DÜSSELDORF. Der nordrhein-westfälische Familienminister Joachim Stamp (FDP) rät den Erzieherinnen und Erziehern in Kitas, auf Mund-Nase-Schutmasken zu verzichten. Eine Alternative seien zum Beispiel durchsichtige Visiere aus Kunststoff, sagte Stamp in einem Podcast der NRW-Lokalradios. Letztlich sei es den Trägern und dem Personal aber freigestellt, ob sie dennoch Schutzmasken einsetzen.
Da Kinder Nähe bräuchten und auch mal in den Arm genommen werden müssten, sei das Abstandsgebot in Kitas oder der Tagespflege «nicht zu halten», sagte Stamp. Daher versuche man mit Hygienekonzepten, das Risiko für das Fachpersonal zu minimieren.
Visiere anstelle von Mund- und Nasenschutz sind allerdings umstritten. Das Land Hessen beispielsweise akzeptiert sie nicht als Alternative im Geschäft und in der U-Bahn, wie die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” berichtet. Das Land Hessen begründee die Ablehnung damit, die Visiere seien unten und seitlich so weit geöffnet, dass Tröpfchen und Aerosole, also die ganz feinen Tröpfchen, nur abgelenkt, aber nicht zurückgehalten würden. Rückendeckung komme vom Robert-Koch-Institut. Dort heiße es, Visiere könnten in der Regel maximal die direkt auf der Scheibe auftretenden Tröpfchen auffangen. Sie könnten daher nicht „als gleichwertige Alternative“ zur Mund-Nasen-Bedeckung angesehen werden. News4teachers / mit Material der dpa
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Familienminister Stamp: Länder regeln Kita-Öffnungen weitgehend selbst
