BERLIN. Die Rentenkommission wollte Antworten auf die Zukunft der Altersvorsorge geben – nun eröffnet sie eine neue Debatte über die Zukunft des Lehrerberufs. Während der Deutsche Beamtenbund (dbb) sich erleichtert darüber zeigt, dass die Einbeziehung von Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung vom Tisch ist, warnen Lehrervertreter vor einer Schwächung der Personalgewinnung an Schulen. Anlass ist der Vorschlag, die Verbeamtung künftig auf klassische hoheitliche Aufgaben zu beschränken. Für die Bildungspolitik könnte das weitreichende Folgen haben.

Der dbb reagierte insgesamt zurückhaltend auf die Vorschläge der Kommission. Zwar sieht sich die Organisation in mehreren Punkten ihrer bisherigen Position bestätigt. Zugleich äußerte der Verband Vorbehalte gegen einzelne zentrale Reformvorschläge.
Zustimmung kommt insbesondere zur Entscheidung der Kommission, Beamte nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen. Auch die Empfehlung, Bund und Länder zu einer stärkeren Vorsorge für künftige Pensionszahlungen zu verpflichten, entspricht langjährigen Forderungen des dbb. „Die Kommission hält eine Einbeziehung der Beamtinnen und Beamten in die Gesetzliche Rentenversicherung für nicht sinnvoll. Wie wir“, erklärte der dbb-Bundesvorsitzende Volker Geyer nach der Vorstellung des Berichts in Berlin. Auch die Empfehlung, Änderungen im Rentenrecht systemgerecht auf die Beamtenversorgung zu übertragen, entspreche im Wesentlichen bereits der bisherigen Praxis.
Kritisch äußerte sich Geyer dagegen zur vorgeschlagenen Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung. „Eine pauschale Erhöhung des Renteneintrittsalters lehnen wir ab. In vielen Berufen schaffen es die Kolleginnen und Kollegen gesundheitlich schon heute kaum bis zum regulären Renteneintritt“, sagte er. Wenn überhaupt, sei ein solcher Schritt nur mit großzügigen Ausnahmeregelungen für gesundheitlich belastete Beschäftigte denkbar.
Eine abschließende Gesamtbewertung vermied der Verband jedoch. Man werde nun „alle Vorschläge einzeln und in ihrer Gesamtheit im Detail prüfen und bewerten“, erklärte Geyer.
Schärfer noch fällt die Kritik des saarländischen Landesverbands Reale Bildung aus. Der Lehrerverband lehnt insbesondere die Empfehlungen ab, die Zahl der Verbeamtungen zu reduzieren und das Niveau der Beamtenversorgung weiter abzusenken. „In einer Situation, in der an vielen Schulen Stellen nicht besetzt werden können und der Unterricht nur noch mit großem zusätzlichen Einsatz überhaupt aufrechterhalten wird, würden solche Maßnahmen die Lage weiter verschärfen“, heißt es in einer Stellungnahme des Verbands.
Die Vorschläge gingen „klar an der Realität in den Schulen vorbei“. Lehrkräfte arbeiteten seit Jahren unter hoher Belastung. Große und heterogene Lerngruppen, zusätzliche Aufgaben neben dem Unterricht, Dokumentationspflichten und Vertretungsstunden gehörten vielerorts längst zum Alltag.
„Deutschland verfügt über kaum natürliche Rohstoffe. Entscheidend sind die Menschen mit ihrer Bildung, ihren Fähigkeiten und ihren Entwicklungsmöglichkeiten“
Besonders kritisch sieht der Verband die Empfehlung, die Verbeamtung von Lehrkräften einzuschränken. Der Beamtenstatus sei „ein zentraler Faktor für die Personalgewinnung“. Der Verband verweist darauf, dass Länder wie Berlin und Brandenburg in den vergangenen Jahren wieder darauf gesetzt hätten, weil sich offene Stellen anders kaum noch besetzen ließen. „Vor diesem Hintergrund ist es schwer nachvollziehbar, jetzt über Einschränkungen bei der Verbeamtung zu diskutieren“, heißt es in der Stellungnahme.
Zugleich weist der Verband die Vorstellung zurück, Bildung gehöre nicht zu den zentralen staatlichen Aufgaben. „Deutschland verfügt über kaum natürliche Rohstoffe. Entscheidend sind die Menschen mit ihrer Bildung, ihren Fähigkeiten und ihren Entwicklungsmöglichkeiten. Lehrkräfte tragen jeden Tag dazu bei, dass diese Grundlage überhaupt entsteht“, erklärt der Verband. Wenn gleichzeitig über eine Verschlechterung ihrer Rahmenbedingungen diskutiert werde, komme dies bei vielen Beschäftigten „als klare Abwertung“ an.
In einem Punkt unterstützt der Verband die Empfehlungen allerdings ausdrücklich. Positiv bewertet wird der Vorschlag, die Wartezeit für die Versorgung aus dem letzten Amt von bisher zwei Jahren auf fünf bis zehn Jahre zu verlängern. Dies sei „nachvollziehbar und näher an der Logik der gesetzlichen Rentenversicherung als die bisherige Regelung“. Hintergrund ist, dass sich die Höhe von Pensionen bislang stark an Beförderungen kurz vor dem Ruhestand orientieren kann. Die Kommission will die Versorgung stattdessen stärker an einem längeren Abschnitt der beruflichen Laufbahn ausrichten.
Die Rentenkommission hatte ihren Bericht am Dienstag an die Bundesregierung übergeben. Nach den bislang bekannt gewordenen Empfehlungen sollen Beamte auch künftig nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden. Gleichzeitig schlägt die Kommission vor, die Beamtenversorgung stärker an die Entwicklung der gesetzlichen Rente anzupassen und Reformen der Rentenversicherung künftig wirkungsgleich auf die Versorgung zu übertragen.
Besonders weitreichend für den Bildungsbereich ist die Empfehlung, künftig nur noch Beschäftigte mit hoheitlichen Aufgaben zu verbeamten. Lehrkräfte würden damit zu den Berufsgruppen zählen, die von einer solchen Neuausrichtung besonders betroffen wären. Darüber hinaus schlägt die Kommission vor, das Renteneintrittsalter stärker an die Entwicklung der Lebenserwartung zu koppeln, die sogenannte Rente mit 63 abzuschaffen und die gesetzliche Rentenversicherung um eine kapitalgedeckte Komponente zu ergänzen.
Ob und in welchem Umfang die Bundesregierung die Vorschläge aufgreift, ist offen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) signalisierten allerdings bereits Zustimmung. News4teachers










In Ostdeutschland gab es nach der Wende rund 20 Jahre keine Verbeamtung. Es mangelte nicht an Lehrern. Es gab zu viele. Die Verbeamtung im Westen lickte einige weg. Die Meisten aber blieben.
All die angeblichen Folgen sind Schwarzmalerei zum eigenen Vorteil. Immer noch sind deutschlanweit etwas ein Viertel der Lehrer angestellt.
Richtig, ist Schwarzmalerei. Ich würde es auch für 1000 Euro weniger machen.
Oder für die Hälfte.
Das hat gar keine Auswirkungen auf die Attraktivität. Ist doch logisch.
Doch, es ist Schwarzmalerei. Es würde endlich diese Ungerechtigkeit in den Lehrerzimmern für die neu eingestellten Kollegen beseitigen. Und wenn alle Kollegen angestellt sein werden brauchen wir nur noch fähige Gewerkschaften, die die Löhne und Arbeitszeit denen der IGM/IGBCE usw. angleicht.
Und streikbereite Mitglieder!
.. woran es vor allem mangelt!
Nur mit dem Unterschied, dass der Lehrer damals in der Gesellschaft ein noch hoch angesehener Beruf war. Natürlich ist die Verbeamtung nicht alles und nicht das Einzige, was einen in den Beruf lockt, und das sollte es eigentlich auch nicht. Angesichts der aktuell miesen Rahmenbedingungen, bleibt allerdings nicht so viel, weshalb die Zeiten eher nicht vergleichbar sind.
Berlin hat vor kurzem die Verbeamtung wieder eingeführt, weil ihnen die Lehrer weggelaufen sind. Auch nicht wirklich vergleichbar, weil in dem Fall nur einzelne Länder damit betroffen waren, und es eine Alternative gab. Trotzdem zeigt es, dass es für die jungen Menschen sehr wohl wichtig ist.
Allerdings stimmt es nicht und mutiert langsam zur Legende, dass Berlin die Lehrer wegliefen wegen der Verbeamtung.
Berlin hat etwas 36.000 Lehrer. In dem einen Jahr vor der Verbeamtung verließen etwas 900 Berlin. Davon waren rund 250 oder so verbeamtet.
Bleiben etwas 600 Weglaufer. Aber niemand hat die Gründe erfasst. Manche sind einfach nur umgezogen. Wetten, das passiert immer noch?
Es geht nicht um Lehrer, die in Berlin den Dienst quittiert haben und dann in ein anderes Bundesland gewechselt sind. Es geht um die Neueinstellungen, die sich von vornherein nicht für Berlin entschieden haben.
Als die Frage aufkam, ob Lehrer in Berlin wieder verbeamtet werden sollten, wurde aber genau damit argumentiert, wie es @Walhai geschrieben hat.
Wer sich in Berlin zum Lehrer ausbilden ließ, ging immer schon zu einem gewissen Teil dahin zurück, woher man gekommen ist. Es hat nicht jedes Dorf und nicht jede Stadt eine „Lehrerausbildungsstätte“. Das ist doch auch normal und dürfte sich wenig verändert haben.
Die Erfahrungen aus z.B. Berlin, wo man zurückrudern und wieder verbeamten musste, zählen also nicht?
Und was sollte das für ein eigener Vorteil sein? Ich sehe in der Verbeamtung der Kollegen nur den Vorteil, dass es mehr von denen gibt und ich weniger vertreten muss.
Und es wäre doch mal interessant zu erheben, warum diese Leute nicht verbeamtet sind. Freiwillig verzichten nämlich die wenigsten.
Dazu antwortete ich gerade eben. Berlin klagt immer noch über Lehrermangel.
Ihre Fragen sind alle geklärt. Etwa 6000 waren zu alt für die Verbeamtung, etwa 2000 wollten nicht.
Ich sagte nicht, Verbeamtung ist doof. Ich sagte, es ist Schwarzmalerei, dass es ohne Verbeamtung keine Lehrer mehr gibt.
Es gibt aber trotz Verbeamtung zu wenige. Auch dort, wo immer verbeamtet wurde!
Die Bedingungen waren damals andere. Warum sollte ich als Lehrer in einer klammen Kommune ohne Hitzeschutz in den Schulen arbeiten wollen? Warum im Brennpunkt? Wenn ich mich frei entscheiden kann
Ändert etwas an der Tatsache, dass Sie beim Land vertreten durch die jeweilige Bez.-Reg., die für den Schulort zuständig ist, beschäftigt sind und somit dem weisungsrecht unterworfen sind? Sie werden so oder so zugewiesen.
…was die typische, echt hartnäckige Schwäche im Vertreten eigener Interessen zeigt, die für soziale und helfende Berufe typisch zu sein scheint. Und die natürlich gerne ausgebeutet wird.
Nicht mit mir.
Ihr Unnsinn wird nicht besser, wenn sie ihn auch noch so oft wiederholen.
In Ostdeutschland brach die „Lehrerproduktion“ an den Hochschulen nach der Wende um über 20% ein.
Von den restlichen Lehramtsstudenten sind große Teile in den Westen gegangen (bzw. von ihren Lehrereltern geschickt worden – wie ich in Gesprächen bemerkte). Da nützt auch ihr relativieren nichts mit vonwegen „einige“.
Die „Meisten“ sind DDR-Restbestände, die sich ihr Leben in der DDR aufgebaut hatten und deshalb nicht einfach gehen konnten (wer hätte ihnen ihr Häuschen nach der Wende auch schon abgekauft?)
Heute wird im Osten jeder Lehrer verbeamtet, der nicht bei 3 auf dem Baum ist. Fragen sie sich lieber mal, warum das so ist!
Das hat aber nichts mit Verbeamtung oder Anstellung zu tun, sondern weil jahrelang in den Mysteriumsabteilungen der Bildung gepennt wurde. Korrelation ungleich Kausalität.
In der DDR gab es keine Beamten!
Die DDR schloss sich 1990 der BRD an.
Ja, ändert aber nichts an meiner Aussage.
Und genau deshalb gibt es heute die Aufteilung zwischen Angestellten und Beamten in Schulen überhaupt. Bis vor der Wende war die Verbeamtungsquote im Westen ähnlich hoch, wie bei der Polizei.
Ihre Aussage verstehe ich nicht richtig.
Auch Polizisten waren in der DDR keine Beamten, es gab überhaupt keine Beamten. Und waren alle Lehrer und Polizisten in der BRD bis zur Wende verbeamtet? Sind also die Ossis an der jetzigen Diskussion (Ungleichbehandlung Beamte-Angestellte…) schuld? Diese Unterschiede gab es in der DDR nicht.
Aber Angehörige der Staatsorgane. Oder waren die Arbeiter oder Bauern? Zur Intelligenzia haben die vermutlich auch nicht in großer Zahl gehört.
Ich antwortete oben darauf.
Ihr Unsinn wiederum hält keiner Überprüfung stand. Nach der Wende wurden massenhaft Lehrerstellen gestrichen. Nicht nur wegen sinkender Schülerzahlen. Jahr für Jahr.
Es gab trotzdem genügend Lehramtsstudenten. Dass „große Teile“ wegen Verbeamtung in den Westen gingen und nicht nur einige, das behaupten Sie einfach nur. Wo ist der Nachweis? Weil Sie einen kennen oder sogar 3? Weil Sie das so gehört haben?
Die Hälfte meiner jetzigen Kollegen hat angefangen, auf Lehramt zu studieren, als keine Verbeamtung winkte. Das sind so etwa 30 Kollegen. Sie taten es trotzdem. Da haben wir nun 3 gegen 30.
Haben Sie Belege?
Sehen Sie, nun sagen Sie sogar selbst, dass die Zeiten damals ganz Andere waren…
Ich fülle das noch weiter aus:
* nach der Wende 50% weniger Kinder
* keine offenen Lehrerstellen (sagten Sie doch selbst) -> keine Referendare -> Abwanderung in Westen, wo sich bereits Lehrermangel abzeichnete
* Es gibt Daten zur Abwanderung: laut Statistischen Bundesamt sind 40% der 18- bis 30jährigen in den Westen gegangen, also genau die Alterskohorte, aus denen die Referendare stammen
Jetzt zu Ihnen:
Ich kann ihren Neid nicht verstehen, denn schließlich hätten Sie auch die Möglichkeit gehabt in den Westen zu gehen, wollten Sie nicht, dann jammern Sie (und ihre 30 Kollegen) doch nicht, dass Sie die Konsequenzen für Ihre bewusste Entscheidung tragen müssen und kein Beamter sind! Das war ihr Deal und Sie haben eigenhändig den Vertrag unterschrieben.
Ich finde richtig, was Walhai schreibt. Es gab in den 90ern und noch danach einen Lehrerüberhang, obwohl in fast allen ostdeutschen Bundesländern nicht verbeamtet wurde. Das schreckte all diese Interessenten nicht ab! Ging es nicht darum?
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.
Nur seeehr wenige Lehrer hatten in der DDR ein Häuschen, dass sie hätten verkaufen können.
… und watt ist mit ner ordentlichen Datsche?
Jetzt fehlt nur noch wieder die Aussage, dass nur verbeamtete Lehrer gute Lehrer seien. Wer sagte das nochmal? War das nicht sogar eine Lehrerorganisation/-gewerkschaft, die dann bei Arbeitskämpfen auf die „schlechteren angestellten Lehrer“ baut? Perfide!
Man soll das einfach ausprobieren, die Zukunft wird dann zeigen, ob die Entscheidung richtig war. Attraktive Arbeitsbedingungen werden fähige und motivierte Personen in die Schulen strömen lassen, die das Ruder herumwerfen – oder auch nicht.
„Man soll das einfach ausprobieren„… Finde ich schwierig, denn wenn es nicht funktioniert, hat man eine Generation Kinder und Jugendliche verloren, das kann sich kein Staat leisten. Kinder sind keine Versuchskaninchen!
„Attraktive Arbeitsbedingungen“ sind klasse, ich vermute aber, dass die eher mehr kosten als
Lehrer zu verbeamten. Ich denke an Ausstattung der Schulen, Personalschlüssel, Arbeitsmittel, Assistenten, Sozialarbeiter, Therapeuten usw.
Man könnte die Verbeamtung abschaffen und die Bruttogehälter so stark erhöhen, dass sich netto nichts ändert. Wird aber nicht passieren …
Positiv bewertet wird der Vorschlag, die Wartezeit für die Versorgung aus dem letzten Amt von bisher zwei Jahren auf fünf bis zehn Jahre zu verlängern. Dies sei „nachvollziehbar und näher an der Logik der gesetzlichen Rentenversicherung als die bisherige Regelung“.
Wer A sagt, muss auch B sagen, und solche Themen unter allen Aspekten beleuchten.
Rechnet es sich denn dann für erfahrene Kräfte sich auf ein solche Position noch zu bewerben? Erst kommt die Wartezeit, bis du deine Beförderung bekommst und dann nochmal mindestens 5 Jahre, bevor es für die Pension wirksam wird.
Da sind dann schnell 15 Jahre auf der Funktionsstelle notwendig, in der man zuerst weiterhin zum alten Gehalt arbeitet, und dann muss man ja auch Durchhalten bis zum Ende.
Ich stelle mir immer für die erste Wartezeit immer den Vergleich mit der Wirtschaft vor.
Frau Schmidt, sie bekommen jetzt die Verantwortung für den Bereich xy. Die monatliche Vergütung beträgt ….. Allerdings müssen sie jetzt erstmal 8 Jahre warten, bis sie das Geld bekommen. Ach ja, sollten sie nach 9 Jahren die Arbeit dann aus welchen Gründen auch nicht mehr machen können, fallen sie natürlich sofort wieder in die entsprechende Lohgruppe zurück. Oh, hatte ich fasst vergessen. Falls wir sparen müssen, verlängern wir die Wartezeit noch etwas.
Könnte es sein, dass dann entsprechende Funktionen für ältere KuK uninteressant werden? Im nächsten Schritt bewerben sich dann jüngere KuK vielleicht auf diese Stellen.
Wenn ein KuK eine solche Stelle mit sagen wir mal 40 bekommt, dann ist die vermulich dann 30 Jahre (Pensionseintrittsalter)
Bedeutet das dann für angestellte Lehrer, dass Sie das entsprechende Gehalt sofort bekommen, wenn sie die Stelle bekommen, oder können sie sich auf solche Stellen gar nicht bewerben, da sie mit einer Beamtenbewertung ausgeschrieben sind.
Es ist mir klar, dass sich im Bereich der Rente etwas passieren muss. Ja es wird Einschnitte geben müssen und man vielleicht zu lange gewartet. Es muss aber jeden klar sein, dass jeder Eingriff in ein System (durch das Drehen an einer Stellschraube) Auswirkungen auf dieses haben werden. Man muss dann halt auch die Folgen aushalten können.
In 20 Jahren sieht man ja, dann welche Konsequenzen dass Ganze hatte. Auf jeden Fall wird man es nicht zurückdrehen können.
In B.W. beträgt der Zeitraum für die Pensionsberechnung die letzten 3 Jahre und ich kenne einige Fälle, bei denen sich Personen für die Schulleitung oder auch im Schulamt beworben haben, deren Hauptinteresse der höhere Pensionsbezug war. Dementsprechend gering war das Engagement dieser Personen für ihre Tätigkeit.
Dass es Wartezeiten gibt, in denen die Beförderung faktisch wirksam wird , aber ein Jahr lang nicht entsprechend bezahlt wird, ist ein Unding! Ich frage mich, ob da schon mal jemand gegen geklagt hat…
Alle Argumente pro und contra Verbeamtung sind ja nun schon etliche Male hin und hergewälzt worden. Ich finde, die Vorteile der Verbeamtung sind vor allem die Vorteile für die Beamten. Alles andere ist an den Haaren herbeigezogen (z.B. die angeblich bessere Verfassungstreue). Herr Höcke war (ist?) Beamter; ein führender AfD-Politiker in Brandenburg war (ist?) Beamter; die AfD hat etliche Angehörige der Polizei, der Bundeswehr usw. in ihren Reihen – mindestens ehemalige. An den vielbeschworenen Streiks nehmen schon jetzt die angestellten Lehrer kaum teil und das Land geht nicht unter, wenn man mal streikt, wie Bahn und Lufthansa zeigen, sie zeigen hingehen, wie mächtig streikbereite Gewerkschaftsmitglieder sind.
Deshalb noch einmal: Die Vorteile der Verbeamtung sind vor allem die Vorteile für die Beamten.
Und Vorteile für den Dienstherren
Man sieht wie gut es bei der Bahn läuft. Entweder sie behindert sich selbst oder die GdL streikt oder Verdi streikt.
Fahren sie selbst mit dem Zug, dass sie hier so tiefenentspannt sind.
Und die jährlichen Streikwellen bei der Bahn sind letztendlich erst massiver geworden, mit dem Zeitverzug nachdem die Verbeamtung weggefallen ist.
Ein Vorteil hat der Staat gegenüber den Unternehmen natürlich. Die Unternehmen verlieren ihre Einnahmen und haben deswegen Stress mit ihrer Kundschaft.
Wenn alle Lehrer streiken, nun ja dann fällt halt mal 3 Wochen der Unterricht aus und dann.
Dannach gibt es kein Lohn mehr und die kommenden dann schon wieder. Also keine Problem solange keine Wahl vor der Tür steht.
Öhm … hast du dir mal überlegt, was das für ein gesamtwirtschaftlicher Schaden es wäre, wenn z.B. 3 Wochen bundesweit die Schulen ausfallen?
Und ja, Asche auf mein Haupt, als angestellter Lehrer war ich nich nie am Streik beteiligt, warum? Weil die Schwungmasse fehlt und sich so eh nichts ändert.
Ich hab da gerade Kopfkino bekommen und bin vom gesamtwirtschaftlichen Schaden auf die dann (hoffentlich) plötzlich überall sichtbaren Kinder und Jugendlichen gekommen. Wäre spannend wie die Bevölkerung und die Politik nach drei Wochen DARAUF reagieren würden 🙂
Der gesamtwirtschaftliche, bereits entstandene Schaden durch die permanente Unterversorgung auf allen Ebenen scheint ja bis jetzt „wurscht“ gewesen zu sein.
Und ich sage nur Hitzefrei. Gesamtwirtschaftlicher Schaden?
Was denn? Gegenüber Jahrzehnten der Unterversorgung? Ernsthaft???
Wir hatten nun eine Woche Hitzefrei. Vermutlich nächste Woche auch noch. Wie hoch bemessen Sie den gesamtwirtschaftlichen Schaden?
Das mit dem gesamtwirtschaftlichen Schaden ist mir schon klar. Man sieht ja schon, was passiert, wenn eine Kita kurzfristig mal einen Tag zumachen muss oder Grundschüler einfachmal schon um 11:00 nach Hause schickt.
Das ist doch genau der Punkt. Ich weiß nicht, welche Folgen das langfristig haben wird. Zur Zeit is es halt so. Wir brauchen mehr Geld in die Kasse, also sollen und lassen wir mehr Leute einzahlen. Die Folgen sind erst mal egal.
Oder kommt dann in 20 Jahren, dann wieder, das konnte man nicht ahnen. Ist halt auch so.
Aber wenn ich das fordere und so umsetze, dann muss auch akzeptieren, dass Dinge passieren, die sich halt mal so entwickeln, wie sie können.
Bsp: GdL Harter Chef, der dem wirtschaftlichen Folgen der Streiks egal waren, Hauptsache er konnte seine (für die Lokführer sehr guten) Gehaltssteigerungen durchziehen.
Wenn das wirklich so wäre, wäre die Verbeamtung schon längst Geschichte. Das sagt Ihnen ein alter Zyniker.
Nein, sie ist vor allem dafür da die Lehrer im Beruf zu halten und Nebentätigkeiten wie Selbständigkeit zu unterbinden. Insbesondere in wirtschaftlich sehr guten Jahren steigt hier die Gefahr für den Staat fähige Leute zu verlieren. So spart man sich wegen der niedrigen Fluktuation schon das zusätzliche HR-Personal.
Ein Ausscheiden aus dem Beamtenstatus kann je nach Bundesland erhebliche Nachteile und Kosten mit sich bringen. Im Beamtenstatus bleibt der Lehrer seinem Dienstherren verpflichtet und muss sich queer durchs Bundesland versetzen lassen.
Ich sehe schon wie arme Kommunen in Zukunft kein Lehrpersonal mehr finden. Wer nicht zufrieden ist, geht als Angestellter woanders hin.
In welchem Bundesland sind denn lehrkräüfte kommunale Angestellte?
In München, Augsburg, Garmisch ….
Also 3?
3 Städte in einem BL. Jahrhundert, und ich wusste schon vorher, dass es in einigen bayrischen Großstädten städtische allgemeinbildende, weiterführende Schulen gibt. Das ist nur nicht die Regel sondern eine Ausnahme in geringem Umfang.
eigentlich verrückt! In der teuersten Stadt Deutschlands wundert man sich über Lehrermangel.
WarenBeamte vor kurzem nicht noch das Bollwerk, das vor der AfD schützen soll? Unsere Kinder brauchen scheinbar keinen Schutz
Ich würde erstmal die ewig lange Krankschreibung bei vollen Bezügen ändern. Warum bekommen Lehrer nicht nach 6 Wochen auch 60% wie andere arbeitende Leute.
„Warum bekommen Lehrer nicht nach 6 Wochen auch 60% wie andere arbeitende Leute.“
Kann Ihnen jede KI raussuchen: „Alimentationsprinzip“, „Fürsorgepflicht“ des Dienstherrn usw
„Lehrer“ – Amtsbezeichnung für alle angestellten Lehrkräfte aller Schulformen – erhalten 60% nach den sechs Wochen Lohnfortzahlung.
Verbeamtete Lehrer hingegen werden alimentiert.
Merke:
Nicht alle Lehrkräfte im Landesdienst sind verbeamtet. Bundesweit ist das rund ein Viertel der Lehrkräfte aller Bundesländer.
Sie haben selbstverständlich Recht – darauf wäre @asablau dann bei einer KI-Recherche allerdings eh gestoßen: Eine umfassende Darlegung war hier nicht meine Absicht und aus meiner Sicht auch nicht erforderlich.
Das muss auch kommen, ja!
Bei aller Liebe: Ohne Verbeamtung bzw ohne alternativ deutliche Erhöhung des Bruttos wäre ich nicht bereit, diesen psychischen Knochenjob zu machen. Keine Chance. Auch das gehört zur Wahrheit dazu.
Die Annahme, der Staat müsse bei einer Schwächung der Verbeamtung automatisch die Arbeitsbedingungen verbessern, halte ich für naiv.
Der Staat muss nicht. Er wird vermutlich etwas anderes tun: Er wird Arbeitszeiterfassung, Geburtenrückgang und die Veränderung des akademischen Arbeitsmarkts für sich nutzen.
Arbeitszeiterfassung wird nicht zwingend zu Entlastung führen. Sie kann genauso gut dazu genutzt werden, Tätigkeiten enger zu normieren, angebliche Reserven sichtbar zu machen und Arbeitszeitmodelle stärker zu verdichten.
Der Geburtenrückgang wird ebenfalls nicht automatisch zu kleineren Klassen und besserer Förderung führen. Er kann auch genutzt werden, um Stellen abzubauen, Schulen zusammenzulegen und den Mangel statistisch kleiner aussehen zu lassen.
Hinzu kommt ein Punkt, der in der Debatte kaum vorkommt: Der Lehrerberuf konkurriert nicht in einem statischen Arbeitsmarkt. Wenn in der Automobilindustrie, bei Zulieferern, in IT-nahen Bereichen oder in anderen akademischen Berufen Stellen wegfallen oder durch KI entwertet werden, wirkt selbst ein schlechter organisierter Schuldienst plötzlich relativ attraktiv: sicher, staatlich finanziert, schwer vollständig automatisierbar und gesellschaftlich dauerhaft gebraucht.
Das heißt nicht, dass die Arbeitsbedingungen gut wären. Es heißt nur: Der Staat könnte darauf setzen, dass genügend qualifizierte Menschen aus anderen, unsicherer gewordenen Bereichen in den Schuldienst wechseln.
Das eigentliche Risiko ist daher nicht nur: weniger Verbeamtung.
Das eigentliche Risiko ist: weniger Verbeamtung, weniger Versorgung, mehr Steuerung, strengere Arbeitszeiterfassung, Geburtenrückgang als Sparargument und ein Arbeitsmarkt, in dem genug Menschen trotzdem froh sind, überhaupt eine halbwegs sichere akademische Beschäftigung zu finden.
Dann wäre das keine Bildungsreform. Dann wäre es eine fiskalische Optimierung eines ohnehin überlasteten Systems.
Herzlichen Glückwunsch, Sie haben das völlig richtig dargelegt, haben daher die Bestenauswahl mit Bravour bestanden und sollten sofort in die Politik gehen, um bei der Umsetzung und weiteren Optimierung Ihrer Vorschläge mitzuhelfen – selbstverständlich im Austausch für eine üppige Altersversorgung, wie sie Politikern rechtmäßig zusteht.
Trigger-Warnung: *Dieser Post kann Spuren von Ironie enthalten, gegen die manche Leute eine Unverträglichkeit unterschiedlichen Grades aufweisen.*
Ich sitze selbst im selben Boot. Das ist keine Wunschliste, sondern eine Prognose.
Wenn der Meteorologe schlechtes Wetter ankündigt, ist er nicht für das Wetter verantwortlich.
ja, könnte, würde, müsste. Wie man Automobilingenieure und Controller auf Schulfächer zuordnen möchte bleibt mir schleierhaft. Die Einstiegshürden sind mit 2 Schulfächern für die meisten Akademiker auf Masterniveau einfach zu hoch. Und ein knapp bezahltes Referendariat im Umfang von 2 Jahren in der Mitte des Erwerbslebens ohne feste Zusage auf eine Einstellung geschweige einer Verbeamtung mit womöglicher Abordnung an die hinterste Brennpunktschule des jeweiligen Bundeslands wird den Bewerberkreis doch sehr einschränken. „Der Lehrerberuf konkurriert nicht in einem statischen Arbeitsmarkt…“ – Der Lehrerberuf ist zuallererst ein demographisch geprägter Arbeitsmarkt. Entscheidend ist die Anzahl der ausscheidenden Lehrer und der nachrückenden Lehramtsstudenten sowie die Anzahl der schulpflichtigen Kinder. All diese Faktoren sind heute für Arbeitnehmer so günstig – aus verschiedensten Gründen, dass sich einige Bundesländer schon darum bemühen duale Studiengänge aufzulegen um überhaupt noch genügend Nachwuchs anzuwerben.
Aus der klassischen „Schule–Uni–Schule“-Perspektive wirkt das sicher exotisch. Für berufliche Schulen ist es aber gar nicht so ungewöhnlich, dass Kolleginnen und Kollegen vorher etwas anderes grundständig studiert, berufliche Erfahrung gesammelt oder Lehramt später ergänzt haben.
An meiner Schule bringen viele mehrere vollwertige Abschlüsse mit: Master, Staatsexamen, teils Promotion oder einschlägige Berufserfahrung.
Deshalb halte ich es für zu eng gedacht, nur vom klassischen Zwei-Fächer-Lehramt mit regulärem Referendariat auszugehen. Unter Haushalts- und Personaldruck wird der Staat vermutlich auch an Zugangspfaden drehen: Seiteneinstieg, berufsbegleitendes Referendariat, duale Modelle, Ein-Fach-Lehrkräfte, Mangelfächerregelungen und stärkere Standardisierung.
Dürfte den wirklichen Plan recht genau chsrakterisieren.
Dszu noch: Schleichende Ent-akademisierung und Ent-professionalisierung durch „multiprofessionelle Teams“ aus irgendwelchen Sozial-Gedöns-Anlern-Kursmachern, die gleichzeitig individuell nicht verantwortlich gemacht werden können, da „Teamentscheidung“.
Wozu braucht ein deindustrialisiertes Land denn auch akademisch ausgebildete Lehrer? Billig muss es sein.
„Und billig, ey, da stehste doch drauf.“
https://www.youtube.com/watch?v=jN1xz91zdpA
Super interessant, wer dazu noch mehr lesen möchte kann sich auch einmal folgende Blogbeiträge durchlesen:
Rentenreform & Beamte 2026: Wird die Pension gekürzt? Was die Rentenkommission empfiehlt:https://www.einfachverbeamtet.de/rentenreform-beamte-pension-2026/
Lehrerverbeamtung abschaffen? Die Debatte 2026: Argumente, Länder-Positionen und rechtliche Hürden:https://www.einfachverbeamtet.de/lehrerverbeamtung-abschaffen-die-debatte-2026-argumente-laender-positionen-und-rechtliche-huerden/
Ich habe mir die Quellen angeschaut und fasse zusammen: Hinter der vermeintlich sachlichen Argumentation der Beamten-Lobby verbirgt sich ein System, das die Lasten des demografischen Wandels einseitig auf uns Angestellte abwälzt.
Die angeblich geringeren Kosten des Staates während des Erwerbslebens der Beamten sind bei genauerer Betrachtung eine Mogelpackung. Weil der Staat heute keine Sozialabgaben für seine Beamten abführt und gleichzeitig kaum nennenswerte Rücklagen für die Pensionen bildet, verschiebt er die astronomischen Kosten der Altersversorgung lediglich auf zukünftige Haushalte. Diese ungedeckten Pensionsverpflichtungen müssen schlussendlich von den kommenden Generationen der Steuerzahler – also primär von den Angestellten – geschultert werden.
Dass Angestellte laut den Modellrechnungen ein um fast 30 Prozent höheres Bruttogehalt sowie zusätzliche private Sparraten benötigen, um im Alter denselben Lebensstandard zu erreichen, legt die tiefe systemische Ungerechtigkeit offen. Während die arbeitende Bevölkerung im Angestelltenverhältnis mit ihren Abgaben die gesetzlichen Kassen stützt, entziehen sich Beamte dieser solidarischen Pflicht. Im Ruhestand beanspruchen sie jedoch eine steuerfinanzierte Vollversorgung, die weit über dem Niveau der gesetzlichen Rente liegt.
Wenn man ehrlich ist und sich die Daten ansieht: Auch die oft beklagten Pflichten des Beamtentums, wie das Streikverbot oder theoretisch geringere arbeitsrechtliche Schutzrechte, halten einer kritischen Prüfung nicht stand. Diese Einschränkungen werden durch eine absolute Kündigungs- und Krisensicherheit sowie eine verlässliche Dienststruktur im Alltag mehr als kompensiert. Kein Angestellter in der freien Wirtschaft genießt ein solches Maß an persönlicher und finanzieller Absicherung.
Zudem ist das „Berliner Beispiel“ kein Beleg für ein Scheitern des Angestelltenmodells an sich. Der akute Lehrermangel in Berlin entstand erst durch den unregulierten Wettbewerb im Föderalismus, bei dem andere Bundesländer den Beamtenstatus als aggressives Abwerbeinstrument nutzen konnten. Ein koordinierter, bundesweiter Ausstieg würde diesen Fehlanreiz sofort beenden. Ein zukunftsfähiges und gerechtes System erfordert daher eine einheitliche Erwerbstätigenversicherung mit gleichen Regeln für alle, anstatt Sonderrechte auf Kosten der Allgemeinheit zu verteidigen.
Exakt, genau so ist es.
„Der akute Lehrermangel in Berlin entstand erst durch den unregulierten Wettbewerb im Föderalismus, bei dem andere Bundesländer den Beamtenstatus als aggressives Abwerbeinstrument nutzen konnten. Ein koordinierter, bundesweiter Ausstieg würde diesen Fehlanreiz sofort beenden.“
Verstehe, den miesen Beamten geht es besser als Angestellten, die sich den Regeln des freien Markt („die Wirtschaft“) unterworfen haben – dazu sollte man die Regeln des freien Marktes (Angebot und Nachfrage, Bieterwettkampf usw., ergo „die Wirtschaft“) aussetzen… Wie nennt man das doch gleich? Ach ja, Cherry Picking.
Ich gehe sogar noch weiter: los, schafft das Beamtentum ab, aber nur, wenn dann auch die gleichen Bedingungen, wie auf dem freien Markt herrschen und dann starten wir unseren Bieterwettkampf zwischen den Bundesländern, so wie es bei Lehrern im Vorzeige-„Lehrer sind keine Beamte“-Land Schweiz ist!
Ich persönlich habe kein Problem damit von einem Tag auf den anderen nicht mehr in der Schule zu erscheinen, weil ich einen besser dotierten Vertrag (oder vielleicht auch nur Gleichdotierten, aber mit besseren Arbeitsbedingungen) bekommen habe (das Gute ist ja auch, dass durch das geringere Netto eines Angestellten auch viele Stellen außerhalb der Schulen wieder in Schlagreichweite wären)…
„Aber es gibt doch Kündigungsfristen“ – Junger Padawan, du noch viel lernen musst! Versuch doch mal einen Angestellten auf Einhaltung der Kündigungsfrist zu verklagen!
Als Ingenieur und Lehrer in absoluten MINT-Mangelfächern, sehe ich da sich reichlich bietende Chancen…
Als Lehrer aus dem MINT-Bereich insbesondere bei nur Sek I, hat man auch als Naturwissenschaftler auf dem freien Markt keine Chance mehr. Erstens sind die meisten zu alt, zweitens fachlich aus den studierten Fächern zu lange raus und drittens fachlich niemals in der Tiefe ausgebildet worden, wie es bei Hauptfach-MINT’lern der Fall ist.
John Goodenough erfand den Lithium-Ionen-Akku im Alter von 57.
Alexander Fleming entdeckte mit 47 das Penicilin.
Charles Darwin war 50 als er „Über die Entstehung der Arten“ veröffentlichte.
Momofuku Andō erfand mit 48 die Instant-Nudeln.
Henry Ford gründete im Alter von 40 Jahren die Ford Motor Company (nachdem er vorher zwei mal Pleite gemacht hatte).
Ray Kroc war 52 als er McDonald’s gründete…
Soll ich weitermachen? Sam Walton (44, Walmart), Robert Noyce (41, Intel), Asa Griggs Candler (41, Coca Cola)…
Das Durchschnittsalter der Gründer der erfolgreichsten und am schnellsten wachsenden Tech-Unternehmen liegt bei 45 Jahren.
Ein 50-jähriger Gründer hat statistisch gesehen eine fast dreimal so hohe Wahrscheinlichkeit, ein extrem erfolgreiches Start-up aufzubauen, wie ein 25-jähriger Gründer.
Fazit: Mag sich jeder selbst so klein machen, wie er mag – aber das ist einer rein individuelle Entscheidung, die den Verlierer vom Sieger unterscheidet.
Es gibt ja schon Prognosen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, wann das erste 1-Personen-Unternehmen mit einer Milliarde Umsatz entsteht. Alles möglich dank agentischer KI.
Vielleicht ein Lehrer, der die Nase voll hat und lieber KI-Agenten orchestriert als eine Horde lernresistenter Kids???
Wer weiß das schon? erst letzte Woche hat SpaceX ein Unternehmen für 60 Milliarden $ gekauft, dass 2022 von MIT-Absolventen gegründet wurde…. aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit? Ich würde sagen, sehr gering.
Es geht ja nicht darum Milliardär zu werden.
Aber wie hoch sind die Wahrscheinlichkeiten ein eigenes Unternehmen zu gründen und davon einfach nur leben zu können? Wesentlich höher!
Wie hoch sind die Chancen, irgendwo anders einen Job zu finden, mit dem man gut leben kann? Ebenfalls wesentlich höher!
Und nun die Gegenfrage: wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ihr Arbeits- und Lebensumfeld als Lehrer immer schlimmer und unerträglicher wird, ihnen die Vorzüge des Beamtentums gestrichen werden, aber dafür die Anforderungen immer weiter steigen? Also da greife ich mal vor, das halte ich für sehr wahrscheinlich.
Und es geht darum, dass Alter kein Argument ist, um etwas nicht zu schaffen.
Dass Lehrersein kein Argument ist, um etwas nicht zu schaffen.
Und wie heißt es bei den Bremer Stadtmusikanten gleich: „Was Besseres als den Tod findest du überall“.
Nur zu, nur zu – andere hören früher auf und bekommen Abfindungen.
Lehrers arbeiten bis 67 und zahlen drauf?
„In einem Punkt unterstützt der Verband die Empfehlungen allerdings ausdrücklich. Positiv bewertet wird der Vorschlag, die Wartezeit für die Versorgung aus dem letzten Amt von bisher zwei Jahren auf fünf bis zehn Jahre zu verlängern. Dies sei „nachvollziehbar und näher an der Logik der gesetzlichen Rentenversicherung als die bisherige Regelung“. Hintergrund ist, dass sich die Höhe von Pensionen bislang stark an Beförderungen kurz vor dem Ruhestand orientieren kann. Die Kommission will die Versorgung stattdessen stärker an einem längeren Abschnitt der beruflichen Laufbahn ausrichten“
Wer so etwas unterstützt, lebt auf dem Mars.
Dann ists doppelt wurscht.
Ältere, Erfahrenere gehen dann eben früher oder eben auch: Jüngere führen sich Kolleg innen gegenüber auf wie die Axt im Walde, mit dem einzigen Ziel, schnell das Treppchen raufzudienern.
Die spinnen, unsere ? Vertreter.
Jetzt wird auch dem größten Ignoranten klar, wozu die Lehrer-Bashing-Kampagnen in den Medien in den letzten 12 Monaten gut waren (Luxus-Pensionisten, die gar nicht wissen wohin mit dem Geld, Dauerkranke, die seit 10 Jahren bei vollen Bezügen zu Hause sitzen oder in Shows auftreten…).
Es geht darum, sich eines der größten Kostenfaktoren in den Landeshaushalten auf elegante Weise zu entledigen bzw. dieses klein zu schrumpfen. Und der Bund bekommt dann sein 10 Milliarden mehr für die Rüstung (sinkender Bundeszuschuss für die Rentenkasse).
Ich mache aktuell das Referendariat in Berlin und bin demnach Beamter auf Widerruf. Wenn ich die Vorschläge der Rentenkommission richtig verstehe, könnte meine zukünftige Verbeamtung in Gefahr sein, schließlich wolle man Lehrer zukünftig nicht mehr verbeamten. Ich plane mit meinem Abschluss im nächsten Sommer und wollte dann auch recht schnell eine Planstelle + Verbeamtung nach dem Schuljahr finden. Das Beamtentum habe ich schon immer angestrebt und es wäre sehr schade, wenn ich jetzt eine der ersten Generationen bin, die damit nicht mehr rechnen können. Gibt es hier so etwas wie eine Vertrauensfrist? So nach dem Motto bis 2030 bzw. alle Referendare ab einem bestimmten Jahr werden noch verbeamtet? Wenn ich mich recht entsinne hat man so eine Frist bei der Reform der Psychotherapeuten auch eingehalten. Ist es wirklich realistisch, dass dieser Vorschlag der Kommission auf Bundesebene als Gesetz verabschiedet wird? Es ist doch auch nicht im Interesse der Länder.
Die Verbeamtung ist ja Ländersache, ich würde mir an Ihrer Stelle da absolut keine Sorgen machen. Wenn wird das ewig dauern.
„Ich mache aktuell das Referendariat in Berlin und bin demnach Beamter auf Widerruf.“
Die Vorschläge der Kommission sorgen jetzt natürlich für einiges Aufsehen und sind durchaus ernst gemeint. Jedem in der Regierungskoalition ist vermutlich klar, dass selbige am Ende ist, wenn sich eine Rentenreform nicht durchsetzen lässt, und dass die beste Hoffnung auf ihre Durchsetzung darin besteht, das Paket nicht wieder aufzuschnüren zu müssen – weshalb man mantra-artig genau das in trauter Harmonie auch immer wieder gemeinsam betont. Ansonsten kämen zu viele Partikularinteressen zum Tragen und jeder würde irgendetwas ändern wollen. Daher der Versuch, die Sichtweise einer Expertenkommission 1:1 in eine politische Entscheidung umzumünzen und die Legitimation/Rechtfertigung sozusagen an die Experten auszulagern.
Ob die Länder aber, die ja durchaus eigene Partikularinteressen haben, sich mit der Bundesregierung darauf einigen können, auf eine weitere Verbeamtung von Lehrkräften zu verzichten… das bliebe abzuwarten. Sie erinnern sich noch, wie schnell sich der sächsische Vorschlag zur Ablehnung der Lehrer-Verbeamtung erledigt hatte? Das ginge nur, wenn alle Länder mitziehen, und das werden sie nur in Zeiten einer Lehrerschwemme in Erwägung ziehen – so weit sind wir aber noch nicht (und das fängt, falls weniger neu geborene Kinder der bestimmende Faktor bleiben, zuerst bei den Grundschulen an).
Vermutlich, der Boden ist ja nun bereitet, wird man das länderseits so um die Mitte der 2030er-Jahre nachträglich durchzuziehen versuchen, wenn die Schülerzahlen dann auch an den weiterführenden Schulen abgesunken sind und Lehrkräfte nicht mehr verzweifelt gesucht werden, und/oder die wirtschaftliche Lage noch kritischer und die Stimmung im Land noch feindlicher gegenüber den angeblich „faulen Säcken“ geworden ist.
So oder so, Sie haben viel investiert und sollten aus meiner Sicht versuchen, es durchzuziehen, in der Erwartung, vermutlich noch reinzurutschen. Abbruch wäre hier ganz falsch – ziehen Sie die finale Phase dieser langwierigen Ausbildung (d.h. Ihr Referendariat und die anschließende Probezeit) durch! Sollte man Ihnen schlussendlich doch keine Verbeamtung (mehr( bieten oder Ihnen die dann aktuellen Bedingungen des Beamtenstatus nicht zusagen, müssen Sie neu bewerten und gegebenenfalls umschwenken – doch das funktioniert wesentlich besser mit der abgeschlossenen Ausbildung in der Tasche.
Nein, die Zukunft lässt sich nicht vorhersehen – aber es gibt Regeln, wie man am besten mit der Unsicherheit klarkommt.
Ich mache den Lehrerberuf trotz aller Widrigkeiten seitens des Ministeriums gerne.
Ich kann allerdings zu 100% sagen, dass ich nie in dem Beruf gelandet wäre wenn es keine Verbeamtung gegeben hätte. Wir wurden im Studium (Naturwissenschaft nicht auf Lehramt) auch damit gelockt zu Lehramt zu wechseln und verbeamtet zu werden statt eventuell erstmal nur schwer einen Job zu finden. Das klang für mich gut und am Ende war ich im Lehrerberuf glücklicher als davor mit dem Diplom.
Es sind mehrere meiner Kollegen auf diese Art und Weise gewechselt. Die wären sonst wohl alle nicht Lehrer heute.
Ich kann es immer nur wiederholen: mehrere Planstellen können nicht besetzt werden, weswegen TvH Verträge mit Nichtlehrern besetzt sind. Ubd das trotz der angeblichen Topbedingungen, dem Spitzenverdienst, dem vielen freien Tagen……… Selbst dem Beschränktestem sollte klar sein, was das bedeutet ind warum das so ist.