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„Was wird dann aus uns?“ – An Sachsen-Anhalts Schulen wächst die Angst vor einer AfD-Regierung

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MAGDEBURG. In Sachsen-Anhalt könnte die AfD nach der Landtagswahl in vier Wochen die Regierung übernehmen – und Schulen würden ihre Vorstellungen unmittelbar zu spüren bekommen: Die Partei will die Inklusion beenden, Kinder von Geflüchteten in Sonderklassen unterrichten, politische Bildung zurückdrängen und Lehrkräfte einem „strengen Neutralitätsgebot“ unterwerfen. Die Angst verändert den Schulalltag schon vor der Wahl: Schülerinnen und Schüler fragen, ob sie künftig noch dazugehören. Lehrkräfte fürchten Beschwerden und dienstrechtliche Konsequenzen – und manche denken offenbar bereits darüber nach, Sachsen-Anhalt zu verlassen.

„Mir ist regelrecht schlecht geworden“: AfD-Stand in der Magdeburger Innenstadt. Foto: Roy Zuo / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

An der Lessing-Gemeinschaftsschule in Salzwedel ist die mögliche Zukunft inzwischen Gegenstand sehr konkreter Gedankenspiele. Die Schule hat 453 Schülerinnen und Schüler aus 20 Nationen. Manche haben ADHS, Autismus oder Lern- und Entwicklungsstörungen, andere Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache. An der Hauswand hängt das Schild „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Schulleiterin Heike Herrmann beschäftigt inzwischen die Frage, was davon bleiben würde, wenn die AfD ihre schulpolitischen Vorstellungen durchsetzt. Wie die Zeit berichtet, hatte sie lange gezögert, das Regierungsprogramm der Partei überhaupt zu lesen. Als sie es schließlich tat, sei ihr „regelrecht schlecht geworden“. „Ich wollte das eigentlich nicht an mich ranlassen, aber mir war klar, dass ich Bescheid wissen muss“, sagt sie dem Bericht zufolge. Danach habe sie Angst bekommen.

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Die AfD liegt vor der Landtagswahl am 6. September in Umfragen bei rund 40 Prozent. Sie strebt die absolute Mehrheit an – könnte aber auch mit Hilfe des BSW an die Regierung kommen. Für die Schulen hat die Partei, die vom Verfassungsschutz in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextremistisch geführt wird, weitreichende Pläne: Deutschlandflaggen sollen an den Schulgebäuden wehen, private Sicherheitsdienste eingesetzt, Geschichtslehrpläne verändert, Regenbogenflaggen verboten und antirassistische Aktivitäten zurückgedrängt werden. Das Gymnasium soll nach den Vorstellungen der Partei wieder stärker einer Leistungselite vorbehalten sein; höchstens 25 Prozent eines Jahrgangs sollen es besuchen. Die Schulpflicht möchte die Partei zugunsten einer Bildungspflicht lockern, sodass auch Unterricht zu Hause möglich würde. Besonders weitreichend wären jedoch die Veränderungen für Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf.

In ihrem Regierungsprogramm bezeichnet die AfD die Inklusion – verbrieft durch die von Deutschland mit unterzeichnete UN-Behindertenrechtskonvention – als ein „Experiment“, das „auf ganzer Linie gescheitert“ sei. Sie kündigt an, Inklusion „unverzüglich beenden“ und die Förderschulen ausbauen zu wollen. Zur Begründung heißt es unter anderem, „behinderte Kinder“ fänden unter ihren Mitschülerinnen und Mitschülern keinen Anschluss und „lähmen“ den Unterrichtsfortgang.

„Teilhabe für alle ist hier kein Experiment, sondern Normalität“

An der Maria-Montessori-Schule in Halle lernen seit mehr als 30 Jahren Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam. Von 175 Schülerinnen und Schülern haben nach Angaben des MDR 23 einen Förderbedarf. Die Schule wird zu 80 Prozent vom Land finanziert und erhält für jedes Inklusionskind zusätzliche Unterstützung in Höhe von 11.000 Euro pro Schuljahr. Die AfD will die finanzielle Förderung für Schulen mit Inklusionskonzept streichen und stattdessen Förderschulen stärken.

Wie alarmiert die Schule über die politischen Pläne ist, zeigt ein ungewöhnlicher Schritt: Sie veröffentlichte eine eigene Erklärung zum drohenden Regierungswechsel. Unter der Überschrift „33 Jahre gemeinsames Lernen – unsere Antwort auf das AfD-Wahlprogramm“ stellt sie der Forderung nach einer Abkehr von der Inklusion ihre Erfahrungen seit 1992 entgegen. „Teilhabe für alle ist hier kein Experiment, sondern Normalität“, heißt es darin.

Die Schule argumentiert dabei nicht allein mit den Interessen der Kinder mit Förderbedarf. Vom gemeinsamen Unterricht profitierten auch alle anderen Schülerinnen und Schüler. Kinder, die von Anfang an mit Verschiedenheit aufwüchsen, lernten Geduld, Rücksicht und Verantwortung. Hinzu komme ein Effekt, der in der politischen Auseinandersetzung nach Auffassung der Schule zu wenig beachtet werde: Mit den Kindern mit Förderbedarf könnten auch Förderlehrkräfte und damit deren pädagogische Kompetenzen aus dem gemeinsamen Schulalltag verschwinden. Ihr Wissen über individuelles Lernen, unterschiedliche Lerntempi und gezielte Unterstützung komme derzeit allen Kindern zugute.

Wenn Kinder wegen der AfD die Montessori-Schule verlassen müssten, wäre das für sie der „allergrößte worst case“ und „ganz, ganz schlimm“, sagte Dirk Rohra, Geschäftsführer der Montessori-Gesellschaft Halle gegenüber dem MDR. Die Kinder seien dort verwurzelt und hätten Freundschaften aufgebaut. Das gemeinsame Lernen funktioniere, weil alle Beteiligten zusammenarbeiteten.

Bei öffentlichen Erklärungen will es die Schule deshalb nicht belassen. Gemeinsam mit dem Verband der freien Schulen bereitet sie sich nach Angaben des Deutschlandfunk bereits darauf vor, gegen entsprechende bildungspolitische Veränderungen auch juristisch vorzugehen. Rund 5.000 Kinder mit Förderbedarf werden Rohra zufolge derzeit in Sachsen-Anhalt inklusiv unterrichtet. Sollte eine künftige Landesregierung den gemeinsamen Unterricht tatsächlich beenden, wollen sich Schule und Verband dagegen zur Wehr setzen – notfalls vor Gericht.

Auch in Salzwedel ist diese Debatte keine abstrakte Auseinandersetzung über Schulstrukturen mehr. Schulleiterin Herrmann hat nach Angaben der Zeit nachgezählt, welche Kinder betroffen sein könnten: 20 mit ADHS, 47 mit Legasthenie, 25 mit Dyskalkulie, vier mit Lernschwäche, drei mit Autismus, zwei mit Entwicklungsstörung und zwei mit Fetalen Alkohol-Syndrom. Fast jedes vierte Kind der Lessing-Schule benötigt demnach besondere Unterstützung.

Hinzu kommen 84 Schülerinnen und Schüler mit ausländischem Pass und weitere mit Migrationsgeschichte. Denn auch für sie enthält das Regierungsprogramm eine grundlegende Veränderung: „Alle Kinder von Flüchtlingen und Asylbewerbern“ sollen nach den Vorstellungen der AfD in Sonderklassen unterrichtet werden können.

Herrmann kommt deshalb zu einer Größenordnung, die erkennen lässt, wie tief ein solcher Umbau in bestehende Schulgemeinschaften eingreifen könnte. „Zusammen mit den Kindern mit Lernstörungen und Förderbedarfen wäre es ungefähr für die Hälfte unserer Kinder nicht mehr klar, ob sie noch an dieser Schule bleiben könnten, wenn die AfD ihre Pläne umsetzt“, sagt sie laut Bericht.

Ihr Kollege Sebastian Koberstein formuliert es für seine sechste Klasse noch drastischer: „Wenn ich die Kriterien der AfD anlege, bleiben hier vielleicht noch fünf, sechs Schüler übrig.“

Die Schülerinnen und Schüler selbst haben längst verstanden, dass die politische Debatte sie persönlich betrifft. Angelina und Damian sind 15 Jahre alt und haben beide eine Lese-Rechtschreib-Schwäche. Nach einer Geschichtsstunde kommen sie ins Büro ihrer Schulleiterin. Sie haben bereits überlegt, wer von ihnen eigentlich noch an der Schule wäre, sollte die AfD ihre Vorstellungen verwirklichen. „Was wird dann eigentlich aus uns?“, fragen sie. Angelina formuliert die Frage noch grundsätzlicher: „Heißt das, wir halten die anderen vom Lernen ab, wir stören nur?“

An der Lessing-Schule beobachtet Schulleiterin Herrmann schon jetzt, wie die politische Polarisierung in den Alltag eindringt. Eltern beschweren sich über Demokratieprojekte. Ein Schüler verbrachte seinen Boys’ Day beim AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund, verteilte anschließend AfD-Kugelschreiber in der Schule und erklärte, er schreibe alles auf, was dort falsch laufe. Drei Siebtklässlerinnen sangen an Hitlers Geburtstag „Happy Birthday“. Ein Jugendlicher sagte zu einem Mitschüler: „Pass mal auf bis nach der Wahl, dann bist du sowieso weg.“

Auch Marco Ladewig, Schulleiter des Professor-Friedrich-Förster-Gymnasiums in Haldensleben, erlebt, wie die gesellschaftliche Polarisierung in den Schulalltag hineinwirkt. Im Deutschlandfunk berichtet er von hitzigen politischen Diskussionen im Unterricht und Äußerungen auf dem Schulhof, die weit darüber hinausgehen. Einem Schüler im Rollstuhl sei hinterhergerufen worden, ihn hätte man 1936 vergast. Gelegentlich würden Hakenkreuze in Schultische geritzt.

Für Ladewig folgt daraus gerade nicht, politische Auseinandersetzungen aus der Schule herauszuhalten. Er versteht es vielmehr als deren Aufgabe, Schülerinnen und Schüler zu befähigen, mit unterschiedlichen Auffassungen umzugehen und sich selbst ein Urteil zu bilden. Gegenüber dem ZDF bezeichnet er Schule als „Keimzelle von gesellschaftlichem Zusammenhalt“. Kinder müssten lernen, andere Menschen in ihrem Anderssein wahrzunehmen und Konflikte auszuhalten. „Dabei lernen sie eine demokratische Streitkultur und die Fähigkeit, in einer immer komplizierter werdenden Welt selbst zu denken. Und Denken entsteht durch Vielfalt, durch Diskurs, durch Kontroversität.“

Für ihn ist das keine Frage persönlicher politischer Überzeugungen, sondern Teil seines dienstlichen Auftrags. „Ich habe als Beamter einen Eid geleistet auf die Verfassung dieses Landes. Und meine oberste Maxime ist das Schulgesetz: Im ersten Paragrafen steht ganz klar, dass wir Demokratiebildung betreiben. Und das nicht nur bezogen auf einen Fachunterricht, sondern ganzheitlich“, sagt Ladewig dem ZDF.

Doch genau dieser Spielraum könnte nach einem Wahlsieg der AfD zum Konfliktfeld werden. Die Partei kündigt in ihrem Regierungsprogramm an, an den Schulen ein „strenges Neutralitätsgebot“ durchzusetzen. Auf „Fehlverhalten von Lehrern und Schulleitern“ solle „angemessen“ reagiert werden. Im Bildungsministerium soll dafür unter anderem eine „Beschwerdestelle mit erhöhter Sichtbarkeit“ eingerichtet werden.

„Was kann ich sagen, was kann ich nicht sagen, werde ich jetzt gleich denunziert?“

Ladewig fürchtet dabei weniger ein ausdrückliches Verbot bestimmter Diskussionen als eine Veränderung des Verhaltens der Lehrkräfte selbst. Je näher die Landtagswahl rücke, desto stärker werde die Verunsicherung spürbar, sagt er. Wenn Lehrerinnen und Lehrer bei politischen Themen ständig abwägen müssten, ob eine Äußerung Beschwerden oder andere Konsequenzen nach sich ziehen könnte, könnten sie beginnen, Konflikten vorsichtshalber auszuweichen. Die angekündigten Kontrollmöglichkeiten würden dann wirken, ohne dass überhaupt eingegriffen werden müsste.

Für Ladewig beträfe das nicht nur die politische Bildung. Es könnte die Beziehung zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern verändern. Im Deutschlandfunk verweist er auf die Erfahrungen während der Corona-Pandemie: Damals habe sich gezeigt, was geschehe, wenn Lehrkräfte Angst vor der Interaktion hätten. Der Bildungsprozess und die Beziehungsebene hätten darunter gelitten. „Und das ist meine Furcht, die ich habe, dass auch diese Beziehung leiden wird, weil Lehrkräfte nicht genau wissen: Was kann ich sagen, was kann ich nicht sagen, werde ich jetzt gleich denunziert? Und davor habe ich tatsächlich Furcht.“

Wie weit diese Sorge reicht, zeigt sich an einer Frage, die Ladewig im Deutschlandfunk auch für sich persönlich beantworten muss: Würde er unter einer AfD-geführten Landesregierung in Sachsen-Anhalt bleiben? Die GEW sagt schon eine Abwanderungswelle von Lehrkräften voraus. Zunächst, sagt Ladewig, würde er seine Möglichkeiten als Beamter nutzen. Gegen Entscheidungen, die gegen das Grundgesetz oder die Landesverfassung verstießen, könne er demonstrieren und seine Rechte wahrnehmen. Einfach gehen wolle er also nicht.

Doch auch für ihn gibt es eine Grenze. Das Land zu verlassen, sagt Ladewig, könnte die „Ultima Ratio“ sein.

„Ihr müsst keine Angst haben. Wir stehen als Schulleitung hinter Euch“

An der Lessing-Schule versucht Schulleiterin Herrmann unterdessen, ihrem Kollegium Rückhalt zu geben. Der Alltag sei „anstrengender“ geworden, schrieb sie nach Darstellung der Zeit in einem Newsletter, „weil wir genauer hinschauen, klarer reagieren und zugleich Ruhe bewahren müssen“. An Demokratiebildung, Menschenwürde und dem Schutz jedes einzelnen Kindes müsse festgehalten werden. „Ihr müsst keine Angst haben. Wir stehen als Schulleitung hinter Euch.“

Herrmann selbst weiß, was öffentlicher Druck bedeutet. Ihr Privathaus wurde vor Jahren mit Farbbeuteln beworfen, nachdem sie sich dafür eingesetzt hatte, muslimischen Schülerinnen die Teilnahme am Schwimmunterricht im Burkini zu ermöglichen. Später geriet sie erneut in einen Shitstorm, nachdem sie Schülerinnen und Schülern freigestellt hatte, während der Schulzeit an einer Demonstration gegen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit teilzunehmen. Herrmann nahm selbst teil und wurde in der Lokalzeitung mit den Worten zitiert: „Wir unterstützen das deutsche Grundgesetz, das für Demokratie und Toleranz steht.“

Daraufhin gab es zahlreiche Beschwerden. Die AfD stellte im Landtag eine Anfrage dazu, warum die Schulleiterin nicht entlassen werde. News4teachers 

„Das demokratische Prinzip wäre fehl am Platz“: Was die AfD (laut Programm) nach einem Wahlsieg mit den Schulen vorhat

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79 Kommentare
kanndochnichtwahrsein
1 Monat zuvor

Vermutlich müssen wir uns alle demnächst diese Fragen noch ernsthafter stellen:

Können wir uns auf das Fortbestehen der bisherigen Schulgesetze verlassen, die demokratisches Handeln verlangen und schützen?

Können wir uns vorstellen, für eine AfD-geführte Regierung zu arbeiten?
Immerhin sind wir „Staatsdiener“ – „diene“ ich weiter einem Staat, der antidemokratische und menschenverachtende Vorstellungen vertritt?

Nein, das kann ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren!
Dann wäre ich Teil eines Systems, das weder Menschenrechte noch Bildungsgerechtigkeit achtet, das auch von mir persönlich verlangen kann/darf/wird, Ausgrenzung aktiv zu betreiben, Menschenrechte zu missachten, Statements entgegen meiner Überzeugung bei allen wichtigen Themen zu vertreten, gegen Umweltschutz, gegen eine vernunftgeleitete, nachhaltige Energiepolitik, für menschenverachtende politische und wirtschaftliche Bündnisse.

Also heute die Stimme erheben, meine Stimme abgeben bei der nächsten Wahl, aber dann im Extremfall die Stimme verweigern, wenn ich damit Dinge entgegen meiner Überzeugung vertreten müsste.

In jedem Land, in dem die AfD an die Regierung(sbeteiligung) kommt, kündigen montagsmorgens nach der Wahl alle Lehrer, die eine freiheitlich-demokratische Grundordnung vertreten…

Bla
1 Monat zuvor

„In jedem Land, in dem die AfD an die Regierung(sbeteiligung) kommt, kündigen montagsmorgens nach der Wahl alle Lehrer, die eine freiheitlich-demokratische Grundordnung vertreten…“

Top Idee, hilft der AfD sich dann schneller und besser zu festigen?
Ist und bleibt halt ein Dilemma.
Die AfD wird absolut kein Problem damit haben.
1. Bezweifel ich, dass „alle“ mitziehen. Familie? Haus/Eigentum? Freunde? Kinder Freundeskreis? Arbeit? Beamtentum? „Widerstand“? Usw. … Man wird Gründe finden (zu bleiben).
2. Wirbt die AfD ja bereits sowieso schon für Sachsen-Anhalt um Lehrkräfte, oder nicht? Halt Lehrkräfte, welche sie dort auch wollen …
3. Wenn über 40% diese Partei wählen, dann ist das doch ein deutliches Zeichen. So oder so.
Dementsprechend muss man davon ausgehen, dass auch Lehrkräfte [und/oder deren Familien/Bekannte etc.] usw. dort die AfD wählen. Evtl. etwas weniger als der Schnitt – aber die genauere Quote wird man nicht bekommen.

Jetzt kann man das Ganze mal grundlegend überlegen:
– Warum noch kein Verbotsverfahren? [Wurde das in Sachen-Anhalt schon geprüft, ob „erfolgversprechend“?]
– Warum sich wundern, dass es gerade in Sachsen-Anhalt so hohe Quoten gibt? Das Bundesland ist am A… Sorry. Und das weiß man doch, dass hier massiv Gelder usw. fehlen?
– Warum nicht „bessere Politik“ machen?

Sachsen-Anhalt [die Abkürzung der Anfangsbuchstaben schon ein Zeichen?] verheizen? Oder wie ist der Plan?
Darauf hoffen, dass die Wähler „vernünftig werden“? Wirklich?
Warten bis das „Zieljahr 2033“ [ist ja Wahljahr …] kommt? Hat man ja politisch gesehen hoffentlich auf dem Schirm … Die Tendenz geht leider zu „immer mehr Stimmen an AfD“. Wartet man ab? Spielt ihnen (bewusst oder auch nicht) weiter in die Karten – ständig? Oder vielleicht mal „bessere/sinnvollere Politik“ machen?

Aber konnte dann wieder keiner wissen?
https://www.focus.de/politik/deutschland/schweizer-oekonom-warnt-vor-afd-kanzler-nach-2033_5ccded73-84b5-4030-9a34-15bb51573b8e.html

Vielleicht mal anfangen nicht ständig „Kulturkampf innerhalb der Bevölkerung“ anzusticheln?
Mal mehr in Förderung setzen, als in stetiger Forderung? Was soll denn Schule alles „auffangen“ und was will man noch weiter „delegieren“? Ohne Mittel.
Vielleicht mal die Problembereiche tatsächlich angehen, statt selbst als Politiker zu profitieren?
Wären das nicht mitunter so Punkte, welche zumindest einen wirklich (spürbaren) Willen zeigen (würden)?
Mal bisschen „ehrlich machen“?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

So sehen die Befragten im Artikel es auch, wobei die im Rahmen des Rechtstaats um ihr Bundesland kämpfen werden:

„Ich habe als Beamter einen Eid geleistet auf die Verfassung dieses Landes. Und meine oberste Maxime ist das Schulgesetz: Im ersten Paragrafen steht ganz klar, dass wir Demokratiebildung betreiben.“

„Zunächst, sagt Ladewig, würde er seine Möglichkeiten als Beamter nutzen. Gegen Entscheidungen, die gegen das Grundgesetz oder die Landesverfassung verstießen, könne er demonstrieren und seine Rechte wahrnehmen.“

Vor realen Problemen einfach umzufallen ist das Wesen der Populist*innen und Rechtsextremen 😉

Realist
1 Monat zuvor

Die GEW sagt schon eine Abwanderungswelle von Lehrkräften voraus.“

Nein, das würde nicht passieren. Viele von denen, die jetzt so etwas ankündigen, würden ganz schnell den Wendehals machen. Jede Wette.

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Ergänzung: Der „Wendehals“ würde dann natürlich im Fall der Fälle entsprechend rationalisiert werden: „Man dürfe gerade jetzt nicht die Schüler im Stich lassen!“, „Widerstand fängt an der Basis an!“ ,… Da wird jeder schon sein passendes Argument finden, warum man dann doch nicht geht

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Scheinen ganz gute Gründe zu sein, vielleicht ist einfach der Begriff des Wendehalses ubzutreffend? 😉

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Der „Wendehals“ richtet sein TUN immer an der gerade vorherrschenden Macht aus. Insofern passt der Begriff hier hundertprozentig. Im zweiten Schritt wird er dann behaupten, dies auch immer schon so gewollt zu haben. Warten wir es ab.

Rainer Zufall
30 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Dann kann man sich ja die Beschreibung ersparen, BEVOR jemand so handelt 😉

Jerunda
30 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Genau das konnte man in der Nachwendezeit sehr gut beobachten, durch alle Berufsgruppen hindurch. Es war interessant zu sehen, wie geschmeidig manche SED-Bonzen sich den neuen Gegebenheiten anpassten.

GBS-Mensch
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Das nennt man dann virtue signaling.

Aber selbst wenn…vielleicht wird das von einer Zuwanderungswelle ausgeglichen, die sich im Klassenzimmer ein anderes Umfeld wünschen.

Das scheinen hier auch so einige zu sein, wenn etwas verklausuliert eine gewisse „Heterogenität“ beklagt wird.

GBS-Mensch
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Ja, davon gehen sie aus. Dieser Siegmund, oder wie er heißt, behauptet auch, dass er zahlreiche Zuschriften erhalte, in denen man ihm erkläre, dass man als außgewanderter Arzt oder so zurückkehre, wenn die AfD das Ruder herumreiße.

Man wird es dann sehen, falls es so käme. Für ganz unplausibel halte ich es nicht. Bei 42 oder wie viel Prozent werden sicherlich auch ein paar Lehrer oder Ärzte darunter sein.

Was ich auf gar keinen Fall glaube, ist dass Lehrer in nennenswerter Zahl abwanderten.
Man liest ja auch hier ständig, obwohl das Lehrerleben die Hölle sei, dass man sich noch irgendwie in die Pension schleppe.
Da wird man erst recht nicht anders handeln, bloß weil der MP nun y statt x heißt.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  GBS-Mensch

„Dieser Siegmund, oder wie er heißt, behauptet auch, dass er zahlreiche Zuschriften erhalte, in denen man ihm erkläre, dass man als außgewanderter Arzt oder so zurückkehre, wenn die AfD das Ruder herumreiße.“
Oha. Haben Sie eine Quelle dazu, wo er dSas behauptet?

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  GBS-Mensch

virtue signaling“

Klar, ist ja mittlerweile überall so. Immer auf der Seite der „moralisch Guten“, aber im Zweifel findet man Gründe, warum man es dann doch anders macht.

Gilt ja auch für’s Klima: Auf der einen Seite das staatlich subventionierte E-Auto, auf der anderen Seite die Fernflugreise in die Karibik, die mehr CO2 pro Person verursacht als ein Jahr Auto fahren mit dem Verbrenner. Im Zweifel natürlich „für die Kinder, damit diese ‚andere Kulturen“ kennenlernen“…

GBS-Mensch
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Deswegen heißt es auch signaling und nicht „practising“.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Der Effekt ist schon real und ausbreitend.

Allerdings gehe ich persönlich nicht davon aus, dass eine Regierung der AfD in diesem BL möglich sein wird.

GBS-Mensch
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Das witzige an der Wahl ist, dass die CDU nur verlieren kann. Zwickmühle, Schachmatt.

Am einfachsten wäre es für die CDU, wenn die AfD eindeutig die Regierung stellen könnte.
Ansonsten wird die zwischen zwei Unvereinbarkeitsbeschlüssen aufgerieben.

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

nur weil am liebsten Sie gar nichts Gutes tun wollen.“

Ich sehe einen Unterschied zwischen „Gutes tun“ und „zu tun, als ob man Gutes tun will“.

Leider fällt der Großteil der „Moralisten“ eindeutig in die zweite Kategorie.

Rainer Zufall
30 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Virtue signaling seinerseits? 😉

JoFranc
30 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Herrje, das ist mal wieder so ein Haufen Unsinn, der am Stammtisch vielleicht klappt, aber nicht, wenn man mal 3 Sekunden drüber nachdenkt:
1. Die meisten Leutevkaufen sich inzwischen ein BEV, weil es mittel- und langfristig günstiger ist als ein Verbrenner. Nicht wegen der Moral, und höchstens nebenbei wegen des Klimas. Ihr Vorwurf läuft also ins Leere.
2. Wer die Kohle für einen Familienausflug in die Karibik hat, kauft normalerweise keinen e-Up, sondern eher einen Taycan. Der war aber zu teuer, um förderfähig zu sein und heute dürfte das Einkommen zu hoch sein, wenn man sich einen Taycan leisten kann. Also ist das mit der staatlichen Förderung auch Unsinn.
3. Mir Geschichten ausdenken kann ich auch: Zum Beispiel von Menschen, die sowohl in die Karibik fliegen als auch ne Dodge Viper fahren, bei der alleine das Anlassen so viel Energie verbraucht wie bei einem BEV die Fahrt zum Flughafen.

Mal Hand aufs Herz: Von wie vielen Menschen außerhalb Ihrer Strohmannparade wissen Sie, auf die das, was Sie schreiben, wirklich zutrifft?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  GBS-Mensch

„Aber selbst wenn…vielleicht wird das von einer Zuwanderungswelle ausgeglichen, die sich im Klassenzimmer ein anderes Umfeld wünschen.“
Jaja, garantiert (augenroll).
Geben Sie bescheid, wenn Sie beim Umzug Unterstützung brauchen 😉

Salpeter
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Viele Lehrer haben ein Haus. Ein Haus kann man nicht mitnehmen!

Eine Eigentumswohnung auch nicht, den Freundeskreis auch nicht, die Schule der Kinder auch nicht, den Job des Partners auch nicht usw.

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  Salpeter

Sag‘ ich doch: „Rationalisierung“. Man wird immer ein Argument finden, warum man dann doch nicht geht, obwohl man es vorher großspurig angekündigt hat.

Diejenigen, die dann tatsächlich gehen würden, kann man an einer Hand abzählen…

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Sie wissen weder, welche Personen angekündigt haben, das Bundesland zu verlassen, noch wissen Sie, welche Personen aus wirtschaftlichen oder familiären Gründen bleiben werden. Sie wissen nicht einmal, ob es eine Schnittmenge zwischen den beiden Gruppen gibt.

Seien Sie ehrlich: Sie machen das Bemühen anderer um eine moralische Position doch nur deshalb schlecht, weil Sie gar nicht vorhaben, sich moralisch zu verhalten.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Nicht, dass er am Ende nur virtue signaling betreibt ^^

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich bin kein Moralist, sondern Realist.

Hysterican
30 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Also das mit dem „Verwörungsmist“ gehört von eurer Seite zumindest in Anführungszeichen gesetzt – finde ich!

Da nützt sonst auch die standardisierte – aber offenbar nicht ernst gemeinte Dauerfloskel „Herzliche Grüße“ nix.

Rainer Zufall
30 Tage zuvor
Antwortet  Hysterican

Das Forum grüßt eben auch Beknackte, ist doch nett 🙂

Jerunda
30 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Moral bzw. Mut muss man sich leisten können und wollen.
Mich erinnert das alles an die Situation vieler Lehrer in der Wendezeit.
So manche hatten ganz plötzlich gaaanz andere Ansichten. Es war erstaunlich, wie schnell sich einige an die neue Situation anpassten und vergaßen, wie hoch sie vor der Wende die Fahne hielten und anderen ihre moralische Überlegenheit zeigten. 🙂
„Wess‘ Brot ich ess‘, dess‘ Lied ich sing‘.“

Rainer Zufall
30 Tage zuvor
Antwortet  Jerunda

„Es war erstaunlich, wie schnell sich einige an die neue Situation anpassten und vergaßen, wie hoch sie vor der Wende die Fahne hielten und anderen ihre moralische Überlegenheit zeigten. “
Zeigten die keinen blinden Staatsgehorsman mehr? Pfui!

Wahrscheinlich verurteilen die heute sogar Russlands illegalen Angriffskrieg und das gezielte Töten der ukrainischen Bevölkerung, anstatt sich aus Prinzip solidarisch mit dem Aggressor zu zeigen, weil der russisch ist…

Hat es Sie vielleicht mal stutzig gemacht, dass „So manche […] ganz plötzlich gaaanz andere Ansichten] hatten, als sie dafür nicht mehr bestraft und eingebuchtet wurden?

Jerunda
30 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Sie vermischen hier ganz verschiedene Dinge und Zeiten. Allerdings haben Sie insofern Recht, dass Menschen erstaunlich anpassungsfähig sind. Die einen verhalten sich eher ruhig, um nicht aufzufallen, bleiben sich selbst aber treu. Andere trompeten laut das Lied, welches „oben“ gern gehört wird und ändern ganz schnell die Melodie, wenn sich die Umstände ändern. Und es gibt noch wenige richtig mutige, die laut ihre Meinung sagen, auch wenn das unangenehme Konsequenzen für sie haben kann. Die letzteren sind aber rar gesät. Zu welcher Gruppe gehören Sie?

Rainer Zufall
30 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Mein Fehler.
„Ich sehe einen Unterschied zwischen „Gutes tun“ und „zu tun, als ob man Gutes tun will“.“

Was TUN Sie, was sich von den Kolleg*innen in Sachsen-Anhalt unterscheiden soll? 😉

Fräulein Rottenmeier
30 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Und Sie? Außer Kommentare auf dem Keller kommt da doch echt nicht viel…..

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

 Sie machen das Bemühen anderer um eine moralische Position doch nur deshalb schlecht, weil diese gar nicht vorhaben, sich moralisch zu verhalten.“

Ich habe den Satz einmal korrigiert…

Rainer Zufall
30 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Wenn Sie DAS herausgehören wollen, um nicht über sich selbst nachdenken zu müssen…

Wäre schon witzig, wie Sie Ihre Leistungsbeurteilung „korrigieren“, wenn es Ihnen unter die Haut zu drohen scheint ^^

Ribi
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Moralischer Überlegenheitsdünkel ist schwach!

Hysterican
30 Tage zuvor
Antwortet  Ribi

Den zu unterstellen aber auch…

Rainer Zufall
30 Tage zuvor
Antwortet  Ribi

Sie glauben also, Realist weiß „welche Personen angekündigt haben, das Bundesland zu verlassen, noch wissen Sie, welche Personen aus wirtschaftlichen oder familiären Gründen bleiben werden. Sie wissen nicht einmal, ob es eine Schnittmenge zwischen den beiden Gruppen gibt.“

Spannend, wenn dem so ist und er seine Quellen zu teilen bereit ist 😉

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Sind Sie in der glücklichen Situation, in nächster Zeit diese Entscheidung nicht treffen zu müssen?
Ich denke von einem bisher nicht direkt betroffenen Bundesland aus mit Mitgefühl und Sorge an diejenigen, die wie Kanndochnichtwahrsein denken und tatsächlich Entscheidungen treffen müssen.
Es macht mir Angst, dass es so weit gekommen ist.

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Wer kündigt das denn gerade an?“

Die GEW. Steht doch im Artikel. Oder behaupten Sie etwa, die GEW lügt?

Hysterican
30 Tage zuvor
Antwortet  Realist

🙂

Rainer Zufall
30 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Realist hat sich bislang immer geschlossen zu Positionen der GEW gezeigt.
Kritistieren Sie lieber die Position der GEW, die ist absolut deckungsgleich mit Realist und die würde sich niemlas auserbärmlichen, auszuweichen, weil sie keine Belege anzuführen hat 😀

Opossum
29 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Es ist tatsächlich schwerer, als man denkt.
Als der Krieg begann, sind einige Russen, ohne ihre Immobilien zu verkaufen und ohne lange zu überlegen, ausgewandert. Viele sind aber geblieben und arbeiten weiter. Weil sie weniger Chancen hätten, das Leben im fremden Land aufzubauen (wegen ihrer Jobs oder ihrer Sprachkenntnisse), weil sie ihre Verwandten nicht alleine lassen konnten, weil sie viele Verpflichtungen hatten. Manchmal hofft man, einfach zu überleben, und manchmal – dass man bei seiner Arbeit trotzdem etwas gutes tun kann, wie Untergrundkämpfer. Oder den Menschen (Kindern ) das richtige vorzuleben, damit sie den Unterschied sehen.

Sumpfdotterblume
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Man sollte nicht übersehen, wenn 40 Prozent der Bürger von Sachsen-Anhalt AfD wählen, dann vielleicht nicht auch 40 Prozent der Lehrer, aber vielleicht doch 20 Prozent von ihnen? Gibt es dazu Erhebungen?

Rainer Zufall
30 Tage zuvor
Antwortet  Sumpfdotterblume

Gute Frage, wenn diese Kolleg*innen gegen ihren Diensteid verstoßen…

DienstnachVorschrift
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Ja, die verbeamteten Lehrkräfte werden bleiben. Es gibt aber auch einige ausländische Lehrkräfte in den Schulen in Sachsen-Anhalt. Manche wurden sogar über Headhunter angeworben (wurde hier bereits berichtet). Die sind mehrheitlich angestellt und man kann davon ausgehen, dass sie mobiler sind bzw. sie auch schneller weg sind. Bezüglich extremistischer Lehrkräfte mache ich mir auf weiterführenden Schulen wenig Sorgen. Die Lehrkraft ist ja immer noch weisungsgebunden gegenüber der SL und die SL setzt die Lehrkraft dann halt nicht in Klassen mit Migranten ein. Gibt doch auch männliche Lehrkräfte, die aus Gründen nicht in Klassen mit vielen weiblichen Schülerinnen eingesetzt werden

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Oder FÜR ihr Bundesland GEGEN Rechtsextreme einstehen.

DienstnachVorschrift
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Das glaube ich ehrlich gesagt nicht. Die meisten Kollegen werden sich heraushalten und die vier Jahre aussitzen. Der Dienstherr sitzt am längeren Hebel und kaum einer der Beamten hat Lust auf Stress und auch viel zu verlieren. Auch die Sozialkundelehrkraefte werden das Thema vermeiden so gut es geht. Übrigens gibt es auch viele Lehrkräfte aus dem Westen in Sachsen-Anhalt, die Niedersachen beispielsweise nicht eingestellt hat. Die AFD – Zustimmungsquote liegt bei Lehrkräften meiner Ansicht nach unter 20 Prozent.

Hysterican
30 Tage zuvor

„Die meisten Kollegen werden sich heraushalten und die vier Jahre aussitzen“

Na, wenn das mal nur vier Jahre dauert … wer weiß, was die (AfD) sich ausdenken, um den Eindruck einer „unglaublich erfolgreichen Regierung zu machen, der besten Regierung ever, die Goldenen Zeiten brechen in SA an, alle anderen sind neidisch und wollen das auch … und wenn mal was nicht klappt, dann liegt das an der betrügerischen Opposition, die erfolgreiches Regierungshandeln sabotiert hat usw. usf.“ die Blaupause haben diese AfDler doch quasi vor Augen.

dickebank
30 Tage zuvor
Antwortet  Hysterican

Na na – die Verwendung verfassungsgeindlicher Symbole etc. ist verboten.
Das Länderkürzel von Sachsen-Anhalt ist ST. Aber mit AfD MinPrä kann sich das ja noch ändern.

Rainer Zufall
30 Tage zuvor

„Das glaube ich ehrlich gesagt nicht. Die meisten Kollegen werden sich heraushalten“
Nicht von sich auf andere schließen, wobei „DienstnachVorschrift“ Remonstieren gegen Inhalte der AfD vorsieht…

Wie genau malen Sie es sich aus, es „auszusitzen“, wenn mehr Kaiserreich anstelle von Holocaust unterrichtet werden soll? Wie würden Sie es „aussitzen“ den „Schuldkult“ in ihrer Klasse zu beenden?
Aber Sie unterrichten wohlmöglich anderes und lassen Ihre Kolleg*innen im Stich, wenn es um Umweltschutz geht? Oder Demokratiebildung? Oder Wissenschaft?
Ich will Sie nicht anlügen, aber Sie werden das in keinem Fach aussitzen können – es sei denn, Sie beabsichtigen Mathematik ohne jeglichen Weltbezug vermitteln zu wollen ^^

blau
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Man kann doch nicht so einfach wechseln

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  blau

Dann sollte man auch nicht so tun als ob man das vorhätte…

Rainer Zufall
30 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Oder Leute völlig anlasslos als Wendehälse untergraben?

JoFranc
30 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Das größte Problem einer Regierung, die alles umkrempeln will, ist immer der Behörden- und Beamtenapparat, weil der träge ist. Vielleicht wäre das in diesem Fall ja mal für was gut.
Aus der bequemen Sofaecke eines Bundeslandes, in dem die AfD noch nicht unmittelbar in Regierungsnähe zu sein scheint, behaupte ich, das beste wäre es, eben nicht freiwillig zu gehen und das wichtige Feld „Schule“ einem strammen Parteisoldaten zu überlassen, sondern den Rahmen der Möglichkeiten, die man hat, voll auszureizen, auch wenn man damit Gefahr läuft Probleme zu bekommen.
Aber fragt mich vielleicht besser nochmal, wenns bei uns auch so kommen sollte…

Hysterican
30 Tage zuvor
Antwortet  JoFranc

Masseträgheit ist ein wunderbares Naturgesetz … wichtig ist in diesem Fall, dass die Masse groß genug ist.

Rainer Zufall
30 Tage zuvor
Antwortet  JoFranc

„Das größte Problem einer Regierung, die alles umkrempeln will, ist immer der Behörden- und Beamtenapparat, weil der träge ist.“
Und ich dachte immer, es wären die Extremist*innen…

JoFranc
30 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

„Und ich dachte immer, es wären die Extremist*innen…“

Nein, die sind das Problem des Landes, nicht das der Regierung. Vor allem dann nicht, wenn die Extremisten die Regierung stellen.

Karl Heinz
1 Monat zuvor

Bei aller gebotenen Sorge, die ja auf bekannten und belegbaren Fakten basiert – aber stilistisch ist das ein dramatisches Kammerspiel der Angst.

„Angst“, „fürchten“, „verunsichert“ – diese Wörter durchziehen den Text wie ein Leitmotiv.
Einmal mehr gibt es kaum sachliche Argumente gegen die AfD-Politik, sondern man ersetzt sie durch emotionale Betroffenheit.
Hier wird Empörung mit Analyse verwechselt.

Man beklagt die Folgen, aber hinterfragt nicht die Untätigkeit der jetzigen Regierung.
Der Fall Heckel samt der passiven Haltung des Mormonen Riedel sprechen m.E. für sich.
Mal ganz bewusst provokativ gegengefragt:
Was soll unter der AfD tatsächlich noch schlimmer werden?
Inklusion z.B. steht bisher nur auf dem Papier und wird – den regelmäßigen Rügen der UN zum trotz – auch bloß nicht umgesetzt.

Was völlig ausgespart wird, ist die Frage, wieso diese Partei bei ü40% ist, warum sie bundesweit seit der letzten Bundestagswahl nochmal massiv zugelegt hat und seit Wochen als deutlich stärkste Kraft die Umfragen dominiert und warum gerade gerade junge Menschen (also auch Schüler*innen) diese Partei besonders favorisieren.
Btw – bei ü40% muss man auch davon ausgehen, dass ein gehöriges Maß an Lehrkräften, Schulleitern und sonstigen Angestellten und Beamten im ÖD diese Partei wählen wird.
Was mach die zitierte Schulleiterin, wenn ihre eigene Stellvertretung, ihre eigenen Kolleg*innen, die Hälfte ihrer eigenen Gesamtkonferenz, diese Partei wählt?
Da ist die Politik nicht mehr das Böse von außen, sondern sitzt ganz nah mit am eigenen Tisch
Der Fall Heckel zeigt ja auch, dass Denunziation schon jetzt als probates Mittel genutzt wird.

Die AfD wird vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft. Ein Beamter, der eine verfassungsfeindliche Partei wählt, handelt streng genommen eidbrüchig – zumindest aber in einem massiven Spannungsfeld zu seinem Diensteid.
Wird man im Zuge geheimer Wahlen aber niemals nachweisen können.
Wie gehen Schulleitungen mit Kolleginnen um, die offen AfD wählen?
Sollten die bekennend demokratischen Schulleitungen dieses interne Spaltungsrisiko nicht endlich offen benennen, statt so zu tun, als sei die AfD nur ein externer Feind?

Die AfD hat nicht vor, gegen das System zu regieren – sie hat vor, das System mit Hilfe derjenigen zu steuern, die bereits darin arbeiten und sie gewählt haben.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Sie haben den falschen Satz rausgefischt….besser diesen hier:
„Die AfD hat nicht vor, gegen das System zu regieren – sie hat vor, das System mit Hilfe derjenigen zu steuern, die bereits darin arbeiten und sie gewählt haben.“
Das ist sehr beängstigend und trifft es wahrscheinlich auf den Punkt.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Dass Heinz nichtmal in der Lage ist zu schreiben, WAS die AfD angeblich FÜR ihre Wählerschaft in Sachsen-Anhalt leisten will, spricht ja bereits Bände.

Fräulein Rottenmeier
30 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Verstehe ich jetzt nicht…..

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Karl Heinz

Selbstverständlich gibt es sachliche Argumente gegen die AfD. Man muss sie aber nicht bei jeder Gelegenheit wiederholen.

In diesem Kontext reicht doch die Sorge von Beamten aus, die einen Eid auf unsere Verfassung geschworen haben, in Zukunft von Feinden dieser Verfassung regiert zu werden.

Ribi
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Deutsche Beamte sind Erbe des Obrigkeitsstaates, da wäre ich echt vorsichtig, wirklich vorsichtig!

Rainer Zufall
30 Tage zuvor
Antwortet  Ribi

Jup, ziemlich genau das war mein Eid (augenroll)

Steißtrommler
1 Monat zuvor
Antwortet  Karl Heinz

„Die AfD wird vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft. Ein Beamter, der eine verfassungsfeindliche Partei wählt, handelt streng genommen eidbrüchig “
Nu mal langsam mit den jungen Pferden. Die Einstufung durch den Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextrem“ ist lediglich ein Arbeitsbegriff mit Folgen für die Beobachtungsmöglichkeiten des Verfassungsschutzes selbst. Im Grundgesetz findet sich diese Bezeichnung nicht, und die Einstufung ersetzt auch kein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Steißtrommler

Laut Gutachten ist die AfD sogar verfassungswidrig.
https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/gff-afd-verbot-gutachten-bverfg-parteiverbot-demokratieprinzip-menschenwuerde

Wie man da die Mitgliedschaft erklären will…

Maybe
1 Monat zuvor
Antwortet  Karl Heinz

„Die AfD hat nicht vor, gegen das System zu regieren – sie hat vor, das System mit Hilfe derjenigen zu steuern, die bereits darin arbeiten und sie gewählt haben.“

> Die AfD arbeitet jedenfalls jetzt schon gegen “ das System „, erfolgreich und das bestätigterweise auf gesichert rechtsextreme Weise.

> diejenigen, die bereits darin arbeiten könnten ganz leicht zu Befehlenden mutieren – und dann wirds nicht bei „Denunziation“ bleiben.
Wählerstimme gibt dann Macht.

> > Ihrem Kommentar fehlen Erfahrungs = realistische/geschichtliche ? Bezüge.

Maybe
1 Monat zuvor
Antwortet  Maybe

PS:
Unser ältestes über 90jähriges Familienmitglied meint dazu:
Die Blauäugigkeit der Menschen, ihre mediale Schwerpunktsetzung macht blind. Die glauben tatsächlich, dass man-AfD sie ruhig sicher leben lassen wird.
Träumt weiter, die werden euch unsanft wecken.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Karl Heinz

„Inklusion z.B. steht bisher nur auf dem Papier und wird – den regelmäßigen Rügen der UN zum trotz – auch bloß nicht umgesetzt.“
Haben Sie sich schonmal gefragt, was das für ein Papier ist, dass es niemand abschafft? 😉

„Die AfD hat nicht vor, gegen das System zu regieren – sie hat vor, das System mit Hilfe derjenigen zu steuern, die bereits darin arbeiten und sie gewählt haben.“
Ist klar!
Sorry, aber es gibt nichts, FÜR das Sie AfD wählen können? Oder was glauben Sie, wird die AfD FÜR ihre Wählerschaft tun? XD

Rainer Zufall
30 Tage zuvor
Antwortet  Karl Heinz

„Bei aller gebotenen Sorge“
MACHEN SIE sich sorgen??

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

„Danach habe sie Angst bekommen.“
Nicht nur das Wahl“Programm“ der AfD lesen, sondern bitte auch eine realistische Einschätzung der Machbarkeit, dann bleibt nicht viel übrig – fast so, als würden die ihre Wählerschaft für leichtgläubige Idioten halten 😉

„höchstens 25 Prozent eines Jahrgangs sollen es besuchen.“
Die AfD-Wählerschaft will, dass 75% der Bevölkerung nicht studieren darf? Da will aber jemand mit ganz großen Sprüngen junge Familien in andere BL mit mehr Chancengleichheit und Zukunftsperspektiven vergraulen…

„Teilhabe für alle ist hier kein Experiment, sondern Normalität“
Besser noch, ein einklagbares Recht!

„Einem Schüler im Rollstuhl sei hinterhergerufen worden, ihn hätte man 1936 vergast.“
Muss die neue „Bildungs“-„Elite“ sein von Sachsen-Anhalt sein.

„Ich habe als Beamter einen Eid geleistet auf die Verfassung dieses Landes. Und meine oberste Maxime ist das Schulgesetz: Im ersten Paragrafen steht ganz klar, dass wir Demokratiebildung betreiben.“
Danke! Ich hoffe, die Kolleg*innen (nicht nur in Sachsen-Anhalt) haben das im Hinterkopf!

„Und das ist meine Furcht, die ich habe, dass auch diese Beziehung leiden wird […]“
Unter einer rechtsextremen Regierung die jetzt schon Vertrauensverhältnisse bekämpft, indem sie Denunzationsnetzwerke aufbaut? Neee 😉

„Zunächst, sagt Ladewig, würde er seine Möglichkeiten als Beamter nutzen. Gegen Entscheidungen, die gegen das Grundgesetz oder die Landesverfassung verstießen, könne er demonstrieren und seine Rechte wahrnehmen.“
SO sieht Liebe zum eigenen Land aus! ❤️

Wichtiger als der gefährliche Schwachsinn ist der Fokus auf die demokratischen Parteien!
Wehe dem, der mit Rechtsextremen zu kuscheln und siegreich hervorzugehen glaubt!
Ist wissenschaftlich und historisch schmerzhaft gelernt worden, das „clevere“ Spielen mit dieser Idee hilft nur den Falschen!

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Gut Ding will Weile haben.
Gutachten zur Verfassungswidrigkeit ist eindeutig, als nächster wächst der Druck auf Entscheidungsträger*innen, welche derzeit noch (aus falschen Gründen) zögern. Wird schon 🙂
https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/rav-afd-verbot-verfahren-1000-unterstuetzer