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Nach Schock-Studien – Gesundheitsprävention in der Schule? VBE: Ja, bitte (aber nicht von Lehrern zu leisten!)

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DÜSSELDORF. Asthma, krankhaftes Übergewicht oder Rückenschmerzen: Aktuelle Studien der DAK aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz kommen unabhängig voneinander zu dem erschreckenden Ergebnis, dass bereits fast jeder vierte Minderjährige chronisch krank ist (News4teachers berichtete). Der Mainzer Kinder- und Jugendmediziner Prof. Dr. med. Fred Zepp fordert bereits, eine gesunde Lebensweise im Lehrplan der Schulen zu verankern – der VBE reagiert: „Der Reflex, dass Schule alles richten soll, ohne zusätzliche Ressourcen dafür bekommen, ist nicht hinnehmbar“, sagt Bundesvorsitzender Udo Beckmann gegenüber News4teachers. Gleichwohl hält auch er das Thema für wichtig.

Schulschwestern tragen sogar zu einem besseren Schulklima bei, so ergab eine Umfrage im Rahmen des hessischen Modellprojekts. Foto: Shutterstock

„Natürlich sehen auch wir die erschreckenden Befunde zum Gesundheitszustand der minderjährigen Kinder“, betont Beckmann mit Blick auf die DAK-Studien – und verweist auf eine gemeinsame Initiative des VBE mit dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. Ziel ist, dass an den Schulen flächendeckend und bedarfsgerecht Schulgesundheitsfachkräfte eingesetzt werden. „Diese haben aufgrund ihres professionellen Hintergrunds und einer zusätzlichen Fortbildung eine hohe Expertise darin, Kindern Themen der gesundheitlichen Fürsorge näherzubringen“, erklärt Beckmann.

„Die Idee, das Thema Gesundheit im Biologieunterricht auszuweiten (denn natürlich wird es in Grundzügen bereits behandelt) oder gar ein eigenes Fach anzubieten, verkennt die sowieso schon angespannte Situation der Stundentafeln. Was wir brauchen, ist das Arbeiten in multiprofessionellen Teams; was wir nicht mehr gebrauchen können, sind noch mehr Aufgaben“, meint der VBE-Chef.

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Entlastung für die Kollegien

Tatsächlich gibt es bereits Modellprojekte mit Schulgesundheitsfachkräften in Brandenburg und Hessen (News4teachers berichtete). Diese „Schulschwestern“ erweisen sich als eine große Entlastung für Lehrerinnen und Lehrer. Dies ist das Ergebnis der wissenschaftlichen Begleitforschung durch die Charité-Universitätsmedizin Berlin zum hessischen Modellprojekt, in dessen Rahmen Krankenschwestern an zehn Schulen in Frankfurt und in der Region Offenbar arbeiten. “Sie sind vor allem Erste-Hilfe- und Sorge-Instanz, aktive Netzwerkerinnen und schließen – so sehen es auch die Eltern – eine Versorgungslücke”, so heißt es in einer Bilanz des hessischen Kultusministeriums. Das Tätigkeitsspektrum reicht vom Fiebermessen bis hin zur Ernährungsberatung.

Schon vor zwei Jahren, bei der Vorstellung der Initiative, unterstrick Beckmann die Dringlichkeit des Einsatzes solcher Gesundheitsfachkräfte in Schulen. „Durch Inklusion ist nicht nur die pädagogische Herausforderung gewachsen, sondern auch der Anspruch an eine medizinische Versorgung der Kinder gestiegen. Und da geht es nicht um Schnupfen, sondern zum Beispiel um Krebs, Epilepsie und schwerwiegende Allergien sowie chronische Erkrankungen. Die Schulgesetze regeln in unterschiedlicher Weise die Bestimmungen zu Assistenz bei der Medikamentengabe. Um „Bitten“ der Eltern nachzukommen und Inklusion zu ermöglichen, begeben sich Lehrkräfte in Graubereiche des Rechts. Damit provoziert die Politik eine Freiwilligkeitsfalle – mit möglicherweise schwerwiegenden Folgen.“

Beckmann betonte damals: „Lehrkräfte haben einen Bildungs- und Erziehungsauftrag. Die medizinische Betreuung, die Medikamentengabe und Präventionskurse müssen von Schulgesundheitsfachkräften übernommen werden, bzw. die Lehrkräfte müssen bei Gesundheits- und Präventionsprojekten unterstützt werden. Auch die Beratung von Eltern ist ein wichtiger Aspekt.“ An der Dringlichkeit der Forderung hat sich nichts geändert – siehe DAK-Studien. Agentur für Bildungsjournalismus

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

Wann, wenn nicht jetzt? Gebt Lehrern endlich die Unterstützung, die sie brauchen!

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