Start Nachrichten Weimer möchte zehn Millionen Euro mehr für Gedenkstätten aufwenden (wenn…)

Weimer möchte zehn Millionen Euro mehr für Gedenkstätten aufwenden (wenn…)

1
Anzeige

BERLIN. Historische Orte halten die Erinnerung an den Nationalsozialismus und an die SED-Diktatur wach. Der Kulturstaatsminister verspricht mehr Geld – auch aus Sicherheitsgründen. Ob er allerdings seine Zusage halten kann, hängt vom Bundesfinanzminister ab.  

Zu wenig Personal, zu wenig Räumlichkeiten: die Gedenkstätte Buchenwald. Foto: Shutterstock / Alice-D

Gedenkstätten zur Aufarbeitung des Nationalsozialismus und der SED-Diktatur sollen im nächsten Jahr zehn Millionen Euro zusätzlich bekommen. Dies teilte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer mit. Die Hälfte des Geldes soll für Projektförderung fließen. Die andere Hälfte soll die bereits vom Bund geförderten Gedenkstätten stärken und etwa für höhere Personalkosten und höhere Ausgaben für Sicherheit bereitstehen.

Profitieren werden nach Weimers Angaben die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, die KZ-Gedenkstätten Dachau und Flossenbürg, die Gedenkstätte Topographie des Terrors, die Stiftung Sächsische Gedenkstätten. Die Ankündigung gilt allerdings nur, wenn der Entwurf zu Weimers Etat in den Haushaltsverhandlungen so durchgeht.

«Gerade in einer Zeit, in der Desinformation und Geschichtsverfälschung zunehmen und die Stimmen der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen verstummen, braucht unsere Erinnerungskultur starke Erinnerungsorte», betonte Weimer.

Und er fügte hinzu: «Wer historische Fakten leugnet oder Erinnerungsorte angreift, relativiert unsere Geschichte und diffamiert die Opfer von Gewalt und Unterdrückung. Deshalb stärken wir die Gedenkstätten nicht nur in ihrer Bildungs- und Vermittlungsarbeit, sondern unterstützen sie auch dabei, ihre Beschäftigten, ihre Besucherinnen und Besucher sowie die historischen Orte selbst wirksam zu schützen.» News4teachers / mit Material der dpa

Gedenkstätten-Leiter fordert neue Erinnerungskultur (auch) an Schulen: „Der Rassismus ist nie weg gewesen“

Anzeige

Info bei neuen Kommentaren
Benachrichtige mich bei
1 Kommentar
Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Ein lobenswerter Ansatz, wobei ich keine Referenz habe, wie die Höhe der Summe zu bewerten ist.

Aber müsste nicht erstmal sämtliche Kooperation eingestellt werden, um zu überprüfen, ob die Gedenkstätten nicht zu links und antifaschistisch sind? (augenroll)