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Guter Ganztag: Den Lebensraum für Kinder qualitativ weiterentwickeln

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Was ist ein guter Ganztag? Diese Frage ist komplex und nicht mit wenigen Sätzen zu beantworten. Aus pädagogischer Sicht sollte jedoch klar sein, dass junge Menschen im Zentrum aller Überlegungen, Planungen und Strukturen stehen müssen. In der Praxis zeigt sich allerdings häufig ein anderes Bild: Veraltete Strukturen, voneinander getrennte Systeme und unklare Verantwortlichkeiten erschweren die Gestaltung eines qualitätsvollen Ganztags. Genau dieser Frage widmen sich Anna-Maria Seemann und Volker Titel in ihrem Buch Guter Ganztag. Sie zeigen differenziert auf, welches Wissen notwendig ist und unter welchen Bedingungen Ganztag gelingen kann.

Dabei machen sie deutlich, dass der Ausbau des Ganztags in Deutschland einen bedeutenden gesellschaftlichen und bildungspolitischen Fortschritt darstellt, der gleichermaßen Chancen wie Herausforderungen mit sich bringt.

Ein guter Ganztag gelingt dann, wenn:

die Potenziale für eine nachhaltige Schulentwicklung und Qualitätsverbesserung des Lebensraums Schule erkannt werden.

Für alle, die im Bereich Ganztag tätig sind, ist eine bewusste Auseinandersetzung mit den Begrifflichkeiten und Zielsetzungen des Ganztags hilfreich. Denn je nach Perspektive, Zuständigkeit und Systemverständnis werden unterschiedliche Schwerpunkte relevant. Diese Unterschiede zu kennen und einzuordnen, lässt Zusammenhänge besser verstehen und hilft, Handlungsansätze für die Praxis abzuleiten.

Ein Blick in die Bildungsforschung liefert wichtige Erkenntnisse und ist hilfreich für die Gestaltung und Qualitätssicherung im Ganztag.

Ein guter Ganztag gelingt dann, wenn:

der Ganztag als echte Chance für junge Menschen verstanden wird und alle Beteiligten Bildung sowie Persönlichkeitsentwicklung als gemeinsames Ziel begreifen.

Der Lebensraum Schule prägt den Alltag von Kindern und Jugendlichen wesentlich. Ganztagsangebote können soziale Ungleichheiten verringern, wenn sie niedrigschwellig, inklusiv und bedarfsorientiert gestaltet sind. Partizipation, Rhythmisierung und gesundes Essen gehören selbstverständlich dazu.

Ein guter Ganztag gelingt dann, wenn:

junge Menschen sich in hohem Maß beteiligen können und ihre Bedürfnisse gesehen und einbezogen werden.

Gleichzeitig zeigt sich, dass die Vielfalt der beteiligten Institutionen und Professionen eine enge und verlässliche Zusammenarbeit erfordert. Anna-Maria Seemann und Volker Titel beschreiben die unterschiedlichen Berufskulturen, Erwartungen und Rollenverständnisse.

Ein guter Ganztag gelingt dann, wenn:

eine Schulgemeinschaft Beziehungen lebt und mit allen Beteiligten auf Augenhöhe agiert.

Dies wirkt sich unmittelbar auf die Qualität des Unterrichts und der Angebote aus. Die organisatorischen Rahmenbedingungen, Personalmodelle und Steuerungssysteme in Ganztagsschulen sind herausfordernd. Leitungen haben hier eine besondere Rolle, denn multiprofessionelle Teams gehören längst zur Realität. Durch gute Abstimmung, klare Verantwortlichkeiten und gemeinsame Steuerung können innovative Konzepte entstehen. Bildungspartnerschaften mit Familien sowie ein starkes Umfeld bereichern den Ganztag und sollten unbedingt einbezogen werden.

Ein guter Ganztag gelingt dann, wenn:

der konstruktive Umgang mit Heterogenität selbstverständlich verankert ist und eine gemeinsame Steuerung des Lebensraums Schule Alltag ist.

Ein guter Ganztag braucht deshalb ein gemeinsames Verständnis davon, was Kinder und Jugendliche für ihre Entwicklung benötigen.

Fazit

Wenn der Lebensraum Schule für junge Menschen sinnvoll weitergedacht werden soll, müssen alle Beteiligten einbezogen werden. Gemeinsam lassen sich tragfähige Lösungen besser entwickeln. Gleichzeitig bleibt die Frage zentral, wer Verantwortung trägt und auf welcher Grundlage Entscheidungen getroffen werden.

Gerade im Interesse der jungen Menschen sollten sich alle Beteiligten diese Fragen immer wieder stellen.

Anna-Maria Seemann und Volker Titel zeigen in ihrem Buch Guter Ganztag immer wieder, wie notwendig es ist, Verantwortung, Qualität und Kooperation zusammenzudenken. Sehr hilfreich sind hier die Qualitätsbausteine, die sie entwickelt haben, sowie der Fragebogen First Steps.

Ausführlichere Infos finden sich in Guter Ganztag, denn alle Inhalte des Texte sind aus dem Buch:

Guter Ganztag
Den Lebensraum für Kinder qualitativ weiterentwickeln
Von Anna-Maria Seemann und Volker Titel
ISBN: 978-3-96046-421-1

Hier lässt sich das Buch bestellen. 

Dies ist ein Advertorial / eine Pressmeldung der Klett Kita Fachverlage. 

Ganztag: „Es darf nicht darum gehen, eine wenig erfolgreiche Halbtagsschule einfach zu verlängern“ – ein Interview

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