MÜNCHEN. Die Schauspielerin Senta Berger wünscht sich von den Schulen einen stärkeren Kampf gegen Suchtkrankheiten. «Zum Beispiel mit einem Fach, in dem es um soziale Kompetenz geht – wo Themen wie Mobbing, Integration, Gewalt, Drogen und Essstörungen behandelt werden», sagte die 71-Jährige. Die Schüler sollten lernen, «ein Bewusstsein für sich selber und ihren Körper zu entwickeln».
Senta Berger wurde vor 14 Jahren mit dem Drogentod von Justin, einem Freund ihres Sohnes Luca, konfrontiert. Seitdem macht sie sich für die Präventionsarbeit der Justin Rockola Soforthilfe stark. Deren Gründerin, Gisela Rockola, ist Justins Mutter. «Justin und Luca kannten sich aus Grünwald und haben gemeinsam Fußball gespielt. Als das Schreckliche passierte, wurde das Unglück sehr greifbar», sagte Berger bei einer Benefizlesung für den Verein. «Der wachsende Drogenkonsum ist leider ein Phänomen unserer Zeit. Die Hilflosigkeit ist enorm.»
Auf die Frage, wie sie ihre Söhne geschützt habe, antwortete sie: «Wir haben sehr viel geredet. Ich glaube, auch die Tatsache, dass meine Söhne sehr sportlich waren und viel Musik gemacht haben und so keinen Leerlauf hatten, war sicherlich hilfreich. Und sie hatten sehr früh fantastische Freundinnen, die sehr bodenständig waren und Drogen sicherlich nicht geduldet hätten.» dpa
(24.3.2013)
Zum Bericht: “Jeder zehnte Jugendliche hat ein Alkohol- oder Drogenproblem”
