POTSDAM. An einzelnen brandenburgischen Schulen fehlt es nach Ansicht von Innenminister Ralf Holschuher an geeigneten Maßnahmen zum Schutz vor Amokläufen.
In Brandenburg sind aus Sicht des Innenministeriums nicht alle Schulen optimal vor Amokläufen geschützt. Nach den tödlichen Taten von Erfurt und Winnenden hätten zwar viele Schulen ihre Sicherheitskonzepte verbessert. «Dennoch fehlen in einzelnen Schulen nach wie vor zum Beispiel Lautsprecheranlagen, geeignete Schließsysteme sowie Gebäude- und Raumkennzeichnungen nach einheitlichem Standard», antwortete Innenminister Ralf Holzschuher (SPD) auf eine parlamentarische Anfrage.
Demnach gibt es bereits seit 2009 an allen märkischen Schulen die Notfallpläne «Hinsehen – Handeln – Helfen». Diese enthalten Hinweise auf Hilfen, wenn Schulen mit Notfällen und Gewaltvorfällen konfrontiert sind.
Speziell geschult würden die Lehrer nicht, der Umgang mit Gewalttätern und Gewaltprävention stehe aber auf der Tagesordnung, hieß es. Für den Notfall haben alle märkischen Polizeidienststellen Grundrisspläne von Schulen in der Umgebung. Die Schulen selbst können seit 2013 für die Aufarbeitung von Amokläufen, Massenunfällen und tödlichen Schulunfällen spezielle Kriseninterventionsteams der Unfallkasse zur Hilfe rufen. (dpa)
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