BERLIN. Lehrkräfte werden im Netz zunehmend zum Gegenstand digitaler Angriffe. Was früher auf dem Schulhof oder in Klassenchats begann, erreicht heute über Plattformen wie TikTok oft Hunderte oder Tausende Menschen. Fotos von Lehrerinnen und Lehrern werden ohne Zustimmung veröffentlicht, mit Beleidigungen versehen oder in herabwürdigenden Rankings verbreitet. Zugleich entsteht mit KI-generierten Deepfakes eine neue Form digitaler Gewalt, die Betroffene kaum kontrollieren können.

In Essen, Siegen und Wien liegen die Fälle unterschiedlich. Gemeinsam ist ihnen jedoch ein Muster: Lehrkräfte geraten über soziale Netzwerke ins Visier von Schülerinnen und Schülern oder anonymen Akteuren, während Schulen versuchen, auf die Folgen zu reagieren. Parallel warnen Fachleute davor, dass Künstliche Intelligenz die Möglichkeiten für digitale Angriffe erheblich erweitert.
Am BMV-Gymnasium in Essen, einer katholischen Ordensschule, beschäftigt ein mutmaßlich gefälschter TikTok-Kanal derzeit die Polizei. Nach Angaben der Schule hatten Unbekannte einen Account eingerichtet, der den Eindruck erweckte, offiziell mit dem Gymnasium verbunden zu sein. Dort wurden Fotos von Lehrkräften veröffentlicht und in Kategorien wie „beste Lehrer“ und „schlimmste Lehrer“ eingeordnet. Zudem wurden Nutzerinnen und Nutzer aufgefordert, weiteres Material einzusenden.
Die Schule erstattete Strafanzeige. Die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen auf. Ein Polizeisprecher erklärte laut Berichterstattung der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (WAZ), die Staatsanwaltschaft sei um eine erste rechtliche Einschätzung gebeten worden. Im Raum stünden unter anderem Verstöße gegen Bild- und Urheberrechte, Beleidigungen sowie ein möglicher Missbrauch des Schulnamens.
„Als Schule kommt man kaum hinterher mit den Beseitigungen der Schäden, die soziale Netzwerke verursachen“
Schulleiterin Schwester Ulrike Michalski verwies auf die unmittelbaren Folgen für die Betroffenen. „Diese Tat hat nicht nur Folgen für die Tatverdächtigen“, erklärte sie gegenüber der WAZ, „sondern schon jetzt ganz konkret für die Betroffenen, die im Internet verunglimpft wurden.“ Die Schule entfernte daraufhin Fotos von Lehrkräften von ihrer Internetseite und informierte alle Eltern in einem Schreiben über den Vorfall.
Der Polizeisprecher ordnete den Fall in einen größeren Zusammenhang ein. „Digitale Gewalt hat unter jungen Menschen massiv zugenommen“, sagte er. Viele Jugendliche seien sich nicht bewusst, welche rechtlichen und persönlichen Folgen Veröffentlichungen im Internet haben könnten.
Auch Berthold Urch, Leiter des Alfred-Krupp-Gymnasiums und Sprecher der Essener Gymnasialdirektoren, sieht die Schulen unter Druck. „Die sozialen Netzwerke bringen immer größere Schwierigkeiten in den Alltag der Schulen“, erklärte er. „Als Schule kommt man kaum hinterher mit den Beseitigungen der Schäden, die soziale Netzwerke verursachen.“ Der Vorfall am BMV-Gymnasium sei deshalb „wenig überraschend“.
Einen ähnlichen Fall erlebte unlängst das Evangelische Gymnasium Siegen-Weidenau. Dort hatten mehrere Schüler Fotos von Lehrkräften von der Schulhomepage heruntergeladen und auf einem TikTok-Profil veröffentlicht, das den Namen „Hate Page“ trug. Nach Angaben der Schule wurden die Bilder mit erfundenen Zitaten, diffamierenden Beschreibungen und Beleidigungen versehen. Bis zu 15 Lehrkräfte waren betroffen. Rund 850 Nutzer folgten dem Account.
„Da wurden Lehrern Dinge in den Mund gelegt, die tief verletzend waren“, sagte der stellvertretende Schulleiter Thomas Süßenbach der „Siegener Zeitung“. „Eine klare rote Linie wurde überschritten.“ Die Schule identifizierte nach eigenen Angaben mehrere Schüler als Betreiber des Accounts und erstattete Anzeigen wegen des Verdachts der Verleumdung. Gleichzeitig wurden schulische Ordnungsmaßnahmen eingeleitet.
„Wir haben die Schüler konfrontiert: Warum folgst du so jemandem? Du stimmst dem zu, du gibst ihm Reichweite“
Das Kollegium beschränkte sich nicht auf rechtliche Schritte. Schülerinnen und Schüler, die dem Account gefolgt waren, wurden direkt angesprochen. „Wir haben die Schüler konfrontiert: Warum folgst du so jemandem? Du stimmst dem zu, du gibst ihm Reichweite“, berichtete Süßenbach. Für die Schule stand dabei die Frage im Mittelpunkt, welche Verantwortung auch diejenigen tragen, die Hass-Inhalte durch Aufmerksamkeit und Reichweite unterstützen.
Zugleich setzte das Kollegium ein sichtbares Zeichen der Solidarität. Porträts älterer Lehrkräfte im Schulgebäude wurden zeitweise verhüllt. Die Schule wollte damit verdeutlichen, welche Konsequenzen es hätte, wenn Bildungseinrichtungen aus Angst vor Missbrauch auf Gesichter, Namen und persönliche Präsenz verzichten würden. „Wir machen uns angreifbar, indem wir Gesichter zeigen“, sagte Süßenbach. „Aber das wollen wir so.“
Noch eine andere Dimension zeigt ein Fall aus Wien. Dort wurden laut einem Bericht der österreichischen Tageszeitung „Der Standard“ drei Schüler eines Gymnasiums suspendiert, nachdem sie über Monate hinweg Videos aus dem Schulgebäude auf TikTok veröffentlicht hatten. Nach Angaben der Bildungsdirektion gehörten dazu heimliche Livestreams aus dem Unterricht sowie „herabsetzende Videos über Lehrpersonen“. Die Schulleitung erstattete Anzeige.
Der betreffende TikTok-Account verfügte nach Angaben des Berichts über mehr als 12.000 Follower und hatte Millionen von Likes gesammelt. Die Bildungsdirektion begründete die Suspendierungen unter anderem damit, dass nicht davon ausgegangen werden könne, dass das beanstandete Verhalten ohne Konsequenzen eingestellt werde. Zudem sei es weder Lehrkräften noch Schülerinnen und Schülern zuzumuten, ohne Einwilligung gefilmt und veröffentlicht zu werden.
Hinzu kommt eine Entwicklung, die Fachleute als nächste Eskalationsstufe beschreiben. Nach Recherchen des NDR werden KI-generierte Deepfakes zunehmend auch an Schulen für Mobbing genutzt. Dabei werden mit Hilfe künstlicher Intelligenz täuschend echte Bilder oder Videos erzeugt, die reale Personen in Situationen zeigen, die nie stattgefunden haben.
Carla Schulz, ehrenamtliche Beraterin der Jugendplattform JUUUPORT, schilderte gegenüber dem NDR einen Fall, bei dem Bilder einer Schülerin für pornografische Darstellungen verwendet und anschließend innerhalb der Schule verbreitet wurden. Schon ein einzelnes Foto könne ausreichen, um entsprechende Inhalte zu erzeugen.
Eine Umfrage von NDR Data und NDR Niedersachsen unter Lehrkräften deutet darauf hin, dass solche Fälle keine Ausnahme mehr sind. 10,7 Prozent der befragten Lehrkräfte berichteten demnach von häufig auftretendem Mobbing mit KI-generierten Inhalten an ihrer Schule. In Freitextantworten verwiesen mehrere Befragte zudem auf eine mögliche Dunkelziffer, da viele Vorfälle Lehrkräften gar nicht bekannt würden.
Womöglich sind sie bald selbst die Opfer. News4teachers









Der Schulalltag ist längst zur digitalen Zumutung geworden: Auf TikTok kursieren Beleidigungen, Deepfakes und Diffamierungen über Lehrkräfte, während im Hintergrund jene Rasenmäher‑Eltern‑Exemplare alles niederwalzen, was ihrem Kind auch nur eine minimale Grenze zumuten könnte.
In WhatsApp‑Elterngruppen wird hemmungslos über Lehrkräfte hergezogen, als wären sie Servicepersonal mit Rückgaberecht. Bleibt eine Lehrkraft konsequent, heißt es sofort „Unverschämt!“. Vergibt sie keine Gefälligkeitsnoten, startet irgendwer eine Petition und diskreditiert die Lehrkraft öffentlich – oft ohne jede Ahnung, dass solche Aktionen Rufschädigung darstellen und strafrechtliche Folgen haben können. Die Hemmschwelle sinkt, die Selbstgerechtigkeit steigt, und die Rechtskenntnis bleibt zuverlässig im Keller.
Diese Diskreditierung ist längst nicht mehr nur ein „unangenehmes Verhalten“, sondern ein gezielter Angriff auf die berufliche Integrität. Und sie bleibt nicht ohne Folgen: Solche Angriffe treffen Lehrkräfte nicht nur in ihrer Würde, sondern auch in ihrer gesundheitlichen Belastbarkeit – psychisch wie physisch. Wer öffentlich diffamiert wird, schläft schlechter, arbeitet unter Dauerstress und trägt die Angst vor dem nächsten digitalen Übergriff wie einen Rucksack mit sich herum.
Theoretisch ist alles klar geregelt: Der Dienstherr hat seine Beschäftigten zu schützen. § 839 BGB i. V. m. Art. 34 GG verpflichtet den Staat, für Schäden einzustehen, die Amtsträgern im Rahmen ihrer Tätigkeit erleiden – und dazu gehört ausdrücklich der Schutz vor rechtswidrigen Angriffen, insbesondere solchen, die ihre Gesundheit, Ehre und berufliche Reputation gefährden.
Praktisch aber?
Die Landesämter wollen keine starken Lehrkräfte – sie wollen Leerschlappen und luschige Bücklinge.
Rechtsabteilungen bügeln Betroffene ab, erklären Diffamierungen zur „Privatsache“, reden von „fehlenden Erfolgsaussichten“ oder „keiner dienstlichen Relevanz“. Und als Gipfel der institutionellen Feigheit kommt dann der Rat, Noten zu inflationieren und jeden durchzuwinken, damit bloß niemand auf die Idee kommt, sich zu beschweren.
Kein Wunder, dass manche Kinder und Jungendliche glauben, es sei völlig normal, Lehrkräfte online zu diffamieren – sie sehen ja täglich, wie vielleicht auch ihre Eltern es vormachen und wie wenig der Staat bereit ist, diejenigen zu schützen, die für ihn arbeiten.
Ich persönlich bin ja total psychisch fragil und obendrein anwaltsgeil.
Wenn es der Dienstherr nicht regelt, muss die Kanzlei des Vertrauens ran.
Die psychische Belastung, die bei „nix passiert dem Täter“ natürlich besonders hoch wäre – die kuriere ich nach ärztlicher Anweisung und Attest dann würdevoll und nachhaltig aus. Sowas kann Zeit kosten.
„Die psychische Belastung, die bei ‚nix passiert dem Täter‘ natürlich besonders hoch wäre – die kuriere ich nach ärztlicher Anweisung und Attest dann würdevoll und nachhaltig aus. Sowas kann Zeit kosten.“
Ach herrlich, genau so mache ich es auch.
Nur dass mein „würdevoll und nachhaltig“ als angestellte Lehrkraft nach sechs Wochen abrupt in das charmante Krankengeld übergeht – was sich dann eher anfühlt wie „würdelos und nachhaltig existenzbedrohend“.
Und weil dieses System ja vorsieht, dass man als Angestellte nach sechs Wochen bitteschön mit einer neuen, selbstverständlich „tiefergehenden“ Diagnose aufzuwarten hat, bin ich froh, Teil einer Solidargemeinschaft Arzt zu sein.
Ein guter Freund aus der Generation X, der sehr genau weiß, wie dieses Spiel läuft – und der angestellte Lehrkräfte nicht im Regen stehen lässt, wenn es darum geht, die Realität der Belastung medizinisch korrekt und formal sauber abzubilden.
Und im Übrigen ausgesprochen erleichtert ist, wenn ich als oldschool‑MINT‑Fachkraft seine Enkel auch weiterhin noch fachlich ernsthaft unterrichte; möchte auch er nicht zusehen, wie die MINT‑Bildung weiter den Bach runtergeht, wenn man die letzten Oldschool‑Lehrkräfte auch noch kaputtspielt und das Spielfeld den Kahootern mit Gamification‑Didaktik und Lapbook‑Strategen überlässt.
Das ist der Weg.
Es ist wichtig, gute Freunde zu haben.
Einige Lehrkräfte haben es wirklich nicht verdient, aber andere ganz sicher. Ein Trend, den man an Schulen schon seit Längerem beobachten kann. Lehrkräfte machen ihren Job nicht mehr richtig. Sie werfen den Kindern Materialien hin und erklären nichts.
Wer soll es diesen Kindern erklären? Wer soll ihnen den Stoff beibringen? Das ist offenbar nicht ihre Sorge. Die Materialien sind schlecht, und irgendwann stellt sich wirklich die Frage, warum die Kinder überhaupt noch in die Schule gehen, dort herumsitzen und ihre Zeit verschwenden.
Wenn die Dinge schon so laufen, dass die Kinder sowieso alles selbst machen und sich jedes Fach selbst beibringen müssen, dann würde es völlig reichen, wenn sie für eine Stunde in die Schule kommen, die Materialien abholen und sie zu Hause in Ruhe selbst bearbeiten und lernen.
Kein Wunder, dass Kinder und Jugendliche rebellisch werden. So dumm sind sie nämlich nicht, dass man ihnen wirklich alles verkaufen kann.
„ Einige Lehrkräfte haben es wirklich nicht verdient, aber andere ganz sicher.“
Niemand hat verdient, dass gegen ihn ein Mob organisiert wird, ausnahmslos.
Ich verstehe, dass es schlechte Erfahrungen mit Unterricht geben kann. Natürlich gibt es, wie in jedem Beruf, Lehrkräfte, die ihren Aufgaben nicht gerecht werden. Darüber kann und sollte man sprechen.
Aber das rechtfertigt keine öffentlichen Bloßstellungen, Fake-Accounts, heimlichen Aufnahmen, Beleidigungen oder herabwürdigenden Rankings im Netz. Kritik an Unterrichtsqualität gehört in Gespräche mit der Lehrkraft, der Klassenleitung, der Schulleitung oder über schulische Gremien, aber nicht auf TikTok.
Außerdem ist die pauschale Aussage, Lehrkräfte würden „ihren Job nicht mehr richtig machen“, viel zu undifferenziert. Viele Kolleginnen und Kollegen arbeiten unter Hoher Belastung, bereiten Unterricht vor, erklären, fördern, korrigieren, führen Gespräche mit Eltern und Schülerinnen und Schülern und versuchen zugleich, mit immer neuen Problemen wie Personalmangel, Heterogenität, Inklusion, Sprachförderbedarf und digitaler Gewalt umzugehen.
Wenn Materialien schlecht sind oder Unterricht nicht erklärt wird, ist das ein reales Problem. Aber daraus folgt nicht, dass Lehrkräfte als Personen im Internet angegriffen werden dürfen. Gerade Schülerinnen und Schüler sollten lernen, Kritik sachlich, fair und verantwortungsvoll zu äußern. Wer Hassseiten folgt, Inhalte teilt oder Lehrkräfte öffentlich vorführt, löst kein Unterrichtsproblem, sondern schafft ein neues.
Und „rebellisch“ ist dafür aus meiner Sicht kein passender Begriff. Wer unzufrieden mit Unterricht ist, darf Kritik äußern. Aber Lehrkräfte heimlich zu filmen, Fake-Accounts zu erstellen oder sie öffentlich herabzuwürdigen, ist kein berechtigter Protest, sondern respektlos und teils rechtlich relevant.
Ich stimme Ihnen zu. Niemand hat so etwas verdient. Aber ich denke, dass die Seite der Schülerinnen und Schüler viel zu wenig gehört wird. Ich stehe eher auf ihrer Seite. Zu mir kommen Kinder aus der Oberstufe weinend und bitten um Hilfe, weil ich unter den Müttern offenbar dafür bekannt bin, dass ich diese armen Kinder verstehe. Nehmen Sie es mir nicht übel, aber das, was an den Schulen passiert, ist schlimm. Ich weiß nicht, woher diese Lehrkräfte kommen. In unserer Generation waren sie ganz anders. Damals waren es wirklich noch Lehrer. Sie waren streng, ja, sehr streng, aber sie haben sich den Hintern aufgerissen, um uns etwas beizubringen.
Die heutige Generation von Lehrkräften lässt die Kinder Stoff aus dem Buch abschreiben – und das soll dann Unterricht sein? Ohne Erklärung, ohne Aufgaben, ohne irgendetwas? Viele wirken sehr arrogant, mobben teilweise selbst und neigen zu extremen Biases. Fragt überhaupt jemand, wie sich die Schülerinnen und Schüler fühlen? Nein. Die Kids lernen gerade in der Schule, wie man mit der Welt umgeht. Und das, was dort von denen passiert, die vorne stehen, ist sehr schlimm.
„Wer unzufrieden mit Unterricht ist, darf Kritik äußern.“
Eben nicht. Nicht in Bayern. Ja klar, als Kind kannst du Kritik äußern , dann bist du geliefert. Das ist mehreren in unserer Klasse passiert, in Latein und Physik. Und als Eltern? Noch schlimmer. Eltern sollen schweigen. Sonst ist das Kind so gut wie raus.
Vielleicht in Bayern, keine Ahnung, bin ich nicht. Außerhalb von Bayern lässt man dann eher die Lehrkräfte im Regen stehen. Man soll sich alles mögliche gefallen lassen. Die Schulleitung steht nicht wirklich hinter einem, auf die Schulämter muss man gar nicht erst hoffen. Die geben den Eltern Recht, damit sie ihre Ruhe haben. Von Anzeigen wird dann auch eher abgeraten, selbst wenn es rechtlich relevant ist. So viel dazu. Kritik bedeutet in manchen Elterngesprächen Bedrohung seitens der Eltern. Das sind dann echt keine konstruktiven Gespräche. In vielen Bereichen geht es darum in erster Linie um Rechtssicherheit und nicht um Pädagogik. Ist nicht im Sinne der Lehrkräfte, aber wer sich nicht selbst schützt, hat verloren. Und wenn man dann hier liest, dass LuL das verdient haben, dann merkt man ja, woher das bei den Kindern kommt. Respektlosigkeit gegenüber SuS und LuL, kein Interesse an wirklichen konstruktiven Diskussionen.
Nein, auch in Bayern nicht.
Und wenn „eine ganze Schule“ betroffen ist – also alle Lehrkräfte… Dann ist das häufig schon eine Red-Flag.
Kann natürlich so sein. Sehr wahrscheinlich ist es jedoch nicht.
Dazu ist die Schule ja ein Gymnasium [Latein] nehme ich an.
Wenn jeder dort mit 5-6 durchfallen würde. Und das würden sie in Bayern am Gym. Dann wäre die Schule dermaßen unter Druck und medialer Kritik.
Mag ich einfach mal „gefühlt“ anzweifeln zumindest.
Sowas wie „Gauß’sche Glocke“? Ja.
Aber das? Am Gymnasium in Bayern? Haha. Eher nicht.
Gerade Physik und Latein sind halt Fächer … Die nicht ganz ohne für viele Menschen sind.
Aber vielleicht ist’s ja so.
„Viele Kolleginnen und Kollegen arbeiten unter hoher Belastung, bereiten Unterricht vor, erklären, fördern, korrigieren, führen Gespräche mit Eltern sowie Schülerinnen und Schülern und versuchen zugleich, mit immer neuen Problemen wie Personalmangel, Heterogenität, Inklusion, Sprachförderbedarf und digitaler Gewalt umzugehen.“
An unserer Schule leider nicht. All das, was Sie hier aufzählen, mag in der Theorie stimmen , in der Praxis existiert es bei uns jedoch nicht. Wirklich nicht. Zumindest nicht an unserer Schule.
Es gibt keine funktionierenden Mechanismen, keine klare Organisation und keine strukturierten Maßnahmen, um Schülerinnen und Schülern oder auch Lehrkräften wirklich zu helfen. Das gibt es schlicht nicht.
Am Ende läuft vieles darauf hinaus, dass eine Lehrkraft das, was sie in einem kurzen Moment auf dem Schulhof sieht, als Wahrheit hinnimmt, ohne vorher zu prüfen, welcher Hintergrund hinter einer Reaktion steckt.
Im Grunde herrscht ein ganz normales Chaos, und entsprechend verhalten sich dann auch die Schülerinnen und Schüler.
Außerdem stehen auch die Kinder unter großem Druck und hoher Belastung, weil sie in der Schule im Grunde nichts wirklich erarbeiten. Nach einem halben Tag oder sogar mehr als einem halben Tag kommen sie nach Hause und müssen alles selbst von Anfang an nacharbeiten.
Die Kinder sind einem unglaublichen Stress und Druck ausgesetzt, weil die Schule zunehmend dysfunktional geworden ist.
Also, Teacher Andy, wir kennen uns seit Jahren, wir haben schon Gespräche geführt und uns eigentlich immer verstanden. Was ich jetzt hier schreibe, ist also kein Schmarrn, keine Lüge und keine Übertreibung.
Ich sehe es gerade in der 7. Klasse meines Sohnes: Die Kinder schreiben Fünfer, 32 Kinder mal vier Klassen, und ständig liegt der Schnitt bei 4 oder 5. Den Schnitt retten mein Kind und ein paar wenige andere, deren Eltern zu Hause Vollzeit den Job der Lehrkräfte übernehmen. Das ist kein Gefühl, das sind Zahlen, das ist Mathematik.
Ich schreibe das übrigens nicht nur hier. Unsere Schule bekommt von mir auch einiges zu hören. Das alles ist komplett aus dem Ruder gelaufen, so dürfte es nicht sein. Systematisch werden Generationen von Kindern kaputtgemacht und wofür?
Weil offenbar auch viele Lehrkräfte inzwischen unter den Einfluss von TikTok, Überforderung, Bequemlichkeit und diesem falsch verstandenen Work-Life-Balance-Denken geraten sind?
Gerade in diesem Forum kann man Tag für Tag deutlich erkennen, wie sehr das alles inzwischen um sich gegriffen hat.
„Den Schnitt retten mein Kind und ein paar wenige andere, deren Eltern zu Hause Vollzeit den Job der Lehrkräfte übernehmen.“
Studieren Sie ggf. Lehramt oder kommen Sie doch als Seiten-/Quereinsteiger hinzu?
Dann retten Sie die anderen auch.
Bestimmt.
Oh sorry, my bad. Sie sind nicht Teacher Andy, sondern „the Teacher“. Sorry. Aber Ihre Rhetorik erinnert mich sehr an einen Foristen, den ich kenne. Sorry.
Ich glaube Ihnen, dass es an einzelnen Schulen massive Probleme geben kann. Das sollte man nicht kleinreden. Kinder und Jugendliche müssen gehört werden und Eltern mit berechtigten Sorgen natürlich ebenfalls. Wenn das an der Schule Ihres Kindes nicht möglich ist, ist das beschämend. Kritik an Schule oder Lehrerverhalten muss möglich sein, auch deutliche Kritik. Sie sollte aber natürlich konkret, sachlich und lösungsorientiert bleiben. Nur so kann sich etwas ändern.
Wogegen ich mich wehre, ist die Verallgemeinerung. Aus problematischen Erfahrungen an einer Schule oder mit einzelnen Lehrkräften sollte man kein Urteil über „die heutigen Lehrkräfte“ insgesamt machen. Es gibt schlechten Unterricht und unprofessionelles Verhalten, ja. Es gibt aber auch viele Lehrkräfte, die erklären, unterstützen, korrigieren, Gespräche führen und unter schwierigen Bedingungen sehr ernsthaft arbeiten. Auch wenn ich Lehrkräfte aus der ersten Kategorie leider kenne und die Folgen ihres Handelns in gewissem Umfang mittragen muss, halte die zweite Art für die deutliche Mehrheit, zumindest an meiner Schule.
Ein Einblick in meine Perspektive/Praxiserfahrung:
Ich habe eine Englischklasse und der Durchschnitt der Vokabeltests ist fast immer schlechter als 4,0. Die Vokabeltests sind angekündigt und haben einen überschaubaren Lernumfang. Alle Vokabeln werden im Unterricht einzeln eingeführt, sie sind online in einer Lernplattform verfügbar und ab und zu gebe ich im Unterricht Zeit, sie zu lernen bzw. zu wiederholen (5 Minuten). Die Eltern haben von mir Infos zu meinen Tests bekommen, ich habe ihnen Informationen für das Lernen und Trainieren von Vokabeln gegeben, sie sehen die Noten ihrer Kinder, ich habe einzelne Eltern wegen der Leistungen ihrer Kinder freundlich und unterstützend angeschrieben und nochmals konkrete Vorschläge zum Lernen gegeben. Die Leistungen sind insgesamt über das Jahr nicht besser geworden, bis auf ein Kind. Als ich fragte, woran es läge, sagte er mir wörtlich: „Ich mache das jetzt so, wie Sie es gesagt haben.“ Ich bin sicherlich nicht der beste Lehrer der Welt, vielleicht nicht einmal wirklich gut, aber wenn die Eltern mehr auf mich hören und mich bzw. ihre Kinder unterstützen würden, wäre viel gewonnen. Leider stehe ich oft alleine da.
Straftaten als „rebellisch“ zu bezeichnen, halte ich für unpassend. Dennoch möchte ich auf einen anderen Punkt eingehen – das ständige Pauschalisieren.
Ich lese hier seit Jahren mit. Was mir auffällt und missfällt, ist die pauschale Kritik an Eltern. Häufig werden sie als „Rasenmähereltern“, „Helikoptereltern“, als desinteressiert oder als grundsätzlich erziehungunfähig bezeichnet. Gleichzeitig erlebe ich, dass auch manche Lehrkräfte ihrem erzieherischen Auftrag nicht immer ausreichend nachkommen. Eltern berichten vielfach, dass Hänseleien und Mobbing im Klassenzimmer nicht konsequent unterbunden werden oder selbst bei ernsthaften Konflikten weggeschaut wird. Ich habe bei Schulveranstaltungen mehrfach beobachtet, dass Konflikte zwischen Schülerinnen und Schülern eskalierten und sogar körperlich wurden, ohne dass Lehrkräfte unmittelbar eingriffen.
Dass Lehrkräfte zunehmend Zielscheibe von Online-Hetze werden, ist widerlich und nicht zu akzeptieren. Allerdings erleben täglich auch Tausende SchülerInnen genau das Gleiche. Schulpsychologen sowie Beratungsstellen können von einer erschreckend hohen Zahl schwerwiegender Fälle berichten.
Diese Anfeindungen und Demütigungen treffen junge Menschen häufig mitten in der Pubertät, in der sie ohnehin besonders verletzlich/unsicher sind. Die Folgen für die psychische Gesundheit können gravierend sein: Traumatisierungen, Schulangst, Depressionen und gefährdete Bildungswege sind keine Seltenheit. Anders als Erwachsene verfügen Kinder und Jugendliche oft weder über ausreichende finanzielle noch über andere Ressourcen, um sich wirksam dagegen zu wehren. Die Eltern fühlen sich oft hilflos, weil sie keine Handhabe sehen und sehen wie ihr Kind unter Mobbing in der Schule leidet. Die Schüler/innen können sich auch nicht einfach langfristig krankschreiben lassen oder entziehen. Unter Ihren Schülerinnen und Schülern sitzen nicht nur die Täter digitaler Gewalt, sondern auch noch in größerer Anzahl deren Opfer. Diese erfahren häufig deutlich weniger Rückhalt und Unterstützung und verfügen über wesentlich geringere Handlungsmöglichkeiten als eine erwachsene Lehrkraft.
Zudem gibt es sehr viele Eltern, die Hetze gegen Lehrkräfte ebenso entschieden ablehnen. Nicht selten werden aufkommende Shitstorms in WhatsApp-Gruppen von Eltern unterbunden.
Deshalb empfinde ich das pauschale Eltern-Bashing in diesem Forum als wenig hilfreich und zunehmend ärgerlich.
„ Deshalb empfinde ich das pauschale Eltern-Bashing in diesem Forum als wenig hilfreich und zunehmend ärgerlich.“
Und das schreibt jemand, der erst mal pauschal der Mehrheit der Foristen Elternbashing nachsagt.
Merken‘S selbst, nicht wahr?
Ich habe nicht „der Mehrheit der Foristen“ Eltern-Bashing unterstellt. Ich habe kritisiert, dass entsprechende pauschale Zuschreibungen hier immer wieder vorkommen. Genau diese Differenzierung war ja der Kern meines Beitrags. Wer den Hinweis auf Pauschalisierungen als Pauschalisierung missversteht, bestätigt eher mein Anliegen.
Sie schreiben wörtlich: „Das ständige Pauschalisieren“ (schreibt man im Regelfall nicht, wenn es sich um eine Minderheit von Pauschalisierungsfällen handelt), „Häufig werden sie (die Eltern) als (hier stehen verschiedene Bezeichnungen für Elterntypen) bezeichnet“ („häufig“ gebraucht man im Regelfall nicht für selten vorkommende Ereignisse), und zu guter Letzt: “ Deshalb empfinde ich das pauschale Eltern-Bashing in diesem Forum als wenig hilfreich und zunehmend ärgerlich.” – wenn pauschales Elternbashing eine Randerscheinung in diesem Forum ist, weil ja nur wenige Foristen dies tun, verstehe ich diese Ihre Kritik nicht.
Vielleicht arbeiten Sie den „Kern Ihres Beitrags“ ein bisschen deutlicher heraus? Entweder gibt es hier „pauschales Elternbashing“ nur von wenigen – dann sollten Sie das genau so benennen (obwohl das dann kaum ins Gewicht fallen dürfte und daher nicht erwähnenswert wäre). Oder aber es wird von der Mehrzahl der Foristen betrieben, was Sie so jedoch nicht meinen, wenn ich Sie richtig verstehe. Was denn nun? Basht die Mehrzahl hier Eltern? Das belegen Sie dann bitte. Oder doch nicht? Dann behaupten Sie das bitte nicht.
Ich versuche, den Kern meines Punktes noch einmal klarzustellen.
Sie setzen voraus, dass „häufig“ oder „pauschales Elternbashing“ nur dann sinnvoll verwendbar ist, wenn es sich um die Mehrheit der Beiträge handelt. Das ist jedoch nicht der Fall.
„Häufig“ beschreibt in meiner Verwendung die wiederkehrende Wahrnehmbarkeit eines Musters über einen längeren Zeitraum hinweg, nicht eine statistische Mehrheit innerhalb eines Threads oder einer Nutzergruppe. Ebenso bezieht sich „pauschales Elternbashing“ nicht auf „die Mehrheit der Foristen“, sondern auf eine bestimmte Art von Aussagen, die regelmäßig vorkommt, auch wenn sie jeweils nur von einem Teil der Schreibenden stammt.
Ihre Entweder-oder-Logik („entweder Mehrheit oder nicht relevant“) greift aus meiner Sicht zu kurz. Kritik an wiederkehrenden Mustern setzt keine Mehrheitsbehauptung voraus.
Mein Kernpunkt war recht schlicht: Pauschalisierungen über Eltern (wie über jede andere Gruppe auch) treten im Diskurs hier im Forum immer wieder auf und sind aus meiner Sicht wenig hilfreich, unabhängig davon, wie groß der Anteil der Schreibenden ist, die sie äußern.
Ob etwas erwähnenswert ist, hängt nicht davon ab ob es subjektiv als häufig genug eingestuft wird. Andernfalls müsste man jeder Diskursbeobachtung eine statistische Auswertung der Forenbeiträge voranstellen.
Danke insbesondere für Ihren letzten Absatz. Wenn subjektive Perspektiven allgemein für „nicht erwähnenswert“ gelten würden…was für eine diktatorische Haltung zeichnet sich dahinter ab? Befremdliche Positionierung gegen Meinungsvielfalt und Kunst in jeder Form…traurig.
„Ich lese hier seit Jahren mit. Was mir auffällt und missfällt, ist die pauschale Kritik an Eltern. Häufig werden sie als „Rasenmähereltern“, „Helikoptereltern“, als desinteressiert oder als grundsätzlich erziehungunfähig bezeichnet.“
–> In starker Abhängigkeit von
a) der Schulform
b) der demographischen Dynamik im Einzugsgebiet
c) am wichtigsten: Der Schul- und Schulleitungskultur vor Ort ganz konkret
IST das auch so.
Um nicht missverstanden zu werden:
Ich mag meine Schule & Kollegium, die SuS sind nett zu 100% bisher (nicht 99%, 100%)…ABER es ist nicht das, was man heute irreführenderweise als „Eliteschule“ o.ä. bezeichnet, sondern ein Querschnitt. Nicht Brennpunkt, Querschnitt!
Ich könnte jetzt mein UntiS öffnen und, genug Zeit vorausgesetzt, anhand von JEDEM einzelnen SuS beweisen, dass mindestens(!) 35-45% der Eltern OBJEKTIV halt einfach ihren Job nicht machen.
Banales Beispiel: Mittlerweile bis in Klasse 12(!) hinein SuS, die NICHT eine normale Uhr lesen können, NICHT-Schwimmer sind, die noch NIE(!) ausserhalb der Schule ein Buch (irgendeins!) gelesen haben.
Ich darf es nicht sagen (und tue es daher auch nicht) und nicht zeigen (und tue es auch nicht) – aber in echt ist es halt so, dass diese Eltern einfach schlechte Eltern sind. Punkt.
Und das ist ja nur das, was ich mitkriege! Was läuft da bitte sonst noch ab in der Gesellschaft?!
„Gleichzeitig erlebe ich, dass auch manche Lehrkräfte ihrem erzieherischen Auftrag nicht immer ausreichend nachkommen.“
–> schulrechtlich gesehen haben Lehrer NULL EFFEKTIV GEGEN WIDERSTAND DURCHSETZBARE Mittel dazu.
Danke an „Schülerorientierung“, danke an Schulrecht.
Wir dürfen nur quackeln und quasseln und Briefe schreiben.
Unsere Schule hat glücklicherweise noch eine vernünftige Lehrerkultur & Elternvertreter sowie eine gute Schulsozialarbeit und findet dann…kreative Wege…solche Zeitbomben zurechtzustutzen. Und nein, schildere ich hier nicht.
Das ist aber die AUSNAHME.
Die Gesellschaft wollte schwache, kastrierte Lehrer…“Herr der Fliegen“ auf dem Schulhof ist die Quittung dafür!
Geliefert wie bestellt.
„Eltern berichten vielfach, dass Hänseleien und Mobbing im Klassenzimmer nicht konsequent unterbunden werden oder selbst bei ernsthaften Konflikten weggeschaut wird.“
–> siehe oben.
Wir DÜRFEN nichts (echt wirksames) machen.
Schulrecht.
Drölfzig „letzte Chancen“.
Recht auf Beschulung, Schulpflicht.
Verbot von Strafen.
Widerspruchsrechte.
„Ich habe bei Schulveranstaltungen mehrfach beobachtet, dass Konflikte zwischen Schülerinnen und Schülern eskalierten und sogar körperlich wurden, ohne dass Lehrkräfte unmittelbar eingriffen.“
–> Verstehe ich vollkommen, dass dies für sie unverständlich ist.
Ich antworte Ihnen verkürzt so:
Ich arbeite gerade darauf hin, Äpfel und Kartoffeln mit einer Hand zerquetschen zu können und betreibe seit mehr als 15 Jahren eine Halbkontaktsportart.
So lange ein (bei uns wirklich extrem seltener) Angriff sich nicht gegen mich richtet, stehe ich wie ein schwacher Lauch in DEUTLICH sichtbarem Abstand daneben und sage laut wie ein dummer Opfer-Loser immer wieder den Satz „Tu das nicht, das ist Gewalt! Lass das bitte!“.
–> SCHULRECHT, Schülerverherrlichung, Lehrer sind schwach und hilflos GEWOLLT.
Geliefert wie bestellt!
Ich riskiere doch nicht für andere den wirtschaftlichen Totalschaden.
„Dass Lehrkräfte zunehmend Zielscheibe von Online-Hetze werden, ist widerlich und nicht zu akzeptieren. Allerdings erleben täglich auch Tausende SchülerInnen genau das Gleiche. Schulpsychologen sowie Beratungsstellen können von einer erschreckend hohen Zahl schwerwiegender Fälle berichten.“
–> Das glaube ich sofort.
Und -gerade vor den Feiertagen noch erlebt- im Fall der Fälle immer wieder und wieder das gleiche: Nö, Anzeige wird nicht gemacht, NÖ, screenshots und Co. nicht gesichert, NÖ, aber muss man da wirklich zur Polizei…ich kann es innerlich nicht mehr hören!
Schule ist kein Gericht.
Lehrer keine Polizei.
Wir.
Dürfen.
Nix.
Echtes.
Machen.
Weil.
GESETZE.
Das wollten sie alle so, die Schülerversteher und Elternvertreter, Bildungsexperten und Schulkritiker, ergo: DIE ELTERN, DIE WÄHLER.
Wir können nur mit SuS reden.
Wer sowas tut ist lange jenseits von verbaler Erreichbarkeit!
„Diese Anfeindungen und Demütigungen treffen junge Menschen häufig mitten in der Pubertät, in der sie ohnehin besonders verletzlich/unsicher sind. Die Folgen für die psychische Gesundheit können gravierend sein: Traumatisierungen, Schulangst, Depressionen und gefährdete Bildungswege sind keine Seltenheit. Anders als Erwachsene verfügen Kinder und Jugendliche oft weder über ausreichende finanzielle noch über andere Ressourcen, um sich wirksam dagegen zu wehren. Die Eltern fühlen sich oft hilflos, weil sie keine Handhabe sehen und sehen wie ihr Kind unter Mobbing in der Schule leidet. Die Schüler/innen können sich auch nicht einfach langfristig krankschreiben lassen oder entziehen. Unter Ihren Schülerinnen und Schülern sitzen nicht nur die Täter digitaler Gewalt, sondern auch noch in größerer Anzahl deren Opfer. Diese erfahren häufig deutlich weniger Rückhalt und Unterstützung und verfügen über wesentlich geringere Handlungsmöglichkeiten als eine erwachsene Lehrkraft.“
–> Vollkommen zutreffend. Es ist für dieOpfer einfach schrecklich, absolut.
„Zudem gibt es sehr viele Eltern, die Hetze gegen Lehrkräfte ebenso entschieden ablehnen. Nicht selten werden aufkommende Shitstorms in WhatsApp-Gruppen von Eltern unterbunden.
Deshalb empfinde ich das pauschale Eltern-Bashing in diesem Forum als wenig hilfreich und zunehmend ärgerlich.“
–> Wenn Eltern hier vernünftige Dinge schreiben like ich und versuche, das auch mit anerkennenden Beiträgen zu unterstützen.
Geistig normale Lehrer sind dankbar für jedes normale Elternteil, können Sie mir glauben.
„Wir dürfen nur quackeln und quasseln und Briefe schreiben. Unsere Schule hat glücklicherweise noch eine vernünftige Lehrerkultur & Elternvertreter sowie eine gute Schulsozialarbeit und findet dann…kreative Wege…solche Zeitbomben zurechtzustutzen. Und nein, schildere ich hier nicht. Das ist aber die AUSNAHME.“
Es funktioniert an Ihrer Schule – aber eigentlich kann es das gar nicht? Was denn nun? Gerne mal Butter bei die Fische: Welche Sanktionsmöglichkeiten möchten Sie als Lehrer haben, die Ihnen derzeit verwehrt sind?
„Schule ist kein Gericht. Lehrer keine Polizei. Wir. Dürfen. Nix. Echtes. Machen.“ Nennt sich Rechtsstaat – und finden wir, ehrlich gesagt, gut so. Schule ist nämlich auch ein staatlicher Machtapparat, der über individuelle Bildungskarrieren und damit Lebenschancen entscheidet. Da sollten einschneidende Maßnahmen schon überprüfbar sein.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
„Welche Sanktionsmöglichkeiten möchten Sie als Lehrer haben, die Ihnen derzeit verwehrt sind?“
Jetzt ködern Sie mich doch nicht so. 😀
Denn…
„[…] und finden wir, ehrlich gesagt, gut so. […]“
…dann brauche ich mir hier eigentlich garkeinen abtippen.
Was alles warum (in der Praxis vor Ort, nicht auf dem Papier) alles NICHT geht – das weiß ich auch so.
Wegen „rechtsstaatlich“ und so, formal und juristisch alles richtig so.
Sie haben aber den tiefer liegenden Grund gerade selber aufgeführt:
Was „rechtsstaatlich“ im Kontext von Schule ist, ist eben (letzlich) politische Auslegungs- und Diskussionssache.
Den aktuellen Zustand finden Sie ja „gut“ – kann man so sehen. Und der ist natürlich „rechtsstaatlich“. (Logischerweise)
Dieser Zustand ist dann natürlich unveränderbar.
Easy as that, Kreislauf geschlossen.
Sie können ja mal versuchen, uns (und andere Leserinnen und Leser hier) zu überzeugen – nämlich dass es gar kein Populismus ist, etwas Unbestimmtes einzufordern, das alle Probleme löst. Wir haben nämlich den Verdacht, dass es dieses Zaubermittel gar nicht gibt.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Und weiter? Daraus folgt?
Dass konsequentes Handeln auch jetzt schon möglich ist. Herzliche Grüße Die Redaktion
Dass konsequentes [sehr aufwendiges und zeitintensives] Handeln auch jetzt [oft] schon [bedingt] möglich ist.
Da würde ich mitgehen. Das andere sieht in der Realität leider etwas … Komplizierter aus.
Also klar … Man kann „konsequent Handeln“ – ob das jedoch Erfolgreich ist … Steht auf einer anderen Karte/Schrieb.
Richtig. Indem man nicht auf die Schulleitung wartet, sondern persönlich Strafantrag stellt. Und ja, der mag am Ende im Sande verlaufen, aber parallel lässt man sich die mentale Belastung ärztlich attestieren und bringt eine Schadenersatzklage auf den Weg. Die Kosten für Behandlungen, Verdienstausfall, Rufschädigung etc. können da erheblich sein, Und das wird dann nicht abgebügelt. Und das kostet die Verursachenden. Und es funktioniert!
Klar.
Na sicher.
Sollen wir wieder Beispiele wie „Schulabsentismus, NRW“ durchexerzieren?
Gutes Beispiel. Kinder mit Schulangst – einer der zentralen Ursachen für Absentismus – werden Sie nicht mit Sanktionsdruck in die Schule zurückbekommen. Die werden dann psychisch krank. Und Dauerschwänzer/Schulhasser in die Schule beordern, sie dort aber sich selbst überlassen? Die nehmen dann die Schule auseinander.
So oder so: Es führt kein Weg daran vorbei, sich um diese Kinder und Jugendlichen zu kümmern (wenn man sie nicht einfach abschreibt, wie es jetzt allzu oft passiert) – also das zu tun, was Sie hier stets als „Fühli-Fühli“ diskreditieren.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Absolut richtig.
Schulabstinenz -> Oft Therapie eigentlich nötig/sinnvoll. Hier kann man als Schule und Lehrkraft helfen, jedoch sind andere Ebenen definitiv wichtig. Wir sind keine Traumatherapeuten als Lehrkräfte.
Schulabsentismus -> Kommt drauf an, ob Abstinenz wegen Trauma, Angststörungen usw. – dann siehe Schulabstinenz.
Ansonsten: Wenn wegen „keine Bock“ oder dergleichen … Also Dauerschwänzer -> Ein Grund für Bildungspflicht.
Dann kann sich gerne eine andere Ebene/Instanz drum kümmern.
Warum sollten diese Schulstörer denn „geduldet“ werden (müssen)?
Ich gehe absolut mit, dass man diese Kinder [alle] nicht abschreiben soll. Jedoch ist die Frage, ob der Ort „Schule“ in diesem Moment dann sinnvoll und erfolgversprechend bis erfolgtragend ist.
Warum muss/soll Schule denn alles lösen?
Beispielsweise nimmt man Suchterkrankte ja auch idealerweise raus und in eine Schwerpunktklinik mit Schulmöglichkeit. Diese gibt es hier regional zum Glück auch.
Gleiches gilt idealerweise für Jugendstraftäter. Eine Einrichtung, welche beides erfüllt -> Diese nicht mehr als Störer dulden muss, sondern darauf spezialisiert ist und auch sanktioniert ggf. Und eben Bildung ermöglicht.
Momentan soll Schule vieles (Forderung oft nach alles) auffangen. Wie denn?
Faktisch ist die Konsequenz einfach, dass viele Kinder leider abgeschrieben werden („müssen“), da es systemisch oft nicht anders möglich ist. Auch hier würden Deputatsminderungen, kleinere Klassen und mehr (Fach)Personal helfen.
Damit sieht’s aktuell leider schlecht aus. Daher der Teufelskreis und die Konsequenz darauf halt.
Und das verhält sich mit vielen Themen so, da Basics fehlen und von Fachressourcen wir oft gar nicht erst sprechen brauchen.
Egal ob Inklusion, Migration (kein Deutsch), tatsächliche Differenzierung usw.
Wenn Sie ernsthaft glauben, dass die Jahr für Jahr leicht ansteigenden Fehlstunden und Blaumachereien ERNSTHAFT auf tatsächliche psychische Erkrankungen (denn das wäre eine echte Schulangst) zurückzuführen sind statt auf das, was für jeden offensichtlich war und ist (Motiv Nummer 1: Kein Bock auf Schule)…na ja, dann glauben Sie das halt. Gibt bestimmt auch genug Untersuchungen dazu.
Hilfe bei einer TATSÄCHLICHEN Schulangst ist übrigens völlig ok und angebracht. Auch das gibt es, völlig ok wenn so jemand nur teilweise oder garnicht regelbeschult wird.
Was allerdings tatsächlich wieder so richtig fühli-fühli ist:
Die offensichtliche Realität verdrehen, mir „Diskreditierung“ unterstellen, das chronische Versanden-Lassen von Schulabsentismus-Anzeigen auf Ebene der Bezirksregierungen elegant umschiffen – fertig, Problem gelöst.
Ist ok.
Läuft dann halt wie es läuft.
Wir umschiffen nichts. Wir halten nur fest: Mehr Sanktionsmöglichkeiten für Lehrkräfte, nach denen Sie hier ständig (populistisch) rufen, würden hier gar nichts bringen – oder wollen Sie persönlich auf Schwänzerjagd gehen? Auf Ebene der Bezirksregierungen gibt es die Sanktionsmöglichkeiten ja längst (bis hin zum Jugendarrest), sie werden nur nicht immer angewendet. Und das hat vermutlich den Grund, dass das System überhaupt keine Ressourcen hat, mit den erzwungenen Rückkehrern umzugehen. Besser weg – als in der Schule Chaos stiften. Eine sinnvollere Forderung wäre also, ein Unterstützungssystem zu bekommen, das sich um solche Kinder und Jugendliche kümmert.
Aber das wäre ja „Fühli-Fühli“ – und nicht mehr so schön platt.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
„na ja, dann glauben Sie das halt.“
Solide wissenschaftliche Basis, Bro!
Ich verstehe “ Fühli Fühli“ ganz anders. Das bedeutet eben nicht sich kümmern, etwas von Schülern zu fordern und ihn nicht anzuschreiben, nicht, weil man sie triezen will, sondern weil man ihnen und ihrem Verstand etwas zutraut, sondern es ist eine esoterische Wohlfühlblase, die geschaffen wird von Leuten, die “ klar sehen“ , die ständig mit den Entrechteten mitleiden und „mitfühlen“ und „unheimlich solidarisch“ sind, aber einem Bettler kein Eurostück geben würden. Sozusagen das Äquivalent des Salonkommunisten.
Wer sind denn diese „Leute“? Kennen wir nicht. Wir sehen nur, in welchen Kontexten das hier auftaucht: immer dann, wenn Lehrkräfte von der Bedeutung von Beziehung für ihren Unterricht berichten. Wie schrieb eine einschlägig als Zynikerin bekannte Kommentatorin hier unlängst so schön? „‚Ohne Beziehung lernt kein Schüler‘ ist eine pädagogische Überdehnung.“
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Ich stimme Ihnen zu, dass es kein Zaubermittel (und in sozialen Zusammenhängen generell) normalerweise keine monokausalen Ketten gibt.
Nur – who cares?
Ist wie bei Tempolimits…es geht darum, 80-90% auf Spur/in Funktionalität zu bringen, 99-100% schafft man eh nie.
Halt, ich muss mich selbst korrigieren: „es SOLLTE darum gehen“.
„Ist wie bei Tempolimits…es geht darum, 80-90% auf Spur/in Funktionalität zu bringen, 99-100% schafft man eh nie.“
Klingt ein wenig nach Fühli-Fühli für Autofühlis…
„Schule ist nämlich auch ein staatlicher Machtapparat, der über individuelle Bildungskarrieren und damit Lebenschancen entscheidet. Da sollten einschneidende Maßnahmen schon überprüfbar sein.“
Das ist richtig, aber sehr aus der Perspektive des/der Täter gedacht. Schule kann bei eklatanten Vorfällen auf eine Reihe abschließender Ordnungsmaßnahmen zurückgreifen:
– Verweis
– Überweisung in eine parallel Lerngruppe
-Ausschluss vom Unterricht über einen gewissen Zeitraum
– Verweis von der Schule
– Verweis von den Schulen in NRW (gilt in NRW)
Die beiden letzten Maßnahmen sind sehr einschneidend. Aber bis es zu so etwas kommt und auch rechtssicher angewendet wird, muss es zu vielen eklatanten Vorfällen gekommen sein. Ganz höchstwahrscheinlich sind bis zu diesem Punkt auch Rechtsmittel eingelegt worden.
Aber wie sieht es denn bei den Opfern aus? Schüler sitzen bis zur Ergreifung der Maßnahmen weiterhin im gleichen Klassenraum oder sehen sich mit den Tätern nach kurzer Zeit wieder dort (hatten also nur eine kurze Zeit der Erholung) konfrontiert.
Betroffene Lehrer müssen entsprechende Schüler weiterhin unterrichten und können oft nicht die Lerngruppe wechseln.
Ich finde es zwar richtig, Über die (Lebens-) Konsequenzen für die Täter nachzudenken und auch Maßnahmen verhältnismäßig anzuwenden, aber in aller erster Linie sollten die Opfer im Schutzfokus stehen und alles getan werden, damit sie sofort geschützt werden. Und genau an dieser Stelle gesagt das System, weil es mMn falsch priorisiert.
Vor dem Verweis von der Eigenen Schule steht aber noch die Androhung des Verweises. Und die muss bei unterschiedlichen Verstößen ggf. mehrfach ausgesprochen werden.
Aber dann geht der Stress erst richtig los. Wegen der bestehenden Schulpflicht muss dem Verwiesenen ja ein Platz an einer anderen Schule der gleichen Schulform in erreichbarer Nähe zum Wohnort zugewiesen werden. Das gelingt im Regelfall durch einen Ringtausch – nimmst du meinen, nehm ich deinen
So ist es….leider….und macht die Sache nicht leichter
Mehr als 15 Jahre gewähltes Mitglied der TeilKo für Ordnungs- und Erziehungsmaßnahmen hinterlassen halt Spuren aufgrund unzähliger Termine.
Womit der nächste Zirkelschluss sich exakt so vervollkommt, wie ich es oben geschrieben habe:
Wer nicht das unfassbare Glück einer based SL hat, kann sich mit was ganz einfachem abfinden: Es gibt für Schüler keine (echten) Konsequenzen.
Dann hängt es also an der Schulleitung – und nicht an schärferen Sanktionsmöglichkeiten, nach denen Sie ständig rufen. Herzliche Grüße Die Redaktion
Je nach Fall halt eben.
Die Schulleitung kann durchaus auch Druck machen und auch entgegenarbeiten, dass die Sanktionsmöglichkeiten nicht wirken/gegeben sind.
Dann steht man ja letztendlich wieder mit hohem Arbeitsaufwand dar und im Prinzip führt das dann oft in’s nichts.
Dazu ist es natürlich auch eine sozial-gesellschaftliche Sache der Wirkung. Wie wirkt das nach „innen“ und nach „außen“? Wie „akzeptiert“ sind bestimmte Maßnahmen? Wie wird sich gesträubt?
Tatsächlich bringt es auch wenig, wenn der SuS dann anfangs „begleitend“ zur Schule gebracht wird durch die Polizei. Das hält ja in der Regel nicht lange an. Irgendwann wird das für gewöhnlich aufgrund mangelnder Ressourcen und zu hohem Aufwand eingestampft.
Und dann? Auch ein tolles Zeichen. Klar.
Und wenn wir ständig von Mangelressourcen in jeglichen sozialen und „ausführenden“ Ebenen sprechen … Warum dann keine Bildungspflicht?
Politisch natürlich nicht gewollt. Außer von einer Schwachsinnspartei.
Nur warum ist das politisch denn nicht gewollt? Wegen den Kindern? Wegen guter Bildung? Sorry … Dazu sind Sie doch zu tief und zu erfahren im bildungspolitischen Bereich nehme ich an.
Und irgendwann muss man sich einfach wirklich mal die Frage stellen, ob eine Bildungspflicht aktuell unter und mit aktuellen Ressourcen und Politik nicht für den „Raum Schule“ tragender und funktionierender wäre.
Ja. Mit dementsprechenden Folgen und Konsequenzen. Leider. Aber die gibt es so oder so. Und die Tendenz ist doch keine „Aufschwungsstimmung“ … Oder ich verpasse da was?
Man macht sich doch was vor, wenn man nicht auch bedenkt, was eine aktuelle Schulpflicht und Präsenzpflicht tatsächlich auf die Masse gesehen bedeutet und man dies als „gut“ sieht. Rein theoretisch? Absolut super. Real-Praktisch? Aktuell halt meiner Meinung nach nicht.
Ich würde mir auch sehr wünschen, wenn man Facharzttermine sofort bekäme. Die Realität sieht halt auch dort anders aus.
Warum wird das „von Schule“ ständig verlangt und bei anderen Bereichen „ist es halt so“?
Und natürlich wird dies auch dort kritisiert. Nur eben nicht „auch versucht umzusetzen, dass 5 Menschen gleichzeitig von einem Facharzt behandelt wird“. Da versteht man das auf einem …
„Und wenn wir ständig von Mangelressourcen in jeglichen sozialen und “ausführenden” Ebenen sprechen … Warum dann keine Bildungspflicht?“
Weil das von gesichert Rechtsextremen und Ihnen ( 😉 ) kommt, um reale Probleme mit deren rechtsextremen Populismus aufzugreifen, aber nicht zu lösen? (Zum Nachteil der Schwächsten, versteht sich)
„Weil das von gesichert Rechtsextremen“
Also wenn diese sagen: Wasser ist gut.
Dann wäre Ihr „Argument“: Ne, ist es nicht!
Auf die Frage: Warum ist es nicht gut?
Ihre Antwort: Weil die das gut finden.
Okay … Einmal so schlicht denken und wirklich daran glauben … Wahnsinn.
„und Ihnen ( ) kommt“
Oh, Feindbild aufgebaut? Naja, dann ist Inklusion für Sie ja auch schlecht. Weil ich das ebenfalls als „wäre gut“ sehe.
Doof … Irgendwie geht sich doch der „konsequente“ Argumentations- und Logikstrang nicht so ganz aus?
Werden Sie aber weiterhin nicht verstehen und wieder irgendwas behaupten „Neee, Sie sind nicht für Inklusion (Smilie)“. Und ich lache mir wieder in’s Fäustchen, weil ich wohl vermeintlich „inklusiver“ als Sie arbeite – laut Ihrer Angaben und Definition [Sonderschule so schlecht … Sie arbeiten dort (wieder mal)].
Oder wollen Sie jetzt doch wieder auf „Nene, jetzt arbeite ich ja wieder im Bereich SBBZ, KÖF/Einzelinklusion, Gent“ ‚wechseln’/gehen? Ohne dies zu benennen … Nennen Sie doch nur „SBBZ“.
Sie müssen sich mal für eine Variante entscheiden. Wird und wirkt ja wirklich albern.
Gerne können Sie auch sagen, dass Sie in beiden Bereichen arbeiten.
„um reale Probleme [mit deren rechtsextremen Populismus] aufzugreifen“
Ich greife reale Probleme auf.
Jedoch weder im Gedankengang, noch mit der Rhetorik von Rechtsextremen (Populismus). Diesen „Beleg“ und diese Quelle würden Sie mir schulden.
Ich gehe soweit, dass ich sogar gegen eine Bildungspflicht unter AfD-Regierung bin.
Ändert aber nichts daran, dass ich aktuell für eine Bildungspflicht bin.
Ich weiß schon … Sie können weder diesen Gedanken folgen, noch verstehen.
Aber andere vielleicht/sicherlich.
„aber nicht zu lösen?“
Es ist keine Lösung. Es löst einige Probleme und bildet andere Probleme. Es ist ein Kompromiss und eine Abschätzung der aktuellen Lage und insbesondere der künftigen Lage.
Und den Kompromiss kann man machen. Man kann dafür sein oder dagegen.
Kommen? Wird das (erstmal) so oder so nicht. Da mache ich mir nichts vor. Das hat ja auch seine Gründe. Und die sind nicht im Bereich von „Qualität“ oder „Ressourcen an und in Schule bringen“. Sie bewegen sich mitunter primär im Bereich von „Eingestehen von politischen Versagen“, „Handlungsunfähigkeit“ und „Eltern müssen/sollen unbedingt arbeiten – Kinder müssen irgendwo anwesend sein/betreut werden“.
Ähnliches Prinzip gilt im Übrigen für „Schulabstinenz“ – das ist unangenehm. Hier können Eltern oft nicht so richtig Gas geben arbeitstechnisch. Es schränkt ein. Daher … Macht mal bitte. Schule. Lehrkräfte.
Seien Sie doch nicht ständig so naiv in jeglichen Punkten.
Glauben Sie wirklich, dass primär der Grund „Qualitative Bildung“ ist? Und massive Ressourcen diesbezüglich zu bilden – welche es eben definitiv braucht und bräuchte? Wo sind die denn?
Von den aktuellen Demos usw. im Bereich der Therapie haben Sie wohl nichts gehört?
https://www.dptv.de/im-fokus/honorarkuerzung/
[Falls die Redaktion dazu einen Artikel mal macht … Gerne. Sinnvoll. Falls dies bereits geschehen … Danke.]
Ebenfalls wurden einige staatliche Schulpsychologen abgezogen vor 1-2 Jahren für vielen Privatschulen.
Also wo ging und geht denn der Trend hin?
Glauben Sie ernsthaft daran, dass ernsthaftes politisches Interesse an der Problem- und Ursachenlösung von bspw. Schulabstinenz jenseits von „Wirtschaft“ breitflächig vorhanden ist?
Warum gibt es denn den „festen Unterrichtsbeginn“ um 8 Uhr noch? Das ist schon mehr als fundiert belegt, dass das eigentlich Quatsch ist, außer im Bereich von Arbeitszeiten für Eltern. Daher will man hier auch nicht mal anpassen.
„(Zum Nachteil der Schwächsten, versteht sich)“
Ihnen ist doch bewusst, dass ich mit „Kinder komplett ohne Deutschkenntnissen (und mit maximal 1 Jahr DaZ-Kurs)“ gearbeitet hatte?
Wo werden diese aktuell denn besonders beachtet?
Wie sieht es denn mit Inklusion aus? Auch nicht so top.
Wie sieht es denn mit Förderbereichen und Anpassungsbereichen [Neurodivergenz] aus?
Der Unterricht ist weitgehend für neurotypische Menschen von neurotypischen Menschen gemacht.
Besteht hier vielleicht mal Interesse sich „anzupassen“? Nö.
Außer mit irgendwelchen Forderungen „nach Einzeldifferenzierung“ auf der einen Seite und auf der anderen Seite Erhöhung von Deputaten, Vollzeitpflicht, Zwangsversetzungen, hohe Klassenteiler, zu wenig Platz dafür usw.?
Wo? Wo sehen Sie denn aktuell bitte „gute Bedingungen“ für „die Schwächsten“?
Die müsste man nämlich erst stellen. Und das wird ja offensichtlich nicht hinreichend gemacht mit Gesamttendenz nach „noch schlechtere Rahmenbedingungen“.
Und kommen Sie mir bitte nicht mit „Aber das Gehalt steigt doch“. Ja … Toll. Warum? Und wie sahen die Jahre zuvor aus. Und wie sieht die Rechtslage diesbezüglich aus?
Sie können sich entweder was vormachen. Bestenfalls weiterhin auf „die Lösung(en) [Ressourcen]“ warten … Oder Sie überlegen zumindest, welche Vor- und Nachteile aktuell bei einer Bildungspflicht da wären.
Leider … Leider würde man eine Bildungspflicht wohl sowas von dermaßen verhauen.
Aber auch das wäre ein Kompromiss.
Schlichte Wortverdrehung.
Aber Ihre Position ist ja auch eindeutig – sue finden das aktuelle Vorgehen „gut“.
Ich würde mal sagen:
Dann läufts halt weiter wie gehabt.
Ich persönlich kann damit ganz gut leben.
Beim nächsten Jammern über Mobbing/Gewalt/Extremismus einfach nochmal etwas mehr an die armen Täterlein denken.
„Schlichte Wortverdrehung“? Wir nehmen nur ernst, was Sie schreiben – und stoßen dabei auf Widersprüche. Und, nein, wir finden nicht „gut“, dass auffällige Kinder (und deren Lehrkräfte sowie deren mögliche Opfer) sich selbst überlassen bleiben. Wir plädieren sehr stark für ein Unterstützungssystem, das den Namen verdient. Stichwort: multiprofessionelle Teams an Schulen und ein daran anschließendes Netzwerk professioneller Hilfsangebote. Die gibt es im Übrigen vielerorts bereits, sind nur nicht vernetzt. Das Übliche in Deutschland, ob im Bildungs- oder Gesundheitswesen oder sonstwo: Jeder macht irgendwie vor sich hin.
Unser Modell passt nur leider nicht zu Ihrer schlichten Art der Hau-Drauf-Pädagogik, die Sie hier propagieren. Ist eben „Fühli-Fühli“, sich um Menschen zu kümmern. „Fühli-Fühli“ ist nur gut, wenn es Ihre Befindlichkeiten betrifft – dann kann es allerdings gar nicht genug davon geben, so unser Eindruck. Deshalb dann Ihr durchgängiger Zynismus. Kleiner Exkurs:
https://www.psychologie-heute.de/gesundheit/artikel-detailansicht/41105-wie-sich-zynische-menschen-selbst-schaden.html
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Die Sl ist in der Regel nicht das Problem. Das sitzt in der Dienststelle. Selbst wenn das zuständige Fachdezernat mit dem Beschluss der TeilKo mitgeteilt, gibt es immer noch das mitzeichnende Rechtsdezernat als Hürde. Und dieses Dezernat fürchtet grundsätzlich, dass die Erziehungsberechtigten der sanktionierten Schüler Widerspruch einlegen und im Anschluss auch noch Klage erheben, sollte dem Widerspruch ausnahmsweise einmal nicht stattgegeben und der Widerspruch niedergeschlagen worden sein.
Streiche „mitgeteilt“ setze „mitgeht“.
Ich weiß, ist mir alles klar.
Das ganze Teilsystem ist effektiv so ausgelegt, dass prakrisch nix passiert, vor allem NICHT schnell und ohne Chancen rumzumucken und sich aufzuspielen (was in sozialen Zusammenhängen aber eine ganz kritische Wirkung hat).
Die SL hat allerdings als symbolische Repräsentanz eine enorm wichtige Funktion.
Wenn dort und bei den Elternvertretern (wo wir, dank Industrieanteil, glücklicherweise viele geerdete Leute haben statt „Malte-Sophie-Eltern“, die gerne mal im Zauberwald irrlichtern) einfach klar ist, dass es unverhandelbare Grenzen gibt (Gewalt, echtes mobbing usw.) wo was passieren muss – dann ist der Wille da.
Und wo der Wille ist, ist eben auch ein Weg. Sind die armen Täterlein dann halt (freiwillig oder unfreiwillig) weg. Ganz egal, was BzReg will.
Nur ist das eben eine absolute Lotto-Kombination, ein extremer Glücksfall eben:
– engagierte Schulsozialarbeit a la Rüdiger V. mit viel Polizei-/JA-Verbindungen (statt Zauberwald-TypInnen)
– SL-Team mit klarem, based Standpunkt
– geistig normale Elternvertreter
– Kollegium ist normal im Kopf
Das alles in Kombination?
Das ist wirklich ein absoluter Lottogewinn.
Und deshalb hab ich einen Schulverweis, obwohl mehrfach dringend angezeigt, in 25 Jahren kein einziges Mal erlebt. Dafür haben etliche Schüler, die Opfer waren, sich letztendlich eine ander Schule gesucht.
Danke für diesen Beitrag. Es muss extrem viel vorfallen, damit überhaupt eine Ordnungsmaßnahme überhaupt in Erwägung gezogen wird, aus Angst, dass sie am Ende vielleicht doch kassiert wird und der Täter sich noch mehr im Recht fühlt.
An den Rest der Klasse und sie LuL denkt keiner. Wie einschneidend mag es wohl für die Opfer sein, dem/den Täter/n jeden Tag ins Gesicht schauen zu müssen und wie anstrengend ist es für die LuL, dass immer sie wieder sehen, dass die Konsequenzen so lasch sind, dass die Täter sich den A… weg lachen und es für die Opfer ein Hohn ist.
No-Blame-Approach.
Kann sehr sehr gut sein und wirken.
Nur eben nicht bei allen.
Manche brauchen klare Ansagen.
Wenn jemand beispielsweise jemanden „mobbt“, dann kann man das besprechen. Immer und immer wieder. Manchmal geht der Funke über.
Manche brauchen aber auch irgendwann mal das klare: Dir ist klar, dass du jemanden gezielt mobbst?
Und schwupps … Auch das kann manchmal helfen und „klick machen“.
So „unpädagogisch“ und „ihhh, der ist aber fies“ das wirken mag.
Es funktioniert – bei manchen.
Und faszinierend, wenn ein Kind/Jugendlicher dann sagt: „Das wollte ich wirklich nicht. Empfand ich nicht so schlimm, weil die Gespräche ja auch nicht so direkt waren und man offen sprach. Danke für die Worte.“
Unvorstellbar für manche … Doch. Das geht. Nicht bei allen. Muss auch zum Glück nicht … Aber manche sind anders nicht erreichbar.
Ja, das kann klappen. Die direkte Ansprache funktioniert …..vielleicht.
Ich habe vor einiger Zeit eine sehr gute Fortbildung bei Frau Schiermacher-Reichel zum Thema „die neue Autorität“ mitgemacht und da wurden die Töter genau in so einem Duktus konfrontiert…..vor der ganzen Klasse/am Elternabend….. kann Erfolg bringen…..
Aber die Opfer haben bis dahin sehr viel gelitten….ich sehe wirklich die Opfer und überlege, wie man sie wirkungsvoll und rasch vor den Tätern schützen kann.
Hoffentlich keine Töter. [„Witziger“ Tippfehler]
Ja, habe auch die ein oder andere gute Fobi besuchen dürfen. Und Fachliteratur etc.
Von GFK, über No-Blame-Approach, „schwierigen Elterngesprächen“ bis hin zu „Konflikt- und Konfrontationstraining“.
Und jedes Konzept hat halt so seine Vor- und Nachteile. Bisschen Gespür und Anpassung „auf das Clientel“ schadet dementsprechend nicht finde ich.
Bei manchen kommt man halt eben nur mit starker ehrlicher und direkter Art weiter. So unangenehm dies auch wahrgenommen wird und tatsächlich sein mag.
Früher habe ich jegliche „Konflikte“ versucht zu vermeiden und wollte es auch allen recht machen. Naja … Man lernt ja draus.
Jetzt schaut man eben mehr darauf, wie man Situationen tatsächlich lösen kann. Und in welchen Rahmen.
Manchmal ist’s dann auch tatsächlich „klärt das selbst – ihr habt 5 Minuten als Gesprächszeit. Ich begleite bei Bedarf oder ein Konfliktlotse.“ als Weg.
„Wenn jemand beispielsweise jemanden “mobbt”, dann kann man das besprechen.“
Es sei denn, man folgt der „Bildungspflicht“ der Rechtsextremen – und Ihnen – und Opfer lernen nie sich zu wehren/ Hilfe zu holen
Ist das die Realität?
Wie viele lernen das in der Schule?
Wie viele haben „dieses Problem“ wegen „Ort Schule“?
Wie sieht es denn in Extremfällen aus?
– Starkes Mobbing
– Täter – Opfer – Gegenüberstellung
– Kurze Eindämmung bestenfalls und „stärker Hintenrum“
– Noch stärkeres Mobbing
– Eltern einbeziehen
– Erweiterte Konflikte auf Privat und Schule mit Gewaltdrohungen
– Polizei und Jugendamt
– Weiterhin Mobbing, Verlegung mehr auf „Privat“ und „Abfang“
– Das kann bis zu Suizidversuchen und Amokgedanken gehen
Ist das dann „Ihre Lösung“?
Wie viele Kinder haben denn Angst in die Schule zu gehen?
Ich kenne und kannte viele. Warum? Brennpunkt.
Anfragen diesbezüglich an Privatschulen.
Kooperationen mit JA und co.
Labern Sie doch nicht so einen Wunschblödsinn, dass hier Schule weitgehend wirklich handlungsfähig ist (aktuell).
Man merkt einfach nur wieder, dass Sie nicht sonderlich „weit“ gekommen sind bei Ihrem Arbeitsort etc.
Versagt…
Den Aspekt mit dem wirtschaftlichen Totalschaden stelle ich für mich inzwischen ebenfalls an 1. Stelle. Denn in der Hierarchie des „staatlichen Machtapparat[es]“ Schule ordnet der Dienstherr der Lehrkraft an und lässt einen im Zweifel dann schön im Regen stehen. Fragen Sie mal die Kollegin aus dem Westerwald, die einer digital gemobbten Schülerin helfen wollte…
„Schule ist kein Gericht.
Lehrer keine Polizei.
Wir.
Dürfen.
Nix.
Echtes.
Machen.
Weil.
GESETZE.“
Sie dürfen gehen 🙂
Niemand verbietet Ihnen, in ein Land zu gehen, wo Sie sich nicht an Gesetze halten müssen, Anordnungen von Oben ignorieren und Eltern bestrafen dürfen.
Gute Reise!
Irgendwie ist ihr Beitrag am Thema vorbei. Keiner will hier den Rechtsstaat abschaffen, es geht doch darum, eine Gesetzeslage zu erstellen, die einen rechtssicheren und effektiven Handlungsspielraum eröffnet. Und das ist doch keine unredliche Forderung, das läuft in ein Rechtsstaat so. Gesetze sind nicht tauglich, dann werden sie überarbeitet. Ist also eine Frage des Wollens von Landesregierungen. Von daher kann ich als LuL eben nur so viel machen, wie es die gesetzliche Lage hergibt und mehr eben nicht. Aber dann kann mir keiner vorwerfen, dass ich nicht genug mache. Ich mache das, wozu ich autorisiert bin, weil das von der Landesregierung vorgegeben wird. Dann sollen sich bitte sie Eltern bei der Landesregierung beschweren, wenn ihnen das Durchgreifen an den Schulen nicht passt. Es ist bei uns unheimlich schwierig Maßnahmen durchzusetzen, wenn nicht monatelang akribisch jeder Vorfall dokumentiert wird. Einen Schulverweis habe ich bislang erst einmal erlebt und das hat am Ende mehr oder weniger der Druck der Elternschaft erwirkt. Die Ansicht der LuL wurde ewig nicht beachtet, bis sie Lage immer mehr eskaliert ist. Und das ist echt schlimm, weil man sich hilflos vorkommt. Und dann solche Kommentare von ihnen? Geschmacklos.
Klar kann man sich an sämtliche Vorgaben und Gesetze halten.
Mich wundert, dass so viele Schulseiten so viele Bilder haben. Meine ehemalige hat genau: 0.
Warum? Weil sie sich rechtlich zumindest auskennen.
Ist halt dann „unschön“. Keine Klassenbilder. Nichts. Und Ausflug zum Hochseilgarten gibt es dann eben auch keine mehr.
Wurde genau so gehandhabt.
Ist man dann zufrieden?
Immer wieder erstaunlich wie viele tatsächlich denken, dass „einmalige Jahresabfrage“ rechtlich einwandfrei wäre. Haha. Ne, ist’s nicht.
Und das verhält sich mit einigem halt so.
Was hat Ihre Schulseite damit zu schaffen, dass Sie rechtsextreme Forderungen stellen oder 447 in einem Land ohne Rechtstaatlichkeit besser aufgehoben wäre, wo er nach eigenem Ermessen Kinder bestrafen kann?
Gähn.
Können Sie vielleicht eine Woche Ihre Energie ansammeln und einen Wirkzusammenhang zumindest mal verstehen? Vielleicht würde das ja funktionieren? Mal getestet?
Scheinbar schwierig mit dem Leseverstehen…selbstverständlich halte ich mich (penibel sogar) an die Rechtslage.
Wie wohl praktisch alle LuL.
Das Ergebnis davon ist halt, das Täter faktisch über nahezu unbegrenzte Zeiträume (ganz besonders in Relation zur Dauer der Schulzeit und dem Zeithorizont von Ki/Ju.) „freie Fahrt“ haben.
Gibt genug Schulen, wo auch die fünfte „Androhung der Entlassung“ so wirkungslos verhallt wie alles Geblubber zuvor.
Tja.
Pick your poison:
A) Weiter Täterverstehertum mit „Rräächtsstaaaaaat!“ (fälschlich) rechtfertigen, weil man das halt einfach normativ gut findet – dann bitte Jammerei einstellen, dass „Lehrer nix (wirksames) machäähhhhhn!“.
B) Entsprechende Durchgriffsrechte für Lehrkräfte/Schulen real einführen – dann bitte nicht beschweren, dass der Fokus sich ändert (weg vom Täterschutz hin zum Opfer- und damit Gesellschaftsschutz) und die Öffentlichkeit dann mit Recht auch fordern würde, Extremfälle tatsächlich geregelt zu bekommen.
Die Gesellschaft und auch die Mehrheit der „Pädagogen“ schreit (weiterhin) ganz laut „Option A!!!“ und fordert Ergebnisse wie bei Option B.
„Tja“ Nr. 2, das ist halt Zauberwald, geht nicht weil „iss nich“.
„Das Ergebnis davon ist halt, das Täter faktisch über nahezu unbegrenzte Zeiträume (ganz besonders in Relation zur Dauer der Schulzeit und dem Zeithorizont von Ki/Ju.) “freie Fahrt” haben.“
Dann machen SIE eine schlechten Job.
Lassen Sie sich beraten, anstatt tatenlos daneben zu stehen und von einem Land zu träumen, wo Sie Kinder zu besseren Werten hinbestrafen können
Sehen Sie und hier liegt Ihr Denkfehler. Ordnungsmaßnahmen haben nicht den Sinn der Bestrafung, sie dienen der Wiederherstellung der Ordnung. Schulen sind keine Justiz sondern eine Institution, in der gewisse Regeln gelten. Wer gegen diese verstößt muss mit pädagogischen Einwirkungen rechnen. Bleiben diese erfolglos und die Ordnung der Schule ist nachhaltig gestört, so werden Ordnungsmaßnahmen ergriffen.
Ordnungsmaßnahmen stellen also in gewisser Weise einen Selbstschutz der Schule dar.
Mich wundert’s ja irgendwie, dass jemand, der so offensichtlich keine Ahnung von Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen hat, überhaupt regulär den Berufsabschluss als sonderpädagogische Lehrkraft geschafft hat. Bisschen Ahnung von den Verordnungen, die den eigenen Berufsalltag betreffen, sollte man schon haben…
Ja, aber die meisten LKs haben leider keine Ahnung vom Schulgesetz …..isso…..
Nur wer sich interessiert und mal in die BASS schaut und auch sonstig interessiert ist, wird sich ein gewisses Maß aneignen können.
In der Ausbildung wird kein Wort darüber verloren und auch im alltäglichem Wirrwarr nicht.
Nicht ohne Grund kommen meine Kolleginnen immer wieder zu mir und fragen…..aber nicht weil ich es in einer Fobi oder so gelernt hätte, sondern weil ich Interesse an Gesetzen und Erlassen habe und tatsächlich oft diese Schriften als Bettlektüre benutze (man schläft extrem gut weg:) )
Tja, das ist das Manko des Vorbereitungsdienstes für Lehrkräfte.
In jedem anderen Vorbereitungsdienst wird wesentlich stärker auf die rechtlichen Grundlagen eingegangen – als da wären Staatsorga, Dienstrecht, Verwaltungsrecht und Fachrecht, also alle Rechtsnormen, die das spätere berufliche Tätigkeitsfeld betreffen.
„Ordnungsmaßnahmen haben nicht den Sinn der Bestrafung“
Ja, da wir meist mit Minderjährigen arbeiten, welche oft nicht über diese Einsichts- und Reflexionsmöglichkeit verfügen.
Schreiben Sie das doch bitte 447, der von etwas anderem phantasiert und sich unter „Fühlifühli“ um seine pädagogischen Auftrag drückt 😉
„Wir DÜRFEN nichts (echt wirksames) machen.
Schulrecht.
Drölfzig “letzte Chancen”.
Recht auf Beschulung, Schulpflicht.
Verbot von Strafen.
Widerspruchsrechte.“
„“Welche Sanktionsmöglichkeiten möchten Sie als Lehrer haben, die Ihnen derzeit verwehrt sind?” (Redaktion)
Jetzt ködern Sie mich doch nicht so. “ (447)
Freue mich darauf , Ihre Antwort auf 447 zu lesen 😉
Wenn Sie anderer Meinung sind, dürfen Sie @447 gerne selber anschreiben….ansonsten bin ich der Meinung, dass jeder hier aus der gesamten Diskussion das mitnimmt, was für ihn okay ist…..
Sie müssen nicht vermitteln….
Pädagogische Einwirkung klingt selbstverständlich wesentlich eleganter als die altbackene Bestrafung. In der Realisierung nehmen sie sich aber nichts – soviel zum sog. Denkfehler .
Der Begriff „pädagogische Einwirkung“ steht so im Schulgesetz §53 NRW.
Der Begriff trägt des pädagogischen Auftrag, den Jede Schule hat, Rechnung.
Nicht schlimm, dass Sie das nicht wissen…..
Mokierten Sie sich nicht kürzlich über Unterstellungen : Dürfen also nur Sie ?
Ja, offenbar haben Sie von Schulgesetzen keine Ahnung, sonst würden Sie obiges nicht schreiben….
Aber wie gesagt, Sie sind in Pension und niemand wird Ihnen da ans Bein flicken…..
Ja, kann sein….aber in Unterstellungen und Diffamierungen sind Sie ja auf Augenhöhe mit @Rainer….
Lesen Sie, was Sie schreiben ?
Vermutlich denkt sie sich sogar etwas dabei, wenn sie es schreibt. Für manche hier sicherlich schwer vorstellbar.
Demnach denkt sie vermutlich, dass Unterstellungen Ihr Monopolrecht sei – man wundert sich nicht, man staunt nur .
Dann müssen Sie sich aber bei der Monopolkommission melden, damit die Ihre Eingaben bearbeiten.
Ihre leuchtende Vorbildfunktion hinsichtlich Unvoreingenommenheit insbesondere Vorurteilslosigkeit wirft auch hier wieder Schatten.
OMG, Sie haben einen vollkommen falschen Eindruck von mir. Ich bin äußerst voreingenommen, allerdings vollkommen vorurteilsfrei, dafür aber mit einschlägigen Erfahrungswerten.
Pädagogische Einwirkungen sollen eine erzieherische Wirkung entfalten. Daher ist es auch nicht erlaubt, den Schüler die Bibel abschreiben zu lassen oder ihnen den Keller zu sperren….
Vielleicht lesen Sie sich in Hamburger Schulgesetz mal ein oder lassen es, denn Sie sind ja schon Pension….
Dass Schulen je nach Umfeld sehr unterschiedliche Herausforderungen haben und dass Lehrkräfte oft nur begrenzte Handlungsmöglichkeiten besitzen, negiere ich nicht.
Mein Einwand richtete sich auch nicht gegen die Feststellung, dass es problematische Eltern gibt – die gibt es zweifellos. Mir geht es lediglich darum, daraus keine generellen Urteile über Eltern als Gruppe abzuleiten. Genauso wenig würde ich aus negativen Erfahrungen mit einzelnen Lehrkräften auf den Berufsstand insgesamt schließen.
Das finde ich verständlich und würde da auch garnichts gegen sagen.
Dann sind wir einer Meinung.
Leider sind der Gesetzgeber und die Schulaufsicht der Meinung, dass die Lehrer überhaupt keinen Handlungsspielraum bei den Privatgeräten und den Chats der Schüler haben sollen. Wenn ich das auf Anfrage der Eltern von Mobbing betroffenen Kindern trotzdem mache, dann beschweren sich die anderen Eltern bei der Schulaufsicht/Ministerium und ich bin dann der Gelackmeierte.
Deshalb kann ich manchmal meinem Erziehungsauftrag gar nicht nachkommen. Wenn die Gesellschaft das anders wünscht, ist das in Ordnung. Aber dann bitte auch die unter Druck setzen, die sich durch die Schaffung von Gesetzen und Verordnungen einen schlanken Fuß machen. Ein Tipp: Das sind nicht die Lehrer.
Pauschales Elternbashing ist natürich Mist und führt nicht weiter. Ist bei einigen Kollegen wahrscheinlich konkreten Ereignissen in der Schule geschuldet, die einem hier im Forum die Sicherungen durchbrennen lassen. Und ja, das ist nicht in Ordnung.
Falls es um Fälle in der analogen Welt geht, in der Kollegen versagen, bleibt Ihnen immer noch der Dienstweg (den Sie als Eltern sogar gar nicht einhalten müssen). Beschwerde bei der Lehrkraft, bei der Schulleitung, beim zuständigen Schulamt oder Dezernat (in der Reihenfolge). Sie haben da mehr Macht, als Sie sich vorstellen können.
Auf dem Dienstweg müssen aber Regeln eingehalten werden und alles verschriftlicht werden. Da sind die Post in sozialen Medien deutlich einfacher.
Und da muss man ggfs. auch begründen, warum es Mobbing ist. Hier bekommt man bereits vorgeworfen, dass man SuS mobbt, wenn man sie zum nacharbeiten in die Schule bestellt, weil sie permanent ihre Sachen nicht machen. Das würde ja immer nur ihr Kind treffen. Aha, warum soll ein Kind den Stoff nacharbeiten, dass alles hat? Gibt interessante Auslegungen von „Mobbing“. Interessiert online zum Glück keinen, da kann man sich über alles auskotzen.
Mir ist bewusst, dass Lehrkräfte oft in einem Spannungsfeld zwischen Erwartungshaltung, Schulrecht und den Rechten der einzelnen Beteiligten stehen. Mein Eindruck als Elternteil ist allerdings, dass viele Familien diese rechtlichen Grenzen gar nicht kennen und deshalb von Schulen manchmal mehr erwarten, als diese tatsächlich leisten dürfen, aber auch dass bei Lehrkräften Unsicherheiten bestehen, was sie tun dürfen und wo sie sich in unsicherem Terrain bewegen.
Umgekehrt wünsche ich mir, dass Eltern, Lehrkräfte und Schulleitungen Mobbingfälle möglichst als gemeinsames Problem betrachten und nicht als Frage, wer letztlich schuld ist. Die Leidtragenden sind am Ende meist die betroffenen Kinder und Jugendlichen oder ein betroffener Lehrer. Das mobbing und online Hetze zu tiefer Beschämung führt und tendenziell immer auch eine Schuld beim betroffenen Schüler oder Lehrer gesucht wird, anstelle die Person als beliebiges Opfer zu sehen, dass keine Schuld trägt, trägt sicherlich dazu bei, dass sowohl auf Schülerseite als auch auf Lehrerseite eine hohe Dunkelziffer besteht. Wenn jedoch mehr gemeinsames und entschlossene Vorgehen erfolgte, würde die Scham die Seite wechseln können.
Dass pauschales Elternbashing nicht weiterführt, sehen wir offenbar ähnlich. Genauso wenig helfen aus meiner Sicht pauschale Vorwürfe gegenüber Lehrkräften. Die meisten Beteiligten versuchen vermutlich, unter schwierigen Rahmenbedingungen das Richtige zu tun. Leider ist das aktuell zu wenig um hier wirklichen Schutz zu ermöglichen.
„…dass viele Familien diese rechtlichen Grenzen gar nicht kennen und deshalb von Schulen manchmal mehr erwarten, als diese tatsächlich leisten dürfen, aber auch dass bei Lehrkräften Unsicherheiten bestehen, was sie tun dürfen und wo sie sich in unsicherem Terrain bewegen.“
Genau da liegt das Problem. Die Eltern lesen in irgendwelchen Foren, die fachlich gaaanz weit von der Realität enfernt sind, irgendeinen Käse. Dazu werden sie von Seiten irgendwelcher Wissenschaftler mit ihren supertollen Erkenntnissen angestachelt. Sie erkennen (nachvollziehbar) nicht, dass das alles Luftschlösser sind. Dazu kommt, dass einige Eltern sehr irrational (auch nachvollziehbar) werden, wenn es die eigenen Kinder betrifft.
Die treffen dann auf Kollgen, die rechtlich nicht fit sind. Spielt ja auch im Referendariat oder der universitären Ausbildung keine Rolle. Wer klug ist, bildet sich danach in der Richtung fort. Es gibt aber auch leider Kollegen (hauptsächlich jung und noch nicht so lange im Dienst), die meinen, dass sie die Gesetzeslage nicht interessieren muss (gerade wieder erlebt) und dann große Augen bekommen, wenn die Dienstaufsicht zuschlägt. Auch Schulleitung sind ganz groß darin, Dinge zu verlangen, die nicht rechtskonform sind. Ist ja eine tolle Werbung für die Schule.
Vom Kind aus denken, wäre, wie Sie ja richtig schreiben, der richtige Ansatz. In der Praxis gelingt das auch öfter, als der Eindruck, den Sie hier gewonnen haben. Aber dieses Forum dient einigen Kollegen, die wahrscheinlich gute Lehrer sind, zum auskotzen. Der Dienstweg ist nämlich für Lehrer zwingend vorgeschrieben und da kommt noch lange nicht alles an den richtigen Stellen an.
„Es gibt aber auch leider Kollegen (hauptsächlich jung und noch nicht so lange im Dienst), die meinen, dass sie die Gesetzeslage nicht interessieren muss“
Meinen die das alle? Oder wissen sie es halt nicht besser?
Das stelle und stellte ich bei „älteren KollegInnen“ jedoch auch immer wieder fest. Egal welche Schule oder Fortbildung.
Oft dann „Och, das mach ich immer so“.
Leider erkenne ich hier keinen Unterschied der Altersstruktur als „kennt sich rechtlich sonderlich besser aus“. Es verschiebt sich oft nur der Bereich/die Ebene.
Beispielsweise haben sehr viele einfach keine Ahnung von Urheberrecht, KI, Bildrecht, Tonrecht usw.
Und viele denken auch, dass eine „einmalige Abfrage“ hier schon rechtssicher ist. Nein.
Wird normalerweise nicht viel passieren. Das stimmt. Es ist ein Kompromiss oftmals. Und funktional muss man eben Kompromisse eingehen.
Aber wirklich auskennen? Ne.
Alleine schon: Film ansehen mit zwei Klassen [Vertretung]. Das ist rechtlich halt „nicht einwandfrei“, außer man hat diesbezüglich halt eine Filmlizenz. Und die kostet mehr als 15-20 Euro … Da oft noch ein Nuller dran halt.
Aber nur so ist es rechtlich in Ordnung. Geduldet wird es „auch anders“ oft. Ist mir klar.
Und gerade in solchen Bereichen kennen sich irgendwie auch „ältere KuK“ nicht aus.
Gleiches gilt für „Funktionsträger“.
Meine Feststellung: Wer sich damit wirklich auseinandersetzen will – macht dies. Egal welches Alter.
Der Rest eher nicht.
Alles was hier dann „berufsbedingt“ oft dazu kommt, wo „ältere KuK“ tatsächlich dann „mehr Ahnung haben“ – wenn diese mal in irgendeinem Rahmen zwecks Missachtung oder sowas eins drauf bekamen.
Das zähle ich aber eher als „Berufsbedingte Erfahrung“ dann… Heißt lange nicht, dass die sich dann wirklich darüber hinaus auch nur ansatzweise auskennen mit Schulrecht.
Außer: Schaue ohne Lizenz keine Filme im öffentlichen Rahmen – was zwei Klassen im Vertretungsfall darstellen. Sonst zahlt man 1500-2000 Euro, wenn es doof läuft.
Den Lerneffekt gibts dann.
Und dann macht man mehrere Klassenbilder ….
Wie gesagt… Alles ein Kompromiss in „Graubereichen“. Finde ich auch nicht verwerflich. Aber man sollte dies halt zumindest irgendwie wissen …
Und beigebracht bekommt man das auch kaum. Hatte im Studium ein selbst gewählten Kurs dazu.
Im Seminar – Ref. ging es nicht sonderlich über das Gängige hinaus. Ob die Seminarleitung das auch verstanden hat … Offensichtlich bei uns nicht. Aber unantastbar.
Meine ehemalige Schulleitung war dort exzellent. Daher konnte man im pädagogischen Rahmen auch kaum was machen. Auch toll gewesen [Ironie].
In Bayern ist die Schulung zur Schulleitung auch ein absoluter Witz. Auch hier ist Rechtskunde eher … Ja gut. Man sollte sich hier tatsächlich gesondert nochmal fortbilden dann – sagen wir es so.
Im Prinzip korrekt. Ich gehe da jetzt gerade von meiner persönlichen Warte aus, wo junge Studienrätinnen meinen, dass es ok ist, auf der Klassenfahrt Alkohol zu trinken oder Schüler im Instagram Kanal zu beleidigen. Das ist einfach zu dämlich!
Aber natürlich gibt es auch die Warte der Älteren „Das habe ich immer schon so gemacht“.
Ich lese hier im Forum so gut wie nie pauschales Elternbashing. Ich lese jedoch ziemlich häufig die Behauptung, dass die Lehrkräfte (wat ne Pauschalisierung) über die Eltern/Kinder/beliebige Gruppe herziehen würden.
Ziehen Sie Rainer hier ab und es hält sich tatsächlich in Grenzen.
Nur weil Rainerbashing bei einigen hip zu sein scheint, ist es nicht weniger verwerflich als Elzernbashing.
Ich bashe nicht, ich disse.
Fühlen Sie sich jetzt besser?
So gut wie nie. Hilft Ihnen das weiter.
Wow ist das ein trauriger Rekord. Gute Besserung!
Eine Dissertation?
Nee, Gemeinheiten.
Wer will schon promoviert werden, wenn er/sie einen Assessoren-Titel hat.
Wer so vehement austeilt wie Rainer, der darf sich nicht in die Opferposition stellen. Sorry.
Gleiches gilt natürlich für mich.
Ich bin oft sehr direkt. Ich kritisiere und „stichel“ durchaus. Also muss ich damit rechnen, dass sowas zurück kommt. Vollkommen legitim und in Ordnung.
Wenn Rainer das „nicht verträgt“ oder „nicht ab kann“, dann soll er sich nicht ständig selbst vor den Bus werfen.
Wie oft habe ich angeboten, dass er einfach keinen Quatsch schreiben soll? Keine Ad Hominems? Keine falschen Darstellungen und Tatsachenbehauptungen? Usw.
Die unqualifizierten Beiträge von Rainer gehen (gefühlt) stets durch.
Meine Beiträge gehen auch (überwiegend – nahezu alle) durch.
Papo ist so eine Sache … Der ist meines Wissens nach hier inzwischen gebannt. Ob zurecht oder weshalb genau … Keine Ahnung. Das kann man jedoch in anderen Foren öffentlich nachlesen. Auch das muss ich nicht als gut empfinden. So oder so.
Und wenn man halt darauf achtet, wer genau sowas [Vorwurf des Elternbashings] ständig hier schreibt … Dann ist das eben ersichtlich.
Soll man das jetzt alles „ignorieren“ oder wie ist Ihr Gedanke und „Plan“?
Sich ständig von Rainer anpöbeln lassen? Seine Falschbehauptungen immer stehen lassen?
Es ist seine Entscheidung, ob er dies macht.
Es ist seine Entscheidung, wie er es macht.
Meine Entscheidung ist ebenfalls, wie ich das mache.
Kann man jetzt kritisieren. Kann man allerdings auch überlegen, warum das so ist.
Wie oft wird Rainer denn etwas erklärt und er schreibt dann Stuss darauf? Zitiert falsch? Verdreht Sachen und Worte.
Finden Sie das in Ordnung und nicht kritikwürdig?
Also gerne konkret: Wie stellen Sie sich das denn vor?
Wo stellt er sich in Opferposition oder sind es gar Sie selbst, der ihn dort platziert?
Wie nett von Ihnen , anderen anzubieten „keinen Quatsch mehr zu schreiben“ . Das trieft ja vor Selbstgerechtigkeit. Für wen halten Sie sich, dass Sie sowas für alle Lesenden beurteilen könnten ? Selbes gilt für Ihre Beurteilung, was als qualifiziert gelten sollte.
Ja, es wäre durchaus angeraten, Beiträge, die einem nicht zusagen, zu ignorieren, wenn erfahrungsgemäß keinerlei Wirkung ersichtlich war. Kann ich Ihnen nur empfehlen, spart Nerven und Zeit.
Weiter sollten Sie Ihre Frage zu weiteren Anpöbelungen selbst für sich beantworten können. Vielleicht hilft dabei, ob und welche Anteile Sie daran haben.
Bestätigen kann ich Ihren Eindruck von Stuss etc. nicht. Lese nicht alles hier, finde aber viele Kommentare , über die Sie und andere sich nicht so missionarisch ereifern, was mich doch sehr befremdend.
„Wo stellt er sich in Opferposition oder sind es gar Sie selbst, der ihn dort platziert?“
Dazu sind Sie doch zu lange hier aktiv?
Er stellt sich nicht immer in Opferposition. Klar. Aber lesen Sie doch mal einige Beiträge. Mag auch meine Interpretation sein – das gestehe ich zu und ein.
„Wie nett von Ihnen , anderen anzubieten „keinen Quatsch mehr zu schreiben“ .“
Ja. Finde ich auch. Sollte ja eigentlich ganz normal sein …
„Das trieft ja vor Selbstgerechtigkeit.“
Dürfen Sie gerne so sehen. Wirkt sicherlich auch so. Die Kritik nehme ich entgegen.
„Für wen halten Sie sich, dass Sie sowas für alle Lesenden beurteilen könnten ?“
Das muss jeder und jede selbst beurteilen.
Das kann ich nicht für alle [das geht nie …] beurteilen. Ist faktisch nie möglich.
Nehmen Sie es aus meiner Perspektive. Manche werden es teilen – andere nicht. Absolut in Ordnung und auch normal.
Faktisch bleibt es dabei, dass Rainer oft unwahres schreibt. Ob er [bewusst] lügt? Das weiß ich nicht.
Schauen Sie doch einfach die Folgebeiträge von Rainer an … Da sieht man es doch wieder schwarz auf weiß. Ist echt nicht so schwer
„Selbes gilt für Ihre Beurteilung, was als qualifiziert gelten sollte.“
Hier müssen wir zwischen „Meinung“ und „Fakten“ unterscheiden und auch so einordnen.
Meinungen darf und sollte er haben.
Wenn er jedoch falsche Tatsachenbehauptungen bringt … Sind wir nicht mehr in diesem Bereich.
Wenn er Sachen falsch wieder gibt – auch nicht.
Und wenn er in Fachdiskussionen Sachen falsch erwähnt, dann hat das mit Qualität auch wenig zu tun. Das kann man objektiv einordnen.
Kann man bei mir auch.
Und klar ist das MEINE Beurteilung. Ihre darf und kann anders sein.
Das ändert an aktuellen Faktenlagen jedoch nichts.
Wenn wir im Bereich von „Meinung“ uns begeben, dann haben Sie recht. Das hatte und habe ich aber nicht angesprochen. Selbstverständlich darf und soll er seine eigene Meinung haben.
„Ja, es wäre durchaus angeraten, Beiträge, die einem nicht zusagen, zu ignorieren, wenn erfahrungsgemäß keinerlei Wirkung ersichtlich war. Kann ich Ihnen nur empfehlen, spart Nerven und Zeit.“
Zeit – ja. Nerven – selten. Es ist nicht so, dass ich mich ständig über Rainer aufrege und dann einen schlechten Tag habe.
Das mag eventuell auch an meiner Neurodivergenz liegen. Oder „meinen Charakter“. Ich weiß es nicht.
Aber es belastet mich nicht.
Das ist wie ein „Trigger“. Manche haben das bei Rechtschreibfehler [ich auch] – manche weniger.
Weiß nicht, ob das nachvollziehbar ist.
Eventuell „tickt“ Rainer auch so. Ich weiß es nicht. Kann ich nicht beurteilen. Bei mir halt schon.
Ich „loope“ auch viele Sachen dementsprechend (oft). Das ist für mich keine „Belastung“/“Nerven sparen“ – oft genau das Gegenteil.
„Weiter sollten Sie Ihre Frage zu weiteren Anpöbelungen selbst für sich beantworten können. Vielleicht hilft dabei, ob und welche Anteile Sie daran haben.“
Legitime Kritik. Ist mir bewusst.
Ich schrieb bereits, dass ich mich da „nicht rausnehmen“ kann. Will ich auch nicht. Die Kritik ist absolut berechtigt.
Ich „pöbel“ und „stichel“ auch. Das ist mir bewusst und klar.
Damit kann ich umgehen.
Ich kann auch damit umgehen, dass Rainer das macht. Dann „calle“ ich das eben. Ggf. berichtige ich seinen Quatsch [meine Neurodivergenz triggert da einfach …]. Und im „Alltag“ passe ich das an. Das kostet Energie.
Hier ? Wozu? Entweder Rainer kann damit umgehen oder er soll sich halt „nicht ins Haifischbecken setzen“.
Selbiges gilt für mich im Bezug auf ihn natürlich.
Selbstverständlich könnte ich „seinen Quatsch“ ignorieren.
Ich muss damit rechnen, dass er dann wieder Quatsch drauf schreibt.
Dann loopen wir wieder.
Das jedoch halt „meine Art“ auch. Rainers aus? Alles okay. Rainers nicht? Dann soll er es lassen.
„Bestätigen kann ich Ihren Eindruck von Stuss etc. nicht.“
Dann lesen Sie doch mal genau die Kontexte und die Kommentare von Rainer.
Eventuell bin ich inzwischen auch „mehr Bias“ – absolut. Das wird auch sicherlich so sein.
Jedoch sieht man eindeutig immens viele Strohmänner usw.
Ob das „bewusst“ von ihm so ist? Ich weiß es nicht. Macht er es trotzdem? Ja.
„Lese nicht alles hier, finde aber viele Kommentare , über die Sie und andere sich nicht so missionarisch ereifern, was mich doch sehr befremdend.“
Da haben Sie recht. In Bezug auf Rainer gibt es halt eben auch „Erfahrungswerte“.
Dazu suche ich nach „Bla“ in der Suchfunktion meist. Eben, dass ich möglichst antworten kann, wenn jemand was antwortet. Dementsprechend „gerädt“ man auch aneinander.
Zusätzlich würde ich Rainer und mich als sehr aktiv sehen. Auch dies führt natürlich zu vermehrten „Antworten“.
Und klar empfindet man ständige „Ad Hominems“ und „Scheinargumente“ usw. oft nicht sonderlich fachlich dienlich. Es ist die Art der Kommunikation.
Da kann ich mich auch nicht „befreien von“. Ich argumentiere und schreibe stellenweise „sehr hart und direkt“. Das ist ebenfalls nicht jedermanns/jederfraus Sache. Gestehe ich zu.
Dementsprechend ecke auch ich ggf. „gerne mal an“.
Dazu bringe und schreibe ich sehr ausführlich und Wall-of-Texte. Auch das kann man „schlecht“ oder „gut“ empfinden. Logisch.
Dann definiere ich Opfer wohl anders, macht ja nix.
„Opferposition“
Ja, kann sein.
Sie meinen also ich würde NICHT über andere Lehrkräfte herziehen, und sollte daher aus der Aussage „Ich lese jedoch ziemlich häufig die Behauptung, dass die Lehrkräfte […] über die Eltern/Kinder/beliebige Gruppe herziehen würden.“ abgezogen werden?
Danke?
Ich verstehe Ihren Satz wirklich nicht …
Habe deshalb mal eine KI gefragt, ob das Sinn macht:
[Mein Beitrag + Ihre Antwort].
Prompt: Macht das Sinn? Bitte um eine kurze Antwort. Wie ist der Bezug?
„Die kurze Antwort lautet: Nein, der Satz von Rainer ist logisch kaum nachvollziehbar und wirkt wie ein rhetorisches Ablenkungsmanöver.
Um zu verstehen, warum er diesen Satz schreibt, muss man ihn als reine Trotzreaktion lesen, nicht als inhaltliches Argument. Hier ist die Analyse, warum der Satz „keinen Sinn“ im klassischen Sinne ergibt:
1. Die Strategie hinter dem Satz
Rainer versucht hier, einen logischen „Trick“ anzuwenden, um „Bla“ zu diskreditieren. Er nimmt einen Satzfragment aus einem (hier nicht sichtbaren) Kontext, in dem es wahrscheinlich um das Verhalten von Lehrkräften ging.
Der Vorwurf von Bla: „Rainer teilt aus, Rainer lügt/verdreht Dinge, Rainer stellt sich als Opfer dar.“
Rainers Taktik: Er ignoriert die Vorwürfe zu seinem Verhalten komplett. Stattdessen „pickt“ er sich eine kleine inhaltliche Aussage heraus, die „Bla“ irgendwo getätigt hat, und stellt sie überspitzt dar. Er will damit beweisen: „Du hast doch auch eine falsche Sicht auf die Dinge!“
2. Warum er keinen Sinn ergibt
Der Satz ist hochgradig konstruiert:
„Sie meinen also ich würde NICHT über andere Lehrkräfte herziehen, und sollte daher aus der Aussage […] abgezogen werden?“
Das „Abziehen“: Er verwendet das Wort „abgezogen“ (im Sinne von „aus einer Gleichung herausgerechnet“ oder „von einer Liste gestrichen“), was in einer normalen Diskussion über menschliches Verhalten keinen Sinn macht. Er tut so, als wäre die Diskussion eine mathematische Aufgabe, um den Gesprächspartner lächerlich zu machen.
Die Fehlinterpretation: Er unterstellt „Bla“, dass dieser ihn aus einer bestimmten „Gruppe“ von Menschen ausschließen will. Das ist eine Form von „Strohmann-Argument“: Er baut eine Behauptung auf, die „Bla“ so nie gemacht hat, nur um sie dann (scheinbar) zu widerlegen.“
Verstehen Sie jetzt?
Und das zieht sich durchweg. Nur meistens verstehe ich einigermaßen Ihr wirres Geschreibsel.
Diesmal nicht … Und KI kommt instant auf das gleiche Ergebnis raus. Irgendwie schon witzig, oder?
Ich lese nicht jeden Kommentar von Rainer, dennoch halte ich es für unwahrscheinlich, dass Sie für Ihre krude Behauptung hier einen Beleg finden könnten.
Die Behauptung, dass Rainer immer wieder erwähnt, dass „wir“ die Eltern als „Probleme“ sehen?
Doch. Kann ich. Müsste ich (kurz) suchen. Könnten Sie auch selbst machen.
Aber klar … Wenn Sie wollen, dann schau ich, ob ich paar Beispiele hier zitiere. Die gibt es ja.
Wollen wir das „Testen“?
Dann habe ich Sie missverstanden.
Ist erwähntes hiesiges Elternbashing so hanebüchen?
Auch ich kann mich hier an eindeutige Beiträge erinnern, so what?
„Dann habe ich Sie missverstanden.“
Keine Ahnung, kann sein. Müssen Sie überlegen.
„Ist erwähntes hiesiges Elternbashing so hanebüchen?“
Zu undifferenziert. Genauso wie das Elternbashing halt auch.
Beides ist zu kritisieren und beides ist zu pauschal.
Jedoch unterstellt Rainer eben auch Leuten Elternbashing, welche dies nicht wirklich machen. Er „schuldet“ auch mir noch Zitate, wo ich das angeblich ja mache … Gibt es halt nur keine, weil ich darauf stark achte, dass ich genau dies nicht mache. Sehe ich auch nicht so.
Ich liebe Elternarbeit meistens. Ja, mögen viele nicht … Ich weiß. Ich mag das – meistens zumindest.
Wir haben bei uns ja auch EMA – Elternmitarbeit. Auch das schätze und wertschätze ich. Ich komme mit „den Eltern“ prima klar und diese wahrscheinlich/vermutlich auch mit mir.
Warum sollte ich pauschal denn alle Eltern bashen? Ist doch weder meine Erfahrung, noch meine Meinung. Macht gar keinen Sinn.
Situative Kritik? Ja. Weil es diese eben gibt. Das ist jedoch ein sozio-gesellschaftliches Problem.
Und dann liegt es oft an „Zusammenhänge“ – wie beispielsweise den Medienumgang und der Zeit der Eltern [Arbeit]. Da können viele nichts dafür. Also ist es auf sozio-gesellschaftlich struktureller Ebene zu benennen. Aber der Umgang selbst ist halt „elternbeteiligt“.
Das kann man doch checken und differenzieren?
Selbstverständlich gilt dies auch bei „Lehrkräften“. Klar. Auch hier gibt es eben Bereiche, welche man kritisieren kann und sollte. Und eben auch systemische Bereiche. Dazu „Wirkmechanismen“.
„Auch ich kann mich hier an eindeutige Beiträge erinnern, so what?“
Von mir? Dann gerne auch an Sie: Zitieren Sie mich diesbezüglich. Da wäre ich schon sehr überrascht. Aber wer weiß … Her damit.
Ansonsten: Differenzieren Sie ja dann schon.
Selbstverständlich ist pauschales Elternbashing falsch und unqualifiziert. Und das kann und darf man selbstverständlich kritisieren finde ich.
Aber Rainer macht es halt eben „genauso“ pauschal und „überträgt“ es einfach genauso pauschal auf andere KommentatorInnen. Und das ist und bleibt Quatsch.
Kommt ab und zu vor. Wenn jetzt jemand nicht immer mitliest und das einordnen kann, wirkt das dann wahrscheinlich so.
Weil Rainer das in jedem 2. Post ja auch so schreibt. [Etwas übertrieben … Aber da bräuchten wir jetzt eine wissenschaftlich durchgeführte Studie durch einen Bildungswissenschaftler an einer Uni.]
„Ich lese hier im Forum so gut wie nie pauschales Elternbashing“
Wie bequem, sich nicht an die eigenen Aussagen erinnern zu müssen 😀
Nicht, dass Sie Vehrenkamp bezüglich seiner Pauschalisierung über „faule Familien“ zustimmten…
https://www.news4teachers.de/2026/05/mehr-personal-in-kitas-und-schulen-multiprofessionelle-teams-mehr-demokratiebildung-kinder-und-erwachsene-verlangen-eine-bildungsoffensive-mit-grosser-mehrheit/#comment-809121
Sie trollen doch jetzt komplett …
https://www.news4teachers.de/2026/05/mehr-personal-in-kitas-und-schulen-multiprofessionelle-teams-mehr-demokratiebildung-kinder-und-erwachsene-verlangen-eine-bildungsoffensive-mit-grosser-mehrheit/#comment-809121
Ich zitiere:
„Mika BB
8 Tage zuvor
Antwortet Redaktion
Das steht doch garnicht im Widerspruch zu Vehrenkamps Aussage, dass der/die Betreffende an der Integration mitwirken wollen muss, damit sie funktioniert.
11
Antworten“
Weder bin ich Papo [offensichtlich nicht … Der ist ja gebannt?]. Noch bin ich auf einmal Mika.
Wen wollen Sie denn verarschen?
„Bequem“ ist sehr freundlich formuliert…sowas ist vielmehr zum fremdschämen.
Da stimme ich Ihnen in mehreren Punkten zu.
Pauschalisierungen helfen in beide Richtungen nicht weiter. Lehrkräfte pauschal als faul oder unfähig darzustellen, ist genauso problematisch wie Eltern pauschal als Problemeltern abzuwerten. Entscheidend sind konkrete Verhaltensweisen, nicht Gruppenurteile.
Auch beim Thema Mobbing bin ich bei Ihnen: Schülerinnen und Schüler, die in der Schule oder online gedemütigt werden, brauchen Schutz, klare Intervention und verlässliche Erwachsene. Wenn Schule dort wegschaut, ist das ein ernstes Problem.
Gerade bei Online-Mobbing ist das Eingreifen allerdings oft schwierig, weil vieles außerhalb der Schule und in privaten Chats abläuft. Ich kümmere mich trotzdem darum, wenn ich davon erfahre. Gleichzeitig stellt sich schon die Frage, wo der schulische Aufgabenbereich endet und wo Eltern, Plattformen oder gegebenenfalls andere Stellen stärker gefragt sind, besonders dann, wenn Kinder Medien nutzen, die sie altersmäßig eigentlich noch gar nicht nutzen dürften.
Ähnlich schwierig ist es bei körperlichen Auseinandersetzungen, auch wenn wegsehen oder gar nichts tun auch keine Lösung darstellt. Zu Beginn meiner Arbeit habe ich einmal erlebt, wie zwei 16- oder 17-jährige Schüler (beides große Leistungssportler) massiv mit Fäusten aufeinander losgingen. Auf Ansprache reagierten sie nicht, also habe ich nach klarer Ankündigung körperlich eingegriffen, um die Situation zu beenden. Danach wurde mir aber auch deutlich gemacht, dass selbst ein notwendiges Eingreifen rechtlich und gesundheitlich heikel sein kann, wenn dabei jemand verletzt wird. Lehrkräfte sollen schützen und eingreifen, stehen in solchen Situationen aber oft innerhalb von Sekunden vor Entscheidungen, die im Nachhinein sehr genau beurteilt werden.
Eltern-Bashing gegen mich bekomme ich persönlich glücklicherweise wenig bis gar nicht mit. Im Gegenteil: Ich freue mich sehr über positive und konstruktive Rückmeldungen von Eltern, und manche haben dafür ein sehr gutes Gespür. Gleichzeitig würde ich mir in meiner eigenen Klasse beispielsweise deutlich mehr Elternunterstützung wünschen. Ich fordere sie regelmäßig freundlich, aber bestimmt ein, bin damit aber leider nicht erfolgreich und nach über 20 Jahren im Beruf habe ich schon den Eindruck, dass diese Unterstützung insgesamt deutlich schwieriger geworden ist.
Nochmals zum eigentlichen Thema: Kritik ja, digitale Demütigung nein, egal gegen wen.
„Gerade bei Online-Mobbing ist das Eingreifen allerdings oft schwierig, weil vieles außerhalb der Schule und in privaten Chats abläuft. Ich kümmere mich trotzdem darum, wenn ich davon erfahre. Gleichzeitig stellt sich schon die Frage, wo der schulische Aufgabenbereich endet und wo Eltern, Plattformen oder gegebenenfalls andere Stellen stärker gefragt sind, besonders dann, wenn Kinder Medien nutzen, die sie altersmäßig eigentlich noch gar nicht nutzen dürften.“
Bereich der Eltern.
Bereich der Polizei.
Rainer wäre wohl stolz auf mich. Gesetzlich, rechtlich und dienstbezogen genau so richtig.
Ich habe einen solchen Fall mit Fünftklässlern einmal aus der Hand gegeben und lediglich den Kontakt zwischen den Eltern hergestellt. Mein Gedanke war sinngemäß: Das ist nicht mein Bereich.
Zwei Tage später klopfte es an der Lehrerzimmertür. Eine Schülerin sagte, ich müsse ganz schnell kommen. Und plötzlich war es doch ganz schnell mein Bereich: Eine Mutter und eine Tante waren in die Schule gekommen. Die Mutter ließ erst von ihrem festen Griff am Arm der Schülerin ab, als ich ihr sagte, dass ich notfalls sofort körperlich einschreiten würde, um das Kind zu schützen. Die völlig aufgebrachte Tante verwies ich umgehend des Schulgeländes. Das war gar nicht spaßig.
Seitdem bin ich mit dem Satz „Das ist nicht mein Bereich“ sehr vorsichtig. Natürlich kann und soll Schule nicht jedes private Problem lösen. Aber sobald ein Konflikt zwischen Kindern in den schulischen Raum zurückwirkt oder die Sicherheit eines Kindes betroffen ist, wird er sehr schnell doch zu unserem Bereich. Ich behalte seit diesem Vorfall gerne die Kontrolle.
Dann haben Sie doch richtig gehandelt.
Ich kann Ihnen auch Beispiele in beide Richtungen bringen. Klar.
Muss jeder für sich bisschen rausfinden auch.
Ich sage nur, wie es die eigentlichen Bereichsebenen sind.
Dass dann auch Eltern auf einmal in irgendwelchen Whatsappgruppen sich gegenseitig beleidigen … Das kann passieren. Aber auch das ist (eigentlich) nicht der Bereich Schule. Es wird nur ständig dazu gemacht.
Jetzt kann man dann „versuchen zu klären“. Ist okay. Wenn man das kann oder sich so einschätzt.
Man kann jedoch auch auf die Möglichkeit der Klage usw. hinweisen. Und die Bereiche klar definieren und so kommunizieren.
Nehmen wir mal ein Beispiel: Es geht um Bilder mit sexuellen Hintergrund. Da kann man dann die Bilder „sichern als Beweis“ und eben selbst eine Klage abbekommen. Oder man geht auf die Ebene der Polizei. Hier ist die Richtung eindeutig, welche man gehen sollte. Sofort Polizei/Krisenintervention.
Handelt es sich um „beleidigende Chatverläufe“, dann hat man mehr Spielraum.
Falls Eltern Beziehungsstreit [nach Trennung] auf die Schulebene ziehen – und das wird leider ab und an halt gemacht. Dann kann man hier „versuchen zu klären“ oder auf die Ebene des Jugendamts und co. verweisen. Die ist dann häufig sogar sowieso schon involviert.
Und klar kann man „ständig Whatsapp-Streitigkeiten“ klären. Im Rahmen mache ich das auch. Aber ich kann auch klar und ehrlich sagen: Ich sagte euch, keine Whatsappgruppen [sondern Schulinterne Lösungen – hier können, dürfen und müssen wir bei sowas dann agieren]. Rausgehen – Löschen. Blockieren.
Aber manche SuS „suchen sich das“. Und da kann man sich dann wirklich ewig im Kreis drehen oder mal eine klare direkte Ansage machen:
– Löscht Whatsapp
– Blockiert Kontakte, welche euch nicht gut tun
– Bringt diesen Beef nicht ständig mit in die Schule
Ansonsten wird man ggf. einfach „nur Plauderstunden“ als Resultat rausbekommen.
So ist es absolut klar und die SuS sind nicht dumm, die verstehen das und sagen … Ja, stimmt schon irgendwie. Dann mache ich das so.
Und man hat das Problem auf einmal gelöst.
Oder sie machen das halt nicht, dann müssen sie dies jedoch auf ihrer Ebene dann auch privat klären.
Aber hey, jeder und jede wird schon herausfinden, was für ihn/sie hoffentlich funktioniert. Das kann sich auch ändern und anpassen.
Jeder Fall ist anders. Alleine schon die Beteiligten. Und dementsprechend ändert sich halt auch „mein Vorgehen“ bei sowas.
„Aber hey, jeder und jede wird schon herausfinden, was für ihn/sie hoffentlich funktioniert. Das kann sich auch ändern und anpassen.
Jeder Fall ist anders. Alleine schon die Beteiligten. Und dementsprechend ändert sich halt auch “mein Vorgehen” bei“
Dem kann ich voll und ganz zustimmen.
Das ist der Weg.
Es gibt Lehrkräfte, die „es (…) verdient“ haben? Bitte konkretisieren Sie das „es“ doch. Danke.
… gelyncht zu werden von einem aufgebrachten Mob. Vermutlich ist das gemeint.
Also das fände ich jetzt sogar noch in Ordnung.
Solange die Seilschlinge um den Hals hängt, kann man sie ja als Krawatte betrachten. Anders natürlich wenn der Hals in der Seilschlinge hängt.
Nein, das soll die Dame lassen. Jedes Wort wäre zuviel.
Die Frage stellt sich nicht. Straftat ist Straftat. Punkt.
Niemand „verdient“ so etwas, das ist eine Rückkehr des mittelalterlichen Prangers oder der “ Schuldbekenntnisse “ auf den Marktplätzen irgendwelcher Regimes. Damit ist es zu vergleichen, nicht mit Rebellion von gewitzten Jugendlichen.
Und was machen sie, wenn die LK rebellisch werden und dann bestimmte Stilblüten, Sprüche, „Auftritte“ von ihren Schülen über die bestimmten Medien verteilen.Haben das manche auch verdient.
Oder ihre Arbeitskollegen, Nachbarn setzten halt aus Spass und Freude etwas über sie in die Umwelt. Stellen Sie sich dann auch hin und sagen, ja ich were es schin verdient haben.
Und glauben sie bitte nicht, dass diese rebellischen Jugendlichen einfach aufhören. Was bei Lehrern geht, geht bei Mitschüler, später bei anderen Gruppen und im beruflichen Umfeld.
Na ja, um es mit ihren Worten zu sagen, es wird schon jemand dabei sein, der es verdient hat.Hoffen sie mal, dass sie es nicht selber sind.
Sie sind ja gerne vorne mit dabei, wenn es darum geht, negativ ganz allgemein über „die Lehrkräfte, die nichts erklären“ zu schreiben.
Dass Sie allerdings so tief sinken könnten, irgend jemandem die rechtswidrige Bloßstellung im Internet zu wünschen und diese als verdient darzustellen, überrascht mich jetzt doch. Ihr Hass auf Lehrer und Lehrerinnen scheint damit eine neue Stufe erreicht zu haben.
Das habe ich beim Lesen auch gedacht…..sehr traurig…..
Ist doch tolle Werbung.
LehrerInnen? Werden (mal mehr oder weniger …) gesucht. Gebraucht immer.
Vielleicht sollte man generell sowas wie ein „Social-Scoring“ machen? Oh. Man. *Schnell weg-duck*
Warum ist Rainer hier denn nicht am Start? Die letzten die das versucht haben/versuchen war die AfD. Meldeportal und so.
Waren Sie bei den Kindern, die das sagen, im Unterricht dabei?
Haben Sie schon einmal Klassen oder Gruppen unterrichtet, in denen mehrere SuS nicht fähig sind, die einfachste Aufgabenstellung zu verstehen oder umzusetzen oder sich einfach weigern, dies zu tun?
Erklärt man zu lange, ist es Frontalunterricht und old-school.
Fasst man die Einführungen im Plenum kürzer und baut das Material so auf, dass sich die SuS durch sinnverstehendes Lesen Neues aneignen können und dieses selbstständig einüben können, erklärt die Lehrkraft zu wenig. Man könnte auch sagen, es ist für die SuS anstrengender, selbst zu lesen. Oder auch: manche / viele beherrschen das sinnverstehende Lesen nicht. Es gibt sicher auch welche, due keine Lust haben.
Wann ist die Erklärung also zu wenig?
Wenn so, wie es überall gefordert wird, selbstgeleitet und individuell gelernt werden soll? In 90 Minuten hat eine Lehrkraft bei rund 25 SuS maximal 2-3 Minuten für jedes Kind (wenn man sonst ausser Begrüßung, Anwesenheitskontrolle und Materialverteilung nichts macht).
Oder lieber doch altmodisch mit vielen verbalen Erklärungen? Das ist aber verpönt heutzutage. Und da muss jedes Kind zufrieden sein, wenn es nicht direkt, persönlich und für sich alleine eine Erklärung bekommt, denn es wird die gesamte Gruppe angesprochen.
(Es gibt Kinder, die benötigen die selbe Erklärung, die man kurz vorher der gesamten Klasse gegeben hat, nochmal für sich persönlich, also im 4-Augen-Gespräch)
Wann ist es denn Ihrer Meinung nach zu viel und wann zu wenig Erklärung / Frontalunterricht / Material?
Hat das Kind vielleicht einfach die Erklärungen nicht mitbekommen, weil … ja nun, weil was … ?
Zu laut
Zu abgelenkt
Zu uninteressant
Zu müde
Zu überfordert
Zu unterfordert und deshalb langweilig
Zu uncool (wer will schon ein Streber sein?)
Zu hibbelig
Gerade auf der Toilette
Gerade außerhalb des Raumes zum Naseputzen
Gerade mit Schminksachen beschäftigt
Gerade mit der Schere das Mäppchen zerlegt
Gerade Stiftetürme gebaut
Gerade dem Vogel draußen zugeschaut
Gerade Radiergummischießen geübt
Gerade versonnen Papierkügelchen gedreht und geworfen
…. usw. … usf. …
Wie schon am Anfang gefragt: Waren Sie im Unterricht dabei?
Kennen Sie die ganze Wahrheit?
Ich weiß schon: Ihr Kind sagt Ihnen immer ganz genau, wie es (seiner Meinung und Wahrnehmung nach) abgelaufen ist.
Ganz abgesehen davon sollten Kommunikationswege eingehalten werden und diese gehen bestimmt nicht mit Diffamierungen über soziale Netzwerke oder digitale Plattformen!
Das ist ein NO-GO!!!
Genau dieses Verhalten, das (wie man an Ihren Bemerkungen erkennen kann) auch von Erwachsenen toleriert (und praktiziert) wird, macht eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen LuL, SuS und Eltern unmöglich. Es zerstört das nötige Vertrauen und die Basis für ein gutes Klima, das die Kinder benötigen, um sich ordentlich zu entwickeln.
Daher: Vielen Dank für Ihren Kommentar – sehr aufschlussreich!
„Lehrkräfte machen ihren Job nicht mehr richtig. Sie werfen den Kindern Materialien hin und erklären nichts.“
Ist das nicht aber das Konzept der „Schule von morgen“, wo sich Schüler alles selbst nach eigener Lust und Laune erarbeiten? Nun seien Sie mal nicht so kritisch.
Ansonsten ist zu beobachten, dass viele Berufsgruppen mit diesem Social-Media-Phänomen der ungefragten Veröffentlichung zu kämpfen haben, wobei Lehrkräfte durchaus etwas prominenter im Fokus stehen. Dabei wird in Schulen schon über Bildrechte usw. aufgeklärt. Man sieht: Aufklärung alleine verhindert nie solche Aktionen.
„Ist das nicht aber das Konzept der ‚Schule von morgen‘?“ Nein, ist es nicht. Gerne hier nachlesen: https://www.news4teachers.de/2026/02/deeper-learning-warum-es-in-der-schule-der-zukunft-auf-ein-solides-fundament-aus-fachlichen-grundlagen-ankommt/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
„Ist das nicht aber das Konzept der “Schule von morgen”, wo sich Schüler alles selbst nach eigener Lust und Laune erarbeiten?“
Nein, vielleicht wollen Sie sich über das Konzept außerhalb eines Forums informieren, welches Wissenschaft, als „den Elfenbeinturm“ bezeichnet…
„Dabei wird in Schulen schon über Bildrechte usw. aufgeklärt. Man sieht: Aufklärung alleine verhindert nie solche Aktionen.“
Hier stimme ich Ihnen voll zu, weshalb es meiner Meinung nach, klare Handlungsabläufe und Kommunikationsstrategien für Schulen braucht, bevor mögliche Straftaten verheimlicht oder Vertrauensverhältnisse erschüttert werden.
Gibt es doch?
Eltern ggf. einbeziehen.
Polizei.
Das sind klare Handlungsabläufe und Kommunikation(sstrategien).
Finden Sie sinnvoll? So ist es ja.
Finden Sie „unpädagogisch“? Dann können Sie ja umziehen in ein Land, wo Sie sich nicht an Gesetze und Vorgaben halten müssen.
Merken Sie was?
So kenne ich Sie ja gar nicht:)
Wie meinen Sie das?
Keine Textwände, schätze ich 😉
Anscheinend.
Kurz und knapp und sehr deutlich in der Ansprache….
Ja, geht mein „innerer Monolog“ nicht mit mir durch.
Vllt. passe ich mich künftig öfter mal Rainer an diesbezüglich.
Einigen platzt so langsam der Kragen.
Einfacher Trick:
Obersten Knopf rechtzeitig öffnen.
Das hilft, bestimmt.
Das tut mir leid.
Schnell, machen Sie nichts, wehren Sie sich gegen Verbesserung und fordern Sie die Zeit von vor 50 Jahren zurück, als Sie mich nicht kannten 😉
Das kann ich gut verstehen….
„Gibt es doch?“
Nice! 🙂
Es gibt kein Rezept für alle Schulen, aber wenn Sie mit uns teilen können, wie Ihre Schule darauf reagiert, wenn bspw. eine Schülerin sagt, ein Lehrer wolle etwas von ihr.
Gibt ja einiges zu bedenken:
– Wie reagieren Sie als Lehrkraft, die dies erfährt?
– Wie wird es dem betroffenen Kollegen mitgeteilt?
– Was wird dem betroffenen Mädchen gesagt?
– Wird bzw. wie wird der Fall im Kollegium/ in der Klasse/ in der Schule behandelt?
Freut mich, dass Sie da eine Kommunikationsstrategie und einen Verhaltenskodex ausgebaut haben, um solche Vorfälle ungehemmt und professionell bearbeiten zu können 😉
Es gibt klare Handlungsabläufe…..oder haben Sie den Kommentar von Bla nicht verstanden?
Ich freue mich, dass Bla und dessen Schule diese haben und würde sie gerne lesen.
Unsere Schule muss nachschärfen, gerade bei der Kommunikationsstrategie bei Kolleg*innen, Schulsozialarbeit, Lesepat*innen etc. darum interessiert es mich, ob wir da etwas von Bla lernen können.
Wenn bei Ihnen ebenfalls alles fertig ist, würde ich meine Frage auch gerne an Sie richten
„Ich freue mich, dass Bla und dessen Schule diese haben und würde sie gerne lesen.“
Danke. Freue ich mich auch.
Schutzkonzept ist dringlich anzuraten … Ob Regelschule oder Privatschule.
Ebenfalls rate ich jeder Schulleitung auch dringlichst die Bildung eines Kriseninterventionsteams an.
Wer sich die Frage „warum“ stellt? Genau deshalb.
Dann muss man wirklich nur mal fragen … „schon mal in einer Krisensituation“ [bspw. Amokankündigung] gesteckt? Ja? Warum die Frage?
Nein? Erkundigen Sie/sie sich mal … Und ich behaupte jede Schule wird spätestens danach eines haben/bilden normalerweise.
Antwort: Weil es tatsächlich sehr sehr sehr sinnvoll ist.
Eine Schulleitung wird in (solchen) Krisenfällen sehr schnell „an der Grenze“ landen.
-> Wer kümmert sich um Interviews? [Die Medien kommen. Und wie sie das werden …]
-> Wer kümmert sich um die Schulhomepage? [Die Medien werden hier nach „potentiellen Infos“ suchen. Schnell. Manche sehr genau. Manche weniger.]
-> Wer empfängt Polizei/Sanitäter usw.? Auch die werden ggf. (bestenfalls) sehr schnell vor Ort sein.
-> Wer gibt dem KIBBS bescheid? Kein KIBBS? Uh … Dann ohne eigenes Kriseninterventionsteam? Mutig …mutig…
-> Wer kümmert sich denn um die Kinder und die Eltern? Wie geht man mit „Elternbesuchen“ dann um? Einige werden da stehen … Das Telefon wird in Dauerschleife sein. Die Panik wird da sein. Also? Wie und wo kommuniziert man, ohne hier „Panikreaktionen und Chaos“ anzukurbeln?
Usw. usf. usf.
Und das muss geschult, besprochen und durchdacht sein. Muss.
Ansonsten hat man als Schulleitung wirklich „keinen Spaß“ dabei und danach. Hat man so oder so nicht. Dann jedoch … Puh.
„Unsere Schule muss nachschärfen“
Bitte. Ja. Regen Sie der Schulleitung dies mal an. Das macht wirklich wirklich Sinn …
„gerade bei der Kommunikationsstrategie bei Kolleg*innen, Schulsozialarbeit, Lesepat*innen etc. darum interessiert es mich, ob wir da etwas von Bla lernen können.“
Schulleitung:
– Wo ist unser Schutzkonzept/Kinderschutzkonzept? Das MUSS da sein
– Haben wir ein Kriseninterventionsteam? Falls nein: Warum nicht?
-> „Braucht man nicht“ … Mal Beratung bei KIBBS anfragen. Diese wird Ihnen eindeutig wohl dazu raten. Und zwar dringlich. Ebenfalls der Schulleitung
– Wie sieht der Verhaltenskodex aus? Wann gibt es dazu einen Workshop (auch für ggf. neuere MitarbeiterInnen)? [Frage an Sozialpädagogen/Schulleitung]
Ansonsten ist dies nicht Ihre Ebene. Allerdings können Sie dies anregen ggf.
Finde ich persönlich als wirklich sinnvoll und wichtig.
Die Schulleitung soll doch mal einfach einen oder zwei Krisenfälle durchgehen … Als hypothetisches Szenario.
– Prävention
– Handeln bei Auftreten
– Handeln danach
Mit Ablauf und mit Zuständigkeiten. Also beispielsweise wer kümmert sich danach um Angebote? Sport? Religiöse? Ruhezonen? Gesprächszonen? Bewegungszonen?
Jeder SuS geht anders mit Traumasituationen um. Ein blankes „in der Aula sitzen“ ist eine absolute Qual für viele und (eigentlich) unzumutbar.
Wo liegen denn „Notfallskoffer“ [Spiele, Gebetsausstattung]? Wer ist zuständig?
Und das soll die Schulleitung mal durchgehen … Dann überlegen, ob diese das ALLES alleine stemmen „kann“ [nein … Unmöglich], „will“ und „sollte“.
Und dann gehen Sie gerne mit in das Kriseninterventionsteam. Bin zuversichtlich, dass das dann kommt, außer die Schulleitung ist sehr naiv und/oder unfähig. Sorry, wenn ich hier etwas „hart“ klinge. Sehe ich aber so (inzwischen).
„ob wir da etwas von Bla lernen können.“
Schutzkonzepte kann man einige digital einsehen.
Ich doxxe mich nicht.
Braucht es auch nicht.
Man darf solche auch sehr gerne individuell anpassen – das ist sinnvoll.
Auch Ihre Schule MÜSSTE [sollte dringlichst] eines haben [machen].
Schulungen gibt es von Profis. KIBBS usw. hilft da weiter.
„Wenn bei Ihnen ebenfalls alles fertig ist, würde ich meine Frage auch gerne an Sie richten“
Ich gehe davon aus, dass auch Frau Rottenmeier kein Interesse daran hat „gedoxxt“ zu werden. Insbesondere eben nicht als Schulleitung.
Jedoch gehe ich sehr stark davon aus, dass ihre Schule/“sie“ ein Schutzkonzept hat. Warum? Weil das sinnvoll [„eigentlich verpflichtend“] ist. Und ich sie fachkundig einschätze. Es wäre schon massiv fahrlässig, wenn sie keines hätte. Ich glaube nicht, dass sie da sonderlich Lust drauf hat im Ernstfall ohne dazustehen.
Vermutlich nicht mal gelesen.
Tatsächlich haben wir einen Verhaltenskodex … Und wurden diesbezüglich auch geschult.
Ich werde jedoch einen Teufel tun und mich hier „doxxen“.
Ebenfalls gibt es bei uns ein Kriseninterventionsteam. Dieses/Wir sind auch etwas daher geschult. Ebenfalls arbeiten wir ggf. mit weiteren „Kooperationspartnern“ zusammen.
KIBBS, Polizei usw.
Selbstverständlich gibt es hier „sehr doofe Wege“ und eben „klare Handlungsabläufe“. Und nein, die werde ich nicht ohne Genehmigung und co. „mit Ihnen teilen“.
Für Sie gilt:
– Gibt es einen Verhaltenskodex? Nein? Warum nicht? Ja? Ist er sinnvoll und realistisch?
– Haben Sie ein Kriseninterventionsteam an der Schule? Nein? Warum nicht? Absolut anzuraten. Dringlich.
Ja? Dann kennen Sie den Weg.
– Haben Sie nichts davon? Dann hilft auch Ihnen die Schulleitung und Polizei
Alles andere lernen Sie in diesbezüglichen Schulungen. Bilden Sie sich (mal) fort. Wirklich … Machen Sie das. Wichtig und richtig.
Ihre Beispiel ist als Handlungsablauf in jedem Schutzkonzept enthalten. Sollte es normalerweise…..wenn nicht, sollte/muss Ihre Schule sich nun aber zackig auf den Weg machen.
Wenn Sie mehr über Schutzkonzepte verschiedener Schulen erfahren möchten, müssen Sie eigentlich nur bei Google „Schutzkonzept“ eingeben und schwupps werden Sie vielfältig fündig.
Und die Frau, die einen kurzen Rock trägt ist selber an ihrer Vergewaltigung schuld?
Auf diesem Niveau ist dieser Kommentar.
Erbärmlich!
Interessanter Vergleich, ich hätte angenommen, die Schüler*innen wären hier in einer Opferposition, wo sie kaum Handlungsspielraum haben, wenig Vertrauen genießen und ggf. jahrelang gewachsene Struktukturen aufbrechen müssen, um sich Gehör zu verschaffen… :/
Der Dreck auf Tiktok geht nicht – keine Frage – aber lesen Sie mal die Kommentare in diesem Forum, was Schüler*innenorientierung, gar -Partizipation bestrifft.
Wundert mich nicht, dass die Schüler*innen auf (saudumme) Aktionen zurückgreifen, um sich in der herrschenden Situation nicht ohnmächtig zu fühlen.
Tiktok-Quatsch schafft man mit und ohne das Wirken der Schule.
Glauben Sie ernsthaft, dass die Tiktok-Aktionen primär mit Schule einen Bezug haben?
In diesem Fall beziehen Sie sich gerne auf den ersten, tiktokfreien Teil meiner Antwort
Gerne:
Im Artikel steht mitunter:
„Hinzu kommt eine Entwicklung, die Fachleute als nächste Eskalationsstufe beschreiben. Nach Recherchen des NDR werden KI-generierte Deepfakes zunehmend auch an Schulen für Mobbing genutzt. Dabei werden mit Hilfe künstlicher Intelligenz täuschend echte Bilder oder Videos erzeugt, die reale Personen in Situationen zeigen, die nie stattgefunden haben.
Carla Schulz, ehrenamtliche Beraterin der Jugendplattform JUUUPORT, schilderte gegenüber dem NDR einen Fall, bei dem Bilder einer Schülerin für pornografische Darstellungen verwendet und anschließend innerhalb der Schule verbreitet wurden. Schon ein einzelnes Foto könne ausreichen, um entsprechende Inhalte zu erzeugen.“
Monika schreibt:
„Einige Lehrkräfte haben es wirklich nicht verdient, aber andere ganz sicher. “
„Kein Wunder, dass Kinder und Jugendliche rebellisch werden.“
emma schreibt:
„Und die Frau, die einen kurzen Rock trägt ist selber an ihrer Vergewaltigung schuld?
Auf diesem Niveau ist dieser Kommentar.
Erbärmlich!“
Sie [Rainer] schreiben [und ich nehme Bezug mit Kontext zu oben]:
„Interessanter Vergleich, ich hätte angenommen, die Schüler*innen wären hier in einer Opferposition, wo sie kaum Handlungsspielraum haben, wenig Vertrauen genießen und ggf. jahrelang gewachsene Struktukturen aufbrechen müssen, um sich Gehör zu verschaffen… :/“
Manche SuS sind eindeutig in einer Opferposition. Sie sind Opfer. Wie das Mädchen im Beispiel des Artikels.
Andere sind Täter.
Im Artikel sind die dort erwähnten Lehrkräfte auch Opfer. Manche SuS in diesen Fällen die Täter.
Also jetzt haben wir mal die Opfer- und Täterpositionen hoffe ich … Auch Sie sollten diesen Schritt schaffen. Bitte.
Haben jetzt die SuS-Opfer wenig Handlungsspielraum, oder die SuS-Täter? Oder sehen Sie die Täter [wie Monika] als Opfer? Also Täter-Opfer-Umkehr … Dann wären wir wieder bei emmas Kommentar und bei „Erbärmlich!“.
Suchen Sie sich Ihre Position aus.
Geht es um die tatsächlichen Opfer [SuS und Lehrkräfte in dem Fall des Artikels]? Dann haben diese tatsächlich kaum Handlungsspielraum. Das ist richtig.
Beziehen Sie sich auf „manche haben es aber schon verdient“ wie bei Monika? Dann ist das genau das, was emma schreibt … Täter-Opfer-Umkehr.
Mit dem „Gehört zu verschaffen“ habe ich leider meine Vermutung. Aber Good-Faith meinen Sie beispielsweise das betroffene Mädchen vom Artikel. Und die Opfer.
[Bad-Faith würden Sie die Täter meinen … Dann wären wir wieder bei emmas Kommentar. Und Sie müssten konsequenterweise auf dieser Ebene dann auch zustimmen … „Ja, die Mädchen mit den kurzen Röcken sind teilschuld. Die Täter wurde von Frauen bestimmt schlecht behandelt, abgewiesen und auch häusliche Gewalt.“]
Sie schaffen den Transfer … Das ist Täter-Opfer-Umkehr dann.
Und natürlich ist faktisch klar, dass viele eine scheiß Vergangenheit und Kindheit hatten. Auch sehr viele Massenmörder. Das „befreit“ diese aber weder von einer Tat, noch vom Handeln. Es gibt ggf. eine Erklärung. Aber es „rechtfertigt“ nichts.
„Der Dreck auf Tiktok geht nicht – keine Frage –“
Punkt.
„aber“
Aber … Schade.
„aber lesen“
Aber … Whataboutism-Einleitung.
„aber lesen Sie mal die Kommentare in diesem Forum, was Schüler*innenorientierung, gar -Partizipation bestrifft.“
Whataboutism
„Wundert mich nicht, dass die Schüler*innen auf (saudumme) Aktionen zurückgreifen, um sich in der herrschenden Situation nicht ohnmächtig zu fühlen.“
Legitim als Gedankengang. Dann sind wir jedoch wieder bei „Erklärung“.
Es rechtfertigt nichts und darf es auch nicht. Es erklärt maximal etwas.
Ansonsten haben wir moralisch, ethisch, gesellschaftlich und juristisch ein absolut großes Problem.
Um ein weiteres (hypothetisches) Transferbeispiel [neben emmas] zu machen:
– Kind wurde geschlagen vom Vater
– Auch als Jugendlicher
– In der Schule extrem gemobbt
– Läuft Amok
Die kindheitliche häusliche Gewalt und das starke Mobbing sind eine (mögliche) Erklärung für die Amoktat. Es rechtfertigt sie jedoch nicht.
Dieses Beispiel? Bei sehr vielen Amoktaten der Fall. Setzen Sie sich mal ernsthaft damit auseinander.
Würden Sie dann zu den Opfern sagen: Manche haben das aber schon verdient?
Und andere sind eben Kollateralschaden? Passiert halt.
Würden Sie?
Verstehen Sie jetzt den Bezug und Transfer von emma?
Verstehen Sie jetzt, warum man das nicht machen sollte?
Falls Ihr Gehirn auf „Streik“ gestellt ist … Vielleicht kurbelt das Ihre Gehirnleuchten etwas an:
Die AfD und Rechtsextreme agieren auch so … Sind Sie dafür?
– Aber der/ein Ausländer hat mich mal überfallen … Oder jemanden den ich kenne. Trust me bro.
-> Manche Ausländer haben es aber schon verdient …
Wirklich?
Ist es das, was Sie uns jetzt hier verklickern wollen?
Ja, wer denn sonst? Schließlich ist das jahrzehntelanger Grundsatz deutscher Rechtsprechung gewesen.
Das ist hoffentlich Ironie .
Nein, eine nicht zu leugnende Tatsache, wie dem Tenor etlicher Urteile entnehmbar ist.
Beispielhafte Täter Opfer Umkehr
„Sie werfen den Kindern Materialien hin und erklären nichts.“
Zu dieser Sorte Lehrer zähle ich mich an meiner jetzigen Schule nicht. Dennoch gab es in meinem Lehrerleben zwei Gelegenheiten, zu denen ich exakt so gearbeitet habe. Erstens wurde es uns im Referendariat so beigebracht und danach wurden wir bewertet. Schüler hassten die regelmäßig von Seminarleitern besuchten Stunden, weil ihnen da nichts erklärt wurde. Aber abgesehen von schriftlichen gestuften Hilfen und allerlei Material wurde einem alle Kommunikation mit dem Schüler angekreidet. Zweitens hatte ich an einer vorherigen Schule eine Klasse, mit der normaler Unterricht nach vielen Kämpfen nicht mehr möglich war. Also habe ich zu Beginn der Stunde Aufgaben und Material vergeben und in jeder Stunde einige Ergebnisse zur Bewertung mitgenommen.
Was ich damit sagen will: Diese Art des Unterrichtens entspricht in manchen Situationen dem Zeitgeist oder entspringt aus einer Not des Lehrers heraus. Sicherlich nicht immer. Aber eine pauschale Verurteilung ist wie so oft vorschnell.
Nur weil Sie ständig Ihren Hass auf Lehrkräfte hier kundtun müssen, heißt das noch lange nicht, dass es gerechtfertigt ist, zu sagen, Lehrkräfte hätten es „verdient“, öffentlich diffamiert zu werden oder dass ihnen ihr Recht am eigenen Bild abgesprochen wird. Ihre pauschalen Anschuldigungen, Lehrkräfte würden ihren Job nicht richtig machen, brächten ihnen nichts bei, würden schlechtes Material erstellen, sind sehr unsachlich.
Ihrem letzten Satz würde ich deutlich widersprechen.
So lange Fühli-fühlis und Noten „stimmen“ ist das absolut kein Problem.
Warum man allerdings als Lehrkraft nichts erklärt, verstehe ich nicht – man ist ja (dienstlich gesehen) sowieso zwangsweise vor Ort (Aufsichtspflicht als wahrer Zweck der Schule, Eltern sollen Steuern ranschaffen) und grob 50% des Tages ist daher für eigene Aktivitäten blockiert…da kann man genau so gut auch erklären:
Erstens sorgt das für gute Stimmung, zweitens für nette Gespräche und drittens geht die Zeit gefühlt deutlich schneller herum.
So gehen (auf Kosten echter Bildung, die aber eh fast keinen interessiert, insofern kein Problem) alle Seiten als Menschen und (hoffentlich) unbeschädigt und in guter Stimmung aus den Stunden raus.
Und hey, was will man mehr?
Bildungspflicht! Yeeeaaah.
Man merkt … Viele viele Gründe. Für alle Seiten.
Dann gäbe es solche Beiträge auch nicht mehr. Müsste es ja auch nicht mehr geben – gäbe dazu keinen Grund und Rahmen (mehr).
Wären Sie dann zufrieden? Würde mich freuen.
Zumindest als Kompromiss, wie ich ihn empfinden und sehen würde?
Können mich jetzt auch mal andere verstehen?
Der Beitrag Monikas ist ja nur stellvertretend für viele Personen und Meinungen.
Die Tendenz steigt sogar.
Diskurs jetzt – wer will?
Was spricht denn (aktuell?) gegen eine Bildungspflicht?
Also als Gründe für Kinder, Eltern und Lehrkräfte.
Für die Politik und die Wirtschaft … Brauchen wir nicht besprechen. Das ist sehr klar.
Steige ich gerne drauf ein:
Die „Bildungspflicht“ statt „Schulpflicht“ ist eigentlich falsch, angesichts der Pervertierung von Schulsystem und Lehrerrolle jedoch in meinen Augen genau richtig:
– Alle wissen es immer besser als Lehrer? Nur zu, Schulpflicht abgeschafft, jetzt zeigt was ihr könnt! 🙂
– Die sehr kleine, jedoch extrem destruktive Gruppe der Systemsprenger, Gewalttäter, Mobber usw. liesse sich leicht kicken und ex- statt inkludieren, das wäre super für das Schulklima bundesweit
Selbstverständlich würden die meisten Nicht-Teilnehmer scheitern, was aber indirekt auch wieder gut wäre: So würde so einigen klar werden, was sie an einer normalen Schule eigentlich haben.
Sprich: Lernen durch Eigenerfahrung.
„So, nochmal Lust darauf zu diskutieren, ob Herdpkatten heiss sind? Nur zu, pack nochmal dran.“
„Die sehr kleine, jedoch extrem destruktive Gruppe der Systemsprenger, Gewalttäter, Mobber usw. liesse sich leicht kicken und ex- statt inkludieren, das wäre super für das Schulklima bundesweit.“
Und die der Kinder mit Behinderungen und Migrantenkinder gleich mit. Und überhaupt alle, die Mühe bereiten – oder politisch unliebsam sind. Gerne hier nachlesen: https://www.news4teachers.de/2026/06/nationalsozialistisches-gedankengut-warum-die-schulpolitik-der-afd-so-gefaehrlich-ist-muentefering-fordert-verbotsverfahren/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Ich würde jetzt Systemsprenger nicht mit migrantischem Hintergrund oder Beeinträchtigung gleichsetzen. Systemsprenger sind unter den den real vor Ort existierenden Bedingungen im Regelfall nicht beschulbar, nicht mal erziehbar – deshalb auch die Bezeichnung Systemsprenger.
Und ja, für alle, die mehr Mühe machen, sei es Sprache, Beeinträchtigung gleich welcher Art, wie auch immer, sind zu wenig Ressourcen im System. Das kritisieren Sie doch genauso wie ich. Mein Weg wäre, mehr Ressourcen ins System zu geben. Der Weg der Politik (und zwar der aktuell in den Ländern regierenden Politik) ist es, den Status Quo zu belassen oder zu verschlechtern. Da leiden alle drunter. Wie sagte unser aller Merz? Wenn alle meckern, ist es richtig gelaufen. Tja, Wunsch und Wirklichkeit.
Wenn das ihre Gedanken sind – sind sie das halt.
Nur kommen die dann von Ihnen, nicht von mir.
Was ich schrieb steht oben.
Das Forum [Quellcode oder so] war die Abenden down, oder?
Daher ging mein Kommentar nicht durch, ich hatte ihn mir aber gespeichert und kopiere ihn mal nachträglich (mit Zeit):
„Redaktion
13 Stunden zuvor
Antwortet 447
“Die sehr kleine, jedoch extrem destruktive Gruppe der Systemsprenger, Gewalttäter, Mobber usw. liesse sich leicht kicken und ex- statt inkludieren, das wäre super für das Schulklima bundesweit.”
Und die der Kinder mit Behinderungen und Migrantenkinder gleich mit. Und überhaupt alle, die Mühe bereiten – oder politisch unliebsam sind. Gerne hier nachlesen: https://www.news4teachers.de/2026/06/nationalsozialistisches-gedankengut-warum-die-schulpolitik-der-afd-so-gefaehrlich-ist-muentefering-fordert-verbotsverfahren/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
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Antworten
Wir sprechen hier nicht von einer Bildungspflicht durch die AfD. Netter Versuch. Ich sagte mehrfach ausdrücklich, dass die AfD das auf keinen Fall sinnvoll umsetzt. Das was die AfD vermeintlich ansetzt sehe ich auch nicht als Bildungspflicht.
Wir sprechen hier von:
– Einer sinnvollen Umsetzung
– Von einer potentiellen Umsetzung [unter „demokratischer“ Regierung]
Bei einer sinnvollen Umsetzung können wir sehr sehr gerne die Vor- und Nachteile besprechen.
Ebenfalls bei einer Kompromissumsetzung.
Gerade die Kinder mit Behinderung und Migranten werden potentiell in die Schulen kommen. Ebenfalls alle anderen, welche wollen – insbesondere die „sozial Schwachen“ [zumindest jene, welche nicht durch ggf. Religion/Eltern gestoppt werden]. Und der Punkt in Klammern ist der tatsächliche Kompromiss. Leider.
Jedoch gehen diese „Gruppen“ aktuell auch „etwas unter“.
Dann sind jedoch „normalerweise“ mehr Ressourcen da. Eben für alle die wollen.
Außer man fährt diese Ressourcen zurück. Zusätzlich stellt man kein „Wer will, darf“. Was ich bei AfD-Regierung und Bildungspflicht so sehen würde. Daher sprechen wir hier NICHT von AfD geführter Bildungspflicht auch. Wir sprechen hier von „Bildungspflicht“ als Konzept und als „Kompromisslösung“. Auch gar nicht als „Ideallösung“ [das hat 447 richtig erkannt und benannt].
Und der Kompromiss bezieht sich auf das politische Agieren, dem Zustand von „Schule und Bildungssystem“ und dem „sozio-gesellschaftlichen Wandel“.
„
„Wir haben die Schüler konfrontiert: Warum folgst du so jemandem? Du stimmst dem zu, du gibst ihm Reichweite“
Naja, das ist genauso wie alle, die über Unterrichtsstörungen auch noch lachen. Es ist wie Beifall klatschen oder anfeuern.
Ich spreche leider aus Erfahrung und kann nur sagen, dass die Konfrontation schon richtig ist. Die Follower werden ins Hier und Jetzt aus der virtuellen Welt geholt und real mit ihrem scheinbar anonymen Handeln konfrontiert. Einige wenige werden vielleicht darüber nachdenken, was sie mit ihrem Handeln anrichten. Aber ja, liebe Eisblume, bei vielen wird es wohl nichts nützen. Zumindest ist es ein Ansatz.
Tja, manche dieser sog. Störungen treffen halt auf unterschiedliche Humorverständnisse.
Ich fand es lustig, wie in der 7. Klasse ein Schüler beim plötzlich hörbarem Martinshorn aufsprang und laut rief:“Juhu, mein Papi holt mich ab.“
Macht deutlich mehr Spaß gelegentlich mitlachen zu können als sämtliche Zwischenfälle als Störung deklarieren zu müssen.
„Die Schule erstattete Strafanzeige“
Gut!
Das ist der Weg.
Oweh, Ihrer Zustimmung entnehme ich, dass es für Sie möglicherweise ein Rätsel ist, ob ich mit der Situation zufrieden bin, nur weil ich hier eine klare Konsequenz – anstelle nicht enden wollenden Nichtstun und Beschweren – begrüße?
Es braucht Prävention! Einserseits hinsichtlich der Medienkompetenz, andererseits brauchen die Schüler*innen ein Angebot zur Partizipation und Selbstwirksamkeit: Warum „flüchten“ die sich auf Tiktok, anstelle das Gespräch zu suchen?
Wie lassen sich hier niedrigschwellige Angebote schaffen oder – was ich für weit unterschätzt halte – Lehrkräfte ihre Kriterien und Vorgehen den Schüler*innen verstandlich machen. (Ich verzweifel jedes Mal, wenn sich junge Menschen darüber beschweren, „unnützes“ Wissen erworben zu haben = nicht verstanden haben, warum dieses Wissen nützlich ist.
Entschuldigt aber nicht das Brechen der Privatsphäre. Schade, dass zuvor nichts geschehen ist 🙁
Woher haben Sie die Kenntnis, ob zuvor etwas gelaufen ist? Wir haben viele Präventionsmaßnahmen, trotzdem interessiert es manche SuS nicht die Bohne und es kommt nichts an. Auch die Sozialarbeiter und die Ansprache der Schulleitung kommen nicht an. Also was bleibt noch, außer z.B einer Anzeige?
Auschluss von Klassenaktivizäten, temporarer Ausschluss aus der Klassengemeinschaft, Unterrichtsausschluss, dauerhafter Klassenwechsel, Schulausschluss…
Bestimmt gibt es mehr, fragen Sie Ihre Beratungslehrkraft oder die Schulsozialarbeit.
„Wir haben viele Präventionsmaßnahmen“
Welche wandten Sie an?
Hieße ja, die Schule wäre rechtlich handlungsfähig. Ist sie aber nicht.
Dienststelle ist die SchulAbt. der Bez.-Reg.
Ach doof, da müsste man sich mit Schulleitung und Kassenkonferenz zusammensetzen…. Offenbar ist es dann manchen doch nicht so dringend…
Weder die eine noch die andere wird daran etwas ändern können, dass Schulen nicht rechtsfähig sind. Klagen oder verklagt werden kann nur das Land bzw. stellvertretend die zuständige Abteilung der Schulverwaltung.
Danke für diesen Artikel. Mir ist so etwas leider auch widerfahren. Mich hat es als weibliche Lehrkraft getroffen. Das Ganze hatte eine misogyne Stoßrichtung. Leider ist das Problem bagatellisiert worden, weil niemand verstanden oder empathisch nachvollzogen hat, dass über mich und meine Würde mit jedem Klick verfügt wurde und dass man angreifbar bleibt. Das Sicherheitsgefühl (und Vertrauen) am Arbeitsplatz ist weg. Schulleitungen müssen in solchen Fällen klare Kante zeigen- egal, ob es gegen Lehrer oder Schüler geht. Und solche Taten müssen aufgearbeitet werden.
Dieser Umgang mit echten Problemen hat leider Methode. Bagatellisierung rechtfertigt gewissermaßen die eigene Ignoranz bzw. unter den Teppich klären und scheinbar den Dreck gelöst.
Da braucht es Hartnäckigkeit, laute Trommeln und nicht zuletzt Solidarität.
Ist doch alles gar nicht so schlimm, wir haben doch früher auch über unsere Lehrer abgelästert und Karrikaturen gezeichnet und Schmähschriften verfasst. Wie gesagt, alles halb so wild. Wir waren doch alle mal jung …
Anders müsste man die Fürsorgepflicht ja wahrnehmen und die Lehrkräfte schützen. Und das geht nur, wenn man Stellung bezieht und Konfrontationen nicht scheut.
Dienstvorgesetzt endet eben nicht am Ende der Unterrichtszeit, wenn Einträge in den sozialen Medien außerhalb von Schule in der Freizeit gepostet werden
Vor allem braucht es eine gute Rechtsanwältin, die eine Schmerzensgeldforderung betreibt. Dann kommt Schwung in die Sache!
Stimmt, deswegen ist ein umfangreicher Rechtsbeistand im Beitrag der GEW inkludiert.