MAINTAL. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) fordert eine Aufwertung der sozialen Berufe in Deutschland und insbesondere mehr Geld für Erzieher. Pädagogisches Personal in Kitas müsse annähernd so bezahlt werden wie Lehrer in Grundschulen.
Bessere Bezahlung sei Teil einer Qualitätsoffensive. «Wir können es uns in Deutschland definitv nicht leisten, Kinder auf ihrem Weg zu verlieren», erklärte Giffey. Wie bereits in den Pflegeberufen müsse auch für Erzieher das Schulgeld während der Ausbildung abgeschafft werden.
Im September soll das von Giffey angekündigte «Gute-Kita-Gesetz» vom Kabinett verabschiedet werden. Es sieht bis 2022 Ausgaben des Bundes von 5,5 Milliarden Euro vor, um die Qualität der frühkindlichen Erziehung zu verbessern. Wie das Geld verwendet wird, muss mit jedem einzelnen Bundesland verhandelt werden. Bessere Bezahlung für Erzieher ist nicht Teil des Gesetzes.
In Maintal besuchte Giffey das als «Kita des Jahres» ausgezeichnete Familienzentrum Ludiwig-Uhland-Straße und übergab den erstmals verliehenen Preis. Die Kita war vor allem wegen ihrer zahlreichen Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Eltern ausgewählt worden. In dem Projekt «Die Sache mit der Angst» können geflüchtete Kinder ihre Erfahrungen verarbeiten. dpa
Ländermonitor: Personallage in Kitas hat sich etwas verbessert – “im Schneckentempo”
