Website-Icon News4teachers

Mehr Anträge auf freiwilliges Sitzenbleiben in Hamburg

Anzeige

HAMBURG. Seit fünf Jahren können Schüler im Stadtstaat nicht mehr sitzenbleiben. Doch die Zahl derjenigen, die sich entschließen freiwillig ein Jahr zu wiederholen steigt.

Seit 2010 können Kinder und Jugendliche an Hamburger Schulen nicht mehr sitzenbleiben, doch immer mehr wiederholen freiwillig die Klasse. Das geht aus einer Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage des fraktionslosen Bürgerschaftsabgeordneten Walter Scheuerl hervor. Scheuerl hatte die Antwort am Freitag veröffentlicht.

Mehr Hamburger Schüler entschieden sich, freiwillig ein Jahr zu wiederholen. Die meisten kurz vor dem Abschluss oder vor Beginn der Oberstufe. Foto: Alex Proimos / flickr (CC BY-NC 2.0)

Demnach stieg die Anzahl der Anträge auf das freiwillige Wiederholen einer Klasse an weiterführenden Schulen von 253 im Schuljahr 2013/2014 auf bislang 1156 im Schuljahr 2014/15. 820 der 1156 Anträge wurden von Schülerinnen und Schülern gestellt, die Stadtteilschulen besuchen. 547 kamen von Stadtteilschülern der 10. Klasse, in der der Realschulabschluss erreicht werden kann. Gymnasiasten stellten die Anträge meist beim Übergang zur Oberstufe.

Anzeige

Walter Scheuerl, der das Sitzenbleiben als Ansporn für Schüler sieht, äußerte sich empört über die Zahlen: «Das böse Erwachen kommt, doch für viele der betroffenen Schülerinnen und Schüler ist es dann zu spät.» Die schwarz-grüne Vorgängerregierung des derzeit SPD-geführten Senats hatte das Sitzenbleiben vor fünf Jahren abgeschafft. (dpa)

Antwort des Senats auf die kleine Anfrage

zum Bericht: Mehr Sitzenbleiber – Gymnasien fordern Maßnahmen

Anzeige
Die mobile Version verlassen