STUTTGART. «Guten Morgen, Herr Müller!» – das reicht dem AfD-Spitzenkandidaten Frohnmaier nicht als Begrüßung von Lehrern im Unterricht. Er will mehr Anstand an den Schulen (jedenfalls das, was die AfD unter Anstand versteht).

Der AfD-Politiker Markus Frohnmaier, findet, dass Schulkinder zu Beginn der Unterrichtsstunde aufstehen sollten, wenn der Lehrer das Klassenzimmer betritt. Man wolle mehr Disziplin an die Schulen bringen, sagte Frohnmaier bei einer Veranstaltung der «Stuttgarter Zeitung» und «Stuttgarter Nachrichten» im Vorfeld der Landtagswahl im Südwesten. Frohmaier will in Baden-Württemberg Ministerpräsident werden.
Umsetzen will der AfD-Spitzenkandidat das mit einem landesweiten Schulkodex. «Ich glaube, dass man sehr früh Kindern Werte vermitteln kann, auch Anstand.» Zudem forderte Frohnmaier, dass an den Schulen in Baden-Württemberg die deutsche Fahne gehisst werden solle. Ein positiver Bezug zum Eigenen sei auch integrationsfördernd, so Frohnmaier. News4teachers / mit Material der dpa
Das schreibt Wikipedia unter anderem über Frohnmaier:
“Markus-Cornel Frohnmaier (* 25. Februar 1991 in Craiova, Rumänien) ist ein rechtsextremer deutscher Politiker (AfD) und seit 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages (MdB). Seit 2022 ist er Co-Vorsitzender des AfD-Landesverbandes Baden-Württemberg und seit 2025 stellvertretender Vorsitzender der AfD-Fraktion im Bundestag. Er gilt als Gründer der Jungen Alternative in Baden-Württemberg.
Bekannt wurde, dass Frohnmaier in seinem Abgeordnetenbüro mehrere Personen aus dem rechtsextremistischen Spektrum beschäftigt. Auch seine eigenen Positionen sind offen rechtsextrem und xenophob.
Frohnmaier stand wiederholt wegen seiner Kontakte zu russischen Politikern und deren Einflussnahme auf ihn in der Kritik. Recherchen verschiedener Medien legen nahe, dass die Regierung der Russischen Föderation durch die Unterstützung Frohnmaiers Einfluss auf den Deutschen Bundestag nehmen wollte und ihn daher im Wahlkampf zur Bundestagswahl 2017 gezielt unterstützt habe. In einem Strategiepapier der Präsidialverwaltung des russischen Staatschefs Wladimir Putin wird Frohnmaier als ‘ein unter absoluter Kontrolle stehender Abgeordneter’ bezeichnet.
Das Bundesamt für Verfassungsschutz kommt in seinem 2019 erschienenen Gutachten zu dem Schluss, Frohnmaier legitimiere ‘Angriffe auf das staatliche Gewaltmonopol’ und habe ‘Verbindungen zu rechtsextremistischen Verlagen/Publizisten’ und zur ‘islamfeindlichen German Defence League’. Frohnmaier diffamiere Flüchtlinge pauschal und befürworte eine massive Ungleichbehandlung und kategorische Vorverdächtigung von Flüchtlingen. Ferner fordert Frohnmaier, im Falle einer Machtübernahme der AfD das Bundesverfassungsgericht durch parteitreue Richter zu ersetzen. Der Verfassungsschutz bescheinigt, dass Frohnmaiers Forderungen ‘gegen die Menschenwürdegarantie des Art. 1 GG’ verstoßen und damit verfassungswidrig sind.”
AfD will Schuluniformen (nach britischem Vorbild) einführen – auch für Lehrkräfte