
Die Bundeswehr hat in den ersten drei Monaten dieses Jahres bundesweit mehr als 2.000 Mal Schulen besucht. Das geht aus einer Antwort des Verteidigungsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linken-Fraktion hervor, über die die «Rheinische Post» berichtet.
Die mit Abstand meisten Schulbesuche gab es demnach in Bayern, wo die Bundeswehr 562 Auftritte absolvierte. Das waren rund halb so viele wie im gesamten Jahr 2025, als die Bundeswehr etwas mehr als 1.100 Auftritte im Freistaat zählte.
Ebenfalls vergleichsweise häufig kam die Bundeswehr in Schulen im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen, wo 291 Termine stattfanden. Niedersachsen (269) und Baden-Württemberg (219) folgen auf den Plätzen drei und vier. Bundesweit gab es zudem 20 Auftritte an Hochschulen.
Linke sieht Rekrutierungsabsicht
Für die Besuche an Schulen gibt es bei der Bundeswehr Jugendoffiziere. Das sind speziell ausgebildete Soldatinnen und Soldaten, die von Schulen eingeladen werden können, um dort etwa Vorträge über Sicherheitspolitik zu halten oder den Auftrag der Bundeswehr zu erläutern.
Die bildungspolitische Sprecherin der Linken, Nicole Gohlke, kritisierte die Präsenz der Bundeswehr in Schulen. «Aller Beteuerungen des Verteidigungsministeriums zum Trotz wird durch die Zahlen deutlich, dass eine Rekrutierungsabsicht nicht wegzureden ist», sagte die Abgeordnete der «Rheinischen Post». «Uniformierte Jugendoffiziere an Schulen sowie Karriereberater sind strategisches Mittel, um Minderjährige an das Militär zu gewöhnen.» News4teachers / mit Material der dpa
Zahl der Bundeswehr-Besuche an Schulen steigt rasant: GEW warnt vor Militarismus
Die Bundeswehr ist ein verfassungsrechtlich geregeltes staatliches Instrument.
Wo genau ist jetzt das Problem?
Linke und GEW haben da eine Phobie entwickelt. Die Bundeswehr ist eine staatliche Institution, wo ist jetzt also genau das Problem?
In einer möglichen Rekrutierungsabsicht unter dem Deckmantel der neutralen Information
Schonmal die Bundeswehr in der Schule gehabt oder ist das einfach nur substanzloses Gelaber? Auf jeden Fall eine Unterstellung ohne Fakten.
Ich meine, da ziemlich genau die Sorgen der Linken und GEW beschrieben zu haben: “Aller Beteuerungen des Verteidigungsministeriums zum Trotz wird durch die Zahlen deutlich, dass eine Rekrutierungsabsicht nicht wegzureden ist”
Sie sind also generell dagegen, dass sich Firmen oder Ausbildungsstellen in Schulen vorstellen, z.B. im Rahmen von Berufsmessen etc.?
Nö. Aber interessant, dass Sie die Meinung von Linken und GEW teilen, dass es sich um Rekrutierungsversche handelt…
Wollen Sie nicht lieber einen anderen Vergleich ziehen als Berufsmesse?
Recruitment – das ist doch genau die Zielsetzung, die alle HR-Verantwortlichen haben, die auf Berufsausbildungsbörsen potentielle Kandidat*innen ansprechen wollen.
Könnn die ja, dann sollte die Politik nur nicht (Ihrer Aussage nach zu Unrecht) geloben, es ginge nur um Information zur Weltpolitik und ausdrücklich NICHT um Reccuitment… 🙁
Sie verwechseln da zwei Aufgaben der Bundeswehr.
Das eine ist die Tätigkeit der Jugendoffiziere und das andere die der Karrierecenter.
Erstere dürfen gar nicht für die Truppe werben, zweitere müssen das. Erstere kommen lediglich auf Einladung der Schule, zweitere treten bei Berufsmessen und anderen öffentlichen Veranstaltungen auf, die eben nicht in den räumlichkeiten von Schulen sondern im öffentlichen Raum stattfinden.
Ich schrieb üher die Jugendoffiziere, der Artikel bezog sich auf Jugendoffiziere, die Sorgen verschiedener Gruppen bezogen sich auf Jugendoffiziere.
Ich übersah, dass Sie über etwas anderes schreiben wollten, es geht mir konkret um den Artikel und die darin geäußerten Sorgen/ Vorwürfe
Ich finde das in Ordnung. Erstrecht, wenn der Dienst in der Bundeswehr freiwillig sein und bleiben soll, ist es wichtig, dafür zu werben, um diejenigen zu finden, die bereit wären, unser Land, unsere Werte, unsere Demokratie im Ernstfall zu verteidigen, wenn andere für sich in Anspruch nehmen wollen, dies nicht zu tun.
Der Wehrdienst in Friedenszeiten ist freiwillig, im Spannungs- und Verteidigungsfall endet laut GG die Freiwilligkeit und es können Beorderungen ausgesprochen werden.
Also nicht verkehrt, die Grundausbildung schon einmal vorab durchlaufen zu haben.
Beorderungen können auch im Rahmen der Zivilverteidigung unabhängig vom Geschlecht erfolgen.
Sind Sie sich sicher, dass Kriegsdienstverweigerer im Kriegsfall zum KAMPF an die Front geschickt werden können?
Habe ich nicht geschrieben, und ist in der verfassung auch nicht vorgesehen. Ich habe geschrieben, dass auch wehrdienstverweigerer im Rahmen der Zivilverteidigung beordert werden können.
Nur naive Menschen glauben, dass es anders sein könnte.
Im Kriegsfall wird jedes Frischfleisch gebraucht.
Keine Sorge, wir leben nicht in Russland 😉
Nicht, dass Sie etwas anderes zu suggerieren versuchen ^^
“Also nicht verkehrt, die Grundausbildung schon einmal vorab durchlaufen zu haben.”
Sie raten also Menschen, die keinen Dienst an der Waffe zu leisten bereit sind, eine Grundausbildung an der Waffe zu leisten…
Mit sehr viel Bauchschmerzen wäre es für mich vielleicht deutlich einfacher, wenn sich die Regierung hier ehrlich(er) machen würde.
Wir müssen in Betracht ziehen, dass Russland uns angreifen will (siehe alles, was sie sagen, in anderen Ländern tun und bereits im Rahmen der hybriden Kriegsführung in Deutschland “austesten”).
DAS die Bundeswehr hier wirbt, anstatt im Zweifelsfall auf Mobilisierung zurückzugreifen, finde ich – im Rahmen der Optionen – richtig.
Aber ich wünschte, die Regierung würde hier ehrlicher agieren (können) und dass sich am Ende nicht – wie schon immer, überall! – die Reichsten sich hier auf Kosten der Ärmsten herauskaufen werden… 🙁