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Lehrer und Schüler sind (angeblich) begeistert: Kultusministerium wertet Modellprojekt zum Hybridunterricht als Erfolg

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DRESDEN. Während der Corona-Pandemie war Lernen am Bildschirm notgedrungen die Regel. Im Nordosten Sachsens gibt es Online-Unterricht mittlerweile im Klassenzimmer. Der Modellversuch könnte durchaus auch anderswo Schule machen.

Lehrkräfte virtuell vervielfachen – ein Modell für die Zukunft? Illustration: Shutterstock

Schon gut ein Jahr lang wird Hybridunterricht an drei Gymnasien in Ostsachsen erprobt. Nun hat das sächsische Kultusministerium eine erste positive Bilanz des Pilotprojekts gezogen. Das Modell sei gerade im ländlichen Gebiet geeignet, bei geringen Schülerzahlen ein attraktives Angebot an Leistungskursen in der Abiturstufe aufrechtzuerhalten, hieß es auf Anfrage aus dem Ministerium. Das betreffe vor allem die naturwissenschaftlichen Richtungen, in denen dringend Nachwuchs benötigt werde.

Seit Beginn des vergangenen Schuljahres (2022/2023) wird in Physik Präsenzunterricht vom Görlitzer Curie-Gymnasium per Videoschaltung nach Niesky übertragen. Den Biologie-Unterricht am Gymnasium in Niesky verfolgen Schüler in Weißwasser am Bildschirm. Laut Ministerium sind die Jugendlichen von diesem Angebot begeistert, da sie ihre Wunschfächer belegen konnten. Am Friedrich-Schleiermacher-Gymnasium in Niesky wäre ohne das Projekt mit vier Schülern kein Leistungskurs für Physik zustande gekommen. Am Landau-Gymnasium in Weißwasser hätte es mit nur zwei Schülern nicht für einen Kurs in Biologie gereicht.

Wöchentlich werden drei Stunden online unterrichtet. Zwei weitere Stunden pro Woche, die für Experimente und praktische Versuche vorgesehen sind, hält die Lehrkraft immer live vor Ort. Trotz höheren Aufwands, etwa auch zur technischen Vorbereitung der Videoübertragung, schätzten die beteiligten Pädagogen das Projekt als «sehr erfolgreich» ein.

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«Die bisherigen positiven Erfahrungen motivieren vielleicht auch andere Schulen, diesen Weg zu gehen»

«Die bisherigen positiven Erfahrungen motivieren vielleicht auch andere Schulen, diesen Weg zu gehen», hofft indes Kultusminister Christian Piwarz (CDU). Nach Angaben seines Hauses soll Hybridunterricht nicht zentral angeordnet werden. Solche Projekte seien nur dann erfolgreich, wenn das Engagement von den Schulen selbst ausgehe. Für Anfang des Jahres plant das Ministerium eine Informationsveranstaltung für interessierte Einrichtungen aus dem Freistaat. Dabei sollen Bedingungen und Abläufe des Hybridunterrichts in Ostsachsen vorgestellt werden.

Die drei Gymnasien können beweisen, so hatte Piwarz zu Beginn des Projekts vor einem Jahr erklärt, «dass auch bei kleineren Schulen im ländlichen Raum eine breite und gute Bildung angeboten werden kann und die Schülerinnen und Schüler die gleichen Chancen haben wie in der Großstadt“ (News4teachers berichtete). Der laut damaliger Pressemitteilung «begeisterte» CDU-Politiker betonte: «Zugleich gehen wir mit dem Projekt weiter voran in Richtung Schule der Zukunft.»

«Wir müssen die Chancen des Hybridunterrichtes nutzen, um das Bildungssystem auch in Zeiten sinkender Schülerzahlen zukunftsfähig zu machen», erklärte Piwarz – vergaß allerdings dabei das eigentliche Kernproblem zu erwähnen: den sich ausweitenden Lehrermangel nämlich. News4teachers / mit Material der dpa

KMK-Kommission sagt 20 Jahre Lehrermangel voraus – sie empfiehlt: Mehrarbeit für Lehrkräfte, Hybridunterricht, größere Klassen

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Leviathan
3 Monate zuvor

Wie begeistert die Schüler*innen wohl erst wären, wenn man ihre Kurse auch in Präsenz anbieten könnte?

Der Zauberlehrling
3 Monate zuvor

Aus gut informierten Quellen wurde mir zugetragen, dass der Erfolgsbericht am 01.04.2022 geschrieben wurde und damit vor Beginn des Post-Corona-Hybridunterrichts.

Unfassbar
3 Monate zuvor

In Leistungskursen mit vertrauenswürdigen, leistungsfähigen und leistungswilligen Schülern geht das theoretisch, aber von einer gleichwertigen Vorbereitung kann da nicht gesprochen werden. Mit anderen Worten bitte nicht.

Rainer Zufall
3 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

Wenn sich hier Kräfte bündeln lassen, spräche prinzipiell ja ein wenig dafür, aber wie schnell wird dies zum neuen (Niedrig-)Standard erhoben?

Hans Malz
3 Monate zuvor

Da das ja in auswählten Kursen der gymnasialen Oberstufe funktioniert, muss es ja zwangsläufig auch in allen anderen Schulformen und Klassen funktionieren … oh, Moment.

Physik und Biologie ohne Schülerversuche halte ich für nicht zielführend. Das geht aber so nicht, denn wer geht rum und gibt Hilfestellung? Egal, dann gibt es nur noch Theorie.

Unfassbar
3 Monate zuvor
Antwortet  Hans Malz

In der Oberstufe gibt es kaum Schülerversuche. Aber auch ohne Demonstrationsversuche ohne Simulation und Video sind notwendig.

Hans Malz
3 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

Ok, in der Sek I (eigentlich) sehr viele. Präsenzunterricht ist natürlich trotzdem viel besser.

Unfassbar
3 Monate zuvor
Antwortet  Hans Malz

Die vorgestellte Version des Hybridunterrichts wird in keiner Mittelstufenklasse in keinem Fach funktionieren. Ansonsten bin ich bei Ihnen.

Hans Malz
3 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

Da widersprechen wir uns ja gar nicht. Ich bin erstmal nur auf die genannten Beispiele eingegangen. Die Lehre aus dem Distanzunterricht während Corona ist ganz klar, dass nur Präsenzunterricht funktioniert.

Fakten sind Hate
3 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

In NRW werden etwa 25 Schlüsselexperimente für den Unterricht vorgeschlagen. Man könnte also etwa mindestens einmal im Monat ein größeres Experiment durchführen.

https://www.schulentwicklung.nrw.de/lehrplaene/lehrplannavigator-s-ii/gymnasiale-oberstufe/physik/hinweise-und-beispiele/se2.html

Selbst wenn die eigene Sammlung nicht alle Experimente unterstützt, kann man viele dieser mittlerweile auch digital durchführen.

Z.B über https://tetfolio.fu-berlin.de/

Unfassbar
3 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

Aber nicht per gleichwertig per Lehrer ganz woanders.

Fakten sind Hate
3 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

Gleichwertig sicherlich nicht. Die Beziehungsarbeit ist auch in der Oberstufe noch ein Träger des gemeinschaftlichen Lernens.

Realist
3 Monate zuvor

sowohl SuS als auch für Lehrkräfte eine Verbesserung.
SuS müssen nicht mehr stundenlang zum Schulgebäude pendeln und können sich von überall zuschalten. Lehrkrfäfte können 1-2 Tage von zuhause arbeiten und die 30Prozent homeoffice Regel endlich auch da umgesetzt werden.

Gleiches Recht für alle!
Gleiche Arbeitsbedingungen schaffen bei vollem Lohnausgleich

Ramona
3 Monate zuvor
Antwortet  Realist

Ich verstehe den Zusatz „bei vollem Lohnausgleich“ nicht. Wenn online Unterricht erteilt wird, was soll „voller Lohnausgleich “ dann heißen?

Noah
3 Monate zuvor
Antwortet  Ramona

Wenn Gewerkschafter „voller Lohnausgleich“ schreiben, meinten sie bisher immer: weniger arbeiten, gleich viel Geld kriegen.

Ramona
3 Monate zuvor
Antwortet  Noah

Dann meint „voller Lohnausgleich“ hier also nicht „homeoffice“, sondern Arbeitszeitreduktion bei gleichzeitiger kräftiger Gehalts/Bezügeerhöhung. Richtig?
Wenn ja, dann geht der Kommentar kräftig am Thema vorbei.

Bitterkalt
3 Monate zuvor
Antwortet  Ramona

Er meint sicher, im homeoffice wird auch gearbeitet nur dann halt an dem Tag oder den Tagen aus den eigenen vier Wänden und die Schüler sind auch zuhause oder treffen sich in kleinen Lerngruppen für Projekte oder Digitalunterricht.

Ramona
3 Monate zuvor
Antwortet  Bitterkalt

Also keinen Unterricht geben, sondern korrigieren und Elterngespräche führen?
Die Unterrichtsverpflichtung wird dann noch komprimierter erfüllt?
Oder meint er das mit vollem Lohnausgleich, dass weniger unterrichtet wird? Dann ist es ja doch eine Arbeitszeitreduzierung?!

Linus
3 Monate zuvor
Antwortet  Ramona

Arbeitsreduzierung wäre auch gut, weil die Stahlindustrie, Bahne etcs zum 32 Stunden arbeiten. Aber Optimierung geht natürlich auch, echt.
Alles auf 4 Tage basteln.

Sepp
3 Monate zuvor
Antwortet  Realist

@ Realist
Auch wenn ich an anderer Stelle schon geschrieben habe, dass das Modell ja z.T. sinnvoll sein kann, teile ich Ihre Meinung gar nicht:
Bevor ich von zu Hause aus digitalen naturwissenschaftlichen Unterricht mache, fahre ich lieber weiter und unterrichte in Präsenz. Da bekommt man einfach viel mehr mit und hat auch eine ganz andere Wirkung auf die Schülerinnen und Schüler. Im Endeffekt lebt Schule halt von der Beziehungsarbeit…

Bitterkalt
3 Monate zuvor
Antwortet  Sepp

wer zahlt dir das Auto und den Sprit?
Dann benötigst du mehr Gehalt

Ramona
3 Monate zuvor
Antwortet  Bitterkalt

Wer zahlt Arbeitnehmern das Auto und den Sprit?

Sporack
3 Monate zuvor
Antwortet  Ramona

Auto und Sprit eher nicht. Aber ÖPNV-Einzelticket zwischen Schule und Schule sollte der Dienstherr schon nach jeweiliger Landesfahrtkostenverordnung bezahlen.

Aber … moment … da stand doch ländlicher Raum .. und ÖPNV … passt eher je nach Ländlichkeit nicht um innerhalb des Arbeitstages an verschiedenen Schulen durch die gleiche NaWi-Lehrkraft den selben Versuchsaufbau in Präsenz machen zu können; vorallem wenn an Nicht-Versuchstagen der Unterricht des „Multi-Schul-Kurses“ zeitgleich per Video-Sitzung läuft.

Stundenplanung ist schon „NP-hard“ schul-übergreifend wird das mit wechselnden themendynamischen Zeitslots sicher nicht machbar.

Es mag zwar „dienstfahrtbegeisterte Personen“ geben, aber das als Dauerzustand wünsche ich keinem …

Linus
3 Monate zuvor
Antwortet  Sporack

also einfach von zuhause mit Digitaler Konferenz.
Vor allem, echt, Konferenzen sind ind er Wirtschaft zu 90% digital.

Warum setzt ihr euch mit 100 Leuten im Winter in einem Raum und hinterher sind alle viele krank?

Sepp
3 Monate zuvor
Antwortet  Bitterkalt

@ Bitterkalt,
Sind Sie etwa Lehrer? Oder einfach nur hier, um Zwietracht zu säen?
Denn in meinem Umfeld kenne ich niemanden mit einer solchen Erwartungshaltung.

GriasDi
3 Monate zuvor
Antwortet  Realist

Zitat:
„Lehrkrfäfte können 1-2 Tage von zuhause arbeiten und die 30Prozent homeoffice Regel endlich auch da umgesetzt werden.“

Finde den Fehler! In der Regel haben Lehrkräfte nicht durchgehen Oberstufenkurse. Also muss ich als Lehrkraft aus irgendeinem Raum in der Schule online gehen – wenn denn das Internet funktioniert, oder überhaupt entsprechende Ausstattung vorhanden ist.
Das wars dann mit dem Homeoffice.
Übrigens: Homeoffice hat jede Lehrkraft – am Nachmittag bzw. frühen Abend. Und 30% sind weit untertrieben. 50% würde ich schätzen.

Blau
3 Monate zuvor
Antwortet  GriasDi

Oder am späten Abend und am Wochenende (mit eigenen Kindern)…

Bitterkalt
3 Monate zuvor
Antwortet  GriasDi

nein, das hast du nicht. Das gilt trotzdem als 5 Tage vor Ort.
Du fährst da schön 5 Tage mind. hin.

Samson
3 Monate zuvor
Antwortet  Bitterkalt

GriasDi hat Recht. Nur, weil man nicht jeden Tag die ganze Zeit im HO sitzt heißt es nicht, dass man kein HO macht. Von daher hat er total Recht. Und die Ferien gibt es ja auch noch.

GriasDi
3 Monate zuvor
Antwortet  Bitterkalt

Hab nichts anderes geschrieben.

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  GriasDi

Wer will denn hier schon mit der Realität konfrontiert werden? 🙂

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  Realist

Ich mag mich ja irren, aber ist nicht eine Erkenntnis aus Corona – soziale Kontakte sind wichtig?

Welche „30Prozent homeoffice Regel“ meinen Sie?

Gibt es da schon was Offizielles?

Monika, BY
3 Monate zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Einige Kinder hatten mehr sozialen Kontakten während Distanzunterricht, als vorher oder nachher in der Schule. Sie hatten nämlich Zeit dafür.

Erzwingende Gruppenarbeiten sind keine soziale Kontakten.

Schaut einmal in ein Paar Firmen rüber, wie die Gruppenarbeiten in der Wirklichkeit funktionieren,

Man kann es nicht erzwingen, dass die Menschen gleich ticken.

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  Monika, BY

Jein.

Auch erzwungene Gruppenarbeit sind soziale Kontakte. Sie gehen nur nicht immer sozial miteinander um.

Sozialverhalten – das ist etwas, das gelernt werden muss – auch mit anderen klarzukommen und nicht nur mit denen, mit denen man gut zusammen passt. Ganz schwieriger Lernprozess, mega wichtig.

Die Menschen sollen auch nicht gleich ticken.

Es reicht schon, wenn sie es schaffen, das Gegenüber zu akzeptieren – m i t den „Macken“. (Wobei es auch da m.M.n. Grenzen gibt.)

Respekt und Akzeptanz – darum geht es.

Es würde vielen viel Kummer ersparen.

Monika, BY
3 Monate zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Jede Menge Geld geht jeden Monat verloren, weil die Abteilungen nicht in der Lage sind Kompromisse zu schließen und zusammen zu arbeiten – das Produkt dieses Schulsystems. Ähnliches kann man auch in der Politik beobachten.

Und dann kommt periodisch der Big Boss und entlässt er ein Paar bis hunderten Mitarbeitern aufgrund von Umstrukturierungen. Und der Rad fängt sich von vorne zu drehen..und so seit den Jahrzenten…

Wenn man das einen Erfolg nennt…

Die Schafen sind leicht zu führen und zu verführen – das war ja immer so.

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  Monika, BY

Der Individualismus steht durch seinen großen Anteil Egoismus bei fehlender Frustrationstoleranz dem Gemeinschaftlichem im Wege.

Da wurde was völlig falsch verstanden und der Begriff missbraucht, bis keiner mehr peilt, wie falsch das ist.

Autobahnabfahrt
3 Monate zuvor

Ob das wirklich so erfolgversprechend ist? Ich denke, es ist vor allem bequem! Man hat zwar Schüler am Bildschirm, die da irgendetwas machen und man weiß nicht, was. Notfalls schaltet man sie ab. Und umgekehrt das Gleiche. Man schaut zu und kann alles Mögliche andere nebenbei machen. Schweden macht gerade eine Rolle rückwärts bei einem ähnlichen Thema.

Schweden macht die Digitalisierung an Schulen rückgängig und schafft stattdessen Bücher anhttps://www.wetterauer-zeitung.de/ratgeber/buchtipps/kinder-schweden-lesen-buecher-jugendliche-regierung-digitalisierung-schulen-zr-92519808.html

Inselbegabung
3 Monate zuvor
Antwortet  Autobahnabfahrt

Sehr gut. Da wird immer so schnell auf andere verwiesen, die etwas machen (vormachen) und das alleine ist dann für manche schon der Beweis, dass das besser ist, nur weil die das machen. Es zeigt aber oft erst im Laufe der Zeit, ob etwas wirklich besser ist. Aber diese Zeit muss ja erst einmal vergehen.

GriasDi
3 Monate zuvor
Antwortet  Inselbegabung

Muss man alle Fehler selbst machen? Darf man nicht aus Erfahrungen in anderen Ländern (Schweden, Australien, USA) lernen?

Inselbegabung
3 Monate zuvor
Antwortet  GriasDi

Ich glaube, Sie haben mich falsch verstanden. Ich meinte doch (mit anderen Worten), nicht alles ist Gold, was glänzt.

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  Inselbegabung

DAS verstehe ich auch

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  Inselbegabung

Ist das nicht ganz genauso beim Digitalisierungshype?

Inselbegabung
3 Monate zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Ja.

R.Wadel
3 Monate zuvor
Antwortet  Autobahnabfahrt
Grillsportler
3 Monate zuvor

Wenn die Lerngruppen dann theoretisch beliebig groß werden können, wie funktioniert es denn dann mit dem Korrigieren? Bekommt dann ein Fachlehrer 50+ Klausuren auf den Tisch?

vhh
3 Monate zuvor
Antwortet  Grillsportler

Das macht dann die KI. Deren Textverständnis wird vorher mit den Protokollen der KMK trainiert.

Fakten sind Hate
3 Monate zuvor
Antwortet  Grillsportler

Ja, schließlich haben sie während des Unterrichts weniger zu tun, da sie keine Beziehungarbeit leisten müssen. Diese Wenigerarbeit muss irgendwie ausgeglichen werden.

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

Hinzu kommt, dass die vielen Aufgabenstellungen, die ich mir nach McK… während des Unterrichts ausdenken muss, durch die KI demnächst zu unser aller Entlastung wegfallen

Maggie
3 Monate zuvor
Antwortet  Grillsportler

Das ist doch kein Problem. Die Klausur wird von einer KI erstellt und korrigiert. Funktioniert super. Pädagogen sind die KuK in dem Fall ja eh nicht – nur Stoffvermittler. Von individuellem und zielorientiertem Unterricht kann nicht gesprochen werden und bewerten lassen sich die mündlichen Leistungen auch nicht. Aber hey – man braucht keine Pädagogen – Arbeitsaufgaben reichen, dass der Lernerfolg gesichert ist – das hat uns schon Corona gezeigt.

Sporack
3 Monate zuvor
Antwortet  Maggie

Richtig schön wird es doch erst, wenn „Lehrkraft-KI“ automatisiert „Schüler-KI“-Lösung bewertet, zu Aufgaben, die der „Verlags-KI“-Sammlung entnommen wurden.

Während dessen betreiben alle Schulbeteiligte die dringend nötigen Renovierungsarbeiten oder ggf. doch „nur Kultur und Sport“.
Das fördert wichtige Fähigkeiten, soziale Interaktion und Wertschätzung der Wertschöpfung …

Nebenbei würde man dafür sorgen, dass noch mehr Wärme-Energie durch Rechenzentren erzeugt werden würde, die als Fernwärme abgreifbar gemacht werden könnte, ….

🙂

Sepp
3 Monate zuvor
Antwortet  Grillsportler

@ Grillsportler,
Hat Ihr Beitrag irgendwas mit dem Artikel zu tun? Und wo wird behauptet, dass ein Kurs beliebig groß werden kann?
Im genannten Beispiel können ein paar Schüler in Schule A und ein paar Schüler in Schule B ihren Biologie-Leistungskurs machen, indem sie den Theorieunterricht z.T. gemeinsam per Videokonferenz durchführen, weiterer Unterricht und das Experimentieren finden dann in den anderen Stunden in der Schule statt.
Das alleine bedeutet doch, dass man die Kurse eben nicht beliebig groß machen kann…

maggie
3 Monate zuvor
Antwortet  Sepp

Das ist aber der nächste logische Schritt. Wenn es rein um Stoffvermittlung geht, dann kann man beliebig viele Schüler*innen einer Lehrkraft zuschalten. Die Arbeiten werden digital gestellt und korrigiert, was für eine Steuerersparnis. Man braucht keine Gebäude mehr, deutlich weniger Lehrpersonal, alle haben Landesweit den gleichen Stundenplan, etc…
Das Problem ist doch, dass man immer noch nicht verstanden hat, dass eine Lehrkraft ein PÄDAGOGE ist und über diese pädagogische Arbeit individuell den Stoff den Schüler*innen vermittelt. Wenn Lehrkräfte nur Stoff vermitteln würden, wären sie total überflüssig, denn dann könnten die Schüler*innen einfach die Bücher lesen und danach den Stoff anwenden. Dies funktioniert aber nicht – auch nicht digital – ganz abgesehen davon, dass die Schulen nicht die entsprechende Ausstattung haben.

Grillsportler
3 Monate zuvor
Antwortet  Sepp

Vielleicht fehlt Ihnen die Fantasie dazu, sich zu überlegen, wie man diesen Hybridunterricht weiter ausdehnen könnte, um Geld und Stellen einsparen zu können.

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  Grillsportler

Wie g .. l ist denn diese Idee!

Klassengröße spielt keine Rolle mehr – gibt ja nur noch Zuschaltungen.

Eine Klausur stellen – hundert korrigieren.

DER Hammer, der uns endlich so richtig niederknüppelt und unsere KuMis alt aussehen lässt.

Bin dabei! Und während der Korrekturen natürlich raus – 100 braucht – Dreisatz geht nur für Anhaltspunkt – nun, ziemlich kange Zeit. Nichts mit nach zwei Wochen zurück.

Und das Verschicken der Ergebnisse – ein Datenschutzspaß!

Ich mag lustige Ideen 😉

Fräulein Rottenmeier
3 Monate zuvor

Solche Kooperationen gibt bei uns in der nächsten Kleinstadt auch, allerdings in Präsenz. Da bietet das eine Gymnasium in der Oberstufe das eine Fach und das andere Gymnasium das andere Fach an. Die Schüler reisen dann dafür an die Nachbarschule. Das Problem war und ist aber immer, dass es keinen Busverkehr zu den Unterrichtszeiten gab und gibt.
So ist eine Hybridveranstaltung eine wirklich gute Lösung.
Es steht zwar nicht im Artikel, aber ich gehe stark davon aus, dass auch hier die Schüler an der Onlineveranstaltung an ihrer Schule in Präsenz teilnehmen und nicht von zu Hause aus. Mutmaßlich eine eher sehr lehrerzentrierte Sache, aber wenn es doch gut funktioniert, warum nicht.
Wer in der sek ll ist, sollte auch so intrinsisch motiviert sein, auch ohne Lehrer in greifbarer Nähe zu lernen und sich nicht zu absentieren.

In der Mittel- und Unterstufe sind m.M.n diese Modelle unrealistisch.

Lisa
3 Monate zuvor

Ja genau, wenn Schüler unbedingt ein Fach haben wollen, dann ist es doch klar, dass sie sich über jede Lösung freuen. Zumindest ältere Gymnasiasten.

Rainer Zufall
3 Monate zuvor

Ich weiß, wir alle drehen vor Freude durch, wenn die Internetverbindung steht und wir uns zur Genüge versicherten, dass alle uns hören konnten…

Aber wären Leistungen, Lernzuwachs und Lernzielkontrollen nicht vielmehr ein Kriterium als die Begeisterung von Kindern, die sonst KEINEN Unterricht haben?

Sepp
3 Monate zuvor

Wenn man im ländlichen Bereich zur Schule geht, muss man damit leben, dass an den Schulen nicht alle Kurse auf jedem Niveau angeboten werden können.

Bei einer guten Anbindung an öffentlichen Nahverkehr muss man dann schauen, wo man für die Oberstufe hingeht. Meine Schulzeit ist über 20 Jahre her und wir hatten die Option, in der Oberstufe 15 km in die eine Richtung zu fahren (Schule mit begrenztem Kurs-Angebot) oder über 25 km in die andere Richtung. Dort gab es mehrer kooperierende Gymnasien mit riesiger Kurs-Auswahl, da musste man dann manchmal in der Pause zur anderen Schule pendeln.

Insofern ist es eigentlich nur eine konsequente Folge der Digitalisierung, dass man auch Kurse digital/hybrid anbietet und dafür an seiner eigenen Schule bleiben kann. Für Oberstufenschüler mit entsprechender Motivation und Selbstorganisation mag das klappen.

Für Sachsen kann ich es nicht einschätzen, aber bei uns gibt es ein Abitur „Biologie mit Experiment“, bei dem ein Vorschläge ein Experiment beeinhaltet. Selbst dafür ist die Anzahl der Versuche in Biologie relativ begrenzt (Mikroskopieren von selbstgemachten Schnitt-Präparaten, Dünnschichtchromatographie, Enzymatik usw.). Für Physik-Leistungskurse bieten Lehrmittelfirmen sogar fertige Material-Kästen an, die alle Versuche für ein Physik-Abitur mit Experiment abdecken.

Ich fände es in Physik und Biologie also durchaus machbar, dass man 3 Stunden Theorieunterricht macht und dann eine Doppelstunde die Lehrkraft vor Ort hat für praktische Versuche.

In anderen Fächern (z.B. Chemie) geht das nicht, dafür ist die Menge an unterschiedlichen Versuchen viel zu groß. Und in der Sekundarstufe I wird das selbst am Gymnasium vermutlich nicht klappen, von einer Gesamtschule ganz zu schweigen.

Bevor man also sein Wunschfach für das Abitur gar nicht belegen kann, mag ein solches hybrides Lernen sinnvoll sein. Ein Vorbild für andere Fächer und gerade auch für andere Schulformen wird das aber vermutlich nicht.

Hysterican
3 Monate zuvor

Immer so, wie es gerade in den Kram passt.

Politik macht sich immer unglaubwürdiger und wundert sich dann, dass die Leute seltsame Parteien wählen.

Canishine
3 Monate zuvor

Wenn Technik neue Möglichkeiten bietet, sollte man sie ausloten, ein Hybrid-Kurs ist sicherlich in einigen Fällen eine sinnvolle Ergänzung.
Mich interessiert in diesem Zusammenhang, wie man mit Fragen des Datenschutzes und der Anwesenheitskontrolle umgegangen ist (Streamen von Schülerbeiträgen, Videomitschnitten, …). Oder ist das mit dem Satz „Solche Projekte seien nur dann erfolgreich, wenn das Engagement von den Schulen selbst ausgehe.“ schon erfolgreich gelöst?
Man darf nur hoffen, dass die aus meiner Sicht in diesem Fall sinnvolle Ergänzung nicht in anderen, weniger sinnvollen Problemfeldern der Bildung Schule macht.

Teacher Andi
3 Monate zuvor

Distanzunterricht wird jetzt als Erfolg verkauft, ist aber nur eine „Lösung“ aus der Not heraus. Diese Art von Unterricht muss von langer Hand vorbereitet werden, und zwar nicht nur von den Lehrern, sondern auch von den Sachaufwandsträgern bzw. den Kultusministerien, und da sehe ich schon wieder große Probleme. Es wird so laufen wie immer: der Distanzunterricht wird als alternativlos vorgeschrieben (da man zu wenig Lehrkräfte hat), die Regierenden sehen nur den Vorteil der Kostenersparnis und dehnen das womöglich auf 150 Schüler pro Unterrichtsstunde aus, damit der Lehrer ganz den Überblick verliert, die Voraussetzungen sind nach wie vor indiskutabel, keine Fachbetreuer, keine zuverlässige Ausrüstung, jeder Lehrer muss sich sein virtuelles Klassenzimmer selbst finanzieren. Datenschutz und Lizenzen? Wird ein Problem werden. schule ist nun mal nicht mit einer Arbeitsstelle zu vergleichen und Schüler wind nicht durchwegs motivierte und eigenverantwortlich handelnde Personen, hier werden immer wieder dieselben Denkfehler gemacht.

Monika, BY
3 Monate zuvor
Antwortet  Teacher Andi

„Distanzunterricht wird jetzt als Erfolg verkauft, ist aber nur eine „Lösung“ aus der Not heraus.“

Nicht für jeder. Für uns klappte es viel besser, als Präsenz und meine Kinder wünschen sich wenigstens Hybrid.

Es sind nicht alle Kinder und alle Familien wie Holzsoldaten gleich geschnitten. Das vergisst man zu oft.

GriasDi
3 Monate zuvor

Ich kenne kein Modellprojekt, das je gescheitert wäre. Immer der volle Erfolg.

447
3 Monate zuvor

Ich muss mal ganz scharf überlegen:

Soso, SuS sind also „begeistert“ davon, statt Unterricht zu machen Videos von Unterricht zu schauen – und nebenbei zu machen, was sie wollen.

Quel surpriseee! /Pikachugesicht

„Hybridunterricht“ klingt auch viel kuulah als „Videos von Unterricht“.

Na ja.
Dann auf zum Atom…äh, Atem.

Sepp
3 Monate zuvor
Antwortet  447

An den genannten ländlichen Schulen geht es um Schüler, die ihre Leistungskurse nicht ihrer Schule nicht angeboten bekommen. Wenn man dafür seine Wunschkurse bekommt, erscheint es ein kleines Opfer, einigen Wochenstunden als Videokonferenz Theorieunterricht zu haben, wenn dafür dann weitere Unterrichtsstunden in dem Fach in Präsenz stattfinden können.
Genannt wurden hier 3 Stunden online-Unterricht und 2 Stunden Unterricht vor Ort mit Experimenten.

Das hat dann auch nichts mit „Videos von Unterricht schauen“ zu tun.

Ich hatte sogar einen Oberstufenschüler, der ins Krankenhaus musste, als wir bei der Abiturvorbereitung waren. Er hat dann auf eigenen Wunsch ein Referat aus dem Krankenhausbett per Videokonferenz gehalten.

Das könnte man durchaus anerkennen. Aber billige Polemik auf Kosten der Schüler ist natürlich einfacher…

447
3 Monate zuvor
Antwortet  Sepp

Ich persönlich habe garnichts gegen online-Unterricht und habe den damals gerne und ausgiebig gegeben.
Trotzdem würde ich empfehlen, bei solchen Begrissungetümen und ministeriell verkündeter Begeisterung skeptisch zu bleiben.

Schlaubi
3 Monate zuvor

Mmh, was machen die Lernenden eigentlich, wenn mit Strom experiment wird?! Wer nimmt die Schaltungen bei denen ab, die die Lehrkraft auf der Leinwand sehen? Oder lässt man einfach solche Experimente weg? Oder muss eine weitere FACHlehrkraft anwesend sein? Wer übernimmt überhaupt die Aufsicht im Fachkabinett?!
Es ist mit Mehraufwand verbunden… Das darf nicht geschehen! Die Idee des digitalen Angebots finde ich super, aber es müssen doch einige Fragen geklärt werden. Und die beteiligten Lehrkräfte müssen Erleichterungen (Abminderungsstunden, o.Ä) erhalten. Die leuchtenden Kinderaugen dürfen das nicht sein!

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  Schlaubi

Digital first ….. Bedenken second

Lösung der Glorreichen: Mehrarbeit und zur Krönung „mal“ unbezahlt….

Sepp
3 Monate zuvor
Antwortet  Schlaubi

@ Schlaubi:
Das steht im Text!
Im o.g. Biologie-Leistungskurs wird 3 Stunden die Woche Theorie-Unterricht gemacht und für 2 Stunden kommt die Lehrkraft vorbei und macht die Experimente mit den Schülern.

Die Experiment in einem Physik-Leistungskurs halten sich übrigens in Grenzen, da kauft man als Schule fertige Boxen, in denen Material für alle Abitur-Experimente enthalten ist.

Lena Hauenstein
3 Monate zuvor
Antwortet  Sepp

Aber, wie macht die Lehrkraft das. Die hat 5 Stunden, davon ist sie 3 in Schule A und Schule B ist zugeschaltet. Schüler A dürfen also experimentieren. Dann ist sie zwei Stunden an Schule B und macht da Experimente mit Schülern B. In der Zeit machen Schüler A was? Sind die dann auch zugeschaltet?

Fräulein Rottenmeier
3 Monate zuvor
Antwortet  Lena Hauenstein

Keine Fantasie?
Schüler aus Schule A und B haben gemeinsam 3 Stunden Theorie. Schüler A nimmt online daran teil. Dann hat Schüler A 2 Stunden Experiment in Präsenz an seiner Schule und Schüler B auch. Die Lehrkraft hat für den Gesamtkurs also 7 Stunden zur Verfügung….

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  Lena Hauenstein

Das ist das Leben unserer Förderschulkräfte.

Sie betreuen in der Regel Schüler an zwei, drei Standorten.

Komplett schlechte Variante.

Sepp
3 Monate zuvor
Antwortet  Lena Hauenstein

Wie Fräulein Rottenmeier schon geschrieben hat, würde man dann 3 Stunden von einer Schule aus (egal ob A oder B) den Theorie-Unterricht machen, wobei man den einen Kurs vor Ort haben kann.
Dann gibt es z.B. an einem Tag eine Doppelstunde Praxis in Schule A, am anderen Tag eine Doppelstunde Praxis in Schule B.

Pragmatisch gesehen:
Die Lehrkraft bekommt einen Kurs, für den man sonst nicht die Schüler zusammenbekommt (z.B. Physik-Leistungskurs) und bereitet die Praxisstunden einmalig vor und nutzt sie für beide Kurse. Im Endeffekt bekommt man dann 7 Stunden voll angerechnet. Hört sich nach einem guten Deal an.

Lena Hauenstein
3 Monate zuvor
Antwortet  Sepp

Wenn das so läuft, klingt das tatsächlich sinnvoll. Es sollte zu denken geben, dass ich auf eine so naheliegende Lösung nicht gekommen bin, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass dafür die Stunden eingestellt werden.

Fräulein Rottenmeier
3 Monate zuvor
Antwortet  Sepp

Und wenn man es auch Sicht eines Glas halb voll denkenden Lehrers betrachtet, weitet sich vielleicht sogar der persönliche Horizont und man kommt mal aus seiner Blase raus. Und mit ganz viel Glück gibt es noch eine Ermäßigungsstunde fürs fahren…..

Fakten sind Hate
3 Monate zuvor

Wurde eigentlich die Workstation des Hybridlehrers vom Schulträger bezahlt oder durfte der Hybride alles aus eigener Tasche zahlen?

Wie sieht es mit der Software aus?

Dil Uhlenspiegel
3 Monate zuvor

Cool.
Ich bin angeblich begeistert.

Rolf B
3 Monate zuvor

Wenn Sie dafür mehr homeoffice bekommen, wieso nicht?

Teacher Andi
3 Monate zuvor
Antwortet  Rolf B

Was nützt der Lehrkraft mehr Homeoffice, wenn man mehrere Klassen gleichzeitig unterrichten muss (denn darauf wird es hinauslaufen) und man damit bei Gruppenarbeiten und Unterrichtsbeiträgen den Überblick verliert, weil der „Computer der Schüler ach mal wieder nicht geht“,und statt einen Klassensatz dann drei oder vier korrigieren zu müssen, zu Abfragen und Schulaufgaben, Referaten müssen dann doch alle in die Schule kommen? Da kann man davon ausgehen, dass dies dann nur eine Frage- und Aufholstunde zusätzlich wird, Mir hat der Distanz- und Hybridunterricht während des Corona Lockdowns gereicht, es war die dreifache Arbeit und alles andere als zufriedenstellend, auch für die Schüler. Aber ich sehe schon, dass man langsam auf diese Möglichkeit hinarbeitet. Nur blöd, wenn die Schüler mehrere Geschwister haben und es mit dem Arbeitsplatz dann ein Problem gibt. Das ist alles überhaupt nicht ausgegoren, aber ein Vorzeigemodell hat ja immer die optimalen Voraussetzungen und die auserwählten Pädagogen sind natürlich begeistert, was sonst?

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Ich frage mich auch, was passiert, wenn eine Kehrkraft erkrankt ist.

Wird im HO vertreten?

Klasse 7 und 6 gleichzeitig für Matsch (Mathe-Deutsch)? Und noch WiPo in 10?

Bei überwiegend abgeschalteten („geht nicht! Ganz ehrlich!“) Kameras…..

Nun, das Land muss jedem Kind das komplette Equipment zur Verfügung stellen.

Geschwisterkinder hatten kaum die Chance, gleichzeitig vorm Rechner zu sitzen….

Bin auf lustige Ideen unserer Glorreichen gespannt.

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  Rolf B

Das hat welche Vorteile für wen?

Monika, BY
3 Monate zuvor

Es ist an der Zeit.

In viele Fächer fällt das Unterricht fast regelmäßig aus. Die Kinder kommen in der Schule nur noch um die Zeit zu vertreiben. Die Noten sind im Keller – nicht Schuld der Kinder – da die Lehrkräfte nicht zum Präsenzunterricht erscheinen, mehreren Wochen in der Reihen nicht (aus welchen Gründen, wie auch immer – es herrscht Chaos in jedermanns Lebens, soweit ist es klar), aber wichtig – die Schüler erscheinen und die Klassenarbeiten bzw. SA werden geschrieben – Absurd von feinsten.

Dann ist es besser zu Hause etwas länger zu schlafen und dann richtig den Stoff zu bearbeiten und noch die Zeit für die Hobbys haben. Für sechs bis sieben Unterrichtsstunden, wobei man in der Schule fast nichts macht oder sehr wenig, lässt sich zu Hause jede Menge zu erledigen.

Wie die Realität gerade jetzt aussieht, 2+3 wären ganz optimal.

Blau
3 Monate zuvor
Antwortet  Monika, BY

Unterricht geht ja über reine Wissensvermittlung hinaus. Auch wen es so scheint, dass man sehr wenig lernt, lernt man doch noch einiges andere, was man zuhause nicht lernen kann…

Bitterkalt
3 Monate zuvor
Antwortet  Monika, BY

in Sachsen gibt es schon viel Distanzunterricht und wurde gerade positiv weitergetragen

Realist
3 Monate zuvor
Antwortet  Monika, BY

Und was tun Sie persönlich gegen den Lehrkräftemangel außer den noch verbliebenen Kollegen mit Beiträgen wie diesem implizit zu unterstellen, dass diese sich einen faulen Lenz auf Kosten der Kinder machen?

Linus
3 Monate zuvor
Antwortet  Realist

Monika hat doch irgendwo recht, wennes manchmal digital bessere wäre

Dejott
3 Monate zuvor

Ja, ich spüre auch wieder dieses aufgeregte Kribbeln….wie damals beim Telekolleg Physik. Vielleicht könnte man sogar ein paar alte Folgen zum Warmmachen ausstrahlen? Schätze, das wird die Schüler von den Sitzen reißen. Und wenn nicht? Dann unterschreibt man halt im Klassenbuch und alles ist paletti.

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  Dejott

Aber – d a n n ist es endlich mal zu 100% das Problem des Schülers.

Keine Störungen, Beleidigungen, Arbeitsmaterialien können nicht vergessen werden ….. – dein Ding, Schüler.

Lisa
3 Monate zuvor

Ist doch klar, dass das funktioniert. Ich wollte als junge Schülerin Altgriechisch machen, was aber am örtlichen Gymnasium nicht angeboten wurde. Hätte mir jemand gesagt, du kannst aber am Hybridunterricht der Nachbarstadt teilnehmen – yeah! Also Oberstufenschüler eines Gymnasiums wissen meist, was sie lernen wollen und sind schon junge Erwachsene. Wenn man ihnen erlauben würde, sich ein Fach alleine in der Bibliothek anzueignen, würde es vermutlich auch funktionieren. Einige besuchen auch schon die Präkurse an der Uni.
Man darf nicht vergessen, dass es Fernunterricht schon immer gab, aus verschiedenen Gründen. Eltern unterwegs oder in Australien auf den Farmen. Für manche Kinder funktioniert es, für andere nicht. Es ist kein übertragbares Modell für alle. Und die Bedenken, dass es für alle eingeführt werden soll und man dann eben mal 100 Kinder aufs Auge gedrückt bekommt, sind verständlich, habe ich bei der heutigen Situation auch

Teacher Andi
3 Monate zuvor
Antwortet  Lisa

Es gibt aber nicht nur Oberstufenschüler mit Lernmotivation, für die ist das freilich kein Problem. Und wenn Sie schon australien ansprechen: da waren die Voraussetzungen von Haus aus gegeben und Schule wurde nie anders gemacht. Aber bei uns braucht es Übergangsfristen und Einarbietungen, und vor allem endlich geeignete Ausrüstung und Digitalisierung, und da sehe ich schwarz. Es wird ja doch kein Geld in die Hand genommen, in der jetzigen Haushaltslage schon gar nicht.

Bitterkalt
3 Monate zuvor

Gilt die 30 % Homeoffice Regel auch bald für Lehrer für 1-2 Tage homeoffice pro Woche, z.B. dienstags und freitags?

Manfred
3 Monate zuvor
Antwortet  Bitterkalt

Ich bin für vernünftige Arbeitsplätze für Lehrer in der Schule.

Aachenerin
3 Monate zuvor
Antwortet  Manfred

Bin für ein Hybridmodell. Lisa berichtete von Australien und für 2 untersch. Tage die Woche ist das für alle Menschen in Schule perfekt -> Kombi 🙂

Linus
3 Monate zuvor
Antwortet  Aachenerin

stimmt, die Mischung machnt es.

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  Aachenerin

Klar – und damit hängen wir auch locker flockig nahezu alle FöS ab.

Sepp
3 Monate zuvor
Antwortet  Bitterkalt

@ Bitterkalt:
Keiner meiner KuKs fordert das. Alle KuKs, mit denen ich gesprochen habe, finden Beziehungsarbeit wichtig und gut.
Sind Sie Lehrer oder nur hier, um für Unmut zu sorgen?

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