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Polizei verschenkt ungenaues Lineal an Schulen – Schüler ertappt sie

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BERLIN. Nach einem Hinweis untersucht die Berliner Polizei eine Ungenauigkeit bei ihren Werbe‑Linealen und zieht sie aus dem Verkehr. Sie seien ohnehin nicht für mathematisch genaue Arbeiten gedacht.

Lieber mal nachmessen (Symbolfoto.) Foto: Shutterstock

Die Berliner Polizei verteilt Lineale als Werbegeschenke an Schüler – und stoppt dies nun. Einem Schüler war aufgefallen, dass das 15 Zentimeter-Lineal gar keine 15 Zentimeter lang ist. Es misst drei Millimeter zu viel – zumindest in einem Fall.

Am 11. Dezember 2025 sei ein Hinweis von Eltern eines Jungen bei der Polizei eingegangen, sagte Polizeisprecher Martin Halweg. «Es gibt eine Abweichung in dem einen Fall. Ob das jetzt alle Lineale betrifft oder ein Einzelfall ist, ist Gegenstand der weiteren Prüfung», so Halweg. «Gegebenenfalls behalten wir uns vor, Regressansprüche zu stellen», erklärte der Sprecher mit Blick auf den Hersteller der Lineale, eine Werbeartikel-Firma.

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Im November 2023 hatte die Polizei 10.000 Lineale mit Verkehrszeichen angeschafft, die ab 2024 bei Veranstaltungen verteilt wurden. Kosten: rund 3.500 Euro.

Polizei: Nicht für mathematisch genaue Tätigkeiten gedacht

Peinlich? Eher nicht, findet die Polizei. «Wir haben sogenannte Streuartikel bestellt», betonte Halweg. Diese seien «nicht in erster Linie zum Zwecke der wissenschaftlichen Arbeit oder für mathematisch genaue Tätigkeiten» gedacht. Es gehe vielmehr um Präsenz an Schulen, Werbung für die Polizei Berlin und um Verkehrsunfallprävention. «Es sind Werbeartikel», sagte Halweg. News4teachers / mit Material der dpa

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