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Ganzheitliches Lernen: Warum Margret Rasfeld für eine Schule plädiert, die Kopf, Herz und Hand gleichermaßen stärkt

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BERLIN. Was junge Menschen im Schulalltag erleben, beschreibt Margret Rasfeld in drastischen Bildern: Leistungsdruck, Angst, Erschöpfung und das Gefühl, nur noch funktionieren zu müssen. Die ehemalige Schulleiterin, Bildungsreformerin und Mitgründerin der Initiative „Schule im Aufbruch“ gehört seit Jahren zu den bekanntesten Stimmen für eine grundlegende Neuausrichtung von Schule. In ihrem Gastbeitrag für News4teachers verbindet sie die Debatte über psychische Gesundheit mit einer fundamentalen Kritik am bestehenden Bildungssystem – und wirbt zugleich für eine Schule, die Beziehung, Verantwortung, Selbstwirksamkeit und demokratische Teilhabe ins Zentrum stellt.

Es folgt der zweite Teil ihres Gastbeitrags – hier geht es zurück zum ersten Teil.

Ganzheitlicher Ansatz. Illustration: News4teachers

Entfremdung – Kern unserer Krisen und der blinde Fleck unserer Bildung

Die aktuellen gesellschaftlichen Krisen – ökologisch, sozial, individuell – sind Ausdruck dieser Entfremdung: Entfremdung zwischen uns Menschen und der Natur, Entfremdung zwischen Mensch und Mitmensch und die Entfremdung im Selbst. Ein Bildungssystem, das auf Konkurrenz, Selektion und Optimierung basiert, verstärkt genau diese Trennung. Es trainiert Anpassung statt Gestaltung, Funktionieren statt Verantwortung.

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Wollen wir zukunftsfähig leben lernen, geht es um einen grundlegenden Wandel:

  • ökologisch – von lebensfeindlichen hin zu lebensfördernden Prinzipien,
  • sozial – vom Egozentrismus zur kollektiven und partizipativen Wirksamkeit,
  • ökonomisch – von der Profitmaximierung hin zu Gemeinwohlorientierung.

Ein System, das auf ständiges Wachstum, Optimierung und Vergleich setzt, produziert Erschöpfung statt Lebendigkeit. Wenn Schule diesen Mustern folgt, verstärkt sie genau das, was wir eigentlich überwinden müssen. Bildung entscheidet maßgeblich darüber, welche Haltungen sich in einer Gesellschaft entwickeln. Deshalb ist sie ein zentraler Hebel für die Transformation. Wir brauchen Menschen mit Empathie und Beziehungsfähigkeit, die kooperieren, die fühlen, die Verantwortung übernehmen. Menschen, die nicht nur erfolgreich sind – sondern fürsorglich wirksam.

Die Kraft der Kinder

Ich selbst durfte als junge Lehrerin an einem Gymnasium in Essen in vielfältigen Projekten früh und tiefgreifend erfahren, welche Strahlkraft Kinder haben, wenn wir ihnen Möglichkeitsräume eröffnen, ihnen eine Stimme geben und ihnen zutrauen, die Welt mitzugestalten. Kinder sind von Natur aus neugierig, kreativ, mitfühlend. Sie stehen für Gerechtigkeit und Ehrlichkeit und haben eine innere Sehnsucht nach Sinn, nach tätig werden und Wirksamkeit. Ihre Augen beginnen zu leuchten, wenn sie erfahren: Ich zähle, auf mich kommt es an, ich kann – zusammen mit anderen- etwas bewirken. So entsteht Gemein-Sinn und eine frühe prägende demokratische Grunderfahrung.

1997 wurde ich Schulleiterin und durfte eine Gesamtschule in herausfordernder Lage in Essen aufbauen, mit Kindern aus 35 Herkunftsländern. Zeitgleich hat die UNESCO 1997 den UNESCO-Bericht zur Bildung für das 21.Jahrhundert herausgebracht, mit den vier gleichwertigen Säulen: Lernen, Wissen zu erwerben, lernen zusammen zu leben, lernen zu handeln, lernen zu sein. Die Geburtsstunde von Bildung für eine nachhaltige Entwicklung. BNE wurde für die AGENDA -Schule Holsterhausen wie später auch für die Evangelische Schule Berlin Zentrum, die ich ebenfalls aufbauen durfte, Leitbild und Ethos, gemäß der Devise:  Leben, was wir lehren. Neue Lernformate wurden partizipativ entwickelt: der wöchentliche Projekttag zum Handeln in der Kommune (heute FREI DAY), das Schulfach Verantwortung, das inzwischen hunderte Schulen inspiriert hat, die wöchentliche Schulversammlung, das Einladen von Menschen mit Botschaften, die Auszeichnung für Zivilcourage, die klimagerechte Gestaltung von Gebäude und Campus.

So durfte ich früh und anhaltend erleben, welch Engagementwille in Kindern steckt und mit welcher Ernsthaftigkeit sie Verantwortung übernehmen, mit welcher Leidenschaft und Begeisterung sie sich einbringen, wenn wir ihnen Räume öffnen und an sie glauben. Wo Kinder verantwortlich mitwirken und erleben: Ich bin wichtig; ich kann etwas bewirken; auf mich kommt es an entstehen Berührung, Sinn, Freude am Tun, Gemein-Sinn.

Das ist nicht nur Herzens-Bildung. Sein Gemeinwesen mitgestalten zu können, ist eine frühe prägende Selbstwirksamkeitserfahrung und nachhaltige demokratische Grunderfahrung. Dabei entwickeln sich Metakompetenzen wie Selbstorganisation, Impulskontrolle, Folgenabschätzung, Perspektivwechsel, Mut, sich auf Fremdes einzulassen, Vertrauen in Unbekanntes, Vertrauen in die eigene Kraft, Freude am Helfen. Demokratien leben von der sozialen Kreativität der Menschen und von ihrer Bereitschaft, sich für das Gemeinwohl zu engagieren. Erfunden wurde das Fach Verantwortung 1999 von 11-jährigen Schülern an der Agenda-Schule in Essen. Es hat also schon eine über 20-jährige Erfahrungsbasis und ist inzwischen an vielen Schulen ein wichtiges Lernformat.

In Berlin an der Evangelischen Schule haben wir 2007 weitere Formate wie das Schulfach Herausforderung das selbstorganisierte jahrgangsübergreifende Lernen in Lernbüros entwickelt.

2012 habe ich zusammen mit Gerald Hüther und Stephan Breidenbach Schule im Aufbruch gegründet (www.schule-im-aufbruch.de), eine Button Up Bewegung, die viele andere Schulen inspiriert und ermutigt hat. Heute ist die Bewegung in Deutschland und Österreich nicht mehr wegzudenken. Viele Schulen und Lehrer:innen verbünden sich im SIA-Schulnetzwerk zu einer starken Kraft. Das Lernformat FREI DAY erweist sich als System-Changer, als wirksame Brücke in den Whole School Approach und ist für jede Schule machbar. Hunderte Schulen haben den FREI DAY bereits eingeführt. Und um Schulen im Transformationsprozess zu unterstützen, bildet SIA Transformationsbegleiter aus, die Schulen – orientiert am Whole School Approach – zum Aufbau agiler Arbeitsstrukturen befähigen.

Der Paradigmenwechsel ist keine Option – er ist notwendig

Die Bildungspolitik hat die Weichen bereits gestellt. Referenzrahmen sind das UNESCO Programm Bildung für nachhaltige Entwicklung 2030 mit dem Whole School Approach. Empowerment und Gestaltungskompetenz sind wesentliche Schlüssel. Es geht um Wertebildung, Empathie, Solidarität und Aktionsfähigkeit. Es geht darum, die Herzen zu bilden und junge Menschen zum Handeln zu befähigen. Entscheidend ist nun die Umsetzung. Das verlangt auch von Pädagog:innen einen Haltungswandel hin zu Prozessbegleitung, Ermöglichung und Stärkung, im Potenzialblick. Was wirklich zählt sind Wertschätzung, Beziehung, Partizipation, Verantwortung, Sinn.

Es geht nicht um ein bisschen mehr Wohlbefinden im bestehenden System. Es geht um eine neue Schulkultur. Eine Schule, die stärkt statt schwächt. Die verbindet statt trennt, die Sinn stiftet statt Druck erzeugt. Im RealLabor wurden dazu zusammen mit Jugendlichen 32 Haltungswandelkarten entwickelt, zum Beispiel: Vertrauen statt Angst, Lernfreude statt Lernfrust, Zusammenarbeit statt Konkurrenz, Aufrichten statt unterrichten, Beziehung statt Entfremdung, Bewegung statt Ein-stuhlung, Fehlerkultur statt Fehlerangst, Fühlen statt funktionieren, Aussprechen statt verdrängen, Zeit statt Hetze, Burn for statt Burnout.

Acht Reformpunkte für eine gesunde Schule

  1. Länger gemeinsam lernen: Die frühe Aufteilung von Kindern verstärkt Druck, Angst und Ungleichheit. Eine Schule für alle bis mindestens Klasse 9 schafft und erhält stabile Beziehungen, nimmt den Übertrittstress für Kinder, Eltern und Lehrkräfte, stärkt Chancengerechtigkeit. Das Zusammenleben lernen ist zentrale Aufgabe für eine starke Demokratie. Die Gemeinsame Schule für alle ist grundlegend für eine Humanisierung der Schule.
  2. Bewertung grundlegend verändern: Noten als zentrales Steuerungsinstrument gehören auf den Prüfstand. Sie erzeugen Vergleich und Angst, nicht intrinsische Motivation und Lernfreude. Wir brauchen Formen der Rückmeldung, die Entwicklung sichtbar machen statt Defizite zu markieren. Und wir haben diese bereits, wie auch neue Prüfungsformate.
  3. Verbindliche Zeit für sinnstiftendes Lernen: Mindestens ein wöchentlicher Lernblock mit 4 Stunden für projektbasiertes Lernen an realen Zukunftsfragen (Nachhaltigkeitsziele, BNE). Lernen wird so wieder mit Leben verbunden. Erfahrungen von Partizipation, Selbstwirksamkeit und Sinn stärken Resilienz. Lernformate wie Verantwortung, Service Learning oder der FREI DAY sind erprobt und evauliert, viele Schulen arbeiten bereits so.
  4. Weg vom Gleichschritt hin zu selbstorganisiertem Lernen: Zunehmende Heterogenisierung mit Gleichschritt zu begegnen überfordert. Selbstorganisiertes Lernen im Fachunterricht stärkt Verantwortung und demokratische Teilhabe.  Das Potenzial von Peer-Learning kann gehoben werden. Helfen ist ein Grundbedürfnis von Kindern und stärkt Gemeinschaftsgeist.  Coaching der Schüler:innen ist Voraussetzung für das Gelingen des selbstorganisierten Lernens. Materialien sollten auf Plattformen bereitgestellt werden, um Lehrkräfte bei der Einführung zu entlasten.
  5. Beziehung, Partizipation und psychische Gesundheit strukturell verankern: Multiprofessionelle Teams und verbindliche Zeit für Achtsamkeit, Resonanzräume, Klassenrat, Schulversammlungen. Gesundheit entsteht durch gelebte und verankerte Kultur – nicht durch Zusatzprogramme.
  6. Schulen echte Gestaltungsmacht geben: Mehr Autonomie für Schulen im Rahmen eines klaren Leitbilds (Whole School Approach): eigene Rhythmen, flexible Zeitstrukturen, neue Lernformate. Gleichzeitig gezielte Qualifizierung von Schulleitungen für Transformation und finanzielle Möglichkeiten für Transformationsbegleitung.
  7. Ausbildung neu denken: Die Rolle weg von lehrseits zu lernseits erfordert innere Arbeit. Beziehung ist keine Zugabe – sie ist die Grundlage von Bildung. Es braucht Raum für biografische Reflexion und die Bearbeitung von Themen wie Scham, Beschämung, Glaubenssätze, Achtsamkeit, Selbstfürsorge. Und Universitäten und Seminare öffnen sich bereits dafür!
  8. Regionale Konferenzen: Damit wir gemeinsam verstehen, welch große und großartige Aufgaben vor uns liegen, braucht es regionale Konferenzen mit allen Beteiligten, auch der Kinder. An schönen Orten in guter Atmosphäre. Hier gilt es die neuen Rollen zu finden und die Brücken dahin. Es geht um eine gelebte Partizipations- und Verantwortungskultur auf allen Ebenen, um das Miteinander aller, denn niemand hat einzeln genügend Wandelpotential.

Wenn Pädagog:innen jungen Menschen Möglichkeitsräume eröffnen und sie befähigen, ihre Schule, ihre Kommune, ihre Zukunft aktiv mitzugestalten, werden sie damit zu bedeutsamen Schlüsselpersonen und erfahren ihrerseits Selbstwirksamkeit. Zukunft im Bildungssystem muss sich an größtmöglicher Potenzialentfaltung aller orientieren, und der Bildung von Kopf, Herz und Hand. Ohne humane Bildung keine humane Welt.

Fangen wir an! Mutig, aus dem Herzen. Jede und jeder an seinem Platz. Und gemeinsam!

Lucy, Schülerin 19 Jahre, bringt es tief berührend auf den Punkt, in ihrem Poetry Slam „Wie wollen wir lernen“.   

Weitere Informationen gibt es hier

Zur Person

Die Autorin und ehemalige Schulleiterin Margret Rasfeld setzt sich seit vielen Jahren für eine grundlegende Neuausrichtung von Schule ein. Nach ihrem Lehramtsstudium in Biologie und Chemie arbeitete sie zunächst als Lehrerin in Nordrhein-Westfalen und war später maßgeblich am Aufbau mehrerer Gesamtschulen beteiligt, darunter die Gesamtschule in Essen-Holsterhausen sowie die Evangelische Schule Berlin Zentrum, die sie bis 2016 als Schulleiterin führte.

Im Rahmen des von der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel initiierten Zukunftsdialogs zum Thema „Wie wollen wir lernen?“ leitete Rasfeld 2011/2012 als eine von sechs sogenannten „Kernexpert*innen“ die Arbeitsgruppe Gemeinsinn und soziale Kompetenzen. Rasfeld ist Mitbegründerin und Geschäftsführerin der Initiative „Schule im Aufbruch“, die Schulen bei der Entwicklung neuer Lernkulturen unterstützt.

Margret Rasfeld: “Noten schüren Vergleich und Konkurrenz, Noten führen zu Ängsten, Noten führen zur Bestnotensucht!”

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AnneG
2 Tage zuvor

na wir müssen einfach ausplanen aus dem Stundenplan. Ist zu voll.
Mehr freies Arbeiten, tablet Unterricht, 4 Tage Woche.

PetraOWL
2 Tage zuvor
Antwortet  AnneG

Ja, sage ich ja. Das wurde überall so gemacht. Hasi hat ja seit Jahren seien 3 Tage Homeoffice und den Genuss der 35 Stunden Woche. Das tolle, er verdient mehr als Lehrer! 😀 Und, was noch? er wird früher in den Ruhestand gehen.
Er spart sich ja noch Geld mit dem Homeoffice bei den Benzinpreisen.
Wer fährt denn noch lange zur Schule? 🙁
In Lippe ist die Schule nicht direkt vor der Haustür. Ist sie wahrscheinlich auch sonst kaum.

Augenblickfang
2 Tage zuvor

Ein bisschen sehr plakativ (der Titel). Klingt irgendwie nach Maria Montessori. Warum hat sich deren Konzept nicht durchgesetzt?

Es klingt auch ein bisschen nach Wolkenkuckucksheim. Macht es wirklich Sinn, die Kinder auf eine (Arbeits-)Welt vorzubereiten, wie sie nicht ist, sodass ihr Scheitern in dieser (Arbeits-)Welt die logische Folge wäre?

Der Kommunismus hat auch eine Welt propagiert, in der alle gleich sind, Klassenunterschiede aufgehoben und jeder sich nach seinen Fähigkeiten einbringt und jedem nach seinen Bedürfnissen gegeben wird. Klingt doch auch gut erstmal. Was draus wurde, wissen wir (DDR, Sowjetunion, Kuba, Nordkorea…).

Hans Malz
2 Tage zuvor
Antwortet  Augenblickfang

Es war Pestalozzi. Das Prinzip mit “Kopf, Herz und Hand” durfte ich noch an der Uni lernen. Das geht über die Vorbereitung auf die Arbeitswelt auch deutlich hinaus und ist mehr als “mehrkanaliges” Lernen gedacht.

Maybe
2 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

🙂 danke, liebe KI ->

“Johann Heinrich Pestalozzis berühmtes Konzept „Lernen mit Kopf, Herz und Hand“ ist ein über 200 Jahre altes Prinzip der ganzheitlichen Bildung, das Verstand (Kopf), Gefühl (Herz) und praktische Fähigkeiten (Hand) harmonisch verbindet. Es fördert nicht nur akademisches Wissen, sondern auch Persönlichkeitsentwicklung und praktische Kompetenzen.

Schweizerischer Dokumentenserver Bildung
+3
Hier sind die Kernaspekte des Zitats:
Kopf (Verstand/Vernunft): Lernen durch Einsicht, Nachdenken und rationale Begriffe.
Herz (Gefühl/Gemüt): Sittliche Erziehung, Emotionen und ethische Bindung.
Hand (Handeln/Körper): Praktisches Tun, Geschicklichkeit und Anwendung des Gelernten.

heinrich-pestalozzi.de
+2
Pestalozzi betonte, dass Bildung nur dann erfolgreich ist, wenn alle drei Bereiche gleichmäßig gefördert werden, um den Menschen in seiner Gesamtheit zu entwickeln. In seinen Werken, oft untersucht auf Seiten wie 10, wird deutlich, dass das sittliche Tun (Hand) oft auf der Grundlage des Fühlens (Herz) basiert. Auch wenn der genaue Wortlaut in der Literatur variiert (oft als „mit dem Herzen, dem Geiste und der Hand“), ist die Intention stets der ganzheitliche Ansatz.

Schweizerischer Dokumentenserver Bildung
+4
Ausführliche Informationen zu Pestalozzis Grundgedanken finden sich auf heinrich-pestalozzi.de und Einblicke in seine Zitate bei Arthur Brühlmeier.
KI-Antworten können Fehler enthalten. Weitere Informationen ”

Durfte ich auch noch an der Uni dicke! lernen.

Roland
1 Tag zuvor
Antwortet  Augenblickfang

“Warum hat sich Maria Montessoris Konzept nicht durchgesetzt?”

Na ja, weltweit gibt es rund 40.000 Montessori-Einrichtungen (Schulen und Kinderhäuser). Die Montessori-Pädagogik ist in 154 Ländern verbreitet, wobei Schätzungen teilweise sogar über 60.000 Einrichtungen nennen, die die Methode anwenden.

Das sagt jedenfalls eine KI. Aber vielleicht weiß es Augenblickfang ja besser.

Blabl
17 Stunden zuvor
Antwortet  Augenblickfang

Genau Montessori unterrichtet die Skills die benötigt werden für jetzt und in der Zukunft nicht viel viel mehr. Unsere Schule bereitet eben nicht auf die neue Welt vor.

Stine
2 Tage zuvor

Bei uns läuft das ja so. Seien Sie also live dabei, wenn beim selbst gesteuerten Lernen Ratlosigkeit herrscht. Du kannst den Plan beenden, musst aber nicht. Seien Sie dabei, wie sich verbundene Schrift einfach von selber findet (und beim ersten Diktat des Lebens die 6. Klasse Gym jammert, weil ihnen die Hände weh tun, weil sie ja immer nur noch Druckschrift schreiben). Seien Sie dabei, wie Eltern plötzlich dumm aus der Wäsche gucken, wenn ihr Kind Förderung bekommen soll, weil sie nie jemand klar und verbindlich über den Lernstand informiert hat. Seien Sie dabei, wenn die 6. Klasse im Freiday alte Handys sucht, die jeder längst lieber im Internet abgibt, weil es Geld dafür gibt, oder wie sie aus alten Papierrollen etwas basteln, was leider niemand benötigt. Seien Sie dabei, wenn sich Kinder komplett unterfordert fühlen und gelangweilt sind und stören. Ich wäre lieber dabei, wenn es wieder Struktur und Anleitung gibt, wenn Kinder wieder flüssig Texte schreiben und Rechtschreibung anwenden, wenn wieder ein Umfeld herrscht, in dem sich Kinder konzentrieren können und in dem wirklich jeder (!) in seinem Tempo lernt, nicht nur die langsameren Schüler.

Alese20
2 Tage zuvor
Antwortet  Stine

Da scheint doch irgendwas nicht in Gänze zu funktionieren. Wieso sollten sich Kinder langweilen, wenn sie im eigenen Tempo lernen können – sprich, endlich nicht mehr auf die langsameren SuS warten müssen. Und wieso sind SuS beim selbstgesteuerten Lernen ratlos? – Da muss dann wohl im Coaching nachgesteuert werden. SOL kann man nicht einfach, das will gelernt und zu Beginn angeleitet sein und erst dann darf man darauf vertrauen, dass es von alleine klappt, bei den Einen früher, bei den Anderen später.
Rückmeldungen zu den Leistungen sollte es doch auch regelmäßig geben und nicht erst, wenn es Förderung benötigt.

Klingt also alles noch nicht so rund an Ihrer Schule.

H. F.
2 Tage zuvor
Antwortet  Alese20

// Wieso sollten sich Kinder langweilen, wenn sie im eigenen Tempo lernen können – sprich, endlich nicht mehr auf die langsameren SuS warten müssen. //

Ja, wie schön ist es Tag für Tag in die Schule zu gehen und allein über seinen Aufgaben zu brüten und sich Inhalte zu erarbeiten. Kein anregendes lehrerzentriertes Unterrichtsgespräch, hohe Lautstärke, wenig Interaktion zwischen der ganzen Klasse und dem Lehrer, dadurch kein echter Klassenverband, da jeder an anderer Stelle im Stoff steht. Der “Coach” ist eh immer bei den Schwächeren und wenn man schnell fertig ist, muss man anderen Schülern gegen seinen Willen helfen oder man bekommt ein neues Arbeitsblatt, weshalb man einen Gang runterschaltet. Die Aufgaben werden kaum kontrolliert, weshalb sie nur noch hingeschmiert werden.

Mein Großer erlebte diese Schule und es war ein Alptraum für ihn. Man kann schon fast von Zeitverschwendung sprechen, denn eine verbundene Schreibschrift mussten wir z.B. daheim erlernen. Die Verfechter dieser Didaktik können sich offenbar nicht vorstellen, dass es Kinder (viele Jungs!) gibt, die davon weder profitieren, noch Spaß daran haben. Wenn mein Sohn nur Wochenplan oder Projektarbeit hört…

Für mich sind Frau Rasfeld und Kollegen letztlich Egoisten, die ohne Evidenz eine gutgemeinte Wohlfühldidaktik durchdrücken wollen, die sie zwar selbst für ideal und wünschenswert halten, die aber nicht im Sinne der meisten Kinder ist.

Alese20
2 Tage zuvor
Antwortet  H. F.

Das klingt nicht schön für Ihren Sohn. Allerdings kenne ich das nur so, dass die SuS auch die Möglichkeit haben, lieber zusammen zu arbeiten, als alleine und dass eben nicht für Schnelle einfach noch ein Arbeitsblatt gezückt wird, sondern er das machen kann, was er sonst noch machen möchte. Auch hab ich noch nie davon gehört, dass jemand gezwungen wird, anderen zu helfen. Aber da sind die Schulen ja auch unterschiedlich.

Wenn er und auch Sie so unglücklich waren, haben Sie da die Schule gewechselt? Das “klassische” Schulmodell gibt es ja i.d.R. häufiger.

H. F.
1 Tag zuvor
Antwortet  Alese20

// Wenn er und auch Sie so unglücklich waren, haben Sie da die Schule gewechselt? Das “klassische” Schulmodell gibt es ja i.d.R. häufiger. //

Man kann sich bei uns keine Grundschule aussuchen, es gibt Schulbezirke und der Schulweg zählt. Alternativ kann man nur eine freie Schule wählen.

Welchen Unterricht man dann bekommt, hängt grob von der Lehrkraft ab. Alte Lehrkraft = Frontalunterricht aus den 90ern. Junge Lehrkraft = Segnungen der modernen Didaktik incl. Wochenplan, Lapbooks und Druckschrifterwerb.

DerechteNorden
2 Tage zuvor
Antwortet  H. F.

Danke, das musste mal gesagt werden!

Interessant ist, dass solche Feststellungen von jenen Expert*innen aber entweder als rückwärtsgewandt oder anekdotisch zurückgewiesen werden.
Als Beweis dafür, dass solche offenen Konzepte alleinseligmachend sind, werden dann wahlweise Wutöschingen oder die Universitätsschule Dresden oder so anekdotisch angeführt.

Stine
2 Tage zuvor
Antwortet  H. F.

Das kommt noch dazu – ist man mit dem Plan fertig, hilft man den anderen Kindern als “Experte”. Was erstmal nett klingt und schön geredet wird – wie schön, sei stolz, du bist Experte! Aber wie ist das für die Kinder, die den anderen was erklären sollen, was die nicht notwendigerweise verstehen, und wie ist das, wenn man in der Gruppenarbeit immer mit den Leistungsschwachen arbeiten muss, damit jemand überhaupt die Aufgabe lesen kann, während die anderen in der Gruppe mit den Freunden arbeiten? Wie ist das, wenn man sich selber dadurch ausgebremst fühlt, und genau weiß, wenn ich jetzt fertig bin, muss ich Person X wieder was erklären? Mein Kind hat eine Zeit lang verweigert lesen zu üben, damit es bloß nicht weiter Experte sein muss. Das andere hat geheult und gemeint, aber wer erklärt mir denn eigentlich mal was Neues, mir ist nur noch langweilig. Das wird leider alles schön ausgeblendet… Arbeite gern schneller, dann musst du aber auf die anderen warten, oder du bekommst das 395. Liesmalheft, mach doch einfach das.

Steißtrommler
2 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Das von Stine kritisierte Vorgehen hat weder mit sozialem Lernen noch mit Verfestigung des eigenen Könnens zu tun.
Man will als Lehrer “kein Kind zurücklassen”, und wenn ich in einer außerordentlich heterogenen Klasse alle Kinder individuell optimal fördern könnte, hätte ich am Schuljahresende eine Fortschrittsspannweite von zwei oder drei Schuljahren.
Das geht nicht…
Also lautet der unbewusste Beschluss: Die Langsamsten verlieren leider doch den Anschluss.
Die Schnellen aber werden heftig ausgebremst, indem sie den Langsamen Dinge erklären müssen, die ihnen selbst soooo offensichtlich sind, dass es irgendwann schmerzt.
Natürlich demotiviert das.

Alese20
2 Tage zuvor
Antwortet  Steißtrommler

Aber das ist doch das Problem des Gleichschritts und nicht von SOL. Und natürlich sollte kein Kind gezwungen werden, anderen zu helfen. Das ist nur kontraproduktiv.

Sepp
2 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Soziales Lernen? Verfestigung des eigenen Könnens? Braucht kein Mensch (Spaß).

Das, was Stine beschreibt, und Sie so locker spaßig abtun, ist aber wirklich ein Problem für die betreffenden Schüler und wir oft so gemacht:

Ein Kind, das gute Leistungen zeigt, schnell lernt und seine Aufgaben abarbeitet, bekommt gerne mal “mehr von dem Gleichen” oder wird “Experte”.

Wenn es sich durch zehn langweilige Mathe-Übungen gekämpft hat, bekommt es nicht etwa komplexeres Material, sondern einfach mehr von dem langweiligen Kram.
Das macht man mit einem begabten Kind zwei, drei Mal – und das Kind lernt, dass es in Zukunft langsamer arbeiten und rumtrödeln muss! Dann wird es langweilig, man macht andere Sachen, stört…

Wenn das betreffende Kind bspw. Spaß an mathematischen Knobeleien hat, dann kann man es natürlich zum Experten erklären, der den Mitschülern bei den (eher einfachen) Aufgaben helfen soll. Damit nimmt man dem Kind aber die Möglichkeit, sich an komplexeren mathematischen Spielereien auszutoben. Und vielleicht hat man ein introvertiertes Kind, das einfach mathematische Probleme mag, ohne dass ihm ständiges Kommunizieren mit den Mitschülern liegt.
Auch da fragt man sich, was aus Kindersicht der Vorteil ist, zum “Experten” benannt zu werden.

Sie werfen den Brocken “soziales Lernen” ein. Aber ist es wirklich soziales Lernen, wenn ein starkes Kind immer den schwächeren Kindern helfen muss, soziales Lernen als “Einbahnstraße”? Und ist es das, was sie später im Beruf leisten sollen – ihre eigene Arbeit abarbeiten und dann den Kollegen bei deren Arbeit helfen?

Ich würde es anders sehen:
Wer eine schnelle Auffassungsgabe hat, muss eben weniger von den langweiligen Trainingsaufgaben machen und darf schneller an komplexeren Stoff heran.

Wenn man soziales Lernen will, müssen die Schüler umfangreiche Aufgaben bekommen, die sie nicht alleine bearbeiten können. Dann sind sie gezwungen, diese arbeitsteilig zu bearbeiten und einander zu erklären. Nur dann haben auch alle Kinder mal einen Wissensvorsprung, wie gering auch immer der aussehen mag, und sind mal in der Position eines Experten.

Opossum
1 Tag zuvor
Antwortet  Sepp

Vielen Dank. Ich würde hier jedes Wort unterschreiben.

Lachmöve
5 Stunden zuvor
Antwortet  Sepp

Wir machen immer wieder die gleichen Fehler und verallgemeinern Erfahrungen und werfen somit anderen vor, die Situation/ das Problem nicht richtig zu beurteilen. Soziales Lernen – also ein Schüler hilft anderen , den Lernstoff besser zu verstehen/ zu verarbeiten / zu lernen. Warum nicht, wenn es derartige Möglichkeiten gibt, hängt doch auch von dem Schülerklientel ab. Ich selbst habe einigen Mitschülern helfen können, da damals unsere Lehrerin die Lerngruppe ins Leben tief . Sie selbst hätte dies nicht leisten können. Ich war stolz und da mir das Lernen leicht viel und meine Mitschüler mich akzeptierten, funktionierte es auch. Nicht nur meine Mitschüler profitierten, sondern auch ich selbst. …..Mein Wunsch Lehrer zu werden , erfüllte sich übrigens erst viel später, da meine Eltern mir davon abgeraten hatten. Ihr Spruch: ” Warum willst du dich über Kinder anderer Leute ärgern!” Ich bin Lehrer geworden, mit Leidenschaft und musste mich nicht ärgern. Vielleicht fehlt heutigen Lehrkräften diese Leidenschaft.

blau
2 Tage zuvor
Antwortet  H. F.

Doug Lemov lässt grüßen. Ich schwimme gegen den Strom.

Steißtrommler
2 Tage zuvor
Antwortet  blau

Willkommen in der Gegenstromanlage! Ich bin dabei.

Katze
2 Tage zuvor
Antwortet  Steißtrommler

Ich auch!

Marion
2 Tage zuvor
Antwortet  blau

Jetzt hab ich mal diesen Mr. Lemov gegoogelt.
Unter Anderem bin ich darauf gestoßen:
https://bildungsimpuls.com/persoenlichkeiten/doug-lemov-der-meister-der-unterrichtstechniken/
Was soll ich sagen?
DAMIT kann ich etwas anfangen. Da wird es endlich mal konkret. Das ist nachvollziehbar und trifft in den meisten Punkten (vielleicht sogar in allen?) ins Schwarze. Nachvollziehbar, verständlich, konkret und weit entfernt vom wolkigen Buzzwordbingo des obigen Artikels.

Bildungsnah
1 Tag zuvor
Antwortet  H. F.

denn eine verbundene Schreibschrift mussten wir z.B. daheim erlernen.”

Das finde ich sehr interessant.

Die Idee, dass jeder seinen Stift halten kann wie er das für individuell richtig hält (egal ob 3-Punkt) und das dann auch noch kleine Kinder ihre eigene Schrift entwickeln sollen, ist ja offen gesagt nur als irre zu bezeichnen. Nach welchen Kriterien haben unsere Kinder diese Schrift entwickelt? Ganz bestimmt nicht auf das schnelle, mühelose und lesbare schreiben von langen Texten in der Oberstufe hin! Das klingt ja alles toll für nicht kritisch nachdenkende Menschen, aber es verlangt deutlich zu viel von kleinen Kindern.

Die eigene verbundene Schrift ist eine Sackgasse und ich überlege auch, ob wir zu Hause nachträglich eine Schreibschrift lernen. Wahrscheinlich besser spät als nie.

Roland
1 Tag zuvor
Antwortet  H. F.

“Für mich sind Frau Rasfeld und Kollegen letztlich Egoisten…”.

Danke, gilt dann auch für mich als ehemaligen königlich-bayerischen Rektor 🙂 Und meine Kolleg:innen an der Schule. Und alle Kolleg:innen in allen “Schulen im Aufbruch”. Die wollen alle nur “ohne Evidenz eine gutgemeinte Wohlfühldidaktik durchdrücken”.

Kann es sein, dass Sie ohne Evidenz ein Urteil fällen, will sagen: ohne sich einigermaßen mit den Personen und pädagogischen Ansätzen befasst zu haben?

H. F.
22 Stunden zuvor
Antwortet  Roland

// Kann es sein, dass Sie ohne Evidenz ein Urteil fällen, will sagen: ohne sich einigermaßen mit den Personen und pädagogischen Ansätzen befasst zu haben? //

Ja, denn dazu fehlt mir als Laie die Zeit.

Was ich damit sagen will, ist, dass Bildungsreformer wie Frau Rasfeld selbst eingeengte Vorstellungen von den Bedürfnissen der Schüler haben und so auch ihre Wunschpädagogik aussieht, die sie allen Schülern überstülpen wollen. Aus dem Text:

// Weg vom Gleichschritt hin zu selbstorganisiertem Lernen: […] Das Potenzial von Peer-Learning kann gehoben werden. Helfen ist ein Grundbedürfnis von Kindern und stärkt Gemeinschaftsgeist. Coaching der Schüler:innen ist Voraussetzung für das Gelingen des selbstorganisierten Lernens. Materialien sollten auf Plattformen bereitgestellt werden, um Lehrkräfte bei der Einführung zu entlasten. //

Vielleicht ist Helfen gar kein Grundbedürfnis aller Kinder? Vielleicht möchte gar nicht jedes Kind selbstorganisiert lernen? Vielleicht möchte ein Achtjähriger sich gar nicht coachgestützt mit Materialen von Plattformen herumschlagen, sondern durch einen Lehrer angeleitet werden?

Ja, vielleicht mögen manche Kinder gar Gleichschritt und empfinden daraus, dass sie zur gleichen Zeit wie ihre Mitschüler das Gleiche machen dürfen, was der Lehrer vorgibt und anleitet, ein Gemeinschaftsgefühl?

Werden die bei Rasfeld mitgedacht? Ich werfe vor, dass man hier nur ein Bildungssystem für die eigene Peergroup entwirft und einfach behauptet, das wäre für alle gut.

Alese20
1 Stunde zuvor
Antwortet  H. F.

Das stelle ich die Gegenfrage: gibt es vielleicht Kinder, die gar nicht im Gleichschritt arbeiten können oder wollen, die lieber selbstbestimmt ihren Tag organisieren, die vielleicht sogar keine ihren Freunden helfen?

Es gibt natürlich beides. Daher muss es auch unterschiedliche Schulkonzepte geben.
Genauso, wie ihr Sohn sich nicht mit SOL wohlfühlt, geht mein Kind am klassischen Schulsystem kaputt. Diese Enge, diese Lautstärke in den Klassen, dieses nicht Reagieren-können auf die eigenen Bedürfnisse nach Pausen und Ruhe. Immer funktionieren müssen, nach längeren Krankheitsphasen den Anschluss verlieren (unverschuldet) wird als Unfairness empfunden.

Wir haben leider auch keine Chance, die Schule zu wechseln, weil es bei uns keine Schule mit SOL gibt…

Ing
10 Stunden zuvor
Antwortet  H. F.

Also meine Tochter kam mit Wochenplan und selbstorganisiertem Lernen und dazwischen immer mal wieder gemeinsamen Anleitungen sehr gut zurecht. Zum Glück hatte sie in der Grundschule eine sehr engagierte sehr junge Lehrerin, die mit viel Überzeugung und Tatkraft ihre aller erste Grundschulklasse führte und das bestens gemacht hat! Zum Glück war ihre Lehrerin keine erfahrene und frustrierte “alte” Lehrerin (oder Lehrer).
Und es war in der Grundschulklasse mit den Kindern mit verschiedensten Leistungsstufen leiser, als später auf dem Gymnasium bei dem dort häufigen “ach so tollen” Frontalunterricht “im Gleichschritt”. Was meine Tochter mir da über Störungen und Aktionen von den Mitschülerinnen und Mitschülern im Unterricht, aber auch über Reaktionen von den LuL berichtet hat, war kaum zu glauben.
Auch die Druckschrift als vereinfachte Ausgangsschrift und die Ableitung der Schreibschrift war kein Problem. Sie hat viel und schnell und richtig schreiben gelernt.

So und jetzt zusammengefasst: Dies ist ein persönlicher Erfahrungsbericht aber ihr Bericht auch! Beide Erfahrungsberichte sagen nichts darüber aus ob die jeweilige Erfahrung auf die meisten SuS übertragen werden kann oder nur für diesen Schüler oder diese eine Schülerin in Kombination mit den jeweiligen LuL gilt.

447
2 Tage zuvor
Antwortet  Alese20

Achtung, Triggerwarnung…Realitätscheck:

Kinder “langweilen” (alternativ: “stressen”) sich beim echten Lernen, weil die allermeisten Kinder (spätestens!! mit Einsetzen der Vorpubertät) NICHT von sich aus lernen wollen – sofern “lernen” hier als das verstanden wird was zählt, nämlich KOGNITIVES Lernen, also das, was man benötigt um eine volltechnisierte Zivilisation materiell zu erhalten und sozial zu schützen, indem wir alle unsere Säugetierinstinkte unterdrücken und diese in produktive, zivilisierte Bahnen lenken.

Opossum
2 Tage zuvor
Antwortet  Alese20

Ich finde, bei dem selbstorganisierten Lernen geht einiges verloren.

Man hat kaum Diskussion, vom Lehrer moderiert. In Mathe sieht man keine andere Beweis- oder Lösungswege, die vielleicht andere Schüler gefunden haben und die auch interessant sein könnten. In Geschichte, Literatur verpasst man interessante, nicht ordinäre Ansichten, Erklärungen, Informationen. All das kann eine Impulse für weitere Analyse geben, wird aber mit dem selbstorganisierten Lernen nicht da.

Wie kann der Lehrer schnell reagieren, falls es Probleme gibt oder das Kind unterfordert ist? Oder denkt der Schüler, er verstehe alles, die Realität ist aber anders?

Viele bekannte Kinder, besosnders Jungs, fühlen sich verlassen und verlieren die Motivation. Die Mädchen sind meistens fleißiger.

Für mich waren schonn immemr Hausaufgaben ein selbstbestimmtes Lernen. In der Schule sollte man aktiv kommunizieren können und zusammen das neue besprechen, nicht nur gecoacht. Sonst sollte man den Kindern auch von zuhause arbeiten erlauben.

Alese20
2 Tage zuvor
Antwortet  Opossum

Also Hausaufgaben sind keine selbstbestimmten sondern nur selbstständig gemachte Aufgaben. Oder darf sich das Kind die Aufgaben aussuchen oder entscheiden, ob es die für die nächste oder übernächste Stunde macht? Ich finde übrigens auch, dass man Kinder durchaus auch mal von Zuhause arbeiten lassen sollte – geht aber nur mit SOL.

Natürlich haben Sie recht, dass dabei auch was verloren geht, aber ich sehe mehr Vorteile, als Nachteile. Für neurodivergente, introvertierte, freiheitsliebende, intelligente SuS, aber auch für häufig kranke SuS wäre es ein Segen.

Stine
2 Tage zuvor
Antwortet  Alese20

Ich glaube das Problem daran, dass jeder “in eigenen Tempo lernt” und dass es laut Lehrern nicht schlimm ist, wenn ein Kind für etwas ein wenig länger braucht, führt dazu, dass Lehrer und Eltern den Überblick verlieren. Macht dem Kind der Lernplan keinen Spaß, weil die Aufgaben sich ständig wiederholen und es sich langweilt, oder weil es etwas nicht verstanden hat? Umgekehrt sehen wir Eltern, das Kind arbeitet also am Lernplan 5, uns teilt bloß niemand mit, dass die meisten anderen Kinder schon im Plan 7 oder 8 sind. Habe ich keine verbindlichen Etappenziele, kommt eben auch zu spät ans Licht, wenn ein Kind Förderung braucht. Und wenn die anderen nun warten, dass wieder alle Kinder an irgendeinem Punkt sind, wo im Unterricht ein neues Thema beginnen kann, entstehen im Übrigen auch bei guten Kindern Lücken, weil die Zeit fehlt. So schreiben bei uns alle Druckschrift bis zum St. Nimmerleinstag, weil es der kleinste gemeinsame Nenner ist – und später können sie keine Diktate bewältigen oder Notizen mitschreiben…

real_anka
2 Tage zuvor
Antwortet  Stine

Soooooooo oldschool 🙂

Straßenbahn
2 Tage zuvor
Antwortet  real_anka

Und soooooooo wahr!

mama51
2 Tage zuvor
Antwortet  Straßenbahn

Und sooo wichtig! (Zur rechten Zeit!)

Laie
2 Tage zuvor
Antwortet  Stine

Ich denke, wie überall, kommt es auf ein gesundes Mittelmaß an. Nur weil es keine Noten im Zeugnis gibt, wird ein Lehrer doch trotzdem merken, wenn ein Kind hinterher hinkt und irgendeine Bewertung sollte ja dann auch im Zeugnis stehen. Irgendwie muss man ja auch festlegen, ab wann ein Kind nichg mehr versetzt wird. Soetwas wie: Der Schüler tut sich schwer neue Dinge zu erlernen oder ähnliches, sollte schon in der Bewertung drinstehen. Es geht ja nur darum, den Vergleich mit anderen Kindern zu erschweren um den Leistungsdruck heraus zu nehmen und nicht darum Probleme und Stärken zu ignorieren. Dass Eltern oft ein wenig schockiert reagieren, wenn ihr Kind Förderung bekommen soll, ist wohl leider an jeder Schule so und kaum ganz vermeidbar.
Ich finde es ein wenig seltsam, dass Sie das erste Diktat in Klasse 6 schreiben. Gehört es nicht mit zum selbstbestimmten Lernen, dass der Lehrer die Lernmaterialien heraussucht und sich dabei am Lehrplan orientiert? Oder ist dass dann nicht mehr selbstbestimmt, aber vermutlich der besser Weg? Also Jeder in seinem Tempo, ja, aber nicht Jeder das was er will. Das wäre dann ein Mittelweg zwischen “die ganze Klasse das Gleiche zur selben Zeit” und dem völlig selbstbestimmten Lernen. Obwohl ich früher in der Grundschule auch eher von einer Lehrerin als Lerncoach begleitet und kaum klassisch unterrichtet wurde (dafür viel mit Lernmaterialien, was auch viel Spaß gemacht hat), haben wir schon in der 3. Klasse Diktate geschrieben. Die “Lernwörter” waren dann in der Zeit davor in den Aufgaben drin und einige Schüler haben sie mit Karteikärtchen auch als Hausaufgaben gelernt. Andere hatten das nicht nötig und daher auch weniger Hausaufgaben.
Ich kann mich nicht erinnern, dass ich oder Jemand anders sich da jemals im Unterricht gelangweilt hat. Es gab ein Bücherregal aus dem man sich frei bedienen und lesen durfte, wenn man schneller war oder in Mathe ein extra Arbeitsheft für diejenigen, die mit den normalen Aufgaben schon durch waren. Manchmal konnte man auch anderen Schülern helfen oder bei anderen Lehrern das Heft schön verzieren. Am besten natürlich, wenn man die Bilder auch noch passend zum Text gemalt hat.

Warum basteln ihre Schüler denn Dinge, die sie selbst nicht haben wollen/benötigen? Für mich klingt das nach vorgegebenen Ideen und nicht so, als hätten die Schüler das selbst gewählt. Und wenn es mit dem Projekt zur Abgabe alter Handys nicht richtig läuft, dann könnten sie sich fragen, was da schiefgelaufen ist. Evtl. die Art an wen und wie es kommuniziert wurde. Natürlich ist nicht jedes Projekt ein Erfolg, aber dass ist in der Wirtschaft und der Realität halt auch so: nicht jede Idee ist erfolgreich. Wichtig ist, dass man aus den Fehlern lernt und wenn nur jedes zweite Projekt erfolgreich ist, lernen Schüler trotzdem, dass sie Erfolg haben können und auch, dass es sich lohnt nochmal was Neues auszuprobieren.

H. F.
1 Tag zuvor
Antwortet  Laie

// …haben wir schon in der 3. Klasse Diktate geschrieben. Die “Lernwörter” waren dann in der Zeit davor in den Aufgaben drin und einige Schüler haben sie mit Karteikärtchen auch als Hausaufgaben gelernt. //

Mein Großer hat kein einziges Diktat in der Grundschule geschrieben und Lernwörter waren damit natürlich auch obsolet.

Im modernen, schülerzentrierten Unterricht erlernen die Kinder wie von Zauberhand die Rechtschreibung nebenher, z.B. durch das Erstellen von Lapbooks oder dem Schauen von Erklärvideos auf dem Smartboard. Keiner weiß genau wie das funktioniert, aber es funktioniert sehr gut. /s

Katze
2 Tage zuvor

„Ein System, das auf ständiges Wachstum, Optimierung und Vergleich setzt, produziert Erschöpfung statt Lebendigkeit.“
Und ein System ohne Wachstum, Optimierung und Vergleich produziert… ja was eigentlich?
Nur schade, dass Länder mit genau solchen Systemen merkwürdigerweise wirtschaftlich nicht völlig kollabieren, sondern eher… nun ja… funktionieren. Aber gut, Fakten sind ja so 90er.
Reformpunkte????1. Länger gemeinsam lernen
Die frühe Aufteilung verstärke Druck, Angst und Ungleichheit.
Also ignorieren wir Unterschiede einfach und hoffen, dass Begabung sich gleichmäßig verteilt.
Pädagogische Romantik?
2. Bewertung grundlegend verändern
Noten erzeugen Angst?
Sie erzeugen aber auch Orientierung, Verantwortung und die Fähigkeit, Realität auszuhalten.
Aber klar, ersetzen wir sie durch Kompetenzwolken, Lernreisen oder „Ich fühle mich heute leistungsbereit“-Skalen.
Das wird die internationale Wettbewerbsfähigkeit sicher elektrisieren.
3. Selbstorganisiertes Lernen statt Gleichschritt
Selbstorganisation klingt modern.
Was soll da organisiert werden, wenn Inhalte, Struktur und Anspruch vorher konsequent herausoperiert wurden.
Selbstorganisation ohne Substanz ist schlicht Leerlauf.
4. Ausbildung neu denken
Lehrkräfte sollen „innere Arbeit“ leisten, Scham bearbeiten, Glaubenssätze reflektieren.
Das klingt nicht nach Profession, sondern nach Selbsterfahrungsgruppe.
Und ohne solide Fachkenntnis bleibt das alles pädagogisch wertlos.

„Schule im Aufbruch“ klingt nach Bewegung – ist aber oft nur der Rückzug aus Anspruch und Leistung. Ich plädiere wieder für eine Schule mit Anspruch: wo Lernen stattfinden darf, auch wenn’s manchmal anstrengt.

Alese20
2 Tage zuvor
Antwortet  Katze

Ich frage mich beim Lesen immer wieder, wie Sie Leistung definieren. Ist es nicht mehr Leistung, wenn man sein Lernen selber organisieren gelernt hat. Wenn man es schafft, die Wochenpläne so zu strukturieren und diszipliniert abzuarbeiten, dass man die Leistungsnachweise gut schafft. Wenn man lernt, sich und seine Leistungsfähigkeit gut einschätzen zu können.
Für mich ist das viel anspruchsvoller und für das spätere Leben sinnvoller, da das Lernen mit dem Schulabschluss nicht aufhört. Einfach Vorgaben der LuL abarbeiten ist für mich viel weniger Leistung. Oder ist das Wichtigste für Sie das Durchquälen durch den Stoff. Trotz Wiederwillen durchhalten, an die Vorgaben halten und dem Druck standhalten?

DerechteNorden
1 Tag zuvor
Antwortet  Alese20

“Ich frage mich beim Lesen immer wieder, wie Sie Leistung definieren. Ist es nicht mehr Leistung, wenn man sein Lernen selber organisieren gelernt hat. Wenn man es schafft, die Wochenpläne so zu strukturieren und diszipliniert abzuarbeiten, dass man die Leistungsnachweise gut schafft. Wenn man lernt, sich und seine Leistungsfähigkeit gut einschätzen zu können.
Für mich ist das viel anspruchsvoller und für das spätere Leben sinnvoller, da das Lernen mit dem Schulabschluss nicht aufhört. Einfach Vorgaben der LuL abarbeiten ist für mich viel weniger Leistung.”
? Das sieht @Katze wohl genauso. Wie wohl die meisten hier.
Der Punkt ist aber nun einmal, dass gute Selbstorganisation am Ende der Schullaufbahn steht, d.h. die S*S diese hoffentlich bis dahin gelernt haben.
Sie scheinen zu glauben, dass Kinder diese mitbringen und deshalb alle von Anfang an schön selbstorganisiert und selbstbestimmt lernen, so dass sie am Ende viel mehr wissen und können als z.B. @Katze und alle anderen, die wir old school nach def Schule erfolgreich ein Studium und/oder eine Ausbildung absolviert haben.
Donnerwetter!

Alese20
1 Tag zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Nein, ich glaube eben nicht, dass am Ende der Schullaufbau Menschen rauskommen, die sich selbst organisieren können. Wurde ihnen zumindest in der Schule nicht beigebracht.

Natürlich können SuS sich nicht einfach mal eben so selber organisieren, sie müssen das im Coaching beigebracht bekommen. Zu Anfang sind sie Starter (weniger Verantwortung) und können sich zum Lernprofi hocharbeiten. Wer behauptet denn, dass man einfach umstellt und dann läuft das schon?

dickebank
1 Tag zuvor
Antwortet  Alese20

Mami macht das schon:)

Mika BB
1 Tag zuvor
Antwortet  Alese20

„ Oder ist das Wichtigste für Sie das Durchquälen durch den Stoff.“

Die Rahmenlehrpläne sind einzuhalten. Das bedeutet, dass das Thema „Quadratische Funktionen und Gleichungen“ vom Schüler zu bearbeiten ist, unabhängig davon, ob er dies selbstorganisiert oder zentral organisiert macht. Was führt Sie zu der Annahme, dass das Erarbeiten des Themenkomplexes durch SOL anstrengungsfreier, arbeitsärmer und (ich verwende jetzt mal Ihr Bild) qualärmer ist als beim Lernen im Klassenverband? Und zwar für jedes Kind?

Alese20
20 Stunden zuvor
Antwortet  Mika BB

Ich habe nie gesagt, dass das anstrengungsfrei wäre. Aber die Tatsache, dass man sich individuell mehr Zeit nehmen kann – eingespart in den Fächern, in denen man vielleicht talentierter ist – gibt einem die Möglichkeit, es ohne Qual zu schaffen.

Roland
1 Tag zuvor
Antwortet  Katze

Liebe Katze,

zur “pädagogischen Romantik”: Sie wissen aber schon, dass die frühe Aufteilung wissenschaftlich gesichert die Herkunftseffekte und damit die Ungleichheit verstärkt? Eine der letzten ausführlichen Veröffentlichungen dazu von den Romantikern vom Leibniz-Institut für Bildungsforschung:
Helbig, M., Karwath, C. & Kleinert, C. (2026). Wann soziale Ungleichheiten entstehen. Analyse sozialer Ungleichheitsmuster von der Geburt bis zum Studieneintritt (Forschung kompakt Nr. 7).

zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit: Sie wissen aber schon, dass die erste Aufteilung der Schülerschaft im Alter von 15 oder 16 Jahren internationaler Standard ist und die Besten im PISA-Verfahren nicht daran hindert, eben die Besten zu sein? Da bahnt sich Wettbewerbsfähigkeit an. Lesen Sie doch noch mal die romantischen Hinweise des PISA-Konsortiums durch.

“Selbstorganisation ohne Substanz ist schlicht Leerlauf”: Richtig. Und haben Sie sich erkundigt, ob das auch immer so substanzlos erfolgt?
Sie haben vielleicht gehört, dass eine Schule wie die Alemannenschule in Wutöschingen dafür nicht nur den Deutschen Schulpreis erhalten hat, sondern in Vergleichstest mit “traditionellen” Schulen gut bis besser abschneidet?
Ehe Sie mit dem Argument “Einzelfälle” daherkommen, sehen Sie sich bitte auch noch die PRIMUS-Schule Berg Fidel als Brennpunktschule mit wissenschaftlich bestätigten “erwartungswidrig” guten Leistungen an. In beiden Schulen wird konsequent das selbstorganisierte/selbstverantwortliche Lernen gesucht.

“Schule mit Anspruch”: Logisch. Woher wissen Sie, dass das Konzept “Schule im Aufbruch” sich aus Anspruch und Leistung zurückzieht? Offensichtlich haben Sie sich schlicht zu wenig kundig gemacht und kritisieren einfach nur freihändig durch die Gegend.

Rainer Zufall
1 Tag zuvor
Antwortet  Roland

❤️

Alese20
20 Stunden zuvor
Antwortet  Roland

Sehr gut!

Lera
2 Tage zuvor

Ach herrlich, Kopf, Herz und Hand, das holt sicher viele Kollegen ab, bei denen Buchstaben getanzt und Lapbooks gebastelt werden.

Wobei: Beim Schreiben braucht man auf jeden Fall schon mal Kopf und Hand und wenn der Herzschlag dabei nicht aussetzt, habe ich auch nichts dagegen.

dickebank
2 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Doppelkopf mit Kreuz, Pik, Herz und Karo macht auch Spaß.
Kopf, Herz und Hand – da denkt man doch eher an einen Zerlegebetrieb in der Fleischindustrie.

Steißtrommler
2 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Make my day! Ich habe auch zuerst an die Wurstmühle gedacht.

dickebank
2 Tage zuvor
Antwortet  Steißtrommler

Schweinskopf al dente

Katze
2 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Das Gesülzte jedoch hat jeglichen Biss verloren.
Im Zerlegebetrieb beachte man außerdem, das es nicht möglich ist, sich kopflos zu behaupten.

dickebank
1 Tag zuvor
Antwortet  Katze

Aber man kann die Grundlagen der Bruchrechnung erlernen; Schweinehälften, Rinderviertel …

Es muss nicht immer immigriertes Essen sein, das schreckt nur den rechten Rand ab. Wobei da sind die Italiener anders, rechts favorisieren sie mehrheitlich .aber den Rand essen sie nicht mit.

Katze
1 Tag zuvor
Antwortet  dickebank

“Aber den Rand essen sie nicht mit.” Na und?
Man kann auch nicht jedes Randphänomen an sich ran- und reinlassen.

Außerdem zu beachten:
“Jede Halbwahrheit ist eine Dreiviertellüge.”
“Von Halbwahrheiten wird immer die falsche Hälfte geglaubt.”
Thornton Wilder

dickebank
1 Tag zuvor
Antwortet  Katze

Wenn man sich jedes Randproblemes ann imt, lander man bei 12 bis 14% in der Wählergunst. Im Willy-Brandt-Haus können die ein Lied davon singen. Bei so wenigen wird das schwierig “Seit an Seit zu schreiten … “

Hysterican
1 Tag zuvor
Antwortet  dickebank

Touche’ …. schickt das mal dem Klingbeil und der Bas….

Thesa
2 Tage zuvor

Gerald Hüther ist deutlich herauszulesen.

“Fangen wir an! Mutig, aus dem Herzen. Jede und jeder an seinem Platz. Und gemeinsam!”

Im Grunde ein Plädoyer für Privatschulen, denn um sowas zu wuppen brauchen sie Personal, Eltern und Geldgeber die dahinter stehen. Selbst mit viel Idealismus, oft scheitert es leider an fehlendem Personal und an der Finanzierung und kann somit die eigenen Anspüche nicht erfüllen.

Rainer Zufall
1 Tag zuvor
Antwortet  Thesa

Oder wir schaffen Privatschulen ab, dann fließen Einfluss und Ressourcen dieser Eltern in die Öffentlichen Schulen, als dass sich aus Problemen herausgekauft wird, um anschließend den politischen Einfluss vom Bildungssystem umzulenken 😉

Küstenfuchs
2 Tage zuvor

Dieser Ansatz wurde auch musikalisch schon vor Jahren in die Dieskussion eingebracht:
2 x 3 macht 4
Widdewiddewitt
und Drei macht Neune !!
Ich mach’ mir die Welt
Widdewidde wie sie mir gefällt ….

vhh
2 Tage zuvor

Einige Gedanken:
zu 1: nicht unter den jetzigen Bedingungen, das hilft keiner Gruppe
zu 2: gerne, aber die anderen Rückmeldeformen gibt es schon, Noten sind im täglichen Umgang kein Steuerungsinstrument ( bei einem brauchbaren und menschlich vertretbaren Unterrichtsansatz)
zu 3: siehe 1), das ist ein Pferdewechsel im Galopp, übrigens ist Lernen auch jetzt noch ‘mit dem Leben verbunden’, warum immer diese entweder…oder-Sichtweisen?
zu 4: Das Potential von Peer-Learning ist im Sekundarbereich begrenzt und, siehe 1), oft ein Synonym für Ausnutzen und eventuell Überfordern der Stärkeren. Die sind nämlich meist erfolgsorientiert und ‘helfen’ ist mit Misserfolgen verbunden. Auch hilfreiche Peers haben Bedürfnisse und ein Recht auf bestmögliche Entwicklung
zu 5: “..verbindliche Zeit für Achtsamkeit, Resonanzräume, Klassenrat, Schulversammlungen. Gesundheit..” – das sind aber, siehe 1), unter unseren Bedingungen, genau diese Zusatzprogramme
zu 6: Nur zu, gerne. Was genau ändern wir (130 KuK)? Welche Formate sind ideal für jedes Fach? Einfaches Beispiel im jetzigen System: Sprachen mit möglichst häufigen (Einzel)stunden, Sport, Kunst, NW lieber als Doppelstunde…Keine ‘einfach mal’ Aufgabe..
zu 7: Bisher kommen die meisten Studenten und Referendare mit fachlicher Fokussierung. Den Beziehungsaspekt erkennen bzw lernen die meisten allerdings schnell.
zu 8: Super, endlich reden wir mal darüber, was wir beschließen wollen, was zu tun wäre… Sorry, aber geredet wird schon ziemlich viel, leider sehr selten mit den LehrerInnen, umso öfter über sie.
Mit FREI-DAY, neuen Fächern und gutem Willen rettet niemand das Schulsystem. Der Artikel klingt aber, wie so viele, stark nach ‘Kultur ändern’. Es ist nicht (nur) die Kultur, es ist ein durchgängiger Mangel, der Wege verbaut, die doch ‘so einfach’ wären.
Wer revolutioniert denn? Die über ihren Grenzen täglich arbeitenden Lehrkräfte, neben der täglichen Arbeit? Ein Jahr Schulpause, um alle im Schulsystem umbauen zu lassen? Allmähliche methodische Veränderungen, während PISA und VERA mit alten Werkzeugen nach alten Maßstäben den Erfolg beurteilen?
Wie lange soll die Veränderung dauern, bis etwas Neues erkennbar ist, fünf Jahre, zehn, fünfzehn? Haben wir die?
Was wollen Eltern für ihre Kinder? Glück und Erfolg, oft leider Synonyme. Wer ist heute erfolgreich: fürsorgliche, empathische Menschen oder konkurrenzorientierte, rein fachlich perfekte Personen? Ich wünsche mir auch eine ‘nettere’ Gesellschaft, aber dürfen wir Jugendliche auf eine Welt vorbereiten, die wir uns wünschen?
Wir können kritische Haltung und Offenheit fördern, aber den ‘besseren Menschen’ mit entsprechenden ökologischen, sozialen und ökonomischen Prinzipien zu ‘formen’, ist eine Anleitung zum Unglücklichsein.
Hier wird schöne Utopie mit tatsächlich möglichen Veränderungen vermengt, ohne Trennung, so dass am Ende für mich statt neuer Schule ein Traumschloss übrig bleibt, das gegen die Realität sehr weit entfernt wirkt.

Alese20
2 Tage zuvor
Antwortet  vhh

Dieses Traumschloss ist aber in einigen Schulen schon gelebte Realität und somit keine Utopie mehr.

DerechteNorden
2 Tage zuvor
Antwortet  Alese20

Nur mit Kindern, deren Eltern sie dahingehend erzogen haben.
Massentauglich (und darum geht es hier doch!) sind diese Ideen nicht.

Es wird immer so getan, als könnte Schule alle Defizite ausgleichen, die zuhause entstanden sind und auch ja immer weiter wachsen und entstehen, da Kinder tendenziell eher selten ihr Umfeld verlassen, bis sie sich eine eigene Wohnung leisten können.

Aber hey, tut gern immer weiter so, als wäre es anders, liebe “Weltenretter*innen”, wenn euch das glücklich macht!

vhh
2 Tage zuvor
Antwortet  Alese20

Alemannenschule, Universitätsschule und was noch alles beschrieben wird? Konzepte, die wie viele andere mit einem kompletten Neustart begonnen haben. Entweder mit passenden Gebäuden oder brennendem, noch nicht ausgebranntem Kollegium oder Eltern, die voll hinter einer Idee stehen. Realität sind sanierungsbedürftige alte Flure, die übliche Mischung der Lehrkräfte von dynamisch-innovativ bis lustlos-burnoutgefährdet und Eltern, die nicht Bildung sondern Abschlüsse wollen.
Gesucht ist ein Weg, das gesamte System im laufenden Betrieb, ohne ‘verlorene Jahrgänge’ zu verbessern. Ja, sogar ohne im regulären Ablauf ‘nur für kurze Zeit’ Nachteile zu erzeugen, denn mit diesen hehren Zielen wäre es nicht zu vereinbaren, einzelne Schüler, noch weniger ganze Jahrgänge mit mehr oder weniger chaotischen Umstellungsproblemen zu konfrontieren. Praktisch mögliche Reformen, mit dieser Randbedingung bleibt eine Verallgemeinerung tatsächlich ein Traumschloss.

Steißtrommler
2 Tage zuvor

Wir sind längst im pädagogischen Buddhismus angelangt.
Samsara, das ewig sich drehende Rad, alles kommt immer wieder, ein unablässiger Wechsel der Reformationen und Gegenreformationen des Schulwesens.
Alles Dasein ist Leiden.
Kann man doch alles auf eine Gebetsmühle schreiben und in den Wind hängen…
Ich will endlich ins Nirvana!

Hysterican
1 Tag zuvor
Antwortet  Steißtrommler

Schönes Bild – dem kann ich 1:1 folgen – v.a. jetzt nach der 33ten Runde auf dem eiernden und quietschenden Samsara.

Muxi
2 Tage zuvor

So schön manches davon klingt: Als Mathelehrer kann ich da nur sagen:
Das geht, wenn wir akzeptieren, dass vermutlich über 50% der Gymnasiasten beim Unterstufenstoff bleiben.
Kann man drüber diskutieren, aber dann müssten Unis im Mintbereich erst n paar Jahre Mathe nachholen.

Ing
9 Stunden zuvor
Antwortet  Muxi

Wenn der Unterstufenstoff bei den 50 % dann aber sicher sitzt, ist das doch vollkommen ausreichend. Die werden wahrscheinlich so oder so nicht Physik oder Mathematik studieren. Das machen dann die anderen 50 %. Und bei vielen Ingenieurstudiengängen sind gut gelernte und verstandene Sek1- Grundlagen schon mal eine gute Basis.

An den Unis gibt es immer auch Matheaufbaukurse.
So wie man als Medizinstudent auch nicht mehr das Latinum vorher braucht.

Achin
2 Tage zuvor

“Geschichte wiederholt sich”, wie Marx bei Hegel gelesen hatte, “einmal als Tragödie und einmal als Farce”:

Leider nennt Frau Rasfeld erneut keine konkreten Ressourcen (ob personell, finanziell, architektonisch…) und lässt reflektierte Praktiker ratlos alleine mit wohlklingelnden Vokabeln zurück.

Rüdiger Vehrenkamp
2 Tage zuvor

Na also… Wie ich in Teil eins des Beitrages vorausgesagt habe, kommen genau die erwarteten Buzzwords. Ich könnte wohl auch Experte werden 🙂

TaMu
2 Tage zuvor

Man könnte meinen, Sie schauen in eine Glaskugel! Aber nein, Sie benutzen lediglich Ihren Menschenverstand und zusätzlich Ihre jahrelange Erfahrung. So kann man natürlich auch arbeiten und alternative Schlüsse aus den beiden Artikeln ziehen, die etwas mehr, na ja, bodennah und geradezu erschreckend sachlich sind.

Rüdiger Vehrenkamp
2 Tage zuvor
Antwortet  TaMu

Ich bin ja kein Lehrer, aber mir fallen durch meinen Beruf in der sozialen Arbeit und als Vater zweier schulpflichtiger Kinder durchaus diese Bestrebungen seit Jahren auf. Immer wieder lese ich davon, wie toll alles an der Alemannenschule doch funktioniert, aber das ein oder andere kritische Detail lässt man in der Berichterstattung meist weg. Und dann sehe ich, wie Gemeinschaftsschulen bei uns in der Gegend arbeiten und bekomme immer wieder gespiegelt, dass diese Idee aus Lernbüros, Coachings, Lernwegen, iPads usw. auch nicht wirklich besser funktioniert – vor allem nicht bei leistungsschwachen Kindern, die immer weniger von Haus aus mitbringen. Hier sollen sie sich plötzlich, komplett intrinsisch motiviert, am besten alles selbst und nach eigenem Gusto beibringen. Damit diese Schwierigkeiten schließlich nicht ganz so offensichtlich dargelegt werden, lässt man bis Klasse 9 die Notengebung weg und konzentriert sich auf Lernentwicklungsberichte, die für die meisten Eltern in meinem Dunstkreis wie ein Brief mit sieben Siegeln wirken.

Lese ich die Kommentare vieler Lehrkräfte hier bei N4T unter den einschlägigen Artikeln oder spreche ich mit Lehrkräften verschiedenster Schularten in meiner Gegend, so sehen sie diese Entwicklungen durch ihre Erfahrungen im Alltag ebenfalls sehr kritisch. Ich glaube durchaus, dass ein Konzept wie die Alemannenschule funktionieren kann und die Erfolge der Schule an genau diesem Standort sind auch nicht wegzudiskutieren. Doch bekanntlich macht eine Schwalbe allein noch keinen Sommer. Wir haben sehr viele Schulen, die im tradierten System gut funktionieren – mit einer tollen Berufsorientierung, engagierten Lehrkräften und Sozialarbeitern und Kindern, die gerne in die Schule gehen. Dies wird bei all der reformpädagogischen Energie aber gerne unter den Tisch fallen gelassen. Viel mehr versucht man, die neuen Bildungsideen als den Heiligen Gral anzupreisen und zu verkaufen – ohne Wenn und Aber. Mir geschieht das oft viel zu kritiklos. Und ich weiß ebenfalls nicht, wo wir hingelagen, wenn wir Kindern nicht früh beibringen, mit Niederlagen, Hindernissen und Druck von außen umzugehen.

TaMu
2 Tage zuvor

Ich sehe es genau wie Sie und ich hoffe sehr, Sie haben meinen Beitrag nicht als Kritik verstanden. Ich meine wirklich, dass Sie ohne Glaskugel diesen Artikel aufgrund Ihrer Menschenkenntnis und Erfahrung vorausgesehen haben und ich lese Ihre Beiträge immer gerne und mit großem Interesse. Es war keine versteckte Kritik darin enthalten.
Freundliche Grüße, TaMu

Rüdiger Vehrenkamp
1 Tag zuvor
Antwortet  TaMu

Nein, ich habe Ihre Einlassung nicht als Kritik aufgefasst. Ich wollte nur meine Gedanken weiter ausführen. Danke für Ihren Beitrag.

Roland
1 Tag zuvor

Sie sollten vielleicht nicht nur nach Hörensagen gehen, sondern dazu auch mal was Gescheites lesen:

Forschungsgruppe Wissenschaftliche Begleitforschung Gemeinschaftsschulen Baden-Württemberg. (2016). Abschlussbericht (Kurzfassung) (Eberhard Karls Universität, Hrsg.), Tübingen. 

“Gemeinschaftsschülerinnen und -schüler waren zu beiden Erhebungszeitpunkten intrinsisch motivierter als vergleichbare Schülerinnen und Schüler an Nicht-Gemeinschaftsschulen.”

“Im Vergleich zu Lehrkräften an Nicht-Gemeinschaftsschulen sind Lehrkräfte an Gemeinschaftsschulen (TP 2, N = 2.026 Lehrerfragebögen) insgesamt innovationsbereiter, sie kooperieren intensiver und weisen eine positivere Einstellung gegenüber heterogenen Lerngruppen auf”

Das sind jetzt nur zwei abgekürzte Zitate aus einer (von mehreren) sehr gründlichen Untersuchungen, die einen sehr differenzierten und kritischen Blick auf die Entwicklung von Gemeinschaftsschulen werfen.

Das mit dem “heiligen Gral” ist Nonsens. Auch Menschen wie Margret Rasfeld und Stefan Ruppaner wissen, dass an Regelschulen viele Kolleg:innen sich kompetent und engagiert um ihre Schüler:innen kümmern. Leider stehen genau denen ungünstige Strukturen entgegen. Darum geht es.

Lera
20 Stunden zuvor
Antwortet  Roland

“Leider stehen genau denen ungünstige Strukturen entgegen. Darum geht es.”

Mhm. Ungünstige “Strukturen”. Zum Beispiel keine selektierte Schülerschaft.

Marion
2 Tage zuvor

Ich denke, das sind Sie bereits. 🙂

TaMu
2 Tage zuvor

Wenn ich nicht gewusst hätte, dass das ein Konzept für die Schule der Zukunft sein soll, wäre ich von der Vorstellung einer neuen Kinder- und Jugendpsychiatrie ausgegangen, in der sich die Patientinnen und Patienten in unterschiedlichen Settings und Gruppen Empathie und weitere, notwendige soziale Umgangsformen sowie Selbstwertgefühl und Selbstfürsorge aneignen lernen, ohne in erster Linie, wie bisher, wieder schul- und ausbildungsfähig gemacht zu werden.

Mir selbst liegt es quer, dass bisher in der Kinder- und Jugendpsychiatrie das hauptsächliche Anliegen darin besteht, die psychisch erkrankten jungen Menschen in möglichst kurzer Zeit wieder schultauglich zu machen, ohne sich die Frage nach der eigenen psychischen Gesundheit und der Verbindung von Beziehung zu Bildung überhaupt zu stellen. So wird hauptsächlich verhaltenspsychologisch ohne Lösung der möglichen Traumata gearbeitet.

Das im Artikel dargestellte Konzept beschreibt wesentlich einfühlsamer, wie die Behandlung schulabstinenter Schülerinnen und Schüler ablaufen könnte. Nur- es ist eine Schule und keine Klinik, die Lehrerinnen und Lehrer keine Therapeuten, die Kinder und Jugendlichen nicht alle in dieser Hinsicht bedürftig.

Um ein Problem lösen zu können, muss zunächst einmal eines
bestehen. Es gibt viele lernbereite, lernwillige, sozial gut entwickelte Kinder und Jugendliche, die einfach nur ungestört lernen wollen und das sogar in den bisherigen Schulen, ohne ein Problem zu haben. Über diese erfahre ich im Artikel nur, dass sie als Peers die Schwächeren auffangen sollen, so dass zum Schluss, wie auch immer dieser aussehen soll, alle gemeinsam in ein glückliches, aber nicht näher bezeichnetes Ziel einlaufen können.

Ich frage mich, wie jemand im selbstorganisierten Lernen auf die Idee kommen soll, verschiedene Rechenwege in Algebra zu erforschen, wenn er oder sie sich für Zahlen überhaupt nicht interessiert und gleichzeitig als Peer einem schwächeres Glied der Gemeinschaft mit dem persönlichen Lieblingsfach zur Seite stehen darf, was auch sozial einen wesentlich besseren Eindruck macht. Die Motivation, in einem solchen Umfeld mit den eigenen Talenten als Peer zu punkten, anstatt sich zurückzuziehen, um sich ohne Umzuschauen eine eigene, solide Grundbildung mit ebenso solidem Aufbauwissen anzueignen, scheint mir für junge, emphatische Menschen sehr groß zu sein. Diese könnten letztendlich mit dem Verlust der eigenen Studier- oder Ausbildungsfähigkeit dafür bezahlen müssen.

Mein Fazit ist, dass es zusätzlich zur Schule wesentlich mehr direkt an Schulen oder Schulstandorte angegliederte soziale Arbeit, sowie psychologische Unterstützung für Einzelpersonen und Gruppen bräuchte. An jeder Schule müsste es in einem guten zahlenmäßigen Verhältnis Sozialarbeitende und Schulkrankenpflegende geben.

Was mir bereits in beiden Artikeln von Margret Rasfeld fehlt, ist ein Hinweis auf konkrete schulische Bildung im herkömmlichen Sinn, die zur fachlichen Ausbildungs- und Studierfähigkeit führt. Diese darf niemandem verweigert oder durch eine übermäßige Betonung der Soft Skills erschwert werden.

Da Kinder häufig mit dem ersten Geburtstag in eine Betreuung gegeben werden, auch wenn sie zu diesem Zeitpunkt mitten in der intensivsten Phase der Bindungsentwicklung stehen, und sie dadurch in ihrer Bindung beeinträchtigt werden können, ist es schwierig, ihnen „Beziehung“ beibringen zu wollen. Entweder haben sie eine gute Bindung und Beziehung zu ihren Eltern und damit die Grundlage für Beziehungen generell oder eben nicht. Auch viele andere Faktoren können eine gute erste Bindung gefährden.

So treffen vielfältige psychische Probleme in Schulen aufeinander. Dennoch können meiner Ansicht nach Schulen dafür nicht Heilstätten sein, da dafür bereits Kliniken und Hilfen bestehen, die parallel stark ausgebaut und angegliedert werden müssten. Für gute Schulbildung gibt es jedoch keine Alternativen und diese muss an den staatlichen allgemein bildenden Schulen
erhalten bleiben.

Therapeutische Themen so stark mit Schule zu verbinden, dass es scheint, als würde Ausbildungs- und Studierfähigkeit eher marginalisiert, erscheint mir unseriös und erinnert mich zu sehr an „studiert an der Schule des Lebens“ und „Schwarmintelligenz“. Ich würde mich fürchten, wenn das unsere intellektuelle Zukunft sein sollte.

Rüdiger Vehrenkamp
2 Tage zuvor
Antwortet  TaMu

Ich schrieb es bereits anderswo: Soll die Schule der Zukunft noch Bildungsstätte sein oder ein Therapiezentrum mit Bildungsinhalten?

TaMu
2 Tage zuvor

Aufgrund der massiv auftretenden psychischen Probleme überall liegt natürlich die Versuchung nah, reflexhaft nach einer Lösung direkt an den Schulen zu suchen, was dann auch aus meiner Sicht zu einem Therapiezentrum mit Bildungsinhalten führen würde.
Es ist mir sehr wichtig, das hoffentlich gerade rechtzeitig noch zu benennen, um beides sinnvoll voneinander trennen zu können und um die Schülerinnen und Schüler aus den therapeutischen Bereichen heraus zu halten, die nicht betroffen sind. Aus gutem Grund versucht man auch in der aufsuchenden Familienhilfe, die Kinder in psychisch belasteten Familien in ihrer Gesundheit zu stabilisieren und zu unterstützen, damit sie nicht mit den psychisch erkrankten Angehörigen co- erkranken.

Marion
2 Tage zuvor
Antwortet  TaMu

Danke, Sie nehmen mir die Worte aus dem Mund.
Der Beitrag klingt nicht nach Schule.
Er klingt nach Tagesklinik für psychosomatische Erkrankungen.

Maybe
2 Tage zuvor
Antwortet  Marion

Manchmal bräuchte man diese, bzw mehr psychiatrisch-psychologische Expertise in der ( Lehr)Anstalt, damit schneller geholfen werden kann.
Die letzten Jahre wurden gravierende Auffälligkeiten (auch ohne covid) mehr; man (Fachkräfte, nicht Lehrerinnen, nach olympianischer Einsicht! eingestellt)sind dringendst nötig.
Leider gibt’s gerade im Kinder- und Jugendlichenbereich schon außerhalb der Anstalt zu wenige.

Maybe
1 Tag zuvor
Antwortet  Maybe

Streiche “man”, nehme dafür “mehr”
->6te Zeile
Sorry

TaMu
2 Tage zuvor
Antwortet  Marion

Ja, genau wie auch Rüdiger Vehrenkamp es benannt hat. Das wäre und ist anscheinend bereits für die unbelasteten Kinder und Jugendlichen eine Gefahr für ihre eigene gesunde Entwicklung.

Alese20
1 Tag zuvor
Antwortet  Marion

Nein, das klingt wie eine Schule für SuS, die nicht in das heute System passen und die auch ein Recht auf gute Beschulung haben ohne psychische Erkrankungen davon zu bekommen. Es gibt genug SuS, die Systemverweigerer werden. M M.n. sollten nicht alle Schulen so arbeiten, aber es sollte viele von ihnen geben, damit alle gut durch diese Zeit kommen.

Marion
1 Tag zuvor
Antwortet  Alese20

Ich habe unter dem ersten Artikel zu Frau Rasfeld auf Ihren Vorschlag hin, tatsächlich die KI befragt, um konkretere Beschreibungen und Beispiele des Unterrichtsalltags in einer Schule nach Frau Rasfelds Vorstellungen zu erhalten – am Beispiel der Alemannenschule in Wutöschingen.
Ich habe Ihnen an entsprechender Stelle darauf geantwortet.
Und tatsächlich glaube ich, dass es Schüler gibt, die von dieser Schulform profitieren können, so wie es andere gibt, die vielleicht mehr Struktur und lehrerzentrierten Unterricht brauchen.
Mein Fazit lautet: Stattet Schulen personell gut aus mit Lehrern, die guten Unterricht machen, mit ausgebildeten pädagogischen Fachkräfte als Assistenz in jeder Klasse, so dass schwächere Schüler mehr individuelle Unterstützung erhalten können, ohne dass die Stärkeren deshalb vernachlässigt werden.
Dann ist es wahrscheinlich zweitrangig, mit welchem Unterrichtskonzept gearbeitet wird.

Alese20
1 Tag zuvor
Antwortet  Marion

Ihrem Fazit stimme ich auf jeden Fall zu, würde es gerne erweitern um mehr Schulen wie Alemannenschule, damit auch diese Alternative für passende SuS besteht.

Marion
1 Tag zuvor
Antwortet  Alese20

“Nein, das klingt wie eine Schule für SuS, die nicht in das System passen und auch ein Recht auf gute Beschulung haben, ohne psychische Erkrankungen zu bekommem.” Da haben Sie natürlich recht.
Ich würde den Kreis derjenigen, “die nicht in das System passen” gerne um die 0- bis 3jährigen erweitern, die nicht ins moderne Krippensystem passen, weil sie nich nicht reif für die tägliche vielstündige Trennung von ihren engsten Bezugspersonen sind. Die deshalb Trennungstraumata entwickeln aufgrunddessen unter Unsicherheit, Ängsten und allgemeiner psychischer Labilität leiden und die dann, ausgestattet mit diesem schweren Rucksack, die Schulen bevölkern, wo sie dann am Ende der Grundschule den ersten Burnout erleiden.
Ich finde, die haben ein Recht auf sog. Welpenschutz, auf “Bleiben bei Mama/Papa”.
Dann würden vielleicht, (ich behaupte nicht, ich spekuliere nur), schon nicht mehr ganz so viele unter dem angebl. nicht zu bewältigenden Leistungsdruck schon in der Grundschule, zerbrechen.
Wie gesagt. Ich bin nicht so verblendet, dass hier als Tatsache verkaufen zu wollen. Aber wäre das nicht auch eine von vielen weiteren möglichen Erklärungen, für das allzeit hier geschilderte Katastrophenszenario an der Schulfront?

Alese20
1 Tag zuvor
Antwortet  Marion

Mit Sicherheit gibt es viele Faktoren. Ihrer scheint mir nicht abwegig zu sein.

Rainer Zufall
2 Tage zuvor

Weitgehend volle Zustimmung bei den Punkten, wobei selbstorganisiertes Lernen nicht die einzige Alternative zum “Gleichschritt” ist. Selbstorganisation ist wichtig, wertvoll und – meiner Meinung nach – weit unterschätzt – aber bei weitem nicht der einzige, geschweige geeignete Weg, wobei ich da konkret an keine Förderschüler*innen denke

blau
2 Tage zuvor

Und wieder länger gemeinsam lernen. Ich will das nicht für meine Kinder. Es findet an Grund- und Gesamtschulen keine Spitzenförderung statt. In den undifferenzierten Fächern wird auf Hauptschulniveau benotet und der Unterricht ist v.a. Erziehung. Meine Kinder brauchen Bildung und keine Erziehung!

Steißtrommler
2 Tage zuvor
Antwortet  blau

Ihre Kinder konnten sicherlich in der 5. Klasse die Zeigeruhr lesen, Schleifen binden und mit Besteck essen. Vielleicht sogar Schreibschrift!
Gibt halt auch andere…

Bildungsnah
1 Tag zuvor
Antwortet  blau

Das haben Sie komplett recht.

Verschiedene Ansätze und Reformen zu fordern ist ja durchaus in Ordnung. Das kann doch aber nicht immer mit der Forderung nach einer Schule für Alle kombiniert werden. Das ist doch ganz offensichtlich ein Gegensatz.

In einer bestimmten Konstellation mit bestimmten Kindern können ja z.B. selbstorganisierte Lernformen durchaus Erfolg haben, wenn sie konsequent und sinnvoll umgesetzt werden. Aber doch bitte nicht für alle Kinder.

Über Spitzenförderung brauchen wir ja gar nicht reden, heutzutage wird doch schon das Mittelfeld stark vernachlässigt.

Die Eltern brauchen die Wahlfreiheit und Schulen passend für ihre Kinder, nicht die Einheitsschule von oben verordnet. Das XY für Alle klingt immer total attraktiv in der Theorie. Aber das Auto für Alle, wenn man es nach 14 Jahren Wartezeit dann tatsächlich bekommen hat, war jetzt objektiv wohl nicht so der Knaller.

Wegen mir soll es total stressfreie Schulen in der Art von Selbsterfahrungsgruppen und genügend Raum für verhaltenskreative Kinder geben. Dann aber auch Schulen mit Anspruch für die anderen Familien.

Alese20
1 Tag zuvor
Antwortet  Bildungsnah

Ja, einfach für unterschiedliche Kinder unterschiedliche Konzepte.

Susanne M.
2 Tage zuvor

Über den Punkt: Schulen mehr Gestaltungsraum geben.
So ähnlich habe ich das in Irland in den Neunzigern erlebt. Angefangen damit, dass der Rektor die Macht hatte, Lehrer auszuwählen und einzustellen.
War er beispielsweise musikbegeistert, haben sich auch dort Lehrer eingefunden, die es auch waren, und das hat auch Schüler angezogen, die sich besonders für Musik interessierten. Auf diese Weise bekam die Schule ihr besonderes Profil. Es wäre ein ganz anderes System. Es könnte attraktiv, jedoch auch ungerecht sein.

Blabl
1 Tag zuvor

Kinder & Jugend vs. Allgemeinbevölkerung
Forschungssynthese · April 2026
Die in dieser Synthese ausgewerteten Daten zeigen ein kohärentes Muster: Probleme bei Kindern und Jugendlichen wachsen in nahezu jedem untersuchten Bereich deutlich schneller als in der Allgemeinbevölkerung – und das trotz steigender öffentlicher Ressourcen. Drei Felder bilden den Befund: Gewalt im schulischen Umfeld, psychische Gesundheit und das institutionelle System.
Gewalt im schulischen Umfeld
Die polizeilich erfassten Gewalttaten an deutschen Schulen stiegen zwischen 2022 und 2024 um 37 % auf rund 28.760 Fälle, in einzelnen Bundesländern um über 65 %. Kein einziges Bundesland verzeichnete einen Rückgang. Die allgemeine Gewaltkriminalität wuchs im selben Zeitraum lediglich um etwa 1,5 % pro Jahr – das Wachstum an Schulen ist damit rund 25-mal steiler. Gewalt gegen Lehrkräfte hat sich zwischen 2015 und 2024 mit einem Anstieg von 79 % faktisch verdoppelt. Die Zahl der unter 14-jährigen Tatverdächtigen im Bereich Gewaltkriminalität erreichte 2024 mit etwa 13.800 einen historischen Höchststand und liegt mehr als 100 % über dem Wert von 2016. Hinzu kommt das Phänomen Mobbing: 30 % aller 11- bis 17-Jährigen berichten, im Schuljahr 2024/25 mindestens monatlich von Mitschülern schlecht behandelt worden zu sein. Auffällig ist, dass die Mobbingrate zwischen Schulen im selben Stadtteil zwischen 17 % und 49 % schwankt – ein direkter Hinweis darauf, dass das Schulklima selbst als Schutz- oder Risikofaktor wirkt, unabhängig vom sozialen Umfeld.
Psychische Gesundheit
Im Jahr 2024 entfielen 18,9 % aller stationären Krankenhausbehandlungen bei 10- bis 19-Jährigen auf psychische Erkrankungen – bei Erwachsenen sind es 5,9 %. Bei Jugendlichen sind psychische Erkrankungen damit erstmals die Einweisungsursache Nummer 1, bei Erwachsenen rangieren sie auf Platz 5. Im Zwanzigjahresvergleich stieg die Zahl der stationär behandelten Jugendlichen um 36,5 %, während sie über alle Altersgruppen nur um 4 % zunahm – ein Wachstumsfaktor von rund neun. 51 % der Jugendlichen gaben 2024 in einer Selbstauskunft an, aktuell unter psychischen Belastungen zu leiden, fünf Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Bei 15- bis 17-jährigen Mädchen stiegen die Behandlungszahlen für Depressionen seit 2019 um 27 %, für Essstörungen um 38 %, und die Komorbidität von Angststörung und Depression hat sich nahezu verdoppelt. 14 % der Jugendlichen verletzen sich innerhalb eines Jahres absichtlich selbst, 25–35 % haben dies mindestens einmal im Leben getan – damit gehört Deutschland europaweit zu den Spitzenreitern. 6 bis 9 % der befragten Schülerinnen und Schüler berichten von einem Suizidversuch in der Vorgeschichte; in der erwachsenen Bevölkerung liegt die Jahresrate unter 1 %.
System und Institutionen
Die Jugendämter stellten 2024 bei rund 72.800 Kindern eine Kindeswohlgefährdung fest – 31 % mehr als 2019, während die Bevölkerung im selben Zeitraum nur um 3 % wuchs. Die Zahl der Verdachtsprüfungen liegt mit 239.400 Fällen ebenfalls auf einem Höchststand und stieg um 38 %. Tatsächlich bestätigt wurde eine Gefährdung jedoch nur in 30 % der Fälle. Bei Selbstmeldungen betroffener Kinder hingegen lag die Bestätigungsquote bei 60 % – die Kinder selbst sind die zuverlässigsten Hinweisgeber. Nur ein Drittel der Jugendämter ist nach eigenen Angaben in der Lage, alle eingehenden Meldungen zeitgerecht zu bearbeiten. Die Zahl erzieherischer Hilfen überschritt 2023 erstmals wieder die Millionengrenze und liegt 57 % über dem Wert von 2000 – während die Bevölkerung im selben Zeitraum nur um 5 % wuchs.
Auch die Tragenden des Systems geraten unter Druck: Die Burnout-Rate bei Lehrkräften liegt bei 29 % – die höchste aller Berufsgruppen. 70 % aller Dienstunfähigkeitsverfahren bei Lehrkräften haben psychische Ursachen. 60 % der Schulleitungen berichten von einer Zunahme langfristiger Ausfälle im Kollegium. Gleichzeitig erreichten deutsche 15-Jährige in PISA 2022 die niedrigsten Werte seit Beginn der Erhebung – während die öffentlichen Bildungsausgaben im selben Jahr um 5,3 % auf 176,3 Milliarden Euro stiegen. Bei Heimkindern liegt die Prävalenz psychischer Störungen bei 60–70 %; die Wahrscheinlichkeit klinisch auffälliger Werte ist rund 21-mal höher als in der Allgemeinbevölkerung. Das System nimmt belastete Kinder auf, ohne sie messbar zu entlasten. Schulabsentismus, naheliegender Frühindikator, wird bundeseinheitlich nicht erfasst – ein blinder Fleck, der selbst zum Indikator wird.
Fazit
Es handelt sich nicht um einen allgemeinen gesellschaftlichen Trend, der Kinder nebenbei trifft, sondern um ein spezifisches, überproportionales und systemisch verstärktes Phänomen. Das schulische Umfeld produziert Gewalt überproportional, Kinder erkranken psychisch in einer anderen Größenordnung als Erwachsene, und das institutionelle System reagiert mit wachsender Aktivität bei sinkender Treffergenauigkeit – während diejenigen, die es tragen sollen, selbst zuerst kollabieren. Steigende Ressourcen haben diese Entwicklung bislang nicht aufgehalten.
Quellen
Gewalt im schulischen Umfeld: Polizeiliche Kriminalstatistik der Länder, ausgewertet vom Deutschen Schulportal (September 2025); BKA PKS 2024; parlamentarische Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion, dpa-Auswertung April 2026; Statista-Auswertung Jugendkriminalität; Deutsches Schulbarometer Schülerinnen und Schüler 2025/26 (Robert Bosch Stiftung / Universität Leipzig); UWE-Studie, ZEFIR Ruhr-Universität Bochum.
Psychische Gesundheit: Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung Weltgesundheitstag 7. April 2026 sowie April 2026; Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK), Faktenblatt Psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen; DEGS1-MH-Studie RKI; Statista / tagesschau.de-Erhebung Januar–Februar 2024; DAK Kinder- und Jugendreport 2025 / ZDF heute; Bayern gegen Gewalt / DAK Gesundheit; European Child & Adolescent Psychiatry, August 2024; Plener et al., Deutsches Ärzteblatt International 2018 (Universitätsklinik Ulm / Universität Bern); Dtsch Ärztebl 2019 (Suizidalität im Kindes- und Jugendalter); Psychiatrische Praxis 2024.
System und Institutionen: Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung 15. Dezember 2025 sowie Kindeswohlgefährdungsstatistik 2020, 2021 und 2023; Transparency International Deutschland / SOS-Kinderdörfer weltweit, „Licht ins Dunkel bringen“; Destatis Qualitätsbericht 2023; Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik, Monitor Hilfen zur Erziehung 2024 (DJI); Potsdamer Lehrerstudie (Schaarschmidt); Deutsches Schulbarometer 2024 (Robert Bosch Stiftung); AOK Fehlzeiten-Report; Statista / Schulleitungsbefragung Herbst 2023; PISA 2022 nationaler Bericht; Statistisches Bundesamt, Bildungsausgaben 2022; Ulmer Heimkinderstudie (Schmid 2007); Studie zu Bindungsstörungen bei Heim- und Pflegekindern, ResearchGate 2007; BAG EJSA Fachtagung Schulabsentismus 2024; jugendsozialarbeit.news.

Ulla
21 Stunden zuvor

Mit Kopf, Herz und Hand? Ja, das habe ich auch im Studium gelernt. Und dann kam die Digitalisierung.

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