BERLIN. Der Berliner SPD-Fraktionschef Raed Saleh hat sich für eine gerechtere Verteilung von Lehrern an den Schulen der Stadt ausgesprochen.
«Es kann nicht sein, dass sich zum Beispiel Quereinsteiger ausgerechnet an den schwierigsten Schulen ballen”, sagte Saleh der «Welt». «Und für erfahrene Lehrer sollten wir Anreize schaffen, damit sie an Brennpunktschulen wechseln.» Das könnten auch Extraprämien sein.
Zum Thema religiöses Mobbing sagte Saleh: «Da geht es insbesondere auch darum, sich auf Radikalisierungstendenzen im islamistischen Bereich einzustellen. Diese Leute kann man durch gezielte Ansagen und Ansprachen mit pädagogischer Unterstützung erreichen.» In Berlin gebe es dazu einige Projekte, zum Beispiel von Christen und Muslimen gemeinsam.
«Aber das A und O ist natürlich, was im Elternhaus vorgelebt wird», so Saleh. «Wenn ein Kind nur Hass hört, bringt es den in die Schule mit. Diese Verrohung ist nicht auf Jugendliche und Schule beschränkt, wir erleben sie auf allen gesellschaftlichen Ebenen – angefangen von der Elite bis zum Besucher einer Neuköllner Eckkneipe.»
Saleh sieht neben einer zunehmenden Fremdenfeindlichkeit auch eine zunehmende Islamfeindlichkeit. «Es wird ungehindert über Menschen anderer Religionen hergezogen.» dpa
