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“Massiver Eingriff”: GEW unterstützt Schulstreik gegen die Wehrpflicht 

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BERLIN. Die Bildungsgewerkschaft GEW Berlin stellt sich hinter einen bundesweiten Schulstreik gegen die drohende Wiedereinführung der Wehrpflicht. Ein breites Bündnis aus Jugendorganisationen hat für den 5. März 2026 zu Protesten aufgerufen. 

“Gegen jede Form von Pflichtdiensten”: Gökhan Akgün, Vorsitzender der GEW-Berlin. Foto: GEW Berlin / Christian von Polentz

Die GEW Berlin erklärt in einer Pressemitteilung ihre Solidarität mit den streikenden Schüler*innen und Studierenden. „Die geplante Wiedereinführung der Wehrpflicht ist ein massiver Eingriff in die Lebensplanung und Selbstbestimmung junger Menschen. Wir positionieren uns klar gegen jede Form von Pflichtdiensten und fordern stattdessen Lösungen, die auf Freiwilligkeit basieren“, sagt der Vorsitzende Gökhan Akgün.

Das Bündnis „Nein zur Wehrpflicht“ organisiert die Proteste bundesweit. In Berlin gehört der 17-jährige Schüler Shmuel Schatz zum Streikkomitee. Er erklärt: „Während wir in kaputten Schulen mit zu wenig Lehrpersonal sitzen, wird immer mehr Geld für Aufrüstung ausgegeben und die Wehrpflicht steht vor der Tür. Dagegen wehren wir uns und gehen mit unseren Mitschüler*innen auf die Straße!“

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„Wenn Konzerne wie Rheinmetall profitieren, während an unseren Schulen Personal fehlt, läuft etwas grundlegend falsch“

Akgün ruft Lehrkräfte sowie sozialpädagogische Fachkräfte und Dozent*innen dazu auf, die Debatte in Schulen und Hochschulen pädagogisch zu begleiten. „Wir wünschen uns, dass Lehrkräfte, sozialpädagogische Fachkräfte, Dozentinnen in den Schulen und Hochschulen kritische Diskussionen und eine demokratische Meinungsbildung zur Wehrpflicht aktiv unterstützen“, erklärt er.

Zugleich übt er deutliche Kritik an einer wachsenden Präsenz der Bundeswehr an Schulen. „Die politische Bildung – auch in Fragen der Sicherheitspolitik – gehört in die Hand der dafür ausgebildeten pädagogischen Fachleute und nicht in die von Jugendoffizieren. Schulen sind keine Rekrutierungsräume für die Bundeswehr.“ Die schulische Demokratie- und Friedensbildung müsse vielmehr gestärkt werden.

Auch die junge GEW unterstützt den Protestaufruf. Rune Schanz aus dem Sprecher*innenteam erklärt mit Blick auf steigende Rüstungsausgaben: „Wenn Konzerne wie Rheinmetall profitieren, während an unseren Schulen Personal fehlt, läuft etwas grundlegend falsch. Wir fordern mehr Investitionen in Bildung und soziale Infrastruktur anstelle von Investitionen in Aufrüstung.“

Das Bündnis verbindet mit dem Aktionstag eine grundsätzliche politische Forderung: „Nein zur Wehrpflicht. Nein zu allen Zwangsdiensten. Mehr Geld für Bildung statt für Aufrüstung.“ News4teachers 

Schulstreik gegen Wehrpflicht: Welche Sanktionen drohen (theoretisch – und real)

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2 Kommentare
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Rainer Zufall
1 Stunde zuvor

“Die geplante Wiedereinführung der Wehrpflicht ist ein massiver Eingriff in die Lebensplanung und Selbstbestimmung junger Menschen.”
Niemand behauptete etwas anderes.

“Wir positionieren uns klar gegen jede Form von Pflichtdiensten und fordern stattdessen Lösungen, die auf Freiwilligkeit basieren.”
Sieht die Regierung auch so.

Der Unterschied scheint darin zu bestehen, dass die Regierung sich ein System überlegen muss, sollten sich nicht genug Wehrdienstleistende freiwillig melden – SELBSTREDEND ist die Verweigerung des Dienstes an der Waffe im Rechstaat möglich und steht nicht zur Diskussion, auch wenn ich dies den Forderungen und Repliken darauf enttäuschend oft entnehmen kann… :\

Mika BB
50 Minuten zuvor

„Wir positionieren uns klar gegen jede Form von Pflichtdiensten und fordern stattdessen Lösungen, die auf Freiwilligkeit basieren“, sagt der Vorsitzende Gökhan Akgün.“

Ich geh mal davon aus, dass eine Mehrheit der SuS den täglichen schulpflichtbedingten Schulbesuch durchaus als Pflichtdienst ansehen…

„Wir wünschen uns, dass Lehrkräfte, sozialpädagogische Fachkräfte, Dozentinnen in den Schulen und Hochschulen kritische Diskussionen und eine demokratische Meinungsbildung zur Wehrpflicht aktiv unterstützen“, erklärt er.“

Ich wünsch mir hingegen, dass die GEW sich mal wieder für die Bedürfnisse der Lehrkräfte einsetzt. Die Verhinderung der Wiedereinsetzung der Wehrpflicht dürfte nicht dazugehören, wenn man bedenkt, dass über 50% der 18-75Jährigen die Wehrpflicht befürworten. Soviel zum Thema: Die GEW vertritt die Interessen ihrer Mitglieder. Okay, kann natürlich sein, dass GEW – Mitglieder sich diesbezüglich signifikant vom Rest der Bevölkerung unterscheiden: allein fehlt mir hierfür ne Studie.

„ Auch die junge GEW unterstützt den Protestaufruf. Rune Schanz aus dem Sprecher*innenteam erklärt mit Blick auf steigende Rüstungsausgaben: „Wenn Konzerne wie Rheinmetall profitieren, während an unseren Schulen Personal fehlt, läuft etwas grundlegend falsch. Wir fordern mehr Investitionen in Bildung und soziale Infrastruktur anstelle von Investitionen in Aufrüstung.““

Der entweder-oder-Zusammenhang erschließt sich mir nicht. Sowohl die Verteidigungsbereitschaft als auch die Bildungsmöglichkeiten der Bürger eines Landes sind essentiell für dessen Zukunft. Sieht man gerade gut an der Ukraine. Beides ist wichtig, neben etlichem anderen. Das eine lassen, um das andere zu tun, ist keine gute Idee.

https://de.statista.com/infografik/35048/umfrage-zur-wiedereinfuehrung-der-wehrpflicht-in-deutschland-nach-altersgruppen/

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