
Schulleitungen und Lehrkräfte sollen in Brandenburg im Umgang mit Antisemitismus vor dem Hintergrund des Nahostkonfliktes gestärkt werden. Das sagte der Beauftragte gegen Antisemitismus, Andreas Büttner, in Potsdam, nach einem Runden Tisch zur Bekämpfung von Judenfeindlichkeit.
Es werde noch in diesem Jahr eine Konferenz für Schulleitungen organisiert. Es soll etwa um die Frage gehen, wie sich Lehrkräfte in der Diskussion zum Nahostkonflikt im Zusammenhang mit Israel und Gaza verhalten können. Zudem seien mit der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten Veranstaltungen mit den Enkeln und Urenkeln der Holocaust-Generation geplant, sagte Büttner.
Zum ersten Runden Tisch kamen unter anderem Vertreter des jüdischen Landesverbandes, Antisemitismus-Forscher, Vertreter der Fachstelle Antisemitismus sowie des Bildungsministeriums. Büttner beklagte eine «schleichende Normalisierung» von Judenfeindlichkeit, die auch in der Mitte der Gesellschaft angekommen sei. Antisemitismus sei längst Alltag etwa in Schulen, Behörden und politischen Debatten.
Das Brandenburger Innenministerium hatte kürzlich von 273 antisemitischen Straftaten landesweit im Jahr 2025 berichtet, von denen 235 dem Rechtsextremismus zuzuordnen seien. Büttner betonte jedoch laut einem Bericht des Nordkurier, dass nicht jeder antisemitische Vorfall auch strafrechtlich relevant sei. „Antisemitismus ist kein Phänomen einer einzelnen politischen Richtung“, sagte Büttner. „Er zeigt sich im Rechtsextremismus, Linksextremismus, im islamistischen Spektrum und in aktivistischen Milleus.“ Wer nur auf den Antisemitmus von anderen zeige, verfehle den Auftrag. „Es gibt ein erhebliches Dunkelfeld“, so Büttner. „Viele Betroffene melden die Vorfälle nicht mehr.“ News4teachers / mit Material der dpa
Antisemitismus an Hochschulen: „Viele von uns können nicht mehr studieren“










Ja. Dank Tiktok hat jetzt auch erstmal ein Schüler sich nach 6 Jahren antisemitisch im Unterricht geäußert. Direkt haben ihm 3 Leute zugestimmt. So viel zum Thema Kinder haben ein Recht auf digitale Teilhabe. Kinder haben ein Recht auf Bildung und Gewaltfreiheit und Social Media untergräbt das. Wie oft habe ich mit meinen Schülern über Vorurteile, Gefahren von Social Media, Fake und Fakt gesprochen in 6 Jahren! Und was bleibt am Ende: Quelle Tiktok
„Dank Tiktok hat jetzt auch erstmal ein Schüler sich nach 6 Jahren antisemitisch im Unterricht geäußert. Direkt haben ihm 3 Leute zugestimmt.“
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„Büttner beklagte eine «schleichende Normalisierung» von Judenfeindlichkeit, die auch in der Mitte der Gesellschaft angekommen sei“
Leider eher ein jahrzehntelanges Versagen der Politik/ Gesellschaft. Schon vor 20 Jahren stimmten erschreckend viele in Deutschland judenfeindlichen Aussagen zu und da erdreisten sich Politiker*innen sich ernsthaft, sich heute zu wundern? (https://www.augsburger-allgemeine.de/politik/umfrage-studie-zeigt-es-gibt-weniger-latenten-antisemitismus-als-vor-20-jahren-id68786081.html)
Daumendrück, dass nun wirklich etwas getan wird, wobei das mit Rechtsextremen im Bundestag/ Landtagen schwierig werden könnte (https://www.n-tv.de/politik/Studie-AfD-Programmatik-klar-antisemitisch-article23006673.html)
„Viele Betroffene melden die Vorfälle nicht mehr.“
Dann tut was!