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Behörde warnt: Impfung gegen Kinderlähmung erfolgt oft zu spät

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ERLANGEN. Drei von vier Kindern sind mit zwei Jahren gegen Polio geimpft, wie aktuelle Daten aus Bayern zeigen – doch das reicht nicht. Was Eltern zur Impfung wissen sollten.

Aua (Symbolfoto.) Foto: Shutterstock

Eltern sollten nach Empfehlung von Fachleuten den Polio-Impfschutz ihrer Kinder überprüfen. Die Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) zeigten, dass die Grundimmunisierung gegen Poliomyelitis – auch Polio oder Kinderlähmung genannt – oft zu spät abgeschlossen werde, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen mit. Diese sollte bereits im ersten Lebensjahr erfolgen.

Demnach sind laut dem RKI in Bayern drei von vier Kindern an ihrem zweiten Geburtstag vollständig gegen die hochansteckende Krankheit geimpft. Bis zur Einschulung seien es 94 Prozent. Im Abwasser mehrerer deutscher Städte seien aber seit 2024 vereinzelt Polio-Viren aufgetaucht, was die rechtzeitige Grundimmunisierung noch wichtiger mache.

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Wann wird geimpft?

Den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission zufolge sollten kleine Kinder im Alter von 2, 4 und 11 Monaten gegen Polio geimpft werden. Im Alter von 9 und 16 Jahren wird eine Auffrischungsimpfung empfohlen, um einen langanhaltenden Schutz zu erhalten. Bei fehlender Auffrischungsimpfung sollte diese im Erwachsenenalter nachgeholt werden.

Kinderlähmung betrifft nach LGL-Angaben vor allem Kinder unter 5 Jahren. Es können sich aber auch Erwachsene anstecken. News4teachers / mit Material der dpa

Infos zu Polio vom LGL

Impfpflicht wirkt: Bildungsministerium registriert hohes Masern-Schutzniveau an Schulen

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