BERLIN. Seit dem Ende der Wehrpflicht werben die „Karriereberater“ der Bundeswehr an Schulen intensiv um Nachwuchs. Vielerorts sind die Schulbesuche jedoch umstritten.
Auf der Suche nach Nachwuchs für die Bundeswehr haben deren «Karriereberater» im vergangenen Jahr 8700 Vorträge an deutschen Schulen gehalten. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Links-Fraktion hervor, die am Mittwoch bekanntwurde. Insgesamt seien auf diese Weise etwa 189 000 Schülerinnen und Schüler erreicht worden. Außerdem waren die «Karriereberater» auf 600 Ausstellungen, Jobmessen, Projekttagen oder ähnlichen Veranstaltungen unterwegs.
Die Bundeswehr bemüht sich seit der faktischen Abschaffung der Wehrpflicht im Sommer 2011 auch an den Schulen verstärkt um junge Leute, die sich freiwillig verpflichten. Das Mindestalter dafür ist 17 Jahre. An den Auftritten von Soldaten im Klassenzimmer gibt es auch immer wieder Kritik. Mehrere Schulen in Deutschland haben sich inzwischen für «militärfrei» erklärt. (dpa)
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