STUTTGART. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) mag es gesittet. Als ehemaliger Lehrer bevorzuge er einen «Rahmen von Höflichkeit, Achtung und Respekt» an Schulen, sagte er dem Magazin «Der Spiegel». Statt Antiautorität brauche man Tugenden: «Ich bin ein großer Anhänger von Disziplin», sagte Kretschmann.
«Es wäre völlig unsinnig, das Sitzenbleiben ersatzlos abzuschaffen», sagte Kretschmann, der die elfte Klasse wiederholt hat. Anzustreben seien Maßnahmen für individuelle Förderung von Schülern. Leistungsniveaus an Schulen abzusenken komme für ihn nicht infrage. «Das wäre unverantwortlich. Wir leben in einer Leistungsgesellschaft», sagte der Regierungschef. Davon hänge auch der Wohlstand in Baden-Württemberg ab. dpa
(10.3.2013)
Zum Bericht: “Lehrer demonstrieren gegen Kretschmanns Schulpolitik”
