Website-Icon News4teachers

Erste Schulen in Thüringen richten eigene Klassen für Flüchtlingskinder ein

Anzeige

ERFURT. Bisher einmalig für Thüringen sind in diesem Schuljahr in Erfurt laut MDR erstmals in zwei Grund- und einer Regelschule spezielle Lerngruppen für Flüchtlingskinder eröffnet worden.

Nach Angaben von Ralph Leipold, Schulamtsleiter für Mittelthüringen, lernen die Jungen und Mädchen dort 20 Stunden pro Woche die deutsche Sprache und Kultur. Zusätzlich besuchten die Kinder zum Beispiel den Sport- oder Musikunterricht in regulären Klassen, um ihre Mitschüler kennenzulernen, berichtete MDR Thüringen am Donnerstag.

Neue Wege beim Unterricht von Flüchtlingskindern für Schulen in Thüringen. Foto: DFID – UK Department for International Development / Wikimedia Commons (CC-BY-2.0)

In allen anderen Thüringer Regionen werden dem Bericht zufolge Kinder aus Flüchtlingsfamilien hauptsächlich in regulären Klassen unterrichtet. Die wachsende Zahl der Flüchtlingskinder stelle die Schulen vor große Herausforderungen, hieß es. Es fehle an zusätzlichen Lehrern. Die Schulämter in Süd- und Ostthüringen verwiesen auf Kooperationen mit Vereinen und der Volkshochschule.

Anzeige

So würden zum Beispiel in Meiningen Grund- und Regelschüler mit Migrationshintergrund in zwei Kursen an der Volkshochschule von speziell ausgebildeten Dozenten intensiv gefördert. Ein ähnliches Projekt soll nach Angaben des Schulamtes in Südthüringen in Steinbach-Hallenberg initiiert werden.

Nach der aktuellen Schulstatistik werden derzeit 3011 ausländische Kinder in Thüringen unterrichtet. Wie viele davon aus Flüchtlingsfamilien stammen, ist dabei nicht erfasst. (dpa)

zum Bericht: “Der alltägliche Wahnsinnn” – Deutschunterricht für Flüchtlingskinder

Anzeige
Die mobile Version verlassen