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Grippewelle rollt durch Deutschland – Ausbrüche belasten Schulen und Kitas

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BERLIN. Die Grippewelle in Deutschland bewegt sich auf hohem Niveau, zeigt bundesweit aber bislang keine dynamische Zuspitzung. Nach aktuellen Einschätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) blieb die Zahl der labordiagnostisch bestätigten Influenza-Fälle zuletzt nahezu unverändert. Gleichzeitig melden mehrere Bundesländer regionale Ausbrüche, insbesondere in Schulen, Kindertagesstätten, Seniorenheimen und Krankenhäusern. Während das Corona-Infektionsgeschehen weiter rückläufig ist, bleibt Covid-19 im Vergleich zur Influenza tödlicher für ältere Menschen.

Sie rollt (Symbolfoto.) Foto: Shutterstock

Nach RKI-Schätzungen infizierten sich in der Woche bis zum 18. Januar rund 5,1 Millionen Menschen neu mit akuten Atemwegserkrankungen. Damit nahm das allgemeine Erkältungsgeschehen nach der üblichen Weihnachtspause wieder leicht zu. Bei der Influenza hingegen wurden – wie bereits in der Vorwoche – rund 20.000 laborbestätigte Fälle registriert. Messungen der Viruslast im Abwasser von etwa 70 Kläranlagen deuteten sogar auf einen leichten Rückgang der Grippeviren hin.

Virologisch prägend für die laufende Saison ist ein neuer Untertyp von Influenza A (H3N2). Die sogenannte Subklade K kann bestehenden Antikörpern teilweise entgehen, die durch frühere Infektionen oder Impfungen gebildet wurden. Fachleute sehen darin einen wesentlichen Grund für den frühen Beginn der Grippewelle und die vergleichsweise stärkere Ausbreitung. Genetische Analysen zeigen, dass diese Variante derzeit in etwa 70 Prozent der untersuchten Proben nachgewiesen wird.

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Besonders aufmerksam verfolgt wird die Entwicklung in Sachsen, das ein eigenes, detailliertes Grippe-Monitoring betreibt. Dort liegen für die Woche bis zum 11. Januar die jüngsten vollständigen Daten vor. Wie im Bundesgebiet zeigte sich ein deutlicher Anstieg der Infektionen in der ersten Arbeitswoche des Jahres. Während zuvor vor allem Kinder betroffen waren, berichten die Gesundheitsämter inzwischen vermehrt über Ausbrüche in Seniorenheimen und Kliniken. Die Infektionen verlagern sich damit zunehmend auf ältere Bevölkerungsgruppen.

„Mittlerweile sind alle Altersgruppen betroffen, wobei anteilig vor allem bei Klein- und Schulkindern Infektionen diagnostiziert werden“

Seit Beginn der Grippesaison hat die Influenza in Sachsen nach Angaben der Landesuntersuchungsanstalt bislang 45 Todesfälle gefordert. Betroffen waren 25 Frauen und 20 Männer im Alter zwischen 58 und 96 Jahren. Allein in der dritten Kalenderwoche wurden fast 2.800 neue Erkrankungen gemeldet, ein Anstieg um 13 Prozent gegenüber der Vorwoche. „Mittlerweile sind alle Altersgruppen betroffen, wobei anteilig vor allem bei Klein- und Schulkindern Infektionen diagnostiziert werden, aber auch viele ältere Erwachsene betroffen sind“, heißt es aus der Landesuntersuchungsanstalt. Die Gesundheitsämter melden gehäufte Krankheitsfälle nicht nur in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern, sondern auch in Schulen und Kindertagesstätten.

Im Vergleich dazu verläuft die Corona-Welle in Sachsen derzeit schwächer. Die gemeldeten Sars-CoV-2-Infektionen gingen in der dritten Kalenderwoche um 35 Prozent zurück. Seit Saisonbeginn wurden jedoch 93 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 registriert, deutlich mehr als bei der Influenza. Die Verstorbenen waren zwischen 53 und 99 Jahre alt.

Auch Thüringen meldet steigende Grippefallzahlen. Seit Oktober wurden dort 3.424 Influenza-Erkrankungen erfasst, davon 952 in der dritten Januarwoche – der bislang höchste Wochenwert der Saison. Zehn Todesfälle im Zusammenhang mit einer Influenza wurden offiziell registriert, überwiegend bei älteren Menschen. 691 Erkrankte mussten stationär im Krankenhaus behandelt werden. Häufungen von Ausbrüchen traten laut Gesundheitsministerium in Schulen, Kindergärten und Seniorenheimen auf. Besonders stark betroffen sind weiterhin Kleinkinder bis vier Jahre. Die Behörden weisen zugleich auf eine erhebliche Dunkelziffer hin, da bei eindeutiger Symptomatik nicht immer eine laborgestützte Diagnostik erfolgt. Die Belastung der Arztpraxen ist hoch: In der vergangenen Woche suchten statistisch 1.500 von 100.000 Einwohnern wegen akuter Atemwegserkrankungen ärztliche Hilfe.

In Norddeutschland zeigt sich ein ähnliches Bild. Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern melden steigende Influenza-Zahlen. In Hamburg wurden seit Beginn der Saison fast 1.700 Grippefälle registriert, deutlich mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Rund ein Drittel der Patientinnen und Patienten musste stationär behandelt werden. Elf Todesfälle wurden bislang gemeldet. Nach Angaben des Instituts für Hygiene und Umwelt betreffen die Influenza-Erkrankungen aktuell alle Altersgruppen und führen zusammen mit anderen Atemwegserkrankungen zu einer moderaten Zahl an Arztbesuchen und Hospitalisierungen. Die Hausarztpraxen berichten von stark frequentierten Infektsprechstunden.

In Schleswig-Holstein stiegen die Meldungen seit November zunächst leicht und in den vergangenen Wochen deutlicher an. Aktuell wurden den Gesundheitsämtern innerhalb von sieben Tagen 285 neue Influenza-Fälle gemeldet. Insgesamt kamen in den vergangenen drei Monaten rund 1.200 Fälle zusammen.

Mecklenburg-Vorpommern meldet ein insgesamt konstantes Atemwegsgeschehen, innerhalb dessen der Anteil der Influenza-Infektionen jedoch deutlich zunimmt. Von knapp 200 eingesandten positiven Proben enthielten zuletzt 88 Influenza-Viren. Der Anteil der Grippe-Patienten lag damit bei gut 21 Prozent, nachdem er in den letzten Dezemberwochen noch unter zehn Prozent gelegen hatte. Seit Beginn der Saison wurden 193 Influenza-Erkrankungen gemeldet.

Bundesweit bleibt die Lage damit angespannt, aber bislang beherrschbar. Die Daten zeigen eine anhaltende Belastung für Schulen, Kindertagesstätten, Pflegeeinrichtungen und das Gesundheitssystem, ohne dass es derzeit Anzeichen für eine bundesweite Eskalation gibt. Gleichzeitig verdeutlichen sie, dass die Influenza in dieser Saison regional sehr unterschiedlich verläuft und sich zunehmend auf vulnerable Gruppen verlagert. News4teachers / mit Material der dpa

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Realist
1 Monat zuvor

Grippekranke Lehrer? Alles Simulaten! März, übernehmen Sie!

mama51
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

You made may day 🙂

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Nice 😀

Davon ab:
Wer “Merz’sche” Vorgesetzte hat und diese auf Spur bringen will:
– freiwillig gleich am ersten Tag zum Arzt statt am dritten
– ganz wahrheitsgemäß Symptome schildern
– mitnehmen und einreichen, was der Arzt aufschreibt (i.d.R. ne Woche oder zwei)

Wissenspflaster
1 Monat zuvor

Wir hätten Luftfilter in Klasse räumen behalten und flächendeckend haben können, ….
Aber wir haben uns fürs Schwirbeln entschieden und sind nun jeden Winter überrascht,

Leo
1 Monat zuvor
Antwortet  Wissenspflaster

In meiner Klasse steht ein Luftfilter, der so groß ist, wie ein Doppelkleiderschrank. Abgesehen davon, dass das Teil laut ist, kann es nicht viel. Ich habe seit zwei Wochen immer mindestens 4 – 6 kranke Schüler in meiner Klasse. Alle mit Grippe- und Erkältungssymptomem. Und ja, das Teil wird regelmäßig gewartet und für gut befunden. Übrigens gibt es das Problem in den anderen Klassen auch. Alle Klassen haben Luftfilter…

Gelbe Tulpe
1 Monat zuvor

Mich würde Mal interessieren, ob diejenigen, die abstreiten, dass sich Corona in Schulen und Co. gut verbreiten, dies auch bei der Grippe tun.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

“Messungen der Viruslast im Abwasser von etwa 70 Kläranlagen deuteten sogar auf einen leichten Rückgang der Grippeviren hin.”
Bei allem drumherum. Ich finde sowas beeindruckend. ^^

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Toiletten und Abwasser des Bundestafes wurden auch mal untersucht.

Anscheinend wird dort eifrig Gewaltmarsch exerziert, da gewisse nasal einzunehmende Marschpülverchen gehäuft dort …

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Die haben eben noch ne Koks-Heizung:)

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Zu abgestumpft für die Wunder der Moderne, hm?
Naja, fürs Tastenhauen gegen ausgebeutete Frauen und die demokratische Politik als Gabze scheint es ja noch zu reichen -__-

TaMu
1 Monat zuvor

Die Bremsscheiben versagen!
Wer hätte vor 5 Jahren gedacht, dass man so offen zugeben kann, dass Viren auch da, wo Kinder sich aufhalten, durch Aerosol, Spucke, Niesen und Husten verbreitet werden.
Diese krassen Lügen, dass Kinder nicht besonders ansteckend seien und deshalb zur Entlastung der Eltern wieder selbstverständlich maskenfrei in die Kitas durften bei noch hohen Inzidenzen und dass im Falle eines Coronaausbruchs die Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer aufgrund ihres ausschweifenden Freizeitverhaltens schuld seien, werde ich so rasch nicht vergessen!

447
1 Monat zuvor

Public Service Announcement:

Geht nicht krank zur Arbeit.
Meldet euch krank.

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