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Precht wird zum Zugpferd einer Kampagne gegen die CSU-Schulpolitik

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MÜNCHEN. Das Bündnis „Eine Stimme für die Bildung!” – ein Zusammenschluss reformpädagogischer Initiativen und der GEW – lädt für den 24. Juli auf den Münchner Odeonsplatz zu einer Kundgebung ein, um für ein neues Schulsystem in Bayern zu trommeln. Als Redner mit dabei: Bestsellerautor Richard David Precht („Anna, die Schule und der liebe Gott. Der Verrat des Bildungssystems an unseren Kindern.“), der mit seiner Forderung nach einem revolutionären Umbau der deutschen Schullandschaft für Diskussionen sorgt.

Mischt derzeit die Bildungsdiskussion auf: Philosoph Precht. Foto. Raimond Spekking / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

„Die unhaltbaren Zustände an bayerischen Schulen sind der Grund für diese Veranstaltung“, teilen die Initiatoren mit und zählen auf, was für sie dazu gehört: „der ständige Zeit- und Notendruck in allen Schularten, der Stress mit dem Übertritt, der Druck durch das G8, unglückliche Kinder, überforderte Lehrer, verärgerte Eltern …“ Diese Symptome würden seit langem und immer wieder kritisiert – ohne dass die schwarz-gelbe Landesregierung samt Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) darauf angemessen reagiere. Jetzt sei es an der Zeit, zum offenen Protest aufzurufen. „Denn: Nach den Sommerferien wird in Bayern gewählt. Dabei haben es die bayerischen Bürgerinnen und Bürger in der Hand, aus ihrem Wahlzettel eine Stimme für die Bildung zu machen. Schülerinnen und Schüler, Pädagog/innen und Eltern haben einen Anspruch auf eine andere, auf eine bessere Bildung“, heißt es.

Konkret stellen die Initiatoren, zu denen neben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) unter anderem die „Aktion Gute Schule“, die „Aktion Humane Schule“, die Initiative „Eine Schule für Alle in Bayern“ und der Landesverband der Montessorischulen gehören, folgende Forderungen: Es müsse eine neue Lernkultur entwickelt werden, um den herrschenden Zeit- und Notendruck zu beseitigen. Es solle eine „echte Chancengerechtigkeit und Inklusion“ geben. Die Trennung der Schularten sei zu überwinden, um die „Tragödien des Übertritts zu beenden“. Die Demokratisierung der Schulen soll gestärkt werden. Und: Modellschulen sollen zugelassen werden, die ein gemeinsames Lernen bis zur 10. Klasse ermöglichen.

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Weitere Redner neben Richard David Precht sind: Vertreter der Schüler, Eltern und Lehrer und die Professoren Christina Schenz aus Passau und André Frank Zimpel aus Hamburg. Precht hatte unlängst für Diskussionen gesorgt, als er in einem Interview massive Kritik an der Lehrerschaft in Deutschland geübt hatte. „Der Beruf ist mittlerweile so dröge und formalisiert, dass oft nur die Leute davon angezogen werden, denen sonst nichts anderes einfällt“, sagte er dabei. News4teachers

 

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