
Schülerinnen und Schüler in Rheinland-Pfalz fordern, dass unangekündigte Hausaufgabenkontrollen weiterhin abgeschafft bleiben. Diese Regelung habe viele Kinder und Jugendliche spürbar entlastet, erklärte Isabelle Seltenreich vom Landesvorstand der Landesschülerinnen- und Landesschülervertretung (LSV). Eine Wiedereinführung würde den Stress erhöhen, ohne nachhaltigen Lernerfolg zu fördern. Deshalb sollten stattdessen moderne, selbstbestimmte Lernformen gestärkt werden, sagte die LSV-Sprecherin in Richtung neuer CDU-geführter Landesregierung.
Seit dem Schuljahr 2025/2026 werden derzeit alle schriftlichen und mündlichen Hausaufgabenüberprüfungen in den Schulen im Land bereits bei der Erteilung der Hausaufgaben angekündigt. Somit sind unangekündigte Überprüfungen nach einem Beschluss von Bildungsminister Sven Teuber (SPD) nicht mehr zulässig.
Gegen pauschales Handyverbot
Die digitale Ausstattung in den Schulen auch mit flächendeckendem Zugang zu kostenlosem WLAN müsse verbessert, die Förderung der Medienkompetenz im Unterricht durch gezielte Fortbildungen für Lehrkräfte gestärkt und alternative Prüfungsformate mehr ermöglicht werden. «Ein pauschales Handyverbot lehnen wir ab», sagte Seltenreich.
Stark machen sich die Schülerinnen und Schüler auch für ein kostenloses Mittagessen für alle Kinder und Jugendlichen, eine umfassende Sanierung und Modernisierung von Schulgebäuden sowie kostenlose Menstruationsartikel in allen öffentlichen Bildungseinrichtungen.
Strengere Verfolgung sexueller Übergriffe durch Lehrkräfte
Gefordert wird vom künftigen CDU/SPD-Bündnis auch ein flächendeckender Ausbau schulpsychologischer Angebote sowie verpflichtende Erste-Hilfe-Kurse. Außerdem sollte es eine konsequente Aufarbeitung sowie eine strengere Verfolgung sexueller Übergriffe durch Lehrkräfte geben, berichtete die Sprecherin vor der am Freitag startenden Landesschülerinnen- und Landesschülerkonferenz.
Bei dem dreitägigen Treffen geht es darum, wie junge Menschen stärker in die Bildungspolitik eingebunden und in den Debatten besser gehört werden können. News4teachers / mit Material der dpa
Nach CDU-Wahlsieg fordern Philologen Taten: „In Sachen Bildung brennt die Hütte“









Selbstbestimmtes Lernen hätte bei mir so ausgesehen: Mit Super Mario durch alle Levels hüpfen und die Kader der Bundesligavereine auswendig lernen. Gut, hab ich privat trotzdem gemacht. Schulisch wären bei mir Mathematik und Naturwissenschaften jedoch auf der Strecke geblieben – ohne Druck von außen hätte ich mich wahrscheinlich nie mit Dreisatz, Prozentrechnen und chemischen Formeln befasst. All diese Dinge – plus die extrinisische Motivation, weil eben einfach was erwartet wurde – machten mich zu dem Menschen, der ich heute bin Ich lernte nicht nur Dinge wie logisches Denken durch Mathematik, ich lernte auch, mit Druck umzugehen. Ohne diese Basics könnte ich meinen jetzigen Beruf in der sozialen Arbeit wahrscheinlich gar nicht ausüben. Schule darf auch mal hart sein, denn das Leben danach wird garantiert nicht einfacher.
“Schulisch wären bei mir Mathematik und Naturwissenschaften jedoch auf der Strecke geblieben”
Dann können Sie sich ja wahrscheinlich denken, dass Selbstbestimmtes Lernen in der Umsetzung von Ihrer Vorstellung abweicht
Nach allem, was ich aus Schulen höre und mitbekomme, funktioniert dieses „selbstbestimmte Lernen“ nur bei intrinsisch motivierten Schülern. Der Rest dümpelt vor sich hin.
Sie weichen von Ihrer Unterstellung ab, Schüler*innen würden sich bezüglich kritischer Inhalte ausklinken können.
Können sie doch auch. Menschen vermeiden grundsätzlich alles Unangenehme. Es gibt ja auch keine richtige Konsequenz an solchen Schulen, da Sitzenbleiben und Noten bis Klasse 9 an Gemeinschaftsschulen abgeschafft sind. Vielleicht weben jene Schüler rudimentär mal ein paar Grammatik- und Geometrieaufgaben in ihr “selbstbestimmtes Lernen” mit ein, aber ich habe noch keinen einzigen Jugendlichen erlebt, der sich voller Eifer in den Schulstoff wirft, nur weil er jetzt entscheiden darf, wann er das tut. Solche Traumzustände finden Sie an Regelschulen nirgends.
“Können sie doch auch. Menschen vermeiden grundsätzlich alles Unangenehme.”
Wenn Sie meinen, dies würde beim Eigenverantwortlichen Lernen ermöglicht, sollten Sie sich andere Quellen suchen :/
Die Realität als Quelle zu leugnen, fällt mir leider schwer.
Wenn Sie die Quelle als “Born” apostrophieren fällt es dem rechten Rand zumindest leichter
Ist klar, so wie die die Kindergartenkinder, die sich Vapezeit genehmigten (augenroll)
Ich habe Ihnen aus Mitleid ein like gegeben.
Danke, aber das müssen Sie eventuell zurückziehen. Das Beispiel ist aber von Vehrenkamp
Was verstehen Sie [Rüdiger] denn unter “selbstbestimmten Lernen”?
Was verstehen Sie [Rainer] denn darunter?
Der Begriff ist etwas … “Verwässert” und unklar.
Das stelle und stellte ich immer wieder fest.
Zudem: Aus welcher Perspektive?
Also bspw. “Offener Unterricht” nach Falko Peschel [Vermutlich das was Rüdiger meint?]
Das sehe ich auch als … Sehr gewagt als Konzept.
Oder eher Richtung Freinet, Montessori und Lerninseln [Vermutlich was Rainer meint]?
Das sehe ich hingegen durchaus als praktikabel. Zumindest mindestens so praktikabel wie “Regelschulunterricht”/”Frontalunterricht”. Wer jetzt denkt … Warte mal … Wir arbeiten doch auch nicht nur Frontal … Dann glückwunsch. Auch bei Montessori gibt es “eine Art Frontalunterricht” [Darbietungen bzw. Form von Darbietungen]. Eben zur Wahl der freien Arbeit. Auch hier wird – wenn gut (und mMn sinnvoll) gemacht … Das Kind auf keinen Fall “komplette Freiheit” gelassen. Selbstverständlich müssen sie Mathe machen. Da gibt es bei uns bspw. auch kein “davor drücken”. Oder “ich sitze die Zeit ab und chille”. Sie bestimmen lediglich innerhalb einer bestimmten Zeit, was sie wann und mit wem machen. Wir kontrollieren und begleiten das. Letztendlich entscheide ich es trotzdem, falls es sonst nicht funktioniert.
Allerdings auch hier klar betont: Schaut euch genau die jeweilige Schule an. Montessori ist nicht gleich Montessori. Zum einen ist der Begriff nicht geschützt und “jede/r” kann so eine Schule gründen [mehr oder weniger]. Und zum anderen ist die Auslegung und Anwendung der Montessori-Pädagogik deutlich unterschiedlich.
Von “das Kind kann tatsächlich machen was es will” bis hin zu “kaum Freiraum”. Alles schon gesehen.
Also … Worüber sprechen sie beide genau?
“Was verstehen Sie [Rüdiger] denn unter “selbstbestimmten Lernen”?
Was verstehen Sie [Rainer] denn darunter?”
Ich: den im Artikel beschriebenen Ansatz
Vehrenkamp: “Schulisch wären bei mir Mathematik und Naturwissenschaften jedoch auf der Strecke geblieben”
Was er damit wohl sagen mag…
Wie sieht eigentlich es eigentlich mit Ihrer intrinsischen Motivation aus, sich auf dem Gebiet der Entwicklungspsychologie und in Ihrem Fachgebiet der Sonderpadagogik weiterzubilden? Sie vermeiden es doch auch regelmäßig, angebotene Quellen vollständig und sinnerfassend zu lesen. 🙂
Der Geist wäre ja willig, aber das Fleisch …
Sie meinen mit “Geist” aber nicht etwa Mephisto? Oh, my God!
“Der Geist der stets das Böse will und stets das Gute schafft”, ist es mMn aber sicherlich nicht
Ich dachte an das folgende Zitat:
„Ich bin der Geist, der stets verneint! / Und das mit Recht; denn alles, was entsteht, / Ist wert, daß es zugrunde geht; / Drum besser wär’s, daß nichts entstünde. / So ist denn alles, was ihr Sünde, / Zerstörung, kurz das Böse nennt, / Mein eigentliches Element“
Schon klar
Auch mein Fleisch würde sich über konkrete Belege freuen, als Potschemuschkas Phantasien, Kinder würden jenseits ihrer kognitiven Fähigkeiten gefordert – aber da ist derzeit uneingeschränkt nichts (außer Artikeln, die sich ausschließlich! Sorgen machen)
Weil ich dem Artikel nicht widerspreche. Kann gerne: “Siehe Oben” schreiben, wenn Sie ohne Belege davon phantasieren, dass Kinder vor Entscheidungen gestellt würden die nicht deren Entwicklungsalter entsprechen
Genau sooo sieht es aus! U/nd nun?
Wo sieht es so aus? Die Schlagzeilen von Schüler*innen, die reihenweise sitzenblieben, weil sie kritische Inhalte nicht lernen mussten, muss ich übersehen haben
An Gemeinschaftsschulen, die diese Form des Lernens praktizieren, gibt es kein Sitzenbleiben mehr. In den jährlichen Vergleichsarbeiten schneiden Gemeinschaftsschulen in BW Jahr für Jahr am schlechtesten ab. Eventuell gibt es da Zusammenhänge.
Wen interessieren die Vergleichsarbeiten oder Lernstandserhebungen? Interessant sind die Versetzungsbestimmungen von 9 nach 10 und die Bestimmungen für die Vergabe der möglichen Schulabschlüsse am Ende der SekI.
An Gemeinschaftsschulen werden andauernd irgendwelche Projekte durchgeführt, weshalb der reguläre Unterricht nicht stattfinden kann.
BO, Praktika, Vorhabenwochen, Prävention etc.
Das ist auch etwas, das mich an meiner Schule stört.
BO, Praktika und Präventation gibt es an anderen Schulen nicht??
Und Sie meinen, das liege daran, weil Kinder Mathematik und andere grundlegende Inhalte abwählen könnten?
Nur zum Verständnis: Mit Hausaufgabenkontrolle ist eine benotete Kontrolle gemeint, nicht etwa, ob sie angefertigt wurden?
Gemeint ist alles, was benotet wird. Jede benotete Leistungsfeststellung muss angekündigt werden. Hoffentlich setzt die CDU sich durch und macht das rückgängig, denn in der Praxis funktioniert es so nicht. Die SuS machen nur etwas, wenn Tests, HÜ geschrieben werden (meist nicht mal dann). Außerdem nimmt das Fehlen bei Tests, Hausaufgabenkontrollen, Abgabeterminen inzwischen Formen an, dass man von vielen SuS faktisch keine Noten bekommt- vor allem im Sachfach, das donnerstags oder freitags liegt.
Danke für die Antwort. In NRW ist der Umgang mit HA „milder“.
Die SuS machen nur etwas, wenn Tests, HÜ geschrieben werden (meist nicht mal dann).
Na sowas… Überall, vor allem von den Reformern, heißt es doch sonst, man müsse jeden Druck abschaffen und dann lernen die Schüler komplett intrinsisch motiviert alles. Einfach mit dem iPad ins Lernatelier setzen und die Sache funktioniert. Easy.
“Überall, vor allem von den Reformern, heißt es doch sonst, man müsse jeden Druck abschaffen und dann lernen die Schüler komplett intrinsisch motiviert alles.”
Nennen Sie zwei! 😀
Wenn es unserer Demokratie an etwas nicht mangelt, dann sind es Forderungen.
Ich bin ganz absolut für mehr selbstbestimmtes und insbesondere selbstorganisiertes Lernen. Die Schüler der nach diesen Prinzipien arbeitenden Schulen können ihre Fähigkeiten meist gut einschätzen, und es gibt wesentlich weniger SuS, die das Abitur anstreben, als an Regelschulen.
Ich bin soooooooo froh, dass meine Kinder aus der Schule raus sind…..diese Gedanken und Forderungen kann ich nicht nachvollziehen…..hat da jemand den Begriff „Bildung“ völlig missverstanden?
Sagt doch bitte gleich, wenn der Nachwuchs wirklich verdummen soll, dann wandern wir als Gesamtfamilie aus in ein Land (mal schauen welches), was sich noch der Bildung verschrieben hat……und wertschätzt, was wir an Bildung mitbringen….ich heule gleich…..es ist wirklich schlimm!
Forderungen des Landesvorstand der Landesschülerinnen- und Landesschülervertretung (LSV) haben nichts, aber auch gar nichts mit den allgemeinen Wünschen und Ansichten der Schülerschaft zu tun. Die meisten in den Schulen erfahren niemals, was in dieser kleinen Echokammer geredet wird (und andersrum augenscheinlich auch nicht). Beispiel: “Wahlrecht ab null Jahren”. Insofern sind die ersten Sätze des Artikels sehr, sehr irreführend.
Schülervertretungen sind demokratisch legitimiert – so, wie es Parlamente ebenfalls sind (die auch nie von allen Bürgerinnen und Bürgern gewählt werden). Wer das Prinzip der Repräsentativität nicht verstanden hat, dem fehlen Grundlagen im Verständnis unserer Demokratie.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Nur dass die Wahlbeteiligung sehr gering sein wird – abseits von Gymnasien in Wohlstandsvierteln noch viel geringer.
Womöglich deshalb, weil die Schülervertretung nicht viel Relevantes mitzuentscheiden hat. Dafür kann sie aber nichts und das mindert auch nicht ihre demokratische Legitimation. Herr Merz ist auch legitimer Bundeskanzler, obwohl nur 28 Prozent der Bürger die Union gewählt haben. Gerne hier nachlesen: https://www.news4teachers.de/2024/07/mangelhafte-demokratiebildung-kmk-kommission-fordert-mehr-mitsprache-fuer-schueler-im-unterricht/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Wie kommen Sie darauf? Haben die Kinder bei Ihnen keine Ideen und Wünsche?
Was sich die Kinder und Jugendlichen in unserer Betreuung so wünschen:
Chillen am Handy, Fortnite, Rausgehen, Vapes ab 14, GTA V, Monster Energy, keine Schule, Ausschlafen, Döner für 4€
Und Sie meinen, dies würde dann beschlossen? 😀
Beeindruckend, dass Sie in Ihrer Berufung uneingeschränkt kein Vertrauen verfügen, mit Jugendlichen eine ernsthafte Diskussion zu führen…
Wir führen sehr viele Diskussionen. Sehr oft drehen sich diese um die Themen „Schwänzen“ und „Bildschirmzeiten“.
Das hat nichts mit Ihrer unbelegten Behauptung zu tun, Kinder könnten sich das beim Selbstbestimmten Lernen AUSWÄHLEN.
Könnte es sein, dass Bildschirmzeiten und Schwänzen hier nicht deutlich realere Probleme an ALLEN Schulen sind, weniger Ihre Strohmänner?
Das Auswählen ist doch das Nonplusultra des selbstbestimmten Lernens. Sicher gibt es da Ausprägungen, aber die Auswüchse der “Schmetterlingspädagogik” setzen doch auf genau diese alleinige intrinsische Motivation – gepaart mit Feedbackgesprächen, wo der Mathelehrer dann anmerkt: “Jetzt könntest du mal Mathe machen.”
Also?
Haben Sie Quellen dazu, dass Kinder grundlegende Fächer/ Inhalte abwählen können?
Wenn es DAS Nonplusultra seien soll, finden Sie bestimmt welche 😉
Ich lese im Artikel oben nichts von:
– Kleineren Klassen
– Weniger Deputatsstunden
Entweder das wurde nicht genannt oder die Schülervertretung kennt sich halt nicht aus.
Stattdessen werden “eigene Rechte” hier primär genannt.
Nachvollziehbar, aber eben nicht weitreichend gedacht dann.
Ansonsten verstehe ich einige Forderungen.
Kein Pauschalverbot von Handy? Sollte es sowieso nicht brauchen, wenn es Endgeräte gäbe. Warum brauchen die SuS dann noch Handys im Unterricht?
Daher: Endgeräte fordern. Geht sich dann ebenfalls mit der Medienforderung einher. Hier hat man meiner Meinung mach dann ebenfalls nicht die logische Verkettung bemerkt … Oder ignoriert.
Bei den verpflichtenden Erste-Hilfe-Kursen fehlt der Bezug. Für wen? Lehrkräfte? Also wie bei Kiga/Kita?
Oder für die SuS? Oder beides?
Dazu fehlt überall der Rahmen der Forderungen. Also … Wie genau?
Als Beispiel: Zahlt der Steuerzahler das Essen oder geht es vom Kindergeld weg?
Und welches Essen so [alle Vegan?]? Und wieviel? Oder verschiedene Speisen?
Gehört das nicht auch irgendwo dazu, wenn man Forderungen stellt, dass man Beispiele aufbringen kann und sollte?
Ansonsten ist das ja mehr “Wunschkonzert” erstmal.
Dazu No-Brainer oft.
Kostenloses Essen? Klar.
@Redaktion gibt es dazu irgendwelche konkreteren Ansätze der SchülerInnenvertretung?
Wenn sich die SuS hier paar Sachen wünschen dürfen … Wie sieht es dann “mit mir” aus?
Ich habe auch Hunger.
Und jegliche Probleme lösen sich für mich durch:
– Bildungspflicht, statt Präsenzpflicht [mit Präsenz-Angeboten]
– Keine Benotungen mehr [sollen die Betriebe halt übernehmen]
– Keine Aufsichtspflicht über dem Rahmen anderer Einrichtungen und Unternehmensangeboten [Museum(sführung), Stadtführung, usw.] hinaus
– Rechtlich dementsprechend anzupassen
Ich glaube mit dem Vorschlag käme ich sogar den Schülern und Schülervertretungen entgegen.
Win-Win also.
Machen!
“Ich lese im Artikel oben nichts von:
– Kleineren Klassen
– Weniger Deputatsstunden”
Ich auch nicht. Muss ein anderes Thema sein
Sag ich ja … Keine reichweitendes Verständnis dann [der Forderungen]. Schade. Geht man mitunter am Problem vorbei.
“Ein pauschales Handyverbot lehnen wir ab.”
Fordert meines Wissens niemand.
“Hausaufgabenüberprüfungen in den Schulen im Land bereits bei der Erteilung der Hausaufgaben [werden] angekündigt.”
Oha, Transparenz bei der Aufgabenstellung? Wie einzigartig ^^
Mal schauen, wer jetzt zugunsten von Druck, Belastungsstörung und stumpfer Bearbeitung durch KI wieder auf die weiterhin unbelegten Vorzüge des Exens pocht -__-
Sprechen Sie von Dingen, die SIe nicht kennen- den Gepflogenheiten in Bundesländern, die nicht das Ihre sind?
Wer fordert pauschale (!) Handyverbote?
Und wer fordert selbstbestimmtes Lernen? Bestimmt nicht die Lernschwachen, die mit Defiziten, die die Zuhause keine Unterstützung bekommen, die die kein Deutsch sprechen usw. Es sind immer dieselben bildungsgewohnten Schüler, die in die SV gehen, die protestieren und etwas fordern. Aber das, was sie fordern ist nicht für alle Schüler der richtige Weg. Im Gegenteil. Lernschwachen und auch viele Jungen benötigen mehr Steuerung, Disziplin und Begleitung und definitiv nicht weniger
Das stimmt. Aber es sollte auch flächendeckend Schulen für “bildungsgewohnte” SuS geben, sodass jeder so lernen kann, wie er/sie es braucht.
Dann hätte man aber kaum noch eine soziale Mischung, sondern eine Verstärkung der eh schon zu unterschiedlichen sozialen “Blasen”.
“Spielt nicht mit den Schmuddelkindern …”
Das haben wir doch schon längst durch das Gymnasium. Da das in Deutschland vermutlich niemals abgeschafft wird, kann man gerne auch noch mal nach Lerntyp unterteilen. Da kommt es jetzt auch nicht mehr drauf an. Wichtig ist in diesem Land doch i.d.R., dass am Ende gute Leistungen herauskommen sollen.
Es gibt doch schon immer mehr Privatschulen, die ein bestimmtes (Lerntyp- bzw. soziales)Klientel ansprechen. Problem gelöst?
Was ist dann eigentlich mit der so hoch gelobten Heterogenität/ Inklusion aller Forderbedarfe, aller Neurodivergenzen/ längeres gemeinsames Lernen (keine frühe Trennung/ Vermeidung sozialer Ungerechtigkeiten…. Irgendwie widerspricht sich das alles in meinen Augen.
Tut es nicht, da sie in sich durchaus inklusiv sein könnten (Vorteile für viele Neurodivergente z.B.). Mit bildungsgewohnt ist nicht gemeint, dass es nur SuS aus der bildungsnahen Familie schaffen, sondern für interessierte und neugierige Kids im Allgemeinen.
… und wohin mit den Fö-Schülern, v. a. mit denen, die kognitiven und ESE-Förderbedarf haben?
… und wer legt, wann und nach welchen Kriterien fest, welcher Schultyp der richtige für das Kind ist?
…. oder meinen Sie, jede Schule soll mehrzügig laufen (verschiedene Klein- und Kleinstklassen, je nach “Schülertyp” anbieten)?
Ich verstehe echt nicht, wie Sie sich das praktisch umsetzbar (flächendeckend) vorstellen. Da fehlt mir die Fantasie.
“… und wer legt, wann und nach welchen Kriterien fest, welcher Schultyp der richtige für das Kind ist?”
Na, jedes Kind selbst. Von wegen Mitbestimmung. Das sollten Sie doch inzwischen mitbekommen haben.;-)
Mir geht es da genau wie Ihnen. Und ich frage mich, wie wir jemals wieder “Grund in die Schulen reinkriegen” können, wenn es so viele Menschen gibt, die nicht nur vollkommen unrealistische Ideen haben, sondern auch noch versuchen diese durchzusetzen.
Und auf der anderen Seite kommt dann noch die Politik mit ihren Sparmaßnahmen.
Wenn ich ehrlich bin, sehe ich immer schwärzer.
Diese Frage stelle ich mir übrigens immer wieder und habe sie auch schon mindestens einmal hier bei n4t gestellt (wenn ich mich recht erinnere auch damals an Alese20) – aber auch damals erhielt ich keine Antwort. In der Theorie klingt halt alles so schön …
Was ist eigentlich, wenn das Kind die eine Schule will und die Eltern eine andere? Und wenn dann der GS-Lehrer (oder die Kita vor der Einschulung) vielleicht noch eine andere empfehlen?
Rechtlich haben die Eltern die besseren Karten.
Aber, ob die immer richtig entscheiden?
Und warum gibt es das? Auch das können wir sehr sehr gerne mal ansprechen.
Das warum ist mir schon klar. Aber es verstärkt mMn. das soziale Ungleichgewicht, da nicht jeder Schüler Zugang zu einer Privatschule hat.
Und wer kann die bezahlen? Ganz davon abgesehen, gibt es eben nicht überall Privatschulen mit dem Konzept des selbstbestimmten Lernens. Ich habe tatsächlich in meiner Stadt (Großstadt) nach weiterführenden Montessorisschulen gesucht. Ergebnis genau Null. Nur Grundschulen. Es gibt einige konfessionellen, eine Waldorf und eine sehr teure internationale weiterführende Schule. Das war’s. Innovative Alternativen? Fehlanzeige. Selbst, wenn man das Geld hätte, gäbe es das nicht. Also, da ist wirklich viel Luft nach Oben.
Wichtig (für die Politik und aktuelle Wirtschaft) ist erstmal, dass die Kinder betreut werden. Egal wie. Sollte nur zusätzlich möglichst wenig kosten.
Ja, leider. Und dann wundern, dass Kinder psychisch belastet, unglücklich, unmotiviert und gestresst sind.
Sie fordern hier dann also das, was für Ihre soziale Schicht am nettesten wäre. Dachte ich mir doch schon.
“Da kommt es jetzt auch nicht mehr drauf an. Wichtig ist in diesem Land doch i.d.R., dass am Ende gute Leistungen herauskommen sollen.”
Doch, darauf kommt es sehr wohl an. Mehr soziale Mischung würde unser Land voranbringen. Mehr soziale Spaltung hingegen nicht.
Ich gebe @potschemutschka recht. Das klingt wirklich nach “Spielt nicht mit den Schmuddelkindern.”
Wieso schließen sie daraus, dass nicht auch Kinder aus den unteren sozialen Schichten von einem selbstbestimmten Konzept profitieren würden? Ich sprach mich ja auch gegen das Abwälzen auf Privatschulen aus, weil sich das nicht alle leisten können. Es gibt auch bildungsnahe arme SuS. Es geht nicht um Abgrenzung von “Schmuddelkindern” (übrigens furchtbares Wort), sondern um jeder lernt nach seinem Lerntyp. Das wäre durchaus auch inklusiv, da dort viele neurodivergente SuS reinpassen würden – viel besser, als in das jetzige System.
Ganz einfach, im Einzugsbereich meines Brennpunktviertels gibt es keine, leicht für alle erreichbare Privatschule. Und wenn es eine gäbe, würde die auch nicht für jeden Schüler passen. Man müsste also viele verschiedene Schulen (mit unterschiedlichen Konzepten) im Einzugsbereich anbieten, um wirklich jedem Schüler gerecht zu werden.
Genau.
Ja und nun? Wie stellen Sie sich die praktische Umsetzung vor (angenommen es gäbe dafür die finanziellen und personellen Ressourcen)?
Siehe meinen Kommentar weiter oben
.potschemutschka
4 Stunden zuvor
Antwortet Alese20
Viele kleine Schulen mit unterschiedlichen Konzepten am besten öffentlich und nicht privat. Weg von 1000+ SuS hin zu etwas familiärer wie 2-zügig. Die, die Struktur brauchen gerne nach Lemov, SOL für die, die Freiheit brauchen. Weitere Alternativrn wie konfessionell, Waldorf, Montessori, Primus – was auch immer. Von mir aus dafür Teilung nach Gym., Real-, Hauptschule abschaffen.
“Viele kleine Schulen … ” – da bin ich voll dafür!
“… mit unterschiedlichen Konzepten….” von mir aus gern.
Aber meine anderen Fragen haben Sie leider noch nicht beantwortet.
Wie immer in NRW übertragen die Kommunen die Aufgaben an die Landschaftsverbände (LVR und LWL), die sind als Kommunalvwrbände Träger einer Reihe von Förderschulen.
Dem würde ich widersprechen. Können wir hier gerne diskutieren, wenn Sie wollen.
Okay! Wie würden Sie meine Fragen an Alese beantworten?
Gerne. Also grundlegend wäre ich bei Alese im Ansatz.
Man müsste eben “den Deckungsraum” ausbauen. Beispielsweise die Pädagogik in mehr Regelschulen einfließen.
Aber erstmal gehe ich auf Ihre Fragen ein, bestenfalls natürlich mit Ihrem “Geld egal” Gedanken/Bezug:
“… und wohin mit den Fö-Schülern, v. a. mit denen, die kognitiven und ESE-Förderbedarf haben?”
Das kann man jetzt unterschiedlich handhaben. Je nach Kind und Bedarf.
Manche kann man sicherlich inkludieren in manchen Konzepten. Montessori bietet hier durchaus Fläche im Rahmen.
Dazu weiterhin Sonderschulen. Auch das wäre dementsprechend ein “Konzept”.
Und Schwerpunktschulen ESE und co.
Nahezu alles ist besser, als das was wir aktuell haben. Und auf das wir “hingeleitet” wurden und weiterhin werden.
Nennen wir es doch direkt beim Namen:
Verschiebung der Niveaus im gegliederten System aktuell.
Mittelschule [Bayern] wurde/wird zur Sonderschule(+). Nur mit schlechteren Rahmenbedingungen.
Das ist der (vermeintlich … offensichtliche) Weg. Jeder der sich etwas auskennt und die Augen aufmacht, der merkt und sieht das.
Um mal ein Beispiel anzuführen: Das zeigt mitunter die Handhabe an Sonderschulen [Bayern] aktuell. Diese dürfen durchaus “Kinder ablehnen”. Dann MÜSSEN die Mittelschulsprengel diese eben aufnehmen. So kommt es mitunter auch regional hier dazu, dass Kinder beschult werden (MÜSSEN), welche für den Sprengel eigentlich nicht beschulbar sind. Mit allen Konsequenzen.
Dazu machen einige “aus Kreisen” jetzt auch kein besonderes Geheimnis daraus. Zumindest nicht “im Kämmerchen”.
Daher: Alles ist besser als dies.
“… und wer legt, wann und nach welchen Kriterien fest, welcher Schultyp der richtige für das Kind ist?”
Wer und wie wird das aktuell gemacht?
Noten? Hier kann man beidseitig Beispiele anführen, wo es “gut geht” und wo es “massiv daneben greift/griff”.
Noten sind kein objektiver Faktor (wie anderes eben auch nicht).
Die Problematik solcher Leistungsauslese ist Ihnen klar denke ich.
Elternwillen? Funktioniert(e) auch nur bedingt.
Trend von etwa 10% Gym auf etwa 40-50% (+) Gym? Ah ja.
Scheint ja alles nicht so das gelbe vom Ei zu sein.
Sind denn aktuell alle “Privatschulkinder” “richtig und perfekt” an der jeweiligen Privatschule? Ganz klar – nein.
Also diese Problematik der “Zuordnung” und “Entscheidung” hat man sowieso aktuell ebenfalls.
Aber wäre der Schritt Richtung “das Konzept gefällt” – dort WILL ich bestenfalls hin – nicht schon ein weiter Schritt zur Besserung diesbezüglich?
Dann kann man ggf. immer noch “unzufrieden sein” und evtl. wechseln.
Hat den Vorteil, dass man “sich testen kann” und eine tatsächlichere Auswahl bestenfalls hätte.
“…. oder meinen Sie, jede Schule soll mehrzügig laufen (verschiedene Klein- und Kleinstklassen, je nach “Schülertyp” anbieten)?”
Braucht man doch gar nicht. Das wäre dann eher wie eine offene konzeptionelle freie Schule, was Sie hier gerade als Gedanke haben. Sowas gibt es bereits. Kenne eine Schule zumindest, welche das in der Praxis so ähnlich handhabt. Zumindest Konzeptionell. Dort fließen Montessori, Freinet und co. ein.
Aber klar … Ist dementsprechend auch mit Vor- und Nachteilen verbunden.
– Wer kommt in welche Klasse
– Wie abgestimmt ist das überhaupt
– Usw.
Aber warum sollte man “Privatschulkonzepte” nicht auch als Regelschule anbieten (können)?
Man muss dann eben Abstriche machen, welche man aktuell nicht machen will.
Warum macht man dies nicht? Weil (solche) Privatschulen dem Staat massivst an Gelder sparen. Dazu will man sich gar nicht öffnen diesbezüglich. Man hat ein Schema und fährt dieses. Rest wird Outsourced.
Je nachdem wie man Outsourced werden die Gelder angepasst.
Erhebt man keine Noten als Privatschule [staatlich genehmigt] bekommt man weniger Gelder als wenn man dies “schematisch angleicht” – also Benotungen machen muss [staatlich anerkannt]. Dementsprechend müsste man dies auflockern und hier offener verteilen. Ansonsten funktioniert das grundlegend nicht – dann wäre der Rahmen halt nicht da.
Als Outsourcing geht das prima – und spart massiv wie gesagt. Win-Win.
“Ich verstehe echt nicht, wie Sie sich das praktisch umsetzbar (flächendeckend) vorstellen. Da fehlt mir die Fantasie.”
Ob das dann wirklich funktioniert. Wer weiß? Aber funktioniert es aktuell denn? Können Sie sich vorstellen, dass es anders eventuell besser funktionieren könnte?
Kommt natürlich drauf an, wie man das jetzt hypothetisch betrachtet:
– Gibt es keine Ressourcen und Rahmen dazu? Geht es auf keinen Fall.
– Gibt es sie? Dann wahrscheinlich eben schon.
Auch hier sprechen “wir” eben wieder von absoluten Grundbedingungen für das Gelingen.
So oder so … Aktuell haben “wir” ebenfalls eine “Selektion”. Mehrfach sogar.
– Nach Schularten
– Nach staatlich und privat
– Nach privaten Schularten
– Nach Einzugsgebieten [Brennpunkten und wohlhabenderen Kommunen]
– Nach sozialen und privaten Status [Geld … Bildung der Eltern]
– Nach Länder/Bundesländer
– Nach … [Die Liste ist bereits groß …]
Da braucht sich keiner und keine was vorzumachen. Und das kann man “gut” oder “schlecht” oder “neutral” einordnen. Das geht. Hat auch eben Vor- und Nachteile. Muss allerdings jede/r für sich selbst ggf. mal überlegen.
Gerade wenn Rahmenbedingungen und Ressourcen nicht gestellt werden.
Danke für die ausführliche Antwort!
Aber: “Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.
Das Wunder ist des Glaubens liebstes Kind.
Zu jenen Sphären wag´ich nicht zu streben.”
Denn: Dafür braucht es mehr als einen Doppel-Wumms, Rambo-Zambo oder anderer markigen Sprüche! 🙂
Um das umzusetzen braucht es nicht nur seeehr viel Geld und Personal, sondern mMn. einen total Umbau des Bildungssystems.
Ich träume mal:
Zuerst würde ich mir ein einheitliches deutsches Schulsystem, mit einheitlichen Lehrplänen und Standards als Gerüst wünschen. Also erst einmal weg mit dem Föderalismus in der Bildung.
Ein Gerüst braucht auch ein stabiles Fundament = frühkindliche Bildung und Erziehung, die die Kinder möglichst zur Schulfähigkeit führt.
Stehen das Fundament und das Gerüst, kann das “Schulgebäude samt Innenausbau” dann variabel, je nach den verschiedenen Bedarfen, variiert werden. Dann wäre auch ein Wechsel innerhalb dieses “Schulgebäudes” leichter möglich.
Aber man braucht eben zuerst ein tragfähiges Fundament und ein stabiles Gerüst. Und das haben wir bei weitem nicht. Alles andere ist dann “Nice to have” und eben nur für die, die es sich leisten können und/oder wollen.
Ich weiß: “I´m a dreamer. But I´m not the only one!”
“Um das umzusetzen braucht es nicht nur seeehr viel Geld und Personal, sondern mMn. einen total Umbau des Bildungssystems.”
Genau. Das bräuchte es definitiv.
Ich gehe auch mit, dass das aktuell weder “gewollt”, noch realisiert wird. Eventuell zudem auch erstmal nicht – zumindest nicht “schnell”/”kurzfristig” – möglich wäre aktuell.
Hier sprechen wir tatsächlich von “Träumen” und eventuell “Wunsch”.
Kommen wird dies wohl vor einem Systemkollaps nicht. Danach würde offen stehen.
Jedoch brauchen wir Konzeptideen usw. meiner Meinung nach.
Noch nichtmal als “jetzt Umsetzung” – das wird nicht kommen. Sondern als potentiellen “danach/’kann’ “-Weg.
Man sollte sich eben überlegen, wie man – wenn man das System vollen Bewusstseins schon an die Wand fährt … Wie man dies danach neu hochzieht.
Alles andere sind thematisch meiner Meinung nach oft sowieso Scheindiskussionen aktuell. Es wird nicht kommen. Punkt. Nicht vor “danach”. Und dazu gibt es auch plausible Gründe.
Hier muss man dann differenzieren über was wir sprechen:
– Wie realistisch ist “sowas” [meine Erklärung] aktuell? Absolut nicht.
– Wie sinnvoll könnte sowas sein? Ja, doch. Durchaus. Sehe ich zumindest als potentiell sehr sinnvoll.
– Sollte man solche “Gedankenkonzepte machen”? Ja, finde ich auch. Damit man “dann” zumindest eine Richtung hätte und nicht komplett “planlos” da steht
– Wird das gemacht? Keine Ahnung. Etwas. Nur … Kommt das auch an? Projektschulen kommen und gehen. Gelder prüft man und schaut, wie tragbar das Ganze ist. Wird dann leider oft eingestampft. Aber man hat mal die Erhebung, dass diese Projekte bei entsprechendem Rahmen mal gehen. Ist dann die Frage, ob man das ausweiten kann – will – und wird und v. A. wann. Und das muss man “rantasten”. Vollkommen verständlich. Aktuell ist man dazu nicht über einzelne “Herabtastungen” bereit. Schade.
“Zuerst würde ich mir ein einheitliches deutsches Schulsystem, mit einheitlichen Lehrplänen und Standards als Gerüst wünschen. Also erst einmal weg mit dem Föderalismus in der Bildung.”
Das ist jedoch genau das Problem. Das ist das Machtgefüge und “das Recht” im Föderalismus. Das verteidigt man auch. Der Bund spart kosten. Die Länder schieben es auf den Bund. Mangel wird angeprangert und die Pflichten werden in Frage gestellt und rumgereicht. Dazu verweisen die Länder auf die fehlenden Unterstützungen und fordern weitere Gelder. Der Bund sagt: Föderalismus und Zuständigkeit. Und wir bleiben im Kreislauf.
Keine zahlt. Blame-Game funktioniert. Und super.
Dazu “bewahrt” man sein Gesicht.
Warum sollte man das aktuell denn ändern, solange “es irgendwie geht”?
Ansonsten ist absolut klar:
– 15 Jahre braucht man etwa für die Durchsetzung. Dazu gehören gemeinsame Standards und Lehrpläne etz. Und dann braucht ja noch der erste Jahrgang bis zum Abitur/höchsten Abschluss. Man muss ja bei “Einschulung” bspw. als Standard dann anfangen. Ein “Switch” der “alten Systematik” würde eher nicht funktionieren. Das wären circa 15 Jahre als Richtwert. Wie lange gehen die Regierungsperioden? Und Thema ist schon durch.
Dass das absolut sinnvoll wäre … Steht außer Frage.
Ist dann jedoch wiederum Bundesebene. Dort stehen die Länder massivst im Verteidigungsmodus – und gehen notfalls auch in den Angriffsmodus.
“Ein Gerüst braucht auch ein stabiles Fundament = frühkindliche Bildung und Erziehung, die die Kinder möglichst zur Schulfähigkeit führt.”
Es muss massiv im Bereich Kita/Kiga investiert werden. Auch das ist vollkommen klar und sinnvoll. Dazu gehört eben auch “Landessprache” [Deutsch] und Basics. Zudem könnte man hier auch mehr fördern. Viele Kinder sind im Alter von 4 Jahren etwa sehr zugänglich für Sprache(n). Zudem Geometrie. Auch große Zahlen. Etc.
Ja, so sieht es aus. In diesem Leben werde ich wohl keine Verbesserung mehr erleben. Aber, ich hoffe, vielleicht meine Urenkel, die es noch nicht gibt. Meine Enkel haben, dank Ihrer Eltern und Großeltern und der richtigen Schulwahl noch Glück gehabt. Sie bekommen, für jetzige Verhältnisse, noch eine gute Bildung.
Gerne und sofort, aber vorher will ich notariell bestätigt haben, dass ich nicht für die Folgen verantwortlich bin … Eigenverantwortung halt.
Gerne und sofort, aber vorher will ich notariell bestätigt haben, dass ich nicht für die Folgen verantwortlich bin …
Sehr gerne, da wäre ich dabei.Und hätte dazu noch ein entspannteres Arbeiten in der Schule. Juchuuuu 🙂
Bin dabei.
Ja mindestens zu 1/4 und 1/4 hybrid digital.
Jede Firma ist da heute schon weiter als die Schulen
Ja klar- die Verkäuferin in unserem Bäckerladen will jetzt auch ins Homeoffice.
In-house-Verkauf. Lohnt sich aber nur in Mehrfamilienhäusern. Eigenheim ist bei Bäckereiverkäuferinnen auch eher nicht zu vermuten.