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„Rassenlehre“: AfD-Abgeordneter (Studienrat) glaubt, dass geografische Herkunft IQ bestimmt

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In einer Landtagsdebatte über das Bildungsniveau in Nordrhein-Westfalen hat die AfD mit ihren auf Migrantenkinder bezogenen Abwertungen Empörung ausgelöst. Die Grünen-Abgeordnete Gönül Eglence sprach von «Rassenlehre in reinster Form».

Mit diesem Plakat zog die AfD 2024 in Frankfurt/Oder in den Wahlkampf. Screenshot

Hintergrund der von SPD und FDP beantragten Aktuellen Stunde war das schlechte Abschneiden Nordrhein-Westfalens bei der jüngsten Bildungsstudie. Im «Bildungsmonitor» der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft war NRW im Handlungsfeld Schulqualität im Bundesländervergleich auf dem vorletzten Platz gelandet (News4teachers berichtete). Neuntklässlerinnen und Neuntklässler zeigten unterdurchschnittliche Kompetenzen in Mathematik und Naturwissenschaften.

AfD sieht «rosa Elefanten» in Schul-Debatte: «Niedrig-IQ-Regionen»

Auslöser der Entrüstung waren die Schlussfolgerungen des AfD-Abgeordneten Christian Blex. Der promovierte Mathematiker und Oberstudienrat warf der Regierung und der «Pseudo-Opposition» vor: «Sie betreiben semantische Akrobatik, nur um den riesigen rosa Elefanten nicht beim Namen nennen zu müssen, der mitten in unseren Klassenzimmern steht.» Und das sei eine «seit Jahren völlig unkontrollierte Massenzuwanderung aus Niedrig-IQ-Regionen in unsere Schulen und unsere Sozialsysteme».

PhoneLocker, verschließbare Smartphone-Tasche

Blex forderte einen «Stopp der Zuwanderung aus bildungsfernen und armutsgeprägten Regionen, sofortige und konsequente Rückführung derjenigen, die keine Integrationsperspektive haben, und eine Schulpolitik, die wieder Leistung und deutsche Standards in den Mittelpunkt stellt».

Die sichtlich aufgewühlte Grünen-Abgeordnete Lena Zingsheim-Zobel warf Blex in ihrer direkt anschließenden Rede «rassistische Aussagen und Diskriminierung» vor. «IQ hat nichts mit der Herkunft zu tun», kommentierte sie Blex‘ Einlassung. Dessen Fraktionskollege Christian Loose reagierte mit einer lautstarken Schimpf-Tirade auf Zwischenrufe aus dem Plenum und forderte, Kinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen in separaten Klassen zu unterrichten.

Biologisch lässt sich die Menschheit nicht in verschiedene „Rassen“ einteilen. Die heute lebenden Menschen stimmen zu rund 99,9 Prozent in ihren DNA-Sequenzen überein. Zwar gibt es genetische Unterschiede zwischen Populationen – doch solche Unterschiede finden sich auch zwischen Nord- und Süddeutschen oder sogar zwischen Bevölkerungsgruppen verschiedener Stadtteile. Entscheidend ist: Der größte Teil der genetischen Vielfalt besteht zwischen einzelnen Menschen innerhalb einer Population, nicht zwischen geografisch definierten Gruppen. Äußere Merkmale wie Hautfarbe, Haarstruktur oder Gesichtsform erlauben deshalb keine Einteilung in biologisch klar voneinander abgrenzbare „Menschenrassen“.

Im Nationalsozialismus wurde die Vorstellung unterschiedlicher menschlicher „Rassen“ zur Staatsideologie und diente als Rechtfertigung für Ausgrenzung, Verfolgung und millionenfachen Mord. News4teachers / mit Material der dpa

AfD bedroht migrantische Familien immer offener – dagegen formiert sich Widerstand: Tausende Menschen demonstrieren

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57 Kommentare
Maria P.
18 Tage zuvor

Es hat mit der Rassenlehre nichts zu tun, dass Menschen aus verschiedenen Weltregionen einen im Schnitt unterscheiden IQ haben, siehe die Welt-IQ-Karte. Da die Intelligenz bereits mit fünf Jahren gut bestimmbar und ab dem Jugendalter sehr stabil bleibt, kann sich jeder selber ausrechnen, bei Einwanderung welcher Altersgruppen aus den Regionen mit im Schnitt niedrigem IQ – und unter welchen utopischen Bildungsvoraussetzungen – das Erreichen der durchschnittlichen Intelligenz des Gastgeberlandes möglich wird.

Walter Hasenbrot
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Na ja, es gibt solche IQ-Weltkarten im Internet schon zu finden. (Sogar bei wikipedia)

Und ab einem Alter von 20 ist der IQ auch bis ins hohe Alter stabil, wenn man von Demenzerkrankungen absieht. (Ist man mit 20 noch im Jugendalter?) In der Pubertät kann sich der IQ aber noch verändern.

Das Problem entsteht, wenn man solche IQ-Karten tatsächlich unkritisch als die Messung von Intelligenz ansieht. IQ Tests sind ursprünglich entwickelt worden, um schulische Leistungsfähigkeit zu beurteilen. Da sollte es niemanden verwundern, wenn die Aufgaben in IQ-Tests schulische Bildung voraussetzen. Man denke nur an die berühmten Zahlenreihen, die fortgesetzt werden sollen und die die Beherrschung der Grundrechenarten und teilweise auch intensive Bekanntschaft mit Potenzen voraussetzen.

Wer schlecht lesen kann, wird auch bei IQ-Tests schlecht abschneiden, da alle Aufgaben in schriftlicher Form vorliegen. Wer eine Minderheitensprache in einem Lend als Muttersprache hat, wird schlechter bei einem IQ-Test abschneiden, weil die IQ-Tests häufig in der offiziellen Landessprache formuliert sind.

Da ist es klar, dass Länder, in denen öffentliche Schulen nicht für jeden erreichbar sind oder wo öffentliche Schulen schlecht sind, die Menschen schlecht bei IQ-Tests abschneiden.

Das sagt dann aber nichts über ihre Intelligenz aus, sondern eher über die Frage, ob (und wie lange und in welcher Qualität) sie eine Schule besucht haben.

Wenn man die Werte der IQ-Weltkarten einfach mit der Verteilung der Intelligenz in der Welt gleichsetzt, dann hat das schon mit Rassismus zu tun. Auch wenn Maria P. etwas anderes schreibt.

Walter Hasenbrot
16 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Im Kern sind wir einer Meinung.

Ich finde aber, dass es nicht reicht zu agen, dass es IQ- Karten nicht gibt. Es gibt sie ja.

Man muss zeigen, was an ihnen problematisch ist.

mercurius
18 Tage zuvor

Erstens: Ich glaube nicht, dass Intelligenz abhängig ist von der Ethnie eines Kindes/einer Person.
Zweitens: Ich bin mir allerdings sicher, dass es den Faktor „Intelligenz“ gibt und dass dieser Faktor entscheidend ist für Bildungsfähigkeit eines Kindes bzw. die Karrierefähigkeit einer Person.
Drittens: Es gibt mittlerweile zuverlässige Messverfahren, die die fluide Intelligenz und die kristalline Intelligenz zuverlässig messen. (Fluide Intelligenz (Fluid Intelligence): Das ist die angeborene Fähigkeit, logisch zu denken, neue Probleme zu lösen und Muster oder Beziehungen zu erkennen, ohne auf vorhandenes Wissen zurückzugreifen. Sie ist genetisch veranlagt und nimmt im Laufe des Lebens ab dem frühen Erwachsenenalter natürlich ab.
Kristalline Intelligenz (Crystallized Intelligence): Dies ist das Gegenstück, welches stark von Kultur, Bildung und Schulbildung abhängt. Sie umfasst das gesamte Faktenwissen, den Wortschatz und die Fähigkeiten, die ein Mensch im Laufe seines Lebens ansammelt. Sie nimmt in der Regel bis ins hohe Alter zu.)
Viertens: Warum testet man nicht einfach, wie es in einigen Bundesländern bis in die 70er Jahre Usus war, ALLE Kinder, unabhängig von ihrem ethnischen Hintergrund, auf ihre Intelligenz, um dadurch festzustellen, durch welche Methoden sie in Schule und Ausbildung am besten gefördert werden können?
Ein solches, bundesweit angewandtes Verfahren könnte wieder klare Fakten jenseits von Ideologien schaffen und die Grundlage dafür liefern, Kindern einerseits die ihrer Intelligenz angemessene notwendige Förderung zu garantieren und sie andererseits bei Überforderung vor dem Scheitern zu bewahren.

Jerunda
18 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„Was genau ist denn Intelligenz?“ Über diese Frage wird schon seit „Ewigkeiten“ gestritten und IQ-Tests messen immer nur einzelne Teile der verschiedenen, sich ergänzenden Intelligenzformen.
IQ-Tests – Intelligenz und Vorurteil
Der IQ-Test: Völlig überschätzt oder echt wichtig? | Psychologie | Verstehen | ARD alpha

Hansjoachim
18 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

In dem Link wird von „Macht des Begriffs Intelligenz“ gesprochen. Verschiedene IQ-Tests testen jeweils unterschiedliches mit unterschiedlichen Ergebnissen. Soweit richtig.
Aber Schulleistungstests wie PISA und andere testen auch jeweils unterschiedliches mit unterschiedlichen Ergebnissen, und zwar sortiert nach Ländern. Also geht es um die „Macht des Begriffs PISA-Bildung“, und „Bildung“ wird nicht mehr Individuen, sondern Nationen zugeschrieben. Die Macht darüber hat nun die OECD mit ihren Bildungsökonomen an sich gerissen. EIN Test für die GANZE Welt, konzipiert von Leuten aus Europa und Nordamerika.
Dasselbe bei Intelligenztests würde als „rassistisch“ bezeichnet werden, aber bei PISA nehmen das alle brav hin.
Übrigens: PISA wäre durchaus auch als Intelligenztest noch brauchbar. Die Korrelation zwischen den Ergebnissen ist hoch. Das wird nur nicht laut gesagt. Es dürfte doch klar sein, dass intelligente Leute bei PISA besser abschneiden als andere, besonders bei unerwarteten Testitems. Man sollte lieber mal lesen, was Elsbeth Stern zu Intelligenz und Schule schreibt.

Jerunda
18 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Noch ein interessanter Link:
Bildung – Online Lexikon für Psychologie & Pädagogik
Bemerkenswert, dass es den Begriff „Bildung“(in unserer Bedeutung) nicht im Englischen und auch nicht im Französischen Sprachgebrauch gibt. Dort spricht man von education = Erziehung.

Jerunda
18 Tage zuvor
Antwortet  Jerunda

Ergänzung: Mir ist gerade aufgefallen, dass es auch im Russischen einen Unterschied zwischen Bildung und Erziehung gibt: obrasowanije = Bildung, wospitanije = Erziehung. Das finde ich schon irgendwie seltsam, dass in verschiedenen Sprachen entweder ein oder eben zwei Begriffe dafür verwendet werden. Was sagen eigentlich Sprachwissenschaftler und Soziologen dazu? Das würde mich jetzt echt interessieren. Warum gibt es verschiedene Blickwinkel ( nur sprachlich?) auf Bildung und Erziehung in verschiedenen Kulturen?

Rainer Zufall
17 Tage zuvor
Antwortet  Jerunda

An welche Sprache denken Sie da?

Jerunda
16 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

….an alle anderen, ausser Englisch, Französisch und Russisch, denn da weiß ich, wie es ist.

Jerunda
18 Tage zuvor
Antwortet  Jerunda

Wie ist das eigentlich in anderen Sprachen?

Susanne M.
10 Tage zuvor
Antwortet  Jerunda

Im Spanischen ist alles “ educación“, Sport heißt “ educación fisica“ was “ Leibeserziehung“ bedeutet. Educación kommt von “ educare“, lateinisch: herausführen, aus einem gedachten Urzustand nämlich zur Zivilisation; das scheint eine Vorstellung in allen romanischen Sprachen zu sein.

Jerunda
10 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

Danke!

Bla
17 Tage zuvor
Antwortet  Jerunda

Naja, „Bildung“ ist teilweise ein fremdsprachliches „Leihwort“.
Wie erklärt man das jetzt … Hm.
Nehmen wir hier das Beipspiel:
„https://www.leedsbeckett.ac.uk/blogs/carnegie-education/2021/07/learning-through-the-life-course“

Humboldt nutzte und prägte halt den Begriff, damit man eine klarere Einordnung und Definition hat. In anderen Sprachen „umschreibt“ man das dementsprechend oder greift auf das deutsche „Leihwort“ zurück und schreibt „Bildung“ (kursiv geschrieben). Damit weiß man, dass dies ein Leihwort einer anderen Sprache ist, da man selbst keines dazu hat. Und dort kann man dann nachsehen, welche Anwendung dieses eben hat. Man geht „über Umwege“.
Und im Prinzip – wenn das Alltagsanwendungen findet – dann wird sich sowas auch „passiv (aktiv) angenommen“. Wie bei „Kindergarten“ halt eben als klassisches Beispiel.

Jerunda
16 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Danke für diese Erklärung.
Das klingt aber fast so, als hätten die Deutschen die „Bildung“ (mit Humboldt) und den „Kindergarten“ (mit Fröbel) „erfunden“. 🙂
„Wir“ Deutsche sind schon ein komisches Volk – auch das Wort „Schadenfreude“ ist in einigen Ländern ein Leihwort, andere kennen Schadenfreude und „Wanderlust“ wohl nicht. 🙂
7 deutsche Wörter in anderen Sprachen – von Finnland bis Japan
Besonders witzig finde ich, dass die Finnen den Begriff „Besserwisser“, und die Polen „Hochstapler“ von uns übernommen haben!
Liste deutscher Wörter in anderen Sprachen – Wikipedia

Jerunda
16 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Da mich das mit der Bedeutung des Begriffs „Bildung“ in unterschiedlichen Sprachen wirklich interessiert und ich Ihre Erklärung sehr interessant fand, habe ich mal weiter „geforscht“ und fand dazu folgenden interessanten Artikel:
Bildung – woher kommt sie, wo führt sie hin? Begriffsetymologie, Ursprünge und aktuelle Herausforderungen. – Document – Gale Academic OneFile

BrandenburgerLehrer
18 Tage zuvor

Ich lehne die AfD ab. Dennoch ein Versuch zum Verständnis.

Was gemeint sein könnte: Die Herkunft aus Ländern mit anderen Standards, unzureichenden Hilfen und Förderungen sowie das sprachliche Defizit, führen zu mangelnder Leistung aufgrund fehlender Vorraussetzungen.

Das kann als Mangel de Intelligenz gesehen werden.

Was genau Intelligenz ist, hängt ab, wer fragt und auf welchen Bereich es abzielt. Einen generelle Einschätzung wie intelligent man ist wird kaum sinnvoll sein. Die DuS haben unterschiedliche Vorraussetzungen, was Lernbiografie und familiäre Vorbildung angeht.

Ein Urteil, es kommen Menschen mit niedrigen IQ zu uns stimmt also nur, in Bezug auf ihre Voraussetzungen in unserem System klar zu kommen. Andersherum wäre es wahrscheinlich ähnlich.

Ist das ein niedriger IQ? Ich denke nicht. Ist eine solche Aussage direkt Rassismus? Ich denke nicht. Es geht um Intelligenz aufgrund der Herkunft. Es ist Diskriminierung, wenn man es sauber abgrenzen will.

Aber wahrscheinlich sieht es die Redaktion anders und ich bin auch Rassist.

Aussagen wie diese sind immer problematisch. Sie erklären nichts, helfen nicht und versuchen die Welt einfach zu erklären. Dennoch kein Rassismus per se. Eher unüberlegt, provokant und diskriminierend.

BrandenburgerLehrer
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Das mag ihre Einschätzung sein, die Studie gibt da nichts zu her, außer das Rassismus und Diskriminierung inklusive der Weltanschauungen ein Problem in Deutschland sind. So weit so unangenehm.

Wonsit bei Niedrig IQ Regionen aber der Rassismus? Durch die Implikationen die getroffen werden durch den AfD Mann, also rassistische Ressentiments oder tatsächlich die Aussage Niedrig IQ Regionen.

Ich erkenne, wie gesagt eine massive Abwertung durch pauschale Aussagen und einfach eine undifferenzierte Provokation ohne Grundlage.

Im ersten Fall ist das zwar dann richtig mit dem Rassismus aber es ist eine Vermutung. Im zweiten Fall einfach Meinung und im schlimmsten Fall schlechte Rethorik. Pauschal allemal und unsachlich auf jeden Fall.

Rainer Zufall
17 Tage zuvor

„Wonsit bei Niedrig IQ Regionen aber der Rassismus?“
Beim Rassismus, der den IQ an Regionen festmacht? Diese Schwachmat*innen glauben am Ende, damit „Rassen“ von Menschen bestimmen zu können 🙁

Steißtrommler
17 Tage zuvor

Vielleicht interessiert Sie dieser Artikel? Der Titel ist vielleicht unnötig provokant, aber der Inhalt durchaus lesenswert:
https://www.tagesanzeiger.ch/warum-afrikaner-in-iq-tests-schlechter-abschneiden-106015206636

Bla
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich gehe weitgehend bei Ihnen mit. Der Artikel mit IQ und Afrika wird zwar immer wieder gebracht. Hat allerdings massive Schwächen in der Methodik.

„Hierzulande lassen sich vor allem Menschen testen, die sich für sehr schlau halten – selbstverständlich beeinflusst dies das Ergebnis.“

Hier gehe ich jedoch nicht mit. Wie kommen Sie darauf?
Haben Sie hier Quellen (oder mehr „Gefühl“)?
Der bei weitem größte Anteil an IQ Messungen/Testungen ist mit Abstand im Bereich Diagnostik. Macht ja auch Sinn … Und „der Anspruch auf (kostenloser) IQ-Testung“ ist hier eben bereits enthalten dann meistens. Das machen sämtliche Schulpsychologen, da das das Standardverfahren einfach ist. Die werden dazu verpflichtend angeleitet.
Dann kommen noch (weitere) Bedarfsdiagnostiken zwecks Leidensdruck usw. usf. halt dazu [bspw. wegen Neurodiversität].
Danach gibt es eben die Splits „nach oben“ in bspw.:
– Verein Mensa [also Begabtenverein – hier „fallen“ jedoch meines Wissens nach viele „durch“ … Klar]
– Beruflichen Gründen [Trainee, Luftfahrt usw.]
– Studien- und Wissenschaftsforschung
Das „verzerrt“ etwas nach oben. Jedoch dürfte dies vergleichsweise „milde“ sein.

Also haben Sie irgendwie konkrete und v. A. aussagekräftige Quellen zu „Ihrer These“? Zweifel ich „etwas“ an zumindest.

Hansjoachim
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ja genau, aber das gilt ebenso für PISA, das angeblich „Bildung“ misst. Tatsächlich misst PISA nur das, was PISA misst. Bildung ist objektiv nicht messbar. Schon TIMSS misst was anderes.

Jerunda
16 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Sind dann Menschen mit stark ausgeprägter LRS nicht oder nur bedingt bildungsfähig? Das ist mir zu pauschal!
Das galt vielleicht früher, aber mittlerweile gibt es, zum Glück, viele Therapien (die aber eine LRS nicht heilen, aber mindern können) und technische Hilfsmittel.
Legasthenie-Therapie | Lerntherapie bei Legasthenie | Ansätze – Bundesverband Legasthenie & Dyskalkulie e.V.
Zitat aus dem Artikel:
„Eine Lese- und/oder Rechtschreibstörung ist nicht heilbar. Eine frühzeitige und gezielte Therapie kann jedoch helfen, Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben deutlich zu mindern und den Verlauf einer Legasthenie positiv zu beeinflussen.“
Von der LRS zum Doktortitel – Interview mit Dr. Lucien André Reuter | PF 167 | Listen Notes

Bla
16 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„wer nicht sinnerfassend lesen kann, kann sich auch nicht bilden.“

Das stimmt so nicht. Das wäre ein Trugschluss.
Es stimmt allerdings, dass man gewaltige Nachteile im Bildungsbereich hat.
Insb. in der heutigen Zeit kann man sich schon auch ohne sinnerfassendes Lesen bilden.

Ich glaube aber, dass Sie das meinten. Ansonsten würde man bspw. „allen“ Analphabeten die Bildung absprechen („müssen“). Also wenn PISA das wiederum tatsächlich als Ergebnis/Schlussfolgerung hätte, dann kann man grundlegend sagen, dass das nicht sein kann. Ganz einfache Logik von konsequenten Transfer.

Steißtrommler
16 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Sie verwirren mich. Sie sind doch diejenigen, die fordern, dass man Wissenschaft und Studien ernst nehmen soll! Und hier haben wir Wissenschaftler mit einer Studie (es wird sogar gemessen!) sowie einen Verweis auf andere Studien:
2002 erschien das umstrittene Buch «IQ and the Wealth of Nations», worin die Autoren Richard Lynn und Tatu Vanhanen darlegten dass die von ihnen gemessene «fluide Intelligenz» ungleich über den Globus verteilt sei. […]
Andere Studien zeigen, dass unsere Intelligenz durch eine passende Umgebung erheblich verbessert werden kann […]
Aber ich gebe Ihnen gern in Teilen recht, die Studie kann anhand des Artikels im Tagesanzeiger nicht beurteilt werden (weder als erhellend, noch als „Quark“).
Aber natürlich kann man Intelligenz objektiv messen. WENN man sich erstmal darauf verständigt hat, was man darunter versteht. Und da liegt nun der Hase im Pfeffer, wie es das Zitat von Asimov so schön veranschaulicht.

Rainer Zufall
17 Tage zuvor
Antwortet  Steißtrommler

„Forscher liefern jetzt einen neuen Ansatz zur Erklärung für das IQ-Gefälle. Mit Rassismus hat das nichts zu tun.“
Das ist so lustig, wenn man die Geschichte dazu kennt 😀

„Zu erwähnen bleibt, dass IQ-Tests zur Messung der Intelligenz eine europäische Erfindung sind.“
No shit! Hoffen wir mal, dass der Erfinder IQ-Tests nur zum Feststellen von Förderfällen nutzen wollte und nicht für seltendämliche Rassismusphantasien… ^^

Jerunda
16 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

„ Hoffen wir mal, dass der Erfinder IQ-Tests nur zum Feststellen von Förderfällen nutzen wollte und nicht für seltendämliche Rassismusphantasien…“

Als studierter Sonderpädagoge sollten Sie über die Geschichte der Intelligenz-Messungen und über verschiedene IQ-Tests Bescheid wissen und nicht „hoffen“.
Eine kurze Geschichte der IQ-Tests: Von Binet bis WAIS-IV | My IQ Path
 Der IQ in der Geschichte
Geschichte der IQ-Tests: Warum eine Messung zur Machtfrage wurde
19. April 1912 – William Stern entwickelt den Intelligenzquotienten, Stichtag – Stichtag
„William Stern betrachtet die Euphoriewelle um seine Entwicklung stets skeptisch. Er sieht im IQ nur eine Annäherung an das, was eine Person ausmacht. „Intelligenz ist die allgemeine Fähigkeit eines Individuums, sein Denken bewusst auf neue Forderungen einzustellen; sie ist allgemeine geistige Anpassungsfähigkeit an neue Aufgaben und Bedingungen des Lebens“, schreibt er 1912. Ob er jemals seinen Intelligenzquotienten ermittelt hat, ist nicht bekannt. Für ihn ist der IQ nur eine Zahl und wie bei jeder Rechnung hält er Fehler für möglich: „Mathematisch sichere Prognosen gibt es im Menschenleben überhaupt nicht.““ (Zitat aus dem letzten Link)

Wenn Sie alle diese Links vollständig gelesen haben, wissen Sie dann, hoffentlich, etwas mehr über IQ-Tests. Aber eigentlich sollte das Bestandteil eines Sonderpädagogik-Studiums sen. So war es zumindest zu meiner Zeit. 🙂

Jerunda
17 Tage zuvor

“ Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass der sozioökonomische Status (SES) ein starker Prädiktor für IQ-Werte ist. Kinder aus wohlhabenden Familien haben oft Zugang zu besserer Ernährung, mehr Büchern, einer qualitativ hochwertigeren Schulbildung und einem stabileren Umfeld – alles Faktoren, die die kognitive Entwicklung fördern. Dies wirft die Frage auf: Misst ein IQ-Test das „Potenzial“ oder misst er die „Gelegenheit“?
Wenn wir den IQ als unveränderliches, genetisches Merkmal behandeln und gleichzeitig die Umweltfaktoren ignorieren, die ihn prägen, riskieren wir die Aufrechterhaltung von Ungleichheit. Das Verständnis, dass der IQ formbar ist und von der Umgebung beeinflusst wird, ist entscheidend für einen verantwortungsvollen Umgang mit diesen Tests. Sie sollten als diagnostische Instrumente betrachtet werden, um zu identifizieren, wo Unterstützung benötigt wird, und nicht als Etiketten, die den Wert oder die Zukunft einer Person bestimmen. Indem wir die ganze Person betrachten – einschließlich ihres Hintergrunds, ihres Charakters und ihrer vielfältigen Talente –, können wir kognitive Tests als Werkzeug zur Befähigung statt zum Ausschluss nutzen.“
Die Kontroversen um IQ-Tests | My IQ Path„Misst der IQ alles?
No. Er misst keine Kreativität, emotionale Intelligenz, praktische Alltagsklugheit oder spezialisierte Talente wie Musik oder Sport.“

Rainer Zufall
17 Tage zuvor

„Ist das ein niedriger IQ? Ich denke nicht. Ist eine solche Aussage direkt Rassismus? Ich denke nicht. Es geht um Intelligenz aufgrund der Herkunft. Es ist Diskriminierung, wenn man es sauber abgrenzen will.“
Wie grenzen Sie Rassismus, Menschen aufgrund ihrer Herkunft einen niedrigen IQ zuzuschreiben – wobei Intelligenz ja so nicht funktioniert – von Diskriminierung ab?

„seit Jahren völlig unkontrollierte Massenzuwanderung aus Niedrig-IQ-Regionen in unsere Schulen und unsere Sozialsysteme“
Die Intelligenz ist in dieser Gruppe so normalverteilt wie in der übrigen Bevölkerung. fast so, als wären die Menschen einander ähnlicher, als es Rassist*innen lieb ist?

Indra Rupp
18 Tage zuvor

Ich habe gehört, im Neandertal haben sich Leute mit ganz guten IQ Voraussetzungen gefunden und man könnte die Babys in eine Zeitmaschiene setzen und ins 20./21.JHd katapultieren und dann werden da coole Pippi-Hippies, Treckerfahrer, Kaffetrinker und Nadelstreifen draus.

Jerunda
17 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Den Witz (?) verstehe ich nicht. Sorry.

Indra Rupp
16 Tage zuvor
Antwortet  Jerunda

Übersetzung :
Schon der Urzeitmensch hatte die gleichen IQ Möglichkeiten wie wir heute.

Jerunda
16 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Es kommt darauf an, was man unter Intelligenz versteht. Bei den heute üblichen IQ-Tests wären die alle durchgefallen. Andererseits würde unsere „Intelligenz“ nicht unbedingt das Überleben in der Urgesellschaft sichern, da würden wir sehr schnell „durchfallen“.
Ich halte es deshalb eher mit William Stern (siehe den Link weiter oben an Rainer Zufall):
„Intelligenz ist die allgemeine Fähigkeit eines Individuums, sein Denken bewusst auf neue Forderungen einzustellen; sie ist allgemeine geistige Anpassungsfähigkeit an neue Aufgaben und Bedingungen des Lebens“.
Deshalb bin ich auch dagegen den IQ-Wert eines Menschen als (alleinigen) Maßstab für dessen lebenspraktische Fähigkeiten und seine Bildungsmöglichkeiten zu nehmen.
Garantiert ein hoher IQ Erfolg? Was die Wissenschaft wirklich sagt | CogniveraIQ

Rainer Zufall
17 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Nope

Hans Malz
18 Tage zuvor

Warum ist der noch im Dienst?

dickebank
17 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

Weil kein Disziplinatverfahren eingeleitet worden ist.

Hans Malz
17 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Sollte eine solche Äußerung nicht reichen?
Ich stelle mir gerade das Gespräch mit der Schulaufsicht nach einer solchen öffentilchen Äußerung meinerseits vor …

Schotti
18 Tage zuvor

Gut, dass sowas kein Lehrer gesagt hat. Wäre echt peinlich für unseren Berufsstand.

Rainer Zufall
18 Tage zuvor

„Biologisch lässt sich die Menschheit nicht in verschiedene „Rassen“ einteilen.“
Ja. DARUM verbreiten Rechtsextreme ja ihre Rassenideologie und Vorurteile über den IQ anderer Bevölkerungsgruppen sowie deren damit einhergehende Wertig- und Bildungswürdigkeit 🙁

Laoshi
17 Tage zuvor

Hier wird einfach IQ und Performanz gleichgesetzt. Ob man in einem Test gut abschneidet oder nicht, liegt niemals nur am IQ, sondern immer auch an Randbedingungen, unter anderem wie vertraut man mit dem Testsetting ist. Daher ist es nachlässig von Testergebnissen unmittelbar auf einen zugrunde liegenden IQ zurückzuschließen. Selbst IQ Tests können den zugrunde liegenden Quotienten unterschätzen (überschätzen allerdings nicht), da man trotz IQ eine schlechtere Leistung abliefern kann, weil einer der anderen Faktoren stets die aktuell mögliche maximale Performanz verringern kann. Vor diesem Hintergrund ist zu hinterfragen, wie Tedts, die in einem nationalen Kontext entwickelt wurden in einem internationalen Umfeld messen. Darum wurden auch cultural fair Tests entwickelt, die zum Besispiel die Schriftsprache und die kontextorientierten Fragenanteile versuchen zu verringern. Von denen ist hier aber nicht die Rede.

Zum Rassengedanken ist die Biologie eindeutig. Der letze Menschentypus, den man wenn unbedingt nötig als „Rasse“ bezeichnen könnte, wobei man eher von Varietät spricht, „Rasse“ ist etwas für Hundezüchter und Katzenhändler u.ä., war der Neanderthaler oder der unlängst entdeckte Floresmensch.
Alle heute lebenden Menschen gehören einer „Rasse“ an, die als biologischen Vorteil eine hohe Polymorphie besitzt, was sie sehr anpassungsfähig macht und gemeinsam mit der für alle lebenden Menschen auszeichnenden außerordentlichen Intelligenz dafür sorgt, dass wir Menschen so erfolgreich auf der ganzen Welt vertreten sind.

Hawking prägte den Satz, dass Intelligenz die Fähigkeit zur Anpassung an Veränderung beschreibt. Vor diesem Hintergrund frage ich mich, ob Rückwärtsgerichtetheit wirklich Ausdruck einer guten IQ-Performanz ist.

Übrigens muss man bei den PISA-Vergleichen sehr gut aufpassen, wer da wirklich verglichen wird, da nicht alle Länder ihre Prüfkohorten gleich zusammengesetzt haben. Das macht den Vergleich zum Testabschneiden und IQ noch unhaltbarer.

vhh
17 Tage zuvor

Nicht jeder Clown auf einem rosa Elefanten bringt alle zum Lachen, aber hier wäre auslachen die beste Reaktion gewesen.
Das hätte einen promovierten Mathematiker mit deutschen Leistungsstandards vermutlich mehr getroffen als die gewünschte und erhaltene Empörung. ‚Heiterkeit im Parlament‘, zu dieser Schlagzeile dann eine sachliche Presseerklärung (s. andere Beiträge), dass und warum der Herr Doktor Probleme mit Meinung und Wissenschaft hat.
Passiert leider immer wieder, die AfD zielt auf Emotionen und alle anderen lassen sich darauf ein.

vhh
16 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Hier hat ein Idiot sich mit seiner ‚Meinung‘ lächerlich gemacht. Aufmerksamkeit war sein Ziel, Ziel erreicht. Wenn sie sich an meiner konkreten Formulierung aufhängen wollen, gerne, auch wenn die Implikation historischer Ahnungslosigkeit etwas grenzwertig ist. Ändert nichts daran, dass solche provokanten rechten Thesen leider immer wieder erfolgreich in einer ‚muss man doch sagen dürfen‘- und Opferhaltung enden (z.B. Tiktok, ‚Wütende Reaktion auf die Wahrheit‘ oder wie diese Schnipsel heißen mögen). Bisher haben sichtlich aufgewühlte Gegenreden nicht gerade viel erreicht, außer der Überzeugung auf der rechten Seite, ‚die Gutmenschen‘ würden Probleme und ernsthaft vorgebrachte ‚Argumente‘ ignorieren.
Das Thema Rassismus hat nichts mit Heiterkeit zu tun, ein Außenstehender, der sich über Intelligenz auslässt, entbehrt dennoch nicht einer gewissen Ironie.
Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, wirtschaftliche Ausbeutung, religiöser Fanatismus, natürlich auch Völkermord im heutigen Namibia, es gab und gibt viele Beispiele. Ernste Themen, traurige Themen, aber wenn es reicht, rassistische Klischees zu verwenden, um als ernstzunehmender Diskussionspartner auftreten zu dürfen…Setzen dumme Rassisten die Themen, bestimmen sie dass ihre Vorurteile ernstgenommen und diskutiert werden, am besten mit komplexen Fakten gegen populistische Emotionen?
Ihre Meinung dazu respektiere ich, aber der Beitrag zielt (offenbar zu überspitzt formuliert) auf mehr als ihre reflexhafte Reaktion vermuten lässt.

Susanne M.
15 Tage zuvor

Intelligenz ist nur ein Faktor für Bildung. Fleiß, Interesse und Wertschätzung sind meines Erachtens noch wichtiger für den Erfolg. Dann können auch bei ganz normaler Intelligenz sehr gute Leistungen erbracht werden.
Und ja, die Bildungsbereitschaft ist weltweit sehr unterschiedlich verteilt. Nehme ich einmal als Beispiel Konfuzianismus und fundamentalistische Evangelikale oder Muslime. Für die einen sind gute Schulnoten eine Tugend, die anderen sagen, es reicht zu wissen, was in der Bibel beziehungsweise Koran steht
Und ja, die Einwanderungsländer sind hier sehr unterschiedlich aufgestellt. Krieg und Diktatur haben auch Bildungstraditionen zerstört, die vorher existierten oder die auf dem Weg waren. Das ist kein Rassismus, aber es ist durchaus die momentan herrschende Einstellung in einer bestimmten Region, die diskutiert werden muss. Wie sollen Menschen ihre Einstellung ändern, wenn kein Mensch das erwartet oder mit ihnen darüber offen spricht?

Susanne M.
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Wenn ich die Eltern der Grundschulkinder befrage, dann wollen die gerne, dass ihre Kinder Ärzte, Rechtsanwälte oder Lehrer werden, und ich sehe es als meine Aufgabe, ihnen genau zu sagen, wie sie dahin kommen. Es gibt so viele, die nicht einmal so recht das dreigliedrige Schulsystem verstehen und dass man in Deutschland sehr früh anfangen muss, zu planen, wo man in anderen Ländern noch einige Jahre Zeit hat. Das mit dem frühen Geldverdienen ist oft Resignation, weil eh niemand mehr erwartet hat, und weil sich der Glaube an den Aufstieg mit den Schuljahren verliert..Kein Erstklässler hat mir je gesagt, dass er zum Lieferdienst will..