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Mit Sprachtests und Milliardenhilfen: Prien will Kitas befähigen, die Bildungschancen der Kinder vom Start weg zu verbessern

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BERLIN. Kinder starten in Deutschland mit höchst unterschiedlichen Voraussetzungen in ihre Bildungsbiografie – oft entscheidet sich bereits vor der Einschulung, wie erfolgreich ihr weiterer Weg verläuft. Mit einem milliardenschweren Kita-Gesetz will Bundesbildungsministerin Karin Prien diese Ungleichheiten verringern: Verbindliche Sprachtests, gezielte Förderung und bundesweit einheitliche Standards sollen Defizite früher erkennen und abbauen. Der Bund stellt dafür bis 2034 insgesamt 9,25 Milliarden Euro bereit. Doch schon zum Start gibt es Zweifel, ob das Geld für die ehrgeizigen Pläne ausreicht.

„Wir investieren“: Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU). Foto: Shutterstock / penofoto

Mit Sprachtests für alle Vierjährigen und gezielter Förderung in den Kitas will Bundesministerin Karin Prien eine Trendwende in der Bildungspolitik erreichen. «Denn gute Bildung beginnt nicht erst in der Schule, sondern in der Kita», sagte die CDU-Politikerin im Gespräch.

Prien legte den Entwurf eines neuen Kita-Gesetzes vor, das für die Kinder den Übergang zur Grundschule erleichtern soll. Dafür verspricht der Bund bis 2034 insgesamt 9,25 Milliarden Euro. Hintergrund sind die extrem unterschiedlichen Bildungschancen für Kinder in Deutschland, die sich oft schon in der Grundschule zeigen und dann durch die gesamte Bildungslaufbahn ziehen.

«Das größte bildungspolitische Projekt»

«Das Kita-Startchancen-und-Qualitätsentwicklungsgesetz ist das größte bildungspolitische Projekt dieser Koalition», sagte Prien. «Mit diesem Gesetz stärken wir Sprache als entscheidenden Schlüssel für jede Bildungsbiografie: Erstmals erfassen wir bundesweit den Sprachstand von Kindern und sorgen dafür, dass sie frühzeitig die Förderung erhalten, die sie brauchen.»

Prien hat den Entwurf länger vorbereitet und auch mit den für die Bildung zuständigen Ländern besprochen. Die CDU-Politikerin setzt damit Ziele aus dem Koalitionsvertrag von Union und SPD um. Grundgedanke dabei ist, dass Kinder nur mit ausreichenden Sprachkenntnissen in der Grundschule dem Unterricht folgen können.

Einheitliche Standards

Das Gesetz setzt an drei Punkten an: mehr Kinder in öffentliche Betreuung bringen, möglichst früh vor allem fehlende Sprachkenntnisse dingfest machen; und etwaige Probleme durch gezielte Hilfen ausgleichen. Die Tests, bei denen neben Sprachkenntnissen auch Bewegung und Entwicklungsstand ermittelt werden, sollen auch Vierjährige durchlaufen, die nicht in einer Kita sind.

Das alles soll dem Entwurf zufolge erstmals nach bundesweit einheitlichen Standards passieren. Besonderes Augenmerk soll auf Kitas liegen, die viele Kinder betreuen, die in schwierigen Lebensumständen aufwachsen. Auch alle anderen Kitas sollen aber etwas mehr Geld und Zeit für die neuen Tests und die Förderung bekommen.

30 Minuten pro Woche und Kind

Konkret heißt es im Entwurf: «Für die verbindliche Feststellung des Sprach- und Entwicklungsstands von Kindern spätestens im fünften Lebensjahr in Kindertageseinrichtungen und die anschließende Förderung der Kinder bei Förderbedarf werden den Kindertageseinrichtungen personelle Ressourcen für die Erhebung im Umfang von zwei Stunden je Kind sowie für die Planung und Begleitung der Förderung im Umfang von mindestens dreißig Minuten je Kind pro Woche zur Verfügung gestellt.»

Für Kitas mit «einem erhöhten Anteil von Kindern in herausfordernden Lebenslagen» sind noch etwas mehr «zusätzliche personelle Ressourcen» für sprachliche Bildung und andere Hilfen vorgesehen: je Einrichtung mit 80 Kindern sollen Fachkräfte für insgesamt mindestens 20 Stunden pro Woche zusätzlich finanziert werden, bei mehr als 80 Kindern für mindestens 40 Stunden und bei mehr als 120 Kindern mindestens 60 Stunden.

Erfahrungen aus Startchancen-Schulen

Diese besondere Förderung soll in mindestens zehn Prozent der Kitas in jedem Land zur Verfügung stehen. Kriterium dafür ist, ob dort besonders viele Kinder sind, die in finanzieller Bedürftigkeit aufwachsen, für die die Familiensprache nicht deutsch ist oder deren sprachliche Entwicklung auffällig ist. Kitas und Schulen sollen Daten über Ergebnisse der Sprach- und Entwicklungstests miteinander teilen können.

Mit dem neuen Gesetz übertrage man Erfahrungen der Bund-Länder-Zusammenarbeit aus dem schulischen Startchancen-Programm auf Kitas in herausfordernden Lagen, sagte Prien. Eine langfristig verlässliche Finanzierung schaffe Planungssicherheit für Länder und Kommunen.

Der Paritätische Gesamtverband hält die finanziellen Zusagen im Gesetz für unzureichend. «Der Bund bestellt, aber bezahlt nicht», erklärte der Verband in einer ersten Reaktion. «Die Anforderungen für die Kindertagesbetreuung sollen steigen, aber der Bund zieht sich langfristig aus der Finanzierung der Kitas zurück.» Das sei im Gesamtergebnis enttäuschend.

«Verlässliche und qualitativ hochwertige frühkindliche Bildung eröffnet Kindern bessere Zukunftschancen, entlastet Familien und ist für viele Mütter eine entscheidende Voraussetzung für den beruflichen Wiedereinstieg und die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf», betonte jedoch Prien. «Mit diesem Gesetz investieren wir in die Chancen unserer Kinder, in die Zukunft unserer Gesellschaft und in die wirtschaftliche Stärke unseres Landes.» News4teachers / mit Material der dpa

Zehntausende Vorschulkinder zur Sprachförderung hin- und herfahren? Breites Bündnis fordert Stopp der ABC-Klassen an Grundschulen

 

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53 Kommentare
Joachim Schwarz
1 Monat zuvor

Wie so oft Steuergeld, das die Mittelschicht in weiten Teilen bezahlt, von der sie aber nicht profitiert.
In die Bildung zu investieren ist nicht verkehrt. Damit sollten dann aber nicht die Schwächsten gefördert werden, sondern diejenigen, die eine realistische Chance haben, unser Land voran zu bringen.

Joachim Schwarz
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Die Chance haben sie bereits jetzt. Wenn es aber um zusätzliche Ressourcen geht, dann brauchen wir die bei der Elite. Können wir mit dem gleichen Aufwand aus 100 Schulabbrechern 100 Hauptschulabsolventen oder aus einem Ingenieur einen Weltklasse-Igenieur machen, der über ein Unternehmen tausende Jobs bei uns schafft, muss unsere Priorität strikt bei letzterem liegen. Woran wir in der Kindheit erkennen, wer irgendwann wer ist? Der Apfel fällt nicht so weit vom Stamm, wie es die, die sich vor dem Notwendigen ekeln, das gerne hätten.

Maybe
1 Monat zuvor
Antwortet  Joachim Schwarz

Von beidem keine Ahnung, nicht von Schule, nicht von Wirtschaft.

Ihr „Weltklasse-Ingenieur“ wird, nachdem er erreicht hat, was er will und Sie 🙂 Armhoch beklatscht hat, ganz schnell das Weite, die weiteweite Welt, weit weg von Ihnen und Ihren Ewiggestrigen suchen.
( oder wollen Sie ihn internieren, gabs alles schon)
Er dürfte nämlich mehr im Kopf haben als………Wo sind denn Ihre Claqueure, Frühaufsteher sind das nicht. Na ja, halt großmäulig und schlecht organisiert – trotzdem gefährlich, weil hungrig, so ganz ohne frühen Wurm…….

unfassbar
30 Tage zuvor
Antwortet  Maybe

Vor den Ewiggestrigen wird der Weltklasseingenieur nicht fliehen, wohl aber vor den ihm zu niedrigen Bruttolöhnen und gleichzeitig viel zu hohen Abgaben.

Maybe
30 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Es würde einem Weltklasse-Ingenieur mehr als genug bleiben. Zumal er seinen Wohnort auch in der Schweiz ( gibt’s ja auch ) haben könnte.
Ich kenne keinen intelligenten Menschen, den nicht die gefährlichen Ewiggestrigen eher vertreiben.

dickebank
30 Tage zuvor
Antwortet  Maybe

Vorsicht, Doppelbesteuerung.

Muxi
30 Tage zuvor
Antwortet  Joachim Schwarz

Herr Schwarz, bitte schweigen Sie einfach.
Und sollten Sie Lehrer an einer allgemeinbildenden Schule sein, bitte sofort kündigen. Ihren Schülern zuliebe.

Rainer Zufall
30 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Keine Sorge. Das ist wahrscheinlich ein Wegwerfaccount 😉

Rainer Zufall
30 Tage zuvor
Antwortet  Joachim Schwarz

„Der Apfel fällt nicht so weit vom Stamm, wie es die, die sich vor dem Notwendigen ekeln, das gerne hätten.“
Schlechtestes Trolling ever (gähn)

Bla
30 Tage zuvor
Antwortet  Joachim Schwarz

Da vermischen Sie jetzt aber so einiges …
„Die Chance haben sie bereits jetzt. “

Wer hat die Chancen denn und welche? Wo sind Grenzen?

Glauben Sie, dass ein Kind ohne die Möglichkeit einer privaten Nachhilfe die gleichen Chancen hat wie eines mit privater Nachhilfe?
Das hängt mitunter vom Geldbeutel ab.
Wenn man alle anderen Faktoren 1:1 gleich nimmt, dann hat die Person mit Privatnachhilfe eben einen gewissen Vorteil.
Ob das moralisch in Ordnung ist? Das ist Ansichtssache. Aber der Vorteil ist faktisch gesehen einfach da.

„Wenn es aber um zusätzliche Ressourcen geht, dann brauchen wir die bei der Elite.“

Welcher Elite denn? Erbbedingte Millionäre von Unternehmen?
Warum sollte man die dort „haben wollen“? Ein Unternehmen könnte man auch nach Qualität und Ausbildungsfaktoren „weitergeben“ beispielsweise. Das wäre durchaus auch logischer. Das kann dann ein Erbe sein – muss aber nicht.

Die Elite hat ja sowieso oft die Mittel. Ansonsten wäre sie nicht „die Elite“. Geht von Elite-Privatschulen, häusliche Hilfe (Nachhilfe), Förderwege und Förderweiten (Instrumente, Vernetzung usw.) bis hin zu Machtmitteln und Geldmitteln, welche gewisse Vorteile bringen (können).

„Können wir mit dem gleichen Aufwand aus 100 Schulabbrechern 100 Hauptschulabsolventen oder aus einem Ingenieur einen Weltklasse-Igenieur machen, der über ein Unternehmen tausende Jobs bei uns schafft, muss unsere Priorität strikt bei letzterem liegen. “

Die 100 Schulabbrecher werden potentiell entweder „benutzt“ oder sie „kosten Geld“. Das ist systemisch die „Vorgabe“.
Der Weltklasse-Ingenieur kann rein theoretisch ebenfalls bei „den Abbrechern“ sein. Woher wissen Sie, dass dieser hier nicht dabei ist? Potentialanalyse ist oft ein Fachbegriff – auch an Schulen. Maximal im Bereich von „welcher Beruf passt“ und das oftmals wirklich auf absolut niedrigen Niveau. Sorry.

Das Schul- und Bildungssystem ist Neurobiologisch, Neurologisch und „weiblich“ geprägt/orientiert. Und hier stoßt man dann eben auch auf Probleme der Erkennung von Potentialen.

Der Weltklasse-Ingenieur aus „reichem Haushalt“ wird seine Förderung potentiell bekommen. Darüber braucht man sich in der Regel keine Sorgen zu machen.

Nur – wie findet man die anderen?

„Weltklasse-Igenieur machen, der über ein Unternehmen tausende Jobs bei uns schafft“

Die von den 100 Schulabbrechnern dann zum Mindestlohn besetzt werden?
Klasse Idee … Ist ja auch so fern der Realität. Haha.
Große Firmen basieren oftmals auch kaum darauf … Ach komm.

„Woran wir in der Kindheit erkennen, wer irgendwann wer ist? “

Durch Zeit und Wissen. An beidem scheitert es.
Merkt man an Ihrem Beitrag.
Wie wäre ein Potential? Durch Potentialanalysen auf Basis der Neurologie und Neurobiologie, sowie anderer Faktoren.
Menschen sind Menschen – aber jeder ist anders.
Viel Potential bleibt schlichtweg liegen. Aus unterschiedlichen Gründen.
Hier sind auch Grenzen. Klar. Aber die muss man dann auch „analysieren“ und benennen (dürfen).
Nicht jeder wird Weltklasse. Nicht jeder muss es werden.
Das ist dann auch eine Sache wiederum von „Soziale Gemeinschaft“ und „Moral“ (Ethik als Diskurs).
Ansonsten landet man bei „Wertigkeit als Zahl“ und dann wäre die „unmoralische“ Schlussfolgerung, dass man alte Menschen und einige Behinderte wie im Mittelalter verstoßt und/oder umbringt.
Wäre das Ihre Forderung? Ansonsten bildet sich hier Inkonsequenz und Inkonsistenz.
Das ist halt mal leider so.
Oder Sie wollen über eine Person und dem Kompromiss der Ausbeute hier „diese Menschen“ mitziehen.
Wie sollte es anders sein?

„Der Apfel fällt nicht so weit vom Stamm, wie es die, die sich vor dem Notwendigen ekeln, das gerne hätten.“

Wollen Sie das damit bestätigen?
Klar gibt es die Neurobiologie und Neurologie. Hier gibt es eben auch Grenzen. Das stimmt. Und das zu sagen, gibt „moralische Angriffspunkte“. Das nicht zu sagen sehe ich persönlich aber als unehrlich.
Nur vermischt man hier oft [wie Sie evtl. auch] Äpfel und Birnen.
Und nur auf Äpfel zu setzen ist vielleicht auch nicht immer so lecker. Bisschen „Obstmischung“ mag man eigentlich schon haben.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Joachim Schwarz

Ah ja? Und was machen wir mit „den Schwächsten“? Lassen wir es einfach so und finanzieren zukünftig immer weiter die dann zukünftigen Bürgergeldempfänger oder überlegen wir uns lieber, wie man diese Menschen befähigt ein auskömmliches und selbstbestimmtes Leben zu führen???

GBS-Mensch
1 Monat zuvor

Man muss schon einmal schauen, was pragmatisch oder realistisch ist.
Einen maximalen Aufwand zu betreiben, als wolle man jeden auch unter noch so ungünstigen Umständen zum Nobelpreisträger heranziehen, ist es nicht.

Man wird sich wohl auf ein Level einer Grundbildung ähnlich der Volksschule zurückziehen müssen.

Nehmen wir das Beispiel Schulbegleitung:
Die Suchmaschinen-KI wirft mir gerade monatliche Kosten von 2-4K monatlich aus.

Das sind bei zehn Schulmonaten im Jahr 20-40K Kosten im Jahr, bei fünf Jahren sind es 100-200k Kosten.

Bei einem Medianeinkommen müsste man als Single wohl zehn bis 20 Jahre Einkommenssteuer zahlen, um das wieder herauszubekommen.

Da muss man sich schon irgendwie einmal ehrlich machen, was möglich und (ökonomisch) sinnvoll ist.

GBS-Mensch
30 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Die Erfahrung zeigt, dass in sehr viele Menschen sehr viel investiert wurde und die dann trotzdem Unsummen kosten.
Mit der bloßen Investition ist es offensichtlich nicht getan. Unser kostenfreies Schulsystem ist bereits so eine (sehr kostspielige) Investition.

Aber wie ich schon mehrfach dargelegt habe, liegt es an unserem inversen Anreizsystem, dass es belohnt, nichts zur Gesellschaft beizutragen.

GBS-Mensch
30 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Liste der Bildungsausgaben als Anteil des BiPs

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Bildungsausgaben

Zählen Sie einmal die Top Ten ab und erläutern und den Lebensstandart und wirtschaftliche Prosperität dieser Länder.

Wenn Sie damit fertig sind, können Sie für die Einordnung einmal erklären, was in die Bildungsausgaben einfließt, was absolut nichts primär mit der Schülerbildung zu tun hat: Transport (in Deutschland kaum existent) freies Schulessen (in Deutschland auch nur mäßig existent), Aufwendungen für Altersvorsorge für Personal (In den USA beispielsweise sehr relevant mit entsprechend großem Volumen) etc.

Und dennoch liegt Deutschland über dem OECD-Schnitt und in einigen Teilbereichen auch deutlich.

So viel dazu. Ansonsten sollten Sie sich mit Ihren persönlichen Anwürfen einmal zurückhalten. Bloß weil Ihnen etwas nicht passt oder Sie anderer Meinung sind, ist es deshalb nicht Hetze, Sozialdarwinismus, ekelhaft, rechtsextrem oder was Ihnen da sonst so einfällt.

Rainer Zufall
30 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Jaja, ganz bestimmt ein ganz anderer 😛

unfassbar
30 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Wenn Deutschland als führende Industrienation gelten möchte, dann muss es auch eine bleiben wollen. An dem Willen hapert es in der Politik seit etlichen Jahrzehnten schon. Die aktuelle Politik ist für die exorbitant hohen Energiekosten verantwortlich und treibt damit die Deindustrialisierung voran. Das kann man gut finden, muss es aber nicht.

Bla
30 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

So Quatsch ist das nicht. Schulbegleitungen sind der teuerste Weg der Förderung mitunter. Ob das „wirtschaftlich sinnvoll“ ist? Da kann man unemotional gerne diskutieren. Dann wird man bei vielen halt eben auf „ja“ landen.

Sie vermischen hier „die Gesamtheit“ mit „dem Einzelfaktor“. Gesamtgesehen haben Sie recht.
Im Einzelfaktor hat GBS-Mensch durchaus einen Punkt.

Nehmen wir jetzt Ethik und Teilhabe dazu [also keine reine Wirtschaftlichkeit], dann sieht es anders aus. Dann sprechen wir eben nicht um den „Wirtschaftlichen Wert“, sondern um andere Priorisierungen mitunter. Dann ist der Ansatz „wenn eine Person deshalb selbständig leben kann und zwar keinen Gewinn wirtschaftlich bringt, aber daher weniger Pflege später braucht – ist das ein indirekter Gewinn – eben als Verzicht der Mehrkosten durch Betreuung“. Das „rechnen“ leider viele hier raus.
Als Sozialstaat muss man dies jedoch mit bedenken. Ansonsten wäre die Forderung ein anderes System. Also reiner Kapitalismus beispielsweise.
Dann sprechen wir jedoch eben auch um eine Systemkritik des Sozialstaates und der Teilhabe.
Also: Friss oder stirb. Keine Sozialversicherungen usw. Zumindest nicht so, wie sie jetzt systemisch wären. Ob das „besser ist“ … Naja.

Und ich habe das Gefühl, dass „Ihr/ihr beide“ euch hier auf verschiedenen Ebenen befindet.
Beides stimmt „irgendwo“.

ed840
29 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

ging auf das Erich-Kästner-Gymnasium in Köln-Niehl.

Interessant fand ich auch wie es überhaupt möglich wurde, dass er zum Gymnasium gehen konnte.

Ich finde es gut, dass die Hürden mittlerweile nicht mehr ganz so hoch sind.

Bla
29 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„Uğur Şahin, der Gründer von Biontech, ging auf das Erich-Kästner-Gymnasium in Köln-Niehl.“

Das könnte man jetzt allerdings auch sehen als „dann ist die ‚Bestenauslese‘ doch vorhanden gewesen“. Bestätigt dann, dass er einer der „Elite“ wäre.
Ansonsten hätte er niemals diese Gelegenheit halt bekommen.

Das darf man halt nicht „vertauschen“.

Der Ansatz wäre dann beispielsweise: Fördert „solche“ mehr.
Die Frage ist halt dann, wieviele „findet man“. Weil man ja „andere“ vernachlässigt.
Das wäre dann eine Kostenabwägung der Effizienz.

Das „Gastarbeiter Argument“ wirkt halt im ehrlichen Umgang nicht. Da geht es nicht um „wie sieht er aus/woher kommt er“, sondern „was ist das Potential“. Und das ist halt mal potentiell verschieden.

Bei ihm musste ja „Potential“ dann da waren.
Wie viele andere konnten „sowas“ denn nicht? Trotz Förderung.
Wo man dies auch als Wahrscheinlichkeit hoch einschätzen kann.

Vielleicht hätte er auch „ohne Förderung“ eine Krebsheilung begünstigt, weil er jemanden kennen lernen hätte können, der Krebs bekommen hätte. Hier sind wir dann eben in einem „Was wäre wenn“ Szenario, welches keiner sagen oder beurteilen kann.
Dazu gibt es mit Sicherheit auch Beispiele, welche in der Wirkung so ähnlich verlaufen.
Weiß nicht, ob „solch Beispiel“ wirklich eine realistische Anwendung auf die Masse hat. Ehrlicherweise.

dickebank
29 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ingenieurspross in K-Niehl, geh ford

Rainer Zufall
30 Tage zuvor
Antwortet  GBS-Mensch

„Die Erfahrung zeigt, dass in sehr viele Menschen sehr viel investiert wurde und die dann trotzdem Unsummen kosten.“
Nicht ganz von der Hand zu weisen, wenn man Ihre Beiträge liest…

DerechteNorden
30 Tage zuvor
Antwortet  GBS-Mensch

Tatsächlich muss ich Ihnen zustimmen.
Was fehlt, ist der soziale Druck. Wenn Menschen vermittelt bekämen, dass das Geld, das sie erhalten ein gesellschaftlicher Vertrauensvorschuss ist, würden sie vielleicht anders handeln. Hilfreich wäre es, wenn der Staat ihnen durch Druck (Das Wort verwende ich inzwischen ganz bewusst!) helfen würde, das besser zu verstehen.

Bla
29 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Also wie in Japan usw.?
Der Druck geht halt oft dann auch mit „Depressionen“ und „Burnout“ einher. Das sollte man dabei auch bedenken.
Dazu oft mit „Verzicht auf anderes“. Beispielsweise „freie Kindheit“ (im Sinne von Zeit und Wahl).
Vieles hat so seine Kehrseiten. Auch hier. Zu offen … Schwierig. Zu geschlossen. Schwierig. Die Balance ist wichtig. Ob die Japan hat? Ich weiß ja nicht. Sie kennen es oft nicht anders. Wie viele bei uns „die Freiheit“ halt auch.

Fräulein Rottenmeier
30 Tage zuvor
Antwortet  GBS-Mensch

Am Ende haben Sie wohl beide (Sie und die Redaktion) ein bisschen Recht.
Nur zu Fördern mit Unsummen an Geld und nichts zu fordern, ist sicherlich auch nicht der Weg, aber nur zu Fordern, ohne mit guten Ressourcen zu fördern, eben auch nicht.
In anderen Ministerien hat man dies zum Teil erkannt und versucht beides zu vereinen. Schröder hat damals mit seiner Agenda 2010 genau da angesetzt, mit dem Effekt, dass die Arbeitslosenzahlen recht schnell massiv sanken. Und auch jetzt hat die Bundesregierung mit der Änderung zum Bürgergeld genau da angesetzt. Unterstützung ja, aber nicht ohne die Forderung zur Bereitschaft…..

Hier kann sich das Bildungsministerium und die KMs der Länder doch einiges abschauen. Bildungsinvestitionen aka Förderung ja, aber auch die Forderung, an dieser Förderung teilzunehmen.
MMn gibt es genug Förderwerkzeuge (Sprachförderung, Lernförderung, Kitaplätze (oft)) in einem ganz großen Maße, was aber fehlt, ist die Verbindlichkeit daran teilzunehmen.
In NRW gibt es bereits einen Sprachtest (Delfin4) und eine verbindliche Sprachförderung für die Kinder, die nicht gut oder gar kein Deutsch können. Nur nachgehalten wird das nicht. Für die Eltern ist es gar kein Problem, sich dieser Sprachförderung zu entziehen……Es bleibt für sie folgenlos.
Dies hat Frau Feller offenbar gut erkannt und möchte diese Sprachförderung in die Hand der Schulen legen. Das ist gut überlegt, aber im weiteren Verlauf organisatorisch (bisher zumindest) nicht zuende gedacht. Es wird also nicht der große Wurf werden….für einen großen Wurf müssten Schulrechtsänderungsgesetze her, die zum einen eine verbindliche Diagnostik vorschreiben und zum anderen verbindliche Fördermaßnahmen vorhalten. Dies könnte auch bedeuten, dass Kinder verpflichtet werden, ab einem bestimmten Zeitpunkt an intensiven Förderkursen täglich teilzunehmen……dazu müsste aber die Schulpflicht für Kinder ab 5 Jahren ausgeweitet werden…..rechtlich schwierig also…..

Rainer Zufall
30 Tage zuvor
Antwortet  GBS-Mensch

„Man muss schon einmal schauen, was pragmatisch oder realistisch ist.“
Ach wie schön, dass Sie das so sehen.

„Der Apfel fällt nicht so weit vom Stamm, wie es die, die sich vor dem Notwendigen ekeln, das gerne hätten.“
Was meinen Sie mit „dem Notwendigen“, dem Sie zustimmen? 🙂

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Joachim Schwarz

? Sie würden doch auch davon profitieren.
Wenn Ihnen die betroffenen Kids schon egal sind, so sollten Sie zumindest etwas weiter in die Zukunft denken.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Joachim Schwarz

die eine realistische Chance haben, unser Land voran zu bringen.“

Woher soll man das bei Kleinkindern schon wissen?

Schonmal mit der Vita von z.B. Ugur Sahin oder Bastian Nominacher etc. beschäftigt

Rainer Zufall
30 Tage zuvor
Antwortet  ed840

„Woher soll man das bei Kleinkindern schon wissen?“
Wie stehen Sie zum restlichen Beitrag?
Anders: Wie sehen Sie die Anspruchshaltung, „das Land voranbringen“ zu können bezüglich der Schwächsten in unserer Gesellschaft?

Cornelia
1 Monat zuvor
Antwortet  Joachim Schwarz

Für die Schwächsten gibt es „eine realistische Chance“, wenn man ihnen hilft.

Rainer Zufall
30 Tage zuvor
Antwortet  Cornelia

Ich widerspreche, es geht nicht um die Nützlichkeit oder die Chance.
Spielen Sie nicht das Spiel der Idioten mit, beweisen zu müssen, dass Kinder einen Wert haben. Sie haben diesen von Anfang an und verlieren ihn nie

Hannah Halloumi
1 Monat zuvor
Antwortet  Joachim Schwarz

Quatsch, es ist umgekehrt. Die Mittelschicht bezahlt Maßnahmen, die dann aber von den weniger Privilegierten kaum genutzt werden, sondern eben v.a. von denen, die es eigentlich gar nicht nötig hätten.

Freier Eintritt im Museum, wer geht hin? Nur Leute, die auch sonst ins Museum gehen, und sie die Karten eigentlich locker leisten könnten.

Subventionierter Unterricht an öffentlichen Musikschulen zu Hungerlöhnen für die Lehrer? Wird gerne „mitgenommen“ von kulturaffinen Akademikern, aber diejenigen, die eigentlich an Musik herangeführt werden müssten, wollen nicht.

Qualitätsoffensive im Kindergarten mit Sprachförderung und frühkindlicher Bildung? Klar, warum nicht, sagen die Eltern von Klara und Korbinian, während die von Murat und Malak ihre Schützlinge lieber bis zur Einschulung zuhause behalten.

Deutschland, Gießkannenland.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Hannah Halloumi

während die von Murat und Malak ihre Schützlinge lieber bis zur Einschulung zuhause behalten.“

Ziemlich pauschalisierend.

Nach meinen Informationen nahmen z.B. in Hessen bereits vor der gesetzlichen Verpflichtung ca. 95% der Kinder eine Empfehlung für Deutschvorlaufkurse auch freiwillig war.

Palim
1 Monat zuvor
Antwortet  Hannah Halloumi

Merkwürdig,
bei uns sind Murat und Malak in der Freiwilligen Feuerwehr, lernen in der Schule ein Instrument und treten damit im Altenheim auf
und treffen sich mit Gustav und Geeske am Badesee.

Korbinian und Klara sind nicht dabei, sie sitzen noch im Bus oder werden von den Eltern chauffiert, da sie die Privatschule besuchen, schließlich muss man ja früh wählen, mit wem man Kontakt haben darf.

Gustav hätte übrigens früher in NDS Sprachförderung vor der Einschulung bekommen, weil er im Test und in der Kleingruppe nur so wenig gesprochen hat und der Wortschatz noch sehr begrenzt war. Zum Glück haben sich die Eltern frühzeitig um Logopädie gekümmert, die Wartezeit beträgt ein Jahr, und er konnte mit Unterstützung die Schule meistern. Jetzt liest er super und wird mit guten Noten gehen.
In die Sprachförderung konnten nicht alle Kinder gehen, sondern nur die, die eingeladen wurden.
Murats große Schwester brauchte die Förderung nicht. Sie spricht schon jetzt 3 Sprachen fließend und lernt 3 weitere Sprachen in der Schule. Murat selbst hat ein Faible für Mathe und gewinnt Preise bei den angebotenen Wettbewerben, zu denen jeder ermuntert wird.

Für Amelie ist es schade, dass es die Sprachförderung vor der Einschulung nicht mehr gab. Ihr hätte es sehr geholfen und den Einstieg in die Schule erleichtert. Sie muss im 1. Schuljahr vieles aufholen und verliert immer wieder den Anschluss, ist sehr gefordert und oft erschöpft.
Aber wir sparen uns die Förderung bei den Kleinsten, damit wir dann jammern können, dass sie als Jugendliche oder Erwachsene unseren Ansprüchen nicht genügen.

Ceterumcenseo
1 Monat zuvor
Antwortet  Hannah Halloumi

Ich halte diesen Kommentar für sehr pauschal. Zu behaupten, dass vor allem Akademikerfamilien solche Angebote nutzen, wird der Realität nicht gerecht. Es gibt viele Familien aus der Mittelschicht oder auch mit geringerem Einkommen, die Förderangebote intensiv wahrnehmen, genauso wie es Akademiker gibt, die sie nicht nutzen.

Viel wichtiger ist aus meiner Sicht ein anderer Punkt: Staatliche Förderung sollte sich in erster Linie am tatsächlichen Förderbedarf orientieren. Gerade der Spracherwerb ist – insbesondere bei Kindern mit Migrationshintergrund – eine der wichtigsten Voraussetzungen für gelingende Integration. Deshalb sollte die Teilnahme an Sprachfördermaßnahmen dort, wo ein entsprechender Förderbedarf festgestellt wird, konsequent eingefordert und mit Förderleistungen verknüpft werden.

Gleichzeitig dürfen wir nicht den Fehler machen, Sprachprobleme ausschließlich mit Migration gleichzusetzen. Auch der „böse Torben“ oder die „böse Pia“ können Sprachentwicklungsverzögerungen oder andere Förderbedarfe haben. Entscheidend ist nicht der Name oder die Herkunft eines Kindes, sondern der tatsächliche Bedarf.

Deshalb sollte gelten: Jedes Kind, das Unterstützung braucht, muss diese auch erhalten – unabhängig von Herkunft, Einkommen oder Bildungsgrad der Eltern. Nur so schaffen wir echte Chancengleichheit.

Fraup
1 Monat zuvor
Antwortet  Hannah Halloumi

Also dann keine Qualitätsoffensive, keine Subventionen?????
Sie gönnen den „Mittelschichtskindern“ keine Maßnahmen, die ja auch von der Mittelschicht bezahlt werden, nach Ihrer Aussage? Wer bezahlt, erhält was. Dann ist doch alles gut – oder? O d e r … ?

Opossum
1 Monat zuvor
Antwortet  Hannah Halloumi

Akademiker oder Eltern von Klara und Korbinian können sich auch nicht unbedingt den Eintritt ins Museum oder einen Musikunterricht leisten.

In meiner Heimat war die Musikschule tatsächlich günstig. In meiner Klasse haben fast alle einen Musikunterricht gehabt: 2×Woche Instrument (45 Minuten), 2×Woche Solfeggio, 2×Woche Chor, Geschichte der Musik. In Deutschland ist es unbezahlbar. 30 Minuten pro Woche kosten 50 (oder schon teurer?) Euro, bezahlt muss es auch bei Unterrichtsausfällen und in den Ferien! Dazu wird es Musik zum Spaß, ohne Technik zu lernen, ohne zu motivieren, zu Hause zu üben. So mein Eindruck.

In vielen staatlichen und kommunalen Museen in SH ist der Eintritt für Kinder kostenlos, aber diese Museen sollen noch erreicht werden, und die Reise mit dem Zug ist auch nicht unbedingt günstig für Kinder ab 6 Jahren.

Einmal wollte unsere Grundschule Kinder zum Weihnachsmärchen bringen. Es hat nicht geklappt, da die Züge ausgefallen sind.

Bei solchen Hindernissen soll die Motivation recht groß sein, um Kinder künstlerisch zu erziehen. Wenn die Einsicht fehlt, wozu der ganze Aufwand, wird das Resultat nicht unerwartet.

Und leider wird jetzt der Spaß Kontent und populäre Kultur mehr propagiert, als Kunst und hohe Kultur.

Rainer Zufall
30 Tage zuvor
Antwortet  Hannah Halloumi

„Freier Eintritt im Museum, wer geht hin?“
Bildungsnahe Familien?

„Wird gerne „mitgenommen“ von kulturaffinen Akademikern, aber diejenigen, die eigentlich an Musik herangeführt werden müssten, wollen nicht.“
Bezahlen Sie die Musiklehrenden angemessen und/ oder hören Sie auf, anderen Familien hinterher zu spionieren.

„Qualitätsoffensive im Kindergarten mit Sprachförderung und frühkindlicher Bildung?“
Öffenliche Kita-Pflicht für alle? Bin ganz bei Ihnen 🙂

Bla
29 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Das mit den Musiklehrenden wird vermeintlich sowieso ein Problem … Könnte man als KMK auch schon mal eindenken. Das wird kommen.
Braucht man sich nur die Altersstruktur ansehen.

Ich frage mich nur, ob man dann „das nicht wissen konnte“ und einfach den Musikunterricht weitgehend an vielen Schulen streicht oder weiter auf Klassenleitungsbasis dann hält und macht.

Kita-Pflicht wäre wünschenswert bei genug Ressourcen und Rahmen.
Ansonsten halt nicht gewinnbringend machbar.
Sprachförderung? Gehört insbesondere so ab dem 4. Lebensjahr. Eindeutig Kita-Bereich eben. Keine Ahnung, warum man das nicht rafft und in die Grundschule zieht. Das ist alles „verlorenes Potential“.
„Traurig“ (für mich strukturell „traurig“ – für andere evtl. „Emotional“?) eigentlich.

Oft frage ich mich, ob das „andere“ [KM, Politik] nicht „sehen“ bzw. „checken“ oder ob ihnen das bewusst egal ist.
„Merkt man das nicht?“

Teacher Andi
1 Monat zuvor
Antwortet  Joachim Schwarz

Herr Schwarz, Sie können sicher nicht entscheiden, welcher Schüler eine realistische Chance hat, wir sollten die Bildung auf alle Fälle mehr unterstützen, denn dann proifitiert die gesamte Gesellschaft davon. Und gerade die Schwächsten, die unsere Hilfe brauchen, weil die Eltern entweder nciht können oder nicht wollen, sind besonders zu fördern, da liegt unser Potenzial, denn wenn wir die verlieren, bekommen wir massive soziale Probleme.

Ceterumcenseo
1 Monat zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Was mich an der ganzen Diskussion stört ist doch die Frage: Wer sind denn die „Schwächsten“? Kann nicht auch Korbinian und Klaudia mit vollbeschäftigten Akademikern, die z.b. keine Zeit für ihre Kinder erübrigen wollen, zu dieser Gruppe gehören?
Ist es nicht wirtschaftlich und gesellschaftspolitisch sinnvoll auch in leistungsstarke SuS Ressourcen zu investieren, damit wir auch in Zukunft noch ein Hochtechnologieland sind?

Alese20
30 Tage zuvor
Antwortet  Ceterumcenseo

Ja, das Eine tun und das Andere nicht lassen. Da sind wir wieder bei mehr Investitionen in Bildung stecken.

Es gab doch schon in meiner Grundschule (in den 80ern) 3 verschiedene Förderunterrichtsgruppen (je nach Entwicklung), die 1-2x die Woche unterschiedlich gefördert wurden.
Wo ist das geblieben?

DerechteNorden
30 Tage zuvor
Antwortet  Ceterumcenseo

Auch wenn akademische Eltern vielleicht zu wenig Zeit für ihren Nachwuchs haben, so sorgen sie mit Geld dafür, dass dieser sehr gute Karriere-Chancen haben wird. Das, was Sie da konstruieren, ist doch kein echtes Problem, sondern komplett an den Haaren herbeigezogen.

ed840
30 Tage zuvor
Antwortet  Ceterumcenseo

 „Kann nicht auch Korbinian und Klaudia mit vollbeschäftigten Akademikern, die z.b. keine Zeit für ihre Kinder erübrigen wollen, zu dieser Gruppe gehören?

Wenn die Statistiken stimmen, hätten die beiden bei gleichem Leistungsvermögen aber trotzdem bessere Chancen z.B. auf eine Gymnasialempfehlung als Kinder, deren Eltern keine Akademiker sind.

Bla
30 Tage zuvor
Antwortet  Ceterumcenseo

Die Gymnasien sind das „Aushängeschild“ oftmals. Wird dort nicht sowieso investiert? Im Vergleich zu anderen Schulformen?

Stelle ich mal zum Diskurs mit Ihnen hier bereit die These.
Setzt man den Fokus nicht sowieso „automatisch“ dort politisch gesehen?

Indra Rupp
30 Tage zuvor
Antwortet  Joachim Schwarz

Wie wollen Sie denn mit ein paar kleinen Abi Aufgaben aus einem Ingenieur einen Spitzeningenieur machen? Sie überschätzen Schule. Es braucht wohl die Persönlichkeit des Spitzeningenieur selber und eventuelles in Frage stellen der Abi Aufgaben selber.
Einstein wurde auch nicht durch Lehrer erschaffen, sondern durch sich selber und das in Frage stellen der Lehrer. Ist ja nicht so, dass Schule selber ein Einstein ist und auch nicht so, dass es für einen Einstein das korrekte lösen von Aufgaben bedarf.
Schule ist für das einfache Volk, das einfach Aufgaben bekommt und diese nach Regeln, die die Schule vorgibt, löst.
Btw: Künstler wird man auch nicht, indem man brav seine Hausaufgaben macht. Im Gegenteil, man muss immer ungerade Wege gehen. Das kann Schule nicht lehren. Schule kann nur lehren, gerade Wege zu gehen und Anweisungen und Regeln zu befolgen und Formeln anzuwenden.
Schule kann nicht lehren, selber in den Ar*** getreten zu werden, Formeln zu ignorieren und kann keine Lebenserfahrung und keine Lebensweisheit bieten.
Die Persönlichkeit, die es dafür braucht um Künstler oder Einstein zu werden, fördert mitunter das zerüttete Elternhaus, die verbohrte Nachbarschaft, Bürokratiemonster, Behörden, böse Machthaber, Unterdrückung, Stigmatisierung, Spießer,… aber ja, auch doofe Lehrer, liebe Lehrer und dessen Einordnung und letztendlich Reflexion des ganzen Kasperletheater, das Leben heißt.
Und dafür, meinen Sie, braucht es jetzt die binomischen Formeln von Joachim Schwarz, oder was?
Viel eher braucht man Ihren blöden Kommentar dafür, um dann daraus die eigene Philosophie abzuleiten, interpretieren, hinterfragen, warum sind Menschen so und somit die Welt.
Konzentrieren Sie sich also besser darauf, Menschen in Lohn und Brot, mit HA oder auch Abi zu bringen, damit der Spitzeningenieur Fachkräfte bekommt und schreiben Sie weiterhin solche Kommentare, damit die Künstler Input für Philosophie und Comedy haben und der Welt einen Spiegel zur Selbstreflexion und Selbstheilung vorhalten können oder wunderbare Musik oder Malerei erschaffen, um der Menschheit alles Gift, ob Traurigkeit, Hass, Ärger, Verzweiflung, Sehnsucht ect aus der Seele zu ziehen.
Danke!

Frederik März
29 Tage zuvor

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