
Rund 500 Lehrerinnen und Lehrer fehlen an Berlins Schulen zum Start des neuen Schuljahres – Berlins Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch ist zuversichtlich, dass die Einrichtungen diese Lücke füllen werden. «Die Schulen werden die Wege gehen, wie in den letzten Jahren», sagte sie im RBB-Inforadio. «Sie werden entweder Studenten einstellen oder Vertretungslehrkräfte, teilweise auch andere Professionen.»
Das sei alles nicht das, was sich die Senatorin wünsche, aber es werde von Jahr zu Jahr besser. Vor drei Jahren hätten noch 1.500 Lehrkräfte zum Schuljahresbeginn gefehlt, sagte die CDU-Politikerin. Die Lücke werde also kleiner.
Die Regierung werde gleichwohl nicht abwarten, bis die Demografie von allein für weniger Schülerzahlen sorgen wird. «Nein, auf gar keinen Fall warten wir jetzt die nächsten Jahre ab», betonte Günther-Wünsch. Sie verwies auf Maßnahmen wie den sogenannten Flexmaster, der ab dem nächsten Wintersemester starten soll. Damit können Lehramtsstudierende einen Arbeitsvertrag an einer Schule mit einem gestreckten Praxissemester in derselben Einrichtung kombinieren. News4teachers / mit Material der dpa
Entspannung erst 2030? Neues Schuljahr mit Schülerrekord – und alten Problemen










Wie üblich macht sich das Ministerium einen schlanken Fuß.
Vollkommen richtig!
Wer sowas fordert hat keine Ahnung vom Schulalltag und will sich aus der Verantwortung stehlen!
1. Die Studierenden werden dadurch verheizt.
2. Studierende und Quereinsteiger senken – von Ausnahmen abgesehen – insgesamt das Niveau.
Abgesehen davon: Lassen Juristen mal so eben Studierende ihren Job machen?
Aber ich denke, die Frau Senatorin könnte locker von einem Quereinsteiger ersetzt werden! Da kann man kein Niveau mehr senken!
Ein wichtiger Schritt für mehr Lehrkräfte wäre, die Arbeitszeiterfassung auch durch den Diensthern zu ermöglichen. Dann müssten das nicht die Lehrkräfte selbst organisieren und der Dienstherr würde dieses wichtige Feld nicht der GEW mit der LehrZeit-App überlassen.
Das würde dafür sorgen, dass sich Lehrkräfte ernstgenommen fühlen in ihren Belangen und würde nebenbei auch das Vertrauen in den Dienstherrn stärken, dass dieser für angemessenen Arbeitsschutz sorgt. Und das macht dann den Lehrberuf auch wieder attraktiver!
Hier die Lokal-Nachrichten dazu. Lesenswert sind dort v. a. die Kommentare:
Schulstart in Berlin und Brandenburg: 800 Lehrkräfte fehlen, Rekordzahl an Schulkindern
… zumindest schwadroniert sie nicht davon, den Demografischen Niedergang abzuwarten…
Sie tut es aber schon, weil sie andernfalls die Schulen nicht ihrem Schicksal überlassen würde.
mal alle in vollzeit schicken.
Klar, auch die, die kleine Kinder zu Hause haben oder Angehörige pflegen! Glaubst du wirklich, dass die alle zum Spaß Teilzeit arbeiten?
Sehr viele Lehrer, häufig -innen, haben nur noch Kinder auf der weiterführenden Schule (oder älter) und keine pflegebedürftigen Verwandten — und trotzdem arbeiten die in Teilzeit. Anekdotisch aber bezeichnend ist die Aussage meiner Kollegin mit einer halben Stelle:
„Ich möchte keinen Leistungskurs, weil ich meine beiden freien Tage in der Woche behalten möchte.“
Gibt es in DE eine Arbeitspflicht, bzw. eine Pflicht Vollzeit arbeiten zu müssen? Entscheidet das nicht auch jeder einzelne für sich – Angebot und Nachfrage, persönliche Lebensplanung? Arbeitgeber könnten ja auch zwei Teilzeitkräfte für eine Vollzeitstelle einstellen, oder sehe ich da was falsch?
Übrigens, ich habe immer Vollzeit gearbeitet, trotz zweier Kinder und einem Partner im durchgängigen Schichtdienst. Einerseits, weil mir die Arbeit Spaß gemacht hat (meistens) und zweitens, weil wir nicht auf das zweite Gehalt verzichten wollten. Aber das sollte doch bitte jeder selbst für sich entscheiden.