zukunft wird es zeigen, sie haben recht, wir sehen, die Jugend kommt nicht mehr nach. Es ziehen tatsächlich flexibles Arbeiten, Homeoffice und Geld. Ist der Unterschied zwischen 35 und 45 nicht gewaltig?
richtig, Lehrer haben auch Anrecht auf Homeoffice und 35 Std Woche.
Für die Schulpräsenz muss es eine Zulage geben. Menschen im Homeoffice dürfen nicht besser gestellt sein! Das führt sonst zu dieser beschriebenen Ungerechtigkeit 😉
Und wenn die Nachbarn dann aufgrund von Bewegungsmangel und untüchtigem Immunsystem schon längst immobil und schwer eingeschränkt sind, gehen die Lehrkräfte, mittlerweile Ende 60 und älter, immer noch raus und ziehen ihr Ding durch – das ist doch auch irgendwie toll!
Klar, wenn einem der Lernerfolg der Kinder egal ist oder man seinen Job nicht (mehr?) im Griff hat, dann sind solche Forderungen logisch. Ansonsten nicht!
Stimmt, besonders pubertierende SuS sind ja durch schwache, leistungsunfähige, dauerüberarbeitete Erwachsene so riiiiiiichtig zu motivieren, solche Leute nehmen die sich seeeeeehhhhr gerne als Vorbild…
Sind Sie sicher, dass die Schülerleistungen besser werden, wenn Sie Homeoffice neben ihrem “Hasi” machen?
Gibt es überhaupt noch irgendwelche anderen Denkansätze bei Ihnen außer Hasi und der Blümchenterrasse?
Kann es sein, dass Sie mit Ihren Beiträgen alle hier ganz furchtbar nerven?
Ich möchte bitte weiterhin in Präsenz und direkt mit den Schülern zusammen arbeiten. Nur dafür bin ich Lehrerin geworden.
Peti und Hasilein: zurück an die Schule, ab in den Alltag.
Du nervst, du Bot.
nur mal so: Wie genau soll das funktionieren? Frontal, okay. Projekt? Wer führt das durch?
Die sogenannten Projektwochen waren das Anstrengendste überhaupt. Digital/hybrid?
Einige da, andere zugeschaltet? Hatten wir zu Covid-Zeiten. Kann ich,
sorry, zu früh abgeschickt, also: digital/hybrid. Mega-anstrengend. Konzentration auf Klasse und Zugeschaltete.
Und “dieses selbstentfaltende Lernen”… Nun ja, da entfaltet sich bei den meisten gar nichts, wenn man nicht schiebt und zieht und Unmengen Material parat hat. Das man am besten noch selbst erstellt. Also alles seeehr anstrengende Vorschläge. Und Projekt und “selbstentfaltend”, da sind auch alle da und leise ist es nicht.
Das Gymnasium sagt: „Wir machen einen Eingangstest mit jedem Schüler der möchte bzw. deren Eltern es wollen.“.
ABER: Das würde ja Arbeit bedeuten! Deshalb lieber meckern. Der bpv ist meiner Meinung eh nur ein Verband der ein einziges Ziel verfolgt: Mehr Geld seiner Mitglieder vom Staat!
Leider falsch. Die Aussage des Verbandes war: “Für die Erbringung der Leistung „Eingangstest durchführen und auswerten“ brauchen wir zeitliche Ressourcen“. Was ist daran falsch?
Sie glauben ja gar nicht, was ein aufnehmendes Gymnasium alles NICHT darf…
… und was für SuS man da bekommt, dem Hl. Elternwillen sei Dank!
Vor einigen Jahren konnte unser Erprobungstufenleiter ein williges Elternpaar nur mit Engelszungen davon abhalten, sein Kind am Gym. anzumelden.
Die eingeschränkte Hauptschulempfehlung (sic!) des Kindes stellte für die Eltern kein Hindernis dar…
Das wäre mit Sicherheit nicht gut ausgegangen.
Von diesem Anektotischen mal abgesehen: G8 mit Aufnahmests und einer Gemeinschafts/Gesamtschule mit G9 wären imho die nötige Struktur für ein gutes und gelingendes Schulsystem.
Seit Jahren unter Eltern bekannt:
Die Unterrichtsqualität in der Grundschule sinkt!
Die Folgen für die Kinder gravierend.
Demzufolge fehlen den Kindern relevante Fähigkeiten in Mathematik und Deutsch (Rechtschreibung, Zeichensetzung).
Die Grundschulen erzählen das wird trotzdem.
Die Gymnasien stellen sich hin und meinen die Kinder müssten das alles können.
Die Schüler werden in dem Chaos zwischen beiden Schularten zerrieben.
Viele bildungsnahe Haushalte erkennen die Unzulänglichkeiten im Bildungssystem, schliessen die Lücken, die der Grundschulunterricht lässt, dann selbst.
Erst die Tage wieder diskutiert: wie verbessert man zwischen 4. Klasse und Gymnasium Rechtschreibung/Zeichensetzung so, dass das die Defizite im Bildungssystem nicht auf dem Rücken der Schüler ausgetragen werden.
Deswegen gehen am Ende auch mehr Kinder aus diesen Familien dann auch aufs Gymnasium wie der Chancenmonitor 2026 wieder mal zeigt.
Würden Sie bitte die Lücken beschreiben, die Ihrer Meinung nach beim Abgang von der Grundschule bestehen.
Ich vergleiche diese dann mit denen bei Aufnahme in berufliche Schulen.
Gender pay gap und Zahnlücken
Wie nennt man den coolen Jungen zwischen zwei krassen Blondinen?
“BILDUNGSLÜCKE”
🙂 armer Bub
Nee, Jaust.
Immer diese “Fremdsprachen”.
Plural Jäuster. Nähere Erläuterung – @PetraOWL befragen
Das sagen vielleicht Lehrer, Eltern oder Streber.
Fakt ist: Plus zwei Blondinen Profit, den Abschluss gibts später eh geschenkt.
Also WARUM GENAU sollte er sich anders verhalten? 🙂
Selbst geschaffene Probleme.
Kommaregeln
Rechtschreibung
Schriftliche Division/Multiplikation
Textaufgabenverständnis
Sicheres beherrschen der Basics!
Aber Hauptsache Englisch, virtuelles Wasser und Wahrscheinlichkeitsrechnen war dran…
Danke für Ihre Antwort.
Die von Ihnen genannten “Lücken” stellen wir bei unseren Schülerinnen an beruflichen Schulen ebenso fest – nur, da sind von der 4ten bis zur 10ten 6 Jahre dazwischen vergangen.
Jetzt kann jeder seine Ursachenlieblingshypothese abgeben; außerdem fehlts beim Dreisatz, beim Lesevermögen insgesamt, beim Abstrahier-und Umsetzungsvermögen, bei der Arbeitsgeschwindigkeit, bei dem EDVgrundwissen…….ich stoppe, sonst schreibe ich, wenn ich in Pension gehe, immer noch 🙂
……und die Fehler, die mancher in 10 Jahren Schule fleißig gefüttert hat, sind wie Bauchspeck, schwer wegzukriegen; ständig lauert der JoJoeffekt.
Jetzt muss ich aber mal herzlich lachen, sorry!
In Bayern beklagt man die gymnasiale Eignung der GS-SuS… Und das, obwohl die Vorraussetzungen zum Gym – Besuch doch ziemlich streng zu sein scheinen!
Da frag ich mich doch:
Worüber sollen denn die Gymnasiallehrer/-innen derjenigen BL klagen und jammern, wo die Eltern (!!!) entscheiden??? Wo es letztlich völlig wurscht ist, wie die Noten im Übertrittszeugnis aussehen? Wo die Empfehlungen der Grundschule nur noch in Ausnahmefällen eine Rolle spielen?
Halleluja, … Und dann noch den Grundschulen die Schuld geben! Ich finde das als sehr anmaßend! (Freundlich formuliert)
Meine Rede!
“Worüber sollen denn die Gymnasiallehrer/-innen derjenigen BL klagen und jammern, wo die Eltern (!!!) entscheiden???”
Bei IQB-2024-Mathematik gab es zwischen den bevölkerungsreichsten Bundesländern bei den Durchschnittsergebnissen der SuS an Gymnasien in der Tat Unterschiede von bis zu 66 Punkten.
Vielleicht sollte man wieder Eingangstests einführen wie es das ganz früher gab. Nur wer den Test besteht wird aufgenommen. Dann sieht die aufnehmende Schule, was die Schüler können und sind nicht von den “falschen” Gutachten der Grundschulen abhängig, die schlecht vergleichbar sind. Und die Grundschule ist mehr bemüht ihre Schüler fit zu machen, damit sie die Tests bestehen! So könnte ein Elitegymnasium auch einen schwereren Eingangstest haben als ein Gymnasium, dass bewusst auch schwächere Schüler aufnehmen will.
Geht eben viel schneller, wenn man das Häkchen bei der “richtigen” Schulform macht. Sollen sich eben andere mit den Eltern ärgern.
Oder manche jungen KuK in der GS wissen oder können es eben nicht besser. Da ist alles supi und schön, was die Kinder machen und da darf auch niemand enttäuscht werden, lernt man ja so im Studium. Das nimmt einfach alles komische Formen an. Aber gut, das Gymnasium macht es ja mittlerweile genauso und schiebt alle durchs Abi. Und die Unis freuen sich dann über die Studierenden ohne Grundkenntnisse.
Genau das erlebe ich Jahr für Jahr.
Mittlerweile können wir oft, ohne Bogeneinsicht sagen, woher sie SuS wohl kommen.
Bei den Schuleingangstests mit den Erstklässlern konnte ich auch sehr oft die Kita “erraten”, welche die Kinder zuvor besucht hatten.
Dieser Hype um die Gymnasien… In 2025 haben sich 20.800 Abitutienten für eine Ausbildung statt für ein Studium entschieden. Da haben die Eltern wohl nicht mehr mitzubestimmen gehabt, Volljährigkeit…. Und nicht jeder Schüler mit einer Empfehlung seiner Lieblingslehrer/-innen hat nach der Grundschulzeit seine Schullaufbahn auf einem Gymnasium fortgesetzt, trotz prima Noten…
Erspart den Abi-Enten den allgemeinen bildenden Unterricht an der Berufsschule und den Ausbildern die Beschränkungen durch das Jugendarbeitsschutzgesetz.
Schon wieder ein Punkt weniger in der PuG- Abschlussprüfung 😉 😉
@ dickebank. Rechtlich verantwortlich sind die Ausbildenden.
Und ganz richtig: WENN in D, PuG Rel befreit wird, gibt’s schöne Freistunden – bloß: nur wenn die Betriebe mitspielen; dies wird bei uns gerade von den gesuchtesten häufig verweigert.
20.800 Abiturienten. Das sind nahezu 700 Abschlussklassen (geschätzt). Die Studienabbrecher sind da noch nicht einberechnet.
Stammgruppen in der GOSt liegen zwischen 20 und 25 SuS. Also zwischen 800 bis 1100 Stammgruppen.
Jetzt schätzen wir mal wie viele GOSten es an GY, GE und BK gibt.
Und ich sach nur eines, die Anzahl der Stammgruppen zwischen den unterschiedlichen Schulformen und selbst innerhalb einer Schulform sehr unterschiedlich. Manche Oberstufen sind übersichtlich, andere Massenhaltung.
Das ändert nichts an der Anzahl von 20.800.
Diese beinhaltet nicht die Studienabbrecher. Dafür gibts einen extra Wert hier von ca. 25 Prozent
https://share.google/peNsCgNmOulyVUv0c
Ich arbeite als Grundschullehrerin in einem anderen Bundesland. Bei uns ist es inzwischen lediglich eine Empfehlung, der die Eltern widersprechen können. Zusätzlich findet eine optionale Testung statt, wenn die Familien die Empfehlung erhalten möchten und die Lehrkraft zuvor anders entschieden hat. So viel zu meiner Ausgangslage.
Ich bin tatsächlich äußerst entsetzt von diesem Artikel. Nicht, weil die Schuld das erste Mal bei den Grundschulkräften gesucht wird, das ist stets der einfache Weg, aber wie hier unnötig polarisiert wird und nicht lösungsorientiert gehandelt wird.
Grundschulen könnten den Stab auch weiterreichen, machen wir jedoch nicht. Auch wir könnten anprangern, dass Kinder in die Schule kommen, die inzwischen weder Schere halten, Schuhe binden, sich selbst anziehen, oder Farben benennen können. Auch bei uns fehlen zunehmend Basiskompetenzen mit Schuleintritt. Ein Austreten in Richtung von Kindergärten und Familien wird dabei aber keine Lösung bringen. Genauso wenig, wie das Schaffen neuer Barrieren und Tests plötzlich das Niveau anheben werden.
Viel eher müssen wir die Ursachen für diese Wendungen betrachten und dazu zählt auf jeder Ebene an erster Stelle der Personalmangel und der Mangel an Investitionen in die Bildung. Dies beginnt mit dem Kindergarten und geht bis zum Gymnasium – mit unfassbar großen Gruppen- und Klassengrößen, den massiven Mängeln innerhalb der Ausbildung von Fachkräften, die absolut realitätsfern ist und den Zuständen vor Ort innerhalb der Schulen. Das gepaart mit Familien, die immer mehr arbeiten sollen, laut Regierung dies auch zu wenig tun und daher weniger Zeit mit ihren Kindern verbringen und wenn, sie dann gerne auch vor den digitalen Geräten parken, da ihnen die Kraft ausgeht – das sind die wahren Probleme, die angegangen werden müssen, um das Lernniveau und die Basiskompetenzen zu steigern.
Ach und die Verteilung in ihren Landkreisen? Die zeigt eines ganz deutlich – die soziale Ungleichheit ist aktuell wieder stärker denn je.
Ich kenne nicht die vollständigen Äußerungen des bpv-Vorsitzenden, aber die hier wörtlich zitierten Aussagen sind in meiner Wahrnehmung ziemlich neutral gehalten. Die Einordnung und Interpretation als Kritik an Grundschulen oder gar an Grundschullehrern erfolgt an anderen Stellen, speziell in der Überschrift. Ob Herr Schwägerl eine Schuld (!) bei den Grundschulen sieht, vermag ich anhand seiner hier zitierten Äußerungen nicht sagen.
Ich teile Ihre Sorge die Polarisierung betreffend und würde mir ebenso einen neutraleren Austausch wünschen.
Gymnasien ABSCHAFFEN. Gift für ein inklusives Bildungssystem!
Im Urlaub ist “Exklusivität” das sexy Buzzword, wobei wahre Exkulsivität ist eben nicht so leicht zu bekommen ist. Also, die All-Inclusiv-Pauschalschule ergibt sich, wie der Artikel zeigt, von ganz allein.
Bloß nicht – was ist mit den starken Schülern und Schülerinnen? Die sollen dann hinten runterfallen und haben kein Anrecht auf angemessene Förderung? Sehr einseitige und unfaire Perspektive, immer nur auf die Schwächeren zu gucken.
Die können in den schnellen Kursen lernen. Es gibt Gesamtschulen, die eine äußere Fachleistungsdifferenzierung haben.
Prinzip “Alle unter einen Dach”. Fände ich super, da es eine bessere soziale Durchmischung gibt und sich der Wechsel auf eine höhere Niveau-Stufe für die Kids leichter gestaltet.
Gibt es leider zu selten, aber gibt es.
In den Grundschulen haben wir immer weniger Kinder, die über die einfachsten Grundfertigkeiten verfügen. Die Anforderungen sinken immer weiter. Klassenarbeiten, die ich vor 10 oder 15 Jahren geschrieben habe, wären heute nicht mehr denkbar. Ist es dann nicht logisch, dass sich das sinkende Leistungsniveau weiter durchzieht? Oder wie sollen wir das in vier Jahren aufholen?
Kann ich so nicht bestätigen. An unserer Grundschule sind Klassenarbeiten tw. deutlich schwerer als früher: 1 Seite länger, komplexer, anspruchsvoller, viel mehr Stoff
Ist ja auch Bayern.
Außerdem urteilen Sie aus Elternsicht, oder sehe ich das falsch?
Das heißt also für die Zukunft: weniger Ärzte, Lehrer, Ingenieure, Wissenschaftler,Philosophen… ???? Oh je! Dann eben ab in die Garage, tüffeln und „ die Welt umkrempeln“, geht doch!
Bleibt doch mal locker @ Gymnasiallehrer und kümmert euch a little bit moore um Didaktik. Und sorry, dass ich etwas aggressiv wirke… Und noch was @ Petra: Es sind genau solche Personen mit Ihrer Einstellung, die Lehrersein nur als Job kommentieren und weniger als Verantwortungspersonen für den. Lebensweg von Kindern/Jugendlichen. Und genau von solchen Personen habe ich Kinder in der Rückstellung ( sogar mit Förderschulempfehlung) „geerbt“, die ein gutes Abi gemacht haben, 2 heute mit Professur (Kunst und Elektrotechnik; Letzterer übrigens mit einem Abi2,… . Uff!
Das Bildungssystem in Deutschland wird erst dann wieder erfolgreich wenn, wenn
– die Arbeitszeit der Lehrkräfte – getreu höchstrichterlicher Urteile – erfasst wird, um die ungeheure unbezahlte Mehrarbeit sichtbar zu machen,
– es dadurch zu viel mehr Einstellungen in den Bereichen Verwaltung, Technik, Sozialarbeit, Alltagshilfen, Inklusion kommt, um Lehrkräften wieder Zeit für das Unterrichten zu geben,
– der Beruf dadurch wieder attraktiver wird (in allen Schulformen),
– deutlich kleinere Klassen bzw. Doppelbesetzung eingeführt wird,
– man sich auf Kernfächer und die Leistungen dort konzentriert, statt x Projekte laufen zu lassen, weil irgendwer wieder ein neues Schulfach und neue Inhalte fordert,
– und die Gymnasien abgeschafft werden, die durch ihre Existenz Ungleichheiten zementieren. Das wird sich in Deutschland aber niemand trauen, obwohl es richtig wäre.
Es ist wirklich ziemlich frech, in der für Lehrkräfte einfachsten Schulform Deutschlands – dem Gymnasium – zu unterrichten und dann dreist von oben herab Kolleg:innen zu diffamieren, die bis an die Schmerzgrenze arbeiten (ich bin übrigens keine Grundschullehrerin, aber ich schaue anerkennend hin).
Es gibt allgemeine gesellschaftliche Entwicklungen und schulpolitische Entscheidungen, die die Fähigkeiten der Lernenden sinken lassen. Damit müssen jetzt eben auch die Gymnasien zurechtkommen.
Kritisiert und fordert an den richtigen Stellen, statt Kolleg:innen zu beschuldigen!
Es muss viel mehr Geld in das Bildungssystem anstelle ständig neuer Prüfungen und Evaluationen ohne nachfolgende echte und wirksame Unterstützung der Lehrenden und Lernenden.
Es war doch schon immer so, dass die Empfehlungen sich an der Sympathie der Lehrer orientierten. War der Lehrer ein Sportfanatiker erhielten sportliche Kinder in allen Fächern bessere Noten. Noten sind nun mal subjektiv und beim einen Lehrer merkt man dies mehr als beim anderen, aber man merkt es bei allen! Lehrer sind nun mal Menschen.
Ich finde schon lange, dass die Gymnasiallehrer:innen über die Aufnahme in den 5. Klasse bestimmen können sollten – aber dann alle Kinder/Jugendlichen behalten müssen (!), für die sie sich entschieden haben.
Es sollte an Grundschulen eine verpflichtende Beratung über Bildungswege am Berufskolleg in NRW vereinbart werden. Kinder und Jugendliche entwickeln sich und können über das Berufskolleg nach der 10. Klasse oder später vielfältige Wege gehen, die auch ins Studium führen oder dem Bachelor gleichgestellt sind.
Das nimmt allseitigen Druck
Und da soll ich schon in der Grundschule die Eltern beraten, was eventuell 5 Jahre später aktuell sein wird? Also, ich weiß nicht, ob das so sinnvoll ist…..
Nach der Vierte, wirklich?
Im Zuge der Berufsorientierung im neunten Jahrgang bzw. der Berufsberatung wäre aus meiner Sicht der geeignetere Zeitpunkt.
Warum kritisieren Gymnasiallehrkräfte? Aus welchem Grund? Es ist gesellschaftlich so gewollt, da können die Grundschullehrkräfte nix dafür.
An Unis ist es doch genau so – kaum noch studierfähige Leute. Sind alleine die Gymnasiallehrkräfte schuld? Sicher nicht nur. Bildung ist zum Schimpfwort geworden, Anstrengung verpönt, Fleiß das Schlimmste überhaupt. Nur niemanden mit Inhalten belästigen, nur nichts fordern. Wer es dennoch macht, der bereitet angeblich den Nährboden für leicht steuerbare, manipulierbare Menschen. Das Gegenteil ist richtig, wer denken kann lässt sich weniger leicht manipulieren. Wer viel weiß muss weniger glauben.
Toll. Unsere Gymnasien sind alle überbewertet. Wenn jetzt wirklich nur noch Kinder aufs Gym. gehen dürften, dann müssten die Lehrer dort, die zu viel sind, an Realschulen arbeiten oder anderen. Ich überlassen die Ironievermutung mal dem Leser.