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Streit um Sommerferien-Termine: Knickt Feller vor Söder ein? Verhandlungen starten

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DÜSSELDORF. Trotz der starren Haltung von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei dem Sommerferien-Turnus der Bundesländer will sich NRW-Schulministerin Dorothee Feller (CDU) in der Kultusministerkonferenz für sinnvolle Änderungen einsetzen – ob sie mit ihm wie vor einigen Wochen in den Clinch gehen wird, erscheint allerdings fraglich.

Buh! Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Foto: Bayerische Staatsregierung

«Wir sollten uns auf jeden Fall auf der Bundesebene darauf verständigen, dass wir nicht vor Juli anfangen mit Sommerferien», erklärte Feller nun. Der Abstand zu den Osterferien müsse groß genug sein für alle Prüfungen vor Schuljahresende. Das sei in den vergangenen Jahren nicht immer der Fall gewesen. Die Frage, welches Bundesland zuerst oder zuletzt in die Sommerferien starte, sei dagegen nachrangig.

Das hatte vor einigen Wochen noch anders geklungen: Mitte Juli forderte Feller eine Änderung der Sommerferienregelung. NRW hätte auch gern einmal einen späteren Ferienstart, sagte die CDU-Politikerin der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. Dass die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg deshalb Extrawürste bekommen, weil dort besonders viele Kinder in den Landwirtschaftsbetrieben ihrer Eltern bei der Ernte helfen und im Spätsommer schulfrei haben müssten, diese nunmehr 60 Jahre alte Begründung ziehe nicht mehr, meinte sie – holte sich aber prompt eine Watschn von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder: Wenn Baden-Württemberg seine Ferien gern mit Nordrhein-Westfalen tauschen wolle, sei ihm das völlig egal, sagte er. Bayern werde das aber nicht tun. «Wir haben unseren Ferienrhythmus, der ist sozusagen fest in der DNA der Bayern drin.»

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In Kürze werden die Gespräche über den Ferien-Kalender nach 2030 gestartet. News4teachers / mit Material der dpa

Sommerferien-Termine: Bundesländer revoltieren gegen Bayerns und Baden-Württembergs Extrawürste – Söder wehrt ab

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12 Kommentare
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Katrin Löwig
6 Monate zuvor

Natürlich ändert sich nichts an der Regelung. Zum Glück. Je früher die Ferien, desto früher der Ruhestand!

dickebank
6 Monate zuvor

Es liegt in den Genen von NRW die Bayern auszusaugen. Wenn die Bazis ihre Sommerferien am Ende des Ferienkoeridors haben wollen, dann werden wir uns dem entgegen stellen, wenn nicht genug Kohle von München nach Düsseldoof fließt. Schließlich haben wir auch unsere Prinzipien und leere Kassen. So wie der Rhein von Süd nach Nord fließt soll der Zaster ebenfalls strömen.

uesdW
6 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

So wie der Rhein von Süd noch Nord fließt, so soll der Strom von der See nach Süden fließen.

ed840
6 Monate zuvor
Antwortet  uesdW

Wenn die Trassen fertiggestellt sind. soll über Ultranet aber vor allem auch PV-Strom aus dem Süden nach NRW fließen, wenn wegen Flaute zu wenig Nordseestrom über A-Nord nach NRW kommt.

dickebank
6 Monate zuvor
Antwortet  ed840

Wenn BMW und Audi erstmal die Produktionsmengen verringern, brauchen die Bayern den Flatterstrom doch gar nicht.

ed840
6 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Wohl eher Mercedes und Porsche etc, , denn Ultranet verläuft von NRW nach Baden-Württemberg.

dickebank
6 Monate zuvor
Antwortet  ed840

Und Südlink?

ed840
6 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

SuedLink verläuft nicht durch NRW und endet ebenfalls in Baden Württemberg.

RainerZufall
6 Monate zuvor

Es ist in unserer DNA. Macht alle Ferien, wenn Bayern sie hält!
Nach zehn Jahren, haben vielleicht ALLE Bundesländer ein Interesse daran, sich abzusprechen 😉

Schotti
6 Monate zuvor

Ich verstehe nicht, weshalb Frau Feller nicht einfach selbst spätere Ferientermine festlegt. Es ist doch ausschließlich ihre Entscheidung. Einfach machen und dann wird man sehen.

AlexB
6 Monate zuvor

Wer hat denn ernsthaft erwartet, dass Söder sich in irgendeinerweise solidarisch zeigt und bereit ist, Deutschland als Sytem eines “Miteinanders” zu sehen? Das war bei dem bekannten Populismus unseres Wurstfetischisten doch von Anfang an naiv.

dickebank
6 Monate zuvor
Antwortet  AlexB

Warum wohl ist Bayern wohl Freistaat und hat als einziges Bundesland dem GG-Entwurf des parlamentarischen Rates nicht zugestimmt, liegt eben in der DNS als lederbehoste Vieh- und Holzhäuser.

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