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FDP streitet für Noten in der Grundschule – GEW: „Kinder, die zu Hause keine Förderung erhalten, werden beschämt“

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BREMEN. Die FDP hat einen Streit um Zensuren in der Grundschule entfacht. Mit Blick auf eine selbst initiierte, repräsentative Umfrage – die eine deutliche Mehrheit für Noten ab Klasse drei ergab –, fordert die Fraktion der Liberalen in der Bürgerschaft von Bremen: „Den Wunsch der Bevölkerung müssen wir ernst nehmen.“ Die Bildungssenatorin des Stadtstaats winkt allerdings ab. Die GEW sieht durch den Vorstoß eine Grundsatzfrage berührt: Die FDP habe die bildungspolitischen Herausforderungen der Zeit nicht erkannt, heißt es bei der Lehrkräfte-Gewerkschaft.

Beschämen Schulnoten Kinder, die es ohnehin schwerer als andere haben? (Symbolfoto) Foto: Shutterstock

Alle Grundschulen in Bremen verzichten auf die klassischen Schulnoten und vergeben stattdessen am Ende des Jahres sogenannte Lernentwicklungsberichte (sie könnten auf Antrag durchaus ergänzende Noten erteilen). Die Berichte sollen gemäß Bremischer Zeugnisverordnung eine umfassende Beurteilung des Leistungsstandes und der Lernentwicklung des Schülers oder der Schülerin, ohne Benotung der einzelnen Fächer und unter Einschluss von Informationen zum Arbeits- und Sozialverhalten, geben und bestehen aus einem Kompetenzraster sowie einem frei formulierten Erläuterungstext. Auch für die weiterführenden Schulformen gibt es auf Beschluss der Schulkonferenz und nach Genehmigung der Fachaufsicht die Möglichkeit, bis einschließlich Jahrgangsstufe 8 ohne Zeugnisse zu arbeiten.

Im Auftrag der FDP-Fraktion hat das Meinungsforschungsinstitut Insa Consulare die Bürgerinnen und Bürger des Stadtstaates gefragt, ob sie für oder gegen Ziffernoten ab Klasse 3 sind. Das Ergebnis dieser repräsentativen Umfrage ist eindeutig: Die deutliche Mehrheit (74 Prozent) ist dafür, dass an Bremer Schulen Noten ab Klasse 3 vergeben werden. Nur 17 Prozent sprechen sich dagegen aus, 7 Prozent sind unentschieden und 1 Prozent wollte keine Angaben machen. Auch wenn sämtliche Altersgruppen jeweils mit einer klaren Mehrheit dafür sind, dass an Bremer Schulen ab der dritten Klasse Noten vergeben werden, kann beobachtet werden, dass Befragte ab 40 Jahren (74 – 83 Prozent) jeweils (deutlich) häufiger dafür sind als die jüngeren Befragten (67 bzw. 68 Prozent). Entsprechend umgekehrt verhält sich tendenziell der Alterstrend bei jenen, welche gegen eine Notenvergabe ab der dritten Klasse sind (von 26 auf 11 bzw. 14 Prozent).

„Manchmal ist es eben doch die signalhafte Wirkung einer Ziffernote, die motiviert oder aufzeigt, wo noch Lücken bestehen“

„Wir stellen uns hinter die Menschen im Land Bremen und fordern mit ihnen Schulnoten ab Klasse 3 und den Verzicht auf alle Experimente zur Leistungsrückmeldung in der weiterführenden Schule und Grundschule“, meint dazu der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion Bremen, der Lebensmittelchemiker Prof. Hauke Hilz. „Manchmal ist es eben doch die signalhafte Wirkung einer Ziffernote, die motiviert oder aufzeigt, wo noch Lücken bestehen. Dazu ist sie auch für Menschen mit Problemen im Textverständnis einfach zu erkennen.“ Weiter betont er: „Jedes Kind zu beobachten und den Entwicklungsstand zu dokumentieren, individuell zu fordern und zu fördern, wo es nötig ist, bleibt das Ziel. Ein Zeugnis mit klassischen Schulnoten gibt dazu eine schnelle, verständlich Rückmeldung für Kinder und Eltern.“

Das sieht die Bremer Bildungssenatorin Sascha Aulepp deutlich anders. „Unsere Kinder verdienen eine persönliche Beurteilung und die Betrachtung des Kindes. Leistungen von Kindern kann man nicht an einer Hand abzählen, sondern da geht es darum, sich die Kinder anzugucken. Zu schauen, wo sind Stärken, wo sind Schwächen“, so meint sie. Noten einführen? Könnten die Schulen ja, erklärt sie. Seit der Einführung der Lernentwicklungsberichte habe aber noch keine der 80 Bremer Grundschulen den Wunsch geäußert, zu Notenzeugnissen zurückzukehren.

„Gerade nach der für Grundschulkinder schweren Coronazeit bedarf es vielfältiger Hilfen, Unterstützungen und Möglichkeiten, um in Ruhe zu lernen“

Die Idee der FDP zeige, dass die Partei die bildungspolitischen Herausforderungen der Zeit nicht verstanden habe – meint die GEW. „In Zeiten des Fachkräftemangels und einer unsicheren Weltlage müssen ganz andere Weichen für Bildung gestellt werden“, sagt Landessprecherin Elke Suhr. „Gerade nach der für Grundschulkinder schweren Coronazeit bedarf es vielfältiger Hilfen, Unterstützungen und Möglichkeiten, um in Ruhe zu lernen. Die FDP setzt hingegen auf frühe Selektion. Sie nimmt in Kauf, dass gerade Kinder, die zu Hause nur bedingt eine Förderung erfahren, zusätzlich beschämt werden“, urteilt Suhr.

„Wenn sich die FDP ernsthaft für bessere Bildung einsetzen möchte, sollte sie sich auf Bundesebene für ein Sondervermögen für Bildung einsetzen, das dann bedarfsorientiert mit dem Fokus auf Bildungsgerechtigkeit an die Länder verteilt wird“, fordert die Gewerkschafterin. Laut Bildungsbericht von 2022 leben in Bremen 41 Prozent der unter 18-Jährigen in einer finanziellen Risikolage. Das sei ein einsamer Spitzenwert in Deutschland, der Bundesdurchschnitt liege bei zwei Prozent.

Nur durch massive Investitionen in Bildung könne der Bildungskrise begegnet werden. „Investitionen insbesondere in Qualifizierung und Ausbildung sind notwendig, um den bundesweiten Fachkräfte­mangel zu beheben, denn Bildung ist eine Querschnittsaufgabe und der Schlüssel, um die jungen Menschen auf eine zunehmend unsichere Zukunft vorzubereiten“, betont Suhr.

„Noten können die individuellen Lernfortschritte einer sehr heterogenen Schülerschaft nicht dokumentieren“, ergänzt die Stadtverbandssprecherin Corinna Genzmer. „Noten verhindern eher die natürliche Wissbegier, die Freude an der Schule und schwächen den sozialen Zusammenhalt.“ News4teachers

Streit um Noten – Kultusministerin: „Es ist nicht Aufgabe von Schulen, Kinder zu beschämen und runterzuputzen“

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115 COMMENTS

  1. Oh man, ich hatte Noten ab Klasse 1. Verrückt, ich hatte trotzdem Freude an Schule, und für das Soziale innerhalb der Klasse spielten sie absolut keine Rolle. Im übrigen sind Eltern mit dem Lesen der Texte überfordert, der am häufigsten gehörte Satz in Elterngesprächen : „Und was ist das jetzt für eine Note?“

    • Ist vielleicht schon lange her Anne und nur weil es dir so ging, heißt das ja nicht, dass es anderen auch so geht. Noten gehören abgeschafft, vor allem in der Grundschule und eigentlich auch noch darüber hinaus. Und jetzt könnt ihr euch alle wieder aufregen und rumheulen, wie viel Arbeit das ist und dass das keiner schafft. Das steht aber auf einem andern Blatt und ist definitiv kein Argument für Noten.

      • Fußstampf!

        Wenn sich die zusätzliche Arbeit durch irgendwas rechtfertigen ließe (abgesehen von Illusionen), sähe das Stimmungsbild sicher anders aus.

        Für die Befriedigung einer schon erkennbar gescheiterten Ideologie hingegen arbeitet wohl niemand gern.

        Die rundgelutschten real existierenden Verbalbeurteilungen geben gerade im Falle schlechter Leistungen kein brauchbares Feedback, weder für Kinder noch für Eltern. Was für ein Eiertanz um jedes Wort – immer maximal relativieren, bloß keine geraden Sätze verwenden – grotesk!

        • Eure größte Angst ist doch, dass ihr keine schlechten Noten als Druckmittel mehr haben würdet. Das ist ja bei vielen die Grundlage für ihren Unterricht. Wie ein Polizist ohne Waffe. Da müsste man ja andere Strategien entwickeln, um mit schwierigen Schülern umgehen zu können. Unvorstellbar.

          • Es gab Zeiten, da brauchten Polizisten in England oder Schweden tatsächlich keine Schusswaffen. Die sind vorbei.

            wieso verweigern Sie Kindern den Wunsch nach Noten?

          • Und sofort wieder billige Polemik wie immer. Was hat England und Schweden hier jetzt zu suchen?
            Wo steht, dass Kinder Noten wünschen? Mumpitz!

          • Ob sich Kinder Noten „wünschen“ oder nicht- ist das der Maßstab?
            Da seien Sie als Lehrer bzw. Eltern doch bitte reflektierter!
            Kinder wünschen sich meist spätes Aufstehen, Ferien, Pausen, Süßigkeiten- Erwachsene häufig auch. Dennoch schicken wir sie- und uns- in Schule und Arbeit. Sie wünschen sich nicht, geimpft zu werden, früh aufzustehen oder jeden Tag Hausaufgaben zu machen. Dennoch entscheiden wir Erwachsenen, dass sie es tun.
            Schon Kleinkinder lernen, das Leben funktioniert nicht allein nach dem Prinzip des persönlichen Wollens bzw. der unmittelbaren Bedürfnisbefriedigung.

          • Georg schreibt doch von Kinder Wünschen? Wieso halten sie mir das dann vor? Es kommt einem hier so vor, als ob nicht alle über ausreichende Lesekompetenz verfügen. Aber Hauptsache rumlabern. Peinlich was hier mittlerweile abgeht.

          • So oft wie ich nach dem aktuellen Notenstand gefragt werde, scheinen die Kinder sich doch Noten zu wünschen. Ansonsten verweise ich auf andere Kommentare, die den Wunsch der Kinder nach Vergleichen und Konkurrenz bzw. Wettbewerb mit den Mitschülern nannten.

          • Den Polizisten ohne Waffe haben Sie erwähnt. Ich hätte ihn gerne zusammen mit einer Gesellschaft, die das ermöglicht, zurück. Aber wie Sie so gerne zu schreiben pflegen, haben sich die Zeiten geändert. Ich nenne es geliefert wie bestellt.

          • Meine wollen Zahlen als Rückmeldung.

            Wumm – hier steht es.

            Schriftliche Leistungsbeurteilung ist i.d.R. für Schüler und Eltern unverständlich. Es soll ja alles positiv formuliert werden.

            Beispiel: kein Förderkind!
            Klaus kann überwiegend sicher im Zahlenraum bis zehn addieren.

            Sieht nach drei bis vier aus.

            Klaus muss aber laut den dollen Bildungsstandards bist 1000 sicher addieren, subtrahieren, dividieren und multiplzieren können.

            Da helfen auch die Kompetenzraster nur bedingt, weil die meist nicht verstanden oder gelesen werden.

            Wir haben das vor 20 Jahren schon gemacht – und wieder aufgegeben.

          • @Riesenzwerg

            Warum heißt der Junge im Beispiel „Klaus“?
            Heißt der wirklich „Klaus“?
            Warum werden da keine Mädchen usw. genannt? Wäre das nicht besser/schlechter/fairer/unfairer …?
            Hihi, sorry, hatte heute meine lustige Minute schon vor 8. Tröröööö! 😉

            Der Tag wird ohnehin noch interessant:
            Heute wird wieder der deutsche Schulpreis vergeben …

          • Nur gut, dass „Hilfe“ noch nie billige Polemik geschrieben hat. Alles war immer optimal tief durchdacht und ein Vorbild für die anderen hier. 🙂

          • Zustimmung. Wobei an der Grundschule zusätzlich die Empfehlung fürs Gymnasium oder auch nicht den LehrerInnen ganz schön zu Kopf steigt.
            In Schweden gab es Noten ab Klasse 7 und wir haben uns sogar darauf gefreut. Vorher gab es als Währung Lob der KlassenlehrerInnen. Da war ich halt stolz, wenn ich meine Geschichte vorlesen durfte. GrundschülerInnen sind doch normalerweise sehr bemüht, den LehrerInnen zu gefallen. Wenn sie es nicht sind, nützt die Note normalerweise auch nichts. Ansonsten gab es halt die Möglichkeit zur vollen Punktzahl. Darüber konnte ich mich auch freuen. Und hatte ich mal einen schlechten Tag verfolgte mich keine schlechte Note noch am Ende des Schuljahres.

            Unser Kind schreibt heute die erste Deutscharbeit am Gymnasium: „Kreatives Schreiben unter Druck bei noch mäßigen Rechtschreibkenntnissen und Federführung“. Herrlich. Tolle Übung.

          • Also gab es die Punktzahl zu sehen? Das ist bereits eine Ziffernnote in anderem Gewand: etwa 15 aus 30 (anstatt 3-4 oder 4+ bei Notenskala 1-6).

          • Es wurde doch etwas anders wahrgenommen und es gab auch keine Abschlussbewertung. Vor allem gab es diese quantifizierte Bewertung ja NUR, wenn das Ergebnis sich auch über Punkte darstellen ließ. In Sport gab es schließlich auch Weitsprung mit Messung und Fußballspiele. Wobei es neulich eine schwedische Meldung gab, dass bei jüngeren Kindern im Mannschaftssport mittlerweile auf Zählung der Tore (!) verzichtet wird. Weil die Eltern zu verbissen seien und die Kinder dann sehr gestresst sind.
            Der Wunsch nach Leistungsbewertung und Leistungen bei Eltern dehnt sich eben andererseits immer mehr auf jüngere Kinder aus. Die eben nicht in Ruhe auf irgendeinem Feld spielen können, sondern dabei von FDP-Eltern beobachtet werden.

          • „Unser Kind schreibt heute die erste Deutscharbeit am Gymnasium: „Kreatives Schreiben unter Druck bei noch mäßigen Rechtschreibkenntnissen und Federführung“. Herrlich. Tolle Übung.“

            Bitte an das entsprechende KuMi wenden!

            Und die Eltern!

            Und die DigiFans!

            Die meisten von uns wissen, dass Handschrift und Rechtschreibung geübt werden muss.

            Ist aber boring, anstrengend und scheinbar nicht mehr wichtig (, dass man die Texte lesen und verstehen kann).

          • „Euer Problem liebe Kolleginnen und Kollegen.“
            Fragt sich, welcher Verein hier durch einen Lobbyisten „Hilfe“ vertreten wird. „Noten gehören abgeschafft“, um die Folgen braucht man sich ja auch keine Gedanken zu machen. Wenn was schiefgeht, dann werden die anderen angegiftet. Diejenigen, die die absolute Wahrheit schon kennen, brauchen nicht zu argumentieren.

          • Was haben Sie nur für ein Bild von den Lehrern!?
            Kein Wunder, dass nur noch wenige den Lehrerberuf ergreifen wollen. Tasachen und Erfahrungswerte zählen nicht. Hauptsache, böse Vermutungen anstellen.
            „Wie ein Polizist ohne Waffe“ spricht Bände.

          • „Eure größte Angst ist doch, dass ihr keine schlechten Noten als Druckmittel mehr haben würdet.“
            Ne, ganz anders. Ich war jahrelang auch Verfechter der Ziffernotenabschaffung, bis ich dann aber erkannt habe, dass es nicht darauf ankommt mit welchem System eine Bewertung ausgedrückt wird (Sternchen, Smileys, Ziffernnoten, in Sätzen, Schokokekse, Taschengeld usw.) sondern auf welchem Weg und unter welcher Vielfalt der Leistungsnachweise eine Bewertung erhoben wird.

          • Lehrerhasser von Beruf oder aus Passion?

            Ich finde es – gelinde gesagt – unverschämt, Noten mit Waffen zu vergleichen und uns Lehrkräften zu unterstellen, dass wir als Grundlage unseres Unterrichts Noten als Druckmittel verwenden und wir ja keine anderen Strategien entwickeln wollen, um mit schwierigen Schülern (wo kommen die eigentlich zu Hauf her?) umgehen zu können.

            Begleiten Sie mich gerne ein bis zwei Wochen, damit Sie einen Eindruck von Lehrerarbeit bekommen.

            Und dann schreiben Sie bitte an die KuMis.

            WIR sind verpflichtet, Noten zu geben. Inzwischen wegen der Differenzbesteuerung 18 Zahlen. Dreimal von Eins bis Sechs.

            Hinter diesen Zahlen stehen übrigens Begriffe (sehr gut, gut, befriedigend, ausreichend, mangelhaft und unbefriedigend). Und auch Prozente, wobei 50% eine ganz, ganz knappe Vier ist. Das bedeutet, die gezeigte Leistung ist gerade noch so im Rahmen.

            Die Gesellschaft verändert sich seit über 20 Jahren in eine sehr schlechte Richtung – allein die KuMis stehen still.

            (Abgesehen von lustigen, weil sinnlosen Reformideen).

          • Sehr nett wie du hier schreibst Lessi..ich mache den Beruf schon länger als du denkst. Also heul selbst leise

      • Die Texte müssen positiv formuliert werden. Beispielsweise ist „kann im Zahlenraum bis 10 rechnen“ in klasse 1 noch ganz gut, in klasse 4 miserabel.

          • Dass so manches zwar positiv ausgedrückt, aber trotzdem nicht gut ist!!!!
            Verbesserungsfähig, verbesserungswürdig, verbesserungsbedürftig, verbesserungsnötig, verbesserungsmöglich…..alles nicht negativ; ordnen Sie gerne entsprechend Notenstufen zu.
            Davon abgesehen sind die Ziffernoten durch die Notendefinitionen, die in jedem Schulgesetz bzw. der offiziellen Schulordnunung zu lesen sind, klar festgeschrieben.

      • Interessant wird es dann auch am anderen Ende der Schulzeit: Wir müssen hier regelmäßig SchülerInnen nahebringen, dass unsere Schulform nichts für sie ist. Das sind Jugendliche, die bis dahin maximal gehört haben, dass sie sich nur genug anstrengen müssten.
        Man muss Kinder nicht beschämen. Wenn man allerdings nicht aufrichtig zu ihnen ist, tut man ihnen ebenfalls Unrecht.

        • Wieso so aufgeregt liebe Kolleg:innen? Wer sich angesprochen fühlt, sollte mal in sich gehen. Alle anderen können sich ihre persönlichen Angriffe auch sparen.

    • Ich bin in einem Zimmer ohne Heizung in absoluter Armut aufgewachsen. Und was können wir daraus lernen? Das früher nicht alles besser war und nicht jede veränderung automatisch schlecht ist.

  2. In der Klasse ist auch ohne Noten allen Schülern klar, wer wie gut in welchem Fach ist. Fast alle können ihre eigenen und die Leistungen der anderen einschätzen. Da braucht es keine Noten um beschämt festzustellen, dass man nicht so gut ist wie die anderen oder man ist stolz, weil man so gut wie die meisten oder schlauer als die meisten ist. Spätestens wenn der Lehrer individuelle Aufgaben verteilt ist das auch den anderen klar.

    • Exakt. Letztlich halten Notenkritiker die Kinder für so blöd, nicht zu merken, dass Laura und Marie immer zuerst fertig sind, sich häufig melden, schön schreiben und flüssig lesen können und am Ende „alle Kreuze vorne haben“.

      • Ja…Laura und Marie…die können es.

        Kevin, Mehmet oder Sandy schreibt man diese Kompetenzen eher seltener zu.

        Und genau darin liegt EIN Problem einer Notenvergabe…in verfestigten Stereotypen in Verbindung mit der Gelegenheit, aufwandsarme Beurteilungen abgegeben zu können.

    • Es steckt eine ganze Menge Doppelmoral dahinter wenn behauptet wird, dass nur Noten beschämen!
      Schwache Lerner erfahren ihr Versagen Tag für Tag! Aber das ist ja gut weil Inklusion! Das beschämt nicht!

      Wenige I-Kinder/schwache Lerner haben ein sonniges Gemüt, können sich in einem Fach wie Sport oder Kunst hervortun, aber viele halt auch nicht! Diese entwickeln dann oft auffällige Verhaltensweisen.
      GS achten schon darauf, nicht groß auf häusliche Unterstützung zu setzen, bei Hausaufgaben z.B. auf reines Üben zu setzen.

      Ich hoffe, Frau Suhr kann vernächlässigten/schwachen Kindern zeitnah vermitteln, wann sie sich zu schämen haben und wann nicht!

      • Das sehe ich ganz genau so und gehe noch einen Schritt weiter – jede Stunde wird ihnen vor Augen geführt, dass andere den Inhalt, das Thema bereits verstanden haben, keine langwierigen Extraerklärungen brauchen, sich den nächsten AB holen und im Unterricht mit guten Antworten glänzen.

  3. Wenn die FDP dafür ist, dann sollten wir Noten in der Grundschule ganz schnell abschaffen. Die sind ja immer auf dem ganz falschen Dämpfer unterwegs.

    • „… immer auf dem falschen Dämpfer (!!) unterwegs.“
      Na wenn das kein Pauschalurteil ist … andere müssen immer differenzieren, nicht wahr? … Aber manche Leute pauschalisieren halt und bilden sich gleichzeitig ein, ein differenziertes Urteil abzugeben, weil sie so „progressiv“ sind und den „Kampf gegen rechts“ führen („wenn die AfD für irgendwas ist, dann dürfen wir das auf keinen Fall machen“). :-).
      Klare schwarz-weiß-Fronten sind gut für Leute mit einfach gestricktem Denken. Genau das, was der AfD (nicht ganz zu Unrecht) immer vorgeworfen wird.

      • Da wächst zusammen, was nicht mehr voneinander zu trennen ist in vielen Bereichen. Die blauen und die gelben bald Hand in Hand… gegen die Wand. Ihre Politiker Karriere wird bestimmt ein voller Erfolg bei den Reden, die sie hier schon schwingen.

  4. Schüler fragen nach Noten und Bewertungen. Noten sind nicht nur Frust und Demütigung, sondern in der Mehrzahl Selbstbestätigung, Lob und Wertschätzung.

      • Die 5 gibt es in mündlichen Fächern mittlerweile nur noch selten, die 6 generell so gut wie nie, weil sie juristisch fest sein muss.

      • Statt 5: „Du erreichst das Ziel und Niveau dieser KA nicht in einem Maße, das man noch irgendwie als ausreichend sehen könnte. Wenn deine Leistung nicht besser wird, erreichst du so das Klassenziel in diesem Fach nicht.“ – Wertschätzender so? Oder schreiben Sie mal …

        Kann es sein, dass man bei diesem Thema hier allzu leicht verwechselt:
        a) Bewertung und Einordnung des Einzelnen auf einer (relativ) objektiven Leistungsskala

        vs.

        b) Bewertung und Einordnung der individuellen Leistungsentwicklung des Einzelnen

        Da hätten wir dann aber eine ganz, ganz andere Thematik zu diskutieren.

        • Wie wär’s denn überhaupt mit Kompetenzstufen nach standardisierten Tests des Monitorings statt Noten auf dem Zeugnis? Wäre das dann besser und „objektiver“ ?

      • Der Großteil der Noten wird im positiven Bereich gegeben. Es wird sogar in vielen Fällen förmlich der Brotkrumen im Aufsatz gesucht, um noch eine bessere Note zu geben. Die Note 5 wird in Nebenfächern meiner Einschätzung nach sogar nur dann vergeben, wenn Schüler sowohl mündlich als auch schriftlich gar nicht mitarbeiten.

      • Eine 5 oder 6 muss man sich auch erst „verdienen“ (meist durch Faulheit). Wer es wirklich nicht besser kann, trotz Anstrengung, bekommt irgendwann den „Förderbedarf“ attestiert oder einen Nachteilsausgleich (z. B. bei LRS oder Dyskalkulie).

      • ich weiß nicht, was Sie unter einen Test schreiben. Bei uns werden keine Zahlen hingeschrieben, sondern Worte: sehr gut, gut, befriedigend, ausreichend, …

  5. Beides ist richtig. Die individuelle Wortbeurteilung und Evaluation von Lernprozessen ist auch über die Primarstufe hinaus relevant. Aber ab Klasse 3 Noten zu geben, ist es auch.
    In Schule geht es auch um Auswahl, Übergänge in Berufe oder Bildungsgänge- darum wer was kann und wer eben nicht. Und da sind Unterschiede, die auch zu dokumentieren sind.

  6. „Noten können die individuellen Lernfortschritte einer sehr heterogenen Schülerschaft nicht dokumentieren“ – das ist ja das Hauptproblem. Dass man meint, man könnte an Einheitsschulen alle gleich gut beschulen und unterrichten. Hier bleiben immer welche auf der Strecke.
    Und dass sich viele Kinder auf die Noten freuen, weil sie sich gerne vergleichen und messen, wird völlig ignoriert.

    • Die guten freuen sich, die schlechten nicht. Wieso geht das nicht in eure Köpfe rein? Was läuft denn eigentlich falsch bei euch. Alles Pseudo Argumente.

        • Dann machen wir doch mal folgendes Experiment: Wir laufen mit unterschiedlich sportlichen und ein paar gehbehinderten Schüler*innen bei schöner Musik über den Hof und belassen es dabei oder wir machen das gleiche sagen den Schüler*innen aber anschließend : Du hast das sehr gut/gut/Befriedigen/ausreichend/mangelhaft/ungenügend gemacht.
          Weil die Schüler*innen sich ja auch so ständig vergleichen . ich spoiler mal: Das tun sie eben nicht wenn es ihnen total asoziale Erwachsene nicht ständig vorleben.

      • Natürlich freue ich mich über Erfolg mehr als über die schlechte Beurteilung.
        Auch das müssen Kinder erfahren und damit umgehen lernen. Aber nicht durch rosarote Brillen und Weichspüllehrer:innen.

      • Um den Kindern, v. a. denen mit Förderbedarf „Lernen“, die beschämenden Situationen zu ersparen, hilft es nicht , die Noten abzuschaffen. Dann müssten diese Kinder wieder getrennt in Sonderschulklassen beschult werden (zumindest in den Kernfächern). Unter ihresgleichen hätten sie dann auch mal Erfolgserlebnisse. – Das ist meine persönliche Meinung als Sonderschullehrerin (Lernen/Sprache) nach 40 Jahren Berufserfahrung , davon 28 am Förderzentrum Lernen und 12 an einer inklusiven GS.

        • Ich frag mich woher diese bizarre Vorstellung kommt das man Erfolgserlebnisse nur in einer homogenen Lerngruppe haben kann in der man mit Schüler*innen konkurriert die einem wenigsten teilweise unterlegen sind. Meine persönliche Erfahrung als Hauptschullehrer mit 25 Jahren Berufserfahrung: Homogene Lerngruppen sind eine Fiktion und für den Lernerfolg nicht notwendig. Schon gar nicht für Erfolgserlebnisse. ich freu mich im Fittnessstudio auch wenn ich Gewichte beim Bankdrücken stemme über die sich der Eisenbeisser neben mir nur schlapplachen würde.

          • In dem Fittnessstudio das ich besuche sind ein bis maximal 2 Trainer für alle Anwesenden zuständig. Oft so um die hundert Personen. Und die sind extrem inhomogen, von Rentnern die ein bischen was für die Fittness tun wollen bis zum Eisenbeißer alles dabei.

      • Sie freuen sich gerade nicht, weil die meisten hier Ihren Gedanken nicht gut finden, richtig? Das kommt also auch ohne Ziffernnote vor.

        • Vielleicht freut sich Hilfe (Was für ein passender Nickname) auch, weil er/sie die Provokation für gelungen hält. Dass dem nicht so ist, versteht er/sie vielleicht nicht, und hält sich aufgrund der notenlosen Kommentare für besonders schlau.

      • „Wieso geht das nicht in eure Köpfe rein?“

        Ist es für Sie vorstellbar, dass auch Ihnen und Ihrer Meinung gegenüber diese Frage gestellt werden könnte?
        Was würden Sie übrigens von einem Berichtszeugnis halten, in dem bei einer Schülerin steht:
        „In Lenas Kopf geht einfach nicht hinein, dass auch sie Fehler machen und sich irren kann. Das erschwert ihr fachliche und soziale Lernfortschritte. Sie muss noch lernen, Fakten und andere Meinungen zu ertragen und akzeptieren. Das würde ihren Leistungen sehr gut tun.“
         
        Anmerkung: So dürfte das eine Lehrkraft natürlich nie schreiben. Das täte ja weh und wäre demütigend. Stattdessen würde es ungefähr lauten:

        „Lena ist selbstbewusst und weiß, was sie will. Sie hat klare Vorstellungen und verhält sich entsprechend. Ihre Geradlinigkeit führt gelegentlich zu unnötigen Konflikten.“

      • Die guten freuen sich auch über Kreuzchen ganz links im derzeit so hippen Kompetenzbogen. Die schlechten wissen ganz genau, was ihre Kreuzchen ganz rechts bedeuten.

      • „Die guten freuen sich, die schlechten nicht“
        Das dürfte erstens praktisch immer so sein (wann immer eine Konkurrenzsituation auftritt,s auch bei Bewerbungen um besser bezahlte Jobs)), und zweitens leuchtet mir nicht recht ein, warum wir das gesamte Bildungssystem immer nur von den Schwachen her denken sollen, und das auch noch mit der oft genannten Begründung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und der Ausschöpfung der Begabungen. Da passt vieles nicht so richtig zusammen.
        Wollen wir vielleicht am Ende ein System haben, in dem die schlechten sich freuen und die guten nicht? Was hätte denn das für Nachteile? Vielleicht Degenerationserscheinungen?

    • Die Noten allein sind wenig aussagekräftig. Wenn dem so wäre, dann erübrigen sich die späteren Einstellungstest Hier machen nicht zwingend die Bewerber mit den allerbesten Schulnoten das Rennen. Warum ist das so?

  7. @Mika

    Ab „… Die „Stunde der Wahrheit“ verschiebt sich also nur nach hinten, …“ wird es dann aber endlich für alle wieder so richtig interessant …

    Abschlusszeugnis (Darf das dann so heißen oder brauchen wir da ein neues Positiviy-Word?):
    „XY kann unter optimalen Rahmenbedingungen immer öfter ohne Einhilfe im Rahmen seines eigenen Erfahrungs- und Handlungsmusterhorizontes mit einer Schere aktiv agieren.“

    In einer immer älter werdenden Gesellschaft werden wir immer mehr Ärzte, auch Chirurgen 😉 brauchen.
    Auch Kinder haben Unfälle.
    Hier kommt u.a. die Schere ins Spiel …
    Wie bitte? … Auch Frisöre müssen mit Scheren umgehen können? … Ja sicher, das stimmt schon, aber die verdienen viel weniger als Chirurgen oder Top-Youtuber und außerdem haben Frisöre ein gesellschaftliches Ansehen weit unter den anderen Berufsgruppen. Isso.

    Allerdings: Wenn jeder eigentlich alles kann, dann ist das sicher beruhigend und bringt uns schon wieder richtig weit nach vorne, wobei sich dann aber auch alle richtig wohl fühlen können … oder sollten … oder müssen, weil es manchmal einfach zu spät ist.
    Ironie? Garantiert!

  8. Es passt herrlich in den Zeitgeist wo jeder seine eigenen Pronomen erfinden darf, Noten abzuschaffen.
    Viel wichtiger ist doch, als was sich der Schüler innen identifiziert.

    Leistungsbeurteilung ist ganz sicher fast so schlimm wie falsches gendern. Körperverletzung.

    Warum lassen wir das mit dem Lernen nicht einfach ganz? Dann können endlich am Ende alle gleich viel.

  9. In Zeiten der empirischen Studien wäre es doch eigentlich ganz einfach: Man suche vergleichbare Schulen in Gegenden, wo es keine Noten gibt und in solchen, wo es Noten gibt. Und dann vergleiche man die Ergebnisse bei IGLU oder VerA 3 oder sonstigen standardisierten Tests. Das ganze zu einem Glaubensstreit werden zu lassen, ist nicht hilfreich. Hat man eigentlich mal die Kinder befragt, wie die das gerne hätten?

    • Dann schauen wir uns die Bremer Ergebnisse doch einmal an, oder wäre es evtl beschämend? Das wollen wir doch auf keinen Fall, nicht? Die Tests sind auch gar nicht aussagekräftig, denn die Bremer Wirtschaft boomt ja trotzdem! Wie? Nicht?
      Na denn…..

    • Diese Mühe macht sich niemand, Kindern kann man keine Item-Batterien hinknallen, die dann semi-automatisch ausgewertet werden können.

      Zudem müsste man die Fragen so konkret formulieren, dass eventuell etwas dabei herauskäme. Das will natürlich niemand.

    • Ja, man könnte empirische Studien durchführen. Doch sie werden anscheinend wegen des drohenden Ergebnisses gescheut.
      Lieber auf Glauben und Einzelfälle setzen als auf Wissen und Allgemeinheit kennzeichnet jede ideologische Bewegung.

      • Ja, find ich gut!

        Schulpflicht abschaffen und wer nicht kommt, macht bestimmt freiwillig homeschooling oder geht ins Museum. Wird schon klappen.

        Hat auch den Vorteil, dass die Klassen kleiner sind 🙂

      • Gesetzt den Fall, man würde in Deutschland diese Art Schule flächendeckend einführen, würden Sie den Erfolg garantieren? Oder liegt der Erfolg an gänzlich anderen Rahmenbedingungen (Schulen mit ca. 50 Schülern, spezielle Schülerschaft) ?

  10. Korrekt. Vor allem ist dann der Rückstand wohl nicht mehr aufzuholen.
    Ist das sinnvoll?

    Eine mir bekannte LK in der GS meinte schon vor Jahren zu mir: Ich habe eine ganz schwache Klasse und die sollen es dann wenigstens hier schön haben.

    Das ist unverantwortlich!

  11. Noten sind ein Anachronismus. Sie korrumpieren jede Schüler*innen Lehrer*innen Beziehung nachhaltig und führen dazu das Schüler*innen jede Lust am Lernen verlieren und gar nicht mehr um des Lernens selbst willen lernen. „Brauchen wir das für die ZAP“ ist die Standardfrage, gelerntes wird überhaupt nicht mehr verstanden, man züchtet Idiot*innen heran die sogar ohne zu fragen das Telefonbuch auswendig lernen würden. Wenn es dafür eine gute Note gibt.

    • „Noten sind ein Anachronismus. Sie korrumpieren jede Schüler*innen Lehrer*innen Beziehung nachhaltig und führen dazu das Schüler*innen jede Lust am Lernen verlieren und gar nicht mehr um des Lernens selbst willen lernen.“

      Sie werden lachen: Ich kenne Schüler, die hatten schon in ersten Klasse keine Lust, ganz ohne Noten.

    • „Noten beschämen die Kinder“, so heißt es immer. Aber in den hochgelobten Gemeinschaftsschulen gibt es offiziell die drei Niveaus G, M, E. Aber es beschämt niemanden, wenn er zum G-Niveau gezählt wird? Wieso denn nicht? Und niemand wird dadurch „korrumpiert“? Ein Aufstieg vom G-Niveau zum M-Niveau wäre doch analog zu einem Aufstieg bei den Ziffernnoten zu sehen. Letztlich bekommen doch alle in der Klasse mit, wer nun zu welchem Niveau gehört und was die Leute so können. Man kann sich um das Grundproblem dabei nicht herummogeln.

  12. Eine Note dokumentiert nicht den Wissensstand. Das ist einfach eine Zahl. Oder möchtest du allen ernstes behaupten: 200 Schüler*innen der Klasse 7 , willkürlich aus der ganzen BRD ausgewählt die eine 2 in Mathe haben haben exakt/annähernd exakt den gleichen Wissensstand? Merkst du nicht selber wie lächerlich diese Aussage wäre?

    • Nun diese Zahlen beschämen eben Kinder weil ihnen eingeredet wird das sie etwas bedeuten. DAS ist ja eben das Problem.Und nein, die Leistungen sind auch wenn man all das berücksichtigt was du geschrieben hast eben NICHT vergleichbar. Alleine weil kein/e kolleg*in in einer sehr schlechten Klasse die Standardkurve ignorieren wird und der Hälfte der Klasse Versagensnoten gibt oder umgekehrt in einer sehr guten Klasse sehr viele einsen verteilt.

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