
Hamburg führt einem Bericht des «Hamburger Abendblatts» zufolge ab 2027 eine neue Lernstandserhebung für alle Erstklässler an Grundschulen ein. «Wir wollen Lehrkräften und Familien einen möglichst objektiven Blick auf die frühe Entwicklung der Kinder ermöglichen», sagte der Sprecher der Bildungsbehörde, Peter Albrecht, der Zeitung. Mit dem Test soll kurz nach der Einschulung der Entwicklungsstand der Kinder in Sprache und Mathematik erfasst werden.
Förderung soll so demnach frühzeitig und passgenau geplant werden können. Die Bildungsbehörde betont dem Bericht zufolge, dass es sich nicht um eine klassische Leistungsüberprüfung handelt: Die Tests werden nicht benotet und sollen in einer spielerischen Umgebung stattfinden. Mit den neuen Tests werden bestehende Lernstandserhebungen in höheren Klassen nach unten ergänzt.
Hintergrund der Reform sind stark unterschiedliche Lernvoraussetzungen beim Schulstart, die sich später nur schwer ausgleichen lassen. Neben der Erhebung direkt nach der Einschulung ist ein zweiter Test zu Beginn der zweiten Klasse geplant, um die Wirksamkeit der Förderung zu überprüfen.
In Hamburg wird mit dem sogenannten «Vorstellungsverfahren viereinhalbjähriger Kinder» seit mittlerweile 20 Jahren eine Erhebung des kindlichen Sprachstandes für die deutsche Sprache durchgeführt – vor Kurzem kündigten andere Bundesländer wie Bayern, Nordrhein-Westfalen und das Saarland ähnliche Maßnahmen an. News4teachers / mit Material der dpa