
Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (CDU) hat Versäumnisse beim sogenannten Porno-Eklat an einer Schule in Sachsen benannt. Bei einer von der AfD beantragten Debatte bezeichnete er den Vorfall an der Oberschule Schleife (Landkreis Görlitz) als schweren Fehler. Zugleich warnte er davor, den Fall politisch zu missbrauchen. Genau das warfen Vertreter mehrerer Fraktionen der AfD vor.
Bei einer Projektwoche zum Thema «Mut» war an der Deutsch-Sorbischen Oberschule Schleife auch pornografisches Material aufgetaucht. Mit dem Projekt hatte man einen externen Veranstalter beauftragt. Zu dem Zeitpunkt, als das Material ausgelegt wurde, befanden sich keine Lehrkräfte im Klassenzimmer. Kinder berichten ihren Eltern davon. Es folgten Beschwerden und Strafanzeigen. Die Schule brach das Projekt am ersten Tag ab.
Schulen sollen Vorsichtsmaßnahmen ergreifen
Während die AfD suggerierte, dass solchen Vorfällen an sächsischen Schulen Tür und Tor geöffnet sind, sprachen die anderen Fraktionen von einer Ausnahme. «Wir müssen sorgfältig prüfen, was dieser Einzelfall für die Zusammenarbeit mit Externen bedeutet», sagte Clemens. Grundsätzlich sollten die Schulen auch in Zukunft ihre Eigenverantwortung behalten. «Das darf uns aber nicht davon abhalten, jetzt auch Vorsichtsmaßnahmen anzupassen.»
Clemens kündigt neue Handlungsempfehlung an
Clemens kündigte eine neue Handlungsempfehlung an, mit der die Schulleitungen für den Umgang mit externen Partnern weiter sensibilisiert werden sollen. «Wir müssen von externen Partnern erwarten, dass sie Qualität und Ausweiskriterien präzise einhalten und verbindliche Verfahren für den Umgang mit Vorfällen festlegen.» Dazu gehöre auch, pädagogische Qualitäten und Schutzkonzepte der Projektträger eingehender zu prüfen.
Nach den Worten von Clemens bleibt es wichtig, Eltern über Träger und Inhalte der Projektarbeit vorab transparent zu informieren. «Wo Vertrauen verloren gegangen ist, muss es mit besonderer Sorgfalt wieder aufgebaut werden. Umgekehrt müssen wir Schulleitungen Vertrauen entgegenbringen, wenn der partnerschaftliche Erziehungs- und Bildungsauftrag vor Ort gelingen soll.» Es sei richtig gewesen, dass die betroffene Schulleitung schnell reagiert habe. News4teachers / mit Material der dpa
Porno-Eklat an Schule: Träger spricht von “Versehen” (aber auch von “Hetzkampagne”)









Wieso kümmert sich dieser Clemens nicht einfach selber darum? Er sollte eine Liste mit allen externen Partnern erstellen, welche er selbst zuvor geprüft hat und für vertrauenswürdig hält. Dann können sich die Schulleiter an dieser Liste bedienen und darauf verweisen. Fertig.
Ja, lasst ihn alle Hefte lesen, welche an Schüler*innen ausgegeben werden. Genial un definitiv kein populistischer Unsinn! 😀
Dann wäre er ja verantwortlich. So funktioniert das nicht, wenn es schiefgeht muss ein anderer schuld sein.
Es ist ja nicht so ,dass der extrerne Partner bei jeder Fortbildung versehentlich pornographische Bilder ausgeteilt hat. Bisher muss man davon ausgehen, dass das ein einmaliges Geschehen war.
Was hätte es also genutzt, wenn der Partner vorher geprüft worden wäre?
Megaschwierig: Lest Hefte, bevor Ihr sie ausgebt… superschwierig und für die AfD ein hohes Risiko (Lesen und so…)
Umgekehrt muss ich hier Kreide fressen: Habrn regelmäßig ne Kooperation, wo Printmedien geliefert wurden und ich Hefte aussortierte, aber nicht jede Zeitschrift durchging… bisher!
Der Vorfall zeigt deutlich ein Totalversagen aller Prozesse.
Man könnte die Formulierungen leicht falsch verstehen,
“Es sei richtig gewesen, dass die betroffene Schulleitung schnell reagiert habe.” Es hagelte Beschwerden und es sind Strafanzeigen gestellt worden. Was hätte der Schulleiter denn sonst machen sollen? Trotz Verdacht auf eine Straftat die betreffenden Personen weiter diesen Workshop durchführen lassen?
“Die Schule brach das Projekt am ersten Tag ab.” Am oder nach dem ersten Tag sind verschiedene Sichtweisen desselben Sachverhalts. Am ersten Tag (Kalendertag) klingt besser, aber der erste Tag des Projektes war abgeschlossen.
Schnell reagiert haben die Eltern, sobald sie von der Sache Kenntnis erlangt haben. Die Schulleitung war erst in zweiter Reihe aktiv geworden und ohne das Eingreifen der Eltern, wäre der Workshop vermutlich durchgeführt worden.
Gab es kein Schutzkonzept an der Schule? Hatten die Kinder keinen Ansprechpartner, um nach dem Vorfall direkt aktiv zu werden? Der laufende Workshop hätte doch durch die Schule nach dem Vorfall abgebrochen werden müssen und die Schulleitung hätte die Polizei hinzuziehen sollen. Hat aber nicht funktioniert.
Die Arbeit mit Externen muss insgesamt viel kritischer gesehen werden. Es handelt sich letztlich im Regelfall um Lobbygruppen und zum Teil Aktivisten. Manche Eltern sehen das durchaus sehr kritisch, wenn die Sozialistische Jugend Deutschlands Workshops an ihrer Schule durchführt. Und wer will es ihnen verdenken, gerade im Osten, wo viele noch persönlich unter dem Sozialismus gelitten haben?
Der Fehler war hier eine Kette des Vertrauens. Alle haben allen vertraut. Das Ministerium der Amadeu Antonio Stiftung, die Amadeu Antonio Stiftung der Sozialistischen Jugend Deutschlands, Die SJD den Referenten, der Schulleiter allen anderen und die Eltern dem Schulleiter. Aber keiner hat je irgendetwas ernsthaft überprüft.
Solche Ketten von ungeprüftem Vertrauen darf es nicht geben. Die Politik prüft jetzt, was grundsätzlich richtig ist. Wann etwas rauskommt und wie das wirklich konkret geändert wird, falls überhaupt, wissen wir nicht.
Für Eltern bleibt nur eine Möglichkeit, unmittelbar selber einen Einfluss zu haben. Sie können leider ihrer Schulleitung nicht mehr so viel Vertrauen entgegen bringen. Sie müssen kritisch prüfen, was an ihrer Schule passiert, gerade auch bei Einsatz von Externen. Und sie müssen leider auch ihre Kinder vorbereiten, damit diese Grenzübertritte erkennen und sich dann zur Wehr setzen können.
Er sollte sich hinter und nicht vor die Schulleitung stellen.
Von hinten tritt man… Herzliche Grüße Die Redaktion
Oder schubst.
Und von vorne blockiert man.